Jason International

Christliche Selbsthilfegruppen und Seelsorge für Lesben und Schwule, Ex-Gays und ihre Lieben

Heilung

Heilung - was ist das überhaupt?


Jason International praktiziert keinerlei Form von Therapie. Wir sind eine Selbsthilfegruppe und Seelsorge-Organisation.

Was kursieren da nicht für Ansichten über Organisationen wie die unsere - zumeist von Menschen, die uns nie kennen gelernt haben.


Wir würden therapieren, was nicht als krank gilt, wir treiben Menschen angeblich in psychische Erkrankungen, sind fundamentalistische Christen, verklemmt, radikal, rechts-populistisch, wir hätten es nur selber nicht geschafft, eine befriedigende gleichgeschlechtliche Beziehung aufzubauen, kurz: wir müssen schnellstmöglich aus der Öffentlichkeit zum Wohle derselben verschwinden.


Zuallererst: Wir sind eine Seelsorge-Organisation, die (kostenlos!) Selbsthilfegruppen und Einzelgespräche für Menschen mit ungewollten gleichgeschlechtlichen Neigungen, deren Freunde  und Familienangehörige und alle sonstigen Interessierten anbietet. Wir betreiben keinerlei Therapie (allerdings befürworten wir das Recht eines jeden Einzelnen zur Wahl einer Therapie mit dem Ziel seiner Wahl) . Auch ist unser Ziel nicht, Menschen von "schwul" zu "hetero" zu bringen. Ein solches Ziel wäre für uns zu kurz gegriffen. Als Christen ist unser Ziel das eines jeden Jüngers Jesu: Heiligkeit. Wir sind aber auch für Menschen anderer Glaubensrichtungen - oder Nicht-Gläubige - offen. Die einzige Bedingung für eine Teilnahme an unserem Programm ist der Wille zur Veränderung (wie die dann aussieht, entscheidet letztendlich der Einzelne). Ohne dem wäre alles weitere sinnlos.


Wir arbeiten mit einem 14-Schritte Programm, das teils auf den üblichen 12-Schritte Programmen basiert und für die Bedürfnisse von Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen angepasst wurde, teils auf Erfahrungen unserer Gründer. Derartige 12-Schritte Programme sind international anerkannt und werden auch weithin verwendet.


Ebenso fließen gängige Instrumente aus der christlichen Seelsorge oder christlichen Programmen mit ein, die bei der Suche nach der eigenen Identität behilflich sind.


Alles in allem also nichts Außergewöhnliches oder Verdächtiges.


Bei der Entwicklung menschlicher Sexualität spielen viele Faktoren eine Rolle: Gene, die Umwelt, die Erziehung, das Verhältnis zum gleichgeschlechtlichen Elternteil oder zu Gleichaltrigen, Missbrauch und vieles mehr. Die Epigenetik hat mittlerweile herausgestellt, dass die früher oft verwendete Formel, ein Gen würde zwangsweise zu einem Verhalten führen, so nicht haltbar ist. Viele Faktoren spielen bei der Entwicklung von Genen eine Rolle. Ebenso verändert sich unser Gehirn jede Sekunde eines Lebens: Gene werden auf Basis verschiedenster Einflüsse in unterschiedlicher Stärke ausgebildet oder gar rückgebildet, oder es werden aufgrund unseres Verhaltens oder unserer Umweltbedingungen neue Gene begründet (!).


Wir sehen Menschen so, wie die Bibel sie sieht: Als untrennbare Einheit von Körper, Seele und Geist. Insofern sehen wir gleichgeschlechtliche Empfindungen nicht einfach als "Krankheit". Das wäre eine unzulässige Reduzierung eines sehr komplexen Sachverhalts. Als Christen wissen wir, dass wir alle gebrochene Menschen sind, die der Gnade Jesu Christi bedürfen.


Was wir tun, ist, die Hintergründe dieser Neigungen im Rahmen von Seelsorge und Gruppengesprächen anzugehen: Identitätsfragen, unbefriedigte emotionale, soziale, spirituelle und sonstige Bedürfnisse, das Verhältnis zu Gott, zu Familienangehörigen oder Freunden, eine Sinnfindung im Leben, um nur einiges zu erwähnen.


Es gibt also so einiges im Leben von Menschen, was "gebrochen" sein kann und im übertragenen Sinn einer "Heilung" bedarf, ohne dabei einfach nur eine psychische Erkrankung im Sinn zu haben.


Kurz und gut verstehen wir unter "Heilung" also die (Wieder-)Herstellung eines ganzheitlich ausgeglichenen Zustandes von Körper, Seele und Geist auf Basis des christlichen Glaubens.



Werben wir für "Konversionstherapien"?


Wir sind eine Seelsorge-Organisation, also bieten wir keine Therapien an noch werben wir für solche.

Wir treten jedoch für das Recht eines jeden Menschen ein, Informationen zu erhalten. Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen, deren Angehörige und Freunde sowie allgemein Interessierte sollten alles zu diesem Thema erfahren, was es aktuell gibt. Nur wer eine Angelegenheit aus verschiedenen Perspektiven betrachtet, kann ein vernünftiges Urteil fällen. Vor allem kann er/sie das Urteil dann frei fällen - und bekommt dafür notwendige Informationen nicht vorenthalten.

Wir sind allerdings nicht dafür verantwortlich, was andere denken. Wir können niemanden davon abhalten, dies als "Werbung" für eine "Konversionstherapie" zu betrachten, auch wenn dies nicht unsere Absicht ist.

Abgesehen davon kennen wir nicht mal jemanden im deutschsprachigen Raum, der eine derartige Therapie durchführt...



Ist die sexuelle Neigung nun festgeschrieben oder veränderlich?

Hier widersprechen sich momentan einige wissenschaftliche Theorien, Forschungen und selbst Argumente von schwulen Aktivisten.

Hatte man bisher darauf gepocht, dass die menschliche Sexualität in Stein gemeißelt und damit unveränderbar ist, sprechen heute viele Wissenschaftler (und auch Schwule) von einer "Fluidität" der sexuellen bzw. auch der geschlechtlichen Identität.

Gestützt wird diese These neben wissenschaftlichen Forschungen auch von vielen Lebensberichten von Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen bzw. von Menschen allgemein. Sie berichten davon, dass sich ihre sexuelle Orientierung hinsichtlich der Intensität und Häufigkeit, aber auch hinsichtlich des Objekts der Begierde (homosexuell vs. heterosexuell) während ihres Lebens verschoben hat - von minimalen Änderungen bzw. hin zu dramatischen Wechseln.

Es wäre nicht wissenschaftlich und zudem ethisch verwerflich, die Authentizität dieser Aussagen generell in Zweifel zu ziehen bzw. außer Acht zu lassen.


Ihr seid doch für Menschen mit "ungewollten" gleichgeschlechtlichen Neigungen da. Heißt das nicht automatisch, dass diese Menschen dann ihre Neigungen dann ändern wollen? Führt das nicht logischerweise zur "Konversionstherapie"?

Keineswegs. Viele von uns hatten in frühester Jugend mit dem Anbruch der Pubertät und den ersten gleichgeschlechtlichen sexuellen Empfindungen eine tiefe Ablehnung diesen Neigungen gegenüber. Diese Ablehnung hat sich dann oft ihr ganzes Leben lang nicht geändert. Andere sind erst in späteren Jahren zu diesem Entschluss gekommen. Das heißt aber nicht automatisch, dass sie dann "heterosexuell" sein wollen. Für diejenigen unter uns etwa, die Christinnen und Christen sind, ist diese Frage unerheblich. Wir wollen mit ganzem Herzen Jesus Christus nachfolgen. Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen haben in vielerlei Hinsicht aus der Norm fallende Gaben und Talente. Sie müssen ihre sexuelle Energie also nicht zwangsweise in gleichgeschlechtlichen sexuellen Begegnungen ausleben, sondern können sie verwenden, um diese Gaben und Talente zu stärken und fördern. Nicht nur in der freien Wirtschaft kann es von Vorteil sein, die Dinge anders als alle anderen Menschen zu sehen und anzugehen. Mit "ungewollten" gleichgeschlechtlichen Neigungen meinen wir also, dass wir diese nicht ausleben wollen - weder in der schwulen Szene noch in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung. Das bedeutet nicht, dass wir unsere Neigungen deshalb verleugnen, unterdrücken oder was auch immer. Wir definieren uns nur nicht über sie und haben für uns entschieden, dass wir ein anderes Leben führen möchten. Gleichzeitig bieten wir den Menschen Unterstützung an, die ebenso denken und empfinden.

Diese unsere freie Entscheidung bitten wir doch zu respektieren. Es ist in hohem Maße verwerflich, wenn uns von psychischen Krankheiten bis zur Selbstverleugnung alles Mögliche unterstellt wird, ohne jemals mit uns Kontakt aufgenommen zu haben.

Mit der Toleranz und dem Respekt ist es nämlich so eine Sache - die kann man nicht einfach nur für sich selbst einfordern, die muss man auch anderen gewähren.


Wollt ihr nicht die sexuelle Identität verändern oder unterdrücken? Sollen nicht auch heterosexuelle Empfindungen geweckt werden?

Nein zu allem davon. Wir sind keineswegs der Meinung, dass die sexuelle Identität verändert werden sollte. Selbst als Christinnen und Christen lehnen wir nicht die Neigung an sich ab, sondern gleichgeschlechtliche sexuelle Akte. Das ist unser gutes Recht.
Wir wecken auch keine heterosexuellen Empfindungen, wo keine da sind. Wenn jemand aber zu uns kommt und sagt, er/sie habe "verschüttete" heterosexuelle Empfindungen und will wieder Zugang dazu finden, so werden wir ihn/sie dabei begleiten - als Seelsorger und nicht als Therapeuten. Auch das ist unser Recht.


Unser Material wird nicht dazu benutzt, für die Idee einer Konversionstherapie Werbung zu machen oder sie gar durchzuführen. Sollten in alten Schriften oder Videos Stellen sein, die missverständlich so aufgefasst werden können, weisen wir unsere Klientinnen und Klienten regelmäßig darauf hin, dass es nicht (!) unser Ziel ist, aus "Homos" "Heteros zu machen, sondern Menschen zu Jesus zu bringen (bzw. denen, die keine Christinnen und Christen sind, bei der Erreichung ihres selbstgewählten Zieles beizustehen). Wir betreiben Seelsorge und keine Therapie.


Our resources are not being used to make publicity for conversion therapy or for offering such therapy. Should there be any such references in older writings of videos, we point out to our clients that our aim is not (!) to turn people from gay to straight, but to bring them to Jesus (or to help those who are not Christians reach their individual goal). We do Christian counseling and pastoral care, not therapy.



Weder Homosexuals Anonymous noch Jason International geben irgendwelche Heilversprechen ab noch bieten wir eine Psychotherapie an. Wir sind Selbsthilfegruppen und bieten Hilfesuchenden seelsorgerischen Beistand. Uns geht es nicht darum, Menschen von "homosexuell" zu "heterosexuell" zu machen. Einerseits, weil dies grundsätzlich nicht unser Ziel ist (das Ziel eines Christen ist letztendlich die Heiligkeit. Ein keusches, gottgefälliges Leben ist bestenfalls Ausdruck und Weg des Glaubens, nicht aber das Ziel. Nicht-Christen unter uns stehen wir bei, ein selbstgestecktes Ziel zu definieren und zu erreichen. Auch hier liegen die Ziele in der Regel ganz wo anders).

Gleichwohl anerkennen wir das Recht von Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen, die unter diesen leiden, eine Therapie mit einem Therapieziel ihrer Wahl in Anspruch zu nehmen.

Heutzutage wird ja immer gerne die moralische Verwerflichkeit von "Reperativtherapien" oder "Konversionstherapien" herausgestellt - vor allem von aktiven Schwulen selbst. Die Wissenschaft springt leider gerne auf diesen Zug - auch wenn ein derartiges Vorgehen wissenschaftlicher Forschung widerspricht. Es ist nicht Aufgabe der Wissenschaft, moralische Urteile zu fällen. Auch darf Wissenschaft niemals freie Forschung unterdrücken, nur weil diese politisch unkorrekt ist.

Die heutige wissenschaftliche Datenlage:

Sexualität wird von vielen verschiedenen (!) Faktoren beeinflusst. Aktuelle Forschung weist darauf hin, dass sexuelles Empfinden durchaus zur Fluidität neigen kann - also keineswegs in Stein gemeißelt ist.

Selbst genetische Prädisposition (die im Falle von "Homosexualität" keineswegs belegt ist) bedeutet keinesfalls, dass jemand, der ein (fiktives) "schwules" Gen hat, auch zwangsweise gleichgeschlechtlich empfinden wird oder gar so handeln muss (wir sind nicht Sklaven eines Gencodes).
Epigenetik hat uns gelehrt, dass es von weiteren Faktoren (etwa der Umwelt) abhängt, ob und inwiefern Gene zum Tragen kommen oder deaktiviert werden. Umweltbedingungen etc. können sogar zur Änderung der DNA (also des "Gencodes") und der Gehirnstruktur beitragen (was ganz neue Schlussfolgerungen zulässt!).

Ein pauschales Urteil darüber, ob sexuelle Orientierung veränderbar ist, halten wir aus wissenschaftlicher Sicht deshalb nicht für möglich (aus spiritueller Sicht sehr wohl - was für den Menschen unmöglich ist, ist für Gott möglich!). Geschweige denn dass wir anderen vorschreiben, ein solches Urteil als richtig oder falsch anzuerkennen.

Für uns ist dies aus eingehender Argumentation heraus auch unwichtig, da unsere Aufgaben und Ziele anderswo liegen.

Wo jedoch Grenzen überschritten werden, ist, wenn wissenschaftliche Erkenntnisse (etwa DNA-Markierungen) als Begründung für moralische Akzeptanz oder "Natürlichkeit" herhalten müssen. Das ist nicht mehr Wissenschaft, das ist Propaganda übelster Art.

Würde man diese Argumentation logisch weiter führen, würde man schnell zu absurden Ergebnissen führen.

Wir fordern deshalb Wissenschaftler auf, sich für die Neutralität der Wissenschaft einzusetzen.

Politiker fordern wir auf, dem Druck einer Minderheit stand zu halten und für ihre Werte einzustehen!

Geistliche fordern wir schließlich auf, ihre Aufgabe wahrzunehemen und Menschen, die ein gottgefälliges Leben führen wollen, dabei zu unterstützen - koste es, was es wolle!



Ist "Homosexualität" eine Krankheit?

13.06.2019 – Robert Gollwitzer



Allein die Fragestellung dürfte jeden politisch korrekten Menschen nach Luft schnappen lassen. Wie kann man das nur in Betracht ziehen?

Man kann, darf – und muss vielleicht sogar. Wissenschaft und Therapie sind schon lange nicht mehr frei. Sie sind dem Zeitgeist und der politischen Korrektheit unterworfen. Mediziner und Therapeuten plappern nach, was ihnen vorgesagt wird – und die meisten Menschen glauben ihnen, ohne ihren gesunden Menschenverstand zu benutzen. Ganz so einfach und logisch ist die Angelegenheit nämlich keineswegs.




„Homosexualität“ wurde erst ab den 70ern von der Liste der psychischen Störungen genommen. Nicht etwa aufgrund neuer medizinischer Erkenntnisse, sondern einzig und allein wegen des politischen Drucks der Schwulenbewegung.



Um oben genannte Frage zu beantworten, bedarf es vorab einer Begriffsklärung: Was meinen wir, wenn wir über „Homosexualität“ reden und was ist eine „Krankheit“?



Mit „Homosexualität“ bezeichnen wir die Tatsache, dass sich jemand überwiegend und über einen längeren Zeitraum hinweg in sexueller und/oder emotionaler Hinsicht zum eigenen Geschlecht hingezogen fühlt. Manche bevorzugen aber den Begriff "gleichgeschlechtliche Neigungen" und sehen „Homosexualität“ nicht als eigenständige Identität an.



„Krankheit“ wiederum wird von Wikipedia wie folgt definiert:

"Krankheit ist ein Zustand verminderter Leistungsfähigkeit, der auf Funktionsstörungen von einem oder mehreren Organen, der Psyche oder des gesamten Organismus beruht und zurückgeht.

(...)

Krankheit wird oft im Gegensatz zu Gesundheit definiert. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat allerdings Gesundheit auch schon 1946 als idealen Zustand optimalen Wohlbefindens definiert. Zudem ist Krankheit nicht die einzige mögliche Ursache für mangelhafte Gesundheit. Die Übergänge zwischen „Gesundheit“ und „Krankheit“ sind fließend. Vieles mag letztlich einfach eine Frage der Sichtweise sein, zumal der Ausdruck Krankheit keine biologische Konstante, sondern ein kulturelles wertbezogenes Konstrukt darstellt. (...)

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat am 21. März 1958 definiert: „Krankheit ist jede Störung der normalen Beschaffenheit oder der normalen Tätigkeit des Körpers, die geheilt, d. h. beseitigt oder gelindert werden kann.“ Nach einer neueren Formulierung des Bundessozialgerichts (BSG) wird im Kranken- und Unfallversicherungswesen unter Krankheit „ein regelwidriger Körper- oder Geisteszustand, der ärztlicher Behandlung bedarf und/oder Arbeitsunfähigkeit zur Folge hat“ verstanden. Dadurch ist der medizinische Krankheitsbegriff nicht deckungsgleich mit dem sozialrechtlichen.“



Viele Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen fühlen sich damit nicht wohl – unabhängig vom Urteil der Gesellschaft. Ihr „optimales Wohlbefinden“ wäre also zumindest gestört.

Krankheit als Gegensatz zur Gesundheit bzw. zum optimalem Wohlbefinden zu definieren, ist eine mehr als zweifelhafte Definition. Folgt man der Logik dieser Argumentation, führt dies zu absurden Ergebnissen. Wenn alleine das subjektive Wohlbefinden über Krankheit oder Gesundheit entscheidet, so bedeutet das zum einen, dass Menschen mit ungewollten gleichgeschlechtlichen Neigungen, die darunter leiden, Anspruch auf eine Therapie hätten. Es würde weiterhin bedeuten, dass Menschen mit wie auch immer gearteten sexuellen (oder sonstigen) Normabweichungen anführen könnten, dies sei nicht krankhaft, da sie sich subjektiv "wohl" fühlen.

Norm kann im Übrigen vieles sein - das, was die Mehrheit tut oder eine mehrheitlich anerkannte Werte- und/oder Verhaltensgrundlage. Die Mehrheit der Bevölkerung hat keine gleichgeschlechtlichen Neigungen und praktiziert keinen gleichgeschlechtlichen Sex. Was die Akzeptanz, moralische Wertschätzung oder zumindest Gleichgültigkeit des überwiegenden Teils der Bevölkerung angeht, so wage ich hier keine Schätzung. Meine Erfahrung ist, dass selbst diejenigen, die nach außen eine "leben und leben lassen"-Mentalität haben, bei näherem Nachfragen bzw. wenn es die eigenen Kinder betrifft doch schnell eine Ablehnung homosexuellen Handels aufweisen.



Da der BGH bei der Bewertung von Krankheit ausdrücklich auf die „normale“ Beschaffenheit und Tätigkeit des Körpers Bezug genommen hat, muss im vorliegenden Fall geklärt werden, ob „Homosexualität“ zur „normalen“ oder „natürlichen“ Beschaffenheit oder Tätigkeit des Körpers zählt.



Wenn mit „natürlich“ "sich aus den Gesetzen der Natur ergebend" gemeint ist, so ist dies eher zu verneinen. Ist sie dann "in der Natur des Menschen begründet"? Wer vermag das zu beantworten?

Dient sie der Arterhaltung? Auch hier ein klares Nein. Bedeutet das also, dass hier ein von der Norm abweichender Körper- oder Geisteszustand vorliegt? Ist Homosexualität eine "Störung der normalen Beschaffenheit des Körpers oder der Psyche"?

Nun, sie entspricht zumindest nicht der normalen - also in der Mehrheit der Menschen vorzufindenden - Beschaffenheit. So gesehen also durchaus eine "Störung" oder "Regelwidrigkeit" (wie auch immer man diese Worte definieren mag).

Bedarf „Homosexualität“ deshalb der ärztlichen Behandlung und führt zur Arbeitsunfähigkeit? Mit derselben Logik könnte man fragen, ob „Transsexuelle“ einer ärztlichen Behandlung bedürfen und möglicherweise arbeitsunfähig werden. Ein Bewertungskriterium hierfür dürfte wohl die persönliche Wahrnehmung sein. Fühlt sich der Klient bzw. die Klientin durch ihren momentanen Zustand nicht nur geringfügig belastet? Ist die Belastung unter Umständen so groß, dass sie zur Arbeitsunfähigkeit führt?

Für gewöhnlich lautet die Argumentation wie folgt: „Homosexualität“ ist keine Krankheit. Damit kann (und darf) sie nicht therapiert werden. Dies würde außerdem zu psychischen Störungen führen. Es gibt auch keine „Heilung“.

Diese ist aber beim Vorhandensein einer „Krankheit“ keineswegs notwendig. Allein die Möglichkeit einer Linderung – etwa des persönlichen Leidensdrucks – wäre ausreichend. Wer sich durch seine gleichgeschlechtlichen Neigungen nicht nur geringfügig belastet fühlt und eine Linderung des Leidensdrucks wünscht, würde also unter diese Kategorie fallen.

Die oft angeführten „psychischen Schäden“, die durch eine therapeutische Begleitung entstehen würden, sind bei näherem Hinsehen doch etwas anders zu bewerten: In den 15 Jahren, die mittlerweile vergangen sind, seitdem ich meine langjährige Zeit in der schwulen Szene beendet habe, durfte ich viele Menschen mit ungewollten gleichgeschlechtlichen Neigungen („Ex-Gays“) begleiten. Nicht eine/r davon trug dadurch psychische Schäden davon. Gleichwohl habe ich eine Menge meiner schwulen Freunde verloren, die an den Folgen ihres Lebenswandels gestorben sind – Drogen, ansteckende Geschlechtskrankheiten etc. Ein Blick auf die Statistiken des Robert-Koch Instituts bestätigt dies: ein verschwindend geringer Prozentsatz der Bevölkerung („Männer, die Sex mit Männern haben“) hat doch einen enorm hohen Anteil an eben diesen Geschlechtskrankheiten. „Safer Sex“ schützt beileibe nicht vor allem.



Wer meint, im Körper des falschen Geschlechts geboren worden zu sein, darunter leidet und die erforderlichen psychologischen Gutachten beibringt sowie zusätzliche Voraussetzungen erfüllt, darf gegebenenfalls eine „geschlechtsangleichende Operation“ vornehmen lassen. Hier werden also psychische Leiden „therapiert“, indem man gesunde Körper verstümmelt. Dieser offenbare Bruch des hippokratischen Eides scheint aber kaum jemanden zu stören. Wer aber für sich in Anspruch nimmt, unter seinen gleichgeschlechtlichen Neigungen zu leiden, dem soll eine therapeutische Unterstützung untersagt werden, weil hier ja keine „Krankheit“ vorliege, sondern „nur“ der subjektive Wunsch des Leidenden und dieser subjektive Wunsch zwangsweise zu psychischen Störungen führen muss? Ist nicht euer Ernst.



Robert Gollwitzer



www.jason-international.org

www.misererenobis.org

www.homosexuals-anonymous.com



Ist "Homosexualität" eine Krankheit?

Allein diese Frage würde Schwule schon auf die Palme bringen. Wie ein Kniereflex kommt es von deren Seite: "Homosexualität ist keine Krankheit und bedarf deshalb keiner Therapie".

Ist dem so?

In den 70ern wurde Homosexualität in den USA - und daraufhin auch in anderen Ländern - von der Liste der psychischen Störungen genommen. Ursache hierfür waren keineswegs neue medizinische Erkenntnisse (die gab es seinerzeit nicht und die gibt es heute nicht), sondern allein politischer Druck.

Sehen wir uns die Definition von Krankheit an, wie sie uns Wikipedia liefert:

"Krankheit ist ein Zustand verminderter Leistungsfähigkeit, der auf Funktionsstörungen von einem oder mehreren Organen, der Psyche oder des gesamten Organismus beruht und zurückgeht. Diese Störungen werden ihrerseits durch strukturelle Veränderungen von Zellen und Geweben hervorgerufen.
Die Lehre von den Krankheiten ist die Pathologie, während die Nosologie sich mit der systematischen Einteilung von Krankheiten beschäftigt.
(...)
Krankheit wird oft im Gegensatz zu Gesundheit definiert. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat allerdings Gesundheit auch schon 1946 als idealen Zustand optimalen Wohlbefindens definiert. Zudem ist Krankheit nicht die einzige mögliche Ursache für mangelhafte Gesundheit. Die Übergänge zwischen „Gesundheit“ und „Krankheit“ sind fließend. Vieles mag letztlich einfach eine Frage der Sichtweise sein, zumal der Ausdruck Krankheit keine biologische Konstante, sondern ein kulturelles wertbezogenes Konstrukt darstellt. So hat sich der Begriff Befindlichkeitsstörung für Einschränkungen des leiblichen oder seelischen Wohlbefindens ohne objektivierbaren medizinischen Krankheitswert eingebürgert. Andererseits können als krankhaft definierbare Zustände auch ohne subjektiven Leidensdruck vorliegen.

Die normale Funktion eines Organismus ergibt sich aus der Regelhaftigkeit der Lebensvorgänge; in unterschiedlichem Ausmaß beinhaltet sie die Fähigkeit zur Anpassung an veränderte innere und äußere Bedingungen. Ihre Beurteilung durch Menschen weist auch Abhängigkeit von deren Normvorstellungen auf.

Als Funktionsstörung kann Krankheit verschiedene Bereiche lebendigen Seins betreffen und sich in deren Wechselwirkungen entwickeln. Physiologische Funktionen sind wesentliche Eigenschaft des Lebens. Organismen existieren in komplexen Umwelten und erhalten, erneuern und verändern sich durch beständigen stofflichen und energetischen Austausch. Viele Arten von Organismen leben in sozialen Zusammenhängen. Zu den Funktionen des Lebens gehört auch Verhalten und höherentwickelte Organismen weisen emotionale Funktionen auf. Die Personalität und Sozialität von Menschen funktioniert auch in Abhängigkeit von ihrer kulturellen Welt.
(...)
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat am 21. März 1958 definiert: „Krankheit ist jede Störung der normalen Beschaffenheit oder der normalen Tätigkeit des Körpers, die geheilt, d. h. beseitigt oder gelindert werden kann.“ Nach einer neueren Formulierung des Bundessozialgerichts (BSG) wird im Kranken- und Unfallversicherungswesen unter Krankheit „ein regelwidriger Körper- oder Geisteszustand, der ärztlicher Behandlung bedarf und/oder Arbeitsunfähigkeit zur Folge hat“ verstanden. Dadurch ist der medizinische Krankheitsbegriff nicht deckungsgleich mit dem sozialrechtlichen. Entscheidende Kriterien für die Beurteilung als Krankheit im Sozialrecht sind:

Behandlungsbedürftigkeit (nicht bei altersbedingten Erscheinungen; kosmetischen Behandlungen, die rein ästhetischer Natur sind (wie beispielsweise Haartransplantation), sehr wohl jedoch, wenn eine anerkannte medizinische Notwendigkeit vorliegt (wie beispielsweise Korrektur der Nasenscheidewand oder Behandlung von Narben))
Wahrnehmbarkeit nach außen (z. B. Disharmonien der genetischen Werte erfüllen den Sachverhalt nicht)
Besserung des Leidens oder Verhütung von Verschlimmerungen (die Behandlung muss nach den Grundsätzen der ärztlichen Wissenschaft erfolgversprechend sein)"

Ist Homosexualität eine Funktionsstörung der Psyche oder liegt ihr eine Zellveränderung zugrunde? Das zu beantworten, wird wohl noch einige Jahrzehnte dauern.

Krankheit als Gegensatz zu Gesundheit bzw. zu optimalem Wohlbefinden zu definieren, ist eine mehr als zweifelhafte Definition. Folgt man der Logik dieser Argumentation, führt dies zu absurden Ergebnissen. Wenn alleine das subjektive Wohlbefinden über Krankheit oder Gesundheit entscheidet, so bedeutet das zum einen, dass Menschen mit ungewollten gleichgeschlechtlichen Neigungen, die darunter leiden, Anspruch auf eine Therapie haben. Es würde weiterhin bedeuten, dass Menschen mit wie auch immer gearteten sexuellen (oder sonstigen) Normabweichungen anführen können, dies sei nicht krankhaft, da sie sich subjektiv "wohl" fühlen.

Mit dieser Argumentation begibt man sich also auf Glatteis.

Wie sieht es mit dem Bezug auf "Normvorstellungen" aus? Norm kann vieles sein - das, was die Mehrheit tut oder eine mehrheitlich anerkannte Werte- und/oder Verhaltensgrundlage. Die Mehrheit der Bevölkerung hat keine gleichgeschlechtlichen Neigungen und praktiziert keinen gleichgeschlechtlichen Sex. Was die Akzeptanz, moralische Wertschätzung oder zumindest Gleichgültigkeit des überwiegenden Teils der Bevölkerung angeht, so wage ich hier keine Schätzung. Meine Erfahrung ist, dass selbst diejenigen, die nach außen eine "leben und leben lassen"-Mentalität haben, bei näherem Nachfragen bzw. wenn es die eigenen Kinder betrifft, doch schnell eine Ablehnung homosexuellen Handels aufweisen.

Ist Homosexualität "natürlich"?

Erneut eine Definitionsfrage. Wenn hiermit "sich aus den Gesetzen der Natur ergebend" gemeint ist, wohl eher nicht. Ist sie "in der Natur des Menschen begründet"? Wer vermag das zu beantworten?
Dient sie der Arterhaltung? Auch hier ein klares Nein.
Diese Frage eröffnet mehr weitere Fragen als dass sie Antworten liefert.

Ist Homosexualität eine "Störung der normalen Beschaffenheit des Körpers oder der Psyche" - und damit doch eine Krankheit?

Nun, sie entspricht zumindest nicht der normalen - also in der Mehrheit der Menschen vorzufindenenden - Beschaffenheit. So gesehen also durchaus eine "Störung" oder "Regelwidrigkeit" (wie auch immer man diese Worte definieren mag).

Zusammenfassend kann man also durchaus sagen, dass die momentane Rechtslage und gelte politisch korrekte Meinung durchaus Anlass zu Rückfragen gibt. Diese Rückfragen müssen erlaubt sein - auch und gerade im Sinne der Betroffenen. Man hilft niemanden, wenn man alles schön redet oder der Wissenschaft einen politischen und juristischen Knebel verpasst.


Alle Unterstützung für aktive Schwule, aber keine für die, die erst gar nicht dorthin wollen?

Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen haben in der Regel ein breites Angebot an Beratungs- und sonstigen Dienstleistungen zur Verfügung – wenn sie diese ausleben. Staatlicherseits dick subventioniert bleibt hier kaum ein Wunsch oder Bedürfnis unbefriedigt.
Will man/frau aber – aus welchen Gründen auch immer – dieses Leben verlassen oder erst gar nicht dorthin kommen, sieht es rabenschwarz aus.

Therapien

Ansprechpartner für psychotherapeutische Unterstützung: Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN). Auf eine Anfrage hin, ob es denn für Menschen mit ungewollten gleichgeschlechtlichen Neigungen Unterstützung gibt – wohlgemerkt nicht (!) automatisch für Menschen, die „heterosexuell“ werden wollen, kam eine sehr standardisierte Antwort: Zunächst wird man darüber belehrt, dass 1973 die amerikanische Psychiatervereinigung APA Homosexualität vom DSM (Liste der psychischen Krankheiten) gestrichen hatte. Als Folge davon wurde das 1991 auch bei uns (hier: der ICD) so gehandhabt. Homosexualität sei keine Krankheit, sondern eine häufige Form menschlichen Zusammenlebens. Sie bedürfe deshalb keiner Therapie.

Abgesehen davon, dass dies keine Antwort auf die ursprüngliche Frage war (es ging nicht um eine „Therapie“ von Homosexualität, sondern um therapeutische Begleitung bei der Suche nach einem alternativen Leben!), wird hier – bewusst oder unbewusst – ein wesentliches Detail verschwiegen.

Die Tatsache, dass Homosexualität aus dem DSM bzw. ICD genommen wurde, beruhte keineswegs auf neuen medizinischen Erkenntnissen. Die lagen damals schlichtweg nicht vor – und tun dies auch heute nicht. Der Grund hierfür war allein politischer Art – ein erheblicher Druck der Schwulenbewegung. Selbst heute also lässt sich die DGPPN instrumentalisieren und verschließt politisch nicht korrekten Forschungen den Weg.

Weiterhin heißt es in der Antwort, die DGPPN lehne „reparative Therapien“ oder „Konversionstherapien“ entschieden ab. Auch hier: dies war nicht Gegenstand der Frage. Außerdem konnte ich keine Organisation und keinen Therapeuten hier in Deutschland ausfindig machen, der eine „Konversationstherapie“ anbietet. Auch hier geht die DGPPN der Schwulenbewegung auf dem Leim. Reparative Therapie und Konversionstherapie werden hier fälschlicherweise in einem Atemzug genannt, beschreiben aber etwas ganz anderes. Während eine Konversionstherapie die sexuelle Orientierung verändern will (es gibt mittlerweile tatsächlich Anzeichen für eine „Fluidität“ menschlicher Sexualität – sie ist also keineswegs in Stein gemeiselt!), konzentriert sich die Reparative Therapie auf einige der Faktoren, die zur Entwicklung gleichgeschlechtlicher Neigungen beitragen, etwa eine Störung der Geschlechts-Identität, unerfüllte legitime Bedürfnisse, ein gestörtes Verhältnis zum gleichgeschlechtlichen Elternteil etc. Dies ist offenbar der DGPPN noch nicht einmal bekannt – sie bedient sich ungeprüft der Meinung von wissenschaftlichen Laien, die ihre eigene Agenda verfolgen. Selbst das Argument, Homosexualität sei eine „häufige“ Form menschlichen Zusammenlebens, ist wissenschaftlich irrelevant. Eine psychische Störung, die häufig auftritt, wird alleine dadurch ja auch noch nicht zum weniger pathologisch. Die Tatsache, dass es viele tun, macht etwas weder in moralischer noch in medizinischer Form „besser“ oder „schlechter“.

Als medizinischen „Beleg“ für die eigene Sichtweise führt die DGPPN an, es gebe keine empirische Evidenz (Nachweis) für günstige Effekte von Konversionsverfahren, wohl könne Patienten dadurch aber Schaden zugefügt werden. Erneut wird hier auf eine Verfahren polarisiert, dass weder bei uns allgemein angewandt noch gefragt wurde. Derart pauschalisierte Aussagen sind nicht wissenschaftlich und schon gar nicht ethisch vertretbar. Jeder Therapeut und jede Therapeutin kann dem Hilfesuchenden potentiell Schaden zufügen. Die Frage ist, ob dann die Therapieform als ganze oder der Therapeut Schuld hierfür trägt. Da die DGPPN sich offensichtlich noch nicht einmal mit den wissenschaftlichen Arbeiten hierzu befasst hat und alternative Therapiemodelle auch im Studium nicht Gegenstand der Lehre sind, kann sie hierzu auch keine gültige Aussage treffen. Würde man die von ihr getroffenen Aussagen auf alle Formen sexuellen Empfindens übertragen und damit alles mehr oder weniger als „normale“ Formen menschlichen Zusammenlebens hinstellen, würde dies zu absurden und unverantwortlichen Ergebnissen führen.

Die Mitarbeiterin der DGPPN (der ich noch nicht einmal böse Absicht unterstellen will!) weist weiterhin darauf hin, dass psychische Erkrankungen unabhängig von der sexuellen Orientierung „anhand der klinisch relevanten Symptome gemäß ICD-10 Kriterien klassifiziert“ werden und dementsprechend von Fachleuten therapiert werden sollen. Dies ist schon aus wissenschaftlicher Sicht ein unsinniges Vorgehen. Hier werden bewusst Faktoren und Ursachen ausgeklammert bzw. voneinander getrennt gesehen, die durchaus etwas miteinander zu tun haben können. Mit anderen Worten: Der Patient bekommt nicht die beste Hilfe, die verfügbar ist, da dies politisch nicht korrekt ist.

Womit wir beim Abschluss-Statement der DGPPN-Kollegin sind: "Direkt oder indirekt erfahrene Diskriminierung kann zur Entstehung psychischer Erkrankungen bei homosexuellen Menschen beitragen." Hier trägt die schwule Propaganda reiche Früchte: alles, was nicht politisch korrekt ist, ist „Diskriminierung“. Hier wird in unglaublicher Art und Weise unterstellt, dass Therapeuten, die oben genannten Ratsuchenden Hilfe anbieten, nicht wissenschaftlich arbeiten, sondern „diskriminieren“. So macht man es sich selbst sehr einfach – man muss sich erst gar nicht mit dem Thema in einer objektiven, wissenschaftlichen Herangehensweise befassen, sondern stellt Andersdenkende als Menschen zweifelhaften moralischen Charakters dar. Das ist nichts anderes als unselige Propaganda.

Die angestrebte Therapie, so die DGPPN, ziele nicht auf die Homosexualität ab, sondern auf die Konflikte, die in Verbindung mit religiösen, gesellschaftlichen und internalisierten Normen entstehen. Mit anderen Worten: der gute alte Leitsatz „Nicht der Homosexuelle hat ein Problem, sondern die Gesellschaft“. Ziel des Therapeuten sei es, dass sich der/die Homosexuelle wieder gut bei dem fühle, was er/sie tut und gegebenenfalls alle Einstellungen überwindet, die dem entgegen stehen. Das ist keine wissenschaftliche Therapie, das ist ideologisch motivierte politische Korrektheit par excellence. Hier fügt die DGPPN ihrerseits möglicherweise denen Schaden zu, die aus persönlichen, religiösen oder anderweitigen Gründen ein Ausleben ihrer Neigungen nicht für gut heißen können. Anstelle ihnen beizustehen und ihre Ansichten zu respektieren, sorgt die DGPPN noch für Schuld- und Schamgefühle und will ihnen Ansichten aufschwatzen, die nicht die ihren sind. Mit welchem Recht?


Die Krankenkassen

Hier hält man sich mit einer klaren Antwort auf die Anfrage bedeckt. Die AOK etwa geht erst gar nicht auf dieses Thema ein, sondern verweist allgemein auf Informationen zur Psychotherapie. Auch hier wird einem Ratsuchenden offenbar nicht weiter geholfen. Soll man vielleicht erst alle Therapeuten in der Gegend abklappern, um einen zu finden, der bereit ist, einem beizustehen?



Die Kirchen

Bei einem Pastor, einem Priester etc. Hilfe zu suchen, ist beinahe ein Glücksspiel. Manch einer wird hier das finden, was er/sie sucht, allerdings ist die Bandbreite der Haltungen, Meinungen, Ansichten und Herangehensweisen hier – selbst innerhalb einer Kirche – enorm. Wenige halten sich an das, was ihre eigene Lehrautorität verkündet. Viele handeln nach eigenem Gutdünken. Wirklich empfehlenswert ist dies für Betroffene nicht. Zu groß ist das Risiko hierbei, an „den Falschen“ zu geraten – mit unkalkulierbaren Konsequenzen.


Angebote im Bereich Lebensberatung und Seelsorge

Hier sieht die Lage etwas besser aus. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung sind von anerkannten Lehreinrichtungen zertifizierte Lebensberater und Seelsorger in der Regel theoretisch und praktisch sehr gut ausgebildet und erfahren. Natürlich führen diese Einrichtungen keine Therapien durch, eine seelsorgerische Begleitung oder eine Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe kann hier sehr hilfreich sein. Zu nennen sind hier etwa christliche Einrichtungen wie Wüstenstrom (www.wuestenstrom.de), das Weisse Kreuz (www.weisses-kreuz.de) oder Organisationen wie Jason International (https://jason-online.webs.com), der Partnerorganisation der internationalen, wohl ältesten Organisation auf diesem Gebiet: Homosexuals Anonymous (www.homosexuals-anonymous.com).


Fazit

Der Standpunkt der DGPPN soll hier auf keinen Fall verteufelt werden. Selbstverständlich sind psychische Krankheitsbilder von entsprechenden Psychotherapeuten oder Psychiatern zu behandeln. Betroffene sollten hier keinesfalls zögern, Hilfe zu suchen. Nötigenfalls klärt ein Eingangsgespräch, ob der Therapeut/Arzt bereit ist, die Einstellung des Patienten zu akzeptieren und nicht dagegen zu arbeiten. Gleichwohl werden die meisten Betroffenen alleine dadurch nicht die Hilfe finden, die sie brauchen. Abgesehen davon hat nicht jeder von ihnen eine psychische Erkrankung. Deshalb ist ein TNetzwerk von Freunden, Seelsorgern, Lebensberatern, Therapeuten, Ärzten usw. nicht nur sinnvoll, sondern notwendig. Der DGPPN kann man nur wünschen, dass sie nicht das nachplappert, was andere ihr vorplappern, sondern sich als Teil eines Netzwerkes siieht und dieses – wie auch die Ratsuchenden und deren Überzeugungen selbst – respektiert.


Vergessen Sie, was Sie bisher über Gene wussten. Im Zeitalter der Epigenetik entscheiden Sie über Ihren Gencode mit!

Obwohl jede Zelle 20 000 Gene hat, verwendet sie nur einen kleinen Teil davon – und schaltet den Rest einfach ab. Warum und wie sie das tut und welche Konsequenzen das hat, erklärt die Epigenetik.

Hielt man bisher die DNA für einen unveränderlichen Code, so weiß man inzwischen, dass laufend kleine Moleküle oberhalb („epi“) der Nukleotid-Sequenz der DNA hinzugefügt oder wieder entfernt werden. Veränderte Markierungs-Muster werden dann von Speizial-Enzymen gelesen, die Schritte zum An- oder Abschalten von Genen einleiten.

Die durch die Markierung entstandene Information bildet das Epigenom – die chemisch veränderte Erbgut-Information DNA. Das Epigenom wiederum entscheidet über die Protein-Produktion der Zellen.

Diese Erkenntnisse sind revolutionär. Vorbei die Zeiten, in denen man dachte, ein Gen würde zwangsweise ein Verhalten hervorrufen. Tatsächlich hängt es von der Umwelt wie vom eigenen Verhalten ab, ob dieses Gen überhaupt „angeschaltet“ - oder gar verändert – wird.

Trotz gleicher Erbinformationen können also unterschiedliche Zellen oder auch unterschiedliche Lebewesen entstehen. So kann eine menschliche Stammzelle über 200 verschiedene Gewebe produzieren. Ob aus einer Bienenlarve eine Arbeiterin oder eine Königin wird, entscheidet das Epigenom, das Gene an- und abschaltet.

Verwendet wird letztendlich, was gebraucht wird. Zwar werden alle 20 000 menschlichen Gene laufend benötigt, aber nie gleichzeitig in einer einzigen Zelle.

Das Epigenom entscheidet aber nicht nur über die Verwendung, es speichert auch die Information – durch anfangs erwähntes Anhängen kleiner Moleküle an die DNA. Durch dieses Anhängen werden die Gene markiert und gegebenenfalls auch abgeschaltet. Diese Markierung ist in der Regel auch stabil. Es bedarf schon des Eingreifens durch Enzyme, um sie wieder zu lösen. Diese Flexibilität, die sich im An- und Abschalten von Genen zeigt, ist für unser Leben auch sehr wichtig: Das Epigenom kann somit auf Veränderungen reagieren – und diese sogar an die nächste Generation weiter geben. Es muss ja nicht immer das Rad von Neuem erfunden werden. Der veränderte Bauplan wird an die Nachkommen übertragen, sodass diese besser an ihre Umwelt angepasst sind.

Molekulare Mechanismen führen also zu einem stärkeren oder schwächeren Ablesen von Genen. Die auf ihnen befindliche Information wird aber nicht verändert. Dies wurde lange Zeit von der Fachwelt übersehen und revolutioniert die heutige Sichtweise.

Wissenschaftler haben durch die Epigenetik eine völlig neue Vorstellung davon bekommen, wie sich Lebewesen entwickeln und wie sie in einem komplexen Organismus zusammen arbeiten. Es reicht bei weitem nicht mehr, ein Gen zu präsentieren und damit schlüssige Entwicklungen folgern zu wollen.

Die Epigenetik kann und wird eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung und Verhinderung von Krankheiten spielen – etwa beim Krebs.

Sie wird allerdings auch gesellschaftliche und politische Diskussionen nachhaltig beeinflussen: Nun kann eben nicht mehr behauptet werden, man werde zwangsweise homosexuell, weil man ein dementsprechendes (bisher allerdings noch nicht gefundenes) Gen habe. Diese Art von Steinzeit-Wissenschaft ist längst überholt und qualifiziert den Verwender derartiger Argumente als nicht informiert und nicht up-to-date. Das mag nun nicht mehr politisch korrekt, dafür aber umso wissenschaftlicher sein.

Was die klassische Genetik bisher nicht erklären konnte, scheint sich mittlerweile abzuzeichnen: offenbar können einzelne Merkmale vererbt werden, ohne dabei das Erbgut an sich zu verändern.

So fand man etwa heraus, dass die Einwohner eines Dorfes in Nordschweden länger lebten, weil ihre Großväter Hunger leiden mussten und die Gesundheit der Enkel genetisch beeinflussten. Das klassische Gen-Modell kann dies nicht erklären, da Gene nur sehr langsam und schrittweise durch die Evolution verändert werden, keinesfalls aber in einer oder zwei Generationen. Die DNA oder Proteine auf ihr wurden chemisch durch epigenetische Marker verändert – die Abfolge der DNA-Bausteine bleibt jedoch dieselbe. Allerdings ändert sich die Aktivität dieser Gene – bis hin zum völligen An- oder Abschalten. Die Zellen erhalten durch die Marker eine Art Handbuch dafür, wie sie mit den DNA-Bausteinen umgehen sollen. Diese Marker können dann auch vererbt werden, was aber nicht zwangsweise der Fall ist. So hat sich etwa der Stress von Rattenmüttern auf deren Nachkommen übertragen, die „automatisch“ ängstlicher waren.

Wichtig ist hierbei der Unterschied zwischen der epigenetischen Vererbung, also der Übertragung von der Mutter auf das Kind, und den generations-übergreifenden epigenetischen Effekten, der Prägung des Fetus im Mutterleib. Die Prägung etwa kann in der nächsten Generation wieder verschwinden.

Ob eine epigenetische Vererbung auch beim Menschen möglich ist, ist allerdings weiterhin umstritten. Epigenetische Prägung ist sehr wohl auch beim Menschen möglich, die epigenetische Vererbung nach bisherigem Wissensstand eher unwahrscheinlich.

In anderen Worten: Es hängt also von vielen verschiedenen Faktoren (etwa der Umwelt) ab, ob und in welcher Stärke Gene zum Tragen kommen oder ob sich ein Verhalten oder eine Veränderung von den Eltern auf die Kinder überträgt und diese prägt. Ein gegebener Gencode allein besagt noch wenig. Offenbar wird dieses „Handbuch“ des Umgangs mit der DNA aber nicht über mehrere Generationen vererbt. Letzteres wird wissenschaftlich allerdings noch diskutiert.

Bisher war man der Ansicht, dass nur spontane Gen-Mutationen – und nicht etwa die Umwelt - das Erbgut verändern. Dies wird in dieser Form von der Wissenschaft nicht mehr aufrecht erhalten. Die Markierungen auf den DNA-Basen haben das letzte Wort darüber, welches Gen verwendet wird und welches nicht – und in welcher Form. Dies geschieht sehr wohl in Anpassung an die Umwelt.

Augenblicklich ist man der Ansicht, dass die Epigenetik das Zusammenspiel zwischen den Zellen beeinflusst, nicht jedoch die Ausprägung neuer Funktionen oder Organe. Epigenetische Marker werden zwar vererbt, aber nur wenige davon. Bei Pflanzen werden epigenetische Veränderungen dauerhaft vererbt, bei Säugetieren ist das Epigenom spätestens in der dritten Generation wieder in seinem Ursprungs-Zustand.

Klar ist jedoch eines: Das bisherige wissenschaftliche Dogma, dass die Eigenschaften eines Organismus durch das Erbgut, dass ihm bei Geburt mitgegeben wird, unveränderlich und für alle Zeiten feststehen, ist gekippt. Das ist schlichtweg falsch.

Diese Erkenntnis kann in ihrer Tragweite gar nicht bedeutend genug eingeschätzt werden. Die Thesen von so manchen Hobby-Wissenschaftlern können somit schnell entkräftet werden.
Selbst geringfügige Umweltveränderungen können einen Einfluss auf unser Erbgut haben.

Diese Erkenntnis wird viele Wissenschaftsgebiete betreffen – unter anderem auch die Psychiatrie und Psychotherapie. Was bisher als unveränderlich galt und somit hingenommen und als moralisch akzeptabel gesehen werden musste (etwa Formen und Ausprägungen menschlicher Sexualität wie eben die Homosexualität), stellen sich nun in einem völlig anderen Licht dar. Dies bedeutet aber auch ein Ende der Verteufelung politisch nicht korrekter therapeutischer Ansätze. Wissenschaft muss sich vom Zeitgeist lösen und hiervon unabhängig forschen – und diese Forschungen auch veröffentlichen und auf ihrer Basis arbeiten dürfen.

Alles andere ist Gehirnwäsche mittels politischer Propaganda. Das allerdings hatten wir in der deutschen Geschichte schon einmal.




(Quellen: http://www.wissensschau.de/genom/epigenetik_und_epigenom.php, http://www.spektrum.de/thema/epigenetik/1191602, abgerufen am 15.06.2017)


Was sind Charakteristika von "ungewollten" gleichgeschlechtlichen Neigungen?

Typische Ausdrucksformen wären etwa ein subjektiver und/oder objektiver Kontrollverlust (etwa hinsichtlich der Sexualkontakte oder von Pornographie) oder auch das subjektive Empfinden von Leid. Dies sitzt in der Regel so tief, dass ich den Betroffenen nicht einfach zu einer Therapie raten kann und darf, die ihnen dieses Leid "ausredet" (ein solches Vorgehen ohne Einverständnis des Betroffenen halten wir auch für zutiefst unethisch).
Oft wollen Menschen mit ungewollten gleichgeschlechtlichen Neigungen auch nicht unbedingt die Neigungen an sich "los werden", sondern die Kontrolle darüber wieder erlangen (also nicht mehr ein Sklave der Lust zu sein und seine Identität auch nicht mehr allein über das "Schwul-sein" zu bestimmen) und möglicherweise die Intensität und Häufigkeit dieser Neigungen herunterzuschrauben. In der Regel wollen sie - trotz oder auch gerade wegen dieser Neigungen - ein erfülltes Leben führen, so wie sie sich das für sich vorstellen. Jenseits von schwuler Szene und Partnerschaft.

Es steht uns nicht zu, darüber zu urteilen. Noch weniger steht es uns zu, ihnen psychische Störungen deswegen einreden zu wollen (vielleicht wegen des eigenen schlechten Gewissens?), die sie nicht haben.



Doesn't Step 6 of Homosexuals Anonymous suggest conversion therapy?

Let's read it:

"We learned to claim our true reality that as humankind, we are part of God's heterosexual creation and that God calls us to rediscover that identity in Him through Jesus Christ, as our faith perceives Him."

This does not mean we turn people from gay to straight. So what does it mean?

Most of us self-identitfied as "gay" or "homosexual". They now come to the understanding that God only created one identity. People that come to us usually come to see that they are "heterosexual" (even though that term also is rather new). They are heterosexual men and women - who happen to have same-sex attractions (for whatever reason). That does in no way mean they deny their same-sex attractions. They simply do not see them as an extra identity no more. Their life stops turning around "being gay" all the time and their focus shifts to other things they consider more important. Some even re-discover feelings for the opposite sex they have always had but that were hidden under an identity that was not their own. We find our real identity in Jesus Christ - the perfect man.

NOTE: We do not force that understanding onto them. Our clients are free to accept or reject that view. They are not jugded or excluded from us and our services if they take on opposing points of view.


Bedeutet Schritt 6 von Homosexuals Anonymous nicht, dass ihr Konversions-Therapie vertretet?

Sehen wir uns diesen Schritt mal an:

"Wir haben gelernt, unsere wahre Realität zu beanspruchen. Als Menschen sind wir Teil von Gottes heterosexueller Schöpfung. Gott ruft uns dazu auf, diese Identität in Ihm durch Jesus Christus wiederzuentdecken, so wie wir Ihn durch unseren Glauben wahrnehmen." Ihr Leben dreht sich nun nicht mehr dauernd darum, "schwul" oder "lesbisch" zu sein und ihr Fokus dreht sich auf andere Dinge, die sie als wichtiger erachten.

Das bedeutet keineswegs, dass wir aus Schwulen Heteros machen. Was aber bedeutet es dann?

Viele von uns haben sich bisher als "schwul" oder "homosexuell" gesehen. Sie verstehen nun, dass Gott nur eine Identität geschaffen hat. Menschen, die zu uns kommen, sehen sich für gewöhnlich mit der Zeit als "heterosexuell" (auch dieser Begriff ist relativ neuen Datums). Sie sind heterosexuelle Männer und Frauen - mit gleichgeschlechtlichen Neigungen (aus welchen Gründen auch immer). Das heißt nicht, dass sie ihre gleichgeschlechtlichen Neigungen verleugnen. Sie sehen sie nur nicht als mehr als eigene Identität an. Ihr Leben hört auf, sich ständig darum zu drehen, dass sie "schwul" oder "lesbisch" sind. Sie finden einen neuen Fokus - Dinge, die sie als wichtiger erachten. Einige entdecken sogar Gefühle für dass andere Geschlecht wieder. Gefühle, die sie immer hatten, die aber unter einer Identität, die nicht ihre eigene war, versteckt waren. Wir finden unsere wahre Identität in Jesus Christus, den perfekten Menschen.

Achtung: Wir zwingen diese Sichtweise niemandem auf. Unsere Klientinnen und Klienten können sie annehmen oder ablehnen - wie sie möchten. Sie werden von uns nicht be- oder verurteilt und auch nicht von unseren Dienstleistungen ausgeschlossen, wenn sie entgegengesetzte Standpunkte einnehmen.


What do you mean by "living in freedom from homosexuality"?

What we do not mean to say by that is that we use conversion therapy on our clients.

So what do we mean?

For many of us "being gay" meant that our whole life turned around that. Now we want to put an end to this. Our same-sex attractions might still be there, but they will not dictate the way we live our lives no more. We are not out there telling eveybody whether he wants to hear it or not that we are "gay". We are not denying our same-sex feelings, but we are not letting them control us anymore. Life is more than "being gay".

From a Christian point of view, same-sex desires are temptations like many other temptations. However, Jesus died for us so the power of temptation and sin is broken. We are free!


Was meint ihr mit "in Freiheit von der Homosexualität leben"?

Was wir damit nicht sagen wollen, ist, dass wir Konversions-Therapie anwenden.

Was also wollen wir sagen?

Für viele von uns bedeutete "schwul" oder "lesbisch" zu sein, dass sich unser ganzes Leben darum gedreht hat. Damit hat es nun ein Ende. Unsere gleichgeschlechtlichen Empfindungen mögen noch da sein, sie werden aber nicht mehr die Art und Weise bestimmen, wir wir unser Leben führen. Wir sagen nicht jedem, ob er/sie es nun hören will oder nicht, dass wir "schwul" oder "lesbisch" sind. Wir verleugnen unsere gleichgeschlechtlichen Gefühle nicht, sie werden uns aber auch nicht mehr kontrollieren. Das Leben besteht aus mehr als nur "schwul" oder "lesbisch" zu sein.

Von einem christlichen Standpunkt aus gesehen sind gleichgeschlechtliche Gefühle Versuchungen wie andere Versuchungen auch. Jesus aber ist für uns gestorben, damit die Macht der Versuchung und Sünde gebrochen ist. Wir sind frei!


What do you mean when you talk about "false" or "new" identity?

We are not refering hereby to "homosexual" or "heterosexual". Many of us used sexual fantasies or acts subconsciously in order to numb legitimate needs or past hurts and forget about them for a while. Therefore, the "identity" that came out of this was oftentimes distorted. The more we now learn to forgive and to recognize and accept our needs, the more we acknowledge our true self.
For the Christians among us it also means to see one's identity in the One in whose image we were created.

It is not so much about being "false" or "right" in the colloquial sense, but in realizing and accepting one's self.


Was meint ihr, wenn ihr von "falscher" oder "neuer" Identität sprecht?

Hier beziehen wir uns nicht auf "homosexuell" oder "heterosexuell". Viele von uns haben sexuelle Phantasien oder Handlungen unbewusst dazu verwendet, legitime Bedürfnisse oder vergangene Verletzungen zu betäuben und sie eine zeitlang zu vergessen.
Die daraus entstandene "Identität" war deshalb oft verzerrt. In dem Maß, indem wir lernen zu verzeihen und unsere Bedürfnisse zu erkennen und erfüllen, erkennen wir auch unser wahres Selbst.
Für die Christinnen und Christen unter uns bedeutet dies weiterhin, die eigene Identität in dem zu erkennen, in dessen Abbild wir erschaffen wurden.

Es geht hier also weniger um "falsch" und "richtig" im umgangssprachlichen Sinn, sondern um das Erkennen, Wahrnehmen und Annehmen des eigenen Ichs.


Wollen wir die sexuelle Orientierung Minderjähriger beeinflussen?


Da wir keinerlei Therapie anbieten, können wir diese Frage klar mit nein beantworten.


Wenn diese Minderjährigen jedoch eine seelsorgerische Begleitung suchen und die Eltern damit einverstanden sind, werden wir diesem Wunsch entsprechen.



Was, wenn jemand zu euch kommt und seine gleichgeschlechtlichen Neigungen auch weiterhin ausleben will?


Auch dann wird er/sie christliche Seelsorge erfahren. Wir zwingen uns niemandem auf.



Man darf also Männern was abschneiden und sie so zu "Frauen" machen, aber wenn man ihnen - auf eigenen Wunsch! - aus ihrem schwulen Leben heraus hilft, ist das "Konversionstherapie" [ist es übrigens nicht!] und man soll dafür auf dem Scheiterhaufen der Politik und Justiz landen? Was ist nur aus dem guten alten gesunden Menschenverstand geworden?


“There is nothing noble in being superior to your fellow man; true nobility is being superior to your former self.”
― Ernest Hemingway


Die "Gesprächstherapie nach Rogers" ist bei vielen Seelsorgen und auch Therapeuten ein gern zitiertes Qualitätsmerkmal, das als Beschreibung der eigenen Herangehensweise gelten soll.
Dabei wird jedoch vergessen, dass diese Therapie nur ein (!) Werkzeug aus einem großen Koffer verschiedenster Werkzeuge ist.
Wer nur diese Form der Gesprächsführung wählt, arbeitet nicht im Sinne der Ratsuchenden, da in vielen Situationen eine andere Methoden geeigneter und zielführender ist.
Wer also wirklich im Sinne der Klienten arbeiten will, sollte sich tunlichst auch andere Methoden aneignen!


"I've tried pretty much everything, but I guess I will always be gay!"


You are neither "gay" nor "straight". You are "you". As a Christian you can say you were born in the image of God. But even as a non-believer you have your very own special design. No need to define an extra "identity" for every single sexual practice or orientation.


Having accepted this, there is no need to strive for a change from "gay" to "straight". It is not your sexuality that defines you, but your belief system. Christians want to be more like Jesus (and not just "straight"). People with other belief systems have their own goals and values as well


Nobody can take that away from you. It is you (!) that decides who you are and which way you want your life to go. Don't let anyone take that away from you!



Es gibt bei vielen die Tendenz, Probleme nur als Herausforderungen sehen zu wollen und dies auch im Sinne der Resilienz anderen zu vermitteln. Dies kann sehr schädliche und gefährliche Konsequenzen haben.

Nicht jedes Problem ist nämlich eine "Herausforderung", die lösbar ist.

Manche Probleme sind nicht lösbar und nicht einmal erklärbar. Es ist auch kein Sinn darin zu sehen. Sie sind möglicherweise einfach "nur" schlimme Zeiten, die es anzunehmen und durchzustehen gilt.

Wer nur mit dem Modell der "Herausforderung" arbeitet, wird in solchen Situationen scheitern: der Ratsuchende bekommt zu seinem/ihrem bestehenden Problem obendrein möglicherweise noch Schuldkomplexe und/oder Empfindungen des Versagens und Scheiterns, was das Problem an sich noch weitaus schlimmer machen kann, als es bereits ist.


Keine einfachen Rezepte also!


Why do so many people with same-sex attractions stumble on the way to freedom? Here some reasons:

- So far, they used the easy fix to deal with their hurts and their legitimate unfulfilled needs. Now they are supposed to do something, which is way harder, even though it leads to a better goal, heals their hurts and really satisfies their needs. The quick fix is just too tempting at times...
- No stress- and frustration-tolerance.
- Lack of ability to set yourself a goal and pursue it - no matter what.
- Everyone around them keeps on telling them to do whatever they feel like doing. It's all about "love", right?
- Lack of a love that is bigger than the lust.


The Great Blondin


In the late 1800's there was a great performer named Jean Francois Gravelot. He was known as "The Great Blondin." He was a "daredevil" of sorts; a tightrope walker specifically.

One of his greatest stunts, involved walking a tightrope high above the world famous Niagara Falls. Blondin performed this death-defying feat more than once, adding elements of difficulty each time. Once he even carried his manager on his back!


Blondin was quite the showman, he had a knack for engaging the crowd, stirring the suspense and excitement. Upon completing one attempt, he asked the crowd if they believed a second attempt would be a successful one. The crowd unanimously agreed it would. Always looking to better his last great feat, Blondin now asked the crowd if they believed he could cross the falls on the tightrope while pushing a wheelbarrow. Having seen his previous stunt, and how seemingly easy it was for him, the crowd had no doubt he could pull off this new, more difficult one. Again, the response was unanimous, the crowd had no doubt "The Great Blondin" could do it! 


Blondin was ready to attempt this amazing feat that only he could do, but before he set out on the rope, he had one last question for the crowd: "Which of you will ride in the wheelbarrow?" The crowd was frozen, still, silent. Not a single man or woman responded to his challenge...


All of those people witnessed Blondin cross the falls on the rope. They gained first-hand knowledge of his abilities. They had a well founded belief that he could perform the more difficult stunt. Yet, when it came time to act on those beliefs, they were silent...still. They did not trust him.


Many of us have seen what God can do, and we believe (faith)... when He calls us to "ride" with him (trust), will we sit silent? Will we stand still?...


(Author unknown)



“Getting to the next level always requires ending something, leaving it behind, and moving on. Growth itself demands that we move on. Without the ability to end things, people stay stuck, never becoming who they are meant to be, never accomplishing all that their talents and abilities should afford them.”
― Henry Cloud, Necessary Endings: The Employees, Businesses, and Relationships That All of Us Have to Give Up in Order to Move Forward



Viele Menschen (insbesondere Männer) mit gleichgeschlechtlichen Neigungen holen sich Geschlechtskrankheiten - in weitaus höherem Maß als der Rest der Bevölkerung. Mit anderen Worten: Die gesamte Gesellschaft hat für die Kosten, die durch die Behandlung dieser Krankheiten entstehen, aufzukommen. Für die Lebensentscheidungen einiger weniger müssen alle zahlen (von den laufenden Subventionen für schwul/lesbische Projekte ganz zu schweigen). Ex-Gays jedoch, die dieses Leben verlassen - und mit ihm die Gefahr, solche Krankheiten zu bekommen! - werden laufend angegriffen. Dabei werden sie weder subventioniert noch muss die Gesellschaft für ihre falschen Entscheidungen aufkommen. Wo ist denn hier die Logik?



"Therefore, if anyone is in Christ, the new creation has come: The old has gone, the new is here!"

 2 Corinthians 5:17 (NIV)