Jason International

Christian Ex-Gay Ministry

Der Fall

Was tun, wenn man gefallen ist?

Wir alle kennen das: Wir hatten die besten Vorsätze und wussten theoretisch auch, was richtig und was zu tun ist - und dann sind wir doch gefallen und hatten Sex. Was nun?


Hier einige Punkte, an die du jetzt denken solltest:


1) Satan gibt uns immer zwei Brillen: die eine, die du bekommst, bevor du sündigst und die die Sünde so klein erscheinen lässt, als ob sie fast nicht existiert. Die andere erhältst du, nachdem du gesündigt hast. Sie lässt die Sünde so groß erscheinen, dass du den Eindruck erhältst, jetzt hättest du es endgültig vergeigt mit Gott und Er würde dir nie vergeben. Du wärst eben schwul und würdest nie Freiheit finden. Denke jetzt daran, dass beide Brillen vom Herrn der Lügen sind! Beides ist falsch!


2) Rede mit einem Menschen deines Vertrauens. Sünde sucht die Dunkelheit. Tue das Gegenteil - bringe sie ans Licht!


3) Ein Fall beginnt für gewöhnlich mit Sätzen wie "ich wollte nur" oder "ich wollte bloß" ("...einen Kaffee mit einem schwulen Freund trinken" oder ähnliches). Wir meinen, das wäre keine große Sache und wissen doch tief drin sehr wohl, dass wir die Voraussetzungen für einen Fall damit schaffen. Wir trinken "nur" einen Kaffee in dieser Schwulen-Bar, wir gehen "bloß" zu ihm nach Hause, um die neue Wohnung anzuschauen... Merke: Am Anfang ist diese Kette an Vorgängen am leichtesten zu stoppen. Je weiter du damit gehst, desto härter wird es, aufzuhören (bist du mal bei ihm zuhause, ist der letzte Schritt nur mehr ein Katzensprung).


4) Unter welchen Voraussetzungen und Umständen bist du am ehesten geneigt, zu fallen? Bei manchen ist es Langeweile, Ärger, Frust, Überlastung... Wenn du das weißt, kannst du vorsorgen, damit du gar nicht mehr in diese Situation kommst bzw. besser damit umgehst (du kannst etwa im vornherein deine Woche verplanen, sodass Langeweile erst gar nicht mehr aufkommt).


5) Bedürfnisse: Viele Menschen sind sich gar nicht klar, welche Bedürfnisse sie haben. Such dir online eine Liste von Bedürfnissen und überlege dir, welche bei dir erfüllt sind und wo es Nachholbedarf gibt. Allzu oft betäuben wir mit Sex unsere unbefriedigten Bedürfnisse, was allerdings nicht zu ihrer Befriedigung führt. Wenn du also etwa bei sozialen Kontakten einen Aufholbedarf hast, dann mach dich dran und suche die Gesellschaft von Menschen, die dich deinem Ziel nahe bringen!


6) Schmerzmittel: Oft betäuben wir mit Sex vergangene Verletzungen (etwa aus der Kindheit oder auch gegenwärtige Konflikte). Dadurch können diese Verletzungen aber nicht heilen. Gehe die Verletzungen an - wenn nötig, mit einem Therapeuten!


7) Sei konsequent und brutal! Weg mit allem, das einen Fall fördern könnte (Pornos, die alte Adressdatei mit Sex-Kontakten...)!


8) Ziele: Formuliere Ziele! Sie sollten SMART niedergeschrieben werden (spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch, terminierbar). Ziele sollten immer positiv und in der Gegenwartsform formuliert werden.Sie sollten weiterhin selbst erreichbar und motivierend sein. Mal dir dein Ziel regelmäßig in Gedanken aus und achte dabei auf deine Sinne! Was fühlst, riechst, schmeckst und hörst du dabei (du förderst so die neuronale Vernetzung im Gehirn und damit die praktische Umsetzung deiner Ziele).


9) Ressourcen, Potentiale: Welche Ressourcen und Potentiale hast du? Was sind deine Stärken? Wo solltest du dir noch Hilfe holen und bei wem?


10) Selbstdisziplin, Stress- und Frustrationstoleranz, impulsivem Verhalten widerstehen lernen: Arbeite konsequent und praktisch an der Erreichung dieser Faktoren!


11) Gesundes Leben: Unerlässlich und Grundvoraussetzung dabei ist, ein in jeder Hinsicht gesundes Leben zu führen: gesunde Ernährung, Sport, das Erlernen von Entspannungstechniken sowie eine gesunde Spiritualität!