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Ich will endlich so sein, wie ich bin?

Posted on April 13, 2019 at 5:45 AM

"Ich will endlich so sein, wie ich bin?"


Diesen Spruch hört man von vielen Schwulen. Nach langer "Selbstverleugnung" wäre nun der Damm gebrochen und sie könnten so sein, wie sie tatsächlich sind.


Wie aber sieht die Realität aus?


Kurz: Die Einzigen, die sie so nehmen, wie sie sind, sind wahrscheinlich die "Heteros". Die schwule Wirklichkeit - insbesondere für Männer - sieht anders aus.

Um auf dem "schwulen Fleischmarkt" Erfolg zu haben, versuchen viele, Stereotypen zu imitieren - oder verlangen dies von potentiellen Partnern. Das wird dann sogar als "Freiheit" von der bisherigen - tatsächlichen - Identität bezeichnet. So werden die Haare kurz geschoren, ein Holzfällerhemd und Jeans angezogen, man lässt sich einen Bart wachsen und meint dann, ein "richtiger" Mann zu sein. Je mehr man einer stereotypen Vorstellung eines "Hetero-Mannes" entspricht, desto besser. Das Problem dabei? Das ist eine Comic-Version von einem Mann. Mit wahrer Männlichkeit hat das aber schon gar nichts zu tun. Ein Bart und ein Holzfällerhemd machen einen mit Sicherheit nicht zum Mann. Vor allem aber verleugnet man damit sich selbst und fordert dies von anderen. "Freiheit" ist etwas anderes. Die Partner sind austauschbar und befriedigen im Grunde nur die eigenen Bedüfnisse und Wünsche. Irgendwann erledigt das Alter den Rest und ein Stereotyp lässt sich beim besten Willen nicht mehr konstruieren. Ich habe dies selbst getan und erfahren und ich habe es zur Genüge an anderen gesehen.


"Freiheit" ist das, was ich erleben durfte, nachdem ich die schwule Szene verlassen hatte. Endlich konnte ich mich dem Zwang des schwulen Fleischmarktes entziehen und so sein, wie ICH bin und sein will. Ich verlange von niemandem, dies zu mögen, ich werde mich aber bestimmt nicht mehr verleugnen, um jemand anderem zu gefallen. Er will dann nicht mich, sondern ein verzerrtes körperliches Bild von mir.


Besonders aber hat mich immer die Diskriminierung innerhalb der schwulen Szene geärgert und verletzt (wenn dies von Menschen kam, an denen mir was lag): wer nicht der schwulen Vorstellung eines Mannes entspricht, ist eine "Tunte" - und nichts ist schlimmer als das. Niemand will eine Tunte sein und distanziert sich davon, indem er andere als solche beschimpft. Die wahren "Tunten" stecken aber nicht selten in Holzfällerhemden.


Im Grunde ist das alles eine sehr tragische Entwicklung. Wer seine männliche Identität nie gefunden hat, jagt einer Fata Morgana nach, die dem entsprechen soll. Vor allem aber läuft er Männern hinterher, die diesem Trugbild am besten entsprechen. Hat er einen gefunden, bleibt er aber weiterhein auf der Suche, ob das Gras anderswo grüner ist. Nicht umsonst sind "Bären" so beliebt in der schwulen Szene, weil sie all die körperlichen Kriterien haben, die man als "männlich" vermutet: Dicker Bauch, behaart, kurze Haare, Bart, Holzfällerhemd, Jeans.


Die Einzigen, die mich so genommen haben, wie ich bin, waren "Heteros". Wo mich so mancher Schwuler beschimpft (oder aufgrund der Entsprechung mit dem "Ideal" als "geil" bezeichnet hat) hat, haben mir Heteros offen gesagt, was ihnen an mir gefällt.


"Freiheit" habe ich in der schwulen Szene nie gefunden. Sobald potentieller Sex meinerseits nicht mehr zur Verfügung stand, lösten sich schnell schwule "Freundschaften" auf. Ebensowenig selbstlose Liebe und Zuneigung und wahren Glauben.


Das mag politisch nicht korrekt sein, entspricht aber meinen Erfahrungen.


Robert

Drogen in der schwulen Szene

Posted on July 13, 2018 at 8:15 AM

Ich habe gestern einen Beitrag über den hohen Drogenkonsum in der schwulen Szene gelesen (Alkohol und mehr). Als Ursache wurde u.a. die Diskriminierung der Gesellschaft vermutet.

Da ist mir dann aber doch der Kragen geplatzt. Bei so viel selbstmitleidigem Gejammere zieht es einem ja das Unterhemd in den Hintern.

Ich war viele Jahre selbst in der Szene. Aus meiner eigenen Erfahrung heraus kann ich nur sagen, dass die Gesellschaft damit gar nichts zu tun hatte. Wir wollten Sex - je wilder und geiler, desto besser! Da war uns jedes Mittel recht, um uns dabei noch mehr anzuturnen.

Darauf bin ich weiß Gott nicht stolz, aber ich stehe dazu und gebe nicht jemand anderem die Schuld dafür. Das ist ja erbärmlich!

Ich habe die schwule Szene vor 14 Jahren verlassen und keinerlei Absichten, jemals in dieses Leben zurück zu kehren.

"Gay" ist es dort bestimmt nicht.

Homoheiler?

Posted on May 28, 2014 at 1:00 PM

 

Was ist nun mit diesen „Homoheilern“? Es gibt doch eindeutige Filmdokumente darüber?

Nun ja, mit versteckter Kamera zu irgendwelchen Menschen zu gehen und das Ergebnis dann – bewusst oder unbewusst – als allgemeingültig hinzustellen, hat weniger mit ernstzunehmendem Journalismus denn mit Mitteln der Propaganda zu tun, der offenbar alles Recht ist, um zum gewünschten Ziel zu kommen – wiederum nur mit den „besten Absichten“ natürlich.

 

Drehen wir doch einmal den Spieß um: Was wäre, wenn man mit versteckter Kamera in so einige schwule oder lesbische Bars gehen und dort filmen würde? Oder bei diversen schwulen Events, Partys etc. (nur ein Stichwort: „Golden Shower Party“)? Oder gar in schwulen Saunas oder auf Fetisch-Veranstaltungen? Jeder, der nur ein wenig Szene-Erfahrung hat, weiß, welche Bilder dann an die Öffentlichkeit kämen. Und im Unterschied zu oben genannten Praktiken ist so etwas in der Szene keineswegs „extrem“ – es ist die pure Normalität und wird auch so gesehen.

Derartige Bilder würden das künstlich hochgezüchtete Bild vom Plüsch-Schwulen, der nicht anders ist als du und ich, wenn auch etwas lustiger (siehe etwa „Will & Grace“) in der Luft zerreißen. Ebenso Aktivitäten schwuler Interessengruppen (etwa diejenigen, die an öffentliche Schulen gehen und den Schülerinnen und Schülern von der Normalität eines gleichgeschlechtlichen Lebens erzählen oder öffentliche Einrichtungen „schulen“.

Derartige Bilder ließen sich auch kaum mit dem Argument „Homophobie“ vom Tisch wischen.

Schwulenhass?

Posted on February 22, 2014 at 12:10 AM Comments comments (0)

Ist es „Schwulenhass“, wenn man die enormen Gelder kritisiert, mit denen „Schwulen“- und „Lesben“-bezogene Programme gefördert werden?

Ich denke nein. Wir leben hier in einer – mehr oder weniger freiheitlichen – Demokratie und da muss man/frau es sich schon gefallen lassen, wenn die doch sehr wertbesetzte Ausgabepraxis öffentlicher Gelder kritisiert wird.

Ich habe absolut nichts dagegen, wenn an öffentlichen Schulen Respekt voreinander gelehrt wird. Was ich dann aber nicht tun kann, ist Menschen in Gruppen zu unterteilen und besonderen Gruppen besondere Rechte zuzugestehen und die Propagierung dieser Minderheitenrechte noch öffentlich zu unterstützen. Oder anders ausgedrückt: Wenn ich schon „schwule“ Gruppen oder Einzelpersonen in öffentliche Schulen, Behörden oder sonstiges lasse, um „auf die besondere Situation von Homosexuellen“ aufmerksam zu machen, sollte man doch fairerweise auch die Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen einladen, die hier einen anderen Weg gegangen sind (also etwa Ex-Gay Einrichtungen) und so den Angesprochenen zu vermitteln, dass man hier sehr wohl die Wahl hat, wie der künftige Lebensweg aussehen kann. Auch werden viele „homosexuelle“ Projekte, Einrichtungen und Einzelpersonen in einem Maße finanziell unterstützt, das ich weder von der Höhe her noch inhaltlich nachvollziehen kann (diese Ansicht hatte ich übrigens bereits in meiner „schwulen“ Zeit). Allen Bürgerinnen und Bürgern dieses Landes stehen bei Problemen verschiedenster Art unterschiedliche Hilfsangebote zur Verfügung. Ebenso schützt unser Rechtssystem ausreichend alle Menschen, die sich in der BRD aufhalten oder dauerhaft hier leben. Es ist nicht notwendig, hier zusätzlich derart umfangreiche Programme für Menschen mit einer besonderen sexuellen Orientierung anzubieten.

Dies ist umso weniger verständlich, da es momentan an allen Ecken und Enden an öffentlichen Geldern mangelt: etwa für Kindergärten bzw. Personal hierfür, für eine vernünftige Pflege, für die Krankenhäuser und Altenheime, für menschenwürdige Asylunterkünfte und vieles mehr. Bereits in meiner „schwulen“ Zeit konnte ich etwa nicht nachvollziehen, wieso eine Großstadt wie München, in der man gut offen „schwul“ leben kann, ein besonderes schwules Zentrum mit entsprechendem Personal braucht. Kann ich wirklich dieses unterstützen und gleichzeitig ohne schlechtes Gewissen all denen ins Auge sehen, die die öffentlichen Gelder so viel mehr benötigen – teils aus existentiellen Gründen?

In einer Demokratie muss man es sowohl aushalten wie ermöglichen, dass Menschen ihre Meinungen kundtun – auch wenn einem diese nicht gefallen. Dies mit beleidigenden Ausdrücken in eine radikale Ecke stellen zu wollen, grenzt beinahe an unsägliche totalitäre Propaganda-Methoden. Die Meinungsfreiheit, um die man selbst solange gebettelt und gekämpft hat, wird so anderen aufs übelste verweigert, indem sie für die Äußerung der eigenen Meinung auch noch beleidigt werden.

Ich werde meine Meinung dennoch auch weiterhin äußern. Mag sein, dass sich manche dadurch auf den Schlips getreten fühlen – aber ich bin nicht verantwortlich für die Gedanken und Empfindungen anderer Menschen. Ich bin alleine meinem Glauben, Gewissen und Gott gegenüber verantwortlich.

Robert