Jason International

Christliche Selbsthilfegruppen und Seelsorge für Lesben und Schwule, Ex-Gays und ihre Lieben

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Strange facebook pages...

Posted on February 27, 2015 at 12:05 AM

Every now and then people are asking me what those „strange“ pages and groups do on my facebook page that do not seem to fit at all into what they believe my Christian faith is all about.

 

That reminds me of the old days when people took offense when Jesus hung out with prostitutes and all the other “scum” of society.

 

What are the two things each Christian should know and obey as core rules? The Great Commandment and the Great Commission.

 

The Great Commandment teaches us to love each and everyone. If we only love those who love us in return, how would we be any different from non-believers?

 

As to the Great Commission – it tells us to go OUT, spread the Good News and make disciples. It doesn't’ say improve your programs, get better entertainment, water down your message, hire professionals and work on your fundraising and publicity strategies in order to get more butts in the seats and with them more money. Jesus did not build a physical temple either to sit there and wait till people would come knocking at His door. He went out and hung out with those who needed Him most. The “untouchables” that all the others were shunning.

 

Now with that having said, there are rules and boundaries for that. You need to be stable in your own faith, hold yourself accountable and make sure you have a daily spiritual structure in order to do that. These are dangerous waters where the Prince of the Air rules. If you are somewhat unstable or still in a recovery process whatsoever, you better be careful. For all the rest, however, this is part of their calling. If we feel weird doing that, we might think about our own understanding of what a disciple of Christ (a “Christian”) is all about – and what not.

 

Robert

Open Letter to Cardinal Marx

Posted on January 28, 2015 at 2:05 PM

Open letter to Cardinal Karl Marx of the Archdiocese Munich and Freising, Germany and also head of the German bishops and advisor to Pope Francis on his latest statements in the magazine America (http://americamagazine.org/issue/cardinal-marx-francis-synod-women-church-and-gay-relationships)

 

 

Offener Brief an Seine Eminenz Kardinal Reinhard Marx

 

Eure Eminenz,

mit Befremden haben wir auf der katholischen Plattform katholisch.de Ihre jüngsten Aussagen zur Kenntnis genommen.

Unter anderem heißt es dort:

„Natürlich habe eine homosexuelle Beziehung für die Kirche nicht denselben Stellenwert wie eine Beziehung zwischen einem Mann und einer Frau, die auf Nachkommenschaft abziele, betonte Marx. "Aber wenn sie im Glauben leben, wenn sie sich für die Armen einsetzen, wenn sie arbeiten, dann ist es unmöglich zu sagen: Alles was du tust, ist negativ, weil du homosexuell bist." Lebenslange Treue etwa habe für die Kirche einen sehr hohen Stellenwert.“

Sie sprechen hier vom hohen Stellenwert einer „lebenslangen Treue“. Diese kann aber nie losgelöst von einer christlichen Ehe zwischen Mann und Frau gesehen werden. Würde man Treue als isolierten moralischen Wert gutheißen, würde dies zu absurden Ergebnissen führen (man stelle sich nur einmal vor, was dann alles als moralisch wertvoll zu betrachten wäre, solange beide Seiten nur „treu“ sind). Mit Verlaub, Eure Eminenz, dies ist theologisch sowie aus einer Perspektive der Vernunft und des gesunden Menschenverstandes schlichtweg Unsinn.

Weitere Zitate Ihrerseits:

„Man kann eine Person nicht nur von einer einzigen Perspektive aus betrachten, seiner sexuellen Ausrichtung.“

„Es sei Aufgabe der Kirche, Paaren zu helfen, in der sakramentalen Ehe eine Erfüllung zu sehen und zu finden.“

Sie schneiden hier Punkte an, deren Tragweite Sie sich offenbar gar nicht bewusst sind. Natürlich kann man Menschen nicht nur auf ihre sexuelle Orientierung reduzieren. Sie helfen aber Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen und den Gläubigen insgesamt nicht, indem Sie die kirchliche Lehre bis zur Unkenntlichkeit verwässern oder ihnen eine Art „Hintertürchen“ öffnen, das eine gleichgeschlechtliche Verbindung zwar nicht der sakramentalen Ehezwischen Mann und Frau gleichstellt, aber irgendwie doch gut heißt. Eine Art „Ehe light“ oder „Ehe zweiter Klasse“. Sie helfen ihnen auch nicht, indem Sie es zulassen, dass „Queer-Gottesdienste“ inklusiv einer Eucharistiefeier auch für offen schwul lebende Menschen (nicht umsonst wurde wohl das Szene-Wort „Queer“ verwendet!) zelebriert werden. Dies stellt einen Bruch des katholischen Kirchenrechts und eine Missachtung der Eucharistie dar.

Sie sprechen davon, dass Menschen in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung auch gute Taten vollbringen und arbeiten. Deshalb könne man nicht alles für schlecht halten, weil diese Menschen „homosexuell“ seien. Mit allem Respekt, Eure Eminenz, aber das ist eine Theologie für Arme. Wenn ein Mensch eine gute Tat vollbringt, dann ist er/sie in diesem Moment bestenfalls ein barmherziger Mensch. Das macht ihn/sie aber noch lange nicht zu einem/einer Christ/in. Ebenso wenig kann man mit guten Werken andere Seiten dieses Menschen „aufwiegen“ – sei es nun moralisch oder theologisch/spirituell.

Es geht nicht darum, jemanden als „negativ“ zu bewerten. Dies sprechen Sie ja – wenn auch wohl eher unbewusst – mit der Aussage an, dass die Kirche Paaren helfen soll, in der sakramentalen Ehe eine Erfüllung zu finden. Sind Ihnen die Konsequenzen dieser Aussage wirklich bewusst? Auch gleichgeschlechtliche Paare sind Paare. Wenn auch diesen geholfen werden soll, ihre Erfüllung in einer sakramentalen Ehe zu finden, dann heißt es aber, die Ärmel hochzukrempeln.

Womit wir beim eigentlichen Punkt wären:

Es geht nicht darum, Menschen abzuwerten, sondern denen beizustehen, die vom rechten Weg abgekommen sind und einen Beistand auch selbst wünschen. Hier hat die Kirche – und nicht nur die katholische! – bisher (bis auf wenige Ausnahmen) schrecklich versagt. Das Thema Sexualität – und erst recht gleichgeschlechtliche Neigungen – wird weiterhin kirchlicherseits totgeschwiegen. Hilfsangebote von Selbsthilfe- und Seelsorge-Einrichtungen wie Jason (http://jason-online.webs.com) werden konsequent ignoriert. Gleichzeitig hatte man aber kein Problem damit, offen schwule und lesbische Gruppierungen auf dem katholischen Kirchentag zuzulassen.

Werte Eminenz, eine Reihe von Priestern und Ordensangehörigen sowie katholischen Laien haben bereits den Weg zu uns (und ähnlichen Einrichtungen wie uns) gefunden, unter anderem auch deshalb, weil ihnen offenbar eine gleichwertige Unterstützung innerhalb der Kirche nicht geboten wurde und wird.

Wir fordern Sie dringend dazu auf, Ihrem Amt und Ihrer Verantwortung als Hirte Ihrer Diözese nachzukommen. Auch der Heilige Petrus stand auf und zeigte Weg und Richtung an, wenn in der frühen Kirche Uneinigkeit herrschte. Als in apostolischer Nachfolge stehender Bischof sollten Sie dasselbe tun! Sie werden sich damit bestimmt nicht nur Freunde machen und wenige werden Ihnen Beifall klatschen. Möglicherweise werden Sie auch nicht mehr zu großen Empfängen eingeladen.

Das sollte Sie aber nicht davon abhalten, die Wahrheit zu sagen und den Menschen eine helfende Hand zu reichen. Der Sohn Gottes wurde verspottet und schließlich ans Kreuz geschlagen – warum sollte es Seinen Nachfolgern anders ergehen? Wir können keine Krone aus Diamanten tragen, wenn unser Herr eine Krone aus Dornen (er-)trug.

In einem Interview mit der amerikanischen Zeitung „America“ haben Sie vom „Aggiornamento“ gesprochen und führten aus, man müsse so sprechen, dass es die Menschen verstehen, wenn es um die Vermittlung kirchlicher Doktrin geht. Im Licht oben genannter Ausführungen haben Sie hier aber nur zu noch mehr Unklarheit, Verwirrung und Unverständnis gesorgt. Sie sprachen weiterhin davon, dass man in einer neuen Art und Weise den Sinn dessen finden müsse, was Jesus gesagt hat.

Nun, eben dieser Jesus hat auf die Frage, ob unter bestimmten Voraussetzungen eine Scheidung erlaubt sei, nicht einfach mit ja oder nein geantwortet, sondern bewusst den Standard aus Genesis zitiert. Genesis aber war ohne jeglichen Zweifel klar und deutlich, wenn es um die Definition menschlichen Zusammenlebens ging: Ein Mann und eine Frau, die so sehr ein Fleisch werden, dass man diesem „eins“ neun Monate später einen Namen geben muss. Ein Bund, bei dem der eine sich in lebensspiegelnder Art und Weise dem anderen hingibt – im Gegensatz zum bürgerlichen Vertrag, bei dem Eigentumsrechte ausgetauscht werden. Ein Bund, der sowohl die göttliche Dreifaltigkeit als auch den lebensspendenden Bund Jesu mit Seiner Braut, der Kirche widerspiegelt.

Insofern gibt es auch keine „Homosexualität“. Es gibt Menschen, die – aus welchen Gründen auch immer – gleichgeschlechtlich empfinden. Dies begründet aber an sich noch keine eigenständige Sexualität, die neben der von Gott geschaffenen steht.

Ein Bund wie der oben beschriebene ist ein Ausdruck von Liebe, wie Gott sie versteht. Liebe ist kein Gefühl, das kommt und geht, sondern eine Willenserklärung zweier Menschen, diesen göttlichen und sakramentalen Bund einzugehen. Alles andere ist nur eine billige Kopie. Insofern ist es unverständlich, wie Sie in oben genanntem Interview von „Liebe“ und „Treue“ einer langjährigen gleichgeschlechtlichen Verbindung sprechen können. Wäre dies alleine schon ein moralischer Wert, wären ebenso absurde Schlussfolgerungen wie bereits eingangs erwähnt die Folge. Wenn es bereits „wertvoll“ ist, dass ich jemanden (oder gar etwas?) ein Leben lang liebe – wo soll dann hier die Grenze gezogen werden?

Nein, Liebe so wie Gott sie versteht, ist hiervon grundverschieden. Die äußeren und inneren Umstände sind hierbei nur insofern zu berücksichtigen, als sie zum einen Einfluss auf die Entwicklung gleichgeschlechtlicher Neigungen gehabt haben mögen sowie für die Bewertung der Sündhaftigkeit des individuellen Verhaltens relevant sind.

Eminenz, ich sage Ihnen all das als jemand, der selbst viele Jahre lang in der schwulen Szene gelebt hat. Ich habe ebenso eine langjährige gleichgeschlechtliche Partnerschaft erlebt wie ein ausschweifendes Sex-Leben. Entgegen dem, was uns oft vorgegaukelt wird, sind gleichgeschlechtliche Verbindungen weit weniger „treu“ und langfristig als heterosexuelle (wenngleich letztere hier aufholen und dies für die Bewertung an sich irrelevant ist), außerdem im Durchschnitt weitaus extremer in ihrem Sexual-Verhalten sind. Ich gehe mal davon aus, dass Sie keine Vorstellung davon haben, was in der Szene alles als „normal“ gilt.

Nicht umsonst gleichen sich die Lebensläufe gleichgeschlechtlich empfindender Menschen oft in tragischer Art und Weise. Hier einfach zu sagen: „Wenn du so empfindest, dann lebe es halt aus – aber bleibe wenigstens bei einem Partner“, ist eine armselige Psychologie, Erziehung und Theologie. Wir schulden unseren Kindern und uns selbst mehr als das. Wenn ich eine Erfahrung in all diesen Jahren machen durfte, dann diese: Sex heilt nicht und die nächstliegende „Lösung“ (also etwa eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft) ist nicht unbedingt die beste, wenn es um die Befriedigung meiner legitimen Bedürfnisse geht. Der „Quick Fix“, also dem Ganzen einfach nachzugeben, betäubt all dies eine Zeitlang und man wird nicht müde, zu betonen wie „toll“ man sich dabei fühlt. Glauben Sie mir, Eminenz, dem ist nicht so. Ein schwules Leben ist nicht“ gay“ („fröhlich“), egal wie oft man sich das einredet.

Sie werden von vielen Seiten hören, wie schädlich das ist, was wir und Gruppen wie wir tun (Seelsorge an Menschen mit ungewollten gleichgeschlechtlichen Neigungen) und wie sehr „die Wissenschaft“ vom Gegenteil überzeugt ist. Ohne hier ins Detail zu gehen, darf ich Ihnen sagen, dass eben diese „Wissenschaft“ seit Jahrzehnten die Stimmen der Wissenschaftler ignoriert, die zu anderen – politisch nicht korrekten Lösungen kommen oder die dunklen Seiten eines schwulen Lebens aufzeigen. Seiten, die nicht durch ein „Kondom“ verhindert werden können. Bis heute wurde kein Nachweis über die Entstehung solcher Neigungen erbracht. Gleichzeitig zeigt uns die Epigenetik, dass auch unser jetziges Verhalten und Denken einen relevanten Einfluss auf unsere Gehirnstruktur, die Bildung neuronaler Synapsen sowie die Ausbildung und Neubildung (!) von Genen hat. All dies ist für eine moralische Bewertung jedoch zweitrangig.

Ja, wir müssen Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen mit Liebe und Mitgefühl begegnen. Wahre Liebe muss aber stark genug sein, um jemanden das zu sagen, was er/sie hören muss und nicht etwa dass, was er/sie hören will. Mitgefühl wiederum darf nicht nur auf dem Papier existieren, sondern muss in die Tat umgesetzt werden.

Eminenz, Sie möchten nicht mit dem Zeitgeist gehen, wenn es um die Entwicklung und Definition kirchlicher Doktrin geht. Ob Sie das nun wollen oder nicht – momentan scheinen Sie genau das zu tun.

Wir wenden uns an Sie, wie Paulus sich an Petrus und die Jünger aneinander gewendet haben. Wenn es um das Seelenheil von Menschen und deren Erlösung geht, muss man auch den Mut haben, offen und ohne unnötige Floskeln und Verschleierungen zu sprechen. Genau dies haben wir hiermit getan und so wollen wir es verstanden wissen: Als ein Zeichen brüderlicher Verbundenheit und in Sorge um die, die uns anvertraut wurden.

 

Möge Gott Sie reich segnen.

 

München, 28. Januar 2015

 

Robert Gollwitzer

President of The Jason Foundation (www.the-jason-foundation.org)

 

(Quellen: http://www.katholisch.de/de/katholisch/themen/kirche_2/150124_interview_marx_america.php, http://americamagazine.org/issue/cardinal-marx-francis-synod-women-church-and-gay-relationships)

Homosexual Actions and the Person behind them

Posted on January 2, 2015 at 12:45 AM

From some of our members:

For those of you who embraced the gay life: What do you think was the reason for you to do that? What was the big hook?

 

„Personally talking, as far as I can remember, I was looking for an ideal relationship with a guy at my age. Before living the gay life, the boys at my age never behave to me like being equal. My self esteem was extremely low and it seemed to me like a dream if one of those boys who rejected me wanted to have a love affair with me.

Of course that kind of love affair never appeared. Instead of that , other kind of sexual relationships came to my way, especially those who are motivated from sexual pleasure. “

Ya.

 

“I was isolated at the time. I did not realize there were other options. I did not know I could make choices. I blamed God at the time (Who is now Our Father to me). I did not know where to go for help. I had no guidance. I came from a single parent back ground. I grow up in an inner city hostile, violent ghetto. I was lost. I was ashamed to talk about what happened to me. I was just a small child. The people who could have helped me didn't. I needed help but did not know where to go. Then the stigma, the shame, the embarrassment, the ridicule was a complete attack on my broken little self. Who could I talk to; not even my Mom. I was too ashamed, embarrassed and scared I was just a small developing boy. I was already hurt & broken. My only options were suicide and drugs so i thought. Later I went to a gay bar and met new people. I started talking, having fun, drinking all my problems away. Made new friends, discover a whole new world the gay ghetto even had lovers. Then I go to sleep with drugs and wake up the next day and start over again. I was lost with no where to go.“

Yo.

Homosexual Actions and the Person behind them

Posted on January 2, 2015 at 12:30 AM

„I only object to homosexual behavior, not the person behind it!“ – how many times have said things like that? Sounds good, right? Well, like every other distorted view it has a core truth – else there would be nothing to distort. Of course, as Christians we are against EVERY inappropriate sexual thing outside a monogamous, lifelong marriage between a man and a woman – be it in thought or deed.

However, think about it: What would you say if someone told you that as a heterosexual man – you as a person are alright as long as you don’t have sex with a girl. What nonsense! How on God’s good earth did we ever come up with the thought that you can separate the two? As human beings, we are an inseparable unity of body, psyche and soul. Our actions cannot be separated from the rest of our personality. This is why Jesus kept on telling us that it is not only our wrong actions that get us in trouble, but the thought/heart behind them.

So if you see someone with same-sex attractions, maybe an effeminate man or a masculine looking woman, stop saying things like that. Our actions are just an expression of something bigger in us. Likewise simply to stop doing something is not recovery, it is avoidance and won’t get you far as the needs and hurts behind your lustful thoughts and actions are still there and are building up till the whole thing explodes.

To cut it short: If we want to be of some real help for men and women with same-sex attractions, we need to take a closer look, to listen and to love. What is going on in that person? Maybe he/she is dealing with some past hurt or has unmet emotional or relation issues? How can we substitute that or even be part of the healing process?

You know what, people with same-sex attractions have heard so many shallow-sounding Christian commonplaces they are fed up with them. It’s not for nothing that the old prejudice of the hypocrite and self-righteous Christians keeps on being repeated over and over again.

Why can’t we just go away from all those sophistic theological phrases and just love people with same-sex attractions like Jesus would?

Robert

Offener Brief an Kardinal Reinhard Marx

Posted on August 5, 2014 at 2:40 PM

 

Sehr geehrte Eminenz,

wir wenden uns heute in brüderlicher Verbundenheit an Sie mit der Bitte um Unterstützung.

 

Unsere Einrichtung Jason (http://jason-online.webs.com) ist eine internationale christliche Ex-Gay Einrichtung die an Homosexuals Anonymous (www.homosexuals-anonymous.com) angeschlossen ist und Menschen mit ungewollten gleichgeschlechtlichen Neigungen Hilfe auf Basis eines 14-Schritte Programms im Rahmen von Seelsorge, Selbsthilfegruppen und individueller Beratung bietet. Durch unsere Partnerorganisation Homosexuals Anonymous dürften wir wohl die älteste Einrichtung dieser Art weltweit sein (Gründung: 1976).

Betroffene, die sich an uns wenden, müssen keinerlei Voraussetzungen erfüllen – außer dem Wunsch nach Freiheit. Sie sollten sich aber der Tatsache bewusst sein, dass wir eine christliche Organisation sind und zumindest offen für ein derartiges Programm sein. So finden sich bei uns etwa auch Moslems. Auch mit der jüdischen Organisation JONAH pflegen wir enge freundschaftliche Kontakte.

Wir unterstützen und beraten weiterhin Gemeinden, Behörden, Organisationen jeder Art und Privatpersonen, die Fragen zum Thema gleichgeschlechtliche Neigungen haben. Für all dies verlangen wir nichts.

Gehen wir nun etwas ins Detail:

 

Seit längerem gibt es offenbar in St. Paul sogenannte „Queer-Gottesdienste“. Diese Entwicklung betrachten wir mit großer Besorgnis. Selbstverständlich sollte die Kirche (welcher Denomination auch immer sie angehört) ein sicherer Hafen für Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen sein. Wo sonst sollten sie hingehen, wenn nicht dorthin? Es macht aber einen großen Unterschied aus, ob sie hier im christlichen Sinne aufgenommen werden – ohne dadurch ihr Tun gutzuheißen – oder ob ihnen die Botschaft vermittelt wird, es wäre absolut in Ordnung, ein schwules Leben zu führen und gleichzeitig Christ zu sein – etwa indem der Altar möglicherweise mit Regenbogenflaggen „geschmückt“ ist, einem eindeutigen Zeichen der Schwulenbewegung, deren Ziele nun wirklich gar nichts mit der christlichen Lehre zu tun haben. Sollte hier gar die Eucharistie gefeiert werden, weisen wir auf das für alle Christinnen und Christen gültige Wort der Bibel hin:

 

„Wer also unwürdig von dem Brot isst und aus dem Kelch des Herrn trinkt, macht sich schuldig am Leib und am Blut des Herrn.“

(1. Korinther 11,27 Einheitsübersetzung siehe auch KKK 1415/16; CIC 916)

 

Wir selbst sind überkonfessionell, die Eucharistiefeier bzw. das Herrenmahl hat aber eine zentrale Bedeutung für alle Christinnen und Christen und so verweisen wir hier auch auf die katholischen Vorschriften:

 

• Der Kommunionempfang hat im Stand der Gnade stattzufinden, also nicht etwa im Bewusstsein einer schweren Sünde (CIC 916, siehe auch KKK 1415).

• Wer jedoch hartnäckig in einer schweren Sünde bleibt, darf die Kommunion nicht empfangen (Vgl. CIC 915).

 

Priester sind Hirten, die eine besondere Verantwortung haben. Wenn ein Priester, der offensichtlich diese Gottesdienste leitet, aber auf einer „privaten“ Homepage (als ob ein Priester sich als solcher öffentlich äußern kann und dabei „privat“ ist!) Meinungen kundtut, die aus säkularer Sicht strittig und aus christlicher Sicht in Teilen abzulehnen sind, ist das Grund genug, die Kirche als Ganze anzusprechen.

Wir sind selbst Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen – oder Menschen, die solche hatten. Als solche dürfen wir Ihnen versichern, dass Sie uns mit gutgemeinten, aber fehlgeleiteten Botschaften nicht weiter helfen. Ein Christ muss einen anderen genug lieben, um ihm oder ihr auch das zu sagen, was sie oder er hören muss – nicht das, was er oder sie hören will.

 

Das biblische Modell der lebenslangen und monogamen Ehe zwischen Mann und Frau, die so sehr ein Fleisch werden, dass man diesem Eins-Werden neun Monate später einen Namen geben muss, reflektiert die Dreifaltigkeit und den Bund, den Jesus mit seiner Braut, der Kirche eingegangen ist. Dieser biblische Standard wurde durch alle Bücher der Heiligen Schrift im Laufe von Jahrtausenden und in unterschiedlichsten Kulturen aufrechterhalten – und von Jesus, dem Sohn Gottes, selbst bekräftigt (man kann also kaum behaupten, Er hätte nichts von gleichgeschlechtlichen Neigungen gewusst, so wie wir sie heute kennen). Manchmal wird versucht, diesen Standard aufzuweichen, indem man sagt, wenn zwei Menschen sich lieben, ist das doch auch vor Gott in Ordnung. Er hätte schließlich nur gleichgeschlechtliche Akte verboten. Hierzu ist folgendes zu sagen:

 

1) „Liebe“ ist nicht ein diffuses Gefühl. Gefühle kommen und gehen. Liebe ist die Willenserklärung, einen Bund mit jemand einzugehen, der oben genanntem theologischem Modell entspricht. Ein Bund, bei dem der Eine sich ganz dem Anderen in lebensspendender Art und Weise und zum Wohle der Beteiligten hingibt (im Gegensatz zum Vertrag, bei dem Eigentumsrechte ausgetauscht werden). Ein Beispiel: Ein verheirateter Familienvater kann Frau und Kinder verlassen und für immer mit seiner neuen Geliebten zusammenleben und sie zutiefst „lieben“ – es bleibt trotzdem Ehebruch.

2) Wer diese Tür öffnet, wird sie nicht mehr schließen können. Wenn ein Gefühl der „Liebe“ genug ist, warum es dann auf zwei Menschen beschränken? Warum die Tür etwa nicht auch für zwei sich „liebende“ Geschwister öffnen?

3) „Liebe“ hat der Vorstellung zu entsprechen, die Gott selbst davon hatte – nicht unserer eigenen. Dies nicht, weil Er der „Boss“ ist und uns gerne herum kommandiert, sondern weil Er uns liebt und am besten weiß, was gut für uns ist. So sind wir der tiefen Überzeugung, dass die traditionell christliche Vorstellung von Liebe, Ehe und Sexualität für alle (!) Beteiligten das Beste ist.

4) Wenn „Liebe“ unter gleichgeschlechtlichen Paaren genügt, warum sind dann so viele von diesen Beziehungen nicht monogam (sie beschränken sich also nicht zwangsweise auf einen Geschlechtspartner) und warum sind sie im Schnitt weitaus kurzlebiger als heterosexuellen Ehen? Aus einem einfachen Grund: Weil dort etwas gesucht wird, was man hier nicht finden kann – wahre Liebe. Und weil weiterhin – legitime! – Bedürfnisse auf eine Art und Weise befriedigt werden sollen, die sich so nicht befriedigen lassen und möglicherweise auch vergangene Verletzungen betäubt werden, anstatt sie auszugragen und anzugehen.

5) Es wird ja so gerne zwischen gleichgeschlechtlichen Akten und Neigungen unterschieden. Erstere werde von der Bibel abgelehnt, letzte nicht. Nun, ganz so einfach ist es nicht. Abgesehen davon, dass es wohl kaum eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft ohne Sex geben dürfte, spricht die Bibel sehr wohl auch das an, was im inneren eines Menschen vor sich geht. So werden wir davor gewarnt, andere Menschen mit unangemessener Lust zu betrachten bzw. vor Begierde zu Menschen des eigenen Geschlechts zu entbrennen (was wohl auf mehr als nur sexuelle Handlungen hinweist!). Auch ist der Hinweis, derartige Bibelstellen seien nur im kulturellen, heidnischen Kontext zu sehen, theologisch nicht haltbar. Schließlich verkennt eine derartige Haltung den Sinn und Zweck menschlichen sexuellen Empfindens an sich.

Sehr geehrte Eminenz, vielleicht helfen einige grundsätzliche Informationen zum Thema gleichgeschlechtliche Neigungen weiter:

 

Wir verwenden bewusst nicht den Begriff „Homosexualität“. Dieser Begriff ist jüngeren Datums und unserer Meinung nach unzulässig. Ja, es gibt Menschen, die gleichgeschlechtliche Neigungen haben (aus welchen Gründen auch immer!), das gibt ihnen dadurch noch keine eigene Identität. Wir wurden im Ebenbild Gottes erschaffen. Im Blich auf Ihn erhalten und erkennen wir unsere Identität, die Vorstellung von dem, was und wer wir sind. Und hier gibt es nur eine einzige Identität: die heterosexuelle (auch dieser Begriff ist jüngeren Datums, sodass es wohl zulässiger wäre, einfach von unserer Identität als Mann und Frau zu sprechen). Wir sehen uns also als (heterosexuelle) Männer und Frauen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen. Diese Sichtweise macht für uns einen großen Unterschied aus.

Ja, „Homosexualität“ wurde in den 70ern von der Liste der psychischen Störungen genommen. Dies jedoch nicht aufgrund neuer wissenschaftlichen Erkenntnisse, sondern allein (!) wegen des seinerzeit herrschenden politischen Drucks.

 

Heute weiß man, dass sehr viele Faktoren zur Entwicklung menschlicher Sexualität beitragen. Spätestens seit den Erkenntnissen der Epigenetik ist auch klar, dass nicht ein Gen (oder Hormone, Botenstoffe etc.) alleine uns zu irgendwelchen Handlungen oder Empfindungen zwingen, sondern dass die Umwelt sowie eigenes Denken und Tun – und ein Zusammenspiel verschiedenster Gene - darüber entscheiden, welche Gene überhaupt und in welcher Form (ein und das selbe Gen kann unterschiedliche Ausprägungen haben!) ein Gen zum tragen kommt oder „stillgelegt“ wird. Ebenso verändert unser Denken und Tun laufend unsere Hirnstruktur sowie unseren genetischen Code, sodass selbst diese Theorien mittlerweile sehr differenziert betrachtet werden. Bis zum heutigen Tage wurde jedoch kein wissenschaftlicher Beweis für die Existenz eines „schwulen Gens“ erbracht. Selbst wenn so etwas je gefunden würde, müsste es im Licht oben genannter Erkenntnisse gesehen werden. Weiterhin würde damit nicht die moralische Richtigkeit des eigenen Handelns gerechtfertigt und schon gar nicht ein Zwang zum Handeln begründet werden. Was für ein Menschenbild wäre das?

Aus eigener jahrzehntelanger Erfahrung können wir Ihnen jedoch sagen, dass sich die Lebensläufe und die Persönlichkeiten von Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen in vielen Punkten gleichen. So gab es oft Probleme mit dem gleichgeschlechtlichen Elternteil, sodass eine emotionale Bindung und damit die Annahme der eigenen Geschlechts-Identität oft nicht zustande kam. In der Pubertät werden wir dann von dem angezogen, was wir als „anders“ empfinden als wir – in dem Fall also das eigene Geschlecht. Nun einfach zu sagen, der Betroffene sollte doch einfach seine Neigung ausleben, ist eine armselige Psychologie und Theologie.

 

Uns wird oft vorgeworfen, wir würden versuchen, Menschen „umzupolen“, oder unser Tun würde von Ärztevereinigungen abgelehnt oder als schädlich bewertet. Abgesehen davon, dass es hierfür keine wissenschaftlichen Belege gibt (im Gegensatz zu den häufigen Auswirkungen eines gleichgeschlechtlichen Lebens. Der hohe Anteil von Männern, die Sex mit Männern haben, an der Gesamtzahl ansteckender Geschlechtskrankheiten, wie sie vom Robert-Koch Institut erfasst werden, spricht für sich), ist es schlichtweg nicht richtig. Wie bereits erwähnt bieten wir Selbsthilfegruppen und Seelsorge an – wir betreiben keine Therapie. Jedoch befürworten wir durchaus das Recht eines jeden Menschen nach einer Therapie seiner Wahl.

Womit wir beim nächsten Thema wären: Ein weiterer, oft angebrachter, Kritikpunkt ist ja, dass es keiner „Heilung“ bedarf, wo nichts Krankes vorhanden ist und dass alle Ansätze zur Veränderung schädlich sind. Hierzu ist folgendes zu sagen:

 

• Wir sehen gleichgeschlechtliche Neigungen nicht als eine „Krankheit“ wie etwa der Erkältung oder einer psychischen Störung wie einer Psychose. Dies wäre angesichts der vielen Faktoren, die zur Entwicklung der menschlichen Sexualität beitragen, eine unzulässige Vereinfachung. Jedoch wäre es angesichts der Hintergründe und Auswirkungen (siehe oben) genauso unzulässig, sie einfach als „schön und gut“ abzutun. Viele von uns waren selbst jahrelang in der „Schwulen-Szene“. Diese entspricht in keiner Weise dem bewusst schöngefärbten Bild, das in der Öffentlichkeit präsentiert wird. Wüsste die Öffentlichkeit nämlich über so Einiges Bescheid, was dort als normal gilt und akzeptiert wird, würde die öffentliche Meinung hierzu wohl schnell kippen.

• Die einzelnen Faktoren, die hinter den Neigungen stehen sowie die Bedürfnisse nach Beziehungen, spirituelle und emotionale Bedürfnisse sowie mögliche Verletzungen jeglicher Art aus der Vergangenheit lassen sich jedoch sehr wohl angehen – sei es nun im Rahmen einer Seelsorge, von Selbsthilfegruppen oder einer Therapie.

• Insofern kann „Heilung“ auch Heilung von Wunden körperlicher, sexueller, emotionaler, verbaler oder spiritueller Art (Erfahrungen in der Kirche, Beziehung zu Gott) sowie einer verzerrten Identität bedeuten.

• „Veränderung“ kann dementsprechend viele Aspekte oder Bereiche betreffen und es sollte schon dem oder der Einzelnen freigestellt sein, wo er/sie Veränderung möchte.

• Es gibt mittlerweile Hinweise auf die „Fluidität“ menschlicher Sexualität. Es scheint also keinesfalls immer und zwangsweise so zu sein, dass die sexuellen Neigungen bei der Geburt mitgegeben werden und für alle Zeiten so bleiben. Unsere eigenen Erfahrungen jedenfalls bestätigen dies. Viele von uns sind mittlerweile verheiratet und haben Kinder. Ja, manche haben immer noch gleichgeschlechtliche Neigungen – wenn auch weitaus weniger häufig und intensiv. Wenn diese Menschen jedoch ihre Ehepartner, Kinder und Enkelkinder betrachten, wissen sie, dass es all der Mühen wert war. Und das ist Jesu Botschaft: Er hat uns nie gesagt, dass es leicht sein wird. Er hat uns vielmehr versprochen, dass es sich lohnen wird!

Grundsätzlich möchten wir auch darauf hinweisen, dass Toleranz, Respekt und Meinungsfreiheit für alle gelten muss – nicht nur für Menschen einer bestimmten sexuellen Orientierung oder mit einer bestimmten Meinung.

Abschließend noch einige Worte zur Kirche: Es kommen immer wieder Katholiken jeglicher Art zu uns: Laien, Priester, Ordensangehörige, Mönche etc. Offensichtlich sind sie der Meinung, in der Kirche nicht die geeignete Ansprache zu finden. Auch sind Katholiken immer wieder verstört über die Reaktionen von Priestern oder anderen Geschwistern in der Kirche, wenn sie das Thema gleichgeschlechtliche Neigungen zur Sprache bringen und dann ein weites Spektrum von Antworten bekommen – von völliger Unsicherheit und peinlichem Vermeidens über Verweisen auf zweifelhafte „Hilfsangebote“ bis hin zu Ratschlägen wie „dann lebe es halt aus“.

 

Wir haben uns immer wieder an kirchliche Organisationen, Bistümer, Orden, Einzelpersonen usw. gewandt und unsere Hilfe angeboten, in der Regel aber wurden wir mit eisigem Schweigen ignoriert. Gleichwohl fanden offen schwule Organisationen und Gruppen, die der katholischen Lehre deutlich entgegenstehen, offenbar problemlos Zugang zum Kirchentag – und wie es aussieht auch in Gemeinden.

Wir wollen hier nochmals ausdrücklich betonen, dass wir Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen mit Liebe begegnen – gehören oder gehörten wir doch selbst dazu. Wir sehen Liebe jedoch im Lichte Jesu Christi. Wir lieben Menschen genug, um ihnen die Wahrheit zu sagen, wie wir sie in der Bibel vorfinden, aber auch, um ihnen eine bedingungslos liebende Hand zu reichen und den gesamten Weg mit ihnen zu gehen. Wir dürfen Ihnen versicherten, Eminenz, dass hierbei noch niemand Schaden genommen hat – ganz im Gegenteil.

Werte Eminenz, wir möchten Sie nochmals ausdrücklich um Unterstützung bitten. Weisen Sie Hilfesuchende auf unsere Organisationen hin (sowie auf andere, die in dieser Richtung tätig sind)! Ermöglichen Sie uns den Zutritt zu Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen! Schieben sie unchristlichen Lehren einen Riegel vor!

 

Gerne sind wir auch zu einem Gespräch mit Ihnen bereit!

„Muss ich euch daran erinnern, dass die, die Unrecht tun, keinen Anteil am Reich Gottes haben werden, dem Erbe, das Gott für uns bereithält? Macht euch nichts vor: Keiner, der ein unmoralisches Leben führt, Götzen anbetet, die Ehe bricht, homosexuelle Beziehungen hat, stiehlt, geldgierig ist, trinkt, Verleumdungen verbreitet oder andere beraubt, wird an Gottes Reich teilhaben. Auch ihr gehörtet zu denen, die so leben und sich so verhalten – zumindest einige von euch. Aber das ist Vergangenheit. Der Schmutz eurer Verfehlungen ist von euch abgewaschen, ihr gehört jetzt zu Gottes heiligem Volk, ihr seid von aller Schuld freigesprochen, und zwar durch den Namen von Jesus Christus, dem Herrn, und durch den Geist unseres Gottes.“

(1. Korinther 6,9-14 Neue Genfer Übersetzung)

 

Es grüßt Sie in brüderlicher Verbundenheit

Robert Gollwitzer

Jason – International Christian Ex-Gay Ministry

Homosexuals Anonymous

 

Robert Gollwitzer

Ridlerstr. 21

80339 München

Tel.: 089/78018960 oder 0170/1293016

 

Evangelische Landeskirche - Quo vadis?

Posted on June 19, 2014 at 9:05 AM

Zum Papier „Orientierungslinien zur ethisch-theologischen Urteilsbildung am Beispiel der strittigen Bewertung von Homosexualität in christlicher Perspektive“

 

Beim eben veröffentlichten Papier der VELKD (siehe hier: http://www.ekd.de/presse/pm112_2014_texte_umgang_homosexualitaet_velkd.html) drängt sich eine Frage auf: Haben wir hierfür die „Reformation“ gebraucht? Oder anders ausgedrückt: Wer braucht diese VELKD eigentlich noch, die weder Fisch noch Fleisch ist?

 

Gehen wir etwas näher auf dieses Papier ein:

 

Es beginnt ja schon in der Überschrift: So wichtig eine „ethisch-theologische Urteilsbildung“ im Zusammenhang mit der (immer zu schulenden!) Gewissensbildung des Einzelnen ist, so unverständlich ist sie für eine Kirche/Gemeinschaft als Ganzes. Zu derart zentralen Fragen kann es nicht einer persönlichen Urteilsbildung überlassen bleiben, wie man/frau dazu steht – das wäre nichts anderes als moralischer Relativismus (jeder bestimmt selbst, was richtig und falsch ist) oder ein „Cafeteria-Christentum“, bei denen man/frau sich seinen Glauben selbst aus Versatzstücken unterschiedlichster Religionen oder persönlicher Vorlieben zusammensetzt.

Was die „strittige Bewertung“ angeht, so ist die vielleicht bei einzelnen Menschen strittig, aber nochmals: Wenn diese Bewertung bei der Kirche/Gemeinschaft als ganzer strittig ist, liegt etwas im Argen. Hier muss jedoch fairerweise hinzugefügt werden, dass einige Katholiken hier – leider - durchaus gleichziehen, wenngleich auch nicht die Katholische Kirche als ganze.

 

Beginnt man dann die Einleitung von Landesbischof Gerhard Ulrich zu lesen (wohlgemerkt soll dieser Text ja eine „Anleitung zur ethischen Urteilsbildung“sein), stellt sich die durchaus berechtigte Frage, warum ein solcher für die Allgemeinheit angelegter Text nicht auch in klarer, allgemein verständlicher Sprache gehalten ist. Wer in „hochgestochenen“ theologischen Phrasen spricht, ist sich möglicherweise selbst nicht über das Thema im Klaren. Eigentlich habe ich schon bei der Einleitung keine Lust mehr, weiter zu lesen, aber was soll’s.

Im Weiteren ist die Rede von einem „moralischen Apell“, zu dem die „vermeintliche Evidenz moralischer Normen“ führen kann, wenn „die auf die ihr vorausliegenden Gründe nicht mehr kritisch hinterfragt werden können“ (gemeint sind die persönlichen Entscheidungen).

Vereinfacht man diesen unerträglichen Schreibstil, so heißt das in etwa: „Moralische Normen sind nicht so klar und offensichtlich, wie man manchmal meint. Man muss zu deren Beurteilung auch auf die jeweiligen Beweggründe des Einzelnen achten“.

 

Die jeweiligen Beweggründe und die sonstigen Umstände sind natürlich immer in die moralische Bewertung mit einzubeziehen, daraus aber zu folgern, dass es keine klaren und offensichtlichen Normen mehr geben darf, ist – nochmals – moralischer Relativismus. Eine Religion, in der es keine allgemeine Übereinstimmung mehr gibt über das, was wahr, richtig, moralisch und natürlich ist, ist zum Scheitern verurteilt – ebenso wie jede weltliche Gesellschaft auch.

 

In der Bibel finden wir beides: Kulturell bzw. zeitlich bedingte Vorschriften (etwa bezüglich Kleidung, Aussehen, Essen), aber auch allgemein gültige Normen, die alle biblischen Bücher hindurch, also in verschiedensten Kulturen und Zeiten wiederholt und damit als allgemeiner Standard bestätigt wurden. Auf die Frage etwa, ob eine Ehescheidung unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt ist, hat Jesus nicht einfach nur mit „ja“ oder „nein“ geantwortet. Er hat ganz bewusst den Standard aus Genesis bekräftigt: die heterosexuelle, monogame und lebenslange Ehe. Wenn Er uns aber derart offensichtlich und deutlich sagt, was richtig ist, muss Er dann noch eine lange Liste dessen anfügen, was falsch ist? Wohl kaum.

 

Weiter im Text:

 

„Ethische Fragen stellen sich in konkreten Problemlagen; sie stehen in einem bestimmten kulturellen, gesellschaftspolitischen oder wissenschaftlichen Kontext – beispielsweise der Medizin – und sind daher auf konkrete Herausforderungen bezogen. Da die Lebenswelten, in denen Menschen sich orientieren, entscheiden und handeln müssen, einem dynamischen Veränderungsprozess unterliegen, stellen sich die damit verbundenen ethischen Problemlagen in jeder Zeit in neuer und anderer Weise und fordern jede Zeit heraus, ihre eigenen Antworten zu finden. Dem entspricht die Tatsache, dass die Verantwortung für ethische Entscheidungen und ethisches Handeln nicht auf theoretisch-abstrakte oder allgemeine Weise wahrgenommen werden kann, sondern stets nur von individuellen Handlungssubjekten, die in bestimmten Rollenzuständigkeiten und als Partner komplexer Interaktionsgefüge agieren müssen.“

 

Ja, ethische Fragen stellen sich in konkreten Problemlagen. Genau deshalb ist es wichtig, dass hierfür klare, allgemein gültige und allgemein verständliche Normen vorhanden sind. Ansonsten wird das Christentum zu dem, was es vielerorts bereits ist: Ein lauwarmes Allerlei, das kein Mensch wirklich braucht. Gäbe es bestimmte „theoretisch-abstrakte“ Richtlinien nicht, an was sollten sich die Gläubigen dann orientieren. Bereits die Bibel warnt uns davor, dass unser Herz trügerisch sei. Wollen wir derartig wichtige Entscheidungen wirklich – abweichend von der Bibel! – der Einzelfallentscheidung überlassen?

 

Genau dieser unklare Mischmasch von dem, was nun gelten soll und was nicht, ist übrigens einer der Gründe, die den Islam für viele spirituell Suchende so attraktiv macht. Hier gibt es klare und nachvollziehbare Regeln.

 

„Einer bestimmten biblischen Aussage zu einer ethischen Frage lässt sich nicht unmittelbar eine Handlungsdirektive entnehmen.“

 

Es ist kaum zu glauben, zu was sich das protestantische Prinzip der „Sola Scriptura“ (die Bibel als alleinige Autorität, die von jedem verstanden und angewendet werden kann) entwickelt hat. Selbstverständlich beinhaltet die Bibelinterpretation Aspekte wie den Kontext in der Bibel selbst, den alt- und neutestamentlichen Hintergrund, die damalige historische und kulturelle Situation, die heutige Situation. Dies darf aber keineswegs bedeuten, dass es etwa dem heutigen Stand der Wissenschaft überlassen bleibt, ob und inwiefern eine Bibelstelle, die einen allgemein gültigen Standard wiedergibt, zum Tragen kommt. Anders ausgedrückt: Dann könnten wir die Bibel in den Müll werfen und uns unsere Religion selbst zusammen basteln (und nichts anderes tun ja viele „Gläubige“ heute! Wie sollten sie auch anders, wenn ihnen von denen, denen die Glaubensvermittlung, Glaubensweitergabe und Glaubensbegründung obliegt, so etwas erzählt wird).

 

„Angesichts dieser unhintergehbaren Vermittlungsleistung ist jede Gegenwart aufs Neue herausgefordert, zu den spezifischen Fragen und Problemen der eigenen Zeit eigenverantwortete Antworten zu finden.“

 

Dies ist ein grundfalsches und gefährliches Verständnis der Auslegung der Bibel. Hierfür hätten wir wahrlich keine „Reformation“ gebraucht. Ja, jede Generation muss die grundlegenden Aussagen der Heiligen Schrift für die Menschen von heute verständlich machen, was aber nicht heißt, dass hier „eigenverantwortliche Antworten“ gefunden werden sollen, also das, was jeder selbst für richtig hält. Wofür bräuchte man dann noch eine Religion?

 

„Wie Martin Luther immer wieder betont hat, legt sich die Schrift selbst aus, d. h. die biblischen Texte bringen sich in ihrer Wirksamkeit beim Leser oder Hörer selbst zur Geltung. (…) Dazu gehört, „dass die Schrift in der Begegnung mit einem Interpreten selbst die Initiative ergreift und sich selbst verständlich macht; sie ist Interpretin ihrer selbst und bedarf dessen nicht, dass ein Mensch – wer auch immer – ihr mit seiner Auslegungskunst erst auf die Sprünge hilft“

Und wieder sind wir bei dem tragischen Irrtum der „Sola Scriptura“ (ein Prinzip übrigens, dass nicht biblisch begründet ist – ganz im Gegenteil!). Wenn die Bibel sich selbst verständlich macht, der Heilige Geist also jeden Einzelnen im Verständnis leitet, warum haben wir dann ca. 40.000 verschiedene protestantische „Kirchen“ weltweit, die sich alle als „biblisch“ begreifen, aber teils enorm in ihren Glaubensüberzeugungen voneinander abweichen? Entweder ist der Heilige Geist hier etwas verwirrt (was mit Sicherheit nicht der Fall ist!) oder das Prinzip der „Sola Scriptura“ ist nicht nur grundfalsch, sondern gefährlich. Es gibt nicht einen einzigen Bibelvers, der dieses Prinzip bestätigt!! Ja, die Bibel ist ausreichend, nützlich etc. – aber nicht die Bibel ALLEIN! Die Bibel selbst weist uns immer wieder auf die Ältesten usw. hin, an die wir uns wenden sollen, auch und gerade, wenn es um deren Verständnis geht!

 

Ähnlich geht es weiter:

 

„Der Glaube, den die Schrift zu wecken vermag, ist nicht Glaube an „etwas“ in dem Sinne, dass ich eine gegenständliche Aussage für wahr halte, sie mir einleuchtet und ich ihr zustimme.“

Natürlich muss ich u.a. oben genannte Prinzipien zur Auslegung der Heiligen Schrift befolgen, es ist aber durchaus so, dass ich dem glaube, was da steht, sowie dem, der sich hier offenbart. Da der Einzelne hiermit völlig überfordert ist, leitet uns die Kirche im Verständnis dessen, was hier steht und wie es zu verstehen ist. Jesus selbst hat uns versprochen, dass Er uns den Heiligen Geist hinterlassen werde, der bei der Kirche als solcher bleibt und sie leiten und beschützen wird! Wofür sonst bräuchte ich denn dann eine Bibel oder ein allgemeines Glaubensbekenntnis – oder eine organisierte Religion an sich, wenn ich selbst Gott „spielen“ darf? Warum überhaupt noch in einen Gottesdienst gehen oder Glied einer Gemeinde sein, wenn ich das alleine auch ganz gut hinbekomme?

 

„Die Aussagen der Schrift wecken Glauben, indem sie übersetzt werden in persönliche Selbstdeutungsvollzüge“

 

Das Drama nimmt seinen Lauf. Jeder soll also für sich persönlich die Aussagen der Schrift deuten – „aufgrund der Selbsterschließungskraft der Schrift“. Was für ein Armutszeugnis für eine Religionsgemeinschaft!

 

Als „Argumentationshilfe“ wird angeführt, man solle sich schließlich nicht „an“ die Schrift halten, sondern „in“ der Schrift bleiben. Hier stellt sich jedoch die Frage, was das dann heißen soll – jeder legt für sich etwas aus, in dem er/sie dann bleibt. Wenn es noch nicht einmal einen Konsens dessen gibt, „worin“ ich bleiben soll, über was reden wir dann hier eigentlich?

Dieses Papier wirft mehr Fragen auf, als es beantwortet. Wahrscheinlich ist das auch noch gewollt.

 

Weiter ist die Rede von der „Gewissensbindung“ des Einzelnen, wobei das Gewissen theologisch und nicht etwa moralisch verstanden wird. Selbstverständlich ist das – moralische wie theologische (also ob man diese beiden trennen könnte!) – Gewissen eine ernstzunehmende und zu respektierende Größe. ABER: Das Gewissen existiert nicht im luftleeren Raum und ist auch nicht den persönlichen Gefühlen, augenblicklichen Meinungen und Überzeugungen unterworfen. Verbunden mit der Anerkennung der Gewissensentscheidung muss für einen Christen immer auch die permanente Schulung dieses Gewissens sein: Was lehrt die Kirche als lebendiger Leib Christi und warum lehrt sie es? Wie sind die Aussagen der Heiligen Schrift zu verstehen? All dies auf Basis einer täglichen spirituellen Struktur im eigenen Leben – verbunden mit Bibelstudium, Gottesdienstbesuch, Gebet, Glaubensverkündung, einem gottgefälligen Leben, Werken der Barmherzigkeit und der Liebe etc. NUR DANN ist eine Gewissensentscheidung als solche als moralische wie theologische Größe zu respektieren!

 

Wenn ich nun weiter im Text lese, werde ich das Gefühl nicht los, dass hier mit theologischen Phrasen ein ungeheurer Spagat vollzogen werden soll, um aus einem klaren und unwiderlegbaren „nein“ ein „ja“ oder zumindest ein „vielleicht“ zu machen und dem Ganzen damit einen wissenschaftlichen und glaubhaften Anstrich zu geben. Theologie auf ihrem Tiefststand.

 

Ja, die Kirche muss die „Lebensrealität“ berücksichtigen und ihre Lehre (die Lehre der Bibel!) rational begründen, ja den Glauben an sich rational begründen, sie darf sich ihr aber nie und nimmer „anpassen“! Dies wird zwar bewusst von einer Anpassung an den „Zeitgeist“ getrennt, aber egal wie man das schön redet und weg diskutieren will, letztendlich läuft es doch genau darauf hinaus!

 

Ach ja, liebe Theologinnen und Theologen: Wenn ich die Wörter: „entfaltet“, „erschließt“ oder „Spannung“ nochmal höre oder lese, fange ich zu schreien an! Wer nicht in der Sprache der Gläubigen reden kann oder will, sollte es besser bleiben lassen!

 

„Anderseits ist auch zu konstatieren, dass im Zuge der Emanzipation von Minderheiten, der Entwicklung der Toleranzfähigkeit und rechtlicher Gleichstellungsmaßnahmen gerade in den modernen westlichen Gesellschaften die selbstbewusste Ausbildung einer homosexuellen Identität, die die Person als ganze prägt, befördert und schließlich auch legalisiert worden ist.“

Was die Schwulenbewegung in den letzten Jahren unternommen hat, hat mit „Emanzipation“, „Toleranzfähigkeit“ oder „rechtlicher Gleichstellung“ wenig bis gar nichts zu tun. Eine gesellschaftliche Minderheit, die von der Gesellschaft nicht nur verlangt, ihre Ansichten und Handlungsweisen nicht zu kriminalisieren oder diskriminieren, sondern sie (möglicherweise unter Androhung von Konsequenzen) sogar zwingt, diese für gut und richtig zu befinden, ist nicht „tolerant“. Wenn „Emanzipation“ bedeutet, Andersdenkende in eine radikale Ecke zu stellen, um sich erst gar nicht mit deren Argumenten beschäftigen zu müssen, können wir gerne darauf verzichten. „Anti-Diskriminierungsgesetze“, die besondere Bevölkerungsgruppen hervorheben und damit möglicherweise eine „Diskriminierung“ anderen – nicht extra aufgeführten – Bevölkerungsschichten gegenüber verursacht (anstatt auf bestehende und völlig ausreichende Gesetze für alle zurückzugreifen), haben mit „rechtlicher Gleichstellung“ wenig zu tun.

 

Im Folgenden ist davon die Rede, wie die Wissenschaft davon abgekommen ist, Homosexualität als psychische Störung oder Krankheit zu begreifen. Leider wird mit keinem Wort erwähnt, dass dies nicht aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse erfolgte (die es bis heute nicht gibt!), sondern allein aufgrund des damaligen politischen Drucks schwuler Gruppen. Müssen wir nun befürchten, dass es mit Pädophilie oder ähnlichen Orientierungen einen vergleichbaren Verlauf nimmt? Anzeichen hierfür gibt es ja offenbar.

 

Wie dem auch sei – für einen christlichen Standpunkt ist dies zweitrangig (ich sage bewusst nicht unwichtig!). Es ist ja nicht so, dass unser Schöpfer weniger Ahnung als wir heute hatte, als er uns bestimmte Standards und Normen gab und uns davor warnte, einen anderen Weg zu gehen. Er tat und tut dies nicht, weil Er uns gerne herum kommandiert, sondern weil Er uns liebt und weiß, wohin es führt, wenn wir diesen anderen Weg gehen. Nicht umsonst lesen wir vom engen Tor, das zum Himmel führt und dem breiten Tor, dass in die andere Richtung geht.

„Mit Blick auf das Phänomen der Homosexualität zielt die in unserer Situation spezifische Frage somit nicht darauf, wie homosexuelles Verhalten zu bewerten ist, sondern wie Menschen, deren sexuelle Identität gleichgeschlechtlich geprägt ist, ihr Leben im Kontext von Gesellschaft und Kirche gestalten können.“

 

Hier muss ich etwas weiter ausholen: Unter gleichgeschlechtlichen Neigungen versteht man im Allgemeinen eine überwiegend vorherrschende, lang andauernde sexuelle und emotionale Anziehung zu Menschen des eigenen Geschlechts. „Homosexualität“ (eine im Übrigen noch relativ neue Wortschöpfung) als eigenständige Identität gibt es im christlichen Verständnis nicht. Ja, manche Menschen haben gleichgeschlechtliche Neigungen – warum auch immer (und mag einer der Gründe auch „genetischen“ Ursprungs sein!). Das gibt ihnen im christlichen Sinne aber noch keine eigenständige Identität! Sie sind, was sie sind: Männer und Frauen („Heterosexuelle“) mit gleichgeschlechtlichen Neigungen. Gott hat nur eine Form der Identität geschaffen. Wir wurden alle in Seinem Ebenbild geformt – und haben nicht hiervon abweichende „Identitäten“.

 

Um gleichgeschlechtliche Neigungen zu verstehen und zu bewerten, muss man auf die verschiedensten Faktoren eingehen, die zu ihrer Entwicklung beitragen. Ja, für einen Christen sind sexuelle Akte – ebenso wie Fantasien etc. – die sich außerhalb einer lebenslangen monogamen Ehe zwischen Mann und Frau abspielen, Sünde. Als Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen jedoch sind sie von Gott und der Kirche geliebt. Jedoch ist die Kirche auch gerufen, ihnen bei Bedarf geeignete Unterstützung anzubieten (Stichwort: „Ex-Gay Einrichtungen“) sowie ihre Gaben zu erkennen und für Gottes Ruhm zu nutzen. Wenn mit oben zitierter Aussage gemeint ist, dass sie bleiben sollen, wie sie sind und leben, wie sie wollen und trotzdem in der Gemeinde ihren aktiven Platz finden, so ist dem ausdrücklich zu widersprechen.

 

„Zieht man die Theologie Martin Luthers als Referenzrahmen heran – und diese ist in lutherischen Kirchen hermeneutisch leitend für das Verständnis der biblischen Texte –, so legt es sich nahe, eine theologische Grundstruktur von Luthers Denken fruchtbar zu machen, die mit Bezug auf ethische Fragestellungen ein weitreichendes Erschließungspotenzial zu entfalten vermag.“

 

„Sola Scriptura“ – aber trotzdem gilt die Theologie eines einzelnen Menschen als Referenzrahmen für das Verständnis der biblischen Texte? Das ist ein Widerspruch in sich und im Ganzen absurd.

 

„Insbesondere hinsichtlich der Frage nach einer theologisch verantworteten Beurteilung der Homosexualität beste¬hen binnen- wie zwischenkirchlich faktisch große Spannungen. Wie können die Kirchen mit der Diversität ethischer Urteilsbildungen umgehen?“

„Insbesondere Martin Luther hat immer wieder betont, dass ein Christenmensch nicht aus Gehorsam gegenüber einem moralischen Gesetz handelt, sondern weil er in Christus bestimmt ist durch die Macht des Evangeliums. Dessen Kraft aber erweist sich in der Liebe, die das Gebot als Struktur verantwortlichen Lebens nicht verachtet, sich jedoch in Freiheit dazu verhält. Diese Einsicht kollidiert faktisch jedoch nicht selten mit der – binnenkirchlich wie gesellschaftlich weit verbreiteten – Erwartung, dass die Kirchen ethisch und kulturell favorisierte und traditionell bewährte Leitbilder wahren und pflegen.“

 

Hmmm…

 

Da Lutheraner ja so viel wert auf „Sola Scriptura“ legen, sehen wir uns doch einfach mal an, was diese Heilige Schrift dazu sagt:

 

„Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten.“ (Joh 15,15. Einheitsübersetzung)

Ein Christ handelt also durchaus aus Gehorsam gegenüber einem moralischen Gesetz! Dieser Gehorsam ist sowohl Ausdruck als auch Folge der Liebe zu Jesus und kann davon nie getrennt werden!

 

„Hinsichtlich des kirchlichen Umgangs mit ethisch-theologischen Dissensen lassen sich zwei alternative Lösungsmodelle29 unterscheiden. Das erste Modell strebt eine Konsensfindung auf der Basis von Konsenspapieren an. Damit wird faktisch ein Geltungsanspruch erhoben, der diejenigen, die diesem nicht zustimmen können oder wollen, zwangsläufig exkludieren muss. Das alterna¬tive Modell geht von der Überzeugung aus, dass die Einheit bzw. Einmütigkeit der Kirche nicht in Konsensen gründet, sondern im Geist der Liebe.“

 

Im Grunde sind beide Ansätze falsch. Es liegt nicht im Entscheidungsbereich der Gläubigen, per Konsenspapier zu einer Mehrheitsentscheidung zu kommen oder eine Meinungsverschiedenheit aus einem „Geist der Liebe“ heraus bestehen zu lassen. Es kann nicht angehen, dass der eine meint, das wäre richtig und der andere jenes. Wiederum ein Drama des Protestantismus. Jeder ist so für sich selbst Papst – und Gott. Entweder stimmen wir ab darüber, was zu glauben ist, oder wir lassen es bei unterschiedlichen Meinungen. Wofür bräuchte man da noch eine Kirche oder religiöse Gemeinschaft? Wofür überhaupt den christlichen Glauben?

 

Gott wusste um unser unbeständiges Wesen und um unser Herz, deshalb gab er uns die Bibel als geschriebenes Wort Gottes und Seine Kirche als den Leib Christi, die uns im Verständnis der Bibel leiten soll.

 

„Ein Engel des Herrn sagte zu Philippus: Steh auf und zieh nach Süden auf der Straße, die von Jerusalem nach Gaza hinabführt. Sie führt durch eine einsame Gegend. Und er brach auf. Nun war da ein Äthiopier, ein Kämmerer, Hofbeamter der Kandake, der Königin der Äthiopier, der ihren ganzen Schatz verwaltete. Dieser war nach Jerusalem gekommen, um Gott anzubeten, und fuhr jetzt heimwärts. Er saß auf seinem Wagen und las den Propheten Jesaja. Und der Geist sagte zu Philippus: Geh und folge diesem Wagen. Philippus lief hin und hörte ihn den Propheten Jesaja lesen. Da sagte er: Verstehst du auch, was du liest? Jener antwortete: Wie könnte ich es, wenn mich niemand anleitet? Und er bat den Philippus, einzusteigen und neben ihm Platz zu nehmen.“ (Apg 8,26-31. Einheitsübersetzung)

 

„Seid überzeugt, dass die Geduld unseres Herrn eure Rettung ist. Das hat euch auch unser geliebter Bruder Paulus mit der ihm geschenkten Weisheit geschrieben; es steht in allen seinen Briefen, in denen er davon spricht. In ihnen ist manches schwer zu verstehen und die Unwissenden, die noch nicht gefestigt sind, verdrehen diese Stellen ebenso wie die übrigen Schriften zu ihrem eigenen Verderben.“ (2 Petr 3,15-16. Einheitsübersetzung)

 

„Ein biblisches Vorbild für diesen Weg ist im Jerusalemer Apostelkonzil zu finden (vgl. Gal. 2,7ff), das die Heiden- und Judenmission als zwei Weisen anerkennt, den gemeinsamen Auftrag der Verkündigung in unterschiedlichen Gestaltungsformen wahrzunehmen und die damit verbundenen theologischen Dissense – z. B. hinsichtlich der Frage nach der Bedeutung des Beschneidungs- oder des Speisegebotes – in ihrer Spannung auszuhalten.“

 

Das soll eine „theologische“ Begründung sein? Mit Verlaub, das ist ein Armutszeugnis. Unterschiede bei der Heiden- und Judenmission bzw. der Beschneidung (eine Frage, die letztlich kirchlich geklärt wurde!) als Vergleich für das „Aushalten“ einer „Spannung“ bei „theologischen Dissensen“ zu bemühen (also etwa unterschiedliche Auffassungen zu der Frage: Ist das Ausleben von gleichgeschlechtlichen Neigungen oder gar die Lebensgemeinschaft zweier Männer oder Frauen aus christlicher Sicht vertretbar?), kommt einer theologischen Bankrotterklärung gleich. Wenn wir nicht mehr wissen, welcher Weg der richtige ist, soll eben jeder seinen Weg gehen und alles ist gut. Wir „halten diese Spannung aus“. Um Himmels willen, wohin bewegt sich diese Form des Protestantismus eigentlich noch?

„In der Observanz der Tora gewinnt die Identität Israels als das von Gott erwählte Volk in der Welt konkreten Ausdruck. Die Tora lässt sich daher nicht einfach als allgemein verbindliches „Gesetz“, als Summe einzelner ethischer Forderungen aus diesem Zusammenhang abstrahieren. Die Erfüllung der Tora stellt für Israel vielmehr die nach außen sichtbare Seite seiner Erwählung dar. „Gesetz“ ist daher nicht eine dem Menschen von außen entgegentretende, ihm auferlegte Forderung; die „Werke des Gesetzes“ bezeichnen nicht allgemein verbindliche moralische Handlungen.“

 

Nein, das Gesetz ist nicht nur eine Summe einzelner Forderungen. Es ist eine befreiende Botschaft, die dem Volk Israel beim Auszug aus der Knechtschaft mitgegeben wurde – aber es ist sehr wohl ein verbindlich zu befolgendes Gesetz! Was wäre die Alternative? Wir sehen das Ganze nur als Ausdruck unserer Erwählung durch Gott – und jeder entscheidet für sich, was gut und richtig ist und wir „halten diese Spannung aus“?

 

„Welche Handlungen, welches Verhalten sorgt dafür, dass die Gemeinde in ihrem besonderen kulturellen Kontext „scheint als Lichter in der Welt“ (Phil.2,15) und ihre Umwelt erkennt, dass das Licht des Evangeliums in ihr strahlt und sie erleuchtet?“

 

Welches „Licht des Evangeliums“ soll das denn sein, wenn man sich nicht auf den Inhalt dessen, was man glaubt und als wahr und richtig – und verbindlich! – anerkennt, einigen soll? Da hat dann wohl jeder seine eigene Taschenlampe.

 

„Die spezifisch christliche Identität sieht Paulus darin begründet, dass die vielen und verschiedenen Glieder der Ekklesia mit der Taufe „in Christus“ einer sind. Der Grund dieser Einheit liegt theologisch in der Rechtfertigung aus Glauben, die für Juden wie Heiden gleichermaßen gilt. Die sozialen und kulturellen Unterschiede – wie auch die Unterschiede zwischen den Geschlechtern und den sexuellen Identitäten – sind damit aufgehoben. (vgl. Gal. 3,28; 5,6; 6,15; Röm. 10,12f; 1. Kor. 10,17; 12,12f; Phlm. 16).“

 

Mitnichten sind Unterschiede in den „sexuellen Identitäten“ aufgehoben – zumindest nicht in der Sichtweise, auf die hier wohl angespielt wird! Wir können nicht mit der Mentalität des schwulen Aktivismus die Heilige Schrift auslegen! Wir können und dürfen nicht unsere eigene Weltsicht in die Bibel „hineinlesen“, sie also so lange zu drehen und zu wenden, bis sie mit unserer Meinung übereinstimmt – anstatt unser Leben und Denken so lange zu drehen und zu wenden, bis es mit den Aussagen der Bibel übereinstimmt!

 

Im Weiteren wird auf die Rechtfertigung allein durch den Glauben eingegangen. Auch dem widerspricht die Bibel, die man doch als alleinige Richtschnur sieht:

 

„Ihr seht, dass der Mensch aufgrund seiner Werke gerecht wird, nicht durch den Glauben allein.“

(Jak 2,24. Einheitsübersetzung)

 

„Ethisch leitend sind dementsprechend Normen, „die diese Dominanz der gemeinsamen Identität über das Trennende zum Ausdruck bringen, herstellen und bewahren können““

Wenn das heißen soll, dass es bezüglich gleichgeschlechtlicher Neigungen und dem Umgang damit verschiedene Meinungen geben darf und wir dann eben Normen finden sollen, die eine „gemeinsame Identität“ zum Ausdruck bringen, so muss ich sagen, will ich nicht wissen, welcher Natur diese „gemeinsame Identität“ sein soll. Mit dem christlichen Glauben hat so etwas meiner Meinung nach nichts mehr zu tun.

 

Als „theologische“ Begründung soll offenbar nicht die Beziehung der Menschen untereinander, sondern die Beziehung des Menschen zu Gott herhalten. Nun ist das eine jedoch nicht ohne das andere zu sehen und eine Beziehung zu Gott nicht im luftleeren Raum steht, sondern die Liebe zu Ihm ihren Ausdruck im befolgen Seiner Gebote finden muss, was uns Jesus ausdrücklich aufgetragen hat! Ein kleiner Junge tut ja auch nicht einfach, was er will, aber zu seinem Papa hat er ein liebevolles Verhältnis. Nein, er tut das, was ihm sein Papa gesagt hat, weil er weiß, das es nicht gut für ihn ist, wenn er das nicht tut – und außerdem seinen Vater weh tut und das Verhältnis der beiden belastet.

 

Dr. Mareile Lasogga, die Autorin des Papiers, sieht richtigerweise die Einheit der Kirche durch diese Auseinandersetzungen um gleichgeschlechtliche Neigungen gefährdet. Sie bemüht in diesem Zusammenhang „die theologische Begründung der von Paulus immer wieder ausgesproche¬nen Ermahnung, einander respektvoll und geduldig in Spannungen und trotz Spannungen zu ertragen.“ Dies geschieht wohl in der Absicht, die Menschen mit unterschiedlichen Meinungen mit einer biblischen Begründung dazu zu bewegen, sich trotz unterschiedlicher Auffassungen, „trotz Spannungen zu ertragen“. Das ist ein völlig verzerrtes und in der Konsequenz gefährliches und in die Irre führendes Verständnis von Paulus und der Bibel an sich. Ja, wir sollen uns trotz unserer Unzulänglichkeiten ertragen und lieben, wir sollen aber auch einander ermahnen und auf den richtigen Weg (zurück) bringen – und nicht einfach nur „Spannungen aushalten“. Es ist nicht egal, was jemand glaubt, vertritt und letztlich tut. Wenn ich ihn/sie liebe, muss ich auch alles daran setzen, dass er/sie wieder auf dem rechten Weg geht!

 

Ich kann nur hoffen, dass es noch Menschen innerhalb der Evangelischen Kirche gibt, die an die Wahrheiten der Bibel glauben und ihre Geschwister aus Liebe ermahnen und die Kirche als solche wieder zurück auf den rechten Weg führen!

 

München, 19.06.2014

 

Robert Gollwitzer

"Me, Myself & I": Wellness Christianity

Posted on June 3, 2014 at 1:15 PM

I don’t know about you, but if you go to any given Christian Sunday service (and it doesn’t almost even matter which denomination), you get the same picture pretty much everywhere: A nice service with nice people and a nice message. You can’t really say much against it, but then again – also not much for it. It’s all about love, forgiveness, nice & touching emotional stories and the like. Again: in and of itself that’s not really wrong. Is it not?
Let’s look back how Christianity started. Jesus’ radical call to give up everything – wealth, family and even life – to follow Him. Discipleship as the living symbol of the great Christian paradox: Die to live. Lives that spoke through their own examples, sermons that set hearts on fire, evangelizing at the cost of one’s life. Read the testimonies of the early Christian martyrs and weep.
What is left? Not much I dare say. Nice meetings, big events that don’t really say much nor do they have any lasting effects, church congregations that haven’t heard the words “hell”, “Satan”, “damnation”, “sin” for decades – not to speak of a godly sexuality and a Christian life. Right, Jesus is all about love. The hippie-like Jesus that paints everything rose. Who cares that back in the days Jesus could get really angry, spoke about Satan and hell like no other and did not care to shy away butts from the church benches as long as He had it right with God.
As to the Bible – well, technically it is still around, but man did they make something out of it. Back then it was a book that changed lives and gave people spiritual food. Now everything is “re-interpreted”. The biblical stories had been written by humans in their own historical and cultural circumstances. You can’t take that at face value and for sure it is not valid anymore. What’s left is that fuzzy “love”-feeling. Who cares that love in the biblical context is not a fuzzy feeling but a covenant where a person gives himself or herself in a life-giving manner reflecting the love that Jesus has for His bride, the Church – and in the marital context this love becomes so much “one flesh” that you have to give it a name nine months after – reflecting the trinity.
Don’t get me wrong – historical and cultural Bible interpretation has its place – but it is only ONE of many different aspects that need to be taken into account when studying the Bible. If you knock it down at that – and at that only – then you can throw away the whole book. If there are no lasting standards that no generation is allowed to change and that are valid across the centuries, then you can throw away the whole book.
Or – in other words: Then Christianity becomes the “me, myself & I” wellness-Christianity, where it is all about how I feel good about it, which church congregation offers me the best program, how the psalms give me feel-good-messages, how I can even mix things up with Zen-Buddhism, Yoga, pagan and even occult religious practices – or simply my own preferences, feelings and experiences. In other words: it all comes down to the satanic “do what you want” cult – with the sad side-effect that most are not even aware of that and would ascribe such thoughts to radical “fundamentalists”.
That’s the bad part of it. But then you have also the small gate to heaven that Jesus mentioned that few people will pass. Yes, they might be few, but they exist and they will get there.
You want to be one of the gang? Then go and check out what real discipleship is all about. Tell Jesus you want it, you want HIM and Him alone and that you are willing to give up everything for Him. And then let Him work in and through you. Yes, you will have to face consequences for that. People will mock you at best, or even harm you physically. You will lose everything and it won’t “feel good”. But then again you will find a sort of satisfaction that is beyond spiritual wellness. A satisfaction that unites you with Jesus’ life on the deepest level – the joy, the humility, the courage, but also the redemptive suffering.
You want all of that? Be careful before you answer. Because a “yes” might cost you everything – and give you everything: eternal life.
Robert

Open Letter from an Ex-Gay to Pope Francis

Posted on May 29, 2014 at 1:15 PM

Dear Holy Father,

my name is Robert. I am 46 years old and a Catholic (even though it took me a little detour to come back to the Catholic Church). My past is not as bright and shining as that of others I guess: I used to embrace the “gay” life for many years until the Lord set me free about ten years ago with the help of a Christian ministry called Homosexuals Anonymous (www.homosexuals-anonymous.com).

The reason I am writing you today is because I love you like I loved my earthly father who passed away 20 years ago and because I believe you can get things going where others stay silent.

I am so thankful and feel so blessed that the Lord brought me to Homosexuals Anonymous. The people there did what actually the Church should do: They loved me enough to help me out of my gay life and (back) into the Church. I now serve the Jason Ministries (http://jason-online.webs.com), an international Christian ex-gay ministry affiliated with Homosexuals Anonymous.

Having received Christian truth, love and care abundantly, I firmly believe that many others could find help as well through our services and the organizations we are working together with – if the Church only let us. Considering the many factors that contribute to the development of long-term and predominant sexual and emotional attractions towards the same sex, we do not help people with same-sex attractions (wrongly called “homosexuals” at times – there is only one sexuality and that is the God-given one!) by staying passive and silent or even encouraging them to embrace a “gay” life. Yes, ministries like ours are being attacked and usually put into a radical corner. But then again – they nailed the Son of God onto the Cross, so why should they treat His followers any differently?

Holy Father, soon the bishop’s synod on family will start. Please give us a chance to make our voice heard and love others with unwanted same-sex attractions with the same unconditional love Jesus has for us.

From what I get to read in the media, you also reach out to “people like us” and you seem to have a heart for us as well. Maybe you even give us a chance to talk to you in person? I am sure you will hear many voices of “gay”-affirming people – wouldn’t it be good to hear the voice of freedom too?

I really hope and pray you will be able to read this letter and it will touch your heart like God touched mine years ago.

With brotherly love,

Robert

Robert Gollwitzer

Ridlerstr. 21

80339 Munich

Germany

Phone: +49 (0)89 78018960

Email: free32@gmx.de

Ex-gays being ignored by the church in Germany!

Posted on March 25, 2014 at 3:15 PM

Most of the German churches completely ignore the existence of ex-gays or ex-gay ministries - at best. Some have a more-or-less open gay-friendly policy, others technically hold the biblical and traditional point of view - but rather in theory than in everyday life. The subject of same-sex attractions ("homosexuality") is usually not even mentioned in any church (with view exceptions). Hardly ever you get to hear a biblical sermon on it or it being adressed in church circles. Sometimes people in ministry make headlines for having same-sex partners - openly or not openly. Even big churches that (on paper) still hold a biblical view would not invite us - neither to adress the congregation nor on any event (some of them being really (!) big!). Sometimes I get the impression that if there is a big and public church event where they can't avoid to address it, they would rather invite people who seem to have not problem acting out their same-sex attractions (they would then apply the "same principles as for heterosexual couples": fidelity and the like. What heresy!), or they might invite gay friendly theologians or simply theologians with a big title - instead of those who offer real help. Ministries that offer real help. Ministries where people are finding freedom from same-sex attractions. One of the bigger denominations even has a purity ministry itself in other countries (even in Europe) - and they would not even invite them. I am at the same time very angry about this irresponsible behavior, about people who seem to offer no help at all (on the contrary, some even might lead people with ssa astray!), but also defiant: They will not silence us. As Michael O'Brien, the famous Canadian novelist, wrote us in an email: Continue to be the sign of contradiction! The time where people with unwanted ssa only met in clandestine circles is over. We are loud and proud as well and we could not care less what others think of us or how they view us. The truce is over - now it is time to put on the armor, gather and fight! We have a mighty enemy, so let's raise our (spiritual) fists and get in the ring! I call on each one of us and each one that supports our call to follow our battle call. There is much more at stake than just a couple of those "weird" ex-gay people. Once we open the door for sin to enter the body, it will spread. So take heart, brothers and sisters all over the world! Join us, stand up for your faith and your Savior and fight!

Robert

"Love the Sinner, Hate the Sin!"

Posted on March 11, 2014 at 3:30 PM

Who hasn’t heard that phrase before. We are supposed to love the sinner, but hate sin (i.e. what he/she does or fantasizes about).

At first glance this sounds perfectly right. And yet I’ve come to really dislike that statement and I ask my brothers and sisters to refrain from using such commonplaces, especially when it comes to people with same-sex attractions. And this for the following reasons:

1) You do not convince anybody with commonplaces – as true as they might be.

2) So we love the sinner. To which every gay activist (and every person in general) can and might reply: When was the last time you showed that – through unconditional works of love? It is so easy to give a fire-and-brimstone sermon on sinful “homosexual” acts. How much harder it is to love those people like Christ would! Because if you don’t, such a statement will backfire big time. And you deserved that.

3) Such a phrase is obviously talking about a person with same-sex attractions. We want to tell our church brothers and sisters to let “those people” know that we love them but hate what they are doing. Now thing for a moment how that sounds like for “one of those”. I had been there, so I have an idea about that. Throughout my whole “gay” time (which was many, many years!) I had the feeling that this is not only how I am, but most of all who I am. This is my identity – much like it would be my identity to be a white person from Europe. For “people like us” who are still involved in that life or in that world (whether or not we act out) this is not simply about “behaviors” or “fantasies” – this is an identity question. He or she thinks that they cannot do anything about it anyways (and just throwing facts at them wouldn’t help either, because they are bombarded with different facts all the time and rather confused anyway). As a consequence, these persons might feel rejected for who they are (like you might reject a person because of his or her color of skin) – if you mean to say that or not (for the record: this is not how I think, but how many “of us” think). Usually, it is not the first time they heard things like that, so to cope with their anger, hurt and frustration they might react very aggressively. They might see you as hypocrite, retarded, radical, inhumane – or simply stupid.

4) So we love the sinner and hate the sin. Fine. Sounds like we are talking about somebody else when we are talking about sinners. And in fact this is exactly what we are doing there: We point with the finger on other people and call them sinners that “deserve” to hear the truth. This in fact is hypocrite. If we point with the finger on somebody else, we should remember that all the other fingers are pointing back to us – for good reason. We sometimes tend to forget that we are sinners too. As someone once said: A church is not a hotel for saints, but a hospital for sinners. And even if you find a “perfect” church, you ruin it the very moment you walk through its doors. I remember when I joined a “Bible church” a couple of months after I left the gay life and enrolled in H.A.’s online program. The brothers and sisters there were really nice, but man was there a difference between us. I walked in on a Wednesday evening to join there Bible study – dressed in army pants & boots and a black leather jacket. And there were sitting all those nicely dressed Christians. I felt like someone from Mars (which was not their fault, but still). They knew nothing about me, but as luck wanted to have it they dealt with a Bible verse speaking on sexual immorality. One of them mentioned that actually there was nothing for them to talk about as they didn’t have that problem. On the inside I thought well, now you do (as it later turned out, they had it as well). Sometime after that – I was already a member – a dear friend of mine held a Bible study before the service. He spoke about sinning. Sinning with a capital “S” sort of – the real bad stuff. And then he turned to me and said something like “Well, Robert, what do you say to that?”. As if I was the only sinner in the house (he might not have meant it that way, but it sure sounded like that. For a very long time I felt like the black sheep of the family there – as loving as they were.

So instead of confronting people with same-sex attractions with commonplaces and Bible verses (as true as they are, but the letter can kill if you don’t apply him with love – think of how Jesus saved the prostitute who was about to be stoned – He saved her before she could even say beep!), we might show them what Christian love, what Christianity in general is all about – through our actions. They should see Christ through us! That does not mean they should not be confronted with the truth as well, but they first need to be “fed” (that is taken care of with love), before they even trust us enough to want to know more about what motivates us. Just standing with a sign at the sidewalk when a gay parade passes by, does not to anything good for anyone. It might even make you look weird (to say the least).

To cut a long story short: Yes, sinners (that is we all!) need to hear the truth in and with love. But people that come from “out there” need to see what stuff we are made of first. They want to feel it, experience it before they might think about wanting to have it too. And yes, we all deserve the truth. But the truth in love – else there is no truth. Most of all people with same-sex attractions deserve every and any help possible – from a medical point of view (like therapy), from the Church, from their families and friends and from politics and laws. This is why I support “Voice of the Voiceless”.

Some time ago I served as a volunteer in a local prison. There you cannot throw Bible verses at the inmates. First, you are not supposed to do that unless they want it and second they can smell a mile away what your true motivation is – if you are there to get one point off your Christian “to-do-list” and do something for those poor prisoners by quoting them Bible verses and tell them some commonplaces – or if you are there for THEM. They want to see what you are made of – and then (and ONLY then) they might take some interest in your motivation.

I guess it is not much different with people who live a “gay” life. If we are REALLY made of that stuff, then let’s show it to them! Let’s love them like Christ would.

Rob