Jason International

Christian Ex-Gay Ministry

Courage / Encourage - die Katholische Kirche





Hier nun die Seite, die wir besonders der katholischen Kirche und deren Organisationen widmen:



 
 
Courage, an apostolate of the Roman Catholic Church, ministers to those with same-sex attractions and their loved ones. We have been endorsed by the Pontifical Council for the Family and our beloved John Paul II said of this ministry, "COURAGE is doing the work of God!"

 



 

The Goals of EnCourage
  1. To live chaste lives in accordance with the Roman Catholic Church's teaching on homosexuality.

  2. To dedicate our entire lives to Christ through service to others, spiritual reading, prayer, meditation, individual spiritual direction, frequent attendance at Mass, and the frequent reception of the Sacraments of Reconciliation and the Holy Eucharist.

  3. To foster a spirit of fellowship in which we may share with one another our thoughts and experiences and so ensure that none of us have to face the problems of homosexuality alone.

  4. To be mindful of the truth that chaste friendships are not only possible but necessary in chaste Christian life - to encourage one another in forming and sustaining them.

  5. To live lives that may serve as good examples to others.


 


Für Positionen der katholischen Kirche zum Thema Homosexualität, Ehe und Famile, Keuschheit, Zölibat usw. siehe: Kath. Erwachsenenkatechismus



Caritas und Homosexualität – passt das zusammen?


Caritas – das ist mehr als nur eine Organisation der Katholischen Kirche. Es ist eine ihrer Säulen, ein Ausdruck ihres innersten Wesens. Als solche kann man sich schwer vorstellen, wie das Thema Homosexualität hier überhaupt hinein passt.


Zuerst eine Begriffsdefinition: „Homosexualität“, das sind lang andauernde, im Vergleich zu heterosexuellen Empfindungen überwiegende sexuelle und emotionale Anziehungen zum gleichen Geschlecht. Nachdem das klar gestellt ist, ein weiterer Gesichtspunkt: „Homosexualität“ gibt es eigentlich nicht. Die Wortschöpfung selbst ist relativ jung. Als ein Mann, der selbst viele Jahre in der schwulen Szene gelebt hat und seit 2004 über die christliche Organisation „Homosexuals Anonymous“ (www.homosexuals-anonymous.com) den Weg in die Freiheit gefunden hat, kann ich mich deren Definition nur aus vollem Herzen anschließen: Es gibt Menschen, die – aus welchen Gründen auch immer! – gleichgeschlechtlich empfinden. Das macht sie aber noch lange nicht zu „Homosexuellen“ (als ob die Sexualität einen Menschen definiert und ihm einen Stempel aufdrücken kann!), sondern zu „Heterosexuellen“ (selbst diese Wortschöpfung ist noch neu) mit gleichgeschlechtlichen Neigungen. Der Unterschied ist und war für mich gewaltig: ich sehe mich nicht mehr länger als einen „Schwulen“ (ein grauenhaftes Wort!) oder „Homosexuellen“ (klingt auch nicht besser!) an, sondern als ganz normalen Mann. Ja, ich habe noch gleichgeschlechtliche Neigungen (wenn auch weitaus weniger häufig und intensiv), trage diese aber nicht wie einen Sticker auf meiner Weste und lasse sie auch nicht mein Leben bestimmen. Ich bin einfach nur ein katholischer Mann.


Als solcher arbeite ich seit 1993 (nach zwei Jahren in einer katholischen Pfarrei) im Caritasverband der Erzdiözese München und Freising. Es macht mir Spaß, dort zu arbeiten und ich fühle mich auch von meinen Kolleginnen und Kollegen angenommen und wertgeschätzt.

Wie aber wird mit diesem Thema im Caritasverband, dem wohl größten privaten Arbeitgeber hier in Deutschland, umgegangen? Was läuft gut, was eher schief und was könnte man wie verbessern?

Manche kirchliche Stellen wählen den Weg des „Dialogs“ mit schwulen und lesbischen Gruppierungen – frei nach dem Motto: Alle sind von uns angenommen, wir sind tolerant und die Kirche ist für jeden offen – egal welcher sexuellen Orientierung.
Hört sich doch gut an, oder?

Nicht aus katholischer Sicht. Selbstverständlich müssen die Dienste des Caritasverbandes für alle offenstehen – ohne wenn und aber. Das heißt aber nicht, dass wir dafür unseren Glauben opfern oder verstecken müssen. „Toleranz“ bedeutet nicht, du glaubst dies (was meinem Glauben völlig widerspricht) und ich glaube das – und wir lassen das so stehen, bewerten es nicht, halten Hände und singen Kumbaya. Toleranz bedeutet zwar, dass ich fremde Überzeugungen gewähren lasse, das heißt aber keineswegs, dass ich dazu nicht meine Meinung sagen oder diese kritisieren darf. „Toleranz“ ist nicht dasselbe wie „Akzeptanz“. Natürlich sind in der Kirche alle willkommen, das heißt aber nicht, dass alle Glieder der Kirche tun und lassen können, was sie wollen und trotzdem Katholikinnen und Katholiken sind. Was für eine Kirche wäre dies! Was Eucharistiefeiern für offen schwul lebende Katholiken betrifft, so sind diese schlichtweg ein Bruch des Kirchenrechts und eine grobe Missachtung der Eucharistie.

Zurück zur Caritas: Was also, wenn eine Kind in der Kita zwei „Mütter“ oder zwei „Väter“ hat? Sollen wir grundsätzlich Bilderbücher für Kinder verfassen, in denen Elternteile desselben Geschlechts abgebildet sind, damit sie sich wiederfinden? Geschlechterneutrale Anmeldeformulare verfassen? Dies sind ebenso hilflose wie schädliche Reaktionen auf ein Thema, mit dem mensch nicht umzugehen weiß.

Wir helfen damit weder den betroffenen Kindern noch deren „Eltern“. Was also tun? Nun, zunächst einmal sind die „Eltern“ solcher Kinder mit demselben Respekt zu behandeln, wie wir alle anderen Menschen behandeln müssen – aber auch nicht mehr. Selbst wenn das manche Schwule und Lesben glauben, so haben sie doch keine Sonderrechte und niemand ist gezwungen, gut zu heißen, was sie tun und wie sie leben. Auch sind die Kinder genauso liebevoll wie alle anderen zu behandeln und vor jeglicher Verletzung zu beschützen. Ansonsten aber müssen wir unserem Glauben treu bleiben, auch wenn andere daran Anstoß nehmen (vor 2.000 Jahren haben auch viele Menschen Anstoß an Jesus genommen, was Ihn aber nicht dazu verleitet hat, auch nur ein Wort Seiner Botschaft zu „relativieren“ oder weg zu lassen, damit andere sich besser fühlen. Auch wenn man Ihn dafür ans Kreuz geschlagen hat). Wir sind nicht verantwortlich für das, was andere denken. Unsere Bücher und sonstigen Schriftstücke haben zu jeder Zeit unseren Glauben in unzweifelhafter und klarer (im Kita-Bereich natürlich auch kindgerechter) Art und Weise zum Ausdruck zu bringen. Würden wir das nicht tun, nur um ja keinen Ärger zu bekommen, würden wir unseren Glauben verleugnen und es gäbe auch keinerlei Grund mehr für unsere Existenz. Dann könnten – und müssten! – wir als christliche Einrichtung schließen. Weltliche Kitas gibt es genug. Das Thema gleichgeschlechtliche Neigungen kann im Bedarfsfall in katholischen Kitas sehr wohl kindgerecht und vor allem treu unserem Glauben behandelt werden. Wer das nicht wünscht, muss seine Kinder nicht in eine katholische Kita geben.

Wie also mit dem Thema allgemein in der Caritas umgehen?

Ich will mich hier auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Caritasverbandes beschränken, die gleichgeschlechtlich empfinden.

Bisher scheint man nach dem ehemals in der US-amerikanischen Armee praktizierten Grundsatz „Don’t ask – don’t tell“ zu verfahren: frage nicht danach und erwähne es auch deinerseits nicht, wenn du so fühlst. Solange man damit nicht an die Öffentlichkeit geht oder gar eine eingetragene gleichgeschlechtliche Partnerschaft eingeht, ist alles gut. Selbst wenn man es hier und da vermutet oder weiß, dass der Kollege mit einem Mann zusammen lebt, wird nicht darüber gesprochen. „Ist ja seine Sache“. „Leben und leben lassen“. „Was ist schon dabei?“ „Die Kirche muss den mittelalterlichen Ballast los werden und mit ihm die verstaubte, „menschenverachtende“ Sexualmoral“.

Solche oder ähnliche Einstellungen dürften wohl unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern überwiegen. Offiziell existiert das Thema eigentlich gar nicht. „Wir sind ja schließlich hier zum Arbeiten! Wen interessiert schon, was die Leute im Bett machen?“
Das würde zutreffen, wenn wir eine weltliche Organisation wären, keinesfalls aber in unserer Eigenschaft als Arm der Katholischen Kirche.

Ich will an dieser Stelle nicht über mögliche Ursachen von gleichgeschlechtlichen Neigungen, ihre „Normalität“, ihre theologische oder politische Bewertung und mögliche Unterstützung für Menschen mit einer derartigen Orientierung eingehen. Hierfür verweise ich auf die christliche Ex-Gay Einrichtung Jason (http://jason-online.webs.com).

Auch möchte ich es nicht bei einer Kritik der bisherigen Umgangsweise mit diesem Thema oder diesen Menschen belassen, sondern als ergebnisorientierter Mensch konkrete Verbesserungsvorschläge machen, die da wären:

- Jeder Diözesan-Caritasverband sollte Möglichkeiten der Unterstützung für gleichgeschlechtlich empfindende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einrichten. Diese wären z.B.: Gesprächsgruppen, Bibelgruppen, Seminare, Exerzitien etc.
- Wir sind, was wir tun. Der Caritasverband sollte verstärkt darauf achten, dass seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch ihr eigenes Lebenszeugnis von Christi Liebe künden – nicht nur die mit gleichgeschlechtlichen Neigungen. Als Konsequenz für ein Verhalten, das grob den Glaubensgrundsätzen der Katholischen Kirche widerspricht, sollte nicht primär die fristlose Kündigung des Arbeitsverhältnisses stehen, sondern das Gespräch mit den Betroffenen und die Ausarbeitung von Möglichkeiten der Unterstützung. Eine Kündigung ist immer erst der letzte Schritt, wenn alles andere versagt.
- Auch nach außen hin sollte der Caritasverband klar zu aktuellen und grundsätzlichen Themen Stellung nehmen – in Übereinstimmung mit der katholischen Lehre, wie sie im Katechismus der Katholischen Kirche sowie der Bibel niedergeschrieben ist.
- Vor allem aber sollte der Caritasverband das Gespräch und die Zusammenarbeit mit Organisationen wie Jason, Wüstenstrom usw. suchen!
- Gruppen von gleichgeschlechtlich empfindenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Caritasverbandes können und sollen auch aktiv und offen in die Öffentlichkeit gehen und so Zeugnis davon ablegen, dass mensch sehr wohl ein erfülltes Leben und eine besondere Berufung in der Katholischen Kirche finden kann, ohne als „Schwuler“ oder als „Lesbe“ in der Szene zu leben oder mit einem gleichgeschlechtlichen Partner zusammen zu sein.
- Diese Gruppen können dann auch beratend in anderen Organisationen sowie in der Katholischen Kirche selbst tätig sein. Sie sollten im Übrigen immer die seelsorgerliche Unterstützung und geistliche Begleitung eines geschulten Priesters erfahren.

„Denkt daran: Für Menschen, die Unrecht tun, ist kein Platz in Gottes neuer Welt! Täuscht euch nicht: Menschen, die Unzucht treiben oder Götzen anbeten, die die Ehe brechen oder als Männer mit Knaben oder ihresgleichen verkehren, Diebe, Wucherer, Trinker, Verleumder und Räuber werden nicht in Gottes neue Welt kommen. Manche von euch gehörten früher dazu. Aber ihr seid reingewaschen und Gott hat euch zu seinem heiligen Volk gemacht, zu Menschen, die vor seinem Urteil als gerecht bestehen können. Das ist geschehen, als ihr Jesus Christus, dem Herrn, übereignet worden seid und den Geist unseres Gottes empfangen habt.“
(1 Kor 6,9-11 Gute Nachricht Bibel)

München, 27.02.2015


Robert Gollwitzer


CHRISTIAN ANTHROPOLOGY AND HOMOSEXUALITY - 13
Moral criteria for evaluating homosexuality

Livio Melina
Professor of Moral Theology at the John Paul II
Institute for Studies on Marriage and Family,
Pontifical Lateran University, Rome

The heated public debate on homosexuality involves different approaches to the topic that are sometimes mixed with one another and not free from confusion based on self-interest. It is rare to find the complex psychological problems which are typical of the homosexually oriented personality distinguished from questions associated with the "gay" culture and the life-styles influenced by it; it is even harder to separate the just requirements of non-discrimination from demands for the full legalization of homosexual unions.

In this situation, the positive achievement of the due respect that should always be shown a person, who can never be identified merely by his sexual orientation or actions, and the discovery of the deep psychological and social influences inherent in homosexuality are confused with other cultural factors, giving rise to a growing uncertainty and virtual eclipse of the ability to determine the objective criteria for moral evaluation. The loss of the authentic normative value of human nature and the consequent subjectivization of the moral sense are associated with an erotization of the surrounding culture and an emphasis on the right to sexual pleasure, which after exalting personal freedom, paradoxically submits the individual to the determinism of his impulses by censuring any moral demand.

In this paper, we will distinguish three aspects of the problem: first we will point out the guiding criteria for an objective moral evaluation of homosexual acts, then we will examine subjective influences, and lastly we will look at certain challenges raised by the "gay" culture.

Moral evaluation of homosexual acts

1. The choice to begin with an evaluation of homosexual acts depends precisely on the moral viewpoint we adopt. To be able to express an evaluation in terms of moral good or evil, the person's free will, by which he determines himself through the choices he makes, must come into play. In fact morality is concerned with what proceeds from personal freedom, that is, those human acts which, "to the extent that they are deliberate choices, .., give moral definition to the very person who performs them, determining his profound spiritual traits" (Veritatis splendor, n. 71).

Homosexual acts are thus taken into moral consideration in so far as they are deliberate choices while the psychological influences on freedom are examined at a later point to the extent that they diminish the person's moral responsibility or are a challenge to it.

Like every human act, homosexual behaviour must also be evaluated first of all on the basis of "objective criteria ... criteria drawn from the nature of the human person and of human action" (Gaudium et spes, n. 51). It is a question of those "principles of the moral order which have their origin in human nature itself and which concern man's full development and sanctification" (Persona humana, n. 4). In fact, "acting is morally good when the choices of freedom are in conformity with man's true good", corresponding to the wise design of God and indicated by his commandments, which are "a path that leads to life" (Veritatis splendor, n. 72).

Now, the moral tradition of the Church, based on the light of Revelation and natural reason, has always stressed unequivocally that "the use of the sexual function has its true meaning and moral rectitude only in legitimate marriage" (Persona humana, n, 5). Human sexuality is included in that primordial and good plan of God the Creator, who called man and woman with their reciprocal complementarity to be an image of his own love and responsible collaborators in the procreation of new individuals. Therefore, objective meanings are inherent in the physical acts related to sexuality and represent as many calls to achieve the person's moral good. The Second Vatican Council, speaking of the norms of conjugal morality, justified their value precisely as being directed to keeping the exercise of sexual acts within "the context of true love", by safeguarding "the total meaning of mutual self-giving and human procreation" (Gaudium et spes, n. 51).

Through the symbolism of the sexual difference which marks their bodily nature, man and woman are called to achieve two closely connected values: 1) the gift of self and the acceptance of the other in an indissoluble union (una caro), and 2) openness to the transmission of life. Only in the context of legitimate marriage are these values proper to sexuality adequately respected and achieved.

If we now consider homosexual activity in the light of these objective criteria and in comparison to the heterosexual marital relationship, its intrinsic contradiction to the above-mentioned meanings is obvious. First, homosexual behaviour lacks that unitive meaning in which "an authentic gift of self" can take place. In fact, only in the conjugal sexual relationship between a man and woman does their reciprocal complementarity, based on their sexual difference, allow them to become the "one flesh" of a communion of persons who together constitute one and the same procreating principle. The gift of self and the acceptance of the other are real, because they are based on the recognition of otherness and on the totality of the act which expresses them. The gift of the body is a real sign of self-giving at the level of the persons. The meeting of one person with another is expressed with respect for the symbolism of the sexed body. It therefore takes place as a true gift of self and as true acceptance of the other, and includes body and soul in a single and intentionally totalizing act.

In the homosexual act, on the other hand, that true reciprocity which makes the gift of self and the acceptance of the other possible cannot take place. By lacking complementarity, each one of the partners remains locked in himself and experiences his contact with the other's body merely as an opportunity for selfish enjoyment. At the same time, homosexual activity also involves the illusion of a false intimacy that is obsessively sought and constantly lacking. The other is not really "other"; he is like the self: in reality, he is only the mirror of the self, which confirms it in its own solitude, exactly when the encounter is sought, This pathological "narcissism" has been identified in the homosexual personality by the studies of many psychologists (L. Ovesey, O. F. Kernberg). Hence great instability and promiscuity prevail in the most widespread model of homosexual life, which is why the view advanced by some of encouraging "stable" and institutionalized unions seems completely unrealistic (J. F. Harvey).

Secondly, it is obvious that the homosexual act also lacks openness to the procreative meaning of human sexuality. In the sexual relationship of husband and wife, their bodily act of mutual self-giving and acceptance is ordered to a further good which transcends both of them: the good of that new life which can be born from their union and to which they are called to dedicate themselves. It is the logic of love itself, which requires this further dimension and transcendence without which the sexual act risks turning in on itself, by concentrating on the search for pleasure alone and literally sterilizing itself.

Through its openness to procreation, the intimate act of the spouses becomes part of time and history, and is woven into the fabric of society. The homosexual act, on the contrary, has no roots in the past and does not extend to any future; it is not grafted onto the community or the succession of generations. It remains locked in an "aesthetic pointillism" (A. Chapelle), in an unreal moment, outside time and social responsibility. To speak of the "spiritual fruitfulness" of homosexuality is unduly to ascribe the positive aspect, which is always involved in true friendship and of which homosexual persons are also capable, to homosexual practices that are also psychologically marked by a frustrating sterility. In fact, psychologists with broad clinical experience state that when an authentic personal friendship forms between male homosexuals, it frequently happens that they are unable to continue having sexual relations (J. Keefe).

Subjective influences

2. Psychological research into homosexuality has led to connecting behaviour in the sexual-genital sphere with deeper impulses linked to the person's psychological and sexual identity. This is of great importance in interpreting the phenomenon and identifying the degree of freedom and hence the subject's moral responsibility. In addition to episodic and occasional homosexuality in which the person's freedom to choose his behaviour is virtually complete, there are other typologies that show a homosexual orientation symptomatic of a more generalized or even compulsive identity problem (J. Keefe). At the root of these inclinations there seem to be gaps in the process of psychosexual identification rather than biological conditioning (E. R. Moberly, G. Van den Aardweg), which lead to the search for an (inadequate) response in the homosexual relationship to a real difficulty resulting from the absence of an identifying relationship with a parental figure of the same sex. Experience and therapeutic programmes demonstrate the possibility in many cases of recovering a basic heterosexual identity or at any rate the capacity for self-control of erotic homosexual inclinations (J. F. Harvey).

Therefore it is important when making a moral evaluation to draw from these psychological studies the distinction between the homosexual condition or inclination and homosexual acts, a distinction which has also been recognized by two documents of the Congregation for the Doctrine of the Faith: Persona humana of 29 December 1975 (n. 8) and Homosexualitatis problema of 1 October 1986 (n. 3). If homosexual acts must be described as intrinsically disordered because they lack an essential and indispensable goal, in so far as the homosexual orientation is not the result of morally negative choices it cannot be defined as a sin for which persons are to be held responsible.

How then should one judge the homosexual condition or homosexual tendency which inclines the person to erotic relations with persons of the same sex? Even while it forcefully denies that this condition can be called a sin, the Letter Homosexualitatis problema describes it as "intrinsically disordered" (n. 3). This definition caused controversy and the Church was accused of unjustly discriminating against homosexuals.

It is actually not a question of making a moral accusation against these individuals, but rather of recognizing that a homosexual orientation, to the extent that it represents a more or less strong inclination to intrinsically evil behaviour from the moral viewpoint, cannot be simplistically described as neutral or good. In fact, from this erroneous reasoning some people then drew the conclusion that for homosexuals whose orientation is truly irreversible, the sexual acts they perform in relationships dictated by love would even be morally acceptable.

It seems to me that a hermeneutical key to understanding the meaning of the assertion about the intrinsic disorder of the homosexual condition can be found in the Council of Trent's definition of concupiscence (Decretum de peccato originali, n. 5: DS 1515): this is not sin in the true and proper sense and is called sin by the Apostle Paul only in-as-much as "ex peccato est et ad peccatum inclinat". As happens in the case of so many other negative conditions (e.g. selfishness, the desire for power, greed, kleptomania, sadism, pyromania, etc.), human freedom can be preceded by disordered inclinations which assume a different form and force in different people. These are not sins in themselves. But they stem from sin: at least, from original sin, if not necessarily from personal sins. Above all, these inclinations tend to lead to sin.

But they stem from sin: at least, from original sin, if not necessarily from personal sins. Above all, these inclinations tend to lead to sin.

In the light of faith, this challenge of a negative influence on freedom should be seen as a sharing in suffering and a test, in solidarity with humanity fallen in Adam. But it can become, in communion Christ's victorious Cross and one's own ascetical struggle, an opportunity for holiness, merit and active co-operation in Redemption.

Awareness of the complexity of the conditioning involved in the homosexual tendency requires great caution in evaluating personal responsibility for homosexual acts. Nevertheless, no matter how great the difficulties may be, it would be a serious lack of respect and consideration for their dignity to deny homosexual persons their basic freedom (Homosexualitatis problema, n. 11). Veritatis splendor has recalled that "together with the commandments, the Lord gives us the possibility of keeping them" and that "keeping God's law in particular situations can be difficult, extremely difficult, but it is never impossible" (n. 102). It will be the task of the Church's attentive pastoral care to offer those of her children who experience such a situation the specific care they need and deserve in the conviction that "only what is true can ultimately be pastoral" (Homosexualitatis problema, nn. 1,15).

The "gay" culture

3. A very different aspect of the question is presented by the so-called "gay" culture. Today this term is highly politicized and does not simply mean a homosexually oriented person but one who publicly adopts a homosexual "lifestyle" and is committed to having it accepted by society as fully legitimate. Justifiable opposition to offences and discrimination, which violate a person's basic rights, cannot be confused with this demand. In fact a systematic plan for the public justification and glorification of homosexuality is taking shape, starting with the attempt to make it fully accepted in the mind of society. It aims, through increasing pressure, at a change in legislation so that homosexual unions may enjoy the same rights as marriage, including that of adoption.

It respect for every person is promoted in society even when he may privately behave according to questionable moral criteria, and if civil law is not required to impose moral values in the sphere of private life, nevertheless the State cannot fail to recognize the promotion and defence of families founded on monogamous heterosexual marriage as an essential part of the common good. A State which relinquished its primary raison d'etre would ultimately deprive itself of that healthy social fabric, generously open to life and to the proper education of the new generations, which makes possible not only a harmonious society but the very continuation of human civilization.

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Taken from:
L'Osservatore Romano
Weekly Edition in English
11 June 1997, p.7

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Wenn der Bock zum Gärtner wird

Mit Pfarrer Albert Bauernfeind hat das Erzbistum München und Freising nun einen Seelsorger für Menschen, die in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung leben (https://www.erzbistum-muenchen.de/PV-Fuerstenfeld/Page055883.aspx). Der Titel allleine klingt schon merkwürdig - wieso nicht für Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen? Wer weiter liest, bekommt eine Ahnung, warum:

" Auch die Kirche tut sich bis heute schwer damit, Homosexuelle ganz zu akzeptieren. Die sexuelle Handlung definiert die Kirche immer noch als Sünde. Es ist an der Zeit, hier einen Blickwechsel zu vollziehen. Homosexuell lebende Menschen müssen in der Kirche willkommen sein – so wie sie sind! Die Liebe und die Verantwortung füreinander sind die Kriterien für ein gelingendes Leben aus der Perspektive des Evangeliums."

Bei allem Respekt, Herr Pfarrer, aber es gibt einen Grund, warum homosexuelle Handlungen von der Kirche, der Sie als Priester Gehorsam gelobt haben, als Sünde gesehen werden - und das sollten Sie eigentlich wissen. Sie haben als Priester Verantwortung für diese Menschen und sind verpflichtet, ihnen in Glaubensdingen das zu vermitteln, was Lehrmeinung der Kirche ist.

Liebe und Verantwortung füreinander allein sind eben nicht Kriterien für ein gelingendens Leben aus der Perspektive des Evangeliums. Wenn allein ein undifferenziertes Gefühl (das wie alle Gefühle früher oder später verschwindet) Grundlage für die Moralität einer Verbindung ist, würde das - konsequent weiter gedacht - zu absurden Ergebnissen führen.

Liebe im christlichen Sinn ist mehr als ein Vertrag, bei dem nur Eigentumsrechte ausgetauscht werden. Sie ist mehr als nur ein flüchtiges Gefühl. Sie ist ein Bund, der den lebensspendenden Bund widerspiegelt, den Jesus mit Seiner Braut der Kirche eingegangen ist. Zwei Menschen, die ein Fleisch werden – so sehr eins, dass man dem Einen neun Monate später einen Namen geben muss! Drei, die eins sind – ein Hinweis auf die Dreifaltigkeit selbst! Die Ehe ist zur Fortpflanzung und zum Wohle der Ehepartner gedacht. Eines von beiden bewusst auszuschließen heißt den Bund nicht als solchen zu begreifen. Dies mit gleichgeschlechtlichen Verbindungen gleichsetzen zu wollen, bedarf schon ein enormes Maß an spiritueller Verwirrung.


Sucht man diesen Pfarrer auf Google, findet man Erstaunliches: Er wurde 1995 von Friedrich Kardinal Wetter entlassen – er hatte in einem Interview mit dem Jugendmagazin der Süddeutschen Zeitung die offizielle katholische Lehrmeinung zur Sexualität als „unbrauchbar“ bezeichnet (http://www.zeit.de/1996/12/Unbequemer_Pastor).

Weiterhin gehört er zum Münchner Kreis (http://initiative-muenchner-kreis.de/unterstutzer/), der offensichtlich mit der Pfarrer-Initiative Deutschland zusammenhängt (http://www.pfarrer-initiative.org/pfarrerinitiative/). Dort heißt es etwa: „Wir stehen ein für ein ehrliches Wahrnehmen der Lebenssituationen der Menschen und für Glaubwürdigkeit kirchlicher Praxis. Deshalb benennen wir, was wir tun, auch wenn es im Widerspruch zu derzeitigen kirchenamtlichen Weisungen steht.“ (http://www.pfarrer-initiative.org/pfarrerinitiative/werwirsind.aspx).

Weiterhin heißt es in einem Papier:

„In entscheidenden Punkten (Voreheliches Zusammenleben, Empfängnisverhütung, Wiederverheiratete Geschiedene, Homosexualität) ist die derzeitige Lehre auf den Prüfstand zu stellen und weiter zu entwickeln. Es gilt, wie es im Bericht der Bischofskonferenz heißt, „einen Duktus zu finden, der sich vom
Vorurteil der Leibfeindlichkeit und einer lebensfeindlichen Gesetzesethik zu befreien vermag“. Dazu können die Bischöfe auf die jahrzehntelange theologische Arbeit zahlreichen Moraltheologen zurückgreifen. Ebenso sollten die heutigen human-wissenschaftlichen Erkenntnisse vorurteilsfrei zur Kenntnis genommen werden. Der Weg zu einer lebensdienlichen Beziehungsethik wird nur zu gehen sein, wenn von
einer problematischen Berufung auf das Naturrecht Abschied genommen wird.“ (http://www.pfarrer-initiative.de/pfarrerinitiative/2014EheFamilie.pdf). Unterzeichner u.a.: „Pfarrer Albert Bauernfeind, Diözese München“

Wer die katholische Sexuallehre als leib- und lebensfeindlich bezeichnet, hat seine Berufung als Priester verfehlt. Mit dem Zeitgeist oder mit schnell veränderlichen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu gehen, kann und darf nicht Ziel der Kirche sein. Bestimmte Werte – wie etwa die monogame Ehe zwischen Mann und Frau ziehen sich durch alle biblischen Bücher, durch viele Kulturen und über tausende von Jahren – und wurden letztlich von Jesus, dem Sohn Gottes, selbst bekräftigt. Auf die Frage, ob eine Scheidung unter bestimmten Umständen gerechtfertigt sei, antwortete Er nicht einfach mit ja oder nein – Er wiederholte den Standard aus Genesis: Den Bund eines Mannes mit einer Frau.

Wenn Er uns nun verkündet, was richtig ist, muss Er wohl kaum eine lange Liste von Dingen beifügen, was falsch ist.

Wenn aber der Sohn Gottes selbst die Norm bekräftigt, wer sind wir, dass wir uns erlauben, daran zu rütteln?

Die christliche Ehe ist das Beste für alle Beteiligten. Nichts kommt dem gleich. Wir sollten darauf vertrauen, dass unser Schöpfer am besten wusste, was gut für uns ist – und was nicht. Herr Pfarrer Bauernfeind scheint damit aber seine Probleme zu haben.

Kein Wunder, dass er auch von der unsäglichen Vereinigung „Wir sind Kirche“ zitiert wird: http://www.wir-sind-kirche.de/?id=129&id_entry=5970

Mit „Theologie und Homosexualität“ hat er nun auch ein Buch herausgegeben. Kommentar der lesbischen und schwulen Basiskirche Basel hierzu:

„An den Aussagen der offiziellen katholischen Morallehre zur Sexualität scheiden sich die Geister. Albert Bauernfeind will die Verantwortlichen in Kirche und Jugendarbeit und die Jugendlichen selbst anregen, erneut über das Thema nachzudenken und Sexualität als das verstehen zu lernen, was sie ist: Geschenk Gottes und Möglichkeit zur menschlichen Kreativität.“ (http://www.lsbk.ch/2016/01/page/27/)


Diese Aufzählungen lassen sich wohl noch lange fortführen. Zusammenfassend darf wohl daran gezweifelt werden, dass Herr Pfarrer Bauernfeind der geeignete katholische Seelsorger für Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen ist – zumindest nicht aus der Perspektive dessen, was die Katholische Kirche zu diesem Thema lehrt.

Jason International (http://jason-online.webs.com), Partnerorganisation von Homosexuals Anonymous (www.homosexuals-anonymous.com) existiert seit 2005 – mit einer Ortsgruppe in München. Bisher wurden wir von den großen Kirchen ignoriert. Auch Herr Bauernfeind hat sich noch nicht bei uns gemeldet. Interessant, denn Homosexuals Anonymous ist die weltweit älteste Organisation ihrer Art (seit 1976).

Mit großer Besorgung und nicht zuletzt aufgrund einiger an uns herangetragener Berichte Betroffener (Priester, Ordensangehörige, gläubige und ratsuchende Katholiken) beobachten wir seit langem, wie es den Seelsorgern vor Ort offenbar egal ist, was die Kirche und die Bibel zum Thema gleichgeschlechtlichen Neigungen lehrt. Ganz im Gegenteil – sie werden nun sogar von den Kirchenoberen in verantwortungsvolle Positionen berufen, wo man wohl den Bock zum Gärtner macht.

Ich habe selbst viele Jahre in der schwulen Szene verbracht und weiß, wovon ich rede. Angesichts der vielen Faktoren, die zur Entwicklung dieser Neigungen beigetragen habe (etwa ein problematisches Verhältnis zum gleichgeschlechtlichen Elternteil) und angesichts dessen, was sich in der schwulen Szene abspielt, ist es unverantwortlich, Menschen dabei zu unterstützen, ein solches Leben führen zu wollen. Die jährlichen Zahlen des Robert-Koch-Instituts zeigen den enormen Anteil von Männern, die Sex mit Männern haben, an der Gesamtzahl von Menschen mit ansteckenden Geschlechtskrankheiten wie etwa HIV. Ganz so „normal“ und „natürlich“ ist diese Lebensweise wohl doch nicht.

Wir bieten Gemeinden, Privatmenschen, Geistlichen, Schulen, Familienangehörigen, Freunden, Behörden und wem auch immer unsere Hilfe und Unterstützung an – kostenlos und auf Basis der Bibel.

Gleichzeitig rufen wir die Verantwortlichen in den Kirchen auf, ihren Verpflichtungen nachzukommen und nicht vor dem Zeitgeist niederzuknien. Dass das nicht funktioniert, zeigt die enorme Zahl der jährlichen Kirchenaustritte.

Gottes Segen

Robert Gollwitzer
Direktor von Homosexuals Anonymous
www.homosexuals-anonymous.com


Interview mit Weihbischof Andreas Laun aus Salzburg:

Sehr geehrter Herr Bischof,
 
herzlichen Dank, dass Sie einem schriftlichen Interview zugestimmt haben. Hier einige Fragen, um deren Beantwortung ich Sie bitte:
 
Frage: Die Katholische Kirche und mit ihr die gesamte Christenheit ist augenblicklich in einem Zustand wachsender spiritueller Verwirrung. Viele wenden sich ab, andere suchen um Klarheit – um Hirten, die ihre Verantwortung wahrnehmen und nicht der politischen Korrektheit verfallen. Was raten Sie Christinnen und Christen in dieser Zeit?

Bischof Laun: Ich möchte den Menschen sagen: Unser Glaube gilt Jesus Christus und gründet auf Seinen Aposteln, nicht auf anderen Menschen. Konkret: Orientiert euch am Katechismus und damit an der Lehre der Kirche.

  
F: Gerade auf dem Gebiet der Familie und Sexualität ist momentan alles aus den Fugen. Amoris Laetitia hat hier leider nicht zur Klarheit und Orientierung beigetragen. Menschen, die noch an der traditionellen biblischen Lehre festhalten, werden bestenfalls belächelt. Welche Probleme sehen Sie hier am dringendsten an und welche Lösungsvorschläge bieten Sie den Gläubigen?

B: Orientiert Euch an dem hl. Papst Johannes Paul II. Er hat mit größter Klarheit gelehrt: Familiaris consortio.
 
 
F: Gerade gläubige Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen haben es hier sehr schwer. Wenn sie diese – aus welchen Gründen auch immer – nicht ausleben möchten, sondern einen anderen Weg gehen wollen, werden ihnen von der Gesellschaft Steine in den Weg gelegt. Auch in der Kirche finden sie in der Regel keine Unterstützung. Sie werden nicht selten verspottet und beleidigt – oder man ermuntert sie, ihren Neigungen doch freien Lauf zu lassen. Andererseits haben es christliche Ex-Gay Einrichtungen wie Jason International (http://jason-online.webs.com) oder Homosexuals Anonymous (www.homosexuals-anonymous.com) schwer, überhaupt Zugang zur Kirche zu finden. Ihre Hilfsangebote werden ignoriert und durch schwulenfreundliche Theologen ersetzt. Welche Litur Botschaft haben Sie für solche Menschen?

B: Hs fühlende Menschen sind genauso von Gott geliebt und berufen wie alle Anderen. Ich kenne in den USA die Bewegung „Courage“: Sie bietet ein kath. Programm an! Und es gibt auch therapeutische Angebote bei Wüstensturm (OJC) und bei Prof. Aardweg in Holland! Ich bedauere den Weg oder Irr -Weg der Kirche im deutschen Sprachraum!
 
 
F: Die wenigsten Katholikinnen und Katholiken haben überhaupt noch eine Ahnung davon, was die Kirche lehrt und warum. Die Botschaften, die ihnen von Priestern und Theologen vermittelt werden, sind so schwammig, dass jeder damit leben kann und keiner etwas davon hat. Lieben kann ich aber nur etwas, was ich auch kenne. Wohin sollen sich Ihrer Meinung nach Gläubige wenden, wenn sie den vollen Schatz des katholischen Glaubens entdecken möchten?

B: Ohne Vermittlung des Glaubens durch die Eltern und kath. Gruppen kann die Erneuerung kaum gelingen! Die Lehr - Basis sollten der Katechismus sein oder auch meine Religionsbücher „Glaube und Leben“ in 8 Bänden, die ich übrigens in viele andere Sprachen übersetzen lassen will. Angefangen habe ich schon in Ungarn und Kroatien und Slowenien, aber es fehlen mir bisher die Mittel.

  
F: Angesichts der Tatsache, dass sogar „christliche“ politische Parteien Positionen vertreten, die ein gläubiger Christ nicht annehmen kann und darf (etwa hinsichtlich der Abtreibung) wenden sich viele Christinnen und Christen rechten Parteien wie etwa der „Alternative für Deutschland“ zu. Auch in der Flüchtlingsfrage sind Gläubige der Ansicht, dass man weder den Flüchtlingen noch den Aufnahmeländern hilft, wenn man einfach alle Tore aufmacht (sondern eher, wenn man sie in ihren Heimtatländern unterstützt). Können Sie das verstehen? Verurteilen Sie diese Menschen?

B: Nein, ich verurteile diese Menschen nicht, ich denke wie sie! Ich halte ein radikales Umdenken für nötig: Zum Beispiel: Afrika helfen durch öffnen unserer Märkte, damit sie eine eigene Wirtschaft entwickeln können! Die Haltung Europas bzgl. der Flüchtlinge ist z. T. verlogen: Man schaut zu, wie Tausende ertrinken, statt ihnen gute Schiffe zu schicken, auf diesen die Leute prüfen und dann bereits entscheiden, die es eitergehen kann. Handelte es sich um Europäer wäre ein solcher Weg unbestritten!
Was uns fehlt sind Christen in der Politik, die nicht feige sind. Feigheit ist die Hauptsünde unserer Zeit, hat Otto von Habsburg gesagt. Man lese V. Palko: „Die Löwen kommen“ Er dokumentiert, wie die schlechten Gesetze in Europa überall mit den Stimmen der Christen gemacht wurden!
 
 
F: Vor einiger Zeit baten vier Kardinäle Papst Franziskus um Klarheit hinsichtlich Amoris Laetitia. Mittlerweile haben sich dem 23 Gelehrte angeschlossen (https://www.lifesitenews.com/news/23-catholic-scholars-release-letter-supporting-dubia-the-church-is-facing-a). Die amerikanische Zeitung The Remnant (http:// remnantnewspaper.com/web/index.php) hat unter dem Titel „With Burning Concern: We Accuse Pope Francis“ eine detaillierte Auflistung seiner Verfehlungen veröffentlicht. Offenbar besteht weltweit ein Bedürfnis danach, dass der Nachfolger Petri wie einst sein Vorgänger dort für Klarheit sorgt, wo Unklarheit herrscht. Vor allem aber, dass er die katholische Lehre authentisch vertritt. Alleine Menschen zu umarmen, macht ihn zwar zum Liebling der Medien, hilft aber den Gläubigen nicht weiter. Was denken Sie darüber? Können Sie die Sorgen dieser Gläubigen verstehen?

B: Ja, ich denke genauso! Beten wir für ihn und die Kirche! Und bezeugen wir die Wahrheit, weil auch Schweigen Sünde sein kann!
 
  
Lieber Herr Bischof Laun, ich danke Ihnen ganz herzlich für dieses Interview.
 
 
Es grüßt Sie aus München
  
Robert Gollwitzer
Dantestr. 25
80637 München
Tel.: +49 (0)89 780 18 960 oder +49 (0)170 129 3016
www.robert-gollwitzer.com

11.12.2016

Bischofskonferenz und ZdK auf Abwegen?


Die Katholische Kirche in Deutschland ist wieder einmal in den Schlagzeilen.


Die Bischöfe beschlossen gerade eine Neuordnung des kirchlichen Arbeitsrechtes.


Dort heisst es:


„Die erneute standesamtliche Heirat nach einer zivilen Scheidung ist zukünftig grundsätzlich dann als schwerwiegender Loyalitätsverstoß zu werten, wenn dieses Verhalten nach den konkreten Umständen objektiv geeignet ist, ein erhebliches Ärgernis in der Dienstgemeinschaft oder im beruflichen Wirkungskreis zu erregen und die Glaubwürdigkeit der Kirche zu beeinträchtigen. Dasselbe gilt für das Eingehen einer eingetragenen Lebenspartnerschaft.


Diese Handlungen besitzen damit bei Vorliegen besonderer Umstände und damit nur in Ausnahmefällen Kündigungsrelevanz. Das ist z. B. der Fall, wenn objektive Gründe befürchten lassen, dass eine erneute standesamtliche Ehe oder eine eingetragene Lebenspartnerschaft sich störend auf die Zusammenarbeit in der Dienstgemeinschaft auswirkt. Bei einer Wiederverheiratung können sich solche Umstände zum Beispiel ergeben aus der beruflichen Stellung des Mitarbeiters, aus der Art und Weise, wie der geschieden wiederverheiratete Partner mit dem Scheitern der Ehe bzw. Wiederheirat in der Öffentlichkeit umgeht oder wie er seine gesetzlichen Verpflichtungen aus seiner ersten Ehe erfüllt. Notwendig ist eine Gesamtbeurteilung.“


Eine erneute Heirat nach zivilrechtlicher Scheidung oder eine „homosexuelle Lebenspartnerschaft“ ist also nur dann schlimm, wenn sie Ärger verursacht oder die Glaubwürdigkeit der Kirche beeinträchtigt.


Wer um Himmels willen hat denn dieses Papier entworfen? Das ist sowohl theologisch als auch  rational betrachtet blanker – und höchst gefährlicher! - Unsinn!


Es grenzt an Scheinheiligkeit, wenn ein Verhalten, das dem katholischen Glauben widerspricht, nur dann sanktioniert werden soll, wenn es Ärger verursacht. Die Glaubwürdigkeit im Übrigen wird nicht nur durch eben dieses Verhalten beeinträchtigt, sondern in viel größerem Maße durch eine Anordnung, die Abfall von der kirchlichen Lehre nur unter bestimmten Voraussetzungen als Loyalitätsverstoß ansieht und nicht durch die Handlungen an sich.


Eine Kirche, deren Mitarbeiter und Mitglieder durch ihr eigenes Lebenszeugnis nicht mehr das widerspiegeln, wofür diese Kirche eigentlich steht, verdient ihren Namen nicht und wird bald in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Wenn die Kirche wie die Welt wird, gibt es keinen Grund mehr für ihre Existenz.


Vorrangige Aufgabe der Bischöfe ist es, Hirten zu sein und ihre Schafe auf dem rechten Weg zu führen. Eine Theologie, die besagt, man könne durchaus von diesem Weg abweichen, solange es nicht an der „Glaubwürdigkeit“ (welche Glaubwürdigkeit ist denn da noch übrig?) rüttelt oder Ärger verursacht, ist hierfür nicht geeignet – noch verdienen die Bischöfe, die dies zu verantworten haben, den Namen „Hirten“.


Nur zur Information: Ich schreibe dies als jemand, der viele Jahre lang ein schwules Leben geführt hat und vor elf Jahren Freiheit durch die internationale christliche Organisation „Homosexuals Anonymous“ (www.homosexuals-anonymous.com) erfahren durfte. So etwas hilft den Menschen, die vom Weg abgekommen sind, wirklich – und wird bis heute von der offiziellen Kirche ignoriert. Im Gegensatz dazu werden immer wieder Meldungen an uns herangetragen, die auf eine große Anzahl gleichgeschlechtlich empfindender – und teils auch handelnder – Priester und Ordensangehöriger schließen lassen. Jedes Hilfsangebot unsererseits an die Kirche wurde jedoch 

bisher ignoriert.


Was mir hier sehr sauer aufstößt, ist der Wink mit dem Zaunpfahl, der hier durch den Hinweis auf die Art und Weise gegeben wird, mit dem mit der Wiederverheiratung (oder der „eingetragenen Lebenspartnerschaft“) in der Öffentlichkeit umgegangen wird. Dies bestätigt eine unselige und lang bekannte Praxis der Katholischen Kirche: Solange es niemand „da draußen“ erfährt, wird es toleriert.


Ich schreibe diese Zeilen aus Liebe zur Katholischen Kirche, denn auch ich bin Katholik (www.katholisch-leben.org). Es macht mich sehr traurig und gleichzeitig auch wütend, zu sehen, wie hier der Kirche Schaden zugeführt und den Gläubigen vorhandene Hilfe verweigert wird.


Nun zum „Zentralkomitee der deutschen Katholiken“, das eine Erklärung mit dem Titel „Zwischen Lehre und Lebenswelt Brücken bauen – Familie und Kirche in der Welt von heute“ veröffentlicht hat.


Zunächst einmal möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen, dass das ZdK keineswegs alle deutschen Katholiken vertritt, wie es der Name vermuten lässt. Hierfür fehlt die demokratische Legitimation.


Sehen wir uns aber diese Erklärung einmal näher an.


Zunächst einmal ist hier von der Stärkung der Familie die Rede – was im Kontext des nun Folgenden wie blanker Hohn erscheint.


Mit Hinsicht auf die Art des Zusammenlebens, die es neben der traditionellen christlichen Ehe gibt, heißt es dort:


„Zugleich achten wir die Lebensgemeinschaften, in denen für uns wichtige Werte verwirklicht werden: verlässliche Verantwortung füreinander, Treue in der Beziehung, Weggemeinschaft in Verbindlichkeit.“


Eine Lebensgemeinschaft ist also demnach zu achten, wenn abstrakte Werte wie „Treue“ oder „Verantwortung“ verwirklicht werden. Wenn diese Werte jedoch abstrakt, also getrennt von einem zugrunde liegenden Glaubensverständnis, gesehen werden, stellt sich die Frage, auf Basis von was genau denn diese Werte anerkannt und für gut geheißen werden. „Treue“ als respektablen Wert – auch außerhalb der christlichen Ehe – zu sehen, würde zu absurden Ergebnissen führen. Man stelle sich nur einmal vor, wer oder was alles „treu“ - und damit „respektabel“ - zusammenleben könnten nach dieser Logik!


Weiter im Text:


„Unter Familie verstehen wir auch nichteheliche Formen von verbindlich gelebter Partnerschaft und von Generationenverantwortung, die einen großen Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten und gerecht zu behandeln sind.“


„Nichteheliche Formen verbindlich gelebter Partnerschaft“ - würde das auch Polygamie, Pädophilie oder was weiß ich sonst noch einschließen? Wenn nicht, auf Basis welcher Argumentation?


Wer so etwas veröffentlicht, hat in meinen Augen nicht die leiseste Ahnung davon, was Ehe und Familie aus christlicher Sicht bedeuten und warum derartige Statements alleine deshalb nicht nur unsinnig, sondern höchst gefährlich sind. In anderen Worten: Sie widersprechen der katholischen Lehre und sind deshalb als häretisch einzustufen.


Es wird noch besser:


„Die kirchliche Lehre muss im Dialog mit den Gläubigen unter Einbeziehung ihrer jeweiligen Lebenswelt weiterentwickelt werden. Als den Menschen, ihren Sorgen und Hoffnungen zugewandte Kirche sind wir beauftragt, uns mit Zuversicht auf die Gegenwartsgesellschaft mit vielfältigen sozial anerkannten Lebensformen einzulassen und selbst zu Brückenbauerinnen und Brückenbauern zwischen Praxis und Lehre zu werden.“


Die kirchliche Lehre muss nur insofern weiterentwickelt werden, als sie den Menschen in ihrem jeweiligen kulturellen, persönlichen und historischen Kontext verständlich vermittelt werden muss. Sie darf jedoch keineswegs von Grundwerten abweichen, die in verschiedensten biblischen Büchern  und damit unterschiedlichsten Kulturen im Laufe von tausenden von Jahren – und letztendlich von Jesus selbst bekräftigt wurden – wie etwa die lebenslange monogame Ehe zwischen Mann und Frau, bei der der Mann sich in lebensspendender Weise der Frau hingibt wie Jesus sich Seiner Braut der Kirche hingegeben hat. Mann und Frau werden ein Fleisch – so sehr eins, dass man diesem Einem neun Monate später einen Namen geben muss – ein Spiegelbild der Dreifaltigkeit selbst.

Nichts anderes als die christliche Ehe entspricht diesem Grundsatz. Sie ist die beste Form des Zusammenlebens für alle Beteiligten.


Wir dürfen uns keineswegs auf „sozial anerkannte Lebensweisen“ (ein fast peinlicher Ausdruck!) einlassen, wenn diese im Widerspruch zur Lehre der Kirche stehen. Dies zu fordern zeugt von Verantwortungslosigkeit den Gläubigen gegenüber.


Schließlich heißt es noch:


„In unserer Kirche unterstützen wir eine hohe pastorale Aufmerksamkeit für Ehe und Familie, die auch in veränderten Seelsorgestrukturen ein überzeugendes personales Angebot vor Ort erfordert.“


Wenn mit diesen „veränderten Seelsorgestrukturen“ gemeint ist, eine Seelsorge zu betreiben, die mehr eine Art „Wellness-Programm mit christlichem Touch“ ist und Menschen, die vom rechten Weg abgekommen sind, dazu verhelfen soll, sich wenigstens gut dabei zu fühlen, lehne ich dies aus tiefsten Herzen ab. Wahre Liebe muss stark genug sein, dem vom Weg Abgekommenen die Wahrheit zu sagen – aber auch eine helfende Hand hin zur Freiheit zu bieten. Wir würden gerne mit dazu beitragen, eine helfende Hand zu sein!


Unter anderem wird dann auch noch eine „Neubewertung der Methoden der künstlichen Empfängnisregelung“ gefordert. Dies ist umso interessanter, als konservative Katholiken immer wieder auf den Zusammenhang etwa von gleichgeschlechtlichem Verhalten und künstlicher Empfängnisregelung hingewiesen haben. Beides scheint einem verdrehten – oder gar nicht vorhandenen -Verständnis kirchlicher Lehre zum Thema Ehe, Familie und Sexualität zu entspringen.


Ebenso wird immer wieder darauf verwiesen, in der Seelsorge weg vom „defizitorientierten“ hin zum „ressourcenorientierten“ Handeln zu kommen. Hört sich gut an – ist aber insofern Unsinn, als beides nicht zu trennen ist. Genau hier setzen Organisationen wie die Ex-Gay Einrichtung Jason (http://jason-online.webs.com) an.


Nun aber kommt der Gipfel.

Folgendes wird gefordert:


„eine Weiterentwicklung von liturgischen Formen, insbesondere Segnungen gleichgeschlechtlicher Partnerschaften, neuer Partnerschaften Geschiedener und für wichtige Weichenstellungen im Familienleben“


Dies zeugt in meinen Augen bestenfalls von kompletter Unkenntnis des katholischen Glaubens. Im schlimmsten Fall wird dies bewusst, also in Kenntnis der kirchlichen Lehre, gefordert und ist damit verantwortungslos, da es Menschen verwirren und vom rechten – kirchlichen – Weg abbringen kann.


Liebes ZdK, ihr helft Sündern nicht, indem ihr es ihnen leichter macht zu sündigen. Das ist billige Theologie und billige Seelsorge und entspricht nicht dem kirchlichen Auftrag.


Wenn ihr dann noch fordert, alle Gläubigen sollen in der Kirche eine Heimat finden, so frage ich mich, was denn dann noch von „Gläubigen“ übrig bleibt, wenn sie nicht mehr an das glauben, was die Kirche lehrt – oder was von der Kirche übrig bleibt, wenn sie zulässt und möglicherweise gar fördert, dass sich Sünde in ihren Reihen wie Krebs verbreitet.


Wenn es dann noch im Gutmenschen-Stil heißt „Es geht darum, Menschen mit Wertschätzung zu begegnen, sie in ihrer Beziehungskompetenz zu stärken und ihnen gezielt Unterstützung anbieten zu können.“, kommen mir fast Tränen der Wut und Trauer. „Wertschätzung“, bedeutet, Menschen so zu sehen, wie Gott sie sieht – nicht, wie sie selbst gerne sein möchten. Eine „Beziehungskompetenz“ jenseits der christlichen Ehe gibt es schlichtweg nicht.


Manch einer mag sich durch meine Worte angegriffen fühlen. Das müsst ihr euch aber schon gefallen lassen. Auch ich habe eine Meinung zum Thema Ehe, Familie und Sexualität aus katholischer Sicht.


Andere mögen mich in eine radikale, fundamentalistische Ecke drängen wollen. Diese Art von Propaganda war ja schon immer dann angezeigt, wenn man sich selbst nicht mit rationalen Argumenten auseinandersetzen wollte.


Ich bleibe bei dem, was ich glaube: Dem katholischen Glauben, wie er seit 2.000 Jahren gelehrt und im Katechismus der Katholischen Kirche sowie in der Bibel niedergeschrieben ist und wie er Gott sei Dank noch von vielen Katholikinnen und Katholiken gelebt wird.


München, 11.05.2015


Robert Gollwitzer

www.the-jason-foundation.org

Open letter to Cardinal Karl Marx of the Archdiocese Munich and Freising, Germany and also head of the German bishops and advisor to Pope Francis on his latest statements in the magazine America (http://americamagazine.org/issue/cardinal-marx-francis-synod-women-church-and-gay-relationships)



Offener Brief an Seine Eminenz Kardinal Reinhard Marx


Eure Eminenz,

mit Befremden haben wir auf der katholischen Plattform katholisch.de Ihre jüngsten Aussagen zur Kenntnis genommen.

Unter anderem heißt es dort:

„Natürlich habe eine homosexuelle Beziehung für die Kirche nicht denselben Stellenwert wie eine Beziehung zwischen einem Mann und einer Frau, die auf Nachkommenschaft abziele, betonte Marx. "Aber wenn sie im Glauben leben, wenn sie sich für die Armen einsetzen, wenn sie arbeiten, dann ist es unmöglich zu sagen: Alles was du tust, ist negativ, weil du homosexuell bist." Lebenslange Treue etwa habe für die Kirche einen sehr hohen Stellenwert.“

Sie sprechen hier vom hohen Stellenwert einer „lebenslangen Treue“. Diese kann aber nie losgelöst von einer christlichen Ehe zwischen Mann und Frau gesehen werden. Würde man Treue als isolierten moralischen Wert gutheißen, würde dies zu absurden Ergebnissen führen (man stelle sich nur einmal vor, was dann alles als moralisch wertvoll zu betrachten wäre, solange beide Seiten nur „treu“ sind). Mit Verlaub, Eure Eminenz, dies ist theologisch sowie aus einer Perspektive der Vernunft und des gesunden Menschenverstandes schlichtweg Unsinn.

Weitere Zitate Ihrerseits:

„Man kann eine Person nicht nur von einer einzigen Perspektive aus betrachten, seiner sexuellen Ausrichtung.“

„Es sei Aufgabe der Kirche, Paaren zu helfen, in der sakramentalen Ehe eine Erfüllung zu sehen und zu finden.“

Sie schneiden hier Punkte an, deren Tragweite Sie sich offenbar gar nicht bewusst sind. Natürlich kann man Menschen nicht nur auf ihre sexuelle Orientierung reduzieren. Sie helfen aber Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen und den Gläubigen insgesamt nicht, indem Sie die kirchliche Lehre bis zur Unkenntlichkeit verwässern oder ihnen eine Art „Hintertürchen“ öffnen, das eine gleichgeschlechtliche Verbindung zwar nicht der sakramentalen Ehezwischen Mann und Frau gleichstellt, aber irgendwie doch gut heißt. Eine Art „Ehe light“ oder „Ehe zweiter Klasse“. Sie helfen ihnen auch nicht, indem Sie es zulassen, dass „Queer-Gottesdienste“ inklusiv einer Eucharistiefeier auch für offen schwul lebende Menschen (nicht umsonst wurde wohl das Szene-Wort „Queer“ verwendet!) zelebriert werden. Dies stellt einen Bruch des katholischen Kirchenrechts und eine Missachtung der Eucharistie dar.

Sie sprechen davon, dass Menschen in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung auch gute Taten vollbringen und arbeiten. Deshalb könne man nicht alles für schlecht halten, weil diese Menschen „homosexuell“ seien. Mit allem Respekt, Eure Eminenz, aber das ist eine Theologie für Arme. Wenn ein Mensch eine gute Tat vollbringt, dann ist er/sie in diesem Moment bestenfalls ein barmherziger Mensch. Das macht ihn/sie aber noch lange nicht zu einem/einer Christ/in. Ebenso wenig kann man mit guten Werken andere Seiten dieses Menschen „aufwiegen“ – sei es nun moralisch oder theologisch/spirituell.

Es geht nicht darum, jemanden als „negativ“ zu bewerten. Dies sprechen Sie ja – wenn auch wohl eher unbewusst – mit der Aussage an, dass die Kirche Paaren helfen soll, in der sakramentalen Ehe eine Erfüllung zu finden. Sind Ihnen die Konsequenzen dieser Aussage wirklich bewusst? Auch gleichgeschlechtliche Paare sind Paare. Wenn auch diesen geholfen werden soll, ihre Erfüllung in einer sakramentalen Ehe zu finden, dann heißt es aber, die Ärmel hochzukrempeln.

Womit wir beim eigentlichen Punkt wären:

Es geht nicht darum, Menschen abzuwerten, sondern denen beizustehen, die vom rechten Weg abgekommen sind und einen Beistand auch selbst wünschen. Hier hat die Kirche – und nicht nur die katholische! – bisher (bis auf wenige Ausnahmen) schrecklich versagt. Das Thema Sexualität – und erst recht gleichgeschlechtliche Neigungen – wird weiterhin kirchlicherseits totgeschwiegen. Hilfsangebote von Selbsthilfe- und Seelsorge-Einrichtungen wie Jason (http://jason-online.webs.com) werden konsequent ignoriert. Gleichzeitig hatte man aber kein Problem damit, offen schwule und lesbische Gruppierungen auf dem katholischen Kirchentag zuzulassen.

Werte Eminenz, eine Reihe von Priestern und Ordensangehörigen sowie katholischen Laien haben bereits den Weg zu uns (und ähnlichen Einrichtungen wie uns) gefunden, unter anderem auch deshalb, weil ihnen offenbar eine gleichwertige Unterstützung innerhalb der Kirche nicht geboten wurde und wird.

Wir fordern Sie dringend dazu auf, Ihrem Amt und Ihrer Verantwortung als Hirte Ihrer Diözese nachzukommen. Auch der Heilige Petrus stand auf und zeigte Weg und Richtung an, wenn in der frühen Kirche Uneinigkeit herrschte. Als in apostolischer Nachfolge stehender Bischof sollten Sie dasselbe tun! Sie werden sich damit bestimmt nicht nur Freunde machen und wenige werden Ihnen Beifall klatschen. Möglicherweise werden Sie auch nicht mehr zu großen Empfängen eingeladen.

Das sollte Sie aber nicht davon abhalten, die Wahrheit zu sagen und den Menschen eine helfende Hand zu reichen. Der Sohn Gottes wurde verspottet und schließlich ans Kreuz geschlagen – warum sollte es Seinen Nachfolgern anders ergehen? Wir können keine Krone aus Diamanten tragen, wenn unser Herr eine Krone aus Dornen (er-)trug.

In einem Interview mit der amerikanischen Zeitung „America“ haben Sie vom „Aggiornamento“ gesprochen und führten aus, man müsse so sprechen, dass es die Menschen verstehen, wenn es um die Vermittlung kirchlicher Doktrin geht. Im Licht oben genannter Ausführungen haben Sie hier aber nur zu noch mehr Unklarheit, Verwirrung und Unverständnis gesorgt. Sie sprachen weiterhin davon, dass man in einer neuen Art und Weise den Sinn dessen finden müsse, was Jesus gesagt hat.

Nun, eben dieser Jesus hat auf die Frage, ob unter bestimmten Voraussetzungen eine Scheidung erlaubt sei, nicht einfach mit ja oder nein geantwortet, sondern bewusst den Standard aus Genesis zitiert. Genesis aber war ohne jeglichen Zweifel klar und deutlich, wenn es um die Definition menschlichen Zusammenlebens ging: Ein Mann und eine Frau, die so sehr ein Fleisch werden, dass man diesem „eins“ neun Monate später einen Namen geben muss. Ein Bund, bei dem der eine sich in lebensspiegelnder Art und Weise dem anderen hingibt – im Gegensatz zum bürgerlichen Vertrag, bei dem Eigentumsrechte ausgetauscht werden. Ein Bund, der sowohl die göttliche Dreifaltigkeit als auch den lebensspendenden Bund Jesu mit Seiner Braut, der Kirche widerspiegelt.

Insofern gibt es auch keine „Homosexualität“. Es gibt Menschen, die – aus welchen Gründen auch immer – gleichgeschlechtlich empfinden. Dies begründet aber an sich noch keine eigenständige Sexualität, die neben der von Gott geschaffenen steht.

Ein Bund wie der oben beschriebene ist ein Ausdruck von Liebe, wie Gott sie versteht. Liebe ist kein Gefühl, das kommt und geht, sondern eine Willenserklärung zweier Menschen, diesen göttlichen und sakramentalen Bund einzugehen. Alles andere ist nur eine billige Kopie. Insofern ist es unverständlich, wie Sie in oben genanntem Interview von „Liebe“ und „Treue“ einer langjährigen gleichgeschlechtlichen Verbindung sprechen können. Wäre dies alleine schon ein moralischer Wert, wären ebenso absurde Schlussfolgerungen wie bereits eingangs erwähnt die Folge. Wenn es bereits „wertvoll“ ist, dass ich jemanden (oder gar etwas?) ein Leben lang liebe – wo soll dann hier die Grenze gezogen werden?

Nein, Liebe so wie Gott sie versteht, ist hiervon grundverschieden. Die äußeren und inneren Umstände sind hierbei nur insofern zu berücksichtigen, als sie zum einen Einfluss auf die Entwicklung gleichgeschlechtlicher Neigungen gehabt haben mögen sowie für die Bewertung der Sündhaftigkeit des individuellen Verhaltens relevant sind.

Eminenz, ich sage Ihnen all das als jemand, der selbst viele Jahre lang in der schwulen Szene gelebt hat. Ich habe ebenso eine langjährige gleichgeschlechtliche Partnerschaft erlebt wie ein ausschweifendes Sex-Leben. Entgegen dem, was uns oft vorgegaukelt wird, sind gleichgeschlechtliche Verbindungen weit weniger „treu“ und langfristig als heterosexuelle (wenngleich letztere hier aufholen und dies für die Bewertung an sich irrelevant ist), außerdem im Durchschnitt weitaus extremer in ihrem Sexual-Verhalten sind. Ich gehe mal davon aus, dass Sie keine Vorstellung davon haben, was in der Szene alles als „normal“ gilt.

Nicht umsonst gleichen sich die Lebensläufe gleichgeschlechtlich empfindender Menschen oft in tragischer Art und Weise. Hier einfach zu sagen: „Wenn du so empfindest, dann lebe es halt aus – aber bleibe wenigstens bei einem Partner“, ist eine armselige Psychologie, Erziehung und Theologie. Wir schulden unseren Kindern und uns selbst mehr als das. Wenn ich eine Erfahrung in all diesen Jahren machen durfte, dann diese: Sex heilt nicht und die nächstliegende „Lösung“ (also etwa eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft) ist nicht unbedingt die beste, wenn es um die Befriedigung meiner legitimen Bedürfnisse geht. Der „Quick Fix“, also dem Ganzen einfach nachzugeben, betäubt all dies eine Zeitlang und man wird nicht müde, zu betonen wie „toll“ man sich dabei fühlt. Glauben Sie mir, Eminenz, dem ist nicht so. Ein schwules Leben ist nicht“ gay“ („fröhlich“), egal wie oft man sich das einredet.

Sie werden von vielen Seiten hören, wie schädlich das ist, was wir und Gruppen wie wir tun (Seelsorge an Menschen mit ungewollten gleichgeschlechtlichen Neigungen) und wie sehr „die Wissenschaft“ vom Gegenteil überzeugt ist. Ohne hier ins Detail zu gehen, darf ich Ihnen sagen, dass eben diese „Wissenschaft“ seit Jahrzehnten die Stimmen der Wissenschaftler ignoriert, die zu anderen – politisch nicht korrekten Lösungen kommen oder die dunklen Seiten eines schwulen Lebens aufzeigen. Seiten, die nicht durch ein „Kondom“ verhindert werden können. Bis heute wurde kein Nachweis über die Entstehung solcher Neigungen erbracht. Gleichzeitig zeigt uns die Epigenetik, dass auch unser jetziges Verhalten und Denken einen relevanten Einfluss auf unsere Gehirnstruktur, die Bildung neuronaler Synapsen sowie die Ausbildung und Neubildung (!) von Genen hat. All dies ist für eine moralische Bewertung jedoch zweitrangig.

Ja, wir müssen Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen mit Liebe und Mitgefühl begegnen. Wahre Liebe muss aber stark genug sein, um jemanden das zu sagen, was er/sie hören muss und nicht etwa dass, was er/sie hören will. Mitgefühl wiederum darf nicht nur auf dem Papier existieren, sondern muss in die Tat umgesetzt werden.

Eminenz, Sie möchten nicht mit dem Zeitgeist gehen, wenn es um die Entwicklung und Definition kirchlicher Doktrin geht. Ob Sie das nun wollen oder nicht – momentan scheinen Sie genau das zu tun.

Wir wenden uns an Sie, wie Paulus sich an Petrus und die Jünger aneinander gewendet haben. Wenn es um das Seelenheil von Menschen und deren Erlösung geht, muss man auch den Mut haben, offen und ohne unnötige Floskeln und Verschleierungen zu sprechen. Genau dies haben wir hiermit getan und so wollen wir es verstanden wissen: Als ein Zeichen brüderlicher Verbundenheit und in Sorge um die, die uns anvertraut wurden.


Möge Gott Sie reich segnen.


München, 28. Januar 2015


Robert Gollwitzer

President of The Jason Foundation (www.the-jason-foundation.org)


(Quellen: http://www.katholisch.de/de/katholisch/themen/kirche_2/150124_interview_marx_america.php, http://americamagazine.org/issue/cardinal-marx-francis-synod-women-church-and-gay-relationships)

Muss die Katholische Kirche die Schöpfungsordnung anders sehen?


Derartiges wird momentan mehr oder weniger offen gefordert.


Da werden wohl klingende Sprüche angeführt, die da etwa lauten: „Homosexualität wird in unserer Gesellschaft immer noch tabuisiert“, „Für viele ist Homosexualität etwas Fremdes“, „Manche fürchten sich davor, sich über eigene gleichgeschlechtliche Gefühle im Klaren zu werden“, „Will man Homosexuelle ansprechen, muss man die kirchliche Sexualmoral erweitern“, „Nur Betrunkene halten sich an der Laterne fest“ (siehe auch http://de.radiovaticana.va/news/2015/06/29/interview_mit_wunibald_m%C3%Bcller/1154747).


Da ist von einer Entwicklung der kirchlichen Lehre die Rede, es heißt „Gott ist die Liebe“, die Kirche müsse „die Spannung, die sich daraus ergibt, aushalten“, es wird die alte Leier angeführt, dass es zu biblischen Zeiten das heutige Verständnis von Homosexualität noch gar nicht gab und letztlich wird auf die Humanwissenschaften verwiesen sowie auf das, was homosexuelle Menschen von sich selbst berichten. Schließlich könnten auch Schwule „treue und fürsorgliche“ Bindungen eingehen.


Wie immer bei solchen „Argumenten“ wird eine durch nichts belegte Prozentzahl gleichgeschlechtlich empfindender Würdenträger in der Katholischen Kirche angeführt.


Solche öffentlichen Äußerungen von Menschen zu hören, die sich selbst als „Theologen“ und „Psychologen“ bezeichnen, sagt eigentlich mehr über die Autoren aus als über die, die sie damit ansprechen.


Man kann wohl kaum behaupten, „Homosexualität“ werde in unserer Gesellschaft tabuisiert. Ganz im Gegenteil: Bereits Kinder bekommen davon zu hören, ob es den Eltern nun passt oder nicht. Für die kirchliche Lehre ist dies im Übrigen auch völlig belanglos.


„Psychologisch“ klingende Sprüche wie einen Hinweis auf die „Homosexualität als etwas Fremdes“   sollen wohl die eigenen unhaltbaren Thesen untermauern, mit kirchlicher Lehre haben sie aber schon gar nichts zu tun.


Beinahe billig klingt der Versuch, mit vermuteten eigenen gleichgeschlechtlichen Neigungen von kirchlichen Amts-und Würdenträgern irgendetwas zu konstruieren. Das ist weder eine qualifizierte Psychologie oder Theologie, das ist einfach nur peinlich und armselig.


„Spannungen“ muss die Kirche nur insofern „aushalten“, dass es in ihren eigenen Reihen viele Theologinnen und Theologen gibt, die alles und allem zu glauben scheinen, nur nicht das, was die Kirche lehrt.


So, Schwule können „treue und fürsorgliche“ Bindungen eingehen? Und wenn schon? Würde man das als moralischen Wert an sich gelten lassen, würde man zu absurden Ergebnissen kommen. Man denke diesen Gedanken nur einmal logisch weiter: Wer oder was könnte da nicht alles eine „treue und fürsorgliche“ Bindung eingehen und auf den Segen der Kirche hoffen? Das ist nicht nur eine armselige Theologie, das ist gar keine Theologie mehr.


Wenn eine Kirche, die den Auftrag hat, als Hirte ihre Schäfchen sicher auf dem rechten Weg zu führen, ihre eigene Moral „erweitert“, um vom Weg abgekommene Gläubige „anzusprechen“, so hat sie jegliche Existenzberechtigung verloren.


Dogmen und kirchliche Lehren leuchten tatsächlich den Weg – und nur Betrunkene gehen einen anderen.


30.06.2015


Robert Gollwitzer

www.homosexuals-anonymous.com

http://jason-online.webs.com

Dear Pope Francis,


with great concern I followed what was going on at the Bishop’s synod. In short: I was both shocked and deceived – by what happened and by what did not happen. By the way it was handled and also by your inactivity which caused even more confusion among the flock than ever before.


I say that because I love you as a father – and with you the Holy Catholic Church.

No doubt you had the best intentions, but as the saying goes: the road to hell is paved with good intentions.


First, it does not make sense to publish an interim report during the conference when nothing is finally discussed and decided upon yet. All this does is leave the flock of believers confused and without direction. Many twisted what was in there for their own destruction.


But most of all you failed as a leader and shepherd. You are called to lead and guide the Church like Peter did. That includes to take over and make a stand when things are getting out of control and clarification is needed. You refused to – probably because you felt you need to let the bishops and the believers have their way – whatever it was and wherever it lead. This, however, only displays a complete lack and failure of leadership when it was most needed. Many asked you to take a stand for biblical Catholic teaching. People were looking up to the shepherd when the sheep were running around without direction in complete confusion. You did not.


I am a nobody – and yet, in God’s eyes I am somebody. As such I rebuke you like Paul rebuked Peter.


It is one thing to hug children and handicapped people. Nothing wrong with that. It is a beautiful sign for what Christ’s love is all about. It is also important to leave a luxurious lifestyle and go back to our simple roots – detached from worldly richness.


However, when grace abounds and does not find its equal counterpart in truth, it soon becomes superstition without any substance. You might be a “good person” in some people’s eyes and the media will certainly love you for the great pictures you give them, but a “good person” is not necessarily a Christian. Sometimes we are called to do things which others dislike very much – for their own good.


I had lived a “gay” life myself for many years until the Lord pulled me out of the mud over ten years ago through a Christian organization called “Homosexuals Anonymous” that I meanwhile have the honor to lead. My life changed completely for the better in many different areas and I found new meaning and purpose in following Jesus Christ. As such, I want to point out that again our voice was not heard at the synod and our mere existence seems still not to be acknowledged by the Church. People talk about same-sex attractions without having a clue of what that means for those who experience that way. At worst, they seek advice from people who are embracing a “gay” life.


Again, we are asking you – and the whole Church – to open your doors for us and to do your job as shepherd and Christians. Organizations like Homosexuals Anonymous actually need not exist if the Church and their shepherds did what they are supposed to do.

We offer help and hope that now – after what had happened at the synod – you are finally open to accept it.


May the Lord continue to bless you richly, Holy Father.


Your brother


Robert

Offener Brief an Kardinal Reinhard Marx

Sehr geehrte Eminenz,
wir wenden uns heute in brüderlicher Verbundenheit an Sie mit der Bitte um Unterstützung.

Unsere Einrichtung Jason (http://jason-online.webs.com) ist eine internationale christliche Ex-Gay Einrichtung die an Homosexuals Anonymous (www.homosexuals-anonymous.com) angeschlossen ist und Menschen mit ungewollten gleichgeschlechtlichen Neigungen Hilfe auf Basis eines 14-Schritte Programms im Rahmen von Seelsorge, Selbsthilfegruppen und individueller Beratung bietet. Durch unsere Partnerorganisation Homosexuals Anonymous dürften wir wohl die älteste Einrichtung dieser Art weltweit sein (Gründung: 1976).
Betroffene, die sich an uns wenden, müssen keinerlei Voraussetzungen erfüllen – außer dem Wunsch nach Freiheit. Sie sollten sich aber der Tatsache bewusst sein, dass wir eine christliche Organisation sind und zumindest offen für ein derartiges Programm sein. So finden sich bei uns etwa auch Moslems. Auch mit der jüdischen Organisation JONAH pflegen wir enge freundschaftliche Kontakte.
Wir unterstützen und beraten weiterhin Gemeinden, Behörden, Organisationen jeder Art und Privatpersonen, die Fragen zum Thema gleichgeschlechtliche Neigungen haben. Für all dies verlangen wir nichts.
Gehen wir nun etwas ins Detail:

Seit längerem gibt es offenbar in St. Paul sogenannte „Queer-Gottesdienste“. Diese Entwicklung betrachten wir mit großer Besorgnis. Selbstverständlich sollte die Kirche (welcher Denomination auch immer sie angehört) ein sicherer Hafen für Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen sein. Wo sonst sollten sie hingehen, wenn nicht dorthin? Es macht aber einen großen Unterschied aus, ob sie hier im christlichen Sinne aufgenommen werden – ohne dadurch ihr Tun gutzuheißen – oder ob ihnen die Botschaft vermittelt wird, es wäre absolut in Ordnung, ein schwules Leben zu führen und gleichzeitig Christ zu sein – etwa indem der Altar möglicherweise mit Regenbogenflaggen „geschmückt“ ist, einem eindeutigen Zeichen der Schwulenbewegung, deren Ziele nun wirklich gar nichts mit der christlichen Lehre zu tun haben. Sollte hier gar die Eucharistie gefeiert werden, weisen wir auf das für alle Christinnen und Christen gültige Wort der Bibel hin:

„Wer also unwürdig von dem Brot isst und aus dem Kelch des Herrn trinkt, macht sich schuldig am Leib und am Blut des Herrn.“
(1. Korinther 11,27 Einheitsübersetzung siehe auch KKK 1415/16; CIC 916)

Wir selbst sind überkonfessionell, die Eucharistiefeier bzw. das Herrenmahl hat aber eine zentrale Bedeutung für alle Christinnen und Christen und so verweisen wir hier auch auf die katholischen Vorschriften:

•    Der Kommunionempfang hat im Stand der Gnade stattzufinden, also nicht etwa im Bewusstsein einer schweren Sünde (CIC 916, siehe auch KKK 1415).
•    Wer jedoch hartnäckig in einer schweren Sünde bleibt, darf die Kommunion nicht empfangen (Vgl. CIC 915).

Priester sind Hirten, die eine besondere Verantwortung haben. Wenn ein Priester, der offensichtlich diese Gottesdienste leitet, aber auf einer „privaten“ Homepage (als ob ein Priester sich als solcher öffentlich äußern kann und dabei „privat“ ist!) Meinungen kundtut, die aus säkularer Sicht strittig und aus christlicher Sicht in Teilen abzulehnen sind, ist das Grund genug, die Kirche als Ganze anzusprechen.
Wir sind selbst Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen – oder Menschen, die solche hatten. Als solche dürfen wir Ihnen versichern, dass Sie uns mit gutgemeinten, aber fehlgeleiteten Botschaften nicht weiter helfen. Ein Christ muss einen anderen genug lieben, um ihm oder ihr auch das zu sagen, was sie oder er hören muss – nicht das, was er oder sie hören will.

Das biblische Modell der lebenslangen und monogamen Ehe zwischen Mann und Frau, die so sehr ein Fleisch werden, dass man diesem Eins-Werden neun Monate später einen Namen geben muss, reflektiert die Dreifaltigkeit und den Bund, den Jesus mit seiner Braut, der Kirche eingegangen ist. Dieser biblische Standard wurde durch alle Bücher der Heiligen Schrift im Laufe von Jahrtausenden und in unterschiedlichsten Kulturen aufrechterhalten – und von Jesus, dem Sohn Gottes, selbst bekräftigt (man kann also kaum behaupten, Er hätte nichts von gleichgeschlechtlichen Neigungen gewusst, so wie wir sie heute kennen). Manchmal wird versucht, diesen Standard aufzuweichen, indem man sagt, wenn zwei Menschen sich lieben, ist das doch auch vor Gott in Ordnung. Er hätte schließlich nur gleichgeschlechtliche Akte verboten. Hierzu ist folgendes zu sagen:

1)    „Liebe“ ist nicht ein diffuses Gefühl. Gefühle kommen und gehen. Liebe ist die Willenserklärung, einen Bund mit jemand einzugehen, der oben genanntem theologischem Modell entspricht. Ein Bund, bei dem der Eine sich ganz dem Anderen in lebensspendender Art und Weise und zum Wohle der Beteiligten hingibt (im Gegensatz zum Vertrag, bei dem Eigentumsrechte ausgetauscht werden). Ein Beispiel: Ein verheirateter Familienvater kann Frau und Kinder verlassen und für immer mit seiner neuen Geliebten zusammenleben und sie zutiefst „lieben“ – es bleibt trotzdem Ehebruch.
2)    Wer diese Tür öffnet, wird sie nicht mehr schließen können. Wenn ein Gefühl der „Liebe“ genug ist, warum es dann auf zwei Menschen beschränken? Warum die Tür etwa nicht auch für zwei sich „liebende“ Geschwister öffnen?
3)    „Liebe“ hat der Vorstellung zu entsprechen, die Gott selbst davon hatte – nicht unserer eigenen. Dies nicht, weil Er der „Boss“ ist und uns gerne herum kommandiert, sondern weil Er uns liebt und am besten weiß, was gut für uns ist. So sind wir der tiefen Überzeugung, dass die traditionell christliche Vorstellung von Liebe, Ehe und Sexualität für alle (!) Beteiligten das Beste ist.
4)    Wenn „Liebe“ unter gleichgeschlechtlichen Paaren genügt, warum sind dann so viele von diesen Beziehungen nicht monogam (sie beschränken sich also nicht zwangsweise auf einen Geschlechtspartner) und warum sind sie im Schnitt weitaus kurzlebiger als heterosexuellen Ehen? Aus einem einfachen Grund: Weil dort etwas gesucht wird, was man hier nicht finden kann – wahre Liebe. Und weil weiterhin – legitime! – Bedürfnisse auf eine Art und Weise befriedigt werden sollen, die sich so nicht befriedigen lassen und möglicherweise auch vergangene Verletzungen betäubt werden, anstatt sie auszugragen und anzugehen.
5)    Es wird ja so gerne zwischen gleichgeschlechtlichen Akten und Neigungen unterschieden. Erstere werde von der Bibel abgelehnt, letzte nicht. Nun, ganz so einfach ist es nicht. Abgesehen davon, dass es wohl kaum eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft ohne Sex geben dürfte, spricht die Bibel sehr wohl auch das an, was im inneren eines Menschen vor sich geht. So werden wir davor gewarnt, andere Menschen mit unangemessener Lust zu betrachten bzw. vor Begierde zu Menschen des eigenen Geschlechts zu entbrennen (was wohl auf mehr als nur sexuelle Handlungen hinweist!). Auch ist der Hinweis, derartige Bibelstellen seien nur im kulturellen, heidnischen Kontext zu sehen, theologisch nicht haltbar. Schließlich verkennt eine derartige Haltung den Sinn und Zweck menschlichen sexuellen Empfindens an sich.
Sehr geehrte Eminenz, vielleicht helfen einige grundsätzliche Informationen zum Thema gleichgeschlechtliche Neigungen weiter:

Wir verwenden bewusst nicht den Begriff „Homosexualität“. Dieser Begriff ist jüngeren Datums und unserer Meinung nach unzulässig. Ja, es gibt Menschen, die gleichgeschlechtliche Neigungen haben (aus welchen Gründen auch immer!), das gibt ihnen dadurch noch keine eigene Identität. Wir wurden im Ebenbild Gottes erschaffen. Im Blich auf Ihn erhalten und erkennen wir unsere Identität, die Vorstellung von dem, was und wer wir sind. Und hier gibt es nur eine einzige Identität: die heterosexuelle (auch dieser Begriff ist jüngeren Datums, sodass es wohl zulässiger wäre, einfach von unserer Identität als Mann und Frau zu sprechen). Wir sehen uns also als (heterosexuelle) Männer und Frauen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen. Diese Sichtweise macht für uns einen großen Unterschied aus.
Ja, „Homosexualität“ wurde in den 70ern von der Liste der psychischen Störungen genommen. Dies jedoch nicht aufgrund neuer wissenschaftlichen Erkenntnisse, sondern allein (!) wegen des seinerzeit herrschenden politischen Drucks.

Heute weiß man, dass sehr viele Faktoren zur Entwicklung menschlicher Sexualität beitragen. Spätestens seit den Erkenntnissen der Epigenetik ist auch klar, dass nicht ein Gen (oder Hormone, Botenstoffe etc.) alleine uns zu irgendwelchen Handlungen oder Empfindungen zwingen, sondern dass die Umwelt sowie eigenes Denken und Tun – und ein Zusammenspiel verschiedenster Gene - darüber entscheiden, welche Gene überhaupt und in welcher Form (ein und das selbe Gen kann unterschiedliche Ausprägungen haben!) ein Gen zum tragen kommt oder „stillgelegt“ wird. Ebenso verändert unser Denken und Tun laufend unsere Hirnstruktur sowie unseren genetischen Code, sodass selbst diese Theorien mittlerweile sehr differenziert betrachtet werden. Bis zum heutigen Tage wurde jedoch kein wissenschaftlicher Beweis für die Existenz eines „schwulen Gens“ erbracht. Selbst wenn so etwas je gefunden würde, müsste es im Licht oben genannter Erkenntnisse gesehen werden. Weiterhin würde damit nicht die moralische Richtigkeit des eigenen Handelns gerechtfertigt und schon gar nicht ein Zwang zum Handeln begründet werden. Was für ein Menschenbild wäre das?
Aus eigener jahrzehntelanger Erfahrung können wir Ihnen jedoch sagen, dass sich die Lebensläufe und die Persönlichkeiten von Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen in vielen Punkten gleichen. So gab es oft Probleme mit dem gleichgeschlechtlichen Elternteil, sodass eine emotionale Bindung und damit die Annahme der eigenen Geschlechts-Identität oft nicht zustande kam. In der Pubertät werden wir dann von dem angezogen, was wir als „anders“ empfinden als wir – in dem Fall also das eigene Geschlecht. Nun einfach zu sagen, der Betroffene sollte doch einfach seine Neigung ausleben, ist eine armselige Psychologie und Theologie.

Uns wird oft vorgeworfen, wir würden versuchen, Menschen „umzupolen“, oder unser Tun würde von Ärztevereinigungen abgelehnt oder als schädlich bewertet. Abgesehen davon, dass es hierfür keine wissenschaftlichen Belege gibt (im Gegensatz zu den häufigen Auswirkungen eines gleichgeschlechtlichen Lebens. Der hohe Anteil von Männern, die Sex mit Männern haben, an der Gesamtzahl ansteckender Geschlechtskrankheiten, wie sie vom Robert-Koch Institut erfasst werden, spricht für sich), ist es schlichtweg nicht richtig. Wie bereits erwähnt bieten wir Selbsthilfegruppen und Seelsorge an – wir betreiben keine Therapie. Jedoch befürworten wir durchaus das Recht eines jeden Menschen nach einer Therapie seiner Wahl.
Womit wir beim nächsten Thema wären: Ein weiterer, oft angebrachter, Kritikpunkt ist ja, dass es keiner „Heilung“ bedarf, wo nichts Krankes vorhanden ist und dass alle Ansätze zur Veränderung schädlich sind. Hierzu ist folgendes zu sagen:

•    Wir sehen gleichgeschlechtliche Neigungen nicht als eine „Krankheit“ wie etwa der Erkältung oder einer psychischen Störung wie einer Psychose. Dies wäre angesichts der vielen Faktoren, die zur Entwicklung der menschlichen Sexualität beitragen, eine unzulässige Vereinfachung. Jedoch wäre es angesichts der Hintergründe und Auswirkungen (siehe oben) genauso unzulässig, sie einfach als „schön und gut“ abzutun. Viele von uns waren selbst jahrelang in der „Schwulen-Szene“. Diese entspricht in keiner Weise dem bewusst schöngefärbten Bild, das in der Öffentlichkeit präsentiert wird. Wüsste die Öffentlichkeit nämlich über so Einiges Bescheid, was dort als normal gilt und akzeptiert wird, würde die öffentliche Meinung hierzu wohl schnell kippen.
•    Die einzelnen Faktoren, die hinter den Neigungen stehen sowie die Bedürfnisse nach Beziehungen, spirituelle und emotionale Bedürfnisse sowie mögliche Verletzungen jeglicher Art aus der Vergangenheit lassen sich jedoch sehr wohl angehen – sei es nun im Rahmen einer Seelsorge, von Selbsthilfegruppen oder einer Therapie.
•    Insofern kann „Heilung“ auch Heilung von Wunden körperlicher, sexueller, emotionaler, verbaler oder spiritueller Art (Erfahrungen in der Kirche, Beziehung zu Gott) sowie einer verzerrten Identität bedeuten.
•    „Veränderung“ kann dementsprechend viele Aspekte oder Bereiche betreffen und es sollte schon dem oder der Einzelnen freigestellt sein, wo er/sie Veränderung möchte.
•    Es gibt mittlerweile Hinweise auf die „Fluidität“ menschlicher Sexualität. Es scheint also keinesfalls immer und zwangsweise so zu sein, dass die sexuellen Neigungen bei der Geburt mitgegeben werden und für alle Zeiten so bleiben. Unsere eigenen Erfahrungen jedenfalls bestätigen dies. Viele von uns sind mittlerweile verheiratet und haben Kinder. Ja, manche haben immer noch gleichgeschlechtliche Neigungen – wenn auch weitaus weniger häufig und intensiv. Wenn diese Menschen jedoch ihre Ehepartner, Kinder und Enkelkinder betrachten, wissen sie, dass es all der Mühen wert war. Und das ist Jesu Botschaft: Er hat uns nie gesagt, dass es leicht sein wird. Er hat uns vielmehr versprochen, dass es sich lohnen wird!
Grundsätzlich möchten wir auch darauf hinweisen, dass Toleranz, Respekt und Meinungsfreiheit für alle gelten muss – nicht nur für Menschen einer bestimmten sexuellen Orientierung oder mit einer bestimmten Meinung.
Abschließend noch einige Worte zur Kirche: Es kommen immer wieder Katholiken jeglicher Art zu uns: Laien, Priester, Ordensangehörige, Mönche etc. Offensichtlich sind sie der Meinung, in der Kirche nicht die geeignete Ansprache zu finden. Auch sind Katholiken immer wieder verstört über die Reaktionen von Priestern oder anderen Geschwistern in der Kirche, wenn sie das Thema gleichgeschlechtliche Neigungen zur Sprache bringen und dann ein weites Spektrum von Antworten bekommen – von völliger Unsicherheit und peinlichem Vermeidens über Verweisen auf zweifelhafte „Hilfsangebote“ bis hin zu Ratschlägen wie „dann lebe es halt aus“.

Wir haben uns immer wieder an kirchliche Organisationen, Bistümer, Orden, Einzelpersonen usw. gewandt und unsere Hilfe angeboten, in der Regel aber wurden wir mit eisigem Schweigen ignoriert. Gleichwohl fanden offen schwule Organisationen und Gruppen, die der katholischen Lehre deutlich entgegenstehen, offenbar problemlos Zugang zum Kirchentag – und wie es aussieht auch in Gemeinden.
Wir wollen hier nochmals ausdrücklich betonen, dass wir Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen mit Liebe begegnen – gehören oder gehörten wir doch selbst dazu. Wir sehen Liebe jedoch im Lichte Jesu Christi. Wir lieben Menschen genug, um ihnen die Wahrheit zu sagen, wie wir sie in der Bibel vorfinden, aber auch, um ihnen eine bedingungslos liebende Hand zu reichen und den gesamten Weg mit ihnen zu gehen. Wir dürfen Ihnen versicherten, Eminenz, dass hierbei noch niemand Schaden genommen hat – ganz im Gegenteil.
Werte Eminenz, wir möchten Sie nochmals ausdrücklich um Unterstützung bitten. Weisen Sie Hilfesuchende auf unsere Organisationen hin (sowie auf andere, die in dieser Richtung tätig sind)! Ermöglichen Sie uns den Zutritt zu Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen! Schieben sie unchristlichen Lehren einen Riegel vor!

Gerne sind wir auch zu einem Gespräch mit Ihnen bereit!
„Muss ich euch daran erinnern, dass die, die Unrecht tun, keinen Anteil am Reich Gottes haben werden, dem Erbe, das Gott für uns bereithält? Macht euch nichts vor: Keiner, der ein unmoralisches Leben führt, Götzen anbetet, die Ehe bricht, homosexuelle Beziehungen hat, stiehlt, geldgierig ist, trinkt, Verleumdungen verbreitet oder andere beraubt, wird an Gottes Reich teilhaben. Auch ihr gehörtet zu denen, die so leben und sich so verhalten – zumindest einige von euch. Aber das ist Vergangenheit. Der Schmutz eurer Verfehlungen ist von euch abgewaschen, ihr gehört jetzt zu Gottes heiligem Volk, ihr seid von aller Schuld freigesprochen, und zwar durch den Namen von Jesus Christus, dem Herrn, und durch den Geist unseres Gottes.“
(1. Korinther 6,9-14 Neue Genfer Übersetzung)

Es grüßt Sie in brüderlicher Verbundenheit
Robert Gollwitzer
Jason – International Christian Ex-Gay Ministry
Homosexuals Anonymous

Robert Gollwitzer
Ridlerstr. 21
80339 München
Tel.: 089/78018960 oder 0170/1293016

Overcoming my Shame of SSA

Saturday, June 9, 2012

Overcoming my Shame of SSA


You know what my problem is? I feel disempowered.


I would like to shout out that, "I'm a Catholic, single male, I'm 40, and I struggle with same sex attraction." But how can I do that when there are very few leaders in the Catholic Church who are even willing to set an example? How many of our Catholic priests are courageous enough to stand up among the congregation and identify with this struggle?


No, they remain silent. They simply listen to us confessing our sins of impure thoughts and of acting out our intrinsically disordered sexual desires. But where are the church leaders who are willing to go beyond the call of duty, to absolve us of our sins in the secrecy of the confessional, who are willing to stand boldly alongside us before the church community declaring, “Hey, I too am a leper, crying out to the Lord to have pity on me”?* Because that is how I feel, like a "leper"; to have to struggle with SSA in secrecy within my Catholic community, alone in my fear that if I were to disclose my struggle with SSA, I would be “cast out into a leper colony”. And I feel as though the only circles where I can experience the full measure of freedom to express my innermost struggles, is among other men and women who also struggle with SSA. So in this sense, isn't it true, that Courage Apostolate, the support group for Catholic men and women struggling with SSA, is the Church's modern day “leper colony”? When will persons struggling with SSA like myself experience acceptance, support and encouragement, and a genuine sense of belonging in our respective church communities, without fear of being judged?



*12 As he was going into a village, ten men who had leprosy[a] met him. They stood at a distance 13 and called out in a loud voice, “Jesus, Master, have pity on us!”

Luke 17:12-13 New International Version (NIV)



It seems the only people who are bold enough to speak aloud publicly are people who have SSA, but are fighting against the church; and advocating “gay” rights, which to me are “rights that allow persons with SSA to act out in defiance to the Catholic church's teachings on morality and chastity”. Yet those of us with SSA, but choose to live according to the guidelines on morality and chastity pertaining to homosexuality in the Catechism of the Catholic Church, seem to be “bullied” into silence by the “stigma” that being a Catholic person with SSA still carries with it in our contemporary church communities. A “stigma” that makes me feel ashamed to speak up in my church community, rather than boast with great joy that Christ redeems me each day in my struggle with sexual brokenness, that it is by His grace alone that He sustains me in my daily battle for purity.


I often feel overwhelmed by the seeming hopelessness of living as a Catholic “outcast” with SSA. However,  if I were to regard my SSA as the “thorn in my flesh” similar to that which St. Paul also spoke of, then perhaps I should actually rejoice and be glad even that I have been given this “thorn in my flesh” as a constant reminder of my dependence on God, that it is His grace alone which sustains me. Perhaps as well, I should also learn from St. Paul, who with wisdom that can come only from the Holy Spirit, spoke of the added benefit of this “thorn in his flesh” that “kept a proud man humble before God”.* Perhaps the great paradox is that that this “thorn in the flesh” which seems more a curse than a blessing, helps to develop in the person struggling with SSA, the virtue of humility.



*7 Because the things God showed me were so wonderful, I might have become too proud of myself. But something happened and stopped that. It was like a thorn in me. It came from Satan [the devil] to trouble me. It came to stop me from being too proud.

2 Corinthians 12:7-10 Worldwide English (New Testament) (WE)



Perhaps this “stigma” of shame that comes with my SSA has little or nothing to do with the lack of solidarity and support coming from church leaders, or the potential threat of rejection by the greater church community in the event of self disclosure, but rather it is a “shadow” that comes with my own self-absorbed pride in constructing an impenetrable fortress about myself, projecting an image that I am perfect and unblemished, yet knowing desperately deep inside that it is all a lie.


“Lord, help me to lay down my pride, tear down the fortress I have built around myself, my fake image, my false pretences, my excuses and finger pointing, pushing the blame on others; and build instead a new life grounded on the truth that You have redeemed me through your love and sacrifice, that by Your grace I can grow daily in inner chastity as well as humility, patience, temperance, fortitude and charity; and that you have set me free to love others as the Father has loved me. Lord let this truth of Your redeeming love empower me to speak freely and boldly of Your love for me, the same love you offer to all mankind; and help me to love all people, as You, Lord Jesus, love me. Amen.”


                                             --------o0o--------


8 Concerning this I implored the Lord three times that it might leave me. 9 And He has said to me, "My grace is sufficient for you, for power is perfected in weakness." Most gladly, therefore, I will rather boast [a]about my weaknesses, so that the power of Christ may dwell in me. 10 Therefore I am well content with weaknesses, with [b]insults, with distresses, with persecutions, with difficulties, for Christ's sake; for when I am weak, then I am strong.

                              

2 Corinthians 12:8-10 New American Standard Bible (NASB)



Terminology: (A) Person with Same Sex Attraction (SSA) vs. "gay" or "homosexual" - In discussing homosexuality we must therefore strive for precision in terms. This may be at the cost of linguistic convenience. Popular culture and ease of speech make the less accurate words more attractive. Nevertheless, it is better to speak of same-sex attractions, homosexual inclinations or tendencies. (The Catholic Church's pastoral response)

http://www.catholicculture.org/culture/library/view.cfm?recnum=9495


Description and History: Courage Apostolate/International - Courage Apostolate is a spiritual support system that is designed to assist men and women struggling with SSA to live chaste lives through prayer, fellowship, truth and love in obedience with the teachings of the Roman Catholic Church. The group was founded in 1980 by the late Terence Cardinal Cooke, Archbishop of New York and the late Fr. John Harvey, OSFS. The group meetings consist of laymen and laywomen usually under anonymous discretion, together with a priest, using a 12-step program adapted from Alcoholics Anonymous. With the endorsement of the Holy See in 1994, Courage now has more than ninety-five (95) chapters worldwide, including Courage Philippines chapter, established in 1995 with the permission of His Eminence, the late Jaime Cardinal Sin, Archbishop of Manila.

http://www.couragerc.net

http://www.couragephilippines.blogspot.com/



The Catholic Medical Association's statement on Same-Sex Attraction: SSA is preventable and a symptom of other issues. The goal of therapy should be "freedom to live chastely according to one's state in life."

http://www.cathmed.org/ 



The Catechism of the Catholic Church on Pastoral Care of Persons with SSA: The number of men and women who have deep-seated homosexual tendencies is not negligible. This inclination , which is objectively disordered, constitutes for most of them a trial. They must be accepted with respect, compassion, and sensitivity. Every sign of unjust discrimination in their regard should be avoided. These persons are called to fulfill God's will in their lives and, if they are Christians, to unite to the sacrifice of the Lord's Cross the difficulties they may encounter from their condition. (CCC 2358)

Homosexual persons are called to chastity. By the virtues of self-mastery that teaches them inner freedom, at times by the support of disinterested friendship, by prayer and sacramental grace, they can and should gradually and resolutely approach Christian perfection. (CCC 2359)

http://www.vatican.va/archive/ccc_css/archive/catechism/p3s2c2a6.htm



http://www.revelife.com/754851828/i-was-given-a-thorn-in-my-flesh-paul-and-homosexuality/ 


Posted by Viktor Stavros at 6:54 AM 

http://victoryinthecrossofchrist.blogspot.de/2012/06/you-know-what-my-problem-is-i-feel_09.html?spref=bl

(used with permission)

The Catholic Medical Association


HOMOSEXUALITY AND HOPE:

Statement Of The Catholic Medical Association
November, 2000


Links:


Catholic Medical Association’s Homosexuality and Hope Booklet - 


Priests With Courage

http://www.priestswithcourage.org/


The Five Goals of  PWC:


  1. Supporting Courage, the Catholic Church's only pontifically approved ministry
    which is specifically committed to providing spiritual support for persons with same-
    sex attractions who are striving to live chastely.  Direct those who are seeking help
    to Courage, and their families and friends to EnCourage.  Show your support by
    getting involved in a Courage or EnCourage group, and if there aren't any groups in
    your areas, consider starting them.
  2. Praying for those who experience homosexual temptations, whether they live an
    actively homosexual lifestyle or are striving to live chastely, and offering Mass as
    often as you can for all who struggle with homosexuality.
  3. Treating men, women and youth who experience same-sex attractions with
    "respect, compassion and sensitivity" (Catechism of the Catholic Church,
    #2358).  This involves accepting them for who they really are - men and women,
    sons and daughters of God, and not referring to them as "gays", "lesbians" or other
    reductionist terms.
  4. Getting informed about the issue of homosexuality.  The number of men and
    women dealing with homosexuality in your parishes and in your cities is not
    negligible.  The Church cannot ignore them or the issue.  The spiritual and physical
    lives of too many are at stake.  Know what the Church really teaches from the
    Scripture, the Catechism, and the Congregation of the Doctrine of the Faith (see the
    Teachings section on this website for more information).
  5. Speaking up about this issue publicly and privately.  Speaking up does require
    Courage - not everyone will be glad to hear the truth, but everyone needs to hear it.  
    Fear not, as Pope John Paul II so often admonishes.  And know that the men and
    women at Courage are praying for you!


What is Courage?

Courage, an apostolate of the Roman Catholic Church, ministers to those with same-sex
attractions and their loved ones. Courage has been endorsed by the Pontifical Council for
the Family, and our beloved John Paul II said of this ministry, "COURAGE is doing the
work of God!"

The following five goals of Courage were created by the members themselves, when
Courage was founded.   The goals are read at the start of each meeting and each member is
called to practice them in daily life.  

1.  Live chaste lives in accordance with the Roman Catholic Church's teaching on
homosexuality.   (Chastity)

2.  Dedicate ones life to Christ through service to others, spiritual reading, prayer,
meditation, individual spiritual direction, frequent attendance at Mass, and the frequent
reception of the sacraments of Reconciliation and Holy Eucharist.   (Prayer and
Dedication)

3.  Foster a spirit of fellowship in which all may share thoughts and experiences, and so
ensure that no one will have to face the problems of homosexuality alone.   (Fellowship)

4.  Be mindful of the truth that chaste friendships are not only possible but necessary in a  
chaste Christian life and in doing so provide encouragement to one another in forming and
sustaining them.  (Support)

5.  Live lives that may serve as good examples to others. (Good Example)







Lebensgemeinschaften zwischen homosexuellen Personen

KONGREGATION FÜR DIE GLAUBENSLEHRE

Erwägungen zu den Entwürfen einer rechtlichen Anerkennung der Lebensgemeinschaften zwischen homosexuellen Personen

IV. Verhaltsweisen der katholischen Politiker in Bezug auf Gesetzgebungen zu Gunsten homosexueller Lebensgemeinschaften

"10. Wenn alle Gläubigen verpflichtet sind, gegen die rechtliche Anerkennung homosexueller Lebensgemeinschaften Einspruch zu erheben, dann sind es die katholischen Politiker in besonderer Weise, und zwar auf der Ebene der Verantwortung, die ihnen eigen ist.

Wenn sie mit Gesetzesvorlagen zu Gunsten homosexueller Lebensgemeinschaften konfrontiert werden, sind folgende ethische Anweisungen zu beachten.

Wird der gesetzgebenden Versammlung zum ersten Mal ein Gesetzesentwurf zu Gunsten der rechtlichen Anerkennung homosexueller Lebensgemeinschaften vorgelegt, hat der katholische Parlamentarier die sittliche Pflicht, klar und öffentlich seinen Widerspruch zu äußern und gegen den Gesetzesentwurf zu votieren. Die eigene Stimme einem für das Gemeinwohl der Gesellschaft so schädlichen Gesetzestext zu geben, ist eine schwerwiegend unsittliche Handlung."

(Quelle: http://www.ehe-schuetzen.at/index.php?arguments)


KONGREGATION FÜR DIE GLAUBENSLEHRE

ERWÄGUNGEN ZU DEN ENTWÜRFEN EINER RECHTLICHEN ANERKENNUNG DER LEBENSGEMEINSCHAFTEN ZWISCHEN HOMOSEXUELLEN PERSONEN

 

EINLEITUNG

1. Verschiedene Fragen bezüglich der Homosexualität sind in letzter Zeit mehrmals von Papst Johannes Paul II. und den zuständigen Dikasterien des Heiligen Stuhls erörtert worden.(1) Es handelt sich nämlich um ein beunruhigendes moralisches und soziales Phänomen, auch in jenen Ländern, in denen es in der Rechtsordnung keine Beachtung findet. Noch bedenklicher wird es aber in den Ländern, die den homosexuellen Lebensgemeinschaften eine rechtliche Anerkennung, die in einigen Fällen auch die Befähigung zur Adoption von Kindern einschließt, bereits gewährt haben oder gewähren wollen. Die vorliegenden Erwägungen enthalten keine neuen Lehraussagen, sondern wollen die wesentlichen Punkte zu dem Problem in Erinnerung rufen und einige Argumente rationaler Natur liefern, die den Bischöfen bei der Abfassung von spezifischeren Stellungnahmen entsprechend den besonderen Situationen in den verschiedenen Regionen der Welt helfen können; solche Stellungnahmen werden darauf ausgerichtet sein, die Würde der Ehe, die das Fundament der Familie bildet, sowie die Stabilität der Gesellschaft, deren grundlegender Bestandteil diese Institution ist, zu schützen und zu fördern. Diese Erwägungen haben auch zum Ziel, die katholischen Politiker in ihrer Tätigkeit zu orientieren und ihnen die Verhaltensweisen darzulegen, die mit dem christlichen Gewissen übereinstimmen, wenn sie mit Gesetzesentwürfen bezüglich dieses Problems konfrontiert werden.(2) Weil es sich um eine Materie handelt, die das natürliche Sittengesetz betrifft, werden die folgenden Argumente nicht nur den Gläubigen vorgelegt, sondern allen Menschen, die sich für die Förderung und den Schutz des Gemeinwohls der Gesellschaft einsetzen.

 

I. NATUR UND UNVERZICHTBARE MERKMALE DER EHE

2. Die Lehre der Kirche über die Ehe und die Komplementarität der Geschlechter legt eine Wahrheit vor, die der rechten Vernunft einsichtig ist und als solche von allen großen Kulturen der Welt anerkannt wird. Die Ehe ist nicht eine beliebige Gemeinschaft von menschlichen Personen. Sie wurde vom Schöpfer mit einer eigenen Natur sowie eigenen Wesenseigenschaften und Zielen begründet.(3) Keine Ideologie kann dem menschlichen Geist die Gewissheit nehmen, dass es eine Ehe nur zwischen zwei Personen verschiedenen Geschlechts gibt, die durch die gegenseitige personale Hingabe, die ihnen eigen und ausschließlich ist, nach der Gemeinschaft ihrer Personen streben. Auf diese Weise vervollkommnen sie sich gegenseitig und wirken mit Gott an der Zeugung und an der Erziehung neuen Lebens mit.

3. Die natürliche Wahrheit über die Ehe wurde durch die Offenbarung bekräftigt, die in den biblischen Schöpfungsberichten enthalten ist und auch die ursprüngliche menschliche Weisheit zum Ausdruck bringt, in der sich die Stimme der Natur selbst Gehör verschafft. Das Buch Genesis spricht von drei grundlegenden Aspekten des Schöpferplanes über die Ehe.

Zum einen wurde der Mensch, das Abbild Gottes, «  als Mann und Frau  » geschaffen (Gen 1,27). Als Personen sind Mann und Frau einander gleich, in ihrem Mann- und Frausein ergänzen sie einander. Die Sexualität gehört einerseits zur biologischen Sphäre, wird aber andererseits im menschlichen Geschöpf auf eine neue, und zwar auf die personale Ebene erhoben, wo Natur und Geist sich miteinander verbinden.

Zum anderen wurde die Ehe vom Schöpfer als die Lebensform gegründet, in der sich jene Gemeinschaft unter Personen verwirklicht, die die Ausübung der Geschlechtlichkeit einbezieht. «  Darum verlässt der Mann Vater und Mutter und bindet sich an seine Frau, und sie werden ein Fleisch  » (Gen 2,24).

Schließlich wollte Gott der Einheit von Mann und Frau eine besondere Teilhabe an seinem Schöpfungswerk geben. Deshalb segnete er den Mann und die Frau mit den Worten: «  Seid fruchtbar, und vermehrt euch  » (Gen 1,28). Nach dem Plan des Schöpfers gehören also die Komplementarität der Geschlechter und die Fruchtbarkeit zum Wesen der ehelichen Institution.

Darüber hinaus ist die eheliche Gemeinschaft zwischen Mann und Frau von Christus zur Würde eines Sakramentes erhoben worden. Die Kirche lehrt, dass die christliche Ehe ein wirksames Zeichen des Bundes zwischen Christus und der Kirche ist (vgl. Eph 5,32). Diese christliche Bedeutung der Ehe schmälert keineswegs den tief menschlichen Wert der ehelichen Verbindung von Mann und Frau, sondern bestätigt und bekräftigt ihn (vgl. Mt 19,3-12; Mk 10,6-9).

4. Es gibt keinerlei Fundament dafür, zwischen den homosexuellen Lebensgemeinschaften und dem Plan Gottes über Ehe und Familie Analogien herzustellen, auch nicht in einem weiteren Sinn. Die Ehe ist heilig, während die homosexuellen Beziehungen gegen das natürliche Sittengesetz verstoßen. Denn bei den homosexuellen Handlungen bleibt «  die Weitergabe des Lebens [...] beim Geschlechtsakt ausgeschlossen. Sie entspringen nicht einer wahren affektiven und geschlechtlichen Ergänzungsbedürftigkeit. Sie sind in keinem Fall zu billigen  ».(4)

Homosexuelle Beziehungen werden «  in der Heiligen Schrift als schwere Verirrungen verurteilt... (vgl. Röm 1,24-27; 1 Kor 6,10; 1 Tim 1,10). Dieses Urteil der Heiligen Schrift erlaubt zwar nicht den Schluss, dass alle, die an dieser Anomalie leiden, persönlich dafür verantwortlich sind, bezeugt aber, dass die homosexuellen Handlungen in sich nicht in Ordnung sind  ».(5) Dieses moralische Urteil, das man bei vielen kirchlichen Schriftstellern der ersten Jahrhunderte(6) findet, wurde von der katholischen Tradition einmütig angenommen.

Nach der Lehre der Kirche ist den Männern und Frauen mit homosexuellen Tendenzen «  mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen. Man hüte sich, sie in irgendeiner Weise ungerecht zurückzusetzen  ».(7) Diese Personen sind wie die anderen Christen gerufen, ein keusches Leben zu führen.(8) Aber die homosexuelle Neigung ist «  objektiv ungeordnet  »,(9) und homosexuelle Praktiken gehören «  zu den Sünden, die schwer gegen die Keuschheit verstoßen  ».(10)

 

II. HALTUNGEN GEGENÜBER DEM PROBLEM DER HOMOSEXUELLEN LEBENSGEMEINSCHAFTEN

5. Die zivilen Autoritäten nehmen gegenüber dem Phänomen der faktisch bestehenden homosexuellen Lebensgemeinschaften verschiedene Haltungen ein: Manchmal beschränken sie sich darauf, das Phänomen zu tolerieren; manchmal fördern sie die rechtliche Anerkennung solcher Lebensgemeinschaften mit dem Vorwand, hinsichtlich einiger Rechte die Diskriminierung jener Menschen zu vermeiden, die mit einer Person des gleichen Geschlechts zusammenleben; in einigen Fällen befürworten sie sogar die rechtliche Gleichstellung der homosexuellen Lebensgemeinschaften mit der Ehe im eigentlichen Sinn, ohne die rechtliche Möglichkeit zur Adoption von Kindern auszuschließen.

Wo der Staat eine Politik der Toleranz des Faktischen betreibt, die nicht das Bestehen eines Gesetzes einschließt, das solchen Lebensformen ausdrücklich eine rechtliche Anerkennung verleiht, müssen die verschiedenen Aspekte des Problems sorgfältig unterschieden werden. Das Gewissen fordert in jedem Fall, Zeugnis abzulegen für die ganze sittliche Wahrheit, der sowohl die Billigung homosexueller Beziehungen wie auch die ungerechte Diskriminierung homosexueller Menschen widerspricht. Deshalb sind diskrete und kluge Stellungnahmen nützlich, die zum Beispiel folgenden Inhalt haben könnten: den instrumentalen oder ideologischen Gebrauch aufdecken, den man von einer solchen Toleranz machen kann; den unsittlichen Charakter dieser Art von Lebensgemeinschaften klar herausstellen; den Staat auf die Notwendigkeit hinweisen, das Phänomen in Grenzen zu halten, damit das Gewebe der öffentlichen Moral nicht in Gefahr gerät und vor allem die jungen Generationen nicht einer irrigen Auffassung über Sexualität und Ehe ausgesetzt werden, die sie des notwendigen Schutzes berauben und darüber hinaus zur Ausbreitung des Phänomens beitragen würde. Jene, die diese Toleranz gebrauchen, um bestimmte Rechte für zusammenlebende homosexuelle Personen einzufordern, müssen daran erinnert werden, dass die Toleranz des Bösen etwas ganz anderes ist als die Billigung oder Legalisierung des Bösen.

Werden homosexuelle Lebensgemeinschaften rechtlich anerkannt oder werden sie der Ehe gleichgestellt, indem man ihnen die Rechte gewährt, die der Ehe eigen sind, ist es geboten, klar und deutlich Einspruch zu erheben. Man muss sich jedweder Art formeller Mitwirkung an der Promulgation und Anwendung von so schwerwiegend ungerechten Gesetzen und, soweit es möglich ist, auch von der materiellen Mitwirkung auf der Ebene der Anwendung enthalten. In dieser Materie kann jeder das Recht auf Einspruch aus Gewissensgründen geltend machen.

 

III. RATIONALE ARGUMENTE GEGEN DIE RECHTLICHE ANERKENNUNG HOMOSEXUELLER LEBENSGEMEINSCHAFTEN

6. Um zu verstehen, weshalb es notwendig ist, sich in dieser Weise den Instanzen entgegenzustellen, die die Legalisierung der homosexuellen Lebensgemeinschaften anstreben, bedarf es einiger spezifischer ethischer Erwägungen, die sich auf unterschiedlichen Ebenen bewegen.

In Bezug auf die rechte Vernunft

Die Aufgabe des staatlichen Gesetzes ist gewiss im Vergleich zu der des sittlichen Gesetzes von begrenzterem Umfang.(11) Das staatliche Gesetz kann aber nicht in einen Widerspruch zur rechten Vernunft treten, ohne seinen das Gewissen bindenden Charakter zu verlieren.(12) Jedes von Menschen erlassene Gesetz hat den Charakter eines Gesetzes, insoweit es mit dem natürlichen Sittengesetz, das von der rechten Vernunft erkannt wird, übereinstimmt und insbesondere die unveräußerlichen Rechte jeder Person achtet.(13) Die Gesetzgebungen zu Gunsten der homosexuellen Lebensgemeinschaften widersprechen der rechten Vernunft, weil sie der Lebensgemeinschaft zwischen zwei Personen desselben Geschlechts rechtliche Garantien verleihen, die jenen der ehelichen Institution analog sind. In Anbetracht der Werte, die auf dem Spiel stehen, könnte der Staat diese Lebensgemeinschaften nicht legalisieren, ohne die Pflicht zu vernachlässigen, eine für das Gemeinwohl so wesentliche Einrichtung zu fördern und zu schützen, wie es die Ehe ist.

Man kann sich fragen, wie ein Gesetz dem Gemeinwohl widersprechen kann, das niemandem eine besondere Verhaltensweise auferlegt, sondern sich darauf beschränkt, eine faktische Gegebenheit zu legalisieren, die dem Anschein nach niemandem Unrecht zufügt. In diesem Zusammenhang ist es notwendig, vor allem den Unterschied zu bedenken zwischen dem homosexuellen Verhalten als einem privaten Phänomen und demselben Verhalten als einer im Gesetz vorgesehenen und gebilligten sozialen Beziehung, aus der man eine der Institutionen der Rechtsordnung machen möchte. Das zweite Phänomen ist nicht nur schwerwiegender, sondern hat eine sehr umfassende und tiefgehende Tragweite und würde die gesamte soziale Struktur in einer Weise verändern, die dem Gemeinwohl widerspräche. Staatliche Gesetze sind Strukturprinzipien des Lebens der Menschen in der Gesellschaft, zum Guten oder zum Bösen. Sie spielen «  eine sehr wichtige und manchmal entscheidende Rolle bei der Förderung einer Denkweise und einer Gewohnheit  ».(14) Lebensformen und darin sich ausdrückende Modelle gestalten das gesellschaftliche Leben nicht nur äußerlich, sondern neigen dazu, bei den jungen Generationen das Verständnis und die Bewertung der Verhaltensweisen zu verändern. Die Legalisierung von homosexuellen Lebensgemeinschaften würde deshalb dazu führen, dass das Verständnis der Menschen für einige sittliche Grundwerte verdunkelt und die eheliche Institution entwertet würde.

In biologischer und anthropologischer Hinsicht

7. Den homosexuellen Lebensgemeinschaften fehlen ganz und gar die biologischen und anthropologischen Faktoren der Ehe und der Familie, die vernünftigerweise eine rechtliche Anerkennung solcher Lebensgemeinschaften begründen könnten. Sie sind nicht in der Lage, auf angemessene Weise die Fortpflanzung und den Fortbestand der Menschheit zu gewährleisten. Ein eventueller Rückgriff auf die Mittel, die ihnen durch die neuesten Entdeckungen im Bereich der künstlichen Fortpflanzung zur Verfügung gestellt werden, wäre nicht nur mit schwerwiegenden Mängeln an Achtung vor der menschlichen Würde behaftet,(15) sondern würde diese ihre Unzulänglichkeit in keiner Weise beheben.

Den homosexuellen Lebensgemeinschaften fehlt auch gänzlich die eheliche Dimension, welche die menschliche und geordnete Form der geschlechtlichen Beziehungen ausmacht. Sexuelle Beziehungen sind menschlich, wenn und insoweit sie die gegenseitige Hilfe der Geschlechter in der Ehe ausdrücken und fördern und für die Weitergabe des Lebens offen bleiben.

Wie die Erfahrung zeigt, schafft das Fehlen der geschlechtlichen Bipolarität Hindernisse für die normale Entwicklung der Kinder, die eventuell in solche Lebensgemeinschaften eingefügt werden. Ihnen fehlt die Erfahrung der Mutterschaft oder der Vaterschaft. Das Einfügen von Kindern in homosexuelle Lebensgemeinschaften durch die Adoption bedeutet faktisch, diesen Kindern Gewalt anzutun in dem Sinn, dass man ihren Zustand der Bedürftigkeit ausnützt, um sie in ein Umfeld einzuführen, das ihrer vollen menschlichen Entwicklung nicht förderlich ist. Eine solche Vorgangsweise wäre gewiss schwerwiegend unsittlich und würde offen einem Grundsatz widersprechen, der auch von der internationalen Konvention der UNO über die Rechte der Kinder anerkannt ist. Demgemäß ist das oberste zu schützende Interesse in jedem Fall das Interesse des Kindes, das den schwächeren und schutzlosen Teil ausmacht.

In sozialer Hinsicht

8. Die Gesellschaft verdankt ihren Fortbestand der Familie, die in der Ehe gründet. Die unvermeidliche Folge der rechtlichen Anerkennung der homosexuellen Lebensgemeinschaften ist, dass man die Ehe neu definiert und zu einer Institution macht, die in ihrer gesetzlich anerkannten Form die wesentliche Beziehung zu den Faktoren verliert, die mit der Heterosexualität verbunden sind, wie zum Beispiel die Aufgabe der Fortpflanzung und der Erziehung. Wenn die Ehe zwischen zwei Personen verschiedenen Geschlechts in rechtlicher Hinsicht nur als eine mögliche Form der Ehe betrachtet würde, brächte dies eine radikale Veränderung des Begriffs der Ehe zum schweren Schaden für das Gemeinwohl mit sich. Wenn der Staat die homosexuelle Lebensgemeinschaft auf eine rechtliche Ebene stellt, die jener der Ehe und Familie analog ist, handelt er willkürlich und tritt in Widerspruch zu seinen eigenen Verpflichtungen.

Um die Legalisierung der homosexuellen Lebensgemeinschaften zu stützen, kann man sich nicht auf das Prinzip der Achtung und der Nicht-Diskriminierung jeder Person berufen. Eine Unterscheidung unter Personen oder die Ablehnung einer sozialen Anerkennung oder Leistung sind nämlich nur dann unannehmbar, wenn sie der Gerechtigkeit widersprechen.(16) Wenn man den Lebensformen, die weder ehelich sind noch sein können, den sozialen und rechtlichen Status der Ehe nicht zuerkennt, widerspricht dies nicht der Gerechtigkeit, sondern wird im Gegenteil von ihr gefordert.

Auch auf das Prinzip der rechten persönlichen Autonomie kann man sich vernünftigerweise nicht berufen. Eine Sache ist es, dass die einzelnen Bürger frei Tätigkeiten ausüben können, für die sie Interesse hegen, und dass diese Tätigkeiten im Großen und Ganzen in den allgemeinen bürgerlichen Freiheitsrechten Platz haben. Eine ganz andere Sache ist es, dass Tätigkeiten, die für die Entwicklung der Person und der Gesellschaft keinen bedeutsamen, positiven Beitrag darstellen, vom Staat eine eigene qualifizierte rechtliche Anerkennung erhalten. Die homosexuellen Lebensgemeinschaften erfüllen auch nicht in einem weiteren analogen Sinn die Aufgaben, deretwegen Ehe und Familie eine eigene qualifizierte Anerkennung verdienen. Es gibt jedoch gute Gründe zur Annahme, dass diese Lebensgemeinschaften für die gesunde Entwicklung der menschlichen Gesellschaft schädlich sind, vor allem wenn ihr tatsächlicher Einfluss auf das soziale Gewebe zunehmen würde.

In rechtlicher Hinsicht

9. Weil die Ehepaare die Aufgabe haben, die Folge der Generationen zu garantieren, und deshalb von herausragendem öffentlichen Interesse sind, gewährt ihnen das bürgerliche Recht eine institutionelle Anerkennung. Die homosexuellen Lebensgemeinschaften bedürfen hingegen keiner spezifischen Aufmerksamkeit von Seiten der Rechtsordnung, da sie nicht die genannte Aufgabe für das Gemeinwohl besitzen.

Nicht zutreffend ist das Argument, dass die rechtliche Anerkennung der homosexuellen Lebensgemeinschaften notwendig wäre, um zu verhindern, dass die homosexuell Zusammenlebenden auf Grund der bloßen Tatsache ihres Zusammenlebens die wirksame Anerkennung der allgemeinen Rechte verlieren, die sie als Personen und als Bürger haben. In Wirklichkeit können sie jederzeit wie alle Bürger, ausgehend von ihrer persönlichen Autonomie, auf das allgemeine Recht zurückgreifen, um rechtliche Situationen von gegenseitigem Interesse zu schützen. Es ist jedoch eine schwerwiegende Ungerechtigkeit, das Gemeinwohl und die authentischen Rechte der Familie zu opfern, um Güter zu erlangen, die auf Wegen garantiert werden können und müssen, die nicht für die ganze Gesellschaft schädlich sind.(17)

 

IV. VERHALTENSWEISEN DER KATHOLISCHEN POLITIKER IN BEZUG AUF GESETZGEBUNGEN ZU GUNSTEN HOMOSEXUELLER LEBENSGEMEINSCHAFTEN

10. Wenn alle Gläubigen verpflichtet sind, gegen die rechtliche Anerkennung homosexueller Lebensgemeinschaften Einspruch zu erheben, dann sind es die katholischen Politiker in besonderer Weise, und zwar auf der Ebene der Verantwortung, die ihnen eigen ist. Wenn sie mit Gesetzesvorlagen zu Gunsten homosexueller Lebensgemeinschaften konfrontiert werden, sind folgende ethische Anweisungen zu beachten.

Wird der gesetzgebenden Versammlung zum ersten Mal ein Gesetzesentwurf zu Gunsten der rechtlichen Anerkennung homosexueller Lebensgemeinschaften vorgelegt, hat der katholische Parlamentarier die sittliche Pflicht, klar und öffentlich seinen Widerspruch zu äußern und gegen den Gesetzesentwurf zu votieren. Die eigene Stimme einem für das Gemeinwohl der Gesellschaft so schädlichen Gesetzestext zu geben, ist eine schwerwiegend unsittliche Handlung.

Wenn ein Gesetz zu Gunsten homosexueller Lebensgemeinschaften schon in Kraft ist, muss der katholische Parlamentarier auf die ihm mögliche Art und Weise dagegen Einspruch erheben und seinen Widerstand öffentlich kundtun: Es handelt sich hier um die Pflicht, für die Wahrheit Zeugnis zu geben. Wenn es nicht möglich wäre, ein Gesetz dieser Art vollständig aufzuheben, könnte es ihm mit Berufung auf die in der Enzyklika Evangelium vitae enthaltenen Anweisungen «  gestattet sein, Gesetzesvorschläge zu unterstützen, die die Schadensbegrenzung eines solchen Gesetzes zum Ziel haben und die negativen Auswirkungen auf das Gebiet der Kultur und der öffentlichen Moral vermindern  ». Voraussetzung dafür ist, dass sein «  persönlicher absoluter Widerstand  » gegen solche Gesetze «  klargestellt und allen bekannt  » ist und die Gefahr des Ärgernisses vermieden wird.(18) Dies bedeutet nicht, dass in dieser Sache ein restriktiveres Gesetz als ein gerechtes oder wenigstens annehmbares Gesetz betrachtet werden könnte. Es geht vielmehr um einen legitimen und gebührenden Versuch, ein ungerechtes Gesetz wenigstens teilweise aufzuheben, wenn die vollständige Aufhebung momentan nicht möglich ist.

 

SCHLUSS

11. Nach der Lehre der Kirche kann die Achtung gegenüber homosexuellen Personen in keiner Weise zur Billigung des homosexuellen Verhaltens oder zur rechtlichen Anerkennung der homosexuellen Lebensgemeinschaften führen. Das Gemeinwohl verlangt, dass die Gesetze die eheliche Gemeinschaft als Fundament der Familie, der Grundzelle der Gesellschaft, anerkennen, fördern und schützen. Die rechtliche Anerkennung homosexueller Lebensgemeinschaften oder deren Gleichsetzung mit der Ehe würde bedeuten, nicht nur ein abwegiges Verhalten zu billigen und zu einem Modell in der gegenwärtigen Gesellschaft zu machen, sondern auch grundlegende Werte zu verdunkeln, die zum gemeinsamen Erbe der Menschheit gehören. Die Kirche kann nicht anders, als diese Werte zu verteidigen, für das Wohl der Menschen und der ganzen Gesellschaft.

Papst Johannes Paul II. hat die vorliegenden Erwägungen, die in der Ordentlichen Versammlung dieser Kongregation beschlossen worden waren, in der dem unterzeichneten Kardinalpräfekten am 28. März 2003 gewährten Audienz approbiert und ihre Veröffentlichung angeordnet.

Rom, am Sitz der Kongregation für die Glaubenslehre, am 3. Juni 2003, dem Gedenktag der heiligen Märtyrer Karl Lwanga und Gefährten.

Joseph Card. Ratzinger
Präfekt

Angelo Amato, S.D.B.
Titularerzbischof von Sila
Sekretär


(1) Vgl. Johannes Paul II., Ansprachen beim Angelus, 20. Februar 1994 und 19. Juni 1994; Ansprache an die Teilnehmer der Vollversammlung des Päpstlichen Rates für die Familie, 24. März 1999; Katechismus der Katholischen Kirche, 2357-2359, 2396; Kongregation für die Glaubenslehre, Erklärung Persona humana, 29. Dezember 1975, 8; Schreiben über die Seelsorge für homosexuelle Personen, 1. Oktober 1986; Einige Erwägungen bezüglich der Antwort auf Gesetzesvorschläge über die Nicht-Diskriminierung homosexueller Personen, 24. Juli 1992; Päpstlicher Rat für die Familie, Schreiben an die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen Europas über den Beschluss des Europaparlamentes in Bezug auf homosexuelle Paare, 25. März 1994; Familie, Ehe und «  de-facto  »-Lebensgemeinschaften, 26. Juli 2000, 23.

(2) Vgl. Kongregation für die Glaubenslehre, Lehrmäßige Note zu einigen Fragen über den Einsatz und das Verhalten der Katholiken im politischen Leben, 24. November 2002, 4.

(3) Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Pastoralkonstitution Gaudium et spes, 48.

(4) Katechismus der Katholischen Kirche, 2357.

(5) Kongregation für die Glaubenslehre, Erklärung Persona humana, 29. Dezember 1975, 8.

(6) Vgl. zum Beispiel Hl. Polykarp, Brief an die Philipper, V, 3; Hl. Justin, Erste Apologie, 27, 1-4; Athenagoras, Bitte für die Christen, 34.

(7) Katechismus der Katholischen Kirche, 2358; vgl. Kongregation für die Glaubens- lehre, Schreiben über die Seelsorge für homosexuelle Personen, 1. Oktober 1986, 10.

(8) Vgl. Katechismus der Katholischen Kirche, 2359; vgl. Kongregation für die Glaubens- lehre, Schreiben über die Seelsorge für homosexuelle Personen, 1. Oktober 1986, 12.

(9) Katechismus der Katholischen Kirche, 2358.

(10) Ebd., 2396.

(11) Vgl. Johannes Paul II., Enzyklika Evangelium vitae, 25. März 1995, 71.

(12) Vgl. ebd., 72.

(13) Vgl. Hl. Thomas von Aquin, Summa Theologiae, I-II, q. 95, a. 2.

(14) Vgl. Johannes Paul II., Enzyklika Evangelium vitae, 25. März 1995, 90.

(15) Vgl. Kongregation für die Glaubenslehre, Instruktion Donum vitae, 22. Februar 1987, II. A. 1-3.

(16) Vgl. Hl. Thomas von Aquin, Summa Theologiae, II-II, q. 63, a. 1, c.

(17) Darüber hinaus besteht immer die Gefahr, dies darf man nicht vergessen,  »dass ein Gesetz, welches aus der Homosexualität eine Grundlage zur Erlangung von Rechten macht, faktisch eine Person mit homosexueller Neigung ermutigen kann, sich als homosexuell zu deklarieren oder sogar einen Partner zu suchen, um die Anordnungen des Gesetzes auszunützen«  (Kongregation für die Glaubenslehre, Einige Erwägungen bezüglich der Antwort auf Gesetzesvorschläge über die Nicht-Diskriminierung homosexueller Personen, 24. Juli 1992, 14).

(18) Johannes Paul II., Enzyklika Evangelium vitae, 25. März 1995, 73.

(Quelle: http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_20030731_homosexual-unions_ge.html)



PÄPSTLICHER RAT FÜR DIE FAMILIE

EHE, FAMILIE UND „FAKTISCHE LEBENSGEMEINSCHAFTEN“

 

Vorwort  

Die steigende Zahl faktischer Lebensgemeinschaften und die daraus folgende Abneigung gegen die Ehe sind ein in der ganzen Gesellschaft weitverbreitetes Phänomen, das die christliche Gemeinschaft eindringlich im Gewissen anspricht. Die Kirche hat die „Zeichen der Zeit“ erkannt und kommt daher nicht umhin, sich mit dieser Frage zu befassen. 

Im Bewußtsein der ernsten sozialen und pastoralen Folgen einer solchen Situation hat der Päpstliche Rat für die Familie im Jahr 1999 und in den ersten Monaten des Jahres 2000 eine Reihe von Studientagen veranstaltet. Das vorliegende Dokument ist das Ergebnis dieser Tagungen, an denen große Persönlichkeiten und renommierte Fachleute der ganzen Welt teilgenommen haben, um diese heikle Frage mit großer Tragweite für Kirche und Welt gebührend zu analysieren. 

Das Dokument setzt sich mit der schwierigen Situation von heute auseinander, bei der es genau um den zentralen Kern menschlicher Beziehungen, um die heikle Frage der innigen Verbindung zwischen Familie und Leben, um die empfindlichsten Bereiche des menschlichen Herzens geht. Zur gleichen Zeit ist angesichts der unleugbaren öffentlichen Tragweite und der derzeitigen internationalen politischen Konstellation ein richtungsweisendes Wort notwendig und dringlich. Es richtet sich zuallererst an die entsprechenden Verantwortlichen, die durch die Verabschiedung von Gesetzen der Ehe als Institution entweder rechtlichen Bestand verleihen oder das Gemeinwohl, das diese natürliche Institution schützt, schmälern, wenn sie von einer Betrachtung der persönlichen Probleme ausgehen, die nicht der Wirklichkeit entspricht. 

Die folgenden Überlegungen richten sich aber auch an die Bischöfe, die heute viele Christen dort abholen müssen, wo sie sind, und zur Aufwertung dieses natürlichen Werts führen müssen, der durch die Ehe als Institution geschützt und durch das christliche Sakrament besiegelt wird. Die in der Ehe begründete Familie entspricht dem Plan des Schöpfers „am Anfang“ (Mt 19,4). Im Reich Gottes kann nur der Same der in das Herz des Menschen eingeschriebenen Wahrheit ausgesät werden, weil nur sie „durch ihre Ausdauer Frucht bringen“ (Lk 8,15) kann; einer Wahrheit, die Erbarmen, Verständnis und Appell ist, in Jesus „das Licht der Welt“ (Joh 8,12) und die Kraft zu erkennen, die uns aus der Macht des Bösen befreit. 

Schließlich möchte das vorliegende Dokument ein positiver Beitrag zum Dialog sein, damit die Wahrheit der Dinge und der sich aus der natürlichen Ordnung ergebenden Forderungen klar zutage treten. Es ist somit als Teilnahme am sozio-politischen Diskurs und als Übernahme von Verantwortung für das Gemeinwohl zu verstehen. 

Gott gebe es, daß viele Menschen guten Willens diese nüchternen und verantwortungsbewußten Überlegungen teilen und sie dieser für Kirche und Welt notwendigen Lebensgemeinschaft, welche die Familie ist, zum Vorteil gereichen. 

Vatikanstadt, 26. Juli 2000 
Gedenktag der Heiligen Joachim und Anna, der Eltern der allerseligsten Jungfrau Maria
 

Alfonso Kardinal López Trujillo 
Präsident 

Bischof Francisco Gil Hellin 
Sekretär 
 

Einleitung 

1. Die sogenannten „faktischen Lebensgemeinschaften“ haben in den letzten Jahren in der Gesellschaft eine immer größere Bedeutung gewonnen. Initiativen fordern ihre institutionelle Anerkennung, ja sogar ihre Gleichstellung mit aus der Ehe hervorgegangen Familien. Angesichts einer so ernsten Frage, die sich auf die Zukunft der ganzen Menschheitsfamilie auswirken wird, möchte der Päpstliche Rat für die Familie mit Hilfe der folgenden Überlegungen auf die Gefahren einer solchen Anerkennung und Gleichstellung für die Identität der ehelichen Verbindung sowie auf den dadurch entstehenden großen Schaden für die Familie und für das Gemeinwohl aufmerksam machen. 

Nach einer Untersuchung der sozialen Aspekte der faktischen Lebensgemeinschaften, der konstitutiven Elemente und existentiellen Beweggründe setzt sich das vorliegende Dokument mit der Frage ihrer rechtlichen Anerkennung und Gleichstellung vor dem Hintergrund der in der Ehe begründeten Familie und der Gesellschaft als ganze auseinander. Danach befaßt es sich mit der Familie als Gut der Gesellschaft. Der Text betont in diesem Zusammenhang die zu fördernden objektiven Werte und die Rechtspflicht der Gesellschaft, die in der Ehe begründete Familie zu schützen und zu fördern. Danach erörtert es eingehender einige Aspekte der Forderungen nach einer Gleichstellung mit der Ehe. Schließlich legt es allgemeine Unterscheidungskriterien für die Pastoral vor, die den christlichen Gemeinschaften zur Orientierung dienen sollen. 

Die folgenden Ausführungen sind nicht nur an die gerichtet, die in der katholischen Kirche die „Kirche des lebendigen Gottes“ erkennen, „die die Säule und das Fundament der Wahrheit ist“ (1 Tim 3,15), sondern auch an die Christen der anderen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften sowie an alle, die sich aufrichtig für dieses kostbare Gut, nämlich die Familie, die Grundzelle der Gesellschaft, einsetzen. Denn wie das II. Vatikanische Konzil lehrt, „ist das Wohl der Person sowie der menschlichen und christlichen Gesellschaft zuinnerst mit einem Wohlergehen der Ehe- und Familiengemeinschaft verbunden. Darum begrüßen die Christen zusammen mit allen, welche diese Gemeinschaft hochschätzen, aufrichtig all die verschiedenen Hilfen, mittels derer man heute in der Förderung dieser Gemeinschaft der Liebe und im Schutz des Lebens vorwärtskommt und Gatten und Eltern bei ihrer großen Aufgabe unterstützt werden“.[1] 

I – Die „faktischen Lebensgemeinschaften“  

Soziale Aspekte der „faktischen Lebensgemeinschaften“  

2. Der Ausdruck „faktische Lebensgemeinschaft“ beinhaltet die Gesamtheit von vielfältigen und verschiedenartigen menschlichen Wirklichkeiten. Gemeint ist das Zusammenleben (unter Einschluß der sexuellen Gemeinschaft) ohne vorherige Eheschließung. Charakteristisch für die faktischen Lebensgemeinschaften ist genau genommen die Ablehnung der ehelichen Bindung oder der Aufschub auf einen späteren Zeitpunkt. Das hat ernste Folgen. 

Bei der Eheschließung übernimmt man durch den ehelichen Liebesbund öffentlich alle Pflichten, die sich aus der so eingegangenen Bindung ergeben. Die öffentliche Übernahme der Pflichten erweist sich nicht nur für Eheleute und Kinder, für deren affektive Reifung und Erziehung, sowie für die anderen Familienangehörigen als Gut. Die in der Ehe begründete Familie ist vielmehr auch für die gesamte Gesellschaft ein grundlegendes und wertvolles Gut. Denn die Werte, die in den Beziehungen in der Familie konkret gelebt werden, bilden das feste Fundament der Gesellschaft. Die Beständigkeit dieser Beziehung wird ihrerseits aber nur durch die Ehe gewährleistet. Das sich aus der Ehe ergebende Gut ist aber genauso wesentlich für die Kirche, welche die Familie als „Hauskirche“[2] betrachtet. All das steht nun auf dem Spiel, wenn die Ehe als Institution implizit durch die faktischen Lebensgemeinschaften aufgehoben wird. 

3. Niemand darf sich eine andere Sexualität wünschen oder mit ihr anders umgehen, als der Schöpfer es in die menschliche Natur eingeschrieben hat, oder sie entgegen der spezifisch menschlichen Finalität ihrer Akte ausleben.  

Geschieht dies, wird die zwischenmenschliche Sprache der Liebe verneint und der vom Schöpfer und Erlöser des Menschengeschlechts gewollten Lebensdialog kompromittiert durch eine objektive Abweichung von der Ordnung. Da die Lehre der katholischen Kirche der Öffentlichkeit sehr wohl bekannt ist, brauchen wir hier nicht darauf zurückkommen.[3] Statt dessen verlangt die soziale Dimension dieser Frage zusätzliche Bemühungen und Überlegungen, um insbesondere denjenigen, die für das öffentliche Leben verantwortlich sind, zu zeigen, daß es nicht wünschenswert ist, private Situationen als öffentliches Interesse hinzustellen. Unter dem Vorwand, das Zusammenleben auf sozialer und rechtlicher Ebene reglementieren zu wollen, versucht man in Wahrheit, den faktischen Lebensgemeinschaften eine institutionelle Anerkennung zu verschaffen. Zum Schaden der in der Ehe begründeten Familie werden sie daher zu Institutionen, die auf rechtlicher Ebene durch Rechte und Pflichten sanktioniert werden. Damit stellt man die faktischen Lebensgemeinschaften mit der Ehe rechtlich auf eine Stufe. Verleiht man einer solchen Art des Zusammenlebens aber den gleichen Rang wie der Ehe oder stellt man es ihr auf Kosten der Wahrheit und Gerechtigkeit gleich, heißt man es öffentlich „gut“. Damit schadet man in großem Maße der Ehe, das heißt der natürlichen, absolut lebensnotwendigen, grundlegenden und für das gesamte Gesellschaftswesen notwendigen Institution.   

Konstitutive Elemente der faktischen Lebensgemeinschaften  

4. Nicht alle faktischen Lebensgemeinschaften haben dieselbe gesellschaftliche Bedeutung und dieselben Beweggründe. Versucht man neben den gemeinsamen negativen Aspekten, Aufschub, Ignoranz oder sogar Ablehnung der ehelichen Bindung, die positiven Merkmale zu bestimmen, fallen einem einige Elemente ins Auge. Erstens, der rein praktische (faktische) Charakter einer solchen Beziehung. Man muß jedoch präzisieren: Die faktische Lebensgemeinschaft setzt eine sexuelle Beziehung und ein Zusammenleben in Verbindung mit einer sexuellen Beziehung (das unterscheidet sie von jeder anderen Form des Gemeinschaftslebens) und einer tendenziell relativ festen Beziehung (das unterscheidet sie von Verbindungen mit sporadischem oder gelegentlichem Zusammenleben) voraus. Die faktischen Lebensgemeinschaften bringen keine ehelichen Rechte und Pflichten mit sich und beanspruchen nicht die dem Eheband eigentümliche Beständigkeit. Sie unterscheiden sich durch den äußerst dezidiert erhobenen Anspruch, keine irgendwie geartete Verpflichtung einzuschließen. Die stetige Instabilität, die auf die Möglichkeit zurückzuführen ist, die Lebensgemeinschaft zu beenden, ist demnach eines der Merkmale der faktischen Lebensgemeinschaften. Trotzdem besteht eine sozusagen mehr oder weniger explizite „Verpflichtung“ zur gegenseitigen „Treue“, solange die Beziehung fortdauert. 

5. Einige faktische Lebensgemeinschaften sind eindeutig das Ergebnis einer ganz konkreten Entscheidung. Eine faktische Lebensgemeinschaft „auf Probe“ liegt häufig dann vor, wenn zwei Menschen zwar eine zukünftige Eheschließung beabsichtigen, sie aber von der Erfahrung einer Lebensgemeinschaft ohne eheliche Verpflichtung abhängig machen. Sie ist somit in gewisser Weise eine „Vorbedingung“ für die Ehe, vergleichbar mit einer „Ehe auf Probe“[4]. Aber im Unterschied zur Ehe auf Probe strebt sie nach einer bestimmten sozialen Anerkennung. 

Manche leben einfach zusammen und rechtfertigen ihre Entscheidung mit wirtschaftlichen Gründen, oder sie sagen, sie würden so Schwierigkeiten mit dem Gesetz aus dem Weg gehen. Doch nur allzuoft liegen die eigentlichen Gründe viel tiefer. Nicht selten verbirgt sich hinter diesen Vorwänden eine Einstellung, die der Sexualität nicht den richtigen Wert beimißt. Diese Mentalität ist von Pragmatismus, Hedonismus und von einem Liebesbegriff geprägt, der nicht die Übernahme von Verantwortung einschließt. Dadurch entgeht man der Verpflichtung zur Beständigkeit, der Übernahme von Verantwortung, Rechten, Pflichten, die mit echter ehelicher Liebe verbunden sind. 

In anderen Fällen gehen Geschiedene solche faktischen Lebensgemeinschaften ein. Sie sind also eine Alternative zur Ehe. Dadurch daß die Gesetzgebung die Scheidung leicht macht, verliert die Ehe im Bewußtsein der einzelnen tendenziell ihre Identität. In diesem Zusammenhang ist zu betonen, daß der Vertrauensverlust in die Ehe als Institution auch aus negativen und traumatischen Erfahrungen einer vorherigen Scheidung oder einer Scheidung der Eltern herrühren kann. Dieses besorgniserregende Phänomen ist in den wirtschaftlich entwickelteren Ländern ziemlich geläufig. 

Wer in einer eheähnlichen Gemeinschaft zusammenlebt, äußert nicht selten ohne Umschweife seine Ablehnung der Ehe aus ideologischen Gründen. In diesem Fall handelt es sich um die Entscheidung für eine Alternative, um eine ganz bestimmte Weise, Sexualität zu leben. Solche Menschen halten die Ehe für inakzeptabel, weil sie ihrer Ideologie widerspreche und gleichsam eine unzumutbare „Verletzung ihres persönlichen Wohlbefindens“ oder sogar das „Grab der Liebe“ darstelle. Alle diese Ausdrücke deuten hin auf eine Unkenntnis der wahren Natur der menschlichen Liebe, ihrer Selbstlosigkeit, Erhabenheit und Schönheit in der Beständigkeit und Treue der menschlichen Beziehungen. 

6. Dennoch sind die faktischen Lebensgemeinschaften nicht immer das Ergebnis einer so klaren Entscheidung; manchmal erklären diejenigen, die in einer eheähnlichen Gemeinschaft leben, sie tolerierten oder erduldeten diese Situation nur. In einigen Ländern sind die meisten faktischen Lebensgemeinschaften auf eine Abneigung gegen die Ehe zurückzuführen, die nicht mit ideologischen Gründen, sondern mit einer fehlenden adäquaten Erziehung zur Übernahme von Verantwortung zusammenhängt. Grund hierfür sind Armut und Ausgrenzung aus dem unmittelbaren Umfeld. Das fehlende Vertrauen in die Ehe kann ebenso-insbesondere in der Dritten Welt-auf die Familienverhältnisse zurückgeführt werden. Darüber hinaus stellen Situationen von Ungerechtigkeit und Strukturen der Sünde einen nicht zu vernachlässigenden Faktor dar, der zu berücksichtigen ist. Verschlimmert werden können diese Situationen noch zusätzlich durch in der Kultur vorherrschende chauvinistische oder rassistische Einstellungen. 

In diesem Kontext sind faktische Lebensgemeinschaften keine Seltenheit. Die Partner bekunden anfänglich den echten Willen, ihr Leben zu teilen. Sie betrachten sich als Ehemann und Ehefrau und bemühen sich, Pflichten zu erfüllen, die mit denen der Ehe identisch sind.[5] Die Armut, die oft in der Weltwirtschaftsordnung begründet ist, und die strukturellen Lücken im Bildungswesen sind allein schon ein Hindernis für die Bildung einer wahren Familie. 

Anderweitig lebt man bis zur Empfängnis oder Geburt des ersten Kindes (und das kann ein längerer oder kürzerer Zeitraum sein) in einem eheähnlichen Verhältnis. Dieser Brauch entspricht einer altüberlieferten und traditionellen Praxis, die in bestimmten Gebieten Afrikas und Asiens stark verbreitet und mit dem verbunden ist, was man „Ehe auf Raten“ nennt. Diese Praxis widerspricht der menschlichen Würde und ist nur schwer zu ändern. Sie zeugt von einer moralischen Verirrung, die noch durch eine ganz bestimmte und charakteristische soziale Problematik verstärkt wird. Diese Art von Verbindung ist sicherlich nicht zu den faktischen Lebensgemeinschaften zu zählen, mit denen wir uns hier beschäftigen (sie äußern sich außerhalb jeder kulturellen Anthropologie des traditionellen Typs), und sind eine ernsthafte Herausforderung für die Inkulturation des Glaubens im dritten Jahrtausend nach Christus. 

Die Komplexität und Vielfältigkeit der Problematik der faktischen Lebensgemeinschaften treten klarer zutage, wenn man bedenkt, daß sie in bestimmten Fällen hauptsächlich auf die finanzielle Lage zurückzuführen sind. So begnügen sich beispielsweise manche in fortgeschrittenerem Alter in den entwickelteren Ländern mit einer faktischen Lebensgemeinschaft, weil sie befürchten, die Eheschließung führe zu einer höheren steuerlichen Belastung oder zu Einbußen in der Altersrente.  

Die persönlichen Gründe und der kulturelle Faktor  

7. Es ist angemessen, sich über die ursprünglichen und eigentlichen Gründe zu befragen, die in den zeitgenössischen Gesellschaften zur Krise der Ehe als religiöse und zivile Einrichtung und zu Initiativen geführt haben, welche die Anerkennung der faktischen Lebensgemeinschaften und deren Gleichstellung mit der Ehe fordern und anstreben. Unbeständige Verhältnisse, die sich eher durch ihre negativen Aspekte (fehlendes Eheband) als durch ihre positiven charakterisieren, sollen mit der Ehe auf eine Stufe gestellt werden. In Wirklichkeit verfestigen sich diese Verhältnisse in einer Vielfalt von Beziehungen, die alle weit von der wahren und vollkommenen, festen und gesellschaftlich anerkannten gegenseitigen Hingabe entfernt sind. Aufgrund der Komplexität der verschiedenen finanziellen, soziologischen und psychologischen Gründe, die alle in den Kontext der Privatisierung der Liebe und der Aufhebung des institutionellen Charakters der Ehe passen, empfiehlt es sich, die ideologische und kulturelle Sicht zu untersuchen, vor deren Hintergrund sich die faktischen Lebensgemeinschaften, so wie wir sie heute kennen, allmählich entwickelt und behauptet haben. 

Der allmähliche Rückgang der Zahl der durch die Gesetzgebung der verschiedenen Staaten als solche anerkannten Ehen und Familien und die steigende Zahl von unehelichen Lebensgemeinschaften sind nicht Ergebnis einer vereinzelten und spontanen kulturellen Bewegung, sondern entspricht den geschichtlichen Wandlungen. Diese sind in den heutigen Gesellschaften in einem kulturellen Moment eingetreten, den viele renommierte Autoren als „postmodern“ bezeichnen. Die Verkleinerung des Agrarsektors, die Entwicklung des Dienstleistungssektors in der Wirtschaft, die steigende durchschnittliche Lebenserwartung, die Unbeständigkeit des Arbeitsverhältnisses und der persönlichen Beziehungen, die sinkende Zahl der Familienangehörigen, die unter einem Dach leben, die weltweite Ausdehnung der sozialen und wirtschaftlichen Phänomene haben offenkundig zu einer steigenden Unbeständigkeit der Stellung der Familie geführt und das Ideal einer kleineren Familie gefördert. Reicht das aber, um die heutige Lage der Ehe zu erklären? Die Krise der Ehe als Institution ist dort weniger markant, wo es noch starke Familientraditionen gibt. 

8. In diesem Prozeß kultureller und menschlicher Entstrukturalisierung der Ehe als Institution darf man die Auswirkung einer gewissen „Gender-Ideologie“ nicht unterschätzen. Das Mann- oder Frausein sei grundsätzlich nicht geschlechts-, sondern kulturbedingt. Diese Ideologie höhlt die Fundamente der Familie und der zwischenmenschlichen Beziehung aus. Aufgrund ihrer Bedeutung in der heutigen Kultur und aufgrund ihres Einflusses auf das Phänomen der faktischen Lebensgemeinschaften, empfiehlt es sich daher, sie eingehender zu untersuchen. 

Beim Integrationsprozeß der menschlichen Persönlichkeit spielt die Identität eine wichtige Rolle. In der Kindheit und in der Pubertät wird sich die Person Schritt für Schritt ihres „Ichs“, ihrer eigenen Identität bewußt. Dieses Bewußtsein der eigenen Identität erfolgt im Prozeß der Erkenntnis seiner selbst und damit auch seiner Geschlechtlichkeit. Es handelt sich um das Bewußtsein der eigenen Identität und Verschiedenheit. Die Fachleute unterscheiden in der Regel zwischen der sexuellen Identität (das heißt dem Bewußtsein der psycho-biologischen Identität des eigenen Geschlechts und des Unterschieds zum anderen Geschlecht) und der geschlechtlichen Identität (das heißt dem Bewußtsein der psycho-sozialen und kulturellen Rolle, die Personen eines bestimmten Geschlechts in der Gesellschaft spielen). Beim richtigen und harmonischen Integrationsprozeß ergänzen sich sexuelle und geschlechtliche Identität, da die Personen nun einmal den Kulturmodellen folgen, die ihrem Geschlecht in der Gesellschaft entsprechen. Die Kategorie der sexuellen Identität des „Geschlechts“ (gender) ist demzufolge psycho-sozialer und kultureller Ordnung. Sie entspricht der sexuellen Identität, die psycho-biologischer Natur ist, wenn die Integration der Persönlichkeit von der Anerkennung der Fülle der inneren Wahrheiten der Person als Einheit von Seele und Leib begleitet ist. 

In den Jahren von 1960-1970 verbreitete sich eine Theorie (die Fachleute heute allgemein als „konstruktivistisch“ bezeichnen), wonach die sexuelle Identität des „Geschlechts“ (gender) nicht nur Produkt der Interaktion zwischen der Gemeinschaft und dem Individuum, sondern sogar von der persönlichen sexuellen Identität unabhängig sei. Mit anderen Worten, die in der Gesellschaft vorgenommene Unterscheidung der Geschlechter in männlich und weiblich seien ausschließlich Produkt sozialer Faktoren, die in keinerlei Beziehung zur sexuellen Dimension der Person stünden. Jede sexuelle Einstellung, und damit auch die Homosexualität, sei so zu rechtfertigen. Die Gesellschaft müsse sich ändern, um in der Gestaltung des Gesellschaftslebens anderen Geschlechtern neben dem männlichen und dem weiblichen Platz zu machen.[6] 

Die „Gender-Ideologie“ hat in der individualistischen Anthropologie des radikalen Neoliberalismus einen fruchtbaren Boden gefunden.[7] Die Beanspruchung des gleichen Status für Ehe und faktische Lebensgemeinschaften (und dies sogar für homosexuelle) wird heute allgemein durch den Rückgriff auf Kategorien und Begriffe der Gender-Ideologie gerechtfertigt.[8] So gehen manche sogar so weit, daß sie jede konsensuale Verbindung „Familie“ nennen und die natürliche Neigung der menschlichen Freiheit zur gegenseitigen Hingabe und deren Wesensmerkmale verschmähen. Diese bilden aber das Fundament der Ehe als Institution und gemeinsames Gut der ganzen Menschheit. 

  

II- Die in der Ehe begründete Familie und faktische Lebensgemeinschaften  

Familie, Leben und faktische Lebensgemeinschaft  

9. Der wesentliche Unterschied zwischen der Ehe und den faktischen Lebensgemeinschaften muß richtig verstanden werden. Denn daraus erklärt sich auch der Unterschied zwischen der in der Ehe begründeten
Familie und der aus einer faktischen Lebensgemeinschaft erwachsenen Verbindung. Die Familie entspringt dem Ehebund der Eheleute. Dieser Bund der ehelichen Liebe begründet die Ehe. Die Ehe ist damit keine Einrichtung der öffentlichen Gewalt, sondern eine natürliche und ursprüngliche Institution, die ihr vorangeht. In den faktischen Lebensgemeinschaften verleiht man zwar der gegenseitigen Zuneigung Ausdruck, doch es fehlt das die Familie begründende Eheband mit seinem ursprünglichen und öffentlichen Charakter. Familie und Leben bilden eine wesentliche Einheit, die durch die Gesellschaft geschützt werden muß, geht es doch hier um den lebendigen Kern der menschlichen Genealogie (Fortpflanzung und Erziehung). 

In den offenen und demokratischen Gesellschaften von heute dürfen der Staat und die öffentliche Hand die faktischen Lebensgemeinschaften nicht institutionalisieren und ihnen nicht den gleichen Status verleihen wie Ehe und Familie. Und erst recht dürfen sie sie nicht der in der Ehe begründeten Familie angleichen. Das wäre Machtmißbrauch und würde nicht zum Gemeinwohl beitragen, weil Ehe und Familie aufgrund ihrer ursprünglichen Natur einen radikalen und absoluten Vorrang haben vor der souveränen Gewalt des Staates und diese übersteigen. Wer dies nüchtern, unvoreingenommen und nicht demagogisch betrachtet, regt an, in den verschiedenen politischen Gemeinschaften ernsthaft über den lebenswichtigen und unentbehrlichen Beitrag zum Gemeinwohl nachdenken, den die in der Ehe begründete Familie im Vergleich zu den rein affektiven Lebensgemeinschaften leistet. Unsinnig erscheint die Behauptung, die lebenswichtigen Funktionen, welche die in der Institution der dauerhaften und monogamen Ehe verankerte Familie wahrnimmt, könnten von faktischen Lebensgemeinschaften, die allein in affektiven Beziehungen begründet sind, massiv, beständig und dauerhaft übernommen werden. Als wesentlicher Faktor für die Existenz, die Beständigkeit und den sozialen Frieden muß die in der Ehe begründete Familie sorgfältig geschützt und gefördert werden, und zwar in einer weiteren Sicht, die auch der Zukunft und des gemeinsamen Interesses der Gesellschaft Rechnung trägt. 

10. Neben der Gleichheit vor dem Gesetz gilt auch das Gerechtigkeitsprinzip. Es verlangt, die gleich zu behandeln, die auch gleich sind, und die unterschiedlich, die auch unterschiedlich sind. Oder anders gesagt: Vor dem Recht gilt: Jedem das Seine. Dieses Gerechtigkeitsprinzip würde nun aber verletzt, wenn die faktischen Lebensgemeinschaften rechtlich gleich oder ähnlich behandelt würden wie die in der Ehe begründete Familie. Wenn die in der Ehe begründete Familie und die faktischen Lebensgemeinschaften nicht identisch sind, nicht die gleichen Rechte und Aufgaben in der Gesellschaft haben und ihr nicht in gleicher Weise dienen, dürfen sie auch nicht denselben oder einen gleichwertigen rechtlichen Status besitzen. 

Das Argument derer, welche die Anerkennung der faktischen Lebensgemeinschaften (ihre „Nichtdiskriminierung“) fordern, beinhaltet in Wirklichkeit eine Diskriminierung von Ehe und Familie, wird sie doch mit allen anderen Formen eheähnlichen Zusammenlebens auf eine Stufe gestellt, ohne daß der vorhandenen oder fehlenden Verpflichtung zur gegenseitigen Treue und zur Zeugung und Erziehung von Kindern Rechnung getragen wird. In einigen politischen Gemeinschaften tritt heute ein Trend zutage, wonach die Ehe diskriminiert und den faktischen Lebensgemeinschaften ein ähnlicher oder sogar derselbe institutionelle Status zugebilligt wird wie Ehe und Familie. Das ist ein ernsthaftes Zeichen der Verirrung des moralischen Bewußtseins der Gesellschaft, eines „schwachen Denkens“ über das Gemeinwohl, wenn nicht sogar eines wahren ideologischen Zwangs, den einflußreiche Pressure-groups ausüben. 

11. Wenn man von den Prinzipien spricht, muß man überdies die Unterscheidung zwischen öffentlichem Interesse und privatem Interesse vor Augen haben. Im ersten Fall haben die Gesellschaft und die öffentliche Hand die Pflicht, es zu schützen und zu fördern. Im zweiten Fall muß sich der Staat auf die Garantie der Freiheit beschränken. Das öffentliche Interesse ergibt sich aus dem öffentlichen Recht. Alles, was sich hingegen auf die privaten Interessen bezieht, muß auch diesem Bereich überlassen bleiben. Ehe und Familie sind von öffentlichem Interesse, weil sie die Grundzelle der Gesellschaft und des Staates bilden. Als solche müssen sie anerkannt und geschützt werden. Zwei oder mehrere Personen können sich zur Bildung einer Hausgemeinschaft entschließen. Ob dies eine sexuelle Beziehung einschließt oder nicht: Diese eheähnliche Beziehung oder Hausgemeinschaft ist deshalb nicht schon von öffentlichem Interesse. Die öffentliche Hand hat eine Einmischung in eine solche Entscheidung mit rein privatem Charakter zu vermeiden. Die faktischen Lebensgemeinschaften sind die Folge privater Verhaltensweisen und müssen auch auf dieser Ebene verbleiben. Ihre öffentliche Anerkennung oder Gleichstellung mit der Ehe und die damit verbundene Erhebung von privaten Interessen auf die gleiche Stufe wie öffentliche Interessen wäre für die in der Ehe begründete Familie schädlich. In der Ehe stiften Mann und Frau einen Bund für das ganze Leben, der aufgrund seiner Natur auf das Wohl der Gatten und auf die Zeugung und Erziehung von Kindern hingeordnet ist. Im Unterschied zu den faktischen Lebensgemeinschaften übernimmt man bei der Eheschließung öffentlich und formell für die Gesellschaft wesentliche Pflichten und Aufgaben, die rechtlich eingefordert werden können.   

Die faktischen Lebensgemeinschaften und der Ehebund  

12. Die Aufwertung der faktischen Lebensgemeinschaften hat auch eine subjektive Dimension. Wir stehen vor konkreten Menschen mit ihrer eigenen Lebensauffassung, Absichten, mit einem Wort: mit ihrer „Geschichte“. Wir müssen die existentielle Wirklichkeit der individuellen Entscheidungsfreiheit und der Würde der Menschen berücksichtigen, die sich auch irren können. Doch im Fall der faktischen Lebensgemeinschaften betrifft die Forderung nach öffentlicher Anerkennung nicht nur die Ebene der individuellen Freiheiten. Es empfiehlt sich daher, diese Frage aus sozialethischer Sicht zu erörtern: Das menschliche Individuum ist eine Person und damit ein soziales Wesen; das Menschsein ist sowohl sozial als auch rational.[9] 

Menschen können im Dialog einander begegnen und sich auf gemeinsame Werte und gemeinsame Forderungen beziehen, was das Gemeinwohl betrifft. In diesem Bereich kann nur die Wahrheit über das menschliche Wohl, das heißt eine objektive, transzendente und für alle gleiche Wahrheit der allgemeine Bezugspunkt, das Kriterium, sein. Zu dieser Wahrheit zu gelangen und darin zu bleiben, ist die Bedingung für die persönliche Freiheit und Reife, die das eigentliche Ziel jedes geordneten und fruchtbaren Gesellschaftslebens ist. Die alleinige Aufmerksamkeit für das Subjekt, für das Individuum, für seine Absichten und Entscheidungen ohne den geringsten Bezug auf seine soziale und objektive, auf das Gemeinwohl ausgerichtete Dimension, ist Folge eines willkürlichen und unannehmbaren Individualismus. Ein solcher für die objektiven Werte blinder Individualismus widerspricht der Würde der Person widerspricht und ist für die Gesellschaftsordnung schädlich. „Man muß daher Überlegungen fördern, die nicht nur Gläubigen, sondern auch allen Menschen guten Willens helfen, den Wert von Ehe und Familie zu entdecken. Im Katechismus der Katholischen Kirche lesen wir: ,Die Familie ist die Urzelle des gesellschaftlichen Lebens. Sie ist die natürliche Gemeinschaft, in der Mann und Frau zur Hingabe der Liebe und zur Weitergabe des Lebens berufen sind. Die Autorität, die Beständigkeit und das Gemeinschaftslebens innerhalb der Familie bilden die Grundlage von Freiheit, Sicherheit und Brüderlichkeit innerhalb der Gesellschaft.‘[10] Die Vernunft kann die Familie wiederentdecken, wenn sie auf das ins menschliche Herz eingeschriebene Sittengesetz hört. Als ,von der Liebe begründete und beseelte‘[11] Gemeinschaft schöpft die Familie ihre Kraft aus dem endgültigen Liebesbund, durch den Mann und Frau sich gegenseitig schenken und gemeinsam zu Gottes Mitarbeitern bei der Weitergabe des Lebens werden“.[12] 

Das II. Vatikanische Konzil bezeichnet die sogenannte freie Liebe (amore sic dicto libero)[13] als Zersetzungs- und Zerstörungsfaktor der Ehe. Es fehlt ihr nämlich die eheliche Liebe als Grundelement, die auf dem persönlichen und unwiderruflichen Konsens der beiden Ehepartner beruht, durch den sie sich gegenseitig schenken und annehmen. Sie begründen so eine rechtliche Verbindung und bilden eine durch eine öffentlich-rechtliche Behörde amtlich besiegelte Einheit. Was das Konzil „freie“ Liebe nennt und der wahren ehelichen Liebe gegenüberstellt, war-und ist immer noch-der Keim, aus dem die faktischen Lebensgemeinschaften sprießen. Im Zuge der eingetretenen rapiden soziokulturellen Veränderungen hat sie auch zur Entstehung des derzeitigen Projekts geführt, den faktischen Lebensgemeinschaften einen öffentlichen Status zu verleihen. 

13. Wie jedes andere menschliche Problem so muß auch die Frage der faktischen Lebensgemeinschaften vernünftig erörtert werden, und das heißt genaugenommen im Lichte der „recta ratio“.[14] Mit diesem Begriff der klassischen Ethik soll deutlich gemacht werden, daß das Verständnis der Wirklichkeit und das Urteil der Vernunft objektiv und frei sein müssen von jeder Konditionierung wie zum Beispiel ungeordnete Neigungen, Schwäche in schmerzlichen Situationen, die zu oberflächlichem Mitleid führt, oder eventuelle ideologische Vorurteile, sozialer oder kultureller Druck, Einflüsse von Pressure-groups oder politischen Parteien. Das anthropologische und theologische Fundament des christlichen Ehe- und Familienverständnisses ist zwar harmonisch in der Wahrheit verwurzelt, die sich aus dem Wort Gottes, der Tradition und dem Lehramt der Kirche ergibt.[15] Aber das Licht des Glaubens lehrt, daß das Ehesakrament der Liebe der Brautleute nicht nachgeordnet und äußerlich gleichsam wie eine äußere „sakramentale“ Zugabe ist, sondern daß es im Gegenteil die natürliche Wirklichkeit der in Christus eingegangenen ehelichen Liebe als Zeichen und Mittel des Heils in der Ordnung des Neuen Bundes ist. Die Frage der faktischen Lebensgemeinschaften kann und muß daher mit der „recta ratio“ erörtert werden. Es handelt sich deshalb nicht vorrangig um eine Frage des christlichen Glaubens, sondern vielmehr um eine Frage der Vernunftgemäßheit. Der Trend, das „katholische Denken“ und das „laizistische Denken“ gegenüberzustellen, geht in die falsche Richtung.[16] 

  

III- Die faktischen Lebensgemeinschaften und ihre Stellung in der Gesellschaft als ganze 

Die soziale und politische Dimension der Frage der Gleichstellung  

14. Gewisse radikale kulturelle Einflüsse (wie die „Gender-Ideologie“, von der bereits oben die Rede war) schaden der Familie als Institution. „Noch beunruhigender ist aber der direkte Angriff gegen die Familie als Institution, der derzeit zugleich auf bildungspolitischer, legislativer und administrativer Ebene geführt wird. Es bestehen ganz offensichtlich Bestrebungen, die Familie den ganz anderen Formen eheähnlicher Verhältnisse anzugleichen, ohne daß man dabei grundlegende ethische und anthropologische Erwägungen berücksichtigt“.[17] Aus diesem Grund müssen wir zuerst einmal die Identität der Familie bestimmen. Diese Identität setzt die Beständigkeit der ehelichen Beziehung zwischen Mann und Frau voraus. Diese Beständigkeit findet ihren Ausdruck und ihre Bestätigung in der Aussicht auf die Zeugung und Erziehung von Kindern zum Wohle der ganzen Gesellschaft. Die Beständigkeit der Ehe und der Familie ist nicht allein auf dem guten Willen der betroffenen Personen begründet, sondern besitzt aufgrund der öffentlichen Anerkennung der Entscheidung für das Eheleben durch den Staat einen institutionellen Charakter. Die Anerkennung, Verteidigung und Förderung dieser Beständigkeit entspricht dem allgemeinen Interesse und insbesondere dem Interesse der Schwächsten, das heißt der Kinder. 

15. Eine weitere Gefahr, mit der man bei der Untersuchung der sozialen Folgen der Frage, die uns hier beschäftigt, rechnen muß, ist die Banalisierung. Manche behaupten, die Anerkennung und Gleichstellung der faktischen Lebensgemeinschaften dürfe uns nicht über Gebühr Sorgen bereiten, da ihre Zahl verhältnismäßig gering sei. In diesem Fall sollte man jedoch genau das Gegenteil annehmen. Eine solch quantitative Erörterung zieht letztlich das Interesse in Zweifel, die Frage der faktischen Lebensgemeinschaften als Frage erster Ordnung zu betrachten. Und dies um so mehr, wenn man der (gegenwärtigen und zukünftigen) ernsthaften Frage des Schutzes von Ehe und Familie durch eine angemessene Familienpolitik kaum genügend Aufmerksamkeit schenkt, obwohl sie sich reell auf das Gesellschaftsleben auswirken würde. Die undifferenzierte Verherrlichung der Entscheidungsfreiheit des einzelnen ohne jeden Bezug auf eine soziale Wertordnung folgt einer völlig individualistischen und privaten Auffassung von Ehe und Familie und verkennt ihre objektive soziale Dimension. Man darf also nicht vergessen, daß die Fortpflanzung das „genetische“ Prinzip der Gesellschaft ist und daß die Kindererziehung der ursprüngliche Ort der Weitergabe und Pflege des sozialen Netzes, der wesentliche Kern seiner strukturellen Gestaltung ist.   

Die Anerkennung und Gleichstellung der faktischen Lebensgemeinschaften als Diskriminierung der Ehe  

16. Wenn man den faktischen Lebensgemeinschaften die öffentliche Anerkennung zugesteht, schafft man einen asymmetrischen rechtlichen Rahmen: Während die Gesellschaft sich gegenüber den eheähnlichen Verhältnissen verpflichtet, übernehmen diese nicht die der Ehe eigentümlichen Pflichten. Die Angleichung verschlimmert diese Situation nur noch, weil damit die faktischen Lebensgemeinschaften gegenüber der Ehe privilegiert werden, insofern sie von bestimmten Grundpflichten gegenüber der Gesellschaft befreit sind. Man akzeptiert so eine widersprüchliche Trennung, die sich in einem Vorurteil gegenüber der Familie als Institution äußert. Angesichts der jüngsten Gesetzentwürfe, mit denen die Gleichstellung der faktischen (sogar der homosexuellen) Lebensgemeinschaften mit der Familie angestrebt wird (und wir dürfen nicht vergessen, daß die Anerkennung der erste Schritt zu ihrer Gleichstellung ist), empfiehlt es sich, die Abgeordneten auf ihre Pflicht hinzuweisen, dagegen Einspruch zu erheben. Denn „die Gesetzgeber, und insbesondere die katholischen Parlamentsabgeordneten, dürfen nicht mit ihrer Stimme eine derartige Gesetzgebung fördern, die sich gegen das Gemeinwohl und die Wahrheit über den Menschen richtet und im wahrsten Sinne ungerecht wäre“[18]. Wie all ihre Merkmale zeigen, entsprechen diese Gesetzentwürfe nicht dem Naturgesetz und sind auch nicht mit der Würde eines Gesetzes vereinbar. Wie Augustinus sagt: „Non vide esse lex, quae iusta non fuerit“.[19] Man muß ein letztes Fundament der Rechtsordnung annehmen.[20] Es geht nicht um den Anspruch, in der gesamten Gesellschaft ein bestimmtes „Verhaltensmodell“ durchzusetzen, sondern um die rechtliche Anerkennung des unersetzlichen Beitrags, den die in der Ehe begründete Familie zum Gemeinwohl leistet. Wo sich die Familie in einer Krise befindet, gerät auch die Gesellschaft ins Wanken. 

17. Die Familie hat das Recht, von der Gesellschaft Schutz und Hilfe zu erfahren, wie es viele der geltenden Verfassungen der ganzen Welt anerkennen.[21] Es geht also um die rechtliche Anerkennung der wesentlichen Aufgabe, welche die in der Ehe begründete Familie für die Gesellschaft erfüllt. Diesem ursprünglichen Recht der Familie entspricht von seiten der Gesellschaft eine nicht nur moralische, sondern auch bürgerliche Pflicht. Das Recht der in der Ehe begründeten Familie auf Schutz und Hilfe von seiten der Gesellschaft und des Staates muß im Gesetz verankert sein; denn es geht hier um das Gemeinwohl. Thomas von Aquin lehnt die Vorstellung, das Sittengesetz und das bürgerliche Gesetz dürften sich widersprechen, ab, und die Grundlage seiner Argumentation ist einleuchtend: Sie unterscheiden sich zwar, aber sie widersprechen sich nicht; sie unterscheiden sich zwar, aber sie lösen sich nicht gegenseitig auf; zwischen ihnen gibt es weder Zweideutigkeit noch Widerspruch.[22] Und wie Johannes Paul II. erklärt: „Es ist also nötig, daß diejenigen, die zur Führung der Geschicke eines Landes berufen sind, die Ehe als Institution anerkennen und bestätigen. Die Ehe besitzt in der Tat einen besonderen Rechtsstatus, der den Eheleuten Rechte und Pflichten zuteilt, sowohl in der Beziehung zueinander als auch gegenüber den Kindern. Die Rolle der Familien in der Gesellschaft, deren Fortbestand sie gewährleisten, ist daher wesentlich. Die Familie fördert die Sozialisierung der Jugendlichen und trägt zur Eindämmung verschiedener Ausdrucksformen der Gewalt bei, sowohl durch die Weitergabe von Werten als auch durch die Erfahrung der Brüderlichkeit und Solidarität, die jeden Tag darin ermöglicht wird. In der Suche nach rechtsgültigen Lösungen für die moderne Gesellschaft kann sie nicht auf die gleiche Stufe mit einfachen Lebensgemeinschaften und Partnerschaften gestellt werden, und diese dürfen nicht die Sonderrechte genießen, die ausschließlich der mit dem Schutz der ehelichen Verpflichtung und der auf die Ehe gründenden Familie verknüpft sind-Familie als Gemeinschaft des Lebens und der dauerhaften Liebe, Frucht der vollkommenen und treuen Selbsthingabe der Ehepartner, aufgeschlossen für das Leben“.[23] 

18. Die Politiker müssen die Ernsthaftigkeit des Problems erkennen. In unserem Tagen neigt man in den westlichen Ländern in der Politik mit einer gewissen Regelmäßigkeit dazu, den pragmatischen Aspekten und der sogenannten „Politik der Gleichgewichte“ den Vorzug vor konkreten Punkten zu geben. So versucht man das Aufkommen einer Debatte über die Prinzipien zu vermeiden, die den schwierigen und heiklen Zusammenhalt der Parteien, Bündnisse oder Koalitionen gefährden und kompromittieren würde. Müssen diese Gleichgewichte aber nicht in klaren Prinzipien, dem Respekt der Grundwerte und eindeutigen Grundpostulaten begründet sein? „In diesem Zusammenhang muß gesagt werden, daß dann, wenn es keine letzte Wahrheit gibt, die das politische Handeln leitet und ihm Orientierung gibt, die Ideen und Überzeugungen leicht für Machtzwecke mißbraucht werden können. Eine Demokratie ohne Werte verwandelt sich, wie die Geschichte beweist, leicht in einen offenen oder hinterhältigen Totalitarismus“.[24] Die Legislative ist mit politischer Verantwortung verbunden; den Politikern kommt es daher zu, (nicht auf der Ebene der Prinzipien, sondern auch auf der Ebene ihrer Anwendung) darüber zu wachen, daß es zwischen dem Sittengesetz und dem bürgerlichen Gesetz zu keiner Diskrepanz kommt-was ernste Folgen in Gegenwart und Zukunft hätte-und daß der erzieherische und kulturelle Wert der Rechtsordnung gewahrt bleibt.[25] Die öffentlichen Interessen werden nicht durch demagogische Zugeständnisse an Presure-groups, welche die faktischen Lebensgemeinschaften zu fördern versuchen, am wirksamsten gewahrt, sondern durch die energische und systematische Förderung einer globalen Familienpolitik, welche die in der Ehe begründete Familie zum Mittelpunkt und Motor der Sozialpolitik macht und die breite Palette der Familienrechte abdeckt.[26] Der Heilige Stuhl hat sich dieser Frage in seiner Charta der Familienrechte[27] gewidmet. Er wandte sich darin gegen ein Verständnis, wonach sich das Eingreifen des Staates auf die öffentliche Fürsorge beschränkt.  

Anthropologische Grundlagen des Unterschieds zwischen Ehe und „faktischen Lebensgemeinschaften“  

19. Die Ehe hat also ganz fest umschriebene anthropologische Grundlagen und Voraussetzungen, die sie von jeder anderen Verbindung unterscheiden und die-den Bereich des konkreten Handelns, des „Faktischen“, übersteigen und-im Personsein von Mann und Frau verankert sind. 

Zu diesen Voraussetzungen gehören: die Gleichheit von Mann und Frau, denn „beide sind in gleicher Weise Personen“[28] (wenn auch in unterschiedlicher Form); der komplementäre Charakter der beiden Geschlechter[29], der für die natürliche Anziehung verantwortlich ist und zur Zeugung von Kindern bewegt; die Möglichkeit der Liebe zum anderen, weil er ein anderes und komplementäres Geschlecht ist, so daß „diese Liebe durch den eigentlichen Vollzug der Ehe in besonderer Weise ausgedrückt und verwirklicht wird“[30]; die Möglichkeit-welche die Freiheit besitzt-eine feste und endgültige Beziehung einzugehen, das heißt eine Beziehung, die rechtlich geschuldet ist[31]; und schließlich die soziale Dimension des Ehe- und Familienlebens, dem ersten Milieu für die Erziehung und Öffnung für die Gesellschaft durch die Verwandtschaftsbeziehungen (die zur Gestaltung der Identität der menschlichen Person beitragen).[32] 

20. Wenn man die Möglichkeit einer spezifischen Liebe zwischen Mann und Frau annimmt, dann geht man offensichtlich auch davon aus, daß diese Liebe (aufgrund ihrer Natur) zu einer bestimmten Intimität und Ausschließlichkeit, zur Zeugung von Nachkommen und zum Entwurf eines gemeinsamen Lebensprojekts tendiert. Wenn man dies will und wenn man es so will, daß man den anderen in die Lage versetzt, es einzufordern, dann kann man wirklich von gegenseitigem Schenken und Annehmen von Mann und Frau sprechen, das die eheliche Gemeinschaft begründet. Denn die eheliche Gemeinschaft ist gegenseitiges Schenken und Annehmen zweier menschlicher Personen: „Die eheliche Liebe (,amor coniugalis’) ist nicht nur vor allem ein Gefühl, sie ist dagegen wesentlich eine Verpflichtung gegenüber der anderen Person; eine Verpflichtung, die man durch einen bestimmten Willensakt übernimmt. Genau dies qualifiziert eine solche ,amor’, indem er sie zur ,amor coniugalis’ macht. Wenn die Verpflichtung durch den Ehekonsens erst einmal gegeben und angenommen worden ist, wird die Liebe ,eheliche Liebe’ und verliert diese Eigenschaft nicht mehr“.[33] 

21. Es handelt sich also um ein festes gemeinsames Vorhaben, das aus dem freien und vollkommenen Geschenk der fruchtbaren ehelichen Liebe entspringt als etwas, was rechtlich geschuldet ist. Die rechtliche Dimension wohnt der Ehe inne, handelt es sich doch um eine ursprüngliche gesellschaftliche Institution (die der Anfang der Gesellschaft ist). „Sie sind frei, die Ehe zu schließen, nachdem sie sich gegenseitig frei gewählt haben. In einem Augenblick aber, wo sie diesen Akt setzen, begründen sie einen neuen personalen Stand, in dem die Liebe etwas Geschuldetes wird auch mit rechtlicher Relevanz“.[34] Es mag zwar auch andere Weisen geben, die Sexualität zu leben-sogar im Gegensatz zu den natürlichen Neigungen-, andere Formen des Zusammenlebens, andersgeartete Verbindungen-ob sie nun auf der geschlechtlichen Differenzierung basieren oder nicht-, andere Mittel, Kinder in die Welt zu setzen. Doch die in der Ehe begründete Familie besitzt das entscheidende Merkmal. Als einzige Institution besitzt sie alle obengenannten Elemente von Anfang an gleichzeitig. 

22. Es empfiehlt sich daher, bestimmte wichtige und unersetzliche anthropologische Prinzipien hinsichtlich der Beziehung zwischen Mann und Frau hervorzuheben. Sie sind nicht nur für das Zusammenleben grundlegend, sondern auch und vor allem für die Verteidigung der Würde aller Menschen. Der zentrale Kern und das wesentliche Element dieser Prinzipien ist die eheliche Liebe zwischen zwei Menschen, die aufgrund ihrer Würde als Personen gleich sind, sich aber in ihrer Geschlechtlichkeit unterscheiden und ergänzen. Hier steht das Wesen der Ehe als natürliche und menschliche Wirklichkeit auf dem Spiel, und das Wohl der ganzen Gesellschaft ist davon betroffen. „Wie alle wissen, werden heute nicht nur die Eigenschaften und Zielsetzungen der Ehe in Frage gestellt, sondern sogar Wert und Nutzen dieser Institution. Auch wenn man ungebührliche Verallgemeinerungen ausschließt, so ist es doch unmöglich in dieser Hinsicht, das wachsende Phänomen der sogenannten ,freien Verbindungen’ (vgl. Familiaris consortio, 81) und die anhaltenden Kampagnen zu einer Meinungsbildung mit dem Ziel, auch den Verbindungen gleichgeschlechtlicher Personen die Würde einer Ehe zuzuerkennen, nicht zu beachten“.[35] 

Es geht hier um ein Grundprinzip: Um echte und freie eheliche Liebe zu sein, muß die Liebe durch den frei vollzogenen Akt des Ehekonsenses in eine rechtlich einzufordernden Liebe verwandelt werden. „Im Licht dieser Grundsätze“, schließt der Papst, „kann der wesentliche Unterschied zwischen einer faktischen Lebensgemeinschaft-die [angeblich] auch auf Liebe beruht-und der Ehe, in der die Liebe in eine nicht nur moralische, sondern auch streng rechtliche Verpflichtung umgesetzt wird, festgestellt und verstanden werden“.[36] 

Die Ehe-welche die Familie begründet-ist in der Tat nicht nur eine „Art und Weise, als Paar die Sexualität zu leben“: Wenn sie nur dies wäre, wäre sie nur eine Modalität von vielen anderen möglichen.[37] Sie ist auch nicht bloß Ausdruck einer gefühlsmäßigen Liebe zwischen zwei Menschen: dieses Merkmal gilt für die Liebe ganz allgemein, wenn sie im Rahmen einer Freundschaft steht. Die Ehe ist noch mehr: Sie ist die Verbindung zwischen einer Frau und einem Mann als solche in der Ganzheit ihres Mann- und Frauseins. Wenn diese Verbindung nur durch den freien Willensakt der Kontrahenten zustande kommt, dann ist sein spezifischer Inhalt von der Struktur des Menschseins, vom Mann- und Frausein, bestimmt, nämlich von der gegenseitigen Hingabe und von der Weitergabe des Lebens. Diese Selbsthingabe in seiner ganzen, komplementären Dimension des Mann- und Frauseins mit dem Willen, sich gegenseitig rechtlich zu schulden, nennt sich Ehe, und die Kontrahenten werden zu Eheleuten: „Die Ehegemeinschaft wurzelt in der natürlichen Ergänzung von Mann und Frau und lebt aus dem persönlichen Willen der Gatten, ihr ganzes Leben zu teilen, das, was sie haben, und das, was sie sind. Deshalb ist eine solche Gemeinschaft die Frucht und das Zeichen eines tief menschlichen Anspruchs“.[38] 

Verschlimmerung der Lage durch die Gleichstellung von Ehe und homosexueller Verhältnisse  

23. Die Wahrheit über die eheliche Liebe ermöglicht es, die ernsten sozialen Folgen einer Institutionalisierung homosexueller Beziehungen besser zu verstehen: „Angesichts der obengenannten Prinzipien wird auch klar, wie unangemessen es ist, den Verbindungen zwischen gleichgeschlechtlichen Personen eine ,eheliche’ Realität zuzuschreiben. Dem steht in erster Linie die objektive Unmöglichkeit entgegen, eine solche Verbindung durch die Weitergabe des Lebens Frucht bringen zu lassen-gemäß dem von Gott in die Struktur des Menschen eingeschriebenen Plan. Ein Hindernis sind die mangelnden Voraussetzungen für jene interpersonale Komplementarität, die der Schöpfer für Mann und Frau gewollt hat und zwar sowohl auf physisch-biologischer als auch auf besonders psychologischer Ebene“.[39] Die Ehe darf nicht mit einer homosexuellen Beziehung auf eine Ebene gestellt werden; das widerspräche dem gesunden Menschenverstand.[40] Die moralischen und rechtlichen Folgen des Anspruchs, homosexuelle Paare als faktische Lebensgemeinschaften zu betrachten, sind besonders verheerend.[41] „Die faktische Lebensgemeinschaft von Homosexuellen ist einerseits eine bedauernswerte Entstellung dessen, was eine Liebes- und Lebensgemeinschaft zwischen einem Mann und einer Frau in der gegenseitigen, für das Leben offenen Hingabe, sein sollte“.[42] Noch schlimmer aber ist der Anspruch, diese Gemeinschaften der „Zivilehe“ gleichzustellen, wie ihn einige neuere Initiativen erheben.[43] Obendrein streben diese Initiativen die gesetzliche Erlaubnis für homosexuelle Paare an, Kinder zu adoptieren, und schaffen somit einen ernsthaften Risikofaktor.[44] „Die Verbindung zwischen zwei Männern oder zwei Frauen kann keine wahre Familie darstellen, und noch weniger kann man einem solchen Bund das Recht zugestehen, elternlose Kinder zu adoptieren“.[45] An die soziale Transzendenz der Wahrheit über die eheliche Liebe erinnern und demzufolge betonen, daß die Anerkennung oder-schlimmer noch-die Gleichstellung homosexueller Beziehungen mit der Ehe ein schwerer Fehler wäre, ist keine Diskriminierung dieser Menschen. Das Gemeinwohl der Gesellschaft verlangt, daß die eheliche Gemeinschaft als Fundament der Familie gesetzlich anerkannt, gefördert und geschützt wird.[46] 

  

IV- Die Gerechtigkeit und die Familieals Gut der Gesellschaft

Die Familie als rechtlich zu schützendes Gutder Gesellschaft  

24. Ehe und Familie sind ein Gut der Gesellschaft erster Ordnung: „Die Familie bringt immer eine neue Dimension des Wohls für die Menschen zum Ausdruck und bringt deshalb eine neue Verantwortung mit sich. Es handelt sich um die Verantwortung für jenes einzigartige gemeinsame Gut, in das das Wohl des Menschen eingeschlossen ist: jedes Mitgliedes der Familiengemeinschaft; ein sicherlich ,schwieriges’ (bonum arduum), aber faszinierendes Gut“.[47] Zwar entwickeln alle Ehepaare und Familien nicht das gesamte persönliche und sozial mögliche Gut.[48] Aber dann soll die Gesellschaft eingreifen und die notwendigen Mittel zur Verfügung stellen, um zur Entwicklung der ihnen eigentümlichen Werte beizutragen. Denn „es muß jede Anstrengung unternommen werden, damit sie als anfängliche Gesellschaft und in gewissem Sinn als ,souverän’ anerkannt wird! Ihre ,Souveränität’ ist für das Wohl der Gesellschaft unerläßlich“.[49]

Zu fördernde soziale objektive Werte  

25. So gesehen sind Ehe und Familie für die Gesellschaft ein Gut, weil sie ein für die Ehegatten selbst kostbares Gut schützen. Denn „die Familie, eine natürliche Gemeinschaft, besteht vor dem Staat und jeder anderen Gemeinschaft und besitzt aus sich heraus Rechte, die unveräußerlich sind“.[50] Einerseits impliziert die soziale Dimension des Ehegatte-Seins ein Prinzip rechtlicher Sicherheit: Da das Ehemann- oder Ehefrau-Werden im Sein-und nicht nur im Handeln-begründet ist, muß die Würde dieses neuen Zeichens der persönlichen Identität öffentlich anerkannt und das Gut, das sie für die Gesellschaft darstellt, in seinem richtigen Wert geschätzt werden.[51] Es tritt klar zutage, daß die richtige Gesellschaftsordnung dann gefördert wird, wenn Ehe und Familie als das erscheinen, was sie tatsächlich sind, nämlich als feste Wirklichkeit.[52] Außerdem bringen die Ganzheitlichkeit der gegenseitigen Hingabe von Mann und Frau, die Vaterschaft und Mutterschaft potentiell einschließt, und die daraus entstehende-ebenfalls ausschließliche und dauerhafte-Verbindung zwischen Eltern und Kindern ein unbedingtes Vertrauen zum Ausdruck, das für alle Kraft und Bereicherung ist.[53] 

26. Die Würde der menschlichen Person verlangt, das diese aus in der Ehe verbundenen Eltern, aus einer intimen, ganzheitlichen, gegenseitigen und dauerhaften-rechtlich verpflichtenden-Verbindung geboren wird, die sich aus dem Ehegatten-Sein ableitet. Sie ist demzufolge ein Gut für die Kinder. Nur durch diesen Ursprung kann die Identität des Kindes wirklich gewahrt werden, und zwar nicht nur in genetischer und biologischer, sondern auch in biographischer und historischer Hinsicht.[54] Außerdem ist die Ehe das angemessenste menschliche und vermenschlichende Umfeld für die Annahme des Kindes: das geeignetste Milieu, wo affektive Geborgenheit, Einheit und Fortschritt im sozialen und pädagogischen Integrationsprozeß am besten gewährleistet sind. „Die Verbindung zwischen Mutter und Kind und die unersetzliche Rolle des Vaters erfordern die Aufnahme des Kindes in einer Familie, die ihm soweit als möglich die Anwesenheit beider Elternteile garantiert. Der besondere Beitrag, den sie der Familie leisten und damit der Gesellschaft, ist der höchsten Anerkennung würdig“.[55] Schließlich erspart die ununterbrochene Kontinuität zwischen Ehe, Mutterschaft/Vaterschaft und Verwandtschaft (Kindschaft, Geschwisterlichkeit, usw.) der Gesellschaft viele und auch ernste Probleme, die dann aufkommen, wenn sich diese verschiedenen, miteinander verketteten Elemente trennen und jedes unabhängig von den anderen handelt.[56] 

27. Auch für die anderen Familienangehörigen ist die eheliche Gemeinschaft als soziale Wirklichkeit ein Gut. Denn in der durch das Eheband begründeten Familie werden nicht nur die neuen Generationen aufgenommen und lernen an den gemeinsamen Pflichten teilzuhaben, sondern auch die älteren Generationen (Großeltern) haben die Möglichkeit, zur gemeinsamen Bereicherung beizutragen: Sie geben ihre Erfahrungen weiter; sie spüren noch einmal, daß ihr Dienst gebraucht wird; sie fühlen sich in ihrer vollen Würde als Personen bestätigt, da sie um ihrer selbst willen geschätzt und geliebt werden, wenn sie sich am oft fruchtbaren Dialog zwischen den Generationen beteiligen. Denn „die Familie ist der Ort, wo verschiedene Generationen zusammenkommen und einander helfen, an menschlicher Weisheit zuzunehmen und die Rechte des einzelnen mit den anderen Forderungen des sozialen Lebens zu verbinden“[57]. Gleichzeitig können die alten Menschen mit Zuversicht und Gewißheit in die Zukunft blicken, wohl wissend, daß ihnen die zur Seite stehen werden, für die sie über lange Jahre hinweg gesorgt haben. Wenn die Familie also in diesem Sinne ihre Aufgabe wirklich erfüllt, dann wird den alten Menschen eine so große Aufmerksamkeit entgegengebracht, wie es in ihrem Umfeld fremden Einrichtungen, auch wenn diese mit hervorragend und mit der technisch fortschrittlichsten Ausstattung versehen sind-zumindest in gewisser Hinsicht-nicht möglich wäre.[58] 

28. So können wir auch die anderen positiven Aspekte für die ganze Gesellschaft bedenken, die sich aus der ehelichen Gemeinschaft als Fundament der Ehe und Ursprung der Familie ergeben. Um nur einige Beispiele zu nennen: das Prinzip der Identifikation des Bürgers; das Prinzip der Einheit der Verwandtschaft-als Grundlage der Beziehungen des Lebens in der Gesellschaft-und ihrer Beständigkeit; das Prinzip der Weitergabe der kulturellen Güter und Werte; das Subsidiaritätsprinzip: das Verschwinden der Familie würde den Staat in der Tat zwingen, Funktionen wahrzunehmen, die von Natur aus eigentlich der Familie zukommen; das Prinzip der Wirtschaftlichkeit – auch in Fragen des Vorgehens: Zerbricht nämlich die Familie, muß der Staat häufiger und verstärkter eingreifen, um die Probleme direkt zu lösen, die eigentlich in der Privatsphäre verbleiben und dort gelöst werden sollten-das würde sowohl auf finanzieller wie psychologischer Ebene höhere Kosten auslösen. Es empfiehlt sich außerdem, daran zu erinnern, daß „die Familie, die viel mehr ist als eine bloße juridische, soziale und ökonomische Einheit, eine Gemeinschaft der Liebe und der Solidarität bildet, die in einzigartiger Weise geeignet ist, kulturelle, ethische, soziale, geistige und religiöse Werte zu lehren und zu übermitteln, wie sie wesentlich sind für die Entwicklung und das Wohlergehen ihrer eigenen Mitglieder und der ganzen Gesellschaft“[59]. Die Zerstückelung der Familie führt keineswegs zu einer größeren Freiheit des einzelnen, sondern macht sie verwundbarer und ohnmächtig gegenüber der Macht des Staates, der seinerseits eine immer komplexere Rechtsprechung nötig hat, die nur Geld kostet.

Die Pflicht von Gesellschaft und Staat, die in der Ehe begründete Familie zu schützen und zu fördern  

29. Kurzum, die menschliche, soziale und materielle Förderung der in der Ehe begründeten Familie und der rechtliche Schutz der Elemente, aus denen sie in ihrem Einheitscharakter zusammengesetzt ist, ist nicht nur für jeden einzelnen Familienangehörigen unersetzlich, sondern auch für das allgemeine gute Gelingen zwischenmenschlicher Beziehungen, das Machtgleichgewicht, die Garantie der Freiheiten, die pädagogischen Interessen, die Identität des Bürgers und die Aufgabenverteilung zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Einrichtungen: „Darum ist die Rolle der Familie beim Aufbau der Kultur des Lebens entscheidend und unersetzlich“.[60] Wenn die Krise der Familie – und das darf man nicht vergessen – unter gewissen Umständen und Aspekten eine der Ursachen für den steigenden Interventionismus des Staates in ihren Bereichen war, so ist genauso richtig, daß die Initiativen der Gesetzgeber bei verschiedenen anderen Anlässen und unter anderen Aspekten wiederholt Schwierigkeiten und manchmal sogar das Scheitern einer Vielzahl von Ehen und Familien gefördert oder herbeigeführt haben. „Die Erfahrung verschiedener Kulturen im Laufe der Geschichte hat gezeigt, daß die Gesellschaft die Institution der Familie anerkennen und verteidigen muß; daß die Gesellschaft und insbesondere der Staat und internationale Organisationen die Familie durch politische, ökonomische, soziale und juristische Maßnahmen schützen müssen, die dahin zielen, die Einheit und Festigkeit der Familie zu stärken, damit sie ihre besondere Funktion erfüllen kann“.[61] 

Es ist heute-für die Familie und die Gesellschaft-notwendiger denn je, den Problemen größte Aufmerksamkeit zu schenken, mit denen die Ehe und die Familie derzeit fertig werden müssen-und zwar unter absoluter Wahrung ihrer Freiheit. Dazu bedarf es einer Gesetzgebung, welche die Wesenselemente von Ehe und Familie schützt, ohne deren Entscheidungsfreiheit einzuschränken. Dies gilt insbesondere für die Berufstätigkeit der Frau, wenn sie mit deren Status als Ehefrau und Mutter unvereinbar ist[62], die Kultur des „Erfolgs“, wenn sich demzufolge berufliche Verpflichtungen und Familienleben nicht vereinbaren lassen[63], die Entscheidung, Kinder anzunehmen, welche die Eheleute nach ihrem Gewissen treffen müssen[64], der Schutz der unauflöslichen Einheit, welche die verheirateten Eheleute zu Recht anstreben[65], die Religionsfreiheit und die Würde und Gleichheit der Rechte[66], die Prinzipien und Entscheidungen bezüglich der gewünschten Kindererziehung[67], die steuerliche Behandlung und die anderen Vermögensbestimmungen (Nachlaß, Wohnraum, usw.), der Umgang mit der berechtigten Autonomie der Familie und schließlich die Achtung und Unterstützung ihrer Initiativen in der Politik, insbesondere in den Bereichen, die mit dem Umfeld der Familie zu tun haben[68]. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, auf gesellschaftlicher Ebene zwischen Phänomenen unterschiedlicher Natur, zwischen ihren rechtlichen Aspekten und ihrem Beitrag zum Gemeinwohl zu unterscheiden und sie dementsprechend zu behandeln. „Der Wert der Ehe als Institution soll von den staatlichen Autoritäten hochgehalten werden; die Situation nichtverheirateter Paare darf nicht mit einer gültig geschlossenen Ehe gleichgesetzt werden“.[69] 

  

V – Christliche Ehe und faktische Lebensgemeinschaft  

Christliche Ehe und gesellschaftlicher Pluralismus  

30. Die Kirche besteht seit einigen Jahren immer wieder auf dem Vertrauen, das der menschlichen Person, ihrer Freiheit und ihren Werten gebührt, sowie auf der Hoffnung auf das Heilswirken Gottes in der Welt, das hilft alle Schwachheit zu überwinden. Gleichzeitig äußert sie ihre tiefe Sorge über die zahlreichen Angriffe auf die menschliche Person und ihre Würde und verwahrt sich gegen gewisse ideologische Voraussetzungen der sogenannten „postmodernen“ Kultur. Denn sie verdunkeln die Werte, die sich aus der Wahrheit über das Menschsein ergeben, und erschweren es, nach ihnen zu leben. „Es handelt sich nicht mehr um begrenzte und gelegentliche Einwände, sondern um eine globale und systematische Infragestellung der sittlichen Lehrüberlieferung aufgrund bestimmter anthropologischer und ethischer Auffassungen. Diese haben ihre Wurzel in dem mehr oder weniger verborgenen Einfluß von Denkströmungen, die schließlich die menschliche Freiheit der Verwurzelung in dem ihr wesentlichen und für sie bestimmenden Bezug zur Wahrheit beraubt“.[70] 

Wenn die Freiheit von der Wahrheit getrennt wird, „schwindet jeder Bezug zu gemeinsamen Werten und zu einer für alle geltenden absoluten Wahrheit: das gesellschaftliche Leben läuft Gefahr, in einen vollkommenen Relativismus abzudriften. Dann läßt sich alles vereinbaren, über alles verhandeln: auch über das erste Grundrecht, das Recht auf Leben“.[71] Diese Warnung gilt gewiß auch für die Ehe und die Familie, der einzigen und vollkommen menschlichen Quelle und Ursache der Verwirklichung dieses Urrechts. Dies ist dann der Fall, wenn man „eine Zersetzung von Begriff und Erfahrung der Freiheit“ zuläßt, „die nicht als die Fähigkeit aufgefaßt wird, den Plan Gottes für Ehe und Familie zu verwirklichen, sondern vielmehr als autonome Kraft der Selbstbehauptung-für das eigene, egoistisch verstandene Wohlergehen und nicht selten gegen die Mitmenschen“[72]. 

31. Die christliche Gemeinschaft hat von diesem Prinzip ausgehend die christliche Ehe als konkretes Zeichen der Verbindung Christi mit seiner Kirche gelebt. Jesus Christus hat die Ehe zu einem Heilsereignis in der neuen Ordnung erhoben, die mit der Heilsökonomie verbunden ist. Anders gesagt: Die Ehe ist ein Sakrament des Neuen Bundes.[73] Es handelt sich hier um einen wesentlichen Punkt für das Verständnis von Inhalt und Tragweite des Ehebundes zwischen zwei Getauften. Das Lehramt der Kirche hat seinerseits erklärt, daß „das Sakrament der Ehe vor den anderen diese Besonderheit hat: Es umfaßt als Sakrament eine Wirklichkeit, die bereits in der Schöpfungsordnung vorliegt; es ist derselbe Ehebund, den der Schöpfer ,am Anfang’ begründet hat“[74]. 

In einer in weiten Teilen säkularisierten Gesellschaft, die sich zunehmend von den Werten der Wahrheit über die menschliche Person entfernt, ist es heute notwendig, auf dem Inhalt dieses Ehebundes, „durch den Mann und Frau unter sich die Gemeinschaft des ganzen Lebens begründen, welche durch ihre natürliche Eigenart auf das Wohl der Ehegatten und auf die Zeugung und Erziehung von Nachkommenschaft hingeordnet ist“[75], so wie Gott ihn „von Anfang an“[76] in der natürlichen Ordnung der Schöpfung gewollt hat, zu beharren. Dies macht eine nüchterne Reflexion erforderlich: nicht nur von den praktizierenden Gläubigen, sondern auch von denen, die ihre religiöse Praxis aufgegeben haben, von Ungläubigen und Gläubigen anderer Anschauungen, das heißt von allen Menschen, Männern und Frauen, als Glieder einer zivilen Gemeinschaft und für das Gemeinwohl Verantwortliche. In Erinnerung gerufen werden muß die Natur der in der Ehe begründeten Familie, deren Charakter nicht nur historisch und konjunkturell, sondern ontologisch, das heißt unabhängig ist von allen epochalen, lokalen und kulturellen Wandlungen. Das gleiche gilt für den sich daraus ergebenden Rechtscharakter.   

Der Prozeß der Säkularisierung der Familie im Westen  

32. Zumindest in den westlichen Ländern mit katholischer Tradition richtete sich der Prozeß der Säkularisierung der Ehe als Institution zunächst in erster Linie und fast ausschließlich auf die Hochzeitsfeier, das heißt auf die Modalitäten der Feier der Ehe. Trotz allem bestanden die Grundprinzipien der Ehe wie der kostbare Wert der Unauflöslichkeit der Ehe, insbesondere der absoluten Unauflöslichkeit der sakramentalen, zwischen zwei Getauften geschlossenen und vollzogenen Ehe, sowohl im Volksbewußtsein als auch im säkularisierten Rechtssystem fort.[77] Der allgemeine Einbruch der „Scheidungsmentalität“, wie das II. Vatikanische Konzil es nennt, in die verschiedenen Rechtssysteme führte im Laufe der Jahrhunderte zu einer allmählichen Verdunkelung des Wertes dieser großen Errungenschaft im Bewußtsein der Gesellschaft. Die Urkirche versuchte nicht, das römische Eheverständnis zu heiligen oder zu christianisieren, sondern begnügte sich damit, dieser Institution nach dem Willen Jesu Christi ihre ursprüngliche Bedeutung in der Schöpfungsordnung wiederzugeben. Ohne Zweifel hat bereits die Urkirche klar erkannt, daß der Schöpfer den natürlichen Charakter der Ehe von Anfang an als Zeichen der Liebe Gottes zu seinem Volk und, nachdem die Fülle der Zeit gekommen war, als Zeichen der Liebe Christi zu seiner Kirche gewollt hat. Denn das erste, was sie im Sinne des Evangeliums und der ausdrücklichen Lehre Christi, ihres Herrn, tat, war die Wiederherstellung der Prinzipien der Ehe. Sie war sich bewußt, daß Gott selbst der „Urheber der Ehe“ ist, „die mit verschiedenen Gütern und Zielen ausgestattet ist“.[78] Andererseits erkannte sie die Tatsache, daß diese natürliche Institution „von größter Bedeutung“ ist „für den Fortbestand der Menschheit, für den persönlichen Fortschritt der einzelnen Familienmitglieder und ihr ewiges Heil; für die Würde, die Festigkeit, den Frieden und das Wohlergehen der Familie selbst und der ganzen menschlichen Gesellschaft“.[79] Wer nach den (von der Kirche oder vom Staat festgelegten) festgelegten Modalitäten heiratet, kann und will wirklich eine Ehe schließen. Die Neigung zur ehelichen Verbindung ist der menschlichen Person wesenseigen, und aus dieser Entscheidung leiten sich die rechtliche Seite des Ehevertrags und die Entstehung des wahren Ehebands ab.   

Die Ehe als Institution der ehelichen Liebe und andere Formen der Lebensgemeinschaft   

33. Das Kirchenrecht[80] befaßt sich auch mit der natürlichen Wirklichkeit der Ehe. Das kanonische Recht beschreibt im wesentlichen den Status der Ehe zwischen zwei Getauften sowohl in fieri-im Augenblick der Eheschließung-als auch als bleibender Stand, in dem sich die Ehe- und Familienbeziehungen vollziehen. In dieser Hinsicht ist die kirchliche Jurisdiktion in Ehefragen entscheidend und stellt einen echten Schutz der Werte der Familie dar. Aber die Grundprinzipien des Ehestands hinsichtlich der ehelichen Liebe und seiner sakramentalen Natur werden nicht immer voll verstanden und geachtet. 

34. Was den ersten Punkt betrifft, so sagt man oft, die Liebe sei das Fundament der Ehe, und diese sei eine Lebens- und Liebesgemeinschaft. Man macht aber nicht immer hinreichend geltend, daß sie die Bedingung für die Ehe als Institution ist und vernachlässigt so die rechtliche Dimension des Konsenses. Die Ehe ist eine Institution. Verkennt man dies, kommt es oft zu einer großen Verwirrung, was die Frage der christlichen Ehe und der faktischen Lebensgemeinschaften betrifft: Die durch eine faktische Lebensgemeinschaft gebundenen Partner können zwar behaupten, ihre Beziehung sei in der „Liebe“ begründet (doch es handelt sich dann um eine Liebe, die das II. Vatikanische Konzil als sic dicto libero bezeichnet) und sie bildeten eine Lebens- und Liebesgemeinschaft (doch diese Gemeinschaft unterscheidet sich wesentlich von der communitas vitae et amoris coniugalis, die sich Ehe nennt[81]). 

35. Was die Grundprinzipien hinsichtlich der sakramentalen Natur der Ehe angeht, so ist die Frage komplexer. Die Hirten der Kirche müssen in der Tat dem ungeheuren Reichtum der Gnade Rechnung tragen, der aus der sakramentalen Natur der christlichen Ehe hervorgeht, sowie dem Einfluß, den sie auf die in der Ehe begründeten Beziehungen in der Familie ausübt. Gott wollte, daß der ursprüngliche Ehebund, die Ehe der Schöpfung, ein permanentes Zeichen der Verbindung Christi mit der Kirche sei und so zu einem wahren Sakrament des Neuen Bundes würde. Das Problem besteht darin, das richtig zu verstehen: Dieser sakramentale Charakter ist weder ein Zusatz noch etwas der Natur der Ehe Äußerliches. Im Gegenteil: Die Ehe, die der Schöpfer unauflöslich wollte, wurde durch Christi Werk der Erlösung zu einem Sakrament erhoben, ohne daß dies auch nur die geringste „Entstellung“ ihrer Wirklichkeit mit sich brächte. Verkennt man die Besonderheit dieses Sakraments im Vergleich zu den anderen, dann entstehen oft Mißverständnisse, und der Begriff der sakramentalen Ehe wird verdunkelt. Dieser Begriff gewinnt bei der Ehevorbereitung eine besondere Bedeutung: die verdienstvollen Bemühungen zur Vorbereitung der Brautpaare auf die Feier des Sakraments wären unnütz, wenn diese die absolut unauflösliche Natur der Ehe, die sie zu schließen beabsichtigen, nicht richtig verstünden. Die Getauften bitten die Kirche nicht um die Feier eines Festes nach speziellen Riten, sondern um die Eheschließung für ein ganzes Leben, um das Sakrament des Neuen Bundes. Durch dieses Sakrament haben sie am Geheimnis der Verbindung Christi mit seiner Kirche teil und bringen ihre innige und unauflösliche Verbindung zum Ausdruck.[82] 

  

VI – Christliche Orientierungsrichtlinien  

Formulierung des Grundproblems: „Am Anfang war es nicht so“  

36. Die christliche Gemeinschaft fühlt sich durch die Phänomene der faktischen Lebensgemeinschaften angesprochen. Diese Gemeinschaften ohne jede-zivile und religiöse-rechtlichen und institutionellen Bande sind ein immer häufigeres Phänomen, dem die Kirche in der Pastoral ihre Aufmerksamkeit schenken muß.[83] Wenn sich der Gläubige nicht nur auf die Vernunft stützt, sondern auch und vor allem auf den „Glanz der Wahrheit“, der ihm vom Glauben her kommt, ist er in der Lage, die Dinge beim Namen zu nennen: das Gute als gut und das Schlechte als schlecht. Im heutigen, vom Relativismus geprägten und zur Verwässerung aller-sogar der wesentlichen-Unterschiede zwischen Ehe und faktischen Lebensgemeinschaften führenden Kontext, muß man eine große Weisheit und mutige Freiheit an den Tag legen, um sich nicht für Zweideutigkeiten oder Kompromissen herzugeben, wohl wissend, daß „die gefährlichste Krise[...], die den Menschen überhaupt heimsuchen kann: die Verwirrung in bezug auf Gut und Böse, was den Aufbau und die Bewahrung der sittlichen Ordnung der einzelnen und der Gemeinschaften unmöglich macht“[84] ist. Im Hinblick auf eine im wahrsten Sinne des Wortes christliche Reflexion über die Zeichen der Zeit und angesichts der offenkundigen Verdunklung der tiefen Wahrheit der menschlichen Liebe im Herzen vieler unserer Zeitgenossen, empfiehlt es sich, zu den reinen Wassern des Evangeliums zurückzukehren. 

37. „Da kamen Pharisäer zu ihm, die ihm eine Frage stellen wollten, und fragten. ,Darf man seine Frau aus jedem beliebigen Grund aus der Ehe entlassen? ’ Er antwortete: ,Habt ihr nicht gelesen, daß der Schöpfer die Menschen am Anfang als Mann und Frau geschaffen hat und daß er gesagt hat: Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden, und die zwei werden ein Fleisch sein? Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins. Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen. ’ Da sagten sie zu ihm: ,Wozu hat dann Mose vorgeschrieben, daß man (der Frau) eine Scheidungsurkunde geben muß, wenn man sich trennen will? ’ Er antwortete: ,Nur weil ihr so hartherzig seid, hat Mose euch erlaubt, eure Frauen aus der Ehe zu entlassen. Am Anfang war das nicht so. Ich sage euch: Wer seine Frau entläßt, obwohl kein Fall von Unzucht vorliegt, und eine andere heiratet, der begeht Ehebruch’“ (Mt 19,3-9). Diese Worte des Herrn sind wohl ebenso bekannt wie die Reaktion seiner Jünger: „Wenn das die Stellung des Mannes in der Ehe ist, dann ist es nicht gut zu heiraten“ (Mt 19,10). Diese Reaktion entspricht eindeutig dem in der damaligen Epoche herrschenden Denken, das dem ursprünglichen Plan des Schöpfers den Rücken zugekehrt hatte.[85] Das von Mose gewährte Zugeständnis spiegelt die Gegenwart der Sünde wider, welche die Form der duritia cordis angenommen hat. Heute muß zweifellos mehr als zu anderen Zeiten der Beeinträchtigung des Verstandes, der Lähmung des Willens, der Bestimmung durch Leidenschaften, der verborgenen Wurzel der meisten Schwächefaktoren, die zur aktuellen Verbreitung der faktischen Lebensgemeinschaften beigetragen haben, Rechnung tragen.   

Faktische Lebensgemeinschaften, Schwächefaktoren und Sakramentsgnade  

38. Dank der Kirche und der christlichen Ehe hat die Gesellschaft im Laufe der Jahrhunderte die Ehe in ihrer ursprünglichen Verfassung, wie sie Christus in seiner Antwort aufgezeigt hat, anerkannt.[86] Die ursprüngliche Verfassung der Ehe ist auch heute noch genauso aktuell wie-propter duritiam cordis-die Schwierigkeit, sie als vertraute, in der tiefsten Tiefe des Seins verborgene Wahrheit anzuerkennen und zu leben. Die Ehe ist eine natürliche Institution deren Wesensmerkmale unabhängig von allen Kulturen mit dem Verstand erkannt werden können.[87] Diese Erkenntnis der Wahrheit über die Ehe hat auch etwas mit der moralischen Ordnung zu tun.[88] Man darf aber nicht vergessen, daß die von der Sünde angeschlagene und von Christus erlöste menschliche Natur nicht immer zur klaren Erkenntnis der Wahrheiten gelangt, die Gott in ihr Herz eingeschrieben hat. Auch die Botschaft der Kirche und ihres Lehramts muß in dieser Hinsicht eine lebendige Lehre und ein lebendiges Zeugnis in der Welt sein.[89] Es empfiehlt sich daher, die Bedeutung der Gnade hervorzuheben, insofern sie dem Eheleben seine wahre Fülle verleiht.[90] In der pastoralen Beurteilung der Frage der faktischen Lebensgemeinschaften gilt es auch die menschliche Schwäche und die Bedeutung einer wirklichen Erfahrung von Kirche und der Katechese zu berücksichtigen, die zum Gnadenleben, zum Gebet und zu den Sakramenten, insbesondere zur Beichte, hinführen. 

39. Die faktischen Lebensgemeinschaften sind von der sogenannten „freien Liebe geprägt, die das der ehelichen Liebe eigentümliche und für sie charakteristische Band ausschließt oder ablehnt. Für die Entstehung solcher Gemeinschaften sind Schwächefaktoren verantwortlich, deren verschiedene Elemente es zu unterscheiden gilt. Wie wir gesehen haben, ist außerdem zu unterscheiden zwischen faktischen Lebensgemeinschaften, zu denen einige aufgrund schwieriger Situationen gezwungen sind, und faktischen Lebensgemeinschaften, die freiwillig gewählt wurden in „einer Haltung der Verachtung, des Protestes oder der Ablehnung gegenüber der Gesellschaft, der Familie als Institution, der gesellschaftlich-politischen Ordnung oder einer Haltung, die nur auf Lebensgenuß ausgeht“.[91] Weiterhin ist der Fall derjenigen zu betrachten, die „durch äußerste Unwissenheit und Armut, infolge wirklich ungerechter Verhältnisse oder auch durch eine gewisse seelische Unreife, die sie mit Unsicherheit und Furcht vor einer dauerhaften und endgültigen Bindung erfüllt“[92], in eine faktische Lebensgemeinschaft getrieben werden. 

Die ethische Beurteilung, die Pastoral und das christliche Engagement in der Politik müssen deshalb der Vielfalt der Situationen Rechnung tragen, die wie oben ausgeführt[93] alle mit dem allgemeinen Begriff „faktische Lebensgemeinschaft“ bezeichnet werden. Was auch immer die Ursachen sein mögen, diese Lebensgemeinschaften stellen „die Kirche vor schwierige pastorale Probleme, und zwar wegen der ernsten Folgen, die sich daraus ergeben sowohl in religiös-sittlicher Hinsicht (Verlust der religiösen Bedeutung der Ehe im Licht des Bundes Gottes mit seinem Volk, Fehlen der Sakramentsgnade, schweres Ärgernis) als auch in sozialer Hinsicht (Zerstörung des Familienbegriffs, Schwächung des Sinnes für Treue auch gegenüber der Gesellschaft, mögliche seelische Schäden bei den Kindern, zunehmender Egoismus)“.[94] Deshalb und in Anbetracht der sittlichen und pastoralen Dimension beobachtet die Kirche die Verbreitung des Phänomens der unehelichen Lebensgemeinschaften.   

Das Zeugnis der christlichen Ehe  

40. Die in verschiedenen Ländern mit christlicher Tradition gestarteten Initiativen zur Änderung der Gesetzgebung zugunsten der faktischen Lebensgemeinschaften bereiten Hirten und Gläubigen große Sorgen. Oft hat es den Anschein, daß sie nicht wissen, wie sie diesem Phänomen begegnen sollen, und daß sie nur passiv reagieren. Damit erwecken sie jedoch den Eindruck, die Kirche wolle einfach nur den Status quo bewahren, als ob die in der Ehe begründete Familie (ein „herkömmliches“ Modell) das Kulturmodell der Kirche wäre, das man trotz der großen Veränderungen in unserer Epoche bewahren will. 

Zur Auseinandersetzung mit dieser Situation empfiehlt es sich, die positiven Aspekte der ehelichen Liebe zu vertiefen, um auch hier die Wahrheit des Evangeliums im Stile der Christen der ersten Jahrhunderte unserer Zeitrechnung inkulturieren zu können. Diese Neuevangelisierung der Familie richtet sich vor allem an die christlichen Familien, die als Adressaten der Evangelisierung selbst die ersten Evangelisierer sind und die „gute Nachricht“ von der „geschwisterlichen Liebe“[95] nicht nur in Worten, sondern auch und vor allem durch ihr persönliches Zeugnis verkünden. Der Wert dieses sozialen Wunderwerks, das die eheliche Liebe ist, muß dringend wieder erkannt werden, denn das Phänomen der faktischen Lebensgemeinschaften hängt mit ideologischen Faktoren zusammen, die es verdunkeln und die von einem irrigen Verständnis der menschlichen Sexualität und der Mann-Frau-Beziehung herrühren. Von daher erklärt sich die ursprüngliche Bedeutung des Gnadenlebens der christlichen Ehen in Christus: „Auch die christliche Familie gehört zur Kirche, zum priesterlichen Volk. Durch das Ehesakrament, in dem sie gründet und aus dem sie ihre Kraft schöpft, wird sie dauernd von Jesus, dem Herrn, belebt und zum Dialog mit Gott berufen und verpflichtet, zum Dialog durch das sakramentale Leben, durch den Einsatz der eigenen Existenz und durch das Gebet. Das ist die priesterliche Aufgabe, welche die christliche Familie in tiefster Verbundenheit mit der ganzen Kirche durch den Alltag des Ehe- und Familienlebens verwirklichen kann und muß; so ist sie berufen, sich selbst sowie die kirchliche Gemeinschaft und die Welt zu heiligen“.[96] 

41. Dadurch, daß die christlichen Ehen in den verschiedenen gesellschaftlichen Milieus vertreten sind, stellen sie ein bevorzugtes Mittel dar, um dem Menschen von heute (der in seiner Subjektivität zum Teil zerrüttet und nach einer Reihe von bruchstückhaften Erfahrungen auf der vergeblichen Suche nach einer „freien“, der wahren ehelichen Liebe widersprechenden Liebe erschöpft ist) konkret zu zeigen, daß es möglich ist, sein Menschsein wiederzufinden, wenn sie ihm helfen, die Wirklichkeit einer in der Ehe in Jesus Christus vollkommen verwirklichten Subjektivität zu begreifen. Diese Art Konfrontation mit der Wirklichkeit ist die einzig mögliche Art und Weise, im Herzen die Sehnsucht nach einer Heimat zu wecken, von der die ganze Person eine unauslöschliche Erinnerung hat. Den enttäuschten Männern und Frauen, die sich zynisch fragen: „Kann denn aus dem Herzen des Menschen etwas Gutes kommen?“, muß man entgegen können: „Kommt und seht unsere Ehe und unsere Familie“. Das wirkliche Zeugnis, durch das die christliche Gemeinschaft mit der Gnade Gottes zum Zeichen der Barmherzigkeit Gottes mit den Menschen wird, kann ein entscheidender Ausgangspunkt sein. Außerdem ist in allen Milieus festzustellen, wie wirksam und positiv der Einfluß gläubiger Christen sein kann. Durch ihre bewußten Glaubens- und Lebensentscheidungen sind sie mitten unter ihren Zeitgenossen wie der Sauerteig im Teig, wie das Licht, das in der Finsternis leuchtet. Die Aufmerksamkeit der Pastoral bei der Vorbereitung auf die Ehe und Familie und bei der Begleitung im Ehe- und Familienleben ist also für das Leben der Kirche und der Welt wesentlich.[97]   

Eine angemessene Ehevorbereitung  

42. Das Lehramt der Kirche hat mehrere Male, vor allem seit dem II. Vatikanischen Konzil, die Bedeutung und den unersetzlichen Charakter der Ehevorbereitung in der gewöhnlichen Pastoral hervorgehoben. Diese Vorbereitung darf sich nicht auf eine einfache Information über das beschränken, was die Ehe für die Kirche ist, sondern sie muß ein wirklicher Weg der Formation der Personen sein, deren Grundlage die Erziehung im Glauben und in den Tugenden bildet. Der Päpstliche Rat für die Familie hat diesen wichtigen Aspekt der Pastoral der Kirche in den Dokumenten Menschliche Sexualität: Wahrheit und Bedeutung vom 8. Dezember 1995, und Die Vorbereitung auf das Sakrament der Ehe vom 13. Mai 1996 behandelt und dabei den Schwerpunkt auf den fundamentalen Charakter der Ehevorbereitung und auf den Inhalt dieser Vorbereitung gelegt. 

43. „Die Vorbereitung auf die Ehe, auf das Ehe- und Familienleben, ist für das Wohl der Kirche von besonderer Bedeutung, da das Sakrament der Ehe für die ganze christliche Gemeinschaft einen großen Wert darstellt. Dies gilt an erster Stelle für die Gatten, deren Entscheidung derart ist, daß sie weder unvorbereitet noch überhastet getroffen werden darf. In anderen Epochen konnte diese Vorbereitung auf die Unterstützung der Gesellschaft zählen, welche die Werte und Güter der Ehe anerkannte. Die Kirche verteidigte ohne Bedenken und vorbehaltlos die Heiligkeit der Ehe und war sich der Tatsache bewußt, daß das Sakrament der Ehe als Lebenszelle des Volkes Gottes für die Kirche selbst eine Garantie darstellt. Im Innern der Kirche, zumindest in den wirklich evangelisierten Gemeinschaften, war die Unterstützung für die Ehe entschlossen, einheitlich und geschlossen. Getrennte und gescheiterte Ehen waren selten, und die Ehescheidung wurde als gesellschaftliches ,Übel’ betrachtet (vgl. Gaudium et spes, Nr. 47). Heute steht man dagegen in nicht wenigen Fällen vor einem einschneidenden Verfall der Familie und vor einer gewissen Zersetzung der Werte der Ehe. In vielen Nationen, vor allem in den Industrieländern, ist die Zahl der Eheschließungen zurückgegangen. Man verschiebt die Eheschließung heute gewöhnlich auf einen späteren Zeitpunkt, und die Zahl der Ehescheidungen und Trennungen-dazu kommt es oft schon in den ersten Jahren des Ehelebens-steigt. Aufgrund dieser Umstände nehmen die Sorgen in der Pastoral zu, und immer wieder stellt man sich die Frage: Ist derjenige, der heute den Bund der Ehe eingeht, wirklich darauf vorbereitet? Die Frage der Vorbereitung auf das Sakrament der Ehe und auf das dann folgende gemeinsame Leben erscheint wie eine große pastorale Notwendigkeit-zwar in erster Linie zum Wohl der Gatten, aber auch zum Wohl der ganzen christlichen Gemeinschaft und der Gesellschaft. Deshalb nehmen das Interesse und die Initiativen überall zu, um auf die mit der Vorbereitung auf das Sakrament der Ehe verbundenen Fragen entsprechende und angemessene Antworten zu geben“.[98] 

44. In unseren Tagen ist das Problem-im Gegensatz zu anderen Epochen-nicht in erster Linie, daß die jungen Menschen mit einer unzureichenden Vorbereitung das Ehesakrament empfangen. Unter dem Einfluß eines pessimistischen, anthropologischen, entstrukturalisierenden Verständnisses, das die Subjektivität aufhebt, zweifeln viele daran, daß es in der Ehe eine wahre Hingabe geben kann, die eine treue, fruchtbare und unauflösliche Verbindung schafft. Folge dieser Sicht ist in einigen Fälle die Ablehnung der Ehe als Institution. Sie wird als illusorische Wirklichkeit betrachtet, die nur für Menschen mit einer ganz besonderen Vorbereitung da ist. Von daher erklärt sich die Bedeutung der christlichen Erziehung zu einem richtigen und realistischen Freiheitsbegriff hinsichtlich der Ehe als Fähigkeit, das Gut der ehelichen Hingabe zu entdecken und sich darauf auszurichten.  

Die Familienkatechese  

45. In diesem Sinne ist die Vorbeugung durch Familienkatechese grundlegend. Ebenso unersetzlich ist das Zeugnis der Familien vor ihren eigenen Kindern und in der Gesellschaft, in der sie leben. Die Hirten dürfen nicht die einzigen sein, welche die Familie verteidigen: Die Familien selbst müssen die Achtung ihrer Rechte und ihrer Identität einfordern. Heute nehmen die Familienkatechesen in der Familienpastoral einen besonderen Platz ein. Sie setzen sich umfassend, vollständig und systematisch mit den Wirklichkeiten der Familie auseinander, und zwar nach dem Kriterium des Glaubens und im Licht des Wortes Gottes, das in der Treue zum Lehramt der Kirche von den rechtmäßigen und zuständigen Hirten kirchlich ausgelegt wird. So tragen sie in diesem katechetischen Prozeß wirklich zur Vertiefung der Heilswahrheit über den Menschen bei. Man soll sich bemühen, die Rationalität und Glaubwürdigkeit des Evangeliums hinsichtlich Ehe und Familie zu zeigen, und das Bildungssystem der Kirche entsprechend ändern.[99] Die Erklärung der Ehe und der Familie auf der Grundlage einer richtigen anthropologischen Sicht ruft sogar unter Christen Staunen hervor. Sie erkennen, daß es sich nicht nur um eine Glaubensfrage handelt, und sehen darin eine Bestätigung im Glauben und Gründe zum Handeln, so daß sie ihr persönliches Lebenszeugnis geben und eine auf den Laien zugeschnittene apostolische Sendung erfüllen.  

Die Kommunikationsmittel  

46. Die Krise der Werte der Familie und des Familienbegriffs in den Staatsordnungen und in den Mitteln zur Weitergabe der Kultur-Presse, Fernsehen, Internet, Kino, usw.-macht eine erneute Bemühung erforderlich, um die Werte der Familie in die Kommunikationsmittel einzubringen. Man denke beispielsweise nur an den starken Einfluß der Massenmedien, der in der Gesellschaft zum Verlust der Sensibilität für Zustände wie Ehebruch, Scheidung oder faktische Lebensgemeinschaften geführt hat, oder an die schädliche Verzerrung der „Werte“ (oder besser der „Anti-Werte“), die manchmal sogar als normale Lebensentwürfe dargeboten werden. Trotz des verdienstvollen Beitrags engagierter Christen, die im Bereich der Kommunikationsmittel tätig sind, gilt es zu bedenken, daß einige Fernsehprogramme und Fernsehserien zum Beispiel nicht nur nicht zur religiösen Bildung beitragen, sondern die Desinformation und die Verbreitung religiöser Ignoranz fördern. Auch wenn diese Faktoren keine Grundelemente für die Gestaltung der Kultur darstellen, ist ihr Einfluß nicht zu leugnen. Sie sind deshalb zu den soziologischen Faktoren zu rechnen, die eine Pastoral mit realistischen Kriterien zu berücksichtigen sind.  

Das soziale Engagement  

47. Für viele unserer Zeitgenossen, deren Subjektivität durch die Ideologien in gewisser Weise „zerstört“ wurde, ist die Ehe nahezu undenkbar; die eheliche Wirklichkeit hat für sie keine Bedeutung. Wie kann die Pastoral der Kirche auch für sie zu einem Heilsereignis werden? In dieser Hinsicht ist das Engagement von Katholiken in Politik und Gesetzgebung entscheidend, da sie in diesem Bereich Verantwortlichkeiten besitzen. Die Gesetzgebungen bilden in weitem Maße das Ethos eines Volkes. In dieser Hinsicht ist es besonders wichtig, zur Überwindung der Versuchung zur Gleichgültigkeit im Bereich von Politik und Gesetzgebung zu mahnen, und auf der Notwendigkeit zu bestehen, für die Würde der Person öffentlich Zeugnis zu geben. Die Gleichstellung der faktischen Lebensgemeinschaften mit der Familie führt, wie wir gesehen haben, zu einer Verdrehung der auf das Gemeinwohl der Gesellschaft zielenden Ordnung und bringt eine Entwertung der in der Ehe begründeten Familie als Institution mit sich. Die Gleichstellung ist daher ein Übel für die Menschen, die Familien und die Gesellschaften. Das „politisch Mögliche“ und seine Entfaltung in der Zeit kann nicht von den Grundprinzipien der Wahrheit über die menschliche Person absehen, welche die Einstellung, die konkreten Initiativen und Zukunftsprogramme bestimmen müssen.[100] Es wäre ebenso nützlich, die „Dogmen“ von der unauflöslichen Verbindung zwischen Demokratie und ethischem Relativismus in Frage zu stellen, in dem eine Großzahl der Gesetzesinitiativen zugunsten der Gleichstellung der faktischen Lebensgemeinschaften mit der Familie begründet sind. 

48. Die Frage der faktischen Lebensgemeinschaften ist für die Christen eine große Herausforderung. Sie müssen in der Lage sein, den rationalen Aspekt des Glaubens, die tiefe Rationalität des Evangeliums von der Ehe und der Familie aufzuzeigen. Wenn die Verkündigung dieses Evangeliums nicht in der Lage ist, auf diese Herausforderung zur Rationalität (die als enge Entsprechung von desiderium naturale des Menschen und von der Kirche verkündetem Evangelium zu verstehen ist) zu antworten, bleibt sie unfruchtbar. Deshalb ist es heute mehr denn je notwendig, die innere Glaubwürdigkeit der Wahrheit über den Menschen aufzeigen, bildet sie doch die Grundlage für die Institution der ehelichen Liebe. Im Unterschied zu den anderen Sakramenten gehört die Ehe auch zur Schöpfungsökonomie, da sie in die natürliche Dynamik des Menschengeschlechts eingeschrieben ist. Zweitens ist es notwendig, sich um eine Reflexion über die fundamentalen Grundlagen, über die wesentlichen Prinzipien zu bemühen, welche die Bildung in den verschiedenen Bereichen und Institutionen bestimmen. Wie lautet heute die Philosophie der Bildungseinrichtungen der Kirche und wie sollen diese Prinzipien in eine angemessene Erziehung zur Ehe und zur Familie als grundlegende und notwendige Strukturen der Gesellschaft umgesetzt werden?  

Pastorale Aufmerksamkeit und Ansätze  

49. Eine verständnisvolle Haltung gegenüber der existentiellen Problematik und der Entscheidungen von Menschen, die in einer faktischen Lebensgemeinschaft leben, ist berechtigt und unter gewissen Umständen sogar eine Pflicht. Die Achtung vor der Würde der Person wird nicht in Frage gestellt. Aber das Verständnis für die Situation und der Respekt vor der Person bedeuten noch keine Rechtfertigung. In solchen Fällen empfiehlt es sich eher, zu betonen, daß die Wahrheit für sich gesehen ein wesentliches Gut und ein Faktor wahrer Freiheit ist. Macht man die Wahrheit geltend, ist dies kein Angriff, sondern vielmehr eine Form der Nächstenliebe. „Die Heilslehre Christi in keiner Weise schmälern“ ist „eine erhabene Form der Liebe zu den Seelen“[101], vorausgesetzt, daß damit „die Geduld und Güte“ einhergeht, „deren Beispiel der Herr selbst im Umgang mit den Menschen gegeben hat“.[102] Auch die Christen müssen versuchen, die individuellen, sozialen, kulturellen und ideologischen Ursachen für die Verbreitung der faktischen Lebensgemeinschaften zu verstehen. Es muß jedoch darauf hingewiesen werden, daß eine verständige und feinfühlige Pastoral in bestimmten Fällen zur „institutionellen“ Rehabilitierung dieser Gemeinschaften beitragen kann. Die Menschen, die sich in einer solchen Situation befinden, sollen im Rahmen der gewöhnlichen Pastoral der kirchlichen Gemeinschaft Fall für Fall und mit der gebührenden Umsicht betrachtet werden. Man soll ihnen mit Verständnis für ihre Probleme und für die sich daraus ergebenden Schwierigkeiten begegnen, geduldig mit ihnen sprechen, ihnen konkret helfen, insbesondere, wenn Kinder vorhanden sind. Auch in dieser Hinsicht ist die Vorbeugung eine vorrangige Absicht.  

Schluß  

50. Die Weisheit der Nationen hat in den vergangenen Jahrhunderten trotz einiger Beschränkungen hier und da die Existenz und fundamentale und unersetzliche Sendung der in der Ehe begründeten Familie anerkannt. Die Familie ist ein für die ganze Gesellschaft notwendiges und unersetzliches Gut. Sie muß von der ganzen Gesellschaft rechtlich anerkannt, geschützt und gefördert werden. Denn es schadet der ganzen Gesellschaft, wenn man dieses für die Gesellschaft wertvolle und notwendige Gut irgendwie gefährdet. Gegenüber dem Phänomen faktischer Lebensgemeinschaften und der damit verbundenen Zurücksetzung der ehelichen Liebe darf die Gesellschaft nicht gleichgültig bleiben. Die Anerkennung der faktischen Lebensgemeinschaften ist die falsche Lösung und stellt bloß eine einfache Unterdrückung des Problems dar. Damit werden sie nur öffentlich mit den in der Ehe begründeten Familien auf eine Stufe gestellt oder ihnen gleich gestellt. Das ist nicht nur vergleichsweise eine Benachteiligung der Ehe (und nicht zuletzt ein Angriff auf die Familie, auf jene natürliche und notwendige Institution, die heute vielmehr wahrer familienpolitischer Maßnahmen bedürfte). Es läßt vielmehr auf eine tiefe Fehlkenntnis der anthropologischen Wahrheit der menschlichen Liebe von Mann und Frau und des damit untrennbar verbundenen Aspekts einer festen und für das Leben offenen Gemeinschaft schließen. Diese Fehlkenntnis ist um so schwerwiegender, wenn man den wesentlichen und tiefen Unterschied zwischen der der Ehe als Institution entspringenden ehelichen Liebe und homosexuellen Beziehungen ignoriert. Die „Gleichgültigkeit“ der öffentlichen Behörden in diesem Punkt ähnelt der Apathie gegenüber dem Leben oder dem Tod der Gesellschaft, gegenüber ihre Projektion auf die Zukunft hin oder ihren Verfall. Werden keine angemessenen Maßnahmen ergriffen, droht diese „Neutralität“ zu einer Beschädigung des sozialen Netzes und der Pädagogik der zukünftigen Generationen zu führen. 

Die unzureichende Wertschätzung der ehelichen Liebe und ihrer naturgemäßen Offenheit für das Leben mit der daraus folgenden Unbeständigkeit im Familienleben ist ein gesellschaftliches Phänomen, das eine angemessene Beurteilung von seiten aller erforderlich macht, denen es um das Wohl der Familie geht. Dies gilt insbesondere für die Christen. Es geht vor allem um die Erkenntnis der eigentlichen (ideologischen und finanziellen) Gründe einer solchen Lage der Dinge und nicht um die Erfüllung demagogischer Forderungen von Pressure-groups, die nicht dem Gemeinwohl der Gesellschaft Rechnung tragen. Für die katholische Kirche sind die Familie und die eheliche Liebe in der Nachfolge Christi ein Geschenk der Gemeinschaft des Gottes der Barmherzigkeit mit der Menschheit, ein wertvoller Schatz der Heiligkeit und der Gnade, die in der Welt aufleuchtet. Deshalb lädt sie alle ein, die für die Sache des Menschen kämpfen, sich ihren Bemühungen zur Förderung der Familie und ihrer innigsten Lebensquelle, welche die Ehegemeinschaft ist, anzuschließen.

  
ANMERKUNGEN

[1]II. Vatikanisches Konzil, Pastoralkonstitution Gaudium et spes, Nr. 47.

[2]II. Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution Lumen gentium, Nr. 11, Dekret Apostolicam actuositatem, Nr. 11.

[3]Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 2331-2400; Päpstlicher Rat für die Familie, Menschliche Sexualität: Wahrheit und Bedeutung, 8.12.1995.

[4]Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben Familiaris consortio, Nr. 80.

[5]In diesen Gebieten richtet sich die humanisierende und pastorale Tätigkeit der Kirche in ihrer vorzüglichen Option für die Armen in der Regel auf die „Regulierung“ dieser Lebensgemeinschaften durch die Feier der Ehe (oder je nach Fall durch die Gültigerklärung oder Regulierung) nach Maßgabe der Einstellung und dem Einsatz der Kirche für die Heiligung der christlichen Hausgemeinschaften.

[6]Verschiedene konstruktivistische Theorien vertreten heute unterschiedliche Konzeptionen, wie sich die Gesellschaft (das behaupten sie zumindest) entwickeln und sich an die verschiedenen „Geschlechter“ anpassen müßte (zum Beispiel in der Erziehung und im Gesundheitswesen, usw.). Manche sprechen von drei Geschlechtern, andere von fünf, wieder andere von sieben oder von einer Zahl, die je nach Betrachtungsweise variieren kann.

[7]Sowohl der Marxismus als auch der Strukturalismus haben in unterschiedlichem Maß zur Gender-Ideologie beigetragen. Maßgeblich beeinflußt wurde sie von W. Reichs (1897-1957) Postulaten über die „sexuelle Revolution“ oder von Herbert Marcuses (1898-1979) Postulaten. Reich rief zur sexuellen Freizügigkeit auf und Marcuse zum „Ausprobieren“ aller sexuellen Möglichkeiten (die auf der Grundlage eines sexuellen Polymorphismus von unterschiedslos „heterosexueller“ – das heißt natürlicher sexueller – oder „homosexueller“ Ausrichtung, losgelöst von der Familie und von jedem natürlichen Finalismus der geschlechtlichen Differenzierung sowie von jedweder Hemmung durch eine verantwortliche Elternschaft, zu verstehen ist). Der radikale und extremistische Feminismus, wie ihn bekanntlich Margaret Sanger (1879-1966) und Simone de Beauvoir (1908-1986) vertraten, ist keinesfalls als eine Randerscheinung dieses historischen Prozesses der Verfestigung einer Ideologie zu betrachten. Danach wären „Heterosexualität und Monogamie nur mögliche Formen sexueller Praxis. 

[8]Vgl. Päpstlicher Rat für die Familie, Famille et Droits humains (Familie und Menschenrechte), 1999, Nr. 16: Die meisten wichtigen internationalen Einrichtung begrüßen leider eine solche Einstellung, und sie wird durch die Entstellung des Familienbegriffs, dessen Grundlage ganz eindeutig die Familie ist, umgesetzt. Zu diesen Einrichtungen gehören bestimmte Organe der Organisation der Vereinten Nationen. Sie stimmten offenbar unlängst einigen dieser Theorien zu und ignorierten damit die wahre Bedeutung von Artikel 16 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948, worin die Familie als „natürliches und grundlegendes Element der Gesellschaft“ bezeichnet wird.

[9]Vgl. Aristoteles, Politik: Schriften zur Staatstheorie, I, 9-10 (Bk 1253a).

[10]Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 2207.

[11]Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben Familiaris consortio, Nr. 18.

[12]Johannes Paul II., Ansprache bei der Generalaudienz am 1.12.1999.

[13]II. Vatikanisches Konzil,Pastoralkonstitution Gaudium et spes, Nr. 47.

[14]Johannes Paul II., Enzyklika Fides et ratio, Nr. 4: „[...] abgesehen von den einzelnen Denkrichtungen gibt es eine Gesamtheit von Erkenntnissen, in der man so etwas wie ein geistiges Erbe der Menschheit erkennen kann; gleichsam als befänden wir uns im Angesicht einer impliziten Philosophie, auf Grund der sich ein jeder bewußt ist, diese Prinzipien, wenngleich in undeutlicher, unreflektierter Form zu besitzen. Diese Erkenntnisse sollten, eben weil sie in irgendeiner Weise von allen geteilt werden, eine Art Bezugspunkt der verschiedenen philosophischen Schulen darstellen. Wenn es der Vernunft gelingt, die ersten und allgemeinen Prinzipien des Seins zu erfassen und zu formulieren und daraus in rechter Weise konsequente Schlußfolgerungen von logischer und deontologischer Bedeutung zu entwickeln, dann kann sie sich als eine richtige Vernunft oder, wie die antiken Denker sie nannten, als orthòs logos, recta ratio ausgeben“. 

[15]Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Dei Verbum, Nr. 10.

[16]Johannes Paul II., Enzyklika Fides et ratio, Nr. 23: „Das Verhältnis von Glaube und Philosophie trifft in der Verkündigung vom gekreuzigten und auferstandenen Christus auf die Felsenklippe, an der es Schiffbruch erleiden kann. Doch jenseits dieser Klippe kann es in das unendliche Meer der Wahrheit einmünden. Hier zeigt sich deutlich die Grenze zwischen Vernunft und Glaube, es wird aber auch der Raum klar erkennbar, in dem sich beide begegnen können“; Johannes Paul II., Enzyklika Evangelium vitae, Nr. 101: „Das Evangelium vom Leben ist nicht ausschließlich für die Gläubigen da: es ist für alle da. Die Frage des Lebens und seiner Verteidigung und Förderung ist nicht alleiniges Vorrecht der Christen“.

[17]Johannes Paul II., Ansprache vor dem Forum der katholischen Verbände Italiens, 27.6.1998.

[18]Päpstlicher Rat für die Familie, Erklärung zur Resolution des Europäischen Parlaments, welche die faktischen Lebensgemeinschaften, einschließlich homosexueller Verbindungen, mit der Familie auf eine Ebene stellen, 17.3.2000.

[19]Augustinus, De libero arbitrio, I, 5,11.

[20]„Das Gesellschaftsleben und sein Rechtssystem setzen ein letztes Fundament voraus. Wenn es kein anderes Gesetz über dem bürgerlichen Gesetz gibt, dann müssen wir zugeben, daß jedweder Wert, sogar diejenigen, für die Menschen gekämpft und die als Meilensteine auf dem langwierigen Weg zur Freiheit gegolten haben, durch eine einfache Stimmenmehrheit aus der Welt geschafft werden können. Wer das Naturgesetz kritisiert, muß die Augen vor dieser Möglichkeit verschließen. Und wenn er Gesetze fördert, die dem Gemeinwohl und seinen Grundforderungen widersprechen, muß er sich aller Folgen seines Handelns bewußt sein, denn er droht, die Gesellschaft in eine gefährlichen Richtung zu lenken.“; Kardinal Angelo Sodano, Vortrag beim 2. vom Päpstlichen Rat für die Familie veranstalteten Treffen von europäischen Politikern und Gesetzgebern, 22.-24-Oktober 1998:

[21]In Europa beispielsweise heißt es im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland: „Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung“ (Art. 6); in der irischen Verfassung lesen wir: „Der Staat anerkennt die Familie als ursprüngliche und grundlegende Gruppe der Gesellschaft und als eine moralische Institution; sie ist mit unveräußerlichen und unantastbaren Rechten ausgestattet, die vor jedem positiven Gesetz kommen. Demzufolge verpflichtet sich der Staat, den Bestand und die Autorität der Familie als notwendiges Fundament der Gesellschaftsordnung und unerläßliches Element für den Wohlstand der Nation und des Staates zu schützen“ (Art. 41); in der spanischen: „Die öffentliche Hand gewährleistet den sozialen, wirtschaftlichen und finanziellen Schutz der Familie“ (Art. 39); in der italienischen: „Die Republik anerkennt die Rechte der Familie als natürliche, auf der Ehe gegründete Gesellschaft“ (Art. 29); in der polnischen: „Der Ehe, das heißt der Verbindung von einem Mann und einer Frau, sowie der Familie, der Vaterschaft und Mutterschaft, müssen der Schutz und die Sorge in der Republik Polen zugute kommen“ (Art.18); in der portugiesischen: „Die Familie als Grundelement der Gesellschaft hat das Recht auf Schutz durch Gesellschaft und Staat und auf die Schaffung jener Bedingungen, welche die persönliche Verwirklichung ihrer Mitglieder ermöglichen“ (Art.67). 

Ähnliches ist in den Verfassungen der übrigen Welt zu lesen: In der argentinischen heißt es: „Das Gesetz soll den vollständigen Schutz der Familie begründen“ (Art. 14); in der brasilianischen: „Die Familie als Fundament der Gesellschaft, ist Gegenstand eines besonderen Schutzes durch den Staat“ (Art. 226); in der chilenischen: „Die Familie ist die Grundzelle der Gesellschaft. [...] Es ist die Pflicht des Staates, den Schutz der Bevölkerung und der Familie zu gewährleisten“ (Art. 1); in der chinesischen: „Der Staat schützt die Ehe, die Familie, die Mutterschaft und Kindheit“ (Art. 49); in der kolumbianischen: „Der Staat anerkennt ohne jede Diskriminierung den Vorrang der unveräußerlichen Rechte der Person und schützt die Familie als Grundinstitution der Gesellschaft“ (Art. 5); in der südkoreanischen: „Die Ehe und das Familienleben sind in der Würde des einzelnen und in der Gleichheit der Geschlechter begründet; der Staat setzt alle verfügbaren Mittel ein, um dieses Ziel zu verwirklichen“ (Art. 36); in der philippinischen: „Der Staat anerkennt die philippinische Familie als Fundament der Nation. Deshalb ist die Ehe eine unverletzliche gesellschaftliche Institution; sie ist die Grundlage der Familie und muß vom Staat geschützt werden“ (Art. 15); in der mexikanischen: „[...] das Gesetz schützt die Gestaltung und Entwicklung der Familie“ (Art. 4); in der peruanischen: „Die Gemeinschaft und der Staat [...] schützen auch die Familie und fördern die Ehe; sie anerkennen sie als natürliche und fundamentale Institutionen der Gesellschaft“ (Art. 4); in der ruandischen: „Die Familie als natürliche Grundlage des ruandischen Volkes soll vom Staat geschützt werden“ (Art. 24). 

[22]Thomas von Aquin, Summa theologiae, I-II, q. 95, a. 2: „Jedes von Menschen gemachte Gesetz ist insofern rechtskräftig, als es aus dem Naturgesetz hervorgeht. Umgekehrt ist, was dem Naturgesetz widerspricht, kein Gesetz, sondern eine Verdrehung des Gesetzes“.

[23]Johannes Paul II., Ansprache an die Teilnehmer am Europakongreß des Päpstlichen Rates für die Familie, 23. Oktober 1998, Nr. 3.

[24]Johannes Paul II., Enzyklika Centesimus annus, Nr. 46.

[25]Schlußerklärung des 2. Kongresses der europäischen Politiker und Gesetzgeber über die Menschenrechte und die Familie, in L’Osservatore Romano, 26.2.1999: „Als Politiker und Gesetzgeber, die der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 treu verbunden bleiben wollen, verpflichten wir uns, die Rechte der in der Ehe zwischen einem Mann und einer Frau begründeten Familie zu verteidigen und zu fördern. Und zwar auf allen Ebenen: auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene. Nur so können wir uns sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene wirklich in den Dienst des am Gemeinwohls stellen“.

[26]Erklärung des 3. Kongresses der Politiker und Gesetzgeber von Amerika, Buenos Aires, 3.-5. August 1999: „Die Familie ist der zentrale Kern der Gesellschaft. Sie spielt offenkundig eine wichtige Rolle in der Wirtschaft, die nicht zu vernachlässigen ist, ist die Familie doch das größte Humankapital. Sie erfüllt aber auch andere Aufgaben. Sie ist vor allem eine natürliche Lebensgemeinschaft, eine Gemeinschaft, die in der Ehe begründet ist und deshalb einen viel größeren Zusammenhalt bietet als jede andere soziale Gemeinschaft“.

[27]Vgl. Charta der Familienrechte, Präambel.

[28]Johannes Paul II.,Gratissimam sane (Brief an die Familien), Nr. 6.

[29]Vgl. Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 2333; Johannes Paul II.,Gratissimam sane (Brief an die Familien), Nr. 8.

[30]II. Vatikanisches Konzil,Pastoralkonstitution Gaudium et spes, Nr. 49.

[31]Vgl. Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 2332; Johannes Paul II., Ansprache zur Eröffnung des Gerichtsjahres der Römischen Rota, 21.01.1999.

[32]Johannes Paul II., Gratissimam sane (Brief an die Familien), Nr. 7-8.

[33]Johannes Paul II., Ansprache zur Eröffnung des Gerichtsjahres der Römischen Rota, 21.01.1999, Nr. 3.

[34]Ebd. Nr. 4.

[35]Ebd.

[36]Ebd.

[37]„Die Ehe stellt den rechtlichen Rahmen dar, welcher die Beständigkeit der Familie fördert. Sie ermöglicht die Verjüngung der Generationen. Sie ist kein bloßer Vertrag oder Privatangelegenheit, sondern stellt eine der Grundstrukturen der Gesellschaft dar.“ Erklärung des ständigen Rats der Französischen Bischofskonferenz zum Gesetzentwurf über den „bürgerlichen Solidaritätspakt“, 17.9.1998.

[38]Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben Familiaris consortio, Nr. 19.

[39]Johannes Paul II., Ansprache zur Eröffnung des Gerichtsjahres der Römischen Rota, 21.01.1999, Nr. 5.

[40]„Die Beziehung zwischen zwei Personen gleichen Geschlechts und die Beziehung zwischen einem Mann und einer Frau sind nicht gleichwertig. Nur letztere sind als Paar zu bezeichnen, weil der Begriff die geschlechtliche Differenzierung, die eheliche Dimension, die Fähigkeit zur Vaterschaft und Mutterschaft voraussetzt. Die Homosexualität kann offensichtlich nicht dieses symbolische Ganze darstellen.“ Erklärung des ständigen Rats der Französischen Bischofskonferenz zum Gesetzentwurf zum „bürgerlichen Solidaritätspakt“, 17.9.1998.

[41]Zur ernsten inneren moralischen Ungeordnetheit der homosexuellen Handlungen im Widerspruch zum Naturgesetz vgl. Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 2357-2359; Kongregation für die Glaubenslehre, Instruktion Persona humana, 29.12.1975; Päpstlicher Rat für die Familie, Menschliche Sexualität: Wahrheit und Bedeutung, 8.12.1995, Nr. 104.

[42]Johannes Paul II., Ansprache an die Teilnehmer der 14. Vollversammlung des Päpstlichen Rates für die Familie; vgl. Johannes Paul II., Ansprache beim Angelus am 19.6.1994.

[43]Päpstlicher Rat für die Familie, Erklärung zur Resolution des Europäischen Parlaments über die Gleichstellung der „faktischen Lebensgemeinschaften, einschließlich der homosexuellen, mit der Familie, 17.3.2000.

[44]Erklärung des Vorsitzenden der Französischen Bischofskonferenz nach der Verabschiedung des „bürgerlichen Solidaritätspakts“, 13.10.1999: „Wir dürfen nicht verkennen, daß eine solche Gesetzgebung den ersten Schritt beispielsweise zur Adoption von Kindern durch Menschen darstellt, die in einer homosexuellen Beziehung leben. Wir fürchten um die Zukunft und bedauern, was in der Vergangenheit geschehen ist“.

[45]Johannes Paul II., Ansprache beim Angelus, 20.02.1994.

[46]Vgl. Erklärung der ständigen Kommission der Spanischen Bischofskonferenz zur Resolution des Europäischen Parlaments über die Gleichheit der Rechte von homosexuellen Männern und Frauen, 24.6.1994.

[47]Johannes Paul II., Gratissimam sane (Brief an die Familien), Nr. 11.

[48]Vgl. ebd., Nr. 14.

[49]Ebd., Nr. 17.

[50]Charta der Familienrechte, Präambel D.

[51]Vgl. ebd., Präambel D und Art. 6.

[52]Vgl. ebd., Präambel B und I.

[53]Vgl. ebd., Präambel C und G.

[54]Vgl. Johannes Paul II.,Gratissimam sane (Brief an die Familien), Nr. 9-11.

[55]Johannes Paul II.,Ansprache beim Angelus, 26.12.1999, Nr. 2.

[56]Vgl. Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben Familiaris consortio, Nr. 21; vgl. Johannes Paul II., Gratissimam sane (Brief an die Familien), Nr. 13-15.

[57]Charta der Familienrechte, Präambel F; vgl. Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben Familiaris consortio, Nr. 21.

[58]Vgl.Johannes Paul II.,Enzyklika Evangelium vitae, Nr. 91 und 94.

[59]Charta der Familienrechte, Präambel E.

[60]Johannes Paul II.,Enzyklika Evangelium vitae, Nr. 92.

[61]Charta der Familienrechte, Präambel H-I.

[62]Vgl.Johannes Paul II.,Apostolisches Schreiben Familiaris consortio, Nr. 23-24.

[63]Vgl. Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben Familiaris consortio, Nr. 25.

[64]Vgl. Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben Familiaris consortio, Nr. 28-35; Charta der Familienrechte, Art. 3.

[65]Vgl. Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben Familiaris consortio, Nr. 20; Charta der Familienrechte, Art. 6.

[66]Charta der Familienrechte, Art. 2b und c; Art. 7.

[67]Vgl. Johannes Paul II.,Apostolisches Schreiben Familiaris consortio, Nr. 36-41; Charta der Familienrechte, Art. 5; vgl. Johannes Paul II., Gratissimam sane (Brief an die Familien), Nr. 16.

[68]Vgl. Johannes Paul II.,Apostolisches Schreiben Familiaris consortio, Nr. 42-48; Charta der Familienrechte, Art. 8-12.

[69]Charta der Familienrechte, Art. 1c.

[70]Johannes Paul II., Enzyklika Veritatis splendor, Nr. 4.

[71]Johannes Paul II., Enzyklika Evangelium vitae, Nr. 20; vgl. ebd. Nr. 19.

[72]Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben Familiaris consortio, Nr. 6; vgl. Johannes Paul II., Gratissimam sane (Brief an die Familien), Nr. 13.

[73]Vgl. Konzil von Trient, Sessio VII und XXIV.

[74]Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben Familiaris consortio, Nr. 68.

[75]Codex des kanonischen Rechtes, can. 1055 § 1; Katechismus der katholischen Kirche, Nr. 1601.

[76]II. Vatikanisches Konzil,Pastoralkonstitution Gaudium et spes, Nr. 48.

[77]Vgl. Johannes Paul II., Ansprache zur Eröffnung des Gerichtsjahres der Römischen Rota, 21.01.2000.

[78]II. Vatikanisches Konzil, Pastoralkonstitution Gaudium et spes, Nr. 48.

[79]Ebd.

[80]Vgl. Codex des kanonischen Rechtes (1983) und Codex des kanonischen Rechts der Orientalischen Kirche (1990).

[81]Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Pastoralkonstitution Gaudium et spes, Nr. 49.

[82]Vgl. Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben Familiaris consortio, Nr. 68.

[83]Vgl. Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben Familiaris consortio, Nr. 81.

[84]Johannes Paul II., Enzyklika Veritatis splendor, Nr. 93.

[85]Vgl. Johannes Paul II., Ansprache bei der Generalaudienz am 5.9.1979. Mit dieser Ansprache begann der Katechesenzyklus, der unter dem Namen „Katechese über die menschliche Liebe“ bekannt ist.

[86]Johannes Paul II., Ansprache bei der Generalaudienz am 5.9.1979: „Christus begibt sich nicht auf die Diskussionsebene, auf die seine Gesprächspartner ihn bringen wollen. Mit einem Wort, er billigt nicht, wie sie das Problem angehen. Er läßt sich nicht auf juristische oder kasuistische Kontroversen ein, sondern bezieht sich zweimal auf den ,Anfang’“.

[87]Johannes Paul II., Enzyklika Veritatis splendor, Nr. 53: „Es ist nicht zu leugnen, daß sich der Mensch immer und in einer bestimmten Kultur befindet, aber ebenso wenig läßt sich bestreiten, daß sich der Mensch in dieser jeweiligen Kultur auch nicht erschöpft. Im übrigen beweist die Kulturentwicklung selbst, daß es im Menschen etwas gibt, das alle Kulturen transzendiert. Dieses ,Etwas’ ist eben die Natur des Menschen: Sie gerade ist das Maß der Kultur und die Voraussetzung dafür, daß der Mensch nicht zum Gefangenen irgendeiner seiner Kulturen wird, sondern seine Würde als Person dadurch behauptet, daß er in Übereinstimmung mit der tiefen Wahrheit seines Wesens lebt“.

[88]Vgl. Johannes Paul II., Enzyklika Veritatis splendor, Nr. 35-53; Thomas von Aquin,Summa theologiae I-II q. 93, a. 3, ad 2um: Das Naturgesetz „ist nichts anderes als das Licht des Verstandes, das Gott in uns entzündet hat. Dank diesem Licht erkennen wir, was wir tun und was wir meiden müssen. Gott hat dieses Licht und dieses Gesetz bei der Schöpfung gegeben“.

[89]Vgl. Johannes Paul II.,Enzyklika Veritatis splendor, Nr. 62-64.

[90]II. Vatikanisches Konzil,Dogmatische Konstitution Lumen gentium, Nr. 11: Durch die Gnade der Ehe „fördern sie [die Eheleute] sich gegenseitig zur Heiligung durch das eheliche Leben sowie in der Annahme und Erziehung der Kinder“; vgl. Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 1641-1642.

[91]Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben Familiaris consortio, Nr. 81.

[92]Ebd.

[93]Vgl. Nr. 4-8.

[94]Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben Familiaris consortio, Nr. 81.

[95]Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben Gratissimam sane (Brief an die Familien), Nr. 20.

[96]Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben Familiaris consortio, Nr. 55.

[97]Vgl. Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben Familiaris consortio, Nr. 66.

[98]Päpstlicher Rat für die Familie, Die Vorbereitung auf das Sakrament der Ehe, Nr. 1.

[99]Vgl. Johannes Paul II., Enzyklika Fides et ratio, Nr. 47.

[100]Vgl. Johannes Paul II.,Enzyklika Evangelium vitae, Nr. 73.

[101]Paul VI.,Enzyklika Humanae vitae, Nr. 29.

[102]Ebd.

(Quelle: http://www.vatican.va/roman_curia/pontifical_councils/family/documents/rc_pc_family_doc_20001109_de-facto-unions_ge.html)

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Haben wir den Auftrag Jesu vergessen?

Liest man so manchen Pfarrbrief, kann man sich bestenfalls nur wundern - oder man ist schlichtweg geschockt.

Trotzdem es in den meisten Pfarreien noch GemeindereferentInnen, PastoralreferentInnen, Diakone, Ehrenamtliche etc. gibt, ist das dort angebotene Programm bezeichnend.

So werden in der Regel - durchaus sinnvolle und nötige! - Aktivitäten für Mütter mit Kindern, Senioren, Arbeitslose usw. angeboten. Soweit, so gut. Das ist einer der Aufträge für die Kirche und für jeden einzelnen Christen.

Aber sonst?

Möglicherweise gibt es noch einige ökumenische Angebote, aber dann war es das meist.

Katechese bzw. eine Unterweisung im katholischen Glauben, findet in der Regel nur anlässlich bevorstehender Sakramente (Erstkommunion, Heirat, Firmung etc.) statt - und selbst da mangels Personal nur im Schnelldurchgang.

Glaubenskurse für Kinder, Jugendliche, Erwachsene, am Glauben Interessierte, Bibelstunden, Aktivitäten in Richtung Evangelisation usw. finden - wenn überhaupt - nur sehr spärlich statt. Und so braucht es einen nicht wundern, dass viele Katholiken kaum wissen, was die Katholische Kirche lehrt und warum sie es lehrt - und dann sehr schnell einknicken, wenn ihnen evangelikale Gruppen Bibelverse zitieren, um sie davon zu überzeugen, dass die Katholische Kirche "unbiblisch" ist. Auch beginnt langsam, ein "Auswahlchristentum" um sich zu greifen, ein moralischer Relativismus, der dazu führt, dass sich Gläubige vom katholischen Glauben das heraussuchen, das ihnen zusagt. Der Rest wird mit persönlichen Überzeugungen, Glaubensüberzeugungen anderer christlicher Konfessionen oder einfach nach Belieben aufgefüllt.

Auf Anfrage hin werden klare katholische Grundsätzte und eine klare katholische Lehre schwammig geredet, es werden Hintertürchen angeboten oder das Ganze der persönlichen Gewissensentscheidung überlassen (ohne hierbei hinzuzufügen, dass wir auch in der Pflicht stehen, unser Gewissen weiterzubilden!).

Ein Beispiel:

Obwohl der Katechismus absolut klar zum Thema Homosexualität, Sexualität allgemein sowie Ehe und Familie Stellung nimmt, hört man immer wieder, wie Priester etwa Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen anderslautende Auskünfte geben. Etwa dass heute die Wissenschaft viel weiter sei, dass die Aussagen von Paulus hierzu im Licht der damaligen Zeit zu sehen und nicht auf die heutige Zeit anzuwenden sind usw.

Die betroffenen Gläubigen denken somit, es sei in Ordnung, als Katholik ein homosexuelles Leben zu führen.

Dies ist nicht nur falsch, hier versagen Priester (bzw. kirchliche Angestellte oder auch grundsätzlich Laien) völlig und überzeugen ihre Brüder und Schwestern im Glauben sogar noch, dass es in Ordnung sei, gegen Gottes Gebot zu verstoßen!

Ein anderes Thema: Evangelisation.

Dies hat man offenbar völlig evangelikalen Gruppen überlassen, obwohl es doch einen eindeutigen Auftrag Jesu für jeden Gläubigen (!!) hierfür gibt. Jeder von uns ist gerufen, den christlichen Glauben zu verbreiten und ein Leben in der Nachfolge Jesu Christi zu führen - und das nicht nur an Weihnachten!

Es ist und bleibt die persönliche Verantwortung und Entscheidung derer, die die Katholische Kirche verlassen. Allerdings wird es ihnen oft zumindest leichter gemacht, dies zu tun.

Wie Jesus uns schon gesagt hat: Das Tor zum Himmel ist eng und der Weg dorthin beschwerlich und nur wenige gehen ihn. Die überwiegende Mehrzahl geht den bequemen Weg zum breiten Tor - das allerdings ins Verderben führt.

Papst Benedikt XVI. braucht man doch nur anschauen - der ist doch selber schwul!

Derart unangemessene Aussagen werden leider immer noch von selbsternannten "katholischen" schwulen Aktivisten verbreitet.

Niemand kann in einen anderen Menschen schauen. Von außen - also von dem, was man im Fernsehen sieht - derartiges zu behaupten, ist moralisch nicht akzeptabel.

Was will man aber mit solchen Behauptungen erreichen?

Nun, ich denke mal, dass die bisherigen klaren Statements des Papstes - gegründet auf den Aussagen der Bibel und auf Basis einer 2000-jährigen kirchlichen Tradition! - damit relativiert bzw. null und nichtig gemacht werden sollen. Der gute Mann ist latent schwul, unterdrückt das und wird deshalb "homophob". So braucht man sich nicht mehr sachlich mit den kirchlichen Dokumenten auseinandersetzen, sondern hat von vorneherein bereits alles "geklärt", indem man den Papst einfach nur schlecht darstellt. Und das eigene Ausleben der gleichgeschlechtlichen Neigungen soll wohl mit solchen Taktiken aufgewertet werden (vor anderen oder vor sich selbst?).

Was wäre denn, wenn der Papst tatsächlich gleichgeschlechtliche Neigungen hätte (was ich nicht glaube)? Würde das in irgendeiner Form die Gültigkeit der Aussagen, die er als Kardinal oder als Papst getroffen hat, schmälern? Bestimmt nicht. Ganz im Gegenteil - er wäre dann sogar ein heroisches Beispiel dafür, dass man selbst mit solchen Neigungen ein segensreiches Leben in der Nachfolge Jesu Christi führen kann, ohne sie ausleben zu "müssen"!

Dr. David Bergers scheinheiliges “Enthüllungs”-Buch “Der heilige Schein”

Veröffentlicht: 13. Dezember 2012 | Autor: Felizitas Küble

Vor über 2 Jahren, am 29. November 2010, haben wir auf einigen Internetportalen unsere ausführliche Auseinandersetzung mit dem Buch “Der heilige Schein” von Dr. David Berger veröffentlicht, das in diesem Jahr auch als Paperback bzw. Taschenbuch herauskam.

David Berger bezeichnet sich im Untertitel seiner Abrechnung als “schwuler Theologe”, wobei es ihm darum geht, den “heiligen Schein”, den er in der katholischen Kirche vorzufinden glaubt, gleichsam zu entlarven.

In den letzten Monaten ist der ehem. Religionslehrer erneut ins Gerede gekommen, diesmal als Wortführer der Kampagne “Stoppt kreuz.net”, die er gemeinsam mit dem Porno-Verleger Gmünder medienwirksam durchzieht.

Bei aller berechtigten Kritik am Schmuddelportal “kreuz.net”, die wir seit  vielen Jahren selbst öffentlich geäußert haben,  ist es äußerst unfair, wenn diese Aktion von interessierter Seite für eine antikirchliche Schlammschlacht mißbraucht wird.

Zugleich dient die Kampagne gegen “kreuz.net” als Vorwand, um unliebsame Persönlichkeiten anzuprangern und zu verunglimpfen, nur weil sie konservative Ansichten vertreten, obgleich sie mit “kreuz.net” nichts zu tun haben (wie zB. der Bayreuther Politikwissenschaftler Prof. Dr. Konrad Löw).

Es erscheint uns daher durchaus sinnvoll, unsere damalige Besprechung des Berger-Buches hier im vollen Wortlaut zu dokumentieren:

Ein unseriöser Angriff auf Wahrheit, Fairneß, Glaube und Sitte

Das „Enthüllungs“-Buch des Theologen und Religionspädagogen Dr. David Berger fängt schlecht an, enthält doch bereits die entscheidende Behauptung im ersten Abschnitt seines Vorworts eine faustdicke Lüge:

„Die heuchlerische, bigotte Haltung der katholischen Kirche zur Homosexualität brachte mich dazu, mich öffentlich zu outen und gleichzeitig als Herausgeber und Chefredakteur der konservativen Zeitschrift „Theologisches“ zurückzutreten.“

In Wirklichkeit trat der schwule Religionslehrer im April 2010 bereits vor seinem Outing zurück, nachdem der Vorsitzende der „Fördergemeinschaft Theologisches“, Dogmatik-Professor Dr. Manfred Hauke, dem homosexuellen Bekenntniseifer Bergers in „Facebook“ auf die Spur gekommen war.

Um seiner wahrscheinlichen Entlassung als Chefredakteur der populärwissenschaftlichen Zeitschrift „Theologisches“ zuvorzukommen, trat Berger die Flucht nach vorne an und gab öffentlich den Rücktritt von seinem ehrenamtlichen Posten bekannt.

Doch damit nicht genug: Auf die Vorhaltungen Haukes, er sei mit einem „homosexuellen Milieu“ verknüpft, reagierte der Entlarvte in einer auf „Kath.net“ veröffentlichten Stellungnahme zunächst mit hartnäckigem Leugnen. Zugleich warf er Professor Hauke nichts weniger als „Verleumdung“ vor.

Einige Zeit später erklärte Berger sodann das glatte Gegenteil, als er sich in der linksgerichteten „Frankfurter Rundschau“ als schwul outete, wobei er seine Erklärung mit massiven Angriffen auf die kirchliche Haltung zur Homosexualität garnierte.

Über diesen tatsächlichen Verlauf der Geschehnisse, die Berger in seinen Buch zu vertuschen versucht, berichtete eine Pressemeldung unseres Christoferuswerks bereits im April 2010:  http://www.pressinfocom.com/1/David-Berger-outet-sich-als-Schwuler_525685.html


Blick zurück im Zorn

„Der heilige Schein“ – so lautet der Buchtitel des einst konservativ agierenden Theologen, der mit seinem „Blick zurück im Zorn“ vor allem eine geharnischte Abrechnung mit der katholischen Kirche vorlegt, besonders mit dem konservativen bis traditionellen Spektrum.

Dabei trifft dieser ironische Titel vom „heiligen Schein“ vor allem auf Bergers eigene Autobiographie zu, hat er doch Freunde, Bekannte und Mitstreiter jahrzehntelang getäuscht und seinen homosexuellen „Partner“ als Cousin vorgestellt, wie er selber einräumt.

Gleichwohl überreicht er den „Schwarzen Peter“ nicht etwa sich selbst; vielmehr dreht er den Spieß um und attackiert die katholische Kirche aufs Schärfste, vor allem frühere „Freunde“ und konservative Weggefährten, besonders jene, die ihm in bester Absicht zu einer erstaunlich schnellen Karriere in der katholischen Kirche verholfen hatten, darunter der von Berger häufig unfair und infam angegriffene Dogmatiker Manfred Hauke.

Die nächste Unwahrheit präsentiert Berger bereits auf der zweiten Seite seines Vorworts. Dort wirft er Bischof Overbeck vor, dieser habe öffentlich behauptet, „daß homosexuell zu sein eine Sünde, weil wider die Natur sei“.

Richtig ist hingegen, daß der Oberhirte von Essen allgemein zur Homosexualität erklärte, diese sei “eine Sünde“: er sprach nicht abwertend über schwule Menschen als solche; er erwähnte auch nicht die homosexuelle „Neigung“. Der Bischof bezog sich auf praktizierte Homosexualität, wie sich aus dem Zusammenhang seiner Äußerungen und seiner weiteren Klarstellungen ergibt.

Das unseriöse Vorgehen Bergers zeugt von Charakterdefiziten und einer miserablen Streitkultur, die einem Geisteswissenschaftler schlecht ansteht.


Theologische Fehlleistungen und Irrtümer im Theologen-Buch

Darüber hinaus enthält das Buch des „Thomisten“ Berger eine Reihe peinlicher theologischer und religionshistorischer Plattheiten, Fehlleistungen und Irrtümer, die aus dem Munde eines angeblich so exzellenten Kenners des hl. Thomas von Aquin doppelt merkwürdig anmuten.

Dabei mag offen bleiben, ob tatsächliche Unwissenheit vorherrscht oder nicht vielmehr das Bestreben erkennbar wird, die kirchliche Lehre mitunter als Zerrbild zu präsentieren, um sodann auf diesen Popanz umso heftiger draufschlagen zu können. Seriös ist eine solche Vorgehensweise jedenfalls nicht, von wissenschaftlichem Ethos ganz zu schweigen.

Hier seien einige Beispiele erwähnt:

1. Auf S. 25 schreibt der Autor, die überlieferte Meßform („lateinische, tridentinische Liturgie“) sei „bis in die 1950 Jahre weltweit vorgeschrieben“ gewesen. Erstens war sie dies nicht weltweit (z.B. nicht für die griechisch-katholische Ostkirche und andere unierte Teilkirchen mit eigenem Ritus).

Zweitens ist die Datumsangabe „bis in die 1950er Jahre“ völlig unsinnig, denn die klassische Form der hl. Messe wurde in Wirklichkeit erst 20 Jahre später (Anfang 1970) nach der sog. „Liturgiereform“ verbindlich abgelöst durch den „Novus Ordo“, also die heute übliche Meßform (auch „gewöhnlicher Usus“ genannt).

Man fragt sich doch, wie es möglich sein kann, daß ein thomistisch geprägter Theologe, der sich mehr als ein Jahrzehnt führend in speziell traditionsorientierten Kreisen bewegte, offenbar über einfachste Sachverhalte nicht korrekt informiert ist.

2. Noch absonderlicher gestalten sich Bergers Ausflüge in die Sphären der Dogmatik und Sakramententheologie  –  dies sind offenbar Dimensionen, die den Akademiker Berger sichtlich überfordern. So schreibt er zum Beispiel auf S. 30 Folgendes:

„Die vieldiskutierte päpstliche Unfehlbarkeit, die jeden Katholiken zu absolutem Gehorsam verpflichtet, ist die Krönung der amtsautoritären Struktur der katholischen Kirche.“

In Wirklichkeit beinhaltet das Unfehlbarkeitsdogma gerade nicht die „Krönung“, sondern vielmehr eine „Begrenzung“ (!) päpstlicher „Amtsautorität“, denn dieses Dogma legt fest, daß sich die „Unfehlbarkeit“ des Papstes allein auf die definitive Verkündigung von Dogmen über Glaube und Sitte bezieht, nicht jedoch seine Person betrifft, auch nicht seine allgemeinen Äußerungen im Rahmen seiner Amtsausübung.

Auch hier baut Berger zunächst ein Zerrbild der kirchlichen Lehre auf, um diese dann umso stärker der Lächerlichkeit preiszugeben („absoluter Gehorsam“).

Dieselbe wissenschaftlich unehrliche Taktik wendet er beim gleichen Thema auf S. 58 erneut an, indem er von Papst Pius IX. behauptet, dieser habe „sich selbst und alle seine Nachfolger gegen größte Widerstände in der Kirche für unfehlbar erklärt“.  – Auch diese Äußerung erweckt den irreführenden Eindruck, als ob sich das Unfehlbarkeitsdogma auf das persönliche Leben oder das allgemeine Wirken des Papstes beziehen würde, was bekanntlich nicht zutrifft.


Falsche Aussagen über die kirchliche Ehe-Lehre

3. Auf S. 285 f. baut der Autor erneut ein Zerrbild auf, diesmal von der katholischen Lehre über das Sakrament der Ehe:

„Hauptaufgabe der Laien ist es demzufolge, eine christliche Ehe zu führen, in der möglichst viele Kinder gezeugt und katholisch erzogen werden. Allein dieses hehre, von der Kirche mit dem Ehesakrament abgesegnete Ziel berechtigt sie, so etwas Furchterregendes wie die Sexualität überhaupt zu praktizieren.“

Abgesehen von der unpassenden Ironie im Sprachstil ist auch dieser Seitenhieb Bergers unzutreffend. Tatsache ist nämlich, daß die Weitergabe des Lebens nicht das einzig wesentliche Ziel der christlichen Ehe darstellt.

Ein ebenso wichtiger Sinngehalt ist die gegenseitige Heiligung und menschliche Hilfestellung der Ehepartner, vor allem ihr gemeinsames Bemühen, einander auf dem Weg zum ewigen Heil zu begleiten und zu unterstützen.

Eben deshalb sah die kath. Kirche niemals die geringste Schwierigkeit darin, Brautleute kirchlich zu trauen, die biologisch unfruchtbar sind oder sich in einem hohen Alter befinden, in dem die Weitergabe des Lebens unmöglich ist. Interessanterweise ist Unfruchtbarkeit durchaus kein Ehehindernis, Impotenz allerdings sehr wohl.

Offenbar sieht sich der Theologe Berger außerstande, die kirchliche Ehelehre korrekt darzustellen.

Mit der „Weitergabe des Lebens“ steht der „Enthüllungs“-Autor ohnehin auf Kriegsfuß, genauer: mit der Unantastbarkeit des menschlichen Lebens.

Durch das ganze Buch hindurch zeigt sich seine Abwertung der Lebensrechtsbewegungen (zB. als „fanatisch“ auf  S.124) sowie sein Plädoyer für Abtreibung; er verwendet den verharmlosenden Begriff „Schwangerschaftsabbruch“, wobei er diese tödliche Willkür als „freie Entscheidung im christlichen Geist“ mißdeutet (S.108).

Ebenso unsinnig ist seine mehrfache Betonung eines angeblich „gesetzlich erlaubten Schwangerschaftsabbruchs“ (z.B. S. 211), den er gutheißt.

In Wirklichkeit hat das Bundesverfassungsgericht unmißverständlich festgehalten, daß die Vernichtung ungeborener Kinder im Rahmen der Fristenregelung zwar „straffrei“, aber gleichwohl „rechtswidrig“ ist, so daß der Ausdruck „gesetzlich erlaubt“ als mehrdeutig bis irreführend angesehen werden muß.

Als ähnlich menschenverachtend wird man Bergers Äußerung über die hl. Maria Goretti empfinden, wobei er eine brutale Vergewaltigung mit Todesfolge als „Annäherungsversuch“ schönredet:

„Die heilige Maria Goretti wehrte sich beim Annäherungsversuch eines etwas älteren Jungen so heftig, daß sie dabei ums Leben kam“ (S.112). – Mit anderen Worten: das Opfer war selber schuld!

Auch an anderen Stellen zeigt sich der „schwule Theologe“ von seiner sarkastischen Seite, etwa auf S. 243 f.:


Zynische Seitenhiebe gegen Prof. Dr. Manfred Hauke

Berger wünscht seinem Kontrahenten, dem theologisch konservativen Dogmatiker Manfred Hauke nichts weniger als ein Berufsverbot an den Hals. Seinem Haßobjekt wirft er zunächst „Frauenfeindlichkeit“ vor mit der Begründung, Hauke gelte als “bekanntester und eifrigster Gegner des Feminismus und des Frauenpriestertums”.

Besonders perfide ist überdies Bergers verleumderische Unterstellung, mit der er Hauke ohne jeden Beweis in Verbindung mit der “Homophobie” des unseriösen Radau-Portals „Kreuz.net“ bringt.

Nach diesen unfairen Attacken verfaßt Berger, der selbst als Religionslehrer an einem Gymnasium wirkt, folgende Breitseite über den Theologie-Professor Hauke, der einst sein Duzfreund war:

“Bei all dem darf man nicht vergessen: Hauke ventiliert solche Ansichten nicht nur im stillen Kämmerlein, sondern hat in der katholischen Kirche Ämter inne, die es ihm erlauben, Einfluß auf junge Menschen auszuüben.

So ist er nicht nur Professor für Dogmatik an der theologischen Hochschule in Lugano, die eng mit der von Don Luigi G. – einem engen Freund Ratzingers – gegründeten und politisch einflußreichen Bewegung “Communione e liberazione” verbunden ist. Hauke betätigt sich auch als Studienpräfekt im Luganer Priesterseminar San Carlo, ist also für die wissenschaftliche und charakterliche Ausbildung zukünftiger Pfarrer verantwortlich.”

Mancher wird jetzt denken: „Na und?“ – Aber Berger, der in seinem Buch so gerne von „Toleranz“ und „Meinungsfreiheit“ schwadroniert, kommt nun knüppeldick zur Sache mit einer massiven verbalen Drohgebärde:

“Neben allem anderen wird man sich fragen müssen, inwieweit diese Tätigkeiten mit seinen öffentlich geäußerten Vorstellungen vereinbar sind, schließlich ist die Diskriminierung aufgrund von Lebensformen laut Artikel 8 der Schweizerischen Bundesverfassung verboten.”

Angesichts der Tatsache, daß es nicht zuletzt Professor Hauke war, der dem jungen Berger zur Karriere im konservativ-kirchlichen Spektrum verhalf, erscheint dieser unverhüllte Ruf nach einem Berufsverbot für den einstigen Mitstreiter als besonders infam. Hier kommt dem Leser wohl schnell das bekannte Sprichwort in Erinnerung: „Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr!“


Bergers Würdigung der Freimaurerei

Wenn es freilich nicht um Kritiker des ideologischen Feminismus geht, sondern um die vielverehrte Freimaurerei, verwandelt sich David Berger vom intoleranten Berufsverbots-Befürworter in einen pathetischen Hofsänger humanistischer Floskeln; er rühmt die Freimaurer wegen ihres „Einsatzes für Freiheit, Gleichheit, Toleranz und Humanität“.

Zugleich erinnert er an die „Aufarbeitung der dunklen Vergangenheit“, womit er freilich die kirchliche meint, nicht etwa die geschichtlichen „Leichen im Keller“ der Freimaurerei.

Angesichts dieses Verbrüderungsgesanges erstaunt es wenig, daß der Kölner Theologe den Artikel „Herbert Vorgrimler und die getrennten Brüder“ Ende 2009 aus dem online-Archiv des „Theologischen“ löschte bzw. dessen Löschung veranlaßte.

In der erwähnten Abhandlung, die im November 2003 im „Theologischen“ erschien, hatte ich mich kritisch mit der Freimaurerei auseinandergesetzt und die kirchliche Ablehnung dieser Ersatzreligion des Pseudo-Humanismus ausführlich begründet.

Sowohl die Veröffentlichung wie die Löschung des Artikels erfolgte zu einer Zeit, als Dr. Berger Chefredakteur des „Theologischen“ war. Auf meine schriftliche Anfrage, ob es sich um eine Löschung oder evtl. um ein technisches Versehen handelt, erhielt ich nie eine Antwort.

Was Berger munter selber praktizierte, kritisiert er heftig, wenn ihm von anderer Seite etwa ein halbes Jahr später Ähnliches geschieht. Auf S. 266 beschwert er sich wehleidig darüber, daß das katholische Nachrichtenportal „Kath.net“ seine dort veröffentlichten Beiträge löschte, nachdem er sich öffentlich als Homosexueller geoutet hatte.

Dies Vorgehen erinnert Berger sogleich an das in der Antike berühmt-berüchtigte Wort von der „damnatio memoriae“, wonach man bei einer verhaßten Person den Namen aus allen Aufzeichnungen tilgt. Zudem beanstandet Berger, daß Kath.net-Chef Noe seine „Anfragen“ wegen der gelöschten Artikel „unbeantwortet“ gelassen habe.

Man sieht: Wenn zwei dasselbe tun, ist es noch lange nicht dasselbe! – Oder mit anderen Worten: Wer so kräftig austeilen kann, sollte auch etwas einstecken können, ohne gleich ins öffentliche Lamentieren zu verfallen.

Freilich ist genau dies ein durchgängiges Kennzeichen der Bergerschen Abrechnung mit Kirche und Konservativen: er klagt und wehklagt mit besonderer Inbrunst, was nur noch von seinem Bedürfnis nach ständiger Anklage in Richtung seiner Kontrahenten übertroffen wird.

Aus diesem Strickmuster von Klage, Wehklage und Anklage ergibt sich sein egozentrisch-selbstgefälliger Versuch, sich als gebeuteltes und diskriminiertes „Opfer“ zu präsentieren, die katholische Kirche hingegen auf die Anklagebank zu setzen und insgesamt durch diese Buchveröffentlichung an seiner eigenen Legende zu basteln.

Felizitas Küble, Vorsitzende des Christoferuswerks in Münster

Eine präzise Stellungnahme der Zeitschrift “Theologisches” zum Berger-Buch gibt es hier:
http://www.theologisches.net


CONGREGATION FOR CATHOLIC EDUCATION

Instruction

Concerning the Criteria for the Discernment of Vocations with regard to Persons with Homosexual Tendencies in view of their Admission to the Seminary and to Holy Orders

Introduction
 
In continuity with the teaching of the Second Vatican Council and, in particular, with the Decree Optatam Totius[1] on priestly formation, the Congregation for Catholic Education has published various Documents with the aim of promoting a suitable, integral formation of future priests, by offering guidelines and precise norms regarding its diverse aspects.[2] In the meantime, the 1990 Synod of Bishops also reflected on the formation of priests in the circumstances of the present day, with the intention of bringing to completion the doctrine of the Council on this theme and making it more explicit and effective in today's world. Following this Synod, Pope John Paul II published the Post-Synodal Apostolic Exhortation Pastores Dabo Vobis.[3]

In light of this abundant teaching, the present Instruction does not intend to dwell on all questions in the area of affectivity and sexuality that require an attentive discernment during the entire period of formation. Rather, it contains norms concerning a specific question, made more urgent by the current situation, and that is:  whether to admit to the seminary and to holy orders candidates who have deep-seated homosexual tendencies.

1. Affective Maturity and Spiritual Fatherhood

According to the constant Tradition of the Church, only a baptized person of the male sex[4] validly receives sacred Ordination. By means of the Sacrament of Orders, the Holy Spirit configures the candidate to Jesus Christ in a new and specific way:  the priest, in fact, sacramentally represents Christ, the head, shepherd and spouse of the Church[5]. Because of this configuration to Christ, the entire life of the sacred minister must be animated by the gift of his whole person to the Church and by an authentic pastoral charity[6].

The candidate to the ordained ministry, therefore, must reach affective maturity. Such maturity will allow him to relate correctly to both men and women, developing in him a true sense of spiritual fatherhood towards the Church community that will be entrusted to him[7].

2. Homosexuality and the Ordained Ministry

From the time of the Second Vatican Council until today, various Documents of the Magisterium, and especially the Catechism of the Catholic Church, have confirmed the teaching of the Church on homosexuality. The Catechism distinguishes between homosexual acts and homosexual tendencies.

Regarding acts, it teaches that Sacred Scripture presents them as grave sins. The Tradition has constantly considered them as intrinsically immoral and contrary to the natural law. Consequently, under no circumstance can they be approved.

Deep-seated homosexual tendencies, which are found in a number of men and women, are also objectively disordered and, for those same people, often constitute a trial. Such persons must be accepted with respect and sensitivity. Every sign of unjust discrimination in their regard should be avoided. They are called to fulfil God's will in their lives and to unite to the sacrifice of the Lord's Cross the difficulties they may encounter[8].

In the light of such teaching, this Dicastery, in accord with the Congregation for Divine Worship and the Discipline of the Sacraments, believes it necessary to state clearly that the Church, while profoundly respecting the persons in question[9], cannot admit to the seminary or to holy orders those who practise homosexuality, present deep-seated homosexual tendencies or support the so-called "gay culture"[10].

Such persons, in fact, find themselves in a situation that gravely hinders them from relating correctly to men and women. One must in no way overlook the negative consequences that can derive from the ordination of persons with deep-seated homosexual tendencies.

Different, however, would be the case in which one were dealing with homosexual tendencies that were only the expression of a transitory problem - for example, that of an adolescence not yet superseded. Nevertheless, such tendencies must be clearly overcome at least three years before ordination to the diaconate.

3. Discernment by the Church Concerning the Suitability of Candidates

There are two inseparable elements in every priestly vocation:  the free gift of God and the responsible freedom of the man. A vocation is a gift of divine grace, received through the Church, in the Church and for the service of the Church. In responding to the call of God, the man offers himself freely to him in love[11]. The desire alone to become a priest is not sufficient, and there does not exist a right to receive sacred ordination. It belongs to the Church - in her responsibility to define the necessary requirements for receiving the sacraments instituted by Christ - to discern the suitability of him who desires to enter the seminary[12], to accompany him during his years of formation, and to call him to holy orders if he is judged to possess the necessary qualities[13].

The formation of the future priest must distinctly articulate, in an essentially complementary manner, the four dimensions of formation:  human, spiritual, intellectual and pastoral[14]. In this context, it is necessary to highlight the particular importance of human formation as the necessary foundation of all formation[15]. In order to admit a candidate to ordination to the diaconate, the Church must verify, among other things, that the candidate has reached affective maturity[16].

The call to orders is the personal responsibility of the Bishop[17] or the major superior. Bearing in mind the opinion of those to whom he has entrusted the responsibility of formation, the Bishop or major superior, before admitting the candidate to ordination, must arrive at a morally certain judgment on his qualities. In the case of a serious doubt in this regard, he must not admit him to ordination[18].

The discernment of a vocation and of the maturity of the candidate is also a serious duty of the rector and of the other persons entrusted with the work of formation in the seminary. Before every ordination, the rector must express his own judgment on whether the qualities required by the Church are present in the candidate[19].

In the discernment concerning the suitability for ordination, the spiritual director has an important task. Although he is bound to secrecy, he represents the Church in the internal forum. In his discussions with the candidate, the spiritual director must especially point out the demands of the Church concerning priestly chastity and the affective maturity that is characteristic of the priest, as well as help him to discern whether he has the necessary qualities[20]. The spiritual director has the obligation to evaluate all the qualities of the candidate's personality and to make sure that he does not present disturbances of a sexual nature, which are incompatible with the priesthood. If a candidate practises homosexuality or presents deep-seated homosexual tendencies, his spiritual director as well as his confessor have the duty to dissuade him in conscience from proceeding towards ordination.

It goes without saying that the candidate himself has the primary responsibility for his own formation[21]. He must offer himself trustingly to the discernment of the Church, of the Bishop who calls him to orders, of the rector of the seminary, of his spiritual director and of the other seminary educators to whom the Bishop or major superior has entrusted the task of forming future priests. It would be gravely dishonest for a candidate to hide his own homosexuality in order to proceed, despite everything, towards ordination. Such a deceitful attitude does not correspond to the spirit of truth, loyalty and openness that must characterize the personality of him who believes he is called to serve Christ and his Church in the ministerial priesthood.

Conclusion

This Congregation reaffirms the need for Bishops, major superiors and all relevant authorities to carry out an attentive discernment concerning the suitability of candidates for holy orders, from the time of admission to the seminary until ordination. This discernment must be done in light of a conception of the ministerial priesthood that is in accordance with the teaching of the Church.
Let Bishops, episcopal conferences and major superiors look to see that the constant norms of this Instruction be faithfully observed for the good of the candidates themselves, and to guarantee that the Church always has suitable priests who are true shepherds according to the Heart of Christ.

The Supreme Pontiff Benedict XVI, on 31 August 2005, approved this present Instruction and ordered its publication.

Rome, 4 November 2005, Memorial of St Charles Borromeo, Patron of Seminaries

Cardinal Zenon Grocholewski
Prefect

 J. Michael Miller, C.S.B.
 Tit. Archbp. of Vertara
 Secretary

NOTES

[1] Second Vatican Ecumenical Council, Decree on priestly formation Optatam Totius (28 October 1965):  AAS 58 (1966), 713-727.

 [2]Cf. Congregation for Catholic Education, Ratio fundamentalis institutionis sacerdotalis (6 January 1970; second edition 19 March 1985); The Study of Philosophy in Seminaries (20 January 1972); A Guide to Formation in Priestly Celibacy (11 April 1974); On the Teaching of Canon Law to Those Preparing to be Priests (2 April 1975); The Theological Formation of Future Priests (22 February 1976); Epistula circularis de formatione vocationum adultarum (14 July 1976); Instruction on Liturgical Formation in Seminaries (3 June 1979); Circular Letter Concerning Some of the More Urgent Aspects of Spiritual Formation in Seminaries (6 January 1980); Educational Guidance in Human Love:  Outlines for Sex Education (1 November 1983); Pastoral Care of People on the Move in the Formation of Future Priests (25 January 1986); Guide to the Training of Future Priests Concerning the Instruments of Social Communication (19 March 1986); Circular Letter Concerning Studies of the Oriental Churches (6 January 1987); The Virgin Mary in Intellectual and Spiritual Formation (25 March 1988); Guidelines for the Study and Teaching of the Church's Social Doctrine in the Formation of Priests (30 December 1988); Instruction on the Study of the Fathers of the Church in the Formation of Priests (10 November 1989); Directives Concerning the Preparation of Seminary Educators (4 November 1993); Directives on the Formation of Seminarians Concerning Problems Related to Marriage and the Family (19 March 1995); Instruction to the Episcopal Conferences on the Admission to Seminary of Candidates Coming from Other Seminaries or Religious Families (9 October 1986 and 8 March 1996); The Propaedeutic Period (1 May 1998); Circular Letters Concerning the Canonical Norms relating to Irregularities and Impediments both ad Ordines recipiendos and ad Ordines exercendos (27 July 1992 and 2 February 1999).

[3] Pope John Paul II, Post-Synodal Apostolic Exhortation Pastores Dabo Vobis (25 March 1992):  AAS 84 (1992), 657-864.

[4] Cf. CIC, can. 1024 and CCEO, can. 754; Pope John Paul II, Apostolic Letter Ordinatio Sacerdotalis on reserving priestly ordination to men alone (22 May 1994):  AAS 86 (1994), 545-548.

 [5] Cf. Second Vatican Ecumenical Council, Decree on the ministry and life of priests Presbyterorum Ordinis (7 December 1965), n. 2:  AAS 58 (1966), 991-993; Pastores Dabo Vobis, n. 16:  AAS 84 (1992), 681-682. With regard to the priest's configuration to Christ, Bridegroom of the Church, Pastores Dabo Vobis states that "The priest is called to be the living image of Jesus Christ, the Spouse of the Church.... In his spiritual life, therefore, he is called to live out Christ's spousal love toward the Church, his bride. Therefore, the priest's life ought to radiate this spousal character, which demands that he be a witness to Christ's spousal love" (n. 22):  AAS 84 (1992), 691.

[6] Cf. Presbyterorum Ordinis, n. 14:  AAS 58 (1966), 1013-1014; Pastores Dabo Vobis, n. 23:  AAS 84 (1992), 691-694.

[7] Cf. Congregation for the Clergy, Directory on the Ministry and Life of Priests (31 March 1994), n. 58.

[8] Cf. Catechism of the Catholic Church (editio typica, 1997), nn. 2357-2358. Cf. also the various Documents of the Congregation for the Doctrine of the Faith:  Declaration Persona Humana on certain questions concerning sexual ethics (29 December 1975); Letter Homosexualitatis Problema to the Bishops of the Catholic Church on the pastoral care of homosexual persons (1 October 1986); Some Considerations Concerning the Response to Legislative Proposals on Non-discrimination of Homosexual Persons (23 July 1992); Considerations Regarding Proposals to Give Legal Recognition to Unions Between Homosexual Persons (3 June 2003). With regard to homosexual inclinations, the Letter Homosexualitatis Problema states that "Although the particular inclination of the homosexual person is not a sin, it is a more or less strong tendency ordered toward an intrinsic moral evil; and thus the inclination itself must be seen as an objective disorder" (n. 3).

[9] Cf. Catechism of the Catholic Church (editio typica, 1997), n. 2358; cf. also CIC, can. 208 and CCEO, can. 11.

[10] Cf. Congregation for Catholic Education, A memorandum to Bishops seeking advice in matters concerning homosexuality and candidates for admission to Seminary (9 July 1985); Congregation for Divine Worship and the Discipline of the Sacraments, Letter (16 May 2002):  Notitiae 38 (2002), 586.

[11] Cf. Pastores Dabo Vobis, nn. 35-36:  AAS 84 (1992), 714-718.

[12] Cf. CIC, can. 241 1:  "A diocesan Bishop is to admit to a major seminary only those who are judged qualified to dedicate themselves permanently to the sacred ministries; he is to consider their human, moral, spiritual and intellectual qualities, their physical and psychic health, and their correct intention"; cf. CCEO, can. 342 1.

[13] Cf. Optatam Totius, n. 6:  AAS 58 (1966), 717. Cf. also CIC, can. 1029:  "Only those are to be promoted to orders who, in the prudent judgment of their own Bishop or of the competent major superior, all things considered, have integral faith, are moved by the right intention, have the requisite knowledge, possess a good reputation, and are endowed with integral morals and proven virtues and the other physical and psychic qualities in keeping with the order to be received"; cf. CCEO, can. 758. Not to call to orders those who do not have the necessary qualities is not an unjust discrimination:  cf. Congregation for the Doctrine of the Faith, Some Considerations Concerning the Response to Legislative Proposals on Non-discrimination of Homosexual Persons.

[14] Cf. Pastores Dabo Vobis, nn. 43-59:  AAS 84 (1992), 731-762.

[15] Cf. ibid., n. 43:  "The priest, who is called to be a "living image' of Jesus Christ, head and shepherd of the Church, should seek to reflect in himself, as far as possible, the human perfection which shines forth in the incarnate Son of God and which is reflected with particular liveliness in his attitudes toward others":  AAS 84 (1992), 732.

[16] Cf. ibid., nn. 44 and 50:  AAS 84 (1992), 733-736 and 746-748. Cf. also:  Congregation for Divine Worship and the Discipline of the Sacraments, Circular Letter to the Most Reverend Diocesan Bishops and Other Ordinaries with Canonical Faculties to Admit to Sacred Orders Concerning:  Scrutinies regarding the Suitability of Candidates for Orders (10 November 1997):  Notitiae 33 (1997), 507-518, particularly Enclosure V.

[17] Cf. Congregation for Bishops, Directory for the Pastoral Ministry of Bishops Apostolorum Successores (22 February 2004), n. 88.

[18] Cf. CIC, can. 1052 3:  "If... the Bishop doubts for specific reasons whether a candidate is suitable to receive orders, he is not to promote him". Cf. also CCEO, can. 770.
 
[19] Cf. CIC, can. 1051:  "The following prescripts regarding the investigation about the qualities required in the one to be ordained are to be observed:  ...there is to be a testimonial of the rector of the seminary or house of formation about the qualities required to receive the order, that is, about the sound doctrine of the candidate, his genuine piety, good morals and aptitude to exercise the ministry, as well as, after a properly executed inquiry, about his state of physical and psychic health"
.
[20] Cf. Pastores Dabo Vobis, nn. 50 and 66:  AAS 84 (1992), 746-748 and 772-774. Cf. also Ratio fundamentalis institutionis sacerdotalis, n. 48.

[21] Cf. Pastores Dabo Vobis, n. 69:  AAS 84 (1992), 778. 

(Source: http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/ccatheduc/documents/rc_con_ccatheduc_doc_20051104_istruzione_en.html)


INTO THE BREACH

An Apostolic Exhortation to Catholic Men, my Spiritual Sons in the Diocese of Phoenix
Thomas J. Olmsted
Bishop of Phoenix

“And I sought for a man among them who should build up the wall
and stand in the breach before me for the land…”
Ezekiel 22:30

A Call to Battle

I begin this letter with a clarion call and clear charge to you, my sons and brothers in Christ: Men, do not hesitate to engage in the battle that is raging around you, the battle that is wounding our children and families, the battle that is distorting the dignity of both women and men. This battle is often hidden, but the battle is real. It is primarily spiritual, but it is progressively killing the remaining Christian ethos in our society and culture, and even in our own homes.

The world is under attack by Satan, as our Lord said it would be (1 Peter 5:8-14). This battle is occurring in the Church herself, and the devastation is all too evident. Since AD 2000, 14 million Catholics have left the faith, parish religious education of children has dropped by 24%, Catholic school attendance has dropped by 19%, infant baptism has dropped by 28%, adult baptism has dropped by 31%, and sacramental Catholic marriages have dropped by 41%.1 This is a serious breach, a gaping hole in Christ’s battle lines. While the Diocese of Phoenix has fared better than these national statistics, the losses are staggering.

One of the key reasons that the Church is faltering under the attacks of Satan is that many Catholic men have not been willing to “step into the breach” – to fill this gap that lies open and vulnerable to further attack. A large number have left the faith, and many who remain “Catholic” practice the faith timidly and are only minimally committed to passing the faith on to their children. Recent research shows that large numbers of young Catholic men are leaving the faith to become “nones” – men who have no religious affiliation. The growing losses of young Catholic men will have a devastating impact on the Church in America in the coming decades, as older men pass away and young men fail to remain and marry in the Church, accelerating the losses that have already occurred.

These facts are devastating. As our fathers, brothers, uncles, sons, and friends fall away from the Church, they fall deeper and deeper into sin, breaking their bonds with God and leaving them vulnerable to the fires of Hell. While we know that Christ welcomes back every repentant sinner, the truth is that large numbers of Catholic men are failing to keep the promises they made at their children’s baptisms – promises to bring them to Christ and to raise them in the faith of the Church.

This crisis is evident in the discouragement and disengagement of Catholic men like you and me. In fact, this is precisely why I believe this Exhortation is needed, and it is also the reason for my hope, for God constantly overcomes evil with good. The joy of the Gospel is stronger than the sadness wrought by sin! A throw-away culture cannot withstand the new life and light that constantly radiates from Christ. So I call upon you to open your minds and hearts to Him, the Savior who strengthens you to step into the breach!

Purpose of this Exhortation

I offer this Exhortation as an encouragement, a challenge, and a calling forth to mission for every willing man in the Diocese of Phoenix: priests and deacons, husbands, fathers and sons, grandfathers and widowers, young men in preparation for your vocation – that is, each and every man. With this Exhortation, I want to clarify for you the nature of this mission from Christ, for which I will rely on the clear guidance of the Holy Scriptures, the Magisterium of the Church, and the example of the saints.
In this Exhortation, I will address three primary questions:

1. What does it mean to be a Christian man?

2. How does a Catholic man love?

3. Why is fatherhood, fully understood, so crucial for every man?

Before addressing these three basic questions, it is important to put them into proper context. In the following section, I will explain three important contexts that help us understand the main questions.

Context #1: A New Apostolic Moment – The “New Evangelization”
First, a new apostolic moment is upon us at this time in the history of the Church. The Holy Spirit is bringing about what recent popes have termed the “New Evangelization.” By evangelization, we mean the sharing of the Gospel of Jesus Christ by all means available, such as preaching, teaching, witnessing a fruitful and faithful family life, living celibacy for the sake of God’s Kingdom, employing media and other arts placed at the service of the Gospel. And what is new? The newness of our times is this: in the West, we find ourselves in the midst of competing cultures, particularly in cities and neighborhoods where the Gospel once permeated quite deeply. Jesus Christ’s Great Commission (Matthew 28: 16-20) to go out to the whole world and share the Good News has already happened where we live! This permeation of Western culture was once so deep that in a sense, it became part of the soil, and we still stand on that soil in certain ways. It is evident in current assumptions about life, which come directly from the Greco-Roman-Judeo-Christian framework; assumptions regarding “fairness”, “equality”, “virtue”, “human dignity”, “compassion”, “representative government”, “the Golden Rule”, the “Ten Commandments”, the “hospital”, the “university”, and other clearly positive developments in the history of civilization. All this is our patrimony and inheritance from our spiritual ancestors. We find ourselves standing on this rich soil, where blessings are many because the Gospel has been taught here, received in faith, and put into practice.

Yet, at the same time, termites are hard at work in this soil. Here, in the developed desert of Arizona, we know termites well. Homebuilders know that no home built in our climate is entirely immune from these hungry, subterranean insects. Likewise, no culture – deeply Christian though it may be – is immune to the corruption of half-truths and hidden sin. Many fruits of our Christian heritage still exist, but the roots below the soil are under siege. Much about our culture remains good and must be preserved, but it would be foolish to ignore the current and growing trends that threaten the remaining good, and dangerous to risk squandering the patrimony with which we have been blessed.

The answer and only ultimate solution is the New Evangelization of which we speak. Pope St. John Paul II, with whom I was blessed to work closely for nine years and who has inspired many men, reminds us of this needed response: “There is no solution to the social question apart from the Gospel.”2 With this Exhortation, I gladly make his words my own; there is no solution to our cultural decline apart from the Gospel of Jesus.

This is daunting, perhaps, but surely an adventure. In the Book of Revelation, the Lord Jesus tells us, “Behold, I make all things new” (21:5) – that all things old and tired, sinful and broken, are renewed in his Incarnation, death, and Resurrection. Could this possibly be true? The answer is a resounding Yes! A true Catholic man stakes his whole life on this proposition – that all is made new in Jesus Christ. Our Lord has promised that He is and will always be with us. Thus, Catholic men across the centuries have responded to the call to enter the battle, ever ancient and ever new, and I have confidence that you will respond alike to fill the breach in our time. Be confident! Be bold! Forward, into the breach!

Context #2: A Field Hospital and a Battle College

In his homilies, Pope Francis has described the Church today as “a field hospital after battle” – a constant source of mercy in order to endure and overcome wounds that we all bear. The Church is also the powerful source of Truth to heal men and prepare them to battle another day for Christ. Here in Phoenix as elsewhere, the Church is finding – though must redouble its efforts to find – the paths to healing for ourselves and the means to care for others who, like us, bear the mark of the Fall in debilitating ways, whether these wounds be physical or spiritual (addiction to pornography, alcohol, drugs, food, broken marriages, fatherlessness, and troubled family life). Our time calls for a renewal of the Church’s genius for physical and spiritual healing, given to her by the Holy Spirit. As Pope Francis says, the wounded are all around us, and “it is useless to ask a seriously injured person if he has high cholesterol and about the level of his blood sugars. You have to heal the wounds.”3 At the same time, the proclamation of the fullness of truth found in the Catholic Church is essential. This leads you, men, to live lives where sins do not cause festering wounds. Through Christ’s mercy and truth, we are healed and revitalized for battle. In Christ’s mercy and truth, we become strong in his strength, courageous with his courage, and can actually experience the joie de guerre of being soldiers for Christ.

Since the Church as “field hospital” after battle is an appropriate analogy, then another complementary image is appropriate for our day: the Spiritual Battle College. The Church is, and has always been, a school that prepares us for spiritual battle, where Christians are called to “fight the good fight of faith” (1 Timothy 6), to “put on the armor of God”, and “to be able to stand firm against the tactics of the devil” (Ephesians 6:11).

Ever since Jesus chose the Twelve Apostles, formed them in his presence, and sent them out in his Name, He has continued to choose and form men through his Church and to send them out to the wounded. This is the meaning of the word apostle – men who are sent. With this letter, then, my sons and brothers, I urge you to heed Jesus’ call and to let him form your mind and heart with the light of the Gospel for the purpose of being sent. That is why this letter is an apostolic exhortation. I am hereby exhorting you to step into the breach – to do the work of Christ’s soldiers in the world today.


Context #3: Man and Woman are Complementary, not Competitors

The complementarity of masculinity and femininity is key to understanding how human persons image God. Without knowing and appreciating this, we cannot know ourselves or our mission as men, nor can women embrace their own vocations, confident in the Father’s love.

Men and women are certainly different. Science increasingly deepens our understanding of this difference. Up until recently, we had little idea of the complex workings of hormones, chemical reactions, and the brain differences present in boys and girls, men and women, all in response to the presence of the XX or XY combination of chromosomes present at conception. For example, the significantly greater amount of corpus callosum (the connective nerve fibers between the two sides of the brain) in the average woman is a fascinating discovery, as is the way the male brain is typically more segmented in its functions. Studies show that on average, infant girls will look at the face of a silent adult twice as long as infant boys, more interested in the person by God’s design.4 All these biological facts discovered by science add to our knowledge of the symphony of complementarity between man and woman, something at which we rightly wonder and in which we rejoice when we encounter the beauty of the sexual difference.
This difference is also a challenge, since misunderstanding can creep in and sin can cause us to lose respect for one another, robbing us of our hope for peaceful and fruitful collaboration between men and women. But this struggle between the sexes is not the fault of God’s creation; it is the result of sin. Pope Francis puts it this way:

4 There are, of course, rare exceptions to the genetic rule. We are aware of the exceptions due to genetic defect or insufficient hormonal development. For example, Turner’s Syndrome in girls and Androgen Insensitivity Syndrome or XXY Syndrome in boys cause situations which are very painful in the individual lives of these young men and women and their families. I pray that Catholic researchers, psychologists, and physicians would be at the forefront of studying these phenomena and providing ethical counsel, care, and support to these individuals and families.

Man and woman are the image and likeness of God. This tells us that not only is man taken in himself the image of God, not only is woman taken in herself the image of God, but also man and woman, as a couple, are the image of God. The difference between man and woman is not for opposition, or for subordination, but for communion and procreation, always in the image and likeness of God.5

Alongside this struggle, the rapid advance of a “gender ideology” has infected societies around the world. This ideology seeks to set aside the sexual difference created by God, to remove male and female as the normative way of understanding the human person, and in its place, to add various other “categories” of sexuality. This ideology is destructive for individuals and society, and it is a lie. It is harmful to the human person, and therefore, a false concept that we must oppose as Christians. At the same time, however, we are called to show compassion and provide help for those who experience confusion about their sexual identity. This confusion is not unexpected when the poison of secularism reaches such critical levels: “When God is forgotten, the creature itself becomes unintelligible.”6

The damaging impact of this “gender ideology” on individuals and society was addressed at length this year by Pope Francis: I ask myself, if the so-called gender theory is not… an expression of frustration and resignation, which seeks to cancel out sexual difference because it no longer knows how to confront it. Yes, we risk taking a step backwards. The removal of difference in fact creates a problem, not a solution. In order to resolve the problems in their relationships, men and women need to speak to one another more, listen to each other more, get to know one another better, love one another more. They must treat each other with respect and cooperate in friendship.7 As Pope Francis reminds us all to “love one another more,” I exhort you, my sons and brothers in Jesus Christ, to embrace more deeply the beauty and richness of the sexual difference and to defend it against false ideologies. Having now established the contexts in which to understand the questions addressed in this Exhortation, I will now respond to the above-stated questions themselves.

Question 1: What does it mean to be a Catholic Man?

Ecce Homo – Behold the Man

Every man, particularly today, must come to a mature acceptance and understanding of what it means to be a man. This may seem obvious, but in our world, there are many distorted images and much evidence of confusion regarding what is true masculinity. We can say that for the first time in history, people have become either so confused or so arrogant as to attempt to dictate their masculinity or femininity according to their own definitions.

At one striking moment of Jesus’ trial, Pontius Pilate, with all his worldly power, presented Jesus to the crowd with the words, Ecce homo – Latin meaning “Here is the man!” Thinking he was merely pointing to a man from Nazareth, he failed to recognize that he was pointing to God made man – the Word made flesh, Jesus of Nazareth – who at once is fully God and fully man, and the perfection of masculinity. Every moment of his life on earth is a revelation of the mystery of what it means to be man – that is, to be fully human and also, the model of masculinity. Nowhere else can we find the fullness of masculinity as we do in the Son of God. Only in Jesus Christ can we find the highest display of masculine virtue and strength that we need in our personal lives and in society itself. What was visible in Christ’s earthly life leads to the invisible mystery of his divine Sonship and redemptive mission. The Father sent his Son to reveal what it means to be a man, and the fullness of this revelation becomes evident on the Cross. He tells us that it was for this reason that He came into the world, that it is his earnest desire to give himself totally to us.8 Herein lies the fullness of masculinity; each Catholic man must be prepared to give himself completely, to charge into the breach, to engage in spiritual combat, to defend women, children, and others against the wickedness and snares of the devil!

Looking to what the secular world holds up as “manly” is in fact to look at shadows – or even at outright counterfeits – of masculinity. No athlete, no matter how many awards; no political leader, no matter the power he wields; no performer, business man, or celebrity, no matter how much adored; no physical attribute or muscle mass; no intelligence or talent; no prizes or achievements can bestow masculinity on a man. The idolatry of celebrities at this time is a particular temptation, but to build one’s masculine identity on such fleeting models is to build an identity on sand. My Catholic sons and brothers, we can only build a certain foundation for masculinity on the rock, Jesus Christ. We look to our Savior to be transformed in Him, to be the men we are called to be, and to let others see Him in us.

Yet we do not merely look to Jesus. We truly encounter Christ at Mass when we receive the very gift of Himself in the Eucharist. For this reason, I call upon my brother priests to awaken the sense of transcendence in the hearts of men through reverent and beautiful liturgy, helping men to rediscover Jesus in the Eucharist each and every Sunday. I ask my brother priests to teach the faithful about the powerful truth of the liturgy, especially in ways to which men can relate. Teaching men to understand the fullness and power of the Mass must be a top priority. What a joy it is for men of God when they are led by priests who have a confident sense of their own masculinity, their call to participate in Christ’s spousal love, and their generous, life-giving fatherhood!


Saints, our Heroes of Faith

This is what our forefathers, the saints, have done for two millennia. As the Gospel reveals the reality of masculinity, we can also find it lived out in the heroic witness of the saints.
Saints are a kind of continuation of the Gospels and so give us examples of the varied paths of holiness. Thus, as Jesus shows us the perfection of masculinity, so we can also find it lived by the saints who were led by Christ. Just as an aspiring baseball player is inspired at the Baseball Hall of Fame, so must we men look to those who have gone before us, to look to them for inspiration and encouragement in fighting the good fight.

Think of the varied skills and talents of baseball players. A young person may dream to hit like Babe Ruth, catch and throw like Willie Mays, have the agility of Henry Aaron, the consistency and hard work of Lou Gehrig and Jackie Robinson. Young pitchers would dream of pitching like Cy Young and Randy Johnson. As they see each of these players play the game in different ways, they are inspired to a love of baseball.

Yet far greater than a ball game is what Catholic men seek. We look to the saints as to heroes, striving to live like Christ, united to Him and learning from Him at the same time. In a dramatic way to which we can relate, the saint’s life says Ecce homo!, “Here is the man!” This is what St. Paul implies when he writes, “It is not I who live, but Christ who lives in me” (Galatians 2:20).

Each man should make a decision to have a patron Saint. While there are many more, I offer the names of ten saints with whom each and every Catholic man should become familiar. Next to each saint’s name is is listed the virtue with which he is associated, as well as the sin which opposes that virtue. When we identify our sin and the needed virtue, we can identify which saint’s intercession will be particularly helpful:

- St. Joseph (Trust in God – selfishness)
- St. John the Baptist (Humility – arrogance)
- St. Paul (Adherence to Truth – mediocrity)
- St. Michael the Archangel (Obedience to God – licentiousness and rebelliousness)
- St. Benedict (Prayer and Devotion to God – sloth)
- St. Francis of Assisi (Happiness – moralism)
- St. Thomas More (Integrity – double-mindedness)
- Blessed Pier Giorgio Frassati (Chastity – lust)
- St. Josemaría Escrivá (Boldness – worldly fear)
- Pope St. John Paul II (Defending the Weak – passivity)

We don’t even need to look to the distant past to find heroes of the faith. We witnessed St. John Paul II forgive his would-be assassin, and after recovering his health, continue tirelessly to call the world to “open wide the doors to Christ.”9 Time and again, he exhorted us, “Be not afraid!” Today in parts of the world where persecution rages, we are seeing courageous witnesses of truth in the recent martyrs of Syria, Nigeria, Iraq, and other war-torn countries. We remember our twenty-one Coptic brothers who, just this past winter, were beheaded on a beach in Egypt, and as Pope Francis noted, “only because they confessed Christ.”10

Men, we must never believe that holiness and courage are things of the past! You and I are called to a holiness that shows Christ to the world as our forefathers have done countless times throughout history, following the inspiration of the Holy Spirit. Indeed, in this time of evil’s growing boldness, each man must prepare himself for nothing less than martyrdom, whatever form this may take, and to instill in his children and grandchildren the willingness to do the same.

Will the Lord not continue to inspire men? Of course He will, and He continues to do so! Our concern is not if the Lord will give us the required strength, but how He is doing so right now. How is His Spirit moving us to rise up and reject passivity in a culture of fatherlessness? How is He now giving us interior strength in a culture of pornography? How is He now inspiring us to look beyond ourselves and our technology to the peripheries where Christ is needed? How is the Lord inspiring you and me, right now, to cast aside concerns for our own comfort, to serve our fellow man, to put out into the deep, to step into the breach?

I strongly encourage your familiarity with the lives of the saints. Just as a young baseball player would lack much having never studied the greats enshrined in Cooperstown, so we lack much if we are ignorant of the saints who have preceded us to the infinitely more glorious Halls of Heaven.


The Catholic Man’s Identity

I wish now to speak to you about our identity in Christ. Most of the holy men I mentioned above lived in times quite different than our own. They had different challenges and different callings, but all had one thing in common: Jesus Christ, who gave them their true identity! Here we recall the wisdom of the Second Vatican Council: “Jesus Christ reveals man to himself and makes his supreme calling clear.”11

In subtle ways, we are tempted to look elsewhere for our identity. The opinions of others, the success of our careers, the number of possessions, toys, sports, hobbies, clothing, tattoos, homes, and cars – these are all ways that tempt us to label or identify ourselves in ways outside of Christ. While some of these must be a part of life to an extent, they are not the core of our being. Having been purchased by the blood of the Lamb, “our citizenship is in Heaven” (Phil. 3:20). The world cannot possibly give us our true identity; “Whether we live or whether we die, we are the Lord’s” (Romans 14:8). We must be aware of being distracted by false identities and remain grounded in Jesus Christ.
Simply put, our identity is caught up in the identity of the eternal Son of God. It is received at our baptism as it was clearly exclaimed at the baptism of Jesus in the Jordan River: “You are my beloved son in whom I am well pleased” (Mark 1:11). When we speak of conversion, we are speaking about an acceptance of and growth into this identity. When we speak about sin, we are speaking of all that takes us away from our identity as beloved sons of the Father. Since this is our identity – being beloved sons of God the Father – is it surprising that the devil is waging a fierce battle on masculinity and fatherhood in our day? The process of Christian conversion includes coming to know God’s love and experiencing brotherhood with Christ who deepens our identity as sons of the Father in the Holy Spirit. This is our lifelong goal and our spiritual battle.


Beloved and Free Sons, Called to the Battle Within

Let us look to John the Apostle and Beloved Disciple for insights into this battle. In his first Letter to the Church, St. John speaks of the three-fold temptation faced by all of us: temptations to the passions of the flesh, to possessiveness, and to pride (1 John 2: 16-17). Are not all sins tied to these three temptations? John puts his finger on the battles that each of us must fight within ourselves. In fact, Christ fights specifically against these temptations during His encounter with Satan in the desert (Matthew 4), and then gives us instruction in the Sermon on the Mount (Matthew 6) on how we are to fight against them.

Turning away from the passions of the flesh, Jesus rejected Satan’s offering of bread in the desert, and in the Sermon on the Mount, twice He instructs us to fast (Matthew 6:16). Notice that the Lord does not say “if you fast” but rather “when you fast.” Fasting is training in self-knowledge, a key weapon for mastery over oneself. If we do not have dominion over our passions, especially those for food and sex, we cannot possess ourselves and put the interests of others in front of our own.

Tempting Jesus to possessiveness, Satan offered Him “all the kingdoms of the world and the glory of them” (Matthew 4:8), but once again, Jesus refused. This shows us that Christ calls us to freedom from the temptation to gain the world at the cost of our souls. Often, Satan tempts not through persons but through objects like a car, a house, or the latest high-speed technologies. There is no shortage of messages that tempt us to grasp for happiness through possessions. We recall how the Rich Young Man left his encounter with Jesus as “sad” because “he had many possessions” (Luke 18:23). Pope Francis reminds us, “The emptier the person’s heart is, the more he or she needs to buy, own, and consume.”12 With Jesus, we are called to seek out, not to “settle for,” a simplicity of life which frees us for our mission in Christ.
In Satan’s third attack upon Jesus in the desert, the Lord was tempted to pride. Satan enticed our Lord to use his power for selfish purposes, but Jesus rejected this cross-less glory and chose the path of humility. In the Sermon on the Mount, He exhorts us to humility not once but twice when He repeats, “when you pray” (Matthew 6:5). Indeed, the greatest protection from pride and self-reliance is turning humbly to God in prayer. The new technologies of social media where we can constantly display and discuss ourselves can lead to a type of idolatry that consumes us. Honest prayer will keep us grounded and help us to avoid this temptation.

Men, this need for pastors to challenge men to the battle within, to the richness of a committed interior life with God, is nothing new. Listen to the words of St. John Paul II, when as Archbishop of Krakow he spoke to college students in 1962:

“We are quite ready to take, or conquer, in terms of enjoyment, profit, gain and success--and even in the moral order. Then comes the question of giving, and at this point we hang back, because we are not prepared to give. The element which is so characteristic under other forms in the spiritual portrait of women is barely perceptible in men. . . . We have a tendency toward the Nicodemus type of religious attitude, toward the type of devotion which is characterized maybe only by superficial discretion but very often also by fear of what others might think. . . . This male Catholicism is not interior and deep enough; the male believer does not have a true interior life. . . . we men do not have a deep enough interior life.”

The human being is a creature, and therefore in relation to God a receiver of love and courage before he or she can give it away to others. Nemo potest dare quod non habet is the famous term the Church developed in Latin for this fundamental truth. You cannot give what you do not have. Mary our Mother, the great Receiver of God’s love in her very body is the model for us as Catholics, but not only Mary—every great Saint, that is, great lover in the history of our Church. There is no shortcut to holiness, to being the great Catholic men we are called to be. There is no short-cut past the age-old interior fight that each of us must engage!

As we develop in receiving God’s love and mercy in prayer and sacrament, the Lord gives us sure weapons in the “good fight” St. Paul names when he writes:

Put on the armor of God so that you may be able to stand firm against the tactics of the devil. For our struggle is not with flesh and blood but with the principalities, with the powers, with the world rulers of this present darkness, with the evil spirits in the heavens. Therefore, put on the armor of God, that you may be able to resist on the evil day and, having done everything, to hold your ground. So stand fast with your loins girded in truth, clothed with righteousness as a breastplate, and your feet shod in readiness for the Gospel of peace. In all circumstances hold faith as a shield, to quench all the flaming arrows of the evil one. And take the helmet of salvation and the sword of the Spirit, which is the word of God. (Ephesians 6:11-17)

We may be tempted to say, “When I get this three-fold battle behind me, I can start living the life of holiness,” but this is a lie! It is precisely in the course of this fight that we become holy. As Blessed Pier Giorgio Frassati said, “To live without faith, without a patrimony to defend, without a steady struggle for truth – that is not living, but existing.” Are you and I merely existing? Or are we living our Christian faith as men fully alive? Recall the famous words of Pope Emeritus Benedict XVI: “You were not made for comfort; you were made for greatness.” Any greatness that we might merit as Catholic men depends upon this fight for holiness. It is the same fight Jesus Christ fought in the desert and the same fight our Christian forefathers fought in order to hand down the faith. Woe to us if we do not pick up the weapons of the Spirit – offered to us freely – and accept them bravely and gratefully! Courage, confidence, and humble reliance on God’s infinite resources are called for here as we engage. Forward! Into the breach!


The Practices of a Committed Catholic Man

Given these reflections on Catholic manhood, we move to the practical, that is, how to live like a Catholic man. What practices can help us to take up our cross and follow our King?

If we think of soldiers who do not remain in strong physical and mental shape and who fail to practice the essential combat arts, we know they will not be ready for battle and will be a danger to themselves and their comrades in arms. The same is true for Catholic men; those who do not prepare and strengthen themselves for spiritual combat are incapable of filling the breach for Christ.

While there are many habits and devotions that a Catholic man can form, I charge you with keeping these seven basic practices on a daily, weekly, and monthly basis. If these practices are not (yet) part of your life, start now!

DAILY

1. Pray every day. Each Catholic man must start his day with prayer. It is said, “Until you realize that prayer is the most important thing in life, you will never have time for prayer.” Without prayer, a man is like a soldier who lacks food, water, and ammunition. Set aside some time to speak with God first thing each morning. Pray the three prayers essential to the Catholic faith: the Our Father, the Hail Mary, and the Glory Be. Pray also at every meal. Before food or drink touches your lips, make the Sign of the Cross, say the “Bless us, O Lord” prayer, and end with the Sign of the Cross. Do this no matter where you are, with whom or how much you are eating. Never be shy or ashamed about praying over meals. Never deny Christ the gratitude that is due to Him. Praying as a Catholic man before every meal is a simple but powerful way to keep strong and fill the breach.

2. Examine your conscience before going to sleep. Take a few moments to review the day, including both your blessings and sins. Give God thanks for blessings and ask forgiveness for sins. Say an Act of Contrition.

3. Go to Mass. Despite the fact that attending weekly Mass is a Precept of the Church, only about one in three Catholic men attend Sunday Mass. For large numbers of Catholic men, their neglect to attend Mass is a grave sin, a sin that puts them in mortal danger.
The Mass is a refuge in the Spiritual Battle, where Catholic men meet their King, hear His commands, and become strengthened with the Bread of Life. Every Mass is a miracle where Jesus Christ is fully present, a miracle that is the high point not only of the week, but of our entire lives on Earth. In the Mass, a man gives thanks to God for his many blessings and hears Christ send him again into the world to build the Kingdom of God. Fathers who lead their children to Mass are helping in a very real way to ensure their eternal salvation.

4. Read the Bible. As St. Jerome so clearly tells us, “Ignorance of the Sacred Scriptures is ignorance of Christ.” When we read God’s word, Jesus is present. Married men, read with your wife and your children. If a man’s children see him read the Scriptures, they are more likely to remain in the Faith. My brothers in Christ, this I can assure you: men who read the Bible grow in grace, wisdom, and peace.

5. Keep the Sabbath. From the creation of Adam and Eve, God the Father established a weekly cycle ending with the Sabbath. He gave us the Sabbath to ensure that one day out of seven we will give thanks to God, rest, and be refreshed. In the Ten Commandments, God asserts anew the importance of keeping the Sabbath.

With today’s constant barrage of buying and selling and the cacophony of noisy media, the Sabbath is God’s respite from the storm. As Catholic men, you must begin, or deepen, keeping the holiness of the Sabbath. If you are married, you must lead your wives and children to do the same. Dedicate the day to rest and true recreation, and avoid work that is not necessary. Spend time with family, attend Mass, and enjoy the gift of the day.

MONTHLY

6. Go to Confession. At the very start of Christ’s public ministry, Jesus calls on all men to repent. Without repentance from sin, there can be no healing or forgiveness, and there will be no Heaven. Large numbers of Catholic men are in grave mortal danger, particularly given the epidemic levels of pornography consumption and the sin of masturbation. My brothers, get to Confession now! Our Lord Jesus Christ is a merciful King who will forgive those who humbly confess their sins. He will not forgive those who refuse. Open your soul to the gift of our Lord’s mercy!

7. Build fraternity with other Catholic men. Catholic friendship among men has a dramatic impact on their faith lives. Men who have bonds of brotherhood with other Catholic men pray more, go to Mass and Confession more frequently, read the Scriptures more often, and are more active in the Faith.

Proverbs tells us: “As iron sharpens iron, so one man sharpens another” (27:17). I call on each of our priests and deacons to draw men together in their parishes and to begin to rebuild a vibrant and transforming Catholic fraternity. I call on laymen to form small fellowship groups for mutual support and growth in the faith. There is no friendship like having a friend in Christ.

Question 2: How does a Catholic man love?
Now let us consider masculine love. This is not easy to do because the word love has almost lost its meaning in today’s society. It is a word that men have even become uncomfortable using. Why is this? What does the word now imply? A mere feeling? Something passing? A four-letter word useful for marketing and greeting cards but for little else?

Christ makes clear that central to His mission is love. “Love one another as I have loved you” (John 15:12) He says with passion, but without a hint of sentimentality. All of our Lord’s teachings boil down to this command. Love is not a side-job; it is the mission itself. Yet, we can only love as we are created, and therefore, we can only love as men. So, how do men love?

For decades now, a model for manhood has been fashioned in the fictional British spy character named James Bond. Various actors have taken turns portraying this man who, in several adventures, has proposed what it means to be “manly,” yet Bond remains an enigma. Like the women that he uses in the films, the ones who watch him find themselves wanting to know him. He is never a father, nor does he accept responsibility for or love one woman. In him, we see a man whose relationships are shallow and purely utilitarian. Indeed, “James Bond is a male character whose name is the height of irony. He is 40 years old and has no bonds. He is actually pathetic.”13

How different this is from Jesus Christ! Is there fear in Him? Not in the least! Who is more of a man, the one who runs away or the one who can face the responsibilities and challenges of relationships, family, and intimacy? Could a man fearful of self-gift be a true disciple of Christ? In fact, can such a man love at all?
James Bond’s name is the height of irony because he is a man with no bonds. Yet true masculine love will always build bonds! On the Cross and through the Eucharist, Jesus gives his very blood to bind us to Himself in love. At the Last Supper, offering us the Eucharist, His prayer to the Father is “that they may be one even as we are one” (John 17:11). As He proclaims, His committed, binding love will “draw all men to himself” (John 12:32). In its Latin root, the word religion implies “binding together.” Thus, it is no wonder that in a culture of broken bonds, so fearful of commitment, we often hear, “I’m spiritual, but not religious.” Satan is also “spiritual, but not religious”! A man who lives life without a single, self-giving bond in his life deserves our pity, not our admiration.
In this context, I must mention what is called machismo and call Catholic men to rise above this tendency. The display of machismo attempts to seek safety in an image of toughness and emotionless living. However, it is merely a thin outer mask covering a deep inner fear of true bonds with others, bonds that come with true relationship and make one’s life rich and meaningful. Behind the mask, as any mature person can see, is a man stuck in adolescent fear of vulnerability. In most cases, he has himself been badly hurt and is repeating a cycle learned in childhood.

Instead, the true love of Christ is centered on willing the good of the other, on pouring oneself out in charity for others. This is how the Son reveals the Father’s love: “As the Father has loved me, so have I loved you…This is my commandment, that you love one another as I have loved you” (John 15: 9, 12). In Christ, we see that sacrifice is at the heart of love. Only the man who has fought the interior battle of self-mastery against sterility, the man who lays down his life for others, can avoid stagnancy and self-absorption. Never doubt that this sacrifice is worth the suffering! Our Lord encourages men in saying, “greater love has no man than this, that a man lay down his life for his friends” (John 15:13).


Three Masculine Loves: Friend, Husband, Father

1. A Friend in Christ – Bands of Brothers

At the very inception of his ministry here on earth, Jesus called other men to join Him. What was He teaching us here? We see that Jesus called His disciples to Himself in such a way that they would form deep bonds of friendship and brotherhood. At the last supper, He specifically said to them, “No longer do I call you servants. For the servant does not know what the Master is doing; but I have called you friends, for all that I have heard from my Father I have made known to you” (John 15:15). This friendship with God is possible, a true brotherhood with Jesus, because we have the same Father. Do you, my sons, have true brothers in Christ in your life?

Throughout all of history, including the history of Christianity, important movements were spurred on by bands of brothers, friends in Christ. The Early Church Fathers St. Gregory Nazianzen and St. Basil were great friends and co-workers in the defense of Christ as they stood for the truth and defeated early heresies threatening the Church. St. Benedict and his monastic companions established communities of men that preserved and furthered Western culture in the face of barbarian destruction. This veritable fortress protecting truth, goodness, and beauty was built upon the stable and rich life of Christian brotherhood and friendship. St. Francis of Assisi and St. Dominic each started bands of brothers in service to the poor and in defense of the truth. The early founders of the Society of Jesus, St. Ignatius of Loyola and St. Francis Xavier, influenced countless other men, brought about great renewal in the Church, and evangelized to the furthest reaches of the world. In the 20th century, we see the friendship between C.S. Lewis and J.R.R. Tolkien and their brother “Inklings” as indispensable in the growth and flourishing of their own literary and apologetic gifts.

What is friendship? Who is a friend? The Scriptures tell us, “A friend is a friend at all times, and a brother is born for the time of adversity” (Proverbs 17:17). I am convinced that if men will seek true brotherhood, the adversities we face today will solidify bands of brothers who will be lauded in Heaven!

Therefore, men, ask yourself: what are your friends like? Do you have friends with whom you share the mission of holiness? Often young men will go to the seminary and discover the difference made by Christ-centered friendships, and their lives are transformed. This friendship is not limited to religious orders and priests. The renewal of masculinity cannot happen without banding together as brothers and true friends. In my own life, ever since my first year as a priest, I have been richly blessed by brother priests in the Jesus Caritas Fraternity.14 Their commitment to Eucharistic adoration and simplicity of life, their fidelity to Christ in celibacy and daily prayer, their fraternal love, wise counsel, and encouragement have richly influenced and inspired me to persevere in my own mission in Christ. It has been a joy to see how fraternity in our diocese has grown and flourished through your participation in our Men’s Conferences, Knights of Columbus, That Man is You, Cursillo Movement, and other such groups and events. There is room to grow, of course, but already the fruits of the Spirit are evident among these Catholic brothers and friends.

Conversely, we have seen what happens when men, young and old, do not form or sustain healthy friendships. Many, looking in the wrong places, find themselves in the false brotherhood of gangs, or without brotherhood at all, isolated and alone, and lacking these critical formative experiences of accountability and the trusted fellowship that only true friendship provides.

Studies have shown that many men today are living friendless lives.15 This has its effect on marriages where men have no emotional support apart from their wives, as well as on children, who should see true friends in the lives of their parents but often do not. What a blessing to have the presence of good faithful friends to provide the encouragement and accountability we need to be free! Indeed, as the Scriptures tell us, “as iron sharpens iron, so one man must sharpen another” (Proverbs 27:17).


2. Man as Husband – the Purpose of Masculine Erotic Love

Next, let us seek to understand more deeply man’s calling to spousal love. Every man is made to live as a husband and a father in some way: “God assigns the dignity of every woman as a task to every man.”16 Each man is called to commit and give of himself completely. For most men, this call is marriage while for others, this call is to the priesthood or to some other sincere and total self-gift in God’s service. Yet, in our day, such commitment is often seen as settling for something conventional, even boring; something that limits freedom or threatens love. Nothing could be farther from the truth! Instead, I remind you of the words of St. Josemaría Escrivá: “[T]here is a need for a crusade of manliness and purity to counteract and nullify the savage work of those who think man is a beast. And that crusade is your work.”17

Preparation for this sincere and complete spousal gift coincides with a man’s growth into masculinity. The “single years” of a young man’s life are for this formation, not a time of mere passive waiting, much less indulgence of sin. “Youth was not made for pleasure, but for heroism,” says Paul Claudel, the great French Catholic playwright. I urge you, young men, to prepare for marriage even before you meet your (future) bride. Such training in sacrifice is to love your bride before you meet her, so that you may one day say, “Before I knew you, I was faithful to you.”

Through spousal love, men live out a strength that endures, a strength for which the world longs, and a strength that will stabilize a crumbling society. True, this love is not free from periods of difficulties and suffering. No vocation is! However, with St. Paul, we “consider that the sufferings of this present time are as nothing compared with the glory to be revealed” (Romans 8:18). There is glory in man’s calling to be a husband.

When the great St. John Paul II spoke of a “spousal meaning of the body,” he implied that we men are all called in some way to spousal love.18 That is, a committed love, a love that gives life, seeking the good of those to whom the man has committed. When a man is called to spousal love in marriage and family life, the priesthood, or some consecration to the Lord, he is called to a great and meaningful life. Indeed if we run from this battle because of its challenges, we will be left empty. Those who arrive at the judgment seat of God, after this life, without the scars of a sacrificing husband, will “hold their manhoods cheap whilst any speaks who fought with us.”19

Let me now speak specifically to men called to conjugal love in marriage. This is a calling to the dignity and beauty of that union that is symbolic of Christ’s spousal love for the Church. St Paul explains this relationship in his instruction to husbands, saying
Husbands, love your wives, as Christ loved the church and gave Himself up for her, that He might sanctify her, having cleansed her by the washing of water with the word, that He might present the church to Himself in splendor, without spot or wrinkle or any such thing, that she might be holy and without blemish. Even so husbands should love their wives as their own bodies. He who loves his wife loves himself. For no man ever hates his own flesh, but nourishes and cherishes it, as Christ does the church, because we are members of His body. ‘For this reason a man shall leave his father and mother and be joined to his wife, and the two shall become one flesh.’ This is a great mystery, and I mean in reference to Christ and the church. (Ephesians 5: 25-32)

Marriage in Christ is not merely a human endeavor. It is higher; it is a “great mystery.” The human desire for love is, in a way, a longing for infinite and eternal love. In the Sacrament of Marriage, human love is caught up in the infinite and eternal love of God.20 This is the glory, men! Called to marriage, you are called to be as Christ to your bride. Because this love unites you and your spouse sacramentally with the infinite love that Christ has for each of you, your sacramental marriage overcomes the limits of natural marriage and achieves the infinite and eternal character to which every love aspires.

Here we come to the epicenter of the masculine battle in our time, the nexus of life and love that is God’s gift of sexuality. The need to develop chastity in your life, my sons, cannot be emphasized enough.

While much of our culture may not fully understand or encourage this commitment, the grandeur of spousal love to which we are called, we should in no way be discouraged. Rather, consider how blessed we are to be called to proclaim this truth in a time when it is most needed. In doing so, you radiate the light of Christ in an area of society so darkened by what has always threatened spousal love. Our Catechism names them clearly: “discord, a spirit of domination, infidelity, jealousy, and conflicts that can escalate into hatred and separation… self-absorption, egoism, pursuit of one’s own pleasure.”21 We could add here the use of pornography, always toxic to both the participants and the observers, and the consumptive “hook-up” subculture that removes sexual encounters entirely from the spousal relationship.
How did it come about that a culture so steadfast in supporting marriage and spousal commitment two generations ago became a culture that has reduced sexuality to mere pleasure and self-serving ends? The answer is the Sexual Revolution. For many, the Sexual Revolution promised “free love” and liberty from the shackles of old ideas about masculinity and femininity. What resulted was the separation of sexuality from the commitments of marriage and a widespread option for sterility (chemical and surgical sterilizations), amounting to a denial of what is most essentially masculine and feminine in the person. Worse, the Sexual Revolution ushered in the scourge of abortion, pornography, and sexual abuse so rampant in recent decades. Instead of real and authentic love, this false “liberty” offers cheap pleasures that mask a deeper loneliness and pain. Instead of the security of traditional family bonds, it leaves children longing for the stability of a mother’s and a father’s love. Instead of the freedom that comes with accepting the truth of God’s design for human love between a man and woman, the Sexual Revolution has arrogantly rebelled against human nature, a nature that will never thrive in confusion and lack of self-control. Indeed, the “love” promised by the Sexual Revolution has never been found. In its wake is wreckage, countless broken hearts bound by fear of more pain, broken lives, broken homes, broken dreams and broken belief that love is even possible. This is the rotten fruit of the Sexual Revolution.

It stands to reason that if love is our deepest desire and longing, destroying love will cause us the most pain, the deepest wounds. Thus, where do we start? Where do we begin to rebuild? What do we repair first?

My sons and brothers, we must begin with ourselves.

If I may return to the analogy of the athlete, we see that no champion achieves greatness without discipline in practice or without training to pursue greatness in his sport. He must be a master of himself; he must possess self-mastery. For the man called to live conjugal love, this self-mastery finds its culmination in the virtue of chastity. We need to see masculine chastity for what it is, whereas too often, this virtue is seen in negative light, as something weak. Nothing could be more false! Chastity is strength and a rejection of slavery to the passions. Christians have always believed that chastity, whether in marriage or celibacy, is a freedom from the enslavement to sin and our passions.

To understand chastity, we must understand God: “God is love and in Himself He lives a mystery of personal loving communion. Creating the human race in His own image… God inscribed in the humanity of man and woman the vocation, and thus the capacity and responsibility, of love and communion.”22 The love we live as men is a participation in and a demonstration of God’s love. As equal sharers in dignity, women, of course, also demonstrate God’s love, and yet there is a difference in how we do so. For both men and women, “Sexuality affects all aspects of the human person in the unity of his body and soul. It especially concerns affectivity, the capacity to love and to procreate, and in a more general way the aptitude for forming bonds of communion with others.”23 The virtue of chastity is the…

“…integration of sexuality within the person and thus the inner unity of man in his bodily and spiritual being. Sexuality, in which man’s belonging to the bodily and biological world is expressed, becomes personal and truly human when it is integrated into the relationship of one person to another, in the complete and lifelong mutual gift of a man and a woman.”24

Chastity allows us to master and properly live out this calling to be men of authentic communion.

Here, let me recall Jesus’ crucial words regarding “everyone who looks at a woman lustfully”; he has “already committed adultery with her in his heart” (Matthew 5:28). This leads me to call specific attention to those acts that are (wrongly) considered “normal” and even encouraged for men in today’s culture. Here I am speaking of pornography and masturbation. The damaging effects of these hidden and narcissistic habits train the man in a direction that is the exact opposite of love. He learns nothing more than to use others. Instead of life-giving and self-emptying love, he learns to settle for self-absorbed, sterile pleasures. Recall again Jesus’ words: You have heard it said ‘You shall not commit adultery.’ But I say to you that everyone who looks at a woman with lust has already committed adultery with her in his heart. If your right eye causes you to sin, tear it out, and throw it away; it is better for you to lose one of your members than for your whole body to be thrown into hell. And if your right hand causes you to sin, cut it off and throw it away; it is better for you to lose one of your members than for your whole body to go into hell. (Matthew 5:27-30)

With these prophetic words, Jesus foresees modern pornography that feeds the lust of the eyes. He uses hyperbole, strong words, for men to gouge out their eye and cut off their hand in order to drive home that urgent action is needed. Pornography not only leaves a man in danger of Hell, but it also destroys the bonds with his spouse, a destruction wrought like adultery. In other words, think of pornography as just as serious and no less grave than adultery. To attempt to love another person while engaging in this practiced narcissism, without being transformed by mercy, will surely bring grave harm.

When battling pornographic temptations, it is important to consider honestly the factors surrounding the temptation. For most men, these include loneliness, boredom, anger, insecurity, and stress. Simply understanding the context of a temptation prompts us to invite God to send His grace to begin to overcome the devil’s tactics. The Sacrament of Confession is the place of superabundant grace and support. Jesus said, “Blessed are the pure of heart, for they shall see God” (Matthew 5:8). This is not a promise merely to be attained in Heaven! This promise is to begin for us now, in our everyday lives. The saints attest to this truth. Through building purity of heart, men, you will not only see God in the women in your lives but also in yourselves, also the “image of God”! Even if the darkness seems insurmountable, Christ never abandons us. As a priest, I treasure the honest encounter in confession with those who want the Lord’s healing. It is a blessing to work with men in the fight to turn the tide from false to real love.
Imagine with me how different our world would be for our wives, sisters, and daughters if men lived this interior strength of chastity. In our time, we hear of such high rates of sexual assaults in our society, especially on college campuses. Is this not a time for a renewal of masculine chastity? Is this not a time for men to build up the virtue of temperance through fasting and prayer amidst brothers? Is this not a time to consider more deeply St. John Paul II’s proclamation that the “dignity of every woman is a task given to every man?”

Masculine chastity is a “long and exacting work” that we should be proud to undertake!25 Imagine standing before the throne of God on judgment day, where the great saints of ages past, who themselves dealt with preeminent sins in their own day, will say to each other, “We dealt with the trouble of lust in our day, but those 21st century men! These happy few battled the beast up close!” We can help each other and other men around us to strive for self-mastery, as this is best addressed among brothers. I encourage you to put aside your fears and insecurities, those that keep you from engaging head on in the fight for chastity. Christ wants to help men be formed after His own heart in each confessional of the Church and at each Mass where the power of His Blood poured out on the Cross offered in Holy Communion.


3. Fatherhood is Essential

Fatherhood changes history. In the Gospel according to Matthew, where “Abraham was the father of Isaac, and Isaac the father of Jacob, and Jacob the father of Judah and his brothers…” forty-two (42) fathers lead up to Joseph, the adoptive father of Jesus. In the words of St. John Paul II, fatherhood is essential to the flourishing of the world:

In revealing and in reliving on earth the very fatherhood of God (cf. Eph 3:15), a man is called upon to ensure the harmonious and united development of all the members of the family: he will perform this task by exercising generous responsibility for the life conceived under the heart of the mother, by a more solicitous commitment to education, a task he shares with his wife (cf. Gaudium et spes, 52), by work which is never a cause of division in the family but promotes its unity and stability, and by means of the witness he gives of an adult Christian life which effectively introduces the children into the living experience of Christ and the Church.26

All men are called to fatherhood in some way: Becoming mothers and fathers really means to be fully realized, because it is to become similar to God. This is not said in the newspapers, it does not appear, but it is the truth of love. Becoming dad and mom makes us more like God…you are called to remind everyone that all the baptized, even though in a different way, are called to be a father or mother.27

Like masculinity itself, perhaps fatherhood has never been a widely-pondered topic among the philosophers because it has always been presumed, its meaning fairly obvious. This is no longer true. In his book, Crossing the Threshold of Hope, St. John Paul II writes of the attack on fatherhood in modern society: “This is truly the key for interpreting reality […] original sin, then, attempts to abolish fatherhood.”28 The great pontiff of the family points to our first parents’ original act of disobedience, which cost them and us our original innocence and freedom from bodily death, and in original sin, we find a primordial rebellion against God’s fatherhood, a desire to remove fatherhood itself. This is our enemy’s underlying plan: to remove our reliance on God, the benevolent Father. To do this, Satan’s primary strategy is to damage and abolish human fatherhood, in the man and relationship where each of us first glimpses what God’s fatherhood might be like.

Today’s attack on fatherhood, and by extension, motherhood, is multi-pronged and breathtakingly damaging. 41% of children are born into unmarried homes in our day, an increase of 700% from 1950, when the out-of-wedlock birthrate was a mere 6%. These children are not fatherless because of some sweeping physical conflict, like World War II, which caused many wounds of fatherlessness, but rather because, far worse, fathers’ own willed absence is happening on a massive scale. It is not hard to see how men’s fears of fatherhood find a legion of support in today’s culture of self, encouraging men to flee from this beautiful gift in pursuit of their own desires. The child is forced to ask the question: “Where is my Daddy?” What then is the impact on a child’s heart, on his or her understanding of the world, of love, and of the Heavenly Father, when the answer to this question is “He left us,” or “I don’t know,” or “From the sperm bank, and he left no contact address”?

Catholic men also contribute far too regularly to this same scandal that devastates the heart of a child and makes too many women in our culture live as if they were widows! The ache of the fatherless child’s heart cries out to Heaven: “He will not ignore the supplication of the fatherless, nor the widow when she pours out her story…and the Lord will not delay, neither will He be patient with them, till He crushes the loins of the unmerciful and repays vengeance on the nations” (Sirach 35:14, 18). Why do the widows and the fatherless cry out? They have lost their protectors and providers! There is an unnatural void of the one called upon by God “to ensure the harmonious and united development of all the members of the family.”29 It is because of this loss, this void caused by men’s absence, that we have always naturally, traditionally, lamented fatherlessness.

There are those in our culture today, however, who do not want us to see fatherlessness as unnatural or lamentable. Do not be fooled by those voices wishing to erase all distinctions between mothers and fathers, ignoring the complementarity that is inherent in creation itself. Men, your presence and mission in the family is irreplaceable! Step up and lovingly, patiently take up your God-given role as protector, provider, and spiritual leader of your home. A father’s role as spiritual head of the family must never be understood or undertaken as domination over others, but only as a loving leadership and a gentle guidance for those in your care. Your fatherhood, my fatherhood, in its hidden, humble way, reflects imperfectly but surely the Fatherhood of God, the Father to those whom the Lord has given us to father. What does it mean to “father”? In a reflection on fatherhood, Pope Francis explains: “When a man does not have this desire [for fatherhood], something is missing in this man. Something is wrong. All of us, to exist, to become complete, in order to be mature, we need to feel the joy of fatherhood: even those of us who are celibate. Fatherhood is giving life to others, giving life, giving life.”30 This is why fatherhood – living out one’s vocation to fatherhood, whether that fatherhood is bound up in physical marriage or spiritual marriage in the priesthood or religious life – is absolutely essential for a man to live out the fullness of his meaning in life. We speak of the Church Fathers, the Desert Fathers, our pope as Holy Father, and, for good reason, our priests as “Father”.

To fully live, all men must be fathers and live out their fatherhood! We cannot “become like God,” my sons and brothers, without this understanding and this movement of the heart followed by decisive action. If you do not embrace the spousal and fatherly vocation God has planned for you, you will be stuck in the impotence of the “seed” that refuses to die and refuses to give life. Don’t settle for this half-life! The question for every man is not, “Am I called to be a father?” but rather, “What kind of father am I called to be?”


Grandfathers, You Are of Great Importance

I wish to speak a word to you who are grandfathers. Few cultures have ever expected less and shown such indifference to those like you who have battled and who have tested wisdom to offer their children and grandchildren. The world tells you that your time of influence is at an end and that it is time to retire, that is, to resign your post of fatherhood. Don’t believe it! Grandfathers matter greatly.

I have the privilege of being named after my grandfathers: Thomas Tighe Olmsted and P. James Hughes. Each in his own way fathered me alongside my own Dad. Grandpa Jim drew upon his Catholic faith to face with dignity and hope the early death of his wife, my grandmother, from cancer. Without giving into despair or self-pity, he struggled mightily to keep the family of six together and to provide for the children – the youngest of whom was my mother – during the very difficult years of the Great Depression. The memories I treasure most about Grandpa Jim were of his peaceful spirit, his Irish humor, and his sincere devotion to the Church. Grandpa Tom had an even greater impact on my life, even though he was never baptized. Beside him, I learned to care for walnut trees and watermelons, pumpkins and squash, horses and cattle, chickens and hogs. Amidst the many activities needed to make a living on our farm, I learned from Grandpa Tom and my Dad the importance of being a good neighbor, of telling the truth no matter the cost, and of having a deep respect for “Mother Nature.” When I was ordained a priest, I chose a biblical saying for my First Mass card, one that captured what I had learned from my grandfathers: “This is what the Lord asks of you: only this, to act justly, to love tenderly and to walk humbly with your God” (Micah 6:8).

Grandfathers, you are an essential and treasured gift to your families, and I encourage you to continue to be strong for them, to share your wisdom with them, and to fight for them. Remember Jesus’ earthly grandfather, St. Joachim, who lived a life faithful to God. In his advanced years, God the Father blessed St. Joachim and his wife, St. Anne, with the great gift of Mary, our Blessed Mother. Let every grandfather be reminded that even when the routine of daily life may appear to be insignificant, we never know what great plans God has for the last years of our lives.


Hope in the Shadows of Lost Fatherhood

I would now like to say a special word to those of you, my sons, who have suffered the absence of your own father. There are many reasons why men abandon their responsibilities, or even if they remain, stay distant, as a result of the lack of positive experience of fatherhood in their own lives. This wound in your heart may not yet have healed. Certainly fatherlessness is never God’s plan. Do not give in to discouragement, however, and do not lose hope. The Church is always called to reveal God the Father. Allow Christ to show you the Father who never abandons his children, but rather offers his only begotten Son. If you have not already done so, allow Christ to guide you in order to see your father as He sees him. Jesus will not leave you without the grace necessary to forgive and heal your father. This may happen in conjunction with the graces offered to you through your spiritual fathers, your priests, in the Sacrament of Reconciliation. Through your discovery of the Fatherhood of God, our loving, eternal Father, you will be witnesses to the only fatherhood that never fails.31

Finally, I want to offer a special word for those men who know that they have failed in their fatherhood. This is true to a greater or lesser degree in each and every one of us. This can happen through addiction, abandonment, marital conflict, emotional and spiritual detachment, failing to guide the family in faith, abortion, physical and/or emotional abuse, or the countless ways that we obscure the image of God as the loving Father. I stand with you as an imperfect father, asking God the Father to make up for the ways that we fail in this greatest of masculine missions. It is important to acknowledge the enemy’s tactics; Satan will attempt to drag us down into a despair that can lead us to abandon our fatherhood even further because of our sins. Yet we must never give up, my sons! Pray and be renewed in the Sacrament of Reconciliation. Christ strengthens us through Confession and the Holy Eucharist to spend ourselves in rebuilding fatherhood in whatever way possible.


Conclusion: Sent Forth by Christ

The best friend of St. Gregory Nazianzen was St. Basil. When, as young men in their early 20s, their personal search for a deeper understanding of the Christian faith led them by separate paths to Constantinople, they soon developed a deep respect for one another. St. Gregory’s description of this friendship is hopeful: “…if this is not too much for me to say, we were a rule and standard for each by which we learned the distinction between what was right and what was not.”32 Their friendship inspired each to grow in virtue and freedom, to be less concerned for self and more eager to place his life at the service of others. I hope that each man reading this Exhortation will experience, if he has not already done so, the blessing of good friendships like the ones between the saints. I cannot imagine what my own life would be like without the good friends God has given me.

I hope, too, that you will take what is helpful in my message, bring it to the Lord in prayer, and go forward confidently in your vocation as men. Our life in Christ is not one of “do’s and don’ts,” but an adventure in authentic freedom. Embrace that freedom in order to place your life at the service of Christ, beginning in your home and radiating into the world.


Where is the Faith of our Fathers now?

As I write this exhortation, videos are being released documenting the barbaric practice of selling baby body parts by Planned Parenthood. Since this infamous agency receives around half a billion dollars each year from the U.S. Government, funds to carry on their slaughter of innocents, no American citizen, and certainly no man, can remain silent about this travesty of our times. We need to get off the sidelines and stand up for life on the front lines. We need faith like that of our fathers who defended the children of previous generations and who gave up their own lives rather than abandon their faith in Christ. My sons and brothers, men of the Diocese of Phoenix, we need you to step into the breach!


The Catholic martyrs of England inspired Frederick W. Faber to write the hymn “Faith of our Fathers” in AD 1849. As Faber paid tribute to the men who refused to deny Christ “in spite of dungeon, fire, and sword,” he also issued a call to arms for the men of succeeding generations. Join me in praying that we, men of the 21st century, will make the words of this verse our own:

“Our Fathers, chained in prisons dark,
Were still in heart and conscience free:
How sweet would be their children’s fate,
If they, like them, could die for Thee!
Faith of our Fathers! Holy Faith!
We will be true to thee till death.”

Promulgated on the Feast of the Archangels, September 29, 2015

+Thomas J. Olmsted
Bishop of Phoenix


1 Center for Applied Research into the Apostolate. Frequently Requested Church Statistics, 2014
2 Pope St. John Paul II, Ecclesia in America, 3, 5
3 Interview, September 19, 2013
5 Homily, June 14, 2015
6 Gaudium et spes, 32
7 Gaudium et spes, 32.
8 General Audience, April 15, 2015
9 Opening mass, October 22, 1978
10 February 2015
11 Gaudium et spes, 22
12 Laudato Si, 204
13 Dr. Paul Vitz, Lecture, February 21, 2015
14 See Appendix for description and call to form these groups among laymen. 15 Social Isolation in America: Changes in Core Discussion Networks over Two Decades. http://www.jstor.org/stable/30038995
15 Social Isolation in America: Changes in Core Discussion Networks over Two Decades. http://www.jstor.org/stable/30038995
16 Pope St. John Paul II, Catechesis on Human Love, 100:6
17 St. Josemaría Escrivá, The Way
18 Pope St. John Paul II, Catechesis on Human Love, 14:5
19 Shakespeare, Henry V.iv.3
20 Gaudium et spes, 48
21 Catechism of the Catholic Church, 1606
22 Catechism of the Catholic Church, 2331
23 Catechism of the Catholic Church, 2332
24 Catechism of the Catholic Church, 2337
25 Catechism of the Catholic Church, 2342
26 Pope St. John Paul II, Familiaris Consortio, 25
27 Pope Francis, Address, June 15, 2015
28 Pope St. John Paul II, Crossing the Threshold of Hope, New York: Knopf, 1994, 228
29 Familiaris Consortio, 25
30 Homily, June 26, 2013
31 Adapted from Evangelium Vitae, 99
32 “On St. Basil the Great,” Funeral Orations (The Fathers of the Church, Vol. 22), 27


Recommended Books (by Priests With Courage)

Books by Father John Harvey

  • The Homosexual Person: New Thinking in Pastoral Care, San Francisco: Ignatius
    Press, 1987.
  • The Truth about Homosexuality: The Cry of the Faithful, San Francisco: Ignatius
    Press, 1996.  This is Fr. Harvey's second book, with more updated information than
    the previous one.  
  • Same Sex Attraction: A Parent's Guide, edited by John F. Harvey and Gerard V.
    Bradley, South Bend: St. Augustine's Press, 2003.
  • "Pastoral Care and the Homosexual" (not available; will be updated and reprinted
    soon)
  • "A Spiritual Guide to Reexamine One's Life," available via the Daughters of Saint Paul.

Other Christian books on the topic of homosexuality:

  • David Morrison, Beyond Gay, Huntington: Our Sunday Visitor, 1999.  David
    Morrison is a Catholic man who was a former gay rights activist.  This book is
    about his testimony and wisdom from the inside of the gay lifestyle.
  • Jeffrey T. Robideau, Homosexuality: A Look at Catholic Teaching, 2005.  Available
    via getholy.com.
  • Gerard J. M. van den Aardweg, The Battle for Normality: A Guide for (Self-)
    Therapy for Homosexuality, San Francisco: Ignatius Press, 1997.
  • Joe Dallas, Desires in Conflict: Answering the Struggle for Sexual Identity, Eugene:
    Harvest House Publishers, 1991.
  • William Consiglio, Homosexual No More: Practical Strategies for Christians
    Overcoming Homosexuality, Wheaton: Victor Books, 1991.
  • Robert A. J. Gagnon, The Bible and Homosexual Practice: Texts a nd Hermeneutics,
    Nashville: Abingdon Press, 2001.  This is an excellent and thorough Scripture study
    on the relevant passages regarding homosexuality.  See Robert Gagnon's website as
    well.

On the topic of the treatment of homosexuality (some of these overlap with the above
category)

  • Joseph Nicolosi, Reparative Therapy of Male Homosexuality: A New Clinical
    Approach, Northvale: Jason Aronson Inc.,1991.
  • Joseph Nicolosi, Healing Homosexuality: Case Stories of Reparative Therapy,
    Northvale: Jason Aronson Inc., 1993.
  • Elizabeth R. Moberly, Homosexuality: A New Christian Ethic, Cambridge, James
    Clarke & Co., 1983.  This is a classic book in the area of treatment.
  • Jeffrey Satinover, Homosexuality and the Politics of Truth, Grand Rapids: Baker
    Books, 1996.  Satinover examines the issue of homosexuality from a scientific and
    psychological perspective, as well as the perspective from his Jewish faith.  His
    understanding of what genetics contributes and does not contribute brings clarity to
    a politicized area of science in the question of origins of homosexuality.
  • Stanton L. Jones and Mark A. Yarhouse, Homosexuality: The Use of Scientific
    Research in the Church's Moral Debate, Downers Grove: InterVarsity Press, 2000.

Books on chastity and addiction

  • Benedict Groeschel, The Courage to be Chaste, Mahwah: Paulist Press, 1985.  A
    classic book.
  • Patrick Carnes, Out of the Shadows: Understanding Sexual Addiction, 3rd edition,
    Hazelden, 2001.  See his website as well as the site for Hazelden.
  • Patrick Carnes, Facing the Shadow: Starting Sexual and Relationship Recovery - A
    Gentle Path Workbook for Beginning Recovery from Sex Addiction, Gentle Path
    Press, 2001.  See the website for Gentle Path Press.
  • Patrick Carnes, et. al., In the Shadows of the Net: Breaking Free of Compulsive
    Online Sexual Behavior, Hazelden, 2001.  See his website as well as the site for
    Hazelden.
  • Patrick Carnes, A Gentle Path through the Twelve Steps: The Classic Guide for All
    People in the Process of Recovery, Hazelden, 1993.  
  • The White Book by Sexaholics Anonymous.  Available only through SA.

Other useful books for healing

  • Conrad Baars, Born Only Once, available via the website on Conrad Baars.
  • Conrad Baars, Healing and Feeling Your Emotions, available via the website on
    Conrad Baars.
  • Don Schmierer, Healing the Wounds of the Past: Finding Inner Peace at Last,
    Santa Ana: Promise Publishing Co., 2002.
  • Leanne Payne, The Broken Image, Baker Books, 1995.
  • Leanne Payne, Crisis in Masculinity, Baker Books, 1996.

Books for the Spiritual Life

  • Timothy M. Gallagher, OMV, The Discernment of Spirits: An Ignatian Guide for
    Everyday Living, New York: The Crossroad Publishing Company, 2005.
  • Thomas H. Green, Weeds Among the Wheat: Discernment: Where Prayer and Action
    Meet, Notre Dame: Ave Maria Press, 1984.
  • Romano Guardini: The Art of Praying: The Principles and Methods of Christian
    Prayer, Manchester: Sophia Institute Press, 1985.
  • Eugene Boylan, Difficulties in Mental Prayer, Princeton: Scepter Publishers, 1957.
  • Thomas Dubay, SM, Fire Within: St. Teresa of Avila, St. John of the Cross, and the
    Gospel - On Prayer, San Francisco, Ignatius Press, 1989.
  • Benedict J. Groeschel, Spiritual Passages: The Psychology of Spiritual
    Development, New York: Crossroad, 1983.
  • Books by St. John of the Cross.  See ICS Publications.
  • Books by St. Teresa of Avila.  See ICS Publications.
  • Books by St. Therese of Liseux.  See ICS Publications.

On Priestly Life and Ministry

  • Fulton Sheen, A Priest is Not His Own, San Francisco: Ignatius Press, 2005.  This
    book is useful for a priest to understand how to offer himself in union with Christ as
    a "holy victim."


Other books:


Catholic Manhood Today Paperback
by Raylan J Alleman (Author)
Paperback: 192 pages
Publisher: CreateSpace Independent Publishing Platform (June 7, 2016)
Language: English
ISBN-10: 1530804051
ISBN-13: 978-1530804054

Catholic Answers (Link)

NOTIFICATION ON THE BOOK JUST LOVE. A FRAMEWORK FOR CHRISTIAN SEXUAL ETHICS

CONGREGATION FOR THE DOCTRINE OF THE FAITH

NOTIFICATION ON THE BOOK JUST LOVE. A FRAMEWORK FOR CHRISTIAN SEXUAL ETHICS BY SR. MARGARET A. FARLEY, R.S.M.
 

Introduction

Having completed an initial examination of the book Just Love. A Framework for Christian Sexual Ethics (New York: Continuum, 2006) by Sr. Margaret A. Farley, R.S.M., the Congregation for the Doctrine of the Faith wrote to the author on March 29, 2010, through the good offices of Sr. Mary Waskowiak – the then President of the Sisters of Mercy of the Americas – enclosing a preliminary evaluation of the book and indicating the doctrinal problems present in the text. The response of Sr. Farley, dated October 28, 2010, did not clarify these problems in a satisfactory manner. Because the matter concerned doctrinal errors present in a book whose publication has been a cause of confusion among the faithful, the Congregation decided to undertake an examination following the procedure for "Examination in cases of urgency" contained in the Congregation’s Regulations for Doctrinal Examinations (cf. Chap. IV, art. 23-27).

Following an evaluation by a Commission of experts (cf. art. 24), the Ordinary Session of the Congregation confirmed on June 8, 2011, that the above-mentioned book contained erroneous propositions, the dissemination of which risks grave harm to the faithful. On July 5, 2011, a letter was sent to Sr. Waskowiak containing a list of these erroneous propositions and asking her to invite Sr. Farley to correct the unacceptable theses contained in her book (cf. art. 25-26).

On October 3, 2011, Sr. Patricia McDermott, who in the meantime had succeeded Sr. Mary Waskowiak as President of the Sisters of Mercy of the Americas, forwarded to the Congregation – in accordance with art. 27 of the above cited Regulations – the response of Sr. Farley, together with her own opinion and that of Sr. Waskowiak. This response, having been examined by the Commission of experts, was submitted to the Ordinary Session for judgement on December 14, 2011. On this occasion, the Members of the Congregation, considering that Sr. Farley’s response did not adequately clarify the grave problems contained in her book, decided to proceed with the publication of this Notification.

1. General problems

The author does not present a correct understanding of the role of the Church’s Magisterium as the teaching authority of the Bishops united with the Successor of Peter, which guides the Church’s ever deeper understanding of the Word of God as found in Holy Scripture and handed on faithfully in the Church’s living tradition. In addressing various moral issues, Sr. Farley either ignores the constant teaching of the Magisterium or, where it is occasionally mentioned, treats it as one opinion among others. Such an attitude is in no way justified, even within the ecumenical perspective that she wishes to promote. Sr. Farley also manifests a defective understanding of the objective nature of the natural moral law, choosing instead to argue on the basis of conclusions selected from certain philosophical currents or from her own understanding of "contemporary experience". This approach is not consistent with authentic Catholic theology.

2. Specific problems

Among the many errors and ambiguities of this book are its positions on masturbation, homosexual acts, homosexual unions, the indissolubility of marriage and the problem of divorce and remarriage.

Masturbation

Sr. Farley writes: "Masturbation… usually does not raise any moral questions at all. … It is surely the case that many women… have found great good in self-pleasuring – perhaps especially in the discovery of their own possibilities for pleasure – something many had not experienced or even known about in their ordinary sexual relations with husbands or lovers. In this way, it could be said that masturbation actually serves relationships rather than hindering them. My final observation is, then, that the norms of justice as I have presented them would seem to apply to the choice of sexual self-pleasuring only insofar as this activity may help or harm, only insofar as it supports or limits, well-being and liberty of spirit. This remains largely an empirical question, not a moral one" (p. 236).

This statement does not conform to Catholic teaching: "Both the Magisterium of the Church, in the course of a constant tradition, and the moral sense of the faithful have been in no doubt and have firmly maintained that masturbation is an intrinsically and gravely disordered action. The deliberate use of the sexual faculty, for whatever reason, outside of marriage is essentially contrary to its purpose. For here sexual pleasure is sought outside of the sexual relationship which is demanded by the moral order and in which the total meaning of mutual self-giving and human procreation in the context of true love is achieved. To form an equitable judgment about the subject’s moral responsibility and to guide pastoral action, one must take into account the affective immaturity, force of acquired habit, conditions of anxiety, or other psychological or social factors that lessen or even extenuate moral culpability"[1].

Homosexual acts

Sr. Farley writes: "My own view… is that same-sex relationships and activities can be justified according to the same sexual ethic as heterosexual relationships and activities. Therefore, same-sex oriented persons as well as their activities can and should be respected whether or not they have a choice to be otherwise" (p. 295).

This opinion is not acceptable. The Catholic Church, in fact, distinguishes between persons with homosexual tendencies and homosexual acts. Concerning persons with homosexual tendencies, the Catechism of the Catholic Church teaches that "they must be accepted with respect, compassion, and sensitivity. Every sign of unjust discrimination in their regard should be avoided"[2]. Concerning homosexual acts, however, the Catechism affirms: "Basing itself on Sacred Scripture, which presents homosexual acts as acts of grave depravity, tradition has always declared that homosexual acts are intrinsically disordered. They are contrary to the natural law. They close the sexual act to the gift of life. They do not proceed from a genuine affective and sexual complementarity. Under no circumstances can they be approved"[3].

Homosexual unions

Sr. Farley writes: "Legislation for nondiscrimination against homosexuals, but also for domestic partnerships, civil unions, and gay marriage, can also be important in transforming the hatred, rejection, and stigmatization of gays and lesbians that is still being reinforced by teachings of ‘unnatural’ sex, disordered desire, and dangerous love. … Presently one of the most urgent issues before the U.S. public is marriage for same-sex partners – that is, the granting of social recognition and legal standing to unions between lesbians and gays comparable to unions between heterosexuals" (p. 293).

This position is opposed to the teaching of the Magisterium: "The Church teaches that the respect for homosexual persons cannot lead in any way to approval of homosexual behavior or to legal recognition of homosexual unions. The common good requires that laws recognize, promote and protect marriage as the basis of the family, the primary unit of society. Legal recognition of homosexual unions or placing them on the same level as marriage would mean not only the approval of deviant behavior, with the consequence of making it a model in present-day society, but would also obscure basic values which belong to the common inheritance of humanity. The Church cannot fail to defend these values, for the good of men and women and for the good of society itself"[4]. "The principles of respect and non-discrimination cannot be invoked to support legal recognition of homosexual unions. Differentiating between persons or refusing social recognition or benefits is unacceptable only when it is contrary to justice. The denial of the social and legal status of marriage to forms of cohabitation that are not and cannot be marital is not opposed to justice; on the contrary, justice requires it"[5].

Indissolubility of marriage

Sr. Farley writes: "My own position is that a marriage commitment is subject to release on the same ultimate grounds that any extremely serious, nearly unconditional, permanent commitment may cease to bind. This implies that there can indeed be situations in which too much has changed – one or both partners have changed, the relationship has changed, the original reason for commitment seems altogether gone. The point of a permanent commitment, of course, is to bind those who make it in spite of any changes that may come. But can it always hold? Can it hold absolutely, in the face of radical and unexpected change? My answer: sometimes it cannot. Sometimes the obligation must be released, and the commitment can be justifiably changed" (pp. 304-305).

This opinion is in contradiction to Catholic teaching on the indissolubility of marriage: "By its very nature conjugal love requires the inviolable fidelity of the spouses. This is the consequence of the gift of themselves which they make to each other. Love seeks to be definitive; it cannot be an arrangement ‘until further notice’. The intimate union of marriage, as a mutual giving of two persons, and the good of the children, demand total fidelity from the spouses and require an unbreakable union between them. The deepest reason is found in the fidelity of God to his covenant, in that of Christ to his Church. Through the sacrament of Matrimony the spouses are enabled to represent this fidelity and witness to it. Through the sacrament, the indissolubility of marriage receives a new and deeper meaning. The Lord Jesus insisted on the original intention of the Creator who willed that marriage be indissoluble. He abrogates the accommodations that had slipped into the old Law. Between the baptized, a ratified and consummated marriage cannot be dissolved by any human power or for any reason other than death"[6].

Divorce and remarriage

Sr. Farley writes: "If the marriage resulted in children, former spouses will be held together for years, perhaps a lifetime, in the ongoing project of parenting. In any case, the lives of two persons once married to one another are forever qualified by the experience of that marriage. The depth of what remains admits of degrees, but something remains. But does what remains disallow a second marriage? My own view is that it does not. Whatever ongoing obligation a residual bond entails, it need not include a prohibition of remarriage – any more than the ongoing union between spouses after one of them has died prohibits a second marriage on the part of the one who still lives" (p. 310).

This view contradicts Catholic teaching that excludes the possibility of remarriage after divorce: "Today there are numerous Catholics in many countries who have recourse to civil divorce and contract new civil unions. In fidelity to the words of Jesus Christ – ‘Whoever divorces his wife and marries another, commits adultery against her; and if she divorces her husband and marries another, she commits adultery’ (Mk 10:11-12) –, the Church maintains that a new union cannot be recognized as valid, if the first marriage was. If the divorced are remarried civilly, they find themselves in a situation that objectively contravenes God's law. Consequently, they cannot receive Eucharistic communion as long as this situation persists. For the same reason, they cannot exercise certain ecclesial responsibilities. Reconciliation through the sacrament of Penance can be granted only to those who have repented for having violated the sign of the covenant and of fidelity to Christ, and who are committed to living in complete continence"[7].

Conclusion

With this Notification, the Congregation for the Doctrine of the Faith expresses profound regret that a member of an Institute of Consecrated Life, Sr. Margaret A. Farley, R.S.M., affirms positions that are in direct contradiction with Catholic teaching in the field of sexual morality. The Congregation warns the faithful that her book Just Love. A Framework for Christian Sexual Ethics is not in conformity with the teaching of the Church. Consequently it cannot be used as a valid expression of Catholic teaching, either in counseling and formation, or in ecumenical and interreligious dialogue. Furthermore the Congregation wishes to encourage theologians to pursue the task of studying and teaching moral theology in full concord with the principles of Catholic doctrine.

The Sovereign Pontiff Benedict XVI, in the Audience granted to the undersigned Cardinal Prefect on March 16, 2012, approved the present Notification, adopted in the Ordinary Session of this Congregation on March 14, 2012, and ordered its publication.

Rome, from the Offices of the Congregation for the Doctrine of the Faith, March 30, 2012.

William Cardinal Levada
Prefect

 

+ Luis F. Ladaria, S.I.
Titular Archbishop of Thibica
Secretary

[1] Catechism of the Catholic Church, n. 2352; cf; CONGREGATION FOR THE DOCTRINE OF THE FAITH, Declaration Persona humana on Certain Questions Concerning Sexual Ethics (December 29, 1975), n. 9: AAS 68 (1976), 85-87.

[2] Catechism of the Catholic Church, n. 2358.

[3] Catechism of the Catholic Church, n. 2357; cf. Gn 19:1-29; Rm 1:24-27; I Cor 6:10; 1 Tm 1:10; CONGREGATION FOR THE DOCTRINE OF THE FAITH, Declaration Persona humana, n. 8: AAS 68 (1976), 84-85; ID., Letter Homosexualitatis problema on the Pastoral Care of Homosexual Persons (October 1, 1986): AAS 70 (1987), 543-554.

[4] CONGREGATION FOR THE DOCTRINE OF THE FAITH, Considerations regarding proposals to give legal recognition to unions between homosexual persons (June 3, 2003), n. 11: AAS 96 (2004), 48.

[5] Ibid., n. 8: AAS 96 (2004), 46-47.

[6] Catechism of the Catholic Church, nn. 1646-1647, 2382; cf. Mt 5:31-32; 19:3-9; Mk 10:9; Lk 16:18; I Cor 7:10-11; SECOND ECUMENICAL VATICAN COUNCIL, Pastoral Constitution Gaudium et spes on the Church in the Modern World, nn. 48-49; Code of Canon Law, can. 1141; JOHN PAUL II, Apostolic Exhortation Familiaris consortio on the Role of the Christian Family in the Modern World (November 22, 1981), n. 13: AAS 74 (1982), 93-96.

[7] Catechism of the Catholic Church, n. 1650; cf. JOHN PAUL II, Apostolic Exhortation Familiaris consortio, n. 84: AAS 74 (1982), 184-186; CONGREGATION FOR THE DOCTRINE OF THE FAITH, Letter Annus Internationalis Familiae Concerning the Reception of Holy Communion by the Divorced and Remarried Members of the Faithful (September 14, 1994): AAS 86 (1994), 974-979.

(Source: http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_20120330_nota-farley_en.html. June 9th, 2012)

 

VH-News

VH-NEWS

What Are the Saints Saying?

What the Saints say about the sin of WANTED and ACTED UPON homosexuality:

The Code of Canon Law undertaken at the initiative and encouragement of Saint Pius X, and published in 1917 by his successor Pope Benedict XV, says this: “So far as laymen are concerned, the sin of sodomy is punished ipso facto with the pain of infamy and other sanctions to be applied according to the prudent judgment of the Bishop depending on the gravity of each case (Can. 2357). As for ecclesiastics and religious, if they are clerici minoris [that is, of the degree lower than deacon], let them be punished with various measures, proportional to the gravity of the fault, that can even include dismissal from the clerical state (Can. 2358); if they are clerici maiores [that is, deacons, priests or bishops], let them ‘be declared infamous and suspended from every post, benefit, dignity, deprived of their eventual stipend and, in the gravest cases, let them be deposed’ (Can. 2359, par. 2)”

Tertullian, the great apologist of the Church in the second century, writes: “All other frenzies of lusts which exceed the laws of nature and are impious toward both bodies and the sexes we banish … from all shelter of the Church, for they are not sins so much as monstrosities.” (Tertullian, De pudicitia, IV, in J. McNeil, op. cit., p. 89)

Saint Basil of Caesarea, the fourth century Church Father who wrote the principal rule of the monks of the East, establishes this: “The cleric or monk who molests youths or boys or is caught kissing or committing some turpitude, let him be whipped in public, deprived of his crown [tonsure] and, after having his head shaved, let his face be covered with spittle; and [let him be] bound in iron chains, condemned to six months in prison, reduced to eating rye bread once a day in the evening three times per week. After these six months living in a separate cell under the custody of a wise elder with great spiritual experience, let him be subjected to prayers, vigils and manual work, always under the guard of two spiritual brothers, without being allowed to have any relationship … with young people.” (St. Basil of Caesarea, in St. Peter Damien, Liber Gomorrhianus, op. cit. cols. 174f.)

Saint Augustine is categorical in the combat against sodomy and similar vices. The great Bishop of Hippo writes: “Sins against nature, therefore, like the sin of Sodom, are abominable and deserve punishment whenever and wherever they are committed. If all nations committed them, all alike would be held guilty of the same charge in God’s law, for our Maker did not prescribe that we should use each other in this way. In fact, the relationship that we ought to have with God is itself violated when our nature, of which He is Author, is desecrated by perverted lust.” Further on he reiterates: “Your punishments are for sins which men commit against themselves, because, although they sin against You, they do wrong in their own souls and their malice is self-betrayed. They corrupt and pervert their own nature, which You made and for which You shaped the rules, either by making wrong use of the things which You allow, or by becoming inflamed with passion to make unnatural use of things which You do not allow” (Rom. 1:26). (St. Augustine, Confessions, Book III, chap.

Saint John Chrysostom denounces homosexual acts as being contrary to nature. Commenting on the Epistle to the Romans (1: 26-27), he says that the pleasures of sodomy are an unpardonable offense to nature and are doubly destructive, since they threaten the species by deviating the sexual organs away from their primary procreative end and they sow disharmony between men and women, who no longer are inclined by physical desire to live together in peace.

The brilliant Patriarch of Constantinople employs most severe words for the vice we are analyzing. Saint John Chrysostom makes this strong argument: “All passions are dishonorable, for the soul is even more prejudiced and degraded by sin than is the body by disease; but the worst of all passions is lust between men…. The sins against nature are more difficult and less rewarding, since true pleasure is only the one according to nature. But when God abandons a man, everything is turned upside down! Therefore, not only are their passions [of the homosexuals] satanic, but their lives are diabolic….. So I say to you that these are even worse than murderers, and that it would be better to die than to live in such dishonor. A murderer only separates the soul from the body, whereas these destroy the soul inside the body….. There is nothing, absolutely nothing more mad or damaging than this perversity.” (St. John Chrysostom, In Epistulam ad Romanos IV, in J. McNeill, op. cit., pp. 89-90)

Saint Gregory the Great delves deeper into the symbolism of the fire and brimstone that God used to punish the sodomites: “Brimstone calls to mind the foul odors of the flesh, as Sacred Scripture itself confirms when it speaks of the rain of fire and brimstone poured by the Lord upon Sodom. He had decided to punish in it the crimes of the flesh, and the very type of punishment emphasized the shame of that crime, since brimstone exhales stench and fire burns. It was, therefore, just that the sodomites, burning with perverse desires that originated from the foul odor of flesh, should perish at the same time by fire and brimstone so that through this just chastisement they might realize the evil perpetrated under the impulse of a perverse desire.” (St. Gregory the Great, Commento morale a Giobbe, XIV, 23, vol. II, p. 371, Ibid., p. 7)

Saint Peter Damian’s Liber Gomorrhianus [Book of Gomorrha], addressed to Pope Leo IX in the year 1051, is considered the principal work against homosexuality. It reads: “Just as Saint Basil establishes that those who incur sins [against nature] … should be subjected not only to a hard penance but a public one, and Pope Siricius prohibits penitents from entering clerical orders, one can clearly deduce that he who corrupts himself with a man through the ignominious squalor of a filthy union does not deserve to exercise ecclesiastical functions, since those who were formerly given to vices … become unfit to administer the Sacraments.” (St. Peter Damian, op. cit., cols. 174f)

St. Peter Damian also writes:

“This vice strives to destroy the walls of one’s heavenly motherland and rebuild those of devastated Sodom. Indeed, it violates temperance, kills purity, stifles chastity and annihilates virginity ... with the sword of a most infamous union. It infects, stains and pollutes everything; it leaves nothing pure, there is nothing but filth ... This vice expels one from the choir of the ecclesiastical host and obliges one to join the energumens and those who work in league with the devil; it separates the soul from God and links it with the demons. This most pestiferous queen of the Sodomites [which is homosexuality] makes those who obey her tyrannical laws repugnant to men and hateful to God ... It humiliates at church, condemns at court, defiles in secret, dishonors in public, gnaws at the person’s conscience like a worm and burns his flesh like fire... “The miserable flesh burns with the fire of lust, the cold intelligence trembles under the rancor of suspicion, and the unfortunate man’s heart is possessed by hellish chaos, and his pains of conscience are as great as the tortures in punishment he will suffer ... Indeed, this scourge destroys the foundations of faith, weakens the force of hope, dissipates the bonds of charity, annihilates justice, undermines fortitude, ... and dulls the edge of prudence. “What else shall I say? It expels all the forces of virtue from the temple of the human heart and, pulling the door from its hinges, introduces into it all the barbarity of vice ... In effect, the one whom ... this atrocious beast [of homosexuality] has swallowed down its bloody throat is prevented, by the weight of his chains, from practicing all good works and is precipitated into the very abysses of its uttermost wickedness. Thus, as soon as someone has fallen into this chasm of extreme perdition, he is exiled from the heavenly motherland, separated from the Body of Christ, confounded by the authority of the whole Church, condemned by the judgment of all the Holy Fathers, despised by men on earth, and reproved by the society of heavenly citizens. He creates for himself an earth of iron and a sky of bronze ... He cannot be happy while he lives nor have hope when he dies, because in life he is obliged to suffer the ignominy of men’s derision and later, the torment of eternal condemnation” (Liber Gomorrhianus, in PL 145, col. 159-178).

Saint Albert the Great gives four reasons why he considers homosexual acts as the most detestable ones: They are born from an ardent frenzy; they are disgustingly foul; those who become addicted to them are seldom freed from that vice; they are as contagious as disease, passing quickly from one person to another. (St. Albert the Great, In Evangelium Lucae XVII, 29, in J. McNeill, op. cit., p. 95)

Saint Thomas Aquinas, writing about sins against nature, explains: “However, they are called passions of ignominy because they are not worthy of being named, according to that passage in Ephesians (5:12): ‘For the things that are done by them in secret, it is a shame even to speak of.’ For if the sins of the flesh are commonly censurable because they lead man to that which is bestial in him, much more so is the sin against nature, by which man debases himself lower than even his animal nature.” (St. Thomas Aquinas, Super Epistulas Sancti Pauli Ad Romanum I, 26, pp. 27f)

Saint Bonaventure, speaking in a sermon at the church of Saint Mary of Portiuncula about the miracles that took place simultaneously with the birth of our Lord Jesus Christ, narrates this: “Seventh prodigy: All sodomites—men and women—died all over the earth, as Saint Jerome said in his commentary on the psalm ‘The light was born for the just.’ This made it clear that He was born to reform nature and promote chastity.” (St. Bonaventure, Sermon XXI—In Nativitate Domini, in Catolicismo (Campos/Sao Paulo), December 1987, p. 3; F. Bernardei, op. cit., p. 11)

Saint Catherine of Siena, a religious mystic of the 14 th century, relays words of Our Lord Jesus Christ about the vice against nature, which contaminated part of the clergy in her time. Referring to sacred ministers, He says: “They not only fail from resisting this frailty [of fallen human nature] … but do even worse as they commit the cursed sin against nature. Like the blind and stupid, having dimmed the light of their understanding, they do not recognize the disease and misery in which they find themselves. For this not only causes Me nausea, but displeases even the demons themselves, whom these miserable creatures have chosen as their lords. For Me, this sin against nature is so abominable that, for it alone, five cities were submersed, by virtue of the judgment of My Divine Justice, which could no longer bear them…. It is disagreeable to the demons, not because evil displeases them and they find pleasure in good, but because their nature is angelic and thus is repulsed upon seeing such an enormous sin being committed. It is true that it is the demon who hits the sinner with the poisoned arrow of lust, but when a man carries out such a sinful act, the demon leaves.” (St. Catherine of Siena, El diálogo, in Obras de Santa Catarina de Siena (Madrid: BAC, 1991), p. 292)

Saint Bernardine of Siena, a preacher of the fifteenth century, makes an accurate psychological analysis of the consequences of the homosexual vice. The illustrious Franciscan writes: “No sin has greater power over the soul than the one of cursed sodomy, which was always detested by all those who lived according to God….. Such passion for undue forms borders on madness. This vice disturbs the intellect, breaks an elevated and generous state of soul, drags great thoughts to petty ones, makes [men] pusillanimous and irascible, obstinate and hardened, servilely soft and incapable of anything. Furthermore, the will, being agitated by the insatiable drive for pleasure, no longer follows reason, but furor…. Someone who lived practicing the vice of sodomy will suffer more pains in Hell than any one else, because this is the worst sin that there is.” (St. Bernardine of Siena, Predica XXXIX, in Le prediche volgari (Milan: Rizzoli, 1936), pp. 869ff., 915, in F. Bernadei, op. cit., pp. 11f)

Prüfung des Gewissens und der katholischen Lehre:


Die Zehn Gebote:

Ich bin der Herr, dein Gott.

1. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.

2. Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren.

3. Du sollst den Tag des Herrn heiligen.

4. Du sollst Vater und Mutter ehren.

5. Du sollst nicht töten.

6. Du sollst nicht ehebrechen.

7. Du sollst nicht stehlen.

8. Du sollst nicht falsch gegen deinen Nächsten aussagen.

9. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau.

10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Gut.


Die zwei größten Gebote:

1. Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft.

2. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.


Die Weisungen der Kirche:

1. Am Sonntag und an den anderen gebotenen Feiertagen an der Heiligen Messe teilnehmen und keine Arbeiten oder Tätigkeiten verrichten, welche die Heiligung dieser Tage gefährden

2. Wenigstens einmal im Jahr die eigenen Sünden beichten

3. Wenigstens zu Ostern das Sakrament der Eucharistie empfangen

4. Die Fast- und Abstinenztage einhalten

5. Im Rahmen der eigenen Möglichkeiten der Kirche in ihren materiellen Erfordernissen beistehen



Gott:

Es gibt einen Gott in drei Personen: Vater, Sohn und Heiliger Geist.


Jesus Christus:

Jesus ist eine Person: eine göttliche Person. Er hat zwei Eigenschaften: eine göttliche und eine menschliche.


Die wesentlichen Ereignisse im Leben Christi:

Empfängnis im Leib der Heiligen Jungfrau Maria, Geburt in Bethlehem, Vorstellung im Tempel, Taufe im Fluss Jordan durch den Heiligen Johannes den Täufer, Versuchungen in der Wüste zu Beginn Seines öffentlichen Lebens, Bergpredigt, Verklärung, Letztes Abendmahl, Tragen des Kreuzes zum Kalvarienberg, Tod am Kreuz, Auferstehung und Auffahrt in den Himmel.


Titel der Heiligen Jungfrau Maria:

Die neue Eva, Muttergottes, Mutter der Kirche, Unsere Liebe Frau, Allerheiligste Jungfrau, Königin, Fürsprecherin, Voll der Gnade, Helferin, Mittlerin.


Die vier Kennzeichen der Kirche:

Eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.


Die sieben Sakramente:

Taufe, Beichte, Heilige Eucharistie, Firmung, Ehe, Weihe und Krankensalbung.


Was ist ein Sakrament?

Ein Sakrament (lateinisch; deutsch: Geheimnis) ist ein von Christus für seine Kirche und für immer eingesetztes, mit den Sinnen erfahrbares, besonderes und wirksames Zeichen einer unsichtbaren Gnadenwirkung.


Die göttlichen Tugenden:

Glaube, Liebe, Hoffnung.


Die Kardinaltugenden:

Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit, Mäßigung.


Die Gaben des Heiligen Geistes:

Weisheit, Einsicht, Rat, Stärke, Erkenntnis, Frömmigkeit und Gottesfurcht.


Die Früchte des Heiligen Geistes:

„Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Langmut, Sanftmut, Treue, Bescheidenheit, Enthaltsamkeit, Keuschheit" (Gal 5,22-23 Vg.).


Die Seligpreisungen:

Selig, die arm sind im Geiste; denn ihnen gehört das Himmelreich.

Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.

Selig, die Sanftmütigen; denn sie werden das Land erben.

Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden.

Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.

Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen.

Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.

Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich.

Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet.

Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein. (Mt 5,3-12)


Die leiblichen Werke der Barmherzigkeit:

Die Hungrigen speisen, den Dürstenden zu trinken geben, die Nackten bekleiden, die Fremden aufnehmen, die Kranken besuchen, die Gefangenen besuchen, die Toten begraben. 


Die geistigen Werke der Barmherzigkeit:

Die Unwissenden lehren, den Zweifelnden recht raten, die Betrübten trösten, die Sünder zurechtweisen, die Lästigen geduldig ertragen, denen, die uns beleidigen, gerne verzeihen, für die Lebenden und die Toten beten.


Die drei herausragenden guten Werke:

Beten, Fasten und Almosengeben.


Die evangelischen Räte:

Keuschheit, Armut und Gehorsam.


Die sieben Todsünden und die ihnen gegenüberstehenden Tugenden:

1. Hochmut (Eitelkeit, Übermut) – Demut.

2. Geiz (Habgier) – Großzügigkeit.

3. Wollust (Ausschweifung, Genusssucht, Begehren) – Keuschheit.

4. Zorn (Wut, Rachsucht) – Sanftmut.

5. Völlerei (Gefräßigkeit, Maßlosigkeit, Selbstsucht) – Mäßigung.

6. Neid (Eifersucht, Missgunst) – Brüderliche Liebe.

7. Faulheit (Feigheit, Ignoranz, Trägheit des Herzens) – Fleiß.


Sünden gegen den Heiligen Geist:

1. Vermessene Hoffnung auf das Heil ohne Verdienste.

2. Verzweiflung am Heil.

3. Zurückweisung der erkannten Wahrheit.

4. Neid auf die Gnadengabe eines anderen.

5. Verstockung in den Sünden.

6. Unbußfertigkeit bis zum Tod.


Sünden, die zum Himmel nach Rache schreien:

1. Absichtlicher Mord.

2. Analverkehr.

3. Unterdrückung der Armen.

4. Arbeitende um ihren Lohn betrügen.



Neun Arten, wie man zum Gehilfen für die Sünden eines Anderen wird:

1. Durch Rat.

2. Durch Anordnung.

3. Durch Zustimmung.

4. Durch Provokation.

5. Durch Lob oder Schmeicheln.

6. Durch Verbergen.

7. Durch Teilnahme.

8. Durch Schweigen.

9. Durch Verteidigung der sündigen Handlung.


Die vier letzten Dinge:

Tod, Gericht, Himmel oder Hölle.


Gebet vor der Beichte:

Komm, Heiliger Geist, erleuchte meinen Geist, damit ich meine Sünden klar erkenne. Bewege mein Herz, damit ich sie aufrichtig bereue, ehrlich beichte und fest dazu entschlossen bin, mein Leben wieder in Ordnung zu bringen. Geist der Weisheit, gewähre mir, die Bösartigkeit der Sünde zu sehen und ebenso meine Undankbarkeit Dir gegenüber, dem all-liebenden Gott. Geist der Tapferkeit und Stärke, hilf mir, jedes notwendige Opfer zu bringen, um in Zukunft die Sünde zu vermeiden.

Amen.


Gewissenserforschung:

Habe ich Gottes Existenz bezweifelt oder sie geleugnet?

Habe ich mich geweigert, an Gottes Offenbarung zu glauben?

Habe ich an Horoskope, Wahrsagerei, Träume, Glückszauber oder Reinkarnation geglaubt?

Habe ich geleugnet, Katholik zu sein?

Habe ich den katholischen Glauben aufgegeben?

War ich verzweifelt oder habe ich nicht an Gottes Mitleid geglaubt?

Habe ich das Gebet über einen längeren Zeitraum hinweg vernachlässigt?

Habe ich nicht täglich gebetet?

Habe ich Gott gelästert oder Gottes Name missbraucht? Habe ich geflucht oder einen Eid oder Schwur gebrochen?

Habe ich durch meine eigene Schuld die Sonntagsmesse verpasst oder an einem Feiertag, an dem der Messbesuch verpflichtend ist?

Bin ich immer ehrfürchtig in Gegenwart des Allerheiligsten Sakramentes?

War ich unaufmerksam während der Messe?

Bin ich zu spät zur Messe gekommen?

Habe ich die Messe zu früh verlassen?

Habe ich am Sonntag unnötige Arbeit verrichtet?

Habe ich meinen Eltern oder meinen legitimen Vorgesetzten nicht gehorcht oder habe ich sie nicht respektiert?

Habe ich meine Pflichten meinem Gatten, meiner Gattin, meinen Kindern oder Eltern gegenüber vernachlässigt?

Habe ich nicht aktiv Interesse an der religiösen Erziehung und Bildung meiner Kinder gezeigt?

Habe ich mich selbst nicht weitergebildet, was die Lehren der Kirche betrifft?

Habe ich in der Arbeit auch jeden Tag vollständig das geleistet, wofür ich bezahlt wurde?

Habe ich Menschen – besonders junge – schockiert durch das, was ich gesagt oder getan habe?

War ich die Ursache dafür, dass irgendjemand den katholischen Glauben aufgegeben hat?

Habe ich meinen Angestellten einen fairen Lohn gezahlt?

War ich ungeduldig, wütend, neidisch, unfreundlich, stolz, eifersüchtig, rachsüchtig oder voll Hass gegenüber anderen oder war ich faul?

Habe ich ein schlechtes Beispiel abgegeben, Drogen genommen, exzessiv Alkohol getrunken oder mich gestritten?

Habe ich jemanden körperlich verletzt oder getötet?

Habe ich jemanden dazu gebracht, abzutreiben oder dazu geraten?

Habe ich an dem großen Übel, das unter dem Namen „Töten aus Mitleid“ oder Euthanasie bekannt ist, teilgenommen oder dies gebilligt?

Habe ich versucht, mich selbst zu töten?

Bin ich absichtlich unreinen Gedanken oder Sehnsüchten nachgegangen?

Habe ich mich nicht bescheiden und anständig gekleidet?

Habe ich unreine oder anzügliche Worte verwendet?

Habe ich unreine Geschichten erzählt oder ihnen zugehört?

Habe ich absichtlich unreine Fernsehsendungen, Sachen im Internet, in Spielen, Bildern oder Filmen angeschaut?

Habe ich absichtlich unreines Material gelesen?

Habe ich selbst unreine Handlungen vollzogen (Masturbation) oder dies mit jemand anderes getan (Ehebruch, Unzucht oder gleichgeschlechtlichen Verkehr)?

Habe ich außerhalb der Kirche geheiratet oder dies jemand anderem geraten?

Habe ich meine ehelichen Rechte missbraucht?

War ich meinen Ehegelübden gegenüber untreu?

Hatte ich Gesellschaft mit dem Ehepartner eines anderen?

Habe ich künstliche Empfängnisverhütung praktiziert oder wurde ich oder mein Gatte/meine Gattin dauerhaft sterilisiert?

Habe ich gestohlen, betrogen oder anderen geholfen zu stehlen oder gestohlene Waren zu behalten?

Habe ich Wiedergutmachung für gestohlene Waren geleistet?

Habe ich meine Verträge erfüllt, mich bestechen lassen oder dies selbst getan, meine Rechnungen bezahlt, unbedacht gespielt oder spekuliert oder meine Familie der Notwendigkeiten des Lebens beraubt?

Habe ich absichtlich gelogen, um andere zu täuschen oder zu verletzen?

Habe ich einen Meineid geleistet?

Habe ich mit einem gut informierten Gewissen gewählt und in einer Art und Weise, die mit den Lehren der Kirche übereinstimmt, besonders bezüglich der Unantastbarkeit des Lebens und allgemein Angelegenheit hinsichtlich des menschlichen Lebens?

War ich nicht wohltätig in Wort und Tat?

Habe ich Geschwätz verbreitet oder die Fehler und Sünden von anderen offenbart?

Habe ich Geheimnisse, die ich für mich behalten sollte, ausgeplaudert?

Habe ich an den Freitagen während der Fastenzeit oder am Aschermittwoch Fleisch gegessen?

Habe ich wie vorgeschrieben am Aschermittwoch und am Karfreitag gefastet?

Habe ich während der Osterzeit keine Kommunion empfangen?

Habe ich meine Sünden nicht wenigstens einmal pro Jahr gebeichtet?

Habe ich die Kommunion im Zustand der Todsünde empfangen?

Bin ich zur Kommunion gegangen, ohne nicht wenigstens eine Stunde vorher nicht gegessen und getrunken zu haben (Wasser und Medizin sind erlaubt)?

Habe ich eine schlechte Beichte abgelegt?

Habe ich bewusst nicht alle Sünden während einer meiner Beichten gestanden?

Habe ich die Kirche nicht unterstützt?


Wie beichtet man?

1. Der Beichtende bekreuzigt sich und spricht: „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“

2. Der Priester sagt in etwa folgendes: „Gott, der unser Herz erleuchtet, schenke dir wahre Erkenntnis deiner Sünden und seiner Barmherzigkeit“.

3. Der Beichtende antwortet mit „Amen“.

4. Es folgt das ehrliche und persönliche Bekenntnis des Beichtenden, das mit einem Reuegebet wie diesem abgeschlossen wird: „Ich bereue, dass ich Böses getan und Gutes unterlassen habe. Erbarme dich meiner, o Herr“. Der Beichtende wird nun mögliche Fragen beantworten, die der Priester an ihn stellt.

5. Der Priester wird dir Ratschläge mitgeben und eine Buße auferlegen.

6. Schließlich erteilt der Priester dem Beichtenden die Lossprechung (Absolution), sofern folgende Voraussetzungen auf der Seite des Beichtenden vorliegen: Reue über die begangenen Sünden, ehrliches Aussprechen der Schuld im Bekenntnis und der Vorsatz, schuldhaftes Verhalten zu ändern und Schaden wieder gutzumachen.

7. Die Lossprechung erfolgt mit folgenden Worten: „Gott, der barmherzige Vater, hat durch den Tod und die Auferstehung seines Sohnes die Welt mit sich versöhnt und den Heiligen Geist gesandt zur Vergebung der Sünden. Durch den Dienst der Kirche schenke er dir Verzeihung und Frieden. So spreche ich dich los von deinen Sünden. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

8. Der Beichtende antwortet mit „Amen“.

9. Es folgt nun der Dank und die Entlassung.

10. Nach der Beichte kann der Beichtende etwa wie folgt beten: „Allmächtiger und gnädiger Gott, dessen Mitleid grenzenlos und immerwährend und dessen Güte unendlich ist, ich danke Dir, weil Du so großzügig all meine Sünden vergeben und Deine himmlische Gunst wieder hergestellt hast. Ich bin voll Ehrfurcht vor Deinem göttlichen Mitleid und der unfassbaren Liebe Deines Sohnes, die Ihn dazu gebracht hat, ein so mächtiges Heilmittel für Sünden einzurichten. In Verbindung mit all der Dankbarkeit, die jemals zu Dir von aufrichtig bereuenden Herzen aufgestiegen ist lobpreise ich Deine Güte und Dein Mitleid im Namen aller im Himmel, auf der Erde und im Fegfeuer – für alle Zeit. Amen.


(Quellen: www.fathersofmercy.com, www.kathpedia.com, www.bistum-eichstaett.de, www.vatican.va, www.de.wikipedia.org)

Links International

Catholic Online: http://www.catholic.org/

PorNoMore.com: http://www.pornnomore.com/

Catholic Faith Exploration: http://www.catholicevangel.org/

Catholic Bible School: http://www.catholic-bible-school.org/

Catholic Encyclopedia: http://www.newadvent.org/cathen/index.html

Catholic Online: http://www.catholic.org/

Catholic.net: http://www.catholic.net/

Cursillos in Christianity: http://www.cursillo.org.uk/

Independent Catholic News: http://www.indcatholicnews.com/

Liturgy of the Hours: http://www.liturgyhours.org/

Vatican Radio: http://www.radiovaticana.org/105live/

Word Among Us: http://www.wau.org/resources/catholic-men/default.asp

Scott Hahn: http://www.scotthahn.com/

Catholic Faith Exploration: http://www.catholicevangel.org/

The Ascent Movement: http://www.ascentmovement.com/

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CatholiCity: http://www.catholicity.com/links/

Catholic.net: http://www.catholic.net/

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Independent Catholic News: http://www.indcatholicnews.com/

Liturgy of the Hours: http://www.liturgyhours.org/

Vatican Radio: http://www.radiovaticana.org/105live/

Word Among Us (USA): http://www.wau.org/resources/catholic-men/default.asp

Catholic Answers: http://www.catholic.com/
 
Catholic Education Resource Center: Homosexuality


ZENIT: Holy See: Homosexuality Statement Goes Too Far

California Catholic Daily: "You can church-shop and find a local parish that is accepting” Membership in homosexual-oriented churches nosedives as mainline religions – including Catholicism – become more ‘gay-friendly’

California Catholic Daily: Entering the fray - Catholic bishops, Orthodox Jews join together to defend Proposition 8


Gay Curricula Should Conform To Science. DR. RICHARD FITZGIBBONS Richard Fitzgibbons, a Philadelphia psychiatrist, told The Bulletin that many of the conceptions that drive the push for curricula that endorse a homosexual lifestyle have no basis in scientific findings.


Catholic Church in England and Wales: Bishops respond to proposed EU Equal Treatment Directive

CNA: Letter To The Bishops Of The Catholic Church On The Pastoral Care Of Homosexual Persons

CNA: Pastoral Care for Homosexual persons

CNA: On Homosexuality

CNA: Concerning the criteria of vocational discernment regarding persons with homosexual tendencies in view of their admission to seminaries and Holy Orders

CNA: Reflections on the Instruction on the Admittance of Homosexuals into Seminaries

California Catholic Daily: Tireless commitment to pastoral care: Fr. John Harvey, founder of Courage, dies at 92

Video: Melinda Selmys: "The Straight Story" (2012 Courage Conference)

Dariusz Oko: Homo-Unterwanderung der Kirche: Mit dem Papst gegen Homo-Häresie: http://www.gloria.tv/?media=354642

Links International

Neue Homepage!

Resources

Neu: DVD "Die Haltung der katholischen Kirche zur Homosexualität". Bestelladrese: Sekretariat Weihbischof Laun, Kapitelplatz 2, A-5010 Salzburg, Email: andreas.laun(at)inode.at

Catholic Medical Association: Homosexuality & Hope


Catechism of the Catholic Church


The Homosexual Person: New Thinking in Pastoral Care: The Cry of the Faithful (Taschenbuch)
von John F. Harvey (Autor), Benedict Groeschel (Herausgeber)
Taschenbuch: 255 Seiten
Verlag: Ignatius Pr (November 1996)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0898701694
ISBN-13: 978-0898701692

Same-Sex Attraction: A Parent's Guide: A Parents' Guide (Gebundene Ausgabe)
von John F. Harvey (Herausgeber), Gerard V. Bradley (Herausgeber)
Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
Verlag: Saint Austin Press (15. Juni 2003)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 1587317516
ISBN-13: 978-1587317514

Homosexuality & the Catholic Church: Clear Answers to Difficult Questions (Taschenbuch)
von John F. Harvey (Autor), Raymond L. Burke (Künstler), Benedict J. Groeschel (Künstler)
Taschenbuch: 236 Seiten
Verlag: Ascension Pr (11. Dezember 2007)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 193292762X
ISBN-13: 978-1932927627

Truth about Homosexuality: The Cry of the Faithful (Taschenbuch)
von John Harvey (Autor)
Taschenbuch: 377 Seiten
Verlag: Ignatius Pr; Auflage: New edition (September 1996)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0898705835
ISBN-13: 978-0898705836



St. Michael's Media: Catholics & Sex (DVD)

Dr. Janet Smith: The [Catholic] Church on Same-Sex Marriage (DVD)


Sexual Authenticity: An Intimate Reflection on Homosexuality and Catholicism
publisher/mfg: Spring Arbor/Ingram
Mfg #: 9781592764938
ISBN: 9781592764938


APOSTOLISCHES SCHREIBEN FAMILIARIS CONSORTIO VON PAPST JOHANNES PAUL II. AN DIE BISCHÖFE, DIE PRIESTER UND GLÄUBIGEN DER GANZEN KIRCHE ÜBER DIE AUFGABEN DER CHRISTLICHEN FAMILIE IN DER WELT VON HEUTE: http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_exhortations/documents/hf_jp-ii_exh_19811122_familiaris-consortio_ge.html 


Canadian Conference of Catholic Bishops: Pastoral letter to young people with same-sex attraction (PDF)

Stellungnahme der österreichischen Bischofskonferenz zur Homo-Ehe

Jason Evert: Homosexuality and the Catholic Church

Jimmy Akin

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"1601 „Der Ehebund, durch den Mann und Frau unter sich die Gemeinschaft des ganzen Lebens begründen, welche durch ihre natürliche Eigenart auf das Wohl der Ehegatten und auf die Zeugung und die Erziehung von Nachkommenschaft hingeordnet ist, wurde zwischen Getauften von Christus dem Herrn zur Würde eines Sakramentes erhoben" ( [link] CIC, can. 1055, § 1).

1603 „Die innige Gemeinschaft des Lebens und der Liebe in der Ehe [wurde] vom Schöpfer begründet und mit eigenen Gesetzen geschützt ... Gott selbst ist Urheber der Ehe" (GS 48,1). Die Berufung zur Ehe liegt schon in der Natur des Mannes und der Frau, wie diese aus den Händen des Schöpfers hervorgegangen sind. Die Ehe ist nicht eine rein menschliche Institution, obwohl sie im Lauf der Jahrhunderte je nach den verschiedenen Kulturen, Gesellschaftsstrukturen und Geisteshaltungen zahlreiche Veränderungen durchgemacht hat. Diese Unterschiede dürfen nicht die bleibenden und gemeinsamen Züge vergessen lassen. Obwohl die Würde dieser Institution nicht überall mit der gleichen Klarheit aufscheint [Vgl. GS 47,2], besteht doch in allen Kulturen ein gewisser Sinn für die Größe der ehelichen Vereinigung, denn „das Wohl der Person sowie der menschlichen und christlichen Gesellschaft ist zuinnerst mit einem Wohlergehen der Ehe- und Familiengemeinschaft verbunden" (GS 47,1).

1604 Gott, der den Menschen aus Liebe erschaffen hat, hat ihn auch zur Liebe berufen, welche die angeborene, grundlegende Berufung jedes Menschen ist. Der Mensch ist ja nach dem Bild Gottes erschaffen [Vgl. Gen 1,27], der selbst Liebe ist [Vgl. 1 Joh 4,8.16]. Da ihn Gott als Mann und Frau geschaffen hat, wird ihre gegenseitige Liebe ein Bild der unverbrüchlichen, absoluten Liebe, mit der Gott den Menschen liebt. Diese ist in den Augen des Schöpfers gut, ja sehr gut [Vgl. Gen 1,31]. Die eheliche Liebe wird von Gott gesegnet und dazu bestimmt, fruchtbar zu sein und sich im gemeinsamen Werk der Verantwortung für die Schöpfung zu verwirklichen: „Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar, und vermehrt euch, bevölkert die Erde, unterwerft sie euch" (Gen 1,28).

1605 Die Heilige Schrift sagt, daß Mann und Frau füreinander geschaffen sind: „Es ist nicht gut, daß der Mensch allein bleibt" (Gen 2,18). Die Frau ist „Fleisch von seinem Fleisch" [Vgl. Gn 2,23], das heißt: sie ist sein Gegenüber, ihm ebenbürtig und ganz nahestehend. Sie wird ihm von Gott als eine Hilfe [Vgl. Gn 2,18. 20] gegeben und vertritt somit Gott, in dem unsere Hilfe ist [Vgl. Ps 121,2]. „Darum verläßt der Mann Vater und Mutter und bindet sich an seine Frau, und sie werden ein Fleisch" (Gen 2,24). Daß dies eine unauflösliche Einheit des Lebens beider bedeutet, zeigt Jesus selbst, denn er erinnert daran, was „am Anfang" der Plan Gottes war: „Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins" (Mt 19,6)."

Katechismus der Katholischen Kirche

Die wohl weltweit erste Gruppe für Gays UND Ex-Gays! Neue Mitglieder herzlich willkommen!

Posted by Homosexuals Anonymous on Montag, 6. April 2015

„Queer-Gottesdienste“


Seit geraumer Zeit gibt es in München – und in ähnlicher Form wohl auch anderswo - katholische „Queer-Gottesdienste“, also Gottesdienste für „Homosexuelle“. Kirchenrechtliche Anzeigen hierzu verlaufen im Sand.

Mal ganz abgesehen davon, dass es absurd ist, Messen für Menschen einer besonderen sexuellen Orientierung zu feiern (gibt es auch „Hetero-Gottesdienste“ oder „Bi-Gottesdienste“?), ist das ein klarer Bruch des Kirchenrechts – egal, wie sehr man das hinter verschlossener Tür bestreitet und schön redet.

Da wird etwa davon gesprochen, dass niemand von der Seelsorge ausgeschlossen darf – wohl wissend, dass Seelsorge und die Feier der Heiligen Messe inklusiv des Empfangs der Heiligen Kommunion – etwas völlig anderes sind. Seelsorge kann ich jedem anbieten; die Heilige Kommunion darf nur unter bestimmten Bedingungen empfangen werden.


Man dürfe getaufte Christen nicht aufgrund ihrer sexuellen Orientierung vom Heilsdienst der Kirche ausschließen, heißt es weiter. Hierzu gilt dasselbe wie oben. Der Heilsdienst der Kirche beinhaltet im übrigen auch, die „Schafsherde“ der Gläubigen auf dem richtigen Weg zu führen und bei Bedarf korrigierend, unterstützend, aber auch ermahnend einzugreifen. Ein Heilsdienst, der kritiklos jeden tun und lassen lässt, wonach ihm/ihr ist, ist kein Heilsdienst, sondern ein Unheilsdienst.


Weiterhin führt man kirchlicherseits an, bei diesen „Queer-Gottesdiensten“ würde niemand ausgeschlossen, der daran teilnehmen möchte. Das mag für die Feier des Wortgottesdienstes gelten, niemals aber für die Feier der Eucharistie. Hier ist es sogar die Pflicht des Priesters, unter bestimmten Umständen Menschen den Empfang der Heiligen Kommunion zu verweigern.


Hiervon versucht man sich herauszuwinden, indem man behauptet, man hätte ja gar nicht wissen können, wer zur Zielgruppe gehört und wer nicht. Dies ist bestenfalls naiv, schlimmstenfalls vorsätzlich und verantwortungslos.


Wer für seinen Gottesdienst eine Wort aus der schwulen Szene verwendet („Queer“), nimmt auf jeden Fall billigend in Kauf, das Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen daran teilnehmen, die diese auch ausleben. Umso mehr, als es immer wieder Hinweise aus der Bevölkerung hierzu gab. In einem solchen Fall ist es die Pflicht des Priesters – letztlich auch des Ordinariats und des Bischofs, genauer hinzusehen und auf jeden Fall einen falschen Eindruck (Gutheißen eines schwulen Lebens-Stils oder gelebter „Homosexualität“ an sich) oder missbräuchliche Kommunion-Empfänge zu vermeiden. Von Seiten der christlichen Ex-Gay Einrichtung Jason (http://jason-online.webs.com) wurde immer wieder das Angebot gemacht, hier unterstützend und beratend tätig zu werden. Bis zum heutigen Tag wurde dies ignoriert.


Es sollte auch genau darauf geachtet werden, wer denn solche Gottesdienste vorbereitet. Nochmals: Gruppen wie Jason wurden nie dazu eingeladen.


Alles in allem kann nur festgestellt werden, dass hier wirkliche Seelsorge sträflich vernachlässigt und die Missachtung der Heiligen Eucharistie zumindest billigend in Kauf genommen wird.


Ein Trauerspiel, dass im übrigen den Zustand der Katholischen Kirche in Deutschland – besonders zu diesem Thema – widerspiegelt.


München, 11.06.2015


Robert Gollwitzer

Open Letter from an Ex-Gay to Pope Francis:
Dear Holy Father,
my name is Robert. I am 46 years old and a Catholic (even though it took me a little detour to come back to the Catholic Church). My past is not as bright and shining as that of others I guess: I used to embrace the “gay” life for many years until the Lord set me free about ten years ago with the help of a Christian ministry called Homosexuals Anonymous (www.homosexuals-anonymous.com).
The reason I am writing you today is because I love you like I loved my earthly father who passed away 20 years ago and because I believe you can get things going where others stay silent.
I am so thankful and feel so blessed that the Lord brought me to Homosexuals Anonymous. The people there did what actually the Church should do: They loved me enough to help me out of my gay life and (back) into the Church. I now serve the Jason Ministries (http://jason-online.webs.com), an international Christian ex-gay ministry affiliated with Homosexuals Anonymous.
Having received Christian truth, love and care abundantly, I firmly believe that many others could find help as well through our services and the organizations we are working together with – if the Church only let us. Considering the many factors that contribute to the development of long-term and predominant sexual and emotional attractions towards the same sex, we do not help people with same-sex attractions (wrongly called “homosexuals” at times – there is only one sexuality and that is the God-given one!) by staying passive and silent or even encouraging them to embrace a “gay” life. Yes, ministries like ours are being attacked and usually put into a radical corner. But then again – they nailed the Son of God onto the Cross, so why should they treat His followers any differently?
Holy Father, soon the bishop’s synod on family will start. Please give us a chance to make our voice heard and love others with unwanted same-sex attractions with the same unconditional love Jesus has for us.
From what I get to read in the media, you also reach out to “people like us” and you seem to have a heart for us as well. Maybe you even give us a chance to talk to you in person? I am sure you will hear many voices of “gay”-affirming people – wouldn’t it be good to hear the voice of freedom too?
I really hope and pray you will be able to read this letter and it will touch your heart like God touched mine years ago.
With brotherly love,
Robert

Robert Gollwitzer
Ridlerstr. 21
80339 Munich
Germany
Phone: +49 (0)89 78018960
Email: [email protected]

Ich kann mich an zwei Male erinnern, dass ich das Wort "Homosexualität" in einer Predigt gehört habe. Beide Male kam es nur am Rande vor, aber immerhin. Das erste Mal war es ein Kapuzinerpater, der im Grunde nur das in einem Satz wiederholte, was die Bibel dazu sagt - und dafür von seinem Guardian in der Sakristei gemaßregelt wurde (er meinte, das solle man doch weg lassen, sonst kommen die Leute gar nicht mehr in die Kirche. Was für ein Unsinn! Wenn nicht in der Kirche, wo sollen die Menschen denn sonst das hören, was Gott dazu sagt? Im Fernsehen etwa?). Das andere Mal heute (seltsamerweise in einem Altenheim. Was er sich dabei wohl gedacht hat?). Der Priester bezog sich auf das Evangelium von der Ehebrecherin, die gesteinigt werden sollte und die von Jesus gerettet wurde. Er verglich Jesu Worte ("Auch ich verurteile dich nicht") mit der vielzitierten Aussage von Papst Franziskus zum Thema Homosexuelle ("Wer bin ich, dass ich darüber urteile" oder so ähnlich) und meinte, das sei derselbe Geist des Evangeliums. IST ER NICHT, werter Herr Pfarrer!! Es ist schon erstaunlich, dass die Menschen nur das aus den Aussagen des Papstes heraus hören, was sie hören wollen. Komischerweise fühlt sich niemand von seiner lauten Kritik an der Kirche angesprochen.

Was der Priester in seinem Überschwang (er erwähnte dies im Zusammenhang mit seiner Meinung nach notwendigen Reformen in der Kirche) vergessen hat, ist der nächste Satz: "Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!" DAS ist der "Geist" des Evangeliums: Gnade und Barmherzigkeit - aber auch genügend Liebe, um zu mahnen und die Wahrheit zu sagen! Alles andere ist eine grobe, mutwillige Verdrehung, mit der der Hirte, der die Schafe eigentlich auf den rechten Weg bringen soll, sie davon abbringt. 

Remember:

The only reason why people don't find freedom from same-sex attractions is because they don't believe it can be done!

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HA: New Homepage!

Homosexuals Anonymous has a new homepage:

http://www.homosexuals-anonymous.com/

Is Change Possible?

To make it very clear: Yes, the Jason ministry definitely believes that change is possible. We believe in God and His power to change our hearts and minds.

Matthew 19:26 King James Version (KJV):

"26 But Jesus beheld them, and said unto them, With men this is impossible; but with God all things are possible."

"Whoever says that a person with SSA cannot change does not know my God."

Pastor Paul

Was ist das eigentlich, "Homosexualitaet"?

Kurz gesagt, die Tatsache, dass sich jemand überwiegend und über einen längeren Zeitraum hinweg in sexueller und/oder emotionaler Hinsicht zum eigenen Geschlecht hingezogen fühlt. Wir bevorzugen aber den Begriff "gleichgeschlechtliche Neigungen". Zum einen ist der Begriff "Homosexualität" (als eigenständige Form der Sexualität) noch gar nicht so alt. In klinischer Hinsicht konzentriert er sich vor allem auf die sexuelle Anziehung, was jedoch zu kurz gegriffen ist, da man hier die emotionale Zuneigung außer Acht lässt. Zum anderen sind wir als Christen der Überzeugung, dass es nur eine Gott-gegebene Form der Sexualität gibt - und das ist die Heterosexualität. Ja, es gibt Menschen, die - aus welchen Gründen auch immer (und seien sie "genetisch") - gleichgeschlechtlich empfinden, wir sehen dies aber nicht als eine eigenständige Identität, sondern als Teil der Heterosexualität an. Dies bedeutet keine Abwertung von Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen oder eine Minder-Bewertung unseres Empfindens - ganz im Gegenteil. Wir sehen uns als Teil von etwas, das größer ist als wir (Gottes heterosexuelle Schöpfung) und sind weder besser noch schlechter als andere Menschen noch sehen wir uns als etwas Besonderes an und blicken auch nicht auf die herab, die ihre gleichgeschlechtlichen Neigungen ausleben. Auch konzentriert sich unser Leben nicht auf unser sexuelles und/oder emotionales Empfinden, sondern auf den, dem wir nachfolgen und der uns eine teuer erkaufte Freiheit geschenkt hat, damit auch wir frei sein können: Jesus Christus.

Homosexuals Anonymous

Jason is affiliated to Homosexuals Anonymous:

www.homosexuals-anonymous.com

 

Dr. med. R. Febres Landauro

http://dr-richi.com/german/index.php/de/

Kontaktdaten

Ich freue mich auf Ihren Anruf oder Ihre E-mail. Sie brauchen keine Überweisung.

In Österreich erreichen Sie meine Ordination unter +43 662 84 53 25.

In Deutschland erreichen Sie die Praxis unter +49 8651 979 38 29.

Nonntaler Hauptstraße 1

A-5020 Salzburg

Douglas McIntyre, Co-Founder of HA

Joe Dallas on Pure Passion

What is Homosexuality?

Hinweis fuer Priester und Ordensangehoerige sowie Mitarbeiter in pastoralen Diensten:

Sie dürfen sich jederzeit - auf Wunsch auch anonym - an uns wenden. Sämtliche Anfragen werden vertraulich behandelt.

Kontakt-Telefonnummer: 089-78018960

Kontakt-Email: [email protected]

Wir freuen uns auf Sie!


The 14 Steps

1. We admitted that we were powerless over our homosexuality and that our emotional lives were unmanageable.

2. We came to believe the love of God, who forgave us and accepted us in spite of all that we are and have done.

3. We learned to see purpose in our suffering, that our failed lives were under God's control, who is able to bring good out of trouble.

4. We came to believe that God had already broken the power of homosexuality and that He could therefore restore our true personhood.

5. We came to perceive that we had accepted a lie about ourselves, an illusion that had trapped us in a false identity.

6. We learned to claim our true reality that as humankind, we are part of God's heterosexual creation and that God calls us to rediscover that identity in Him through Jesus Christ, as our faith perceives Him.

7. We resolved to entrust our lives to our loving God and to live by faith, praising Him for our new unseen identity, confident that it would become visible to us in God's good time.

8. As forgiven people free from condemnation, we made a searching and fearless moral inventory of ourselves, determined to root out fear, hidden hostility, and contempt for the world.

9. We admitted to God, to ourselves, and to another human being the exact nature of our wrongs and humbly asked God to remove our defects of character.

10. We willingly made direct amends wherever wise and possible to all people we had harmed.

11. We determined to live no longer in fear of the world, believing that God's victorious control turns all that is against us into our favor, bringing advantage out of sorrow and order from disaster.

12. We determined to mature in our relationships with men and women, learning the meaning of a partnership of equals, seeking neither dominance over people nor servile dependency on them.

13. We sought through confident praying, and the wisdom of Scripture for an ongoing growth in our relationship with God and a humble acceptance of His guidance for our lives.

14. Having had a spiritual awakening, we tried to carry this message to homosexual people with a love that demands nothing and to practice these steps in all our lives' activities, as far as lies within us.

While the Homosexuals Anonymous Fellowship was inspired by the Twelve Steps of Alcoholics Anonymous, they are not really an adaptation. Rather, they were created specifically for this Fellowship, and should not be construed otherwise. AA, which is a program concerned only with recovery from alcoholism, and is not in any way affiliated with this Fellowship.

Homosexuals Anonymous

Arthur Goldberg

New Homepage: Voices of Change!

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If

If you were a Facebook member, and if you received a message to accept Jesus as your friend, would you?

If you received Him as a friend and you had the opportunity to say Like Him, would you share Him with your friends?

If He shared some awesome messages on Facebook with you, that could save lives, would you tell your other Facebook friends?

If Jesus asked you to tell your Facebook friends about Him, would you be to ashamed to do so?

If Jesus came to your door today, would you let Him in?

If Jesus walked into your door, would you let Him be your friend?

If Jesus shared a life altering message with you, that could save lives, would you tell your friends?

If you had the opportunity to tell others about Him, would you be too ashamed to do so?

If Jesus allows you a glimpse of Heaven, would He be ashamed of you?

If Jesus opened the door for you to see the Father, would He be your friend?

If Jesus asked the Father to be your friend, would He be ashamed of you?

André

www.thewordswithin.org

 

Homosexuals Anonymous

Homosexuals Anonymous Fellowship Services

www.homosexuals-anonymous.com

USA

Homosexuals Anonymous is an international organization dedicated to serving the recovery needs of men and women who struggle with unwanted same sex attraction.

This fellowship of men and women, who through their common spiritual, intellectual and emotional experiences have chosen to help each other live in freedom from homosexuality.

Welcome to our website

If you are a person who struggles with unwanted same sex attraction, you are not alone Homosexuals Anonymous and many other related ministries, counselors and therapists provide valuable resources that can be of great use to you.

Remember always that while no one chooses to have same sex attraction, many do choose to diminish and eliminate those feelings of attraction. All people have the right to self determination, the right to choose for themselves the aspects that comprise their identity. Through HA, you will meet many people who see their identity as being rooted in their faith and not in their unwanted desires and behaviors.

If you are a parent, relative or friend of someone who struggles with unwanted same sex attraction, you can find helpful resources they will appreciate.

If you are a parent, friend or relative of someone who embraces and lives a gay lifestyle, you can find support, encouragement and hope in the material you will find available to you in website. If you are interested in online support groups or forming a local parents support group, please contact us and let us know how we can serve you.

If you are a minister, counselor or therapist looking for a support group and other resources to serve the needs of a counselee wanting freedom from homosexuality, then please read through our website. In your exploration you will learn who we are and how we can help you.

New Book by Dr. Douglas McIntyre!

Broken Chains: A journey of recovery from ssa, anger, addiction and child abuse

Dr. Douglas E. McIntyre (Author)

Paperback: 80 pages

Publisher: CreateSpace Independent Publishing Platform (December 19, 2012)

Language: English

ISBN-10: 1481265334

ISBN-13: 978-1481265331

Get it here: http://www.amazon.com/Broken-Chains-journey-recovery-addiction/dp/1481265334/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1356982439&sr=1-1&keywords=broken+chains+douglas+mcintyre

Alliance Defending Freedom

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The Christian Post

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Seek Me!

Jeremiah 29:13

King James Version (KJV)

"And ye shall seek me, and find me, when ye shall search for me with all your heart."

 

My King

Funny thing, if I remember correctly there once used to be a rabbi who did not have any business plan for church mega-growth. No publicity department. No homepage. No emails. No money. Even those He chose as followers were - theologically speaking - illiterates. A handful of dudes, and one even was a bum.

What was He thinking?

When He preached, He used words that drove people away from Him. He couldn't care less. He even asked the remaining rest if they wanted to leave, too. No political correctness here.

Again: What was He thinking?

He could have used other means. He could have been the kind of leader that people back then (and today?) were waiting for. The mighty warlord. The knight in shining armour. The one that kicks some .... and throws those Romans out.

Yes, He could have. He had all the power to do that - and more than that. And what did He do? He dealt with the lowest of the lowest and humbled Himself to their level. He loved people in a way unknown before. With a love that asked for nothing and gave everything. With a love that puts us to shame even today.

He did not fulfill people's expectations. He did not give them what they wanted. He gave them what they truly needed. And to do so, He gave His utmost: He sacrificed Himself and gave His life so we can live. He came down on earth to become man so men could become sons of God. Dying on the cross like a criminal, He even prayed for those who helped nailing Him up there.

And what's worst: He even asked everything of His disciples. They were told to give - no: to sacrifice! - everything they have. To sell all of their possessions, give their money to the poor and follow Him without even looking back. They were even told to give their own lives!

I guess He would still be sort of out of place in some of the churches today.

If I remember correctly, His name was Jesus.

Anybody by chance remember Him?

He is the ruler of my life. He is the one I love and follow.

He is my king.

My saviour.

Rob

Hinweis für Priester und Ordensangehörige sowie Mitarbeiter in pastoralen Diensten

Sie dürfen sich jederzeit - auf Wunsch auch anonym - an uns wenden. Sämtliche Anfragen werden vertraulich behandelt.

Kontakt-Telefonnummer: 089-78018960
Kontakt-Email: [email protected]

Wir freuen uns auf Sie!

Deutsche Bischofskonferenz


Ungleiches ist nicht gleich. Zur Kontroverse um die "Homo-Ehe"

- Behauptungen und Fakten -

"Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz
der staatlichen Ordnung." Art. 6 (1) GG

1. "Eine gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft unterscheidet sich nicht von der Ehe zwischen Mann und Frau."

Dieser Unterschied besteht durchaus: Bei einer Ehe handelt es sich um zwei Menschen unterschiedlichen Geschlechts. Das Geschlecht ist nicht nur etwas am Menschen, sondern bestimmt ihn durch und durch. Mann und Frau ergänzen und bereichern sich in ihrer Liebe gegenseitig auf besondere Weise - geistig, psychisch und körperlich. In der Fruchtbarkeit ihrer Liebe wird die Verwiesenheit von Mann und Frau in herausragender Weise sichtbar und für die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft wichtig. Der Zusammenhang von Ehe und Familie ist ein wesentlicher Grund des besonderen Schutzes der Ehe, zu dem unsere Verfassung den Staat verpflichtet.


2. "Der Staat muss vergleichbare Lebensformen auch gleich behandeln."

Bei gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften und der Ehe handelt es sich eben nicht um vergleichbare Lebensformen. Unser Grundgesetz verlangt die Bevorzugung der Ehe gegenüber allen anderen Formen der Partnerschaft, weil sie für die Gesellschaft Unvergleichliches leistet. Sie sichert durch die Zeugung und Erziehung von Kindern die Zukunft unserer Gesellschaft. Davon profitiert die ganze Gesellschaft, auch Menschen ohne Kinder und gleichgeschlechtliche Paare. Durch eine Gleichstellung würde Unvergleichliches gleich behandelt.


3. "Wenn der Schutz der Ehe damit begründet wird, dass die Ehe auf Familie - also auf Kinder - hin angelegt ist, dann sind kinderlose Ehen überprivilegiert. Es ist deshalb sinnvoll, zwischen Ehe und Familie zu trennen. Die gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften würden behandelt wie kinderlose Ehen und die Familien würden im Blick auf die Kinder eine zusätzliche Privilegierung erhalten."

Das Eherecht kann von der Familie nicht absehen. Es hat Mann und Frau nicht nur als Liebespaar in ihrer Zweisamkeit im Blick, sondern auch als Vater und Mutter, die für Kinder sorgen. Das Eherecht zielt auf die Absicherung der Partnerschaft von Mann und Frau auch und gerade im Blick auf die Gründung einer Familie. Als Rechtsrahmen für die Familie hat die Ehe einen höheren Schutzbedarf als die gleichgeschlechtliche Partnerschaft, aus der Kinder naturgemäß nicht hervorgehen können.


4. "Die Eingetragene Lebenspartnerschaft ist ja überhaupt keine Ehe und mit ihr auch nicht gleichgestellt."

Das Lebenspartnerschaftsgesetzes übernimmt die Regelungen des Bürgerlichen Gesetzbuches über die Ehe weitgehend: Die eingetragene Partnerschaft wird auf dem Standesamt begründet. Die Partner haben die Möglichkeit, einen gemeinsamen Partnerschaftsnamen zu führen. Zu den Angehörigen des jeweiligen Partners wird ein Verwandtschaftsverhältnis begründet. Unterhaltsrechte und -pflichten werden begründet. Der Zugewinngemeinschaft und der Gütertrennung vergleichbare Güterstände werden für gleichgeschlechtliche Lebenspartner eingeführt. Die Partnerschaft wird vor dem Familiengericht aufgehoben. Es gilt das gesetzliche Erbrecht. Nahezu alle Gesetze, in denen das Wort "Ehegatte" vorkommt, werden geändert und die Partner der Eingetragenen Lebensgemeinschaft den Ehepartnern gleichgestellt. Nicht zufällig sprechen viele Menschen von der "Homo-Ehe".


5. "Die Einführung der Eingetragenen Lebenspartnerschaft für gleichgeschlechtliche Paare ist ein konservatives Projekt. Es zielt auf lebenslange Verbindlichkeit und gegenseitige Verantwortung. Diese sind unter ethischen Gesichtspunkten positiv zu werten und entlasten die staatliche Gemeinschaft. Deshalb liegen rechtliche Regelungen für gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften auch im Interesse des Staates."

Die Übernahme von wechselseitiger Verantwortung ist zu begrüßen. Dies erfordert und legitimiert jedoch nicht die Gleichstellung mit der Ehe und die vorgesehenen zahlreichen Gesetzesänderungen. Die nichtehelichen Lebenspartner können zahlreiche Rechtsbereiche im Verhältnis zueinander durch vertragliche Vereinbarungen regeln. Einzelne Gesetzesänderungen, die der Rechtssicherheit von nichtehelichen Lebenspartnern dienen, können erwogen werden, sofern vertragliche Vereinbarungen nicht möglich sind.


6. "Die Ehe verliert nichts an Bedeutung dadurch, dass einer sehr kleinen anderen Gruppe ähnliche Rechte zugesprochen werden. Man nimmt der Ehe nichts, man gibt nur den gleichgeschlechtlichen Partnerschaften etwas dazu. Alle Ehepaare können wie bisher zusammenleben."

Eine Gleichstellung der homosexuellen Partnerschaft mit der Ehe kann nur anstreben, wer den Mehrwert der Ehe ignoriert. Man muss dazu zumindest das Eheverständnis um alle Familienbezüge reduzieren.

Die Tilgung aller Familienbezüge aus dem Eherecht betrifft durchaus das einzelne Ehepaar - insbesondere wenn es Kinder hat - und stellt darüber hinaus das gewachsene Verständnis der Institution Ehe zum Nachteil der ganzen Gesellschaft in Frage.


7. "Das Ansehen homosexueller Partnerschaften in der Gesellschaft kann durch ein Rechtsinstitut gehoben werden. Dies ist wünschenswert, um Vorurteile und Diskriminierung abzubauen."

Homosexuelle Menschen werden in der Gesellschaft weitgehend akzeptiert. Art. 2 des Grundgesetzes schützt die freie Entfaltung der Persönlichkeit. Eine gesetzliche Diskriminierung besteht nicht. Die verfassungsrechtliche Sonderstellung der Ehe ist aufgrund ihrer Funktion für die Gesellschaft gerechtfertigt und benachteiligt damit nicht willkürlich nichteheliche Lebensgemeinschaften, zu denen auch die gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften zu zählen sind. Gesetzlich sind die gleichgeschlechtlichen Partnerschaften anderen Lebenspartnerschaften gleichgestellt, so dass sie auch diesen gegenüber nicht benachteiligt sind.

Das Recht sollte nicht für Symbol- und Statuspolitik missbraucht werden.


8. "Eine rechtliche Regelung für eine kleine Minderheit kann das christliche Abendland nicht in Gefahr bringen. Es gibt in anderen Ländern ähnliche Rechtsinstitute, ohne dass diese zu einer Gefährdung von Ehe und Familie geführt haben."

Erfahrungen in anderen Ländern zeigen, dass der Bedarf für eine solche Änderung gering ist. Deswegen sollte nicht die gewachsene Ordnung des Ehe- und Familienrechts grundlegend verändert werden, zumal sich alle Rechtsfragen gleichgeschlechtlicher Partnerschaften innerhalb dieser Systematik lösen lassen.


9. "Vieles hat sich in unserer Gesellschaft im Laufe der Jahrzehnte verändert. Auch die Einstellung zu Ehe und Familie. Es hat deshalb wenig Sinn, in dieser Frage auf das Grundgesetz zu pochen. Wenn sich die Einstellungen in der Gesellschaft verändert haben, dann muss man das Grundgesetz entsprechend anpassen. Schließlich war früher auch die Homosexualität strafbar."

Der Eindruck ist falsch: Ein grundlegender Wandel in der Einstellung zu Ehe und Familie ist nicht erkennbar. Die Wertschätzung sowohl der Familie als auch der Ehe ist unverändert hoch. Auch die gesamtgesellschaftliche Bedeutung von Ehe und Familie hat sich nicht verändert. Die Ehe ist die beste Grundlage für Familie - und trotz gestiegener Scheidungszahlen - die weitaus stabilste Form der Partnerschaft der Eltern, die Kindern die größte Gewähr dafür gibt, mit Vater und Mutter gemeinsam aufzuwachsen. Auch in der Lebensführung der Menschen ist der Zusammenhang von Ehe und Familie äußerst eng. 1997 waren bei mehr als vier Fünftel der neugeborenen Kinder Vater und Mutter miteinander verheiratet. Von den nichtehelich geborenen Kindern erleben etwa ein Drittel die - meist baldige - Eheschließung der Eltern. Die Zahl der kinderlosen Ehen (im Alter zwischen 35 und 40 Jahren) hat sich mit einem Anteil von 12-13% in den letzten Jahrzehnten so gut wie nicht verändert.

Gerade angesichts drastisch gesunkener Kinderzahlen bedarf die Familie eines besonderen Schutzes und verstärkter Förderung. Und weil Kinder hauptsächlich da sind, wo Ehe ist, muss sie besonders geschützt und gefördert werden.


10. "Die Kirche behauptet, vor Gott sei jeder Mensch gleich und mit der gleichen Würde ausgestattet. Deswegen ist es nicht vertretbar, Lesben und Schwule zu diskriminieren. Es ist jedoch eine Diskriminierung, wenn gleichgeschlechtliche Paare nicht heiraten dürfen oder wenigstens in einer der Ehe vergleichbaren Form lebenslange Verlässlichkeit und gegenseitige Verantwortung in rechtsverbindlicher Form vor der Öffentlichkeit bekunden können."

Jeder Mensch ist vor Gott mit der gleichen Würde ausgestattet. Deswegen verbietet es sich, homosexuell veranlagte Männer und Frauen zu diskriminieren oder ihnen wegen ihrer Veranlagung mit Missachtung zu begegnen.

Jedoch sind nicht alle Handlungen von Menschen in gleicher Weise richtig und nicht alle Lebensformen gleich gut. Homosexuelle Beziehungen lehnt die Kirche ab, da die Geschlechtlichkeit nach der Schöpfungsordnung auf die eheliche Liebe von Mann und Frau hingeordnet ist.

Aber selbst wenn die sittliche Lehre der Kirche nicht geteilt wird, ist es in rechtlicher Hinsicht keine Diskriminierung, wenn gleichgeschlechtliche Paare nicht heiraten dürfen. Wegen der Verschiedenheit von Ehe und gleichgeschlechtlicher Partnerschaft und der besonderen gesellschaftlichen Bedeutung der Ehe will das Grundgesetz bewusst eine Bevorzugung der Ehe vor allen anderen Lebensformen. Dies ist keine willkürliche Ungleichbehandlung vergleichbarer Sachverhalte und insofern keine Diskriminierung.


11. "Es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn die Kirche anderer Meinung ist als die Politik. Aber es kann in einem pluralistischen demokratischen Staat nicht sein, dass die Gesetzgebung von katholischen Wertvorstellungen bestimmt wird."

Die Kirche kann und muss in der pluralen Gesellschaft ihre Überzeugung darlegen, sie begründen und für sie Zustimmung suchen. Die Kirche unterstützt den freiheitlichen und demokratischen Rechtsstaat; sie tritt damit auch für das Recht ein, dass Menschen - sofern sie nicht grundlegende Rechte anderer verletzen - ihr Leben nach ihren eigenen Wertvorstellungen gestalten. Sie unterstützt dieses Freiheitsrecht auch dann, wenn sie die Lebensweise sittlich nicht für richtig hält.

Bei der "Homo-Ehe" geht es nicht um die sittliche Bewertung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften und nicht um katholische Wertvorstellungen, sondern um die Frage, ob es gerecht ist, Ehe und gleichgeschlechtliche Partnerschaften gleichzustellen, ob es für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft gut ist, den Zusammenhang von Ehe und Familie in Frage zu stellen, ob es ungerecht ist, für gleichgeschlechtliche Partnerschaften kein eigenes Rechtsinstitut zu schaffen.

Darüber muss die ganze Gesellschaft mit guten Argumenten diskutieren. An diesem Diskurs beteiligt sich die Kirche engagiert.


Zentralstelle Pastoral der Deutschen Bischofskonferenz

Bonn, 08.11.2000

(Quelle: http://www.dbk.de/stichwoerter/data/00676/index.html)


Dürfen Männer mit gleichgeschlechtlichen Neigungen Priester werden?

Kurz gesagt: Kommt darauf an. Grundsätzlich aber ja.

Der betroffene Mann sollte keine "tiefgehenden" gleichgeschlechtlichen Neigungen haben und wenigstens drei Jahre vor seiner Entscheidung keusch gelebt haben.

Ebenso sollte er natürlich den schwulen Lebensstil nicht befürworten oder der Schwulenbewegung angehören oder ähnliches.

Wer aber z.B. hart an sich selbst gearbeitet hat (und etwa die Hilfe von Einrichtungen wie JASON in Anspruch genommen hat), anhand seines Lebenswandels, seiner Einstellung und seines Glaubenszeugnisses nachweisen kann, dass er oben genannte Voraussetzungen erfüllt, kann durchaus Priester werden!

 

Dürfen Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen Ordensangehörige werden?

Eine gute Frage. Theoretisch ja, denn jemand, der ein Ausleben seiner gleichgeschlechtlichen Neigungen sowie die schwule Szene an sich nicht befürwortet, keine "tiefgehenden" Neigungen hat sowie vielleicht sogar jahrelang zuvor ein keusches Leben geführt hat und möglicherweise noch zusätzlich seelsorgerisch betreut wurde - so ein Mensch könnte eigentlich jederzeit auch Ordensmitglied werden.

Eigentlich.

Zum einen darf man durchaus nachfragen, ob die Messlatte bei rein heterosexuell empfindenden Menschen genauso hoch gehängt wird. Zum anderen sieht die Realität meist anders aus.

Hier wird manchmal angeführt, dass rein heterosexuell empfindende Männer etwa die Gründung einer Familie aufgeben, was gleichgeschlechtlich empfindende Männer ja nicht tun würden.

Hört sich erstmal vernünftig an. ABER: wie kommt man eigentlich auf die Idee, dass letztere nichts aufgeben? Auch sie sind zum Zölibat gerufen! Auch sie geben ihr ganzes Leben Jesus und Seiner Kirche hin! Und nachdem wir im Himmel ja nicht mehr wie hier auf Erden Partnerschaften eingehen und heiraten werden und die Kirche - und somit Orden und die mystische Vereinigung mit Christus - ein Speigelbild, eine unvollkommene und bereits jetzt angebrochene Vorwegnahme des himmlischen Königreiches sind, lässt sich hier auch nicht in menschlichen Kategorien wie sexuelle Anziehung argumentieren.

Durchaus verständlich sind die Ängste mancher Ordensoberen, die ja auch Verantwortung zu tragen haben für das Verhältnis der Brüder bzw. Schwestern untereinander und das Bild, das der Orden nach aussen gibt. Und hier sind eben Befürchtungen da, dass es zu sexuellen Verfehlungen zwischen den Brüdern (oder eben Schwestern) kommen könnte, wenn Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen darunter sind.

Auch hier darf man nachfragen, ob bei heterosexuell empfindenden Bewerbern ebenso genau nachgefragt wird (sie kommen durchaus auch mit Menschen des anderen Geschlechtes in Kontakt!). Ebenso darf daran erinnert werden - wenn man denn von einem nicht zu kontrollierenden Sexualtrieb ausgeht - dass auch in reinen Männergesellschaften etwa (siehe Gefangene usw.) durchaus Fälle von homosexuellen Akten an der Tagesordnung sind (mangels Alternativen). Aber dieser Punkt sei hier ausgeklammert.

Nochmal: ich verstehe durchaus die Befürchtungen der Ordensoberen. Zum einen aber sollte man hier ein offenes Wort mit den Betroffenen führen und nicht den Orden vor ihnen verschließen. Die Konsequenz hierbei ist leider, dass Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen, wenn sie sich denn zum Ordensleben gerufen sehen - diese Neigungen den Ordensoberen verschweigen. Ich weiß durchaus, wovon ich hier rede.

Der wichtigste Punkt aber: auch wenn es nicht bewusst beabsichtigt hat, führt das Ausschließen solcher Menschen zwangsweise dazu, dass aus gleichgeschlechtlichen Neigungen eine eigenständige Identität wird.

Gehen wir hierauf etwas näher ein: ein Mann mit gleichgeschlechtlichen Neigungen entschließt sich dazu, diese nicht auszuleben. Er führt jahrelang ein zölibatäres Leben, engagiert sich in der Kirche, arbeitet fleissig, bildet sich spirituell weiter usw. Parallel dazu sieht er sich zum Ordensleben gerufen und beginnt, Kontakt zu Orden aufzunehmen. Er verbringt viel Zeit mit den Brüdern, lebt, arbeitet und betet mit ihnen. Die Brüder mögen ihn und er mag sie - sie sind schon fast zu seiner Familie geworden. Der Provinzial sowie andere Brüder fragen ihn sogar mehrmals, ob er nicht eintreten möchte.

Er entschließt sich, offen und ehrlich zu sein und erzählt dem Provinzial sowie dem Verantwortlichen für die Berufungspastoral von seinen Neigungen sowie von seinen aufrichtigen Bemühungen, ein gottgefälliges Leben zu führen. Er gibt ihnen Referenzen über katholische Seelsorger, die ihn dabei begleitet haben und bietet hierzu ein offenes Gespräch an. Obwohl es ihm sehr schwer fällt, schreibt er einen langen und sehr persönlichen Brief über sein bisheriges Leben. Er breitet sein Herz vor den Brüdern aus. Ganz offen schreibt er da dem Provinzial, dass er es durchaus verstehen könne, wenn der Orden nichts mehr mit ihm zu tun haben will. Der Provinzial solle so entscheiden, wie es das beste für den Orden ist - nicht für den Betroffenen. Er würde sich dem Urteil beugen, auch wenn es ihm weh tut, möchte aber gerne jetzt wissen, ob man denn eine Möglichkeit sehe, dass er eintreten darf - bevor er selbst den letzten Schritt hierzu tut.

Die Reaktion: nichts. Er fragt mehrmals nach - und wieder nichts. Die Brüder, die ihm gegenüber zuvor so herzlich waren, ignorieren ihn plötzlich völlig.

Er ist ihnen keineswegs böse - auch heute noch ist er zutiefst dankbar für die Zeit, die er dort verbringen durfte und an seiner positiven Einstellung dem Orden gegenüber hat sich nichts geändert. Aber es tut ihm sehr, sehr weh, so behandelt zu werden. Er hat einen jahrelangen schweren Weg hinter sich und hart an sich gearbeitet - vielleicht weitaus härter als viele seiner rein heterosexuell empfindenden Mitbewerber. Aber trotz allem sieht man offenbar keine Möglichkeit, ihn in die Ordensfamilie aufzunehmen.

Und genau hier macht man aus gleichgeschlechtlichen Neigungen eine eigene Identität. Gott hat alle Menschen heterosexuell geschaffen - für Christen gibt es also nur heterosexualität - selbst wenn manche Heterosexuelle homosexuell empfinden (und sei es aus genetischen Gründen!). Und selbst wenn diese Neigungen nicht verschwinden.

Geht man aber davon aus, dass der Betroffene hilf- und willenlos seinen Neigungen ausgeliefert ist und eine ständige Gefahr für den Orden darstellt, gibt das zum einen eine traurige Vorstellung vom christlichen Glaubenszeugnis ab und zum anderen lehnt man ihn für das ab, was er ist (in etwa vergleichbar mit der Ablehnung von Frauen aufgrund der Tatsache, dass sie Frau sind. Und genau hier hat man eine Identität aus etwas gemacht, was aus christlicher Sicht keine eigene Identität ist). Er kann tun, sagen und denken, was er will - er wird doch immer der Schwule bleiben, der gleich einer ansteckenden Krankheit eine potentielle Gefahr für den Orden darstellt (auch wenn man es ihm selbstverständlich so niemals sagen würde und auch wenn andere Gründe mit dazu beitragen - der Hauptgrund dürfte wohl in seiner "Veranlagung" liegen). Im Gegensatz zu der befreienden Botschaft der Bibel durch Jesu Tod am Kreuz bleibt der Betroffene gebrandmarkt und kommt sich wie ein Mensch zweiter Klasse vor.

Tieftraurig nimmt er Kontakt zu einem anderen Orden der gleichen Familie auf. Dort ist er von Anfang an völlig offen, da er dies nicht nochmal erleben möchte. Gleich im ersten Gespräch erklärt man ihm - wenn auch sehr freundlich und herlich - dass man hier sehr vorsichtig ist und lässt erkennen, dass es wohl nicht dazu kommt, dass er in die Ordensfamilie aufgenommen wird. Man müsse aber zunächst noch die Zentrale in New York anrufen.

Der Betroffene ist noch trauriger als je zuvor. Die Brüder bedeuten ihm immer noch sehr viel - er tägt ihnen nichts nach und ist nicht böse auf sie. Er wirbt weiter für die Gemeinschaften und betet für sie - aber er fragt sich, ob es das ist, was der Ordensgründer wollte.

Noch mehr aber, ob es das ist, was Jesus wollte.

 

What’s wrong with making chastity, abstinence or the like a goal in recovery from unwanted same-sex attractions?

Well, you’re limiting God’s ability to offer you REAL and COMPLETE freedom from same-sex attractions. You sort of stop half of the way and let Him know, “Well, that’s alright now. I think I’m good. No need to go any further. I’ll just spend the rest of my life suffering quietly and with obedience.” That’s not freedom, that’s lack of faith that it can be done.
Plus you’re focusing on what NOT to do – on behavioral (and at best thinking) patters that should be avoided. That is not recovery, that’s exactly that: avoidance. It means lifelong suffering for those you are called to help and shows little faith in God’s ability. Will everyone find complete freedom? No, but that is beyond our reach. We set the goal of finding real freedom that God promised us – knowing that He can.

Why do you always talk about freedom? Doesn’t freedom stand on shaky ground if it is not based in God? Shouldn’t holiness be more like it?

Well, in fact holiness is our [i.e. Homosexuals Anonymous and its affiliate Jason Ministries] final goal – at least for the followers of Jesus among us. But there is one problem here: All we ask of people that want to join us is the will to be free. Without that will recovery is not possible. We cannot – and must not! – make adherence to the Christian faith a condition for those who seek our help. Faith is a free gift of God that can be accepted or rejected. People that join us should know that we are completely Christ-centered and at least be willing to work with a Christian program. However, we also have Muslims among us and sometimes even non-believers (or “sort-of”-believers). That is fine with us. They can – and should! – first work with those parts of our program they feel comfortable with. Yes, some accept that gift of God and follow Christ, but that is not a condition for us to help them. At best, we can show them through our example what followers of Jesus are made of so they might want to have that too.

Robert

theWord Bible Software

Wegweiser Gottesdienst

I Have Decided to Follow Jesus

"I have decided to follow Jesus. Though no one joins me, still I will follow."

Assam, north-east India, who held on to Jesus when being told to recounce his faith by the village chief. His wife was killed and Assam as well - while he was singing these words: "The cross before me, the world behind me." His strong faith kept on shining: The village chief and others in the village converted afterwards. (see: Wikipedia)

Freedom from SSA

Guys,

there are many professionals who are able to scientifically explain to you how to find freedom from same-sex attractions.

I am a simple man so I will try to tell you in simple terms.

Imagine a father who wants to teach his son how to ride a bike. He will not give him a lesson on the functioning of each single part, where it came from and what it is made of. Nor will he lecture on how the human body works and how the mind coordinates things. He loves his sonny and wants him to be able to ride that bike on his own.

Of course, he could let him continue to ride with additional wheels, but this is not what the father wants. Daddy knows that his son will likely fall a couple of times. There will be tears and some pain as well. But as a loving father he buys his son a bike and takes him out to teach him how to ride.

Now the son does not expect a big lesson or a manual to start with. Yes, he might be somewhat scared as he does not know what to expect and how to handle this bike without additional wheels that keep it stable. But he knows that he can fully trust his father. He loves his daddy more than anything - and daddy loves him. So he takes a courageous first step and lets daddy show him how to do it.

Daddy will fist be there all the time to hold his son while he rides. However, step by step he will let him run a little bit on his own.

Sonny will ride this first bits all shaky and insecure, but then again he trusts his daddy, so he manages to do it - sort of.

Sometimes he will fall and have his knee scratched. Tears will roll down his cheek, but daddy will hold him im his arms and encourage him to take another effort.

Day by day little sonny will drive a little longer all by himself, until he finally manages to ride that bike completely alone. Daddy will be so proud of his son and his son will come running into his arms, thanking his beloved daddy for keeping his promise to be there all the time when things were getting rough on him. Daddy told him that he will ride that bike and all his little son had to do is to trust him just enough that he goes for it.

Sometimes all that keeps us from succeeding is the lack of belief that it can be done.

Rob

Thoughts to ponder for ex-gay and/or purity ministries helping people with unwanted same-sex attractions:

-    The ministry is not about you, your church or your organization. Your focus and primary goal should always be to help people finding freedom from same-sex attractions. Don’t seek to make your name big, but learn to be servant leaders.
-    Whatever program you use, understand that it is just one of many tools. It is not the Ten Commandments. Don’t reject other tools or ministries if they are useful for the people you are serving. It is not about your program. It is not your way or the highway. It is about those you are responsible for.
-    Chastity, celibacy, abstinence, purity, avoidance techniques and the like are only means to an end. They are NOT the end itself. The goal is not chastity or whatever else, it is freedom.
-    Only running away from something (like not doing, saying or thinking something) makes only the first 50%. It lays the necessary foundation, but if thins stop there, you do not offer real help. You can’t just run away from the bad (inappropriate sexual or romantic thoughts, words or deeds), you need to run towards the good too (building up one’s male or female identity, seeking out the emotional, relational and spiritual needs behind that and learn to satisfy them a better way, building healthy same-sex friendships, finding a fulfilled life and the like).
-    A human being is an entity of three factors you cannot separate: Body, psyche and soul. If you want to help people find real freedom, you need to address ALL those issues. Only focusing on one won’t cut it.
-    If you are a denominational ministry (that is a ministry that is or wants to be part of one church or faith group), you need to remind yourself of some points: Being accepted by your church or whatever else you belong to is NOT your goal. Rising up the organizational ladder and appearing in all the bulletin is NOT your goal. Shaping your ministry so it fits your denominational standards is NOT your goal. Your goal is to help people find freedom.
-    The times where we could live in a safe haven on some distant island are over (if they ever were there at first point). It is good to have more or less secret or confidential groups where people with unwanted same-sex attractions can meet. But if things stay there, you are making a big mistake. If you do not stand up in public for what you believe in, you are paving the way for gay activists to gain ground and for the church or any other institution or organization to continue to walk on erroneous paths as they have no clue as to where to go. We are at war, so we better learn how to fight. Each one of us will be held accountable one day as to what he or she did with his or her talents. If we were ashamed of our beliefs or sacrificed them on the altar of pleasing people and being on the “safe” side. If you are doing that, you are just wrong and the sooner you understand that, the better for the folks you are responsible for. And most of all don’t try to cover up personal mistakes or even pride with theological or other commonplaces.
-    If you want to serve, you need to do it Jesus’s way: showing unconditional love. That’s the whole point: you need to love the folks you are in charge of. If you do not have a heart for them, better stop right now. You also need to be humble and accept guidance and advice from others instead of believing you know it all.
-    You also need to be creative. If you always walk on the ways you walked on before, you will always end up where you are now. Think differently, do things nobody has ever done before. Don’t let a set pattern hold you down when you are burning!
-    Build up as many connections as you can: To church leaders, politicians, therapist, reporters, other ministries, social activists, scientists, doctors, and whatever else is out there.
-    Your ministry should never become a one-man or one-woman ministry. It is not about you.
-    Don’t be afraid to oppose people in public and make your point of view known – but make sure you are well prepared (I very much recommend Joe Dallas’s books), you have a daily spiritual structure and regular accountability, and finally make also sure you have some recreational and fun time in your life!
Robert

Americans for Truth about Homosexuality

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Janelle Hallman

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Contraception, sex outside of marriage, why non-Catholics cannot receive Communion in the Catholic Church, and same-sex "marriage"


Well, thanks to a federal "judge", the great state of Alabama is about to legalize same-sex "marriage" as of this Monday.  This is being touted as a "good" thing by those in the LGBT crowd and their allies.  Alice has fallen down the rabbit hole...up is down, in is out, evil is good, and good is evil.  We need to keep praying and keep working in the vineyard to turn our society around.  Through Christ, all things are possible...


Continuing with what I started last week - here are the final four of a series of articles I wrote for our diocesan newspaper on Marriage and the Eucharist.  It's basically the written version of my audio on the same topic, with a few modifications.  I draw parallels between the two sacraments and then use those parallels to explain some of the Church's teachings that many folks have trouble with.  In the articles in this issue, I'll be touching on the topics of: contraception, sex outside of marriage, why non-Catholics cannot receive Communion in the Catholic Church, and same-sex "marriage" .  I'm going to reprint the articles exactly as they appeared in the newspaper, so if you think your diocesan paper might be interested in printing them, you can just copy them as is.


Marriage and the Eucharist.  We ended last week with John 6:54, “He who eats My flesh and drinks My blood has eternal life.”  The Eucharist is all about giving us life...eternal life.  By receiving the Eucharist into our bodies we are receiving God’s own life into ourselves.  We are receiving Life itself.  


Listen to what Paul says in Galatians 4:19, “My little children, with whom I am again in travail until Christ be formed in you.”  We need to have Christ formed within us.  Christ, through the Eucharist, is giving us His very life.  Christ, through the Eucharist, is planting the seeds of eternal life in our bodies.  Seeds that will hopefully grow, aided by the Holy Spirit, until Christ is fully formed within us.  Through the Eucharist, through receiving Christ into our bodies, the two have become one.


In the marital embrace, the wife receives her husband’s love and his very life within her. And he is planting the seeds of life that could very well grow until a life is fully formed within her.  The two, husband and wife, have become one.  And the two becoming one is most readily apparent when the marital embrace results in the conception of a new life.  The two have become one have become three.  It is here, in the life-giving and love-giving act of marital intimacy, that the family of man most closely mirrors the family of God...the Trinity.  


Can you see how the Sacrament of Marriage is inextricably linked to the Sacrament of the Eucharist?  How God’s relationship to us is most clearly mirrored in the relationship of husband and wife?  How the Holy Spirit proceeds from the life-giving and love-giving relationship between  the Father and the Son, just as a child proceeds from the life-giving and love-giving relationship between husband and wife?  In the Eucharist, the Holy Spirit in a sense “overshadows” us and we receive Jesus into our bodies.  The Annunciation, was, in some ways, a pre-figuring of the Eucharist.  The Holy Spirit overshadowed Mary and the two became one became three.  


The Bible starts off, in Genesis 2:24, with marriage.  All through the Bible, Old Testament and New, the relationship between God and Israel, and then between God and the Church, is described in marital terms.  And then, in the Book of Revelation, at the end of the Bible, at the end of time, we have the eternal Wedding Feast of the Lamb...the eternal union between Christ and His Bride, the Church, in the New Jerusalem.


Do we approach the Eucharist within a marital framework?  Do we see it as the very intimate act that it is?  Do we allow ourselves to be completely open to receiving Jesus...to receiving His love...to receiving His life?  Do we keep in mind His total self-giving...His being poured out on the cross for us, whenever we receive Christ in the Eucharist?  Are WE offering ourselves totally and completely to Him?  Are we pouring ourselves out for Him?  Are we allowing Him to change our lives?  Are we allowing Him to plant the seeds of eternal life within us?  Are we allowing Jesus to be formed within us?  Or, do we allow the receiving of the Eucharist to become routine?  Just one action of many that we participate in at the Mass?  Do you mentally tell yourself, “Okay, Father’s holding up the host, we’ll be out of here in 15 minutes.”?  


Do we approach relations, and particularly our physical relations, with our spouse within a eucharistic framework?  Do we realize that whenever we “know” our spouse, that we are re-presenting ourselves fully and totally to him or her?  That we are back on our wedding day and are re-presenting ourselves before God?  That we are participating in an act of love that gives life, and that this act is a sign of the life-giving love that God gives to us?  Do we contemplate these things?  Do we raise physical intimacy with our spouse to a sacramental level, instead of a mere physical act?


Now, having drawn some of these parallels, let me ask the question: What if Jesus did not give all of Himself to us?  What if Jesus held back the life-giving aspect of the Eucharist?  In other words, what if we received His body and blood, but Jesus then did something to prevent that Body and Blood from producing life within us?  We received the Body and Blood, but it was somehow prevented from forming Jesus within us?  I think you may have an idea where I’m going here.


The question of contraception.  Society says, no big deal.  Most Catholics say, no big deal.  But, looking at the marital embrace within a eucharistic framework, do you maybe see now why it is such a big deal?  When a man and a woman use contraception, then the man is saying to the woman, “I am giving myself to you, but I am not giving myself completely and totally and without reservation.  I am holding something back.  I do not wish to share the life-giving aspects of this act with you.  I do not want the two to become one”  Or, the wife is saying, “I do not want to receive all of you with no exceptions.  I do not wish to receive you completely and totally and without reservation.  I do not wish to receive the life-giving aspects of this act from you.  I do not want the two to become one.”  


To continue with our parallels between Marriage and the Eucharist, when we receive the Eucharist, when we receive Christ into our bodies, we are receiving the very life of Christ within us.  Galatians 4:19, “My little children, with whom I am again in travail until Christ be formed in you.”  Christ be formed in you.  Through the Eucharist, Jesus is planting the seeds of life - His life - within us.  


When a wife receives her husband in the marital embrace, she is receiving his very life within her.  He is planting the seeds of life within her.  Through contraception, the life-giving aspect of that act is held back.  What if Jesus held back the life-giving aspect of the Eucharist from us?  What if Jesus decided not to give Himself fully to us?  What if Jesus prevented us from receiving life in the Eucharist.  What if Jesus prevented us from having His life conceived within us through our reception of the Eucharist?  What if Jesus, in a spiritual sense, contracepted?  Could anyone ever consider that to be a good thing?  


And what exactly is it that we are holding back from our spouse through contraception?  Is it just one little aspect of who and what we are as human beings?  Could you say, “Well, I’m not going to share this one aspect of me with my spouse, but I’m willing to share all the hundreds and hundreds of other aspects of myself with my spouse.  In other words, I’m willing to share 99.9%, but just not 100%.”  I don’t think so.  


Listen to this passage from Genesis, chapter 1, “Let us make man in our image, after our likeness.”  And in Genesis 5 it says, “When Adam had lived a hundred and thirty years, he became the father of a son in his own likeness, after his image.”  God created man in His image and likeness.  Man participates in this act of creation to produce children in his image and likeness.  Scripture tells us that man is doing something God-like in the act of physical generation.  The act of creating life, is, in my opinion, where man most closely imitates God and most closely cooperates with God.  The act of creating life is where man mirrors God most closely.  Think about it.  God and man, working together to bring new life into the world!  A new body with a new, eternal soul, into this world.  Is this just .1% or some other small percent of who we are?  Is the aspect of our humanity where we participate in the act of creation with God Himself, is that aspect of our humanity just one aspect among hundreds of others?  


No!  When we contracept, when we do not share ourselves fully and completely and openly and without reserve with our spouse, we are not sharing with our spouse one of the two major aspects of who we are as human beings.  We were created to love and to give life.  That is what the marriage act is all about...giving love and creating life.  To withhold either love or life from our spouse, is to withhold a major aspect of who we are as human beings.  


God is love.  And because He is love, He gives life.  His love is procreative...pro-creative.  His love gives life.  When we separate love from life, as when we do when we use contraception, then our love is no longer like God’s love.  It is not pro-creative love.  It is anti-creative love.  It is selfish love.  And when we separate love from life, when our love is no longer pro-creative, but anti-creative, selfish love, we start experiencing serious consequences - not just as individuals, or as married couples, but as a society.  Just look all around you at the hell that has been created by the separation of love and life...astronomical divorce rates, abortion, out-of-wedlock births, test tube babies, human cloning, pornography, homosexual marriage, AIDS and other sexually-transmitted diseases, and on and on it goes.  


When we receive the Eucharist, when we receive Christ into our bodies, we are receiving the very life of Christ within us.  Again, He is planting the seeds of life within us.  When a wife receives her husband, she is receiving his very life within her.  He is planting the seeds of life within her.  Again, what if Jesus decided to contracept in a spiritual sense?  What if Jesus held back the life-giving aspect of the Eucharist from us?  What if Jesus decided not to give Himself fully to us?   What if Jesus held back the very aspect of the Eucharist that the Eucharist was designed to convey...Life!?


That’s what we do when we contracept.  We hold back the life-giving aspect of the marital embrace - the very aspect that the marital embrace was designed, by God, to convey.  Can that ever be a good thing?  God put the two aspects, love and life, together in the physical union between husband and wife.  When we contracept, we are separating what God has put together.  We are separating love from life.  And doesn’t Scripture say, let no man rend asunder what God has joined together?


Why are non-Catholics not allowed to receive Communion in the Catholic Church?  It’s because receiving Communion in the Catholic Church, when you are not a member of the Catholic Church, when you have not committed yourself completely and totally to the Church, is like having sex outside of marriage.


A lot of folks reason that since sex is a gift from God - after all God gave us our sexual desires - then it can’t be wrong to use that gift and act on those desires.  It doesn’t matter if one is married or not.  Especially if it’s two consenting adults.  Well, we’ve shown that God’s way of doing things involves 3 steps: 1) Commitment, the man shall leave his mother and father, 2) Marriage, he shall cleave to his wife, and then 3) The two shall become one.  The physical consummation of the marriage is the sign that there is a lifelong commitment already in place.  It is the sign that these two people have given their very lives to each other.  It is the sign that God has joined these two people together.  


Sex outside of marriage is a lie.  You are speaking a lie with your  body.  You are saying I am committed to you for life with your body, when actually no such commitment exists.  It is a lie, a very serious lie.  You are lying to the person you are committing this act with.  And, even if you are “in love”, it is still a lie.  Why would you want to engage in a lie with someone you are supposedly in love with?  When you put step #3 - the two shall become one - before steps 1 or 2, you are messing with God’s plan for marriage.   And whenever you mess with God’s plan, something unpleasant will eventually result.  


Sex outside of marriage is getting things out of order.  There is no lifelong commitment in place, therefore the sign of that commitment, physical intimacy, should not take place.  To be sexually active outside of marriage is to be consummating a commitment that does not exist.  It is engaging in a lie.


Drawing the parallel, a lot of non-Catholics believe that they should have the right to receive the Eucharist in our Church. They even get offended when they are told that they can’t.    A lot of Catholics believe it’s no big deal if non-Catholics receive the Eucharist.  But allowing non-Catholics to receive the Eucharist is, again, tantamount to approving of sex outside of marriage.  If a person is not a Catholic, then that means that they are not fully united to the Church.  They have not made a total  commitment to the Church. The Eucharist is the sign and source of unity among Christians, and particularly so for Catholic Christians.  It is the sign that the two have become one, and that the many have become one.  If someone is not a Catholic, even though they may believe what Catholics believe about the Eucharist actually being the Body and Blood of Christ, they cannot receive Communion.  They are not fully united to the Church, no lifelong commitment has been made.  No commitment...no consummation...no Eucharist!  


When we receive the Eucharist, we are saying, with our bodies, that we believe what the Catholic Church teaches...in its entirety.  We are saying we believe not only what the Church teaches on the Eucharist, but we are also saying that we believe what it teaches on the priesthood, on the Communion of Saints, on the Sacraments, on Mary, on the Mass, and on and on.  If someone who is not Catholic receives Communion, then they are saying to us, with their bodies, that they believe all that Catholics believe.  That they have made a commitment and they are consummating that commitment.  But, they don’t believe as we do!  And they haven’t made that commitment!  That’s why they’re not Catholic.


Therefore, for them to receive the Eucharist, would be a lie.  They would be lying with their bodies before God and before man.  Just as those who engage in sexual relations outside of marriage are lying with their bodies to each other and to God.  So, if anyone ever asks you why Catholics do not allow non-Catholics to receive Communion, you can simply say that it’s because we don’t believe in sex outside of marriage.  That is why we do not allow non-Catholics to receive Communion in the Catholic Church...we do not want them to engage in a lie.      


And that is why we, as Catholics, cannot receive Communion in Protestant churches.  We would be saying, with our bodies, that we believe as they believe.  But we don’t, so it would be a lie before man and God to receive Communion, or the Lord’s Supper, in a Protestant church.  


So, again, if anyone ever asks you why non-Catholics cannot receive Communion in the Catholic Church, simply ask them if they are in communion with the Catholic Church.  Ask them if they believe all that the Church teaches, on everything, not just on the Eucharist.  If they say no, ask them why it is they want to receive Communion in the Church when they are not actually in communion with the Church?  Ask them why they want to receive the sign of unity, when there is no unity?  Make it clear to them that the act of receiving Communion in our Church is a declaration that they believe as we believe.  And, if they don’t believe as we believe, then, should they receive the Eucharist, they are committing a lie with their bodies and it would be an egregious offense against the Church and against God.  Tell them it is just like sex outside of marriage.  They want 


Finally, one other area where we can use these parallels between the sacraments of Marriage and the Eucharist to help us form an appropriate response, is this idea of same-sex “marriage”, so-called.  A very hot topic these days.  There is not now, never has been, and never will be, such a thing as a same-sex “marriage.”  It doesn’t matter how many judges issue how many licenses and how many wedding ceremonies take place - there will never be such a thing as a marriage between two men or two women.  God is the author of marriage.  He made it.  He defined it.  He joins the two together.  God has defined a marriage as something to unite one man and one woman.  Period.  


One man cannot marry another man and one woman cannot marry another.  Why?  The two cannot become one.  For the two to become one, there has to be a life-giving bridegroom and there has to be a life-receiving bride.  Between two men, there is no one to receive the life of the bridegroom.  Between two women, there is no bridegroom to give his life to the bride.   Consummation is not possible in either situation.  


A union, as such, between two men, would be as if Jesus wanted to give us His life in the Eucharist, but we had no way of receiving it.  It would be as if Jesus died on the Cross, but never

instituted the Eucharist.  A union, as such, between two women, would be as if we all wanted to receive the life-giving force of Christ in the Eucharist, but there was no life-giving force to receive.  It would be as if Jesus instituted the Eucharist, but then never died on the cross for us.  


There can be no such thing as a same-sex marriage, because there is no such thing as “life-giving” love, love that produces life, in a same-sex union.  Two men cannot produce a life between them.  Two women cannot produce a life between them.  It is a physical impossibility.  Therefore, same-sex “marriage” is an impossibility in the eyes of God.


St. Paul tells us in Romans, chapter 1, that the desire of a man for another man, or of a woman for another woman, is unnatural.  But you don’t have to believe in the Bible, or even in God, in order to understand that St. Paul was correct.  All you have to do is look at the body of a man and the body of a woman and you can easily discern that nature has designed a certain complementarity between the bodies of men and women.     


So, just from a simple observation, we can discern that nature designed a complementarity between the bodies of men and women.  We can discern that sex was designed by nature, to 1) be the physical union between a man and a woman, and 2) to perpetuate the survival of the species.  Same sex unions go against nature in both regards.  A man’s body was designed to join to a woman’s.  A woman’s body was designed to receive a man’s.  So, same-sex unions are contra nature.  They are inherently unnatural.  


And, if nature does indeed have a creator, then if same-sex unions are contrary to nature, it is safe to say that they are contrary to nature’s creator.  This is not about being “mean” to two people who are “in love” and it has nothing to do with “homophobia” or anything of the sort.  It actually is an act of charity to oppose what society is trying to impose.  If the Catholic Church is correct and homosexual acts are indeed acts of “grave depravity” and they are indeed “intrinsically disordered” (Catechism, #2357), then the most important thing to consider is the salvation of the souls of those committing these acts that are contrary to nature and contrary to nature’s God.


It is not mean, or somehow homophobic, or anything else of that nature to desire the good for a person and, particularly, to desire the ultimate good for a person - the salvation of someone’s soul.  The best thing a person can do if you know of someone who is struggling with same-sex attraction is to talk to them about God’s love for them...and to give them whatever support you can to help them live a chaste lifestyle.


And, it just so happens that the Diocese of Birmingham has recently seen the establishment of a chapter of Courage, which is an apostolate of the Catholic Church that ministers to persons with same-sex attraction (www.couragerc.org).  If you would like to find out more about the Courage chapter here in the Diocese of Birmingham, you can call the Courage chaplain at: 256-221-8844.  All calls are completely confidential.


Marriage and the Eucharist...the two shall become one.  I hope this series of articles has helped you to see and understand how intimately and intricately these two sacraments are linked together, and that they have helped you to look at marriage from a eucharistic point of view, and to look at the Eucharist from a marital point of view.    


(Send any questions/comments to: [email protected]  If you would like to sign up for John’s free apologetics email newsletter, simply go to: www.biblechristiansociety.com.  You can also order his free CD’s on various apologetics topics at the website, including his CD that covers this topic which is entitled: “Marriage and the Eucharist: The Two Shall Become One.”) 


On the Way to Hell
And he needs to be told it, before it’s too late!

Before we address today’s topic, I’d like to ask if you could offer a prayer for my mom. She died 13 years ago today; and it was her sacrifice which brought me back to the Faith, as many of you know.

Now, someone has to say it very clearly, for the good of his own soul; Fr. James Martin is speeding straight toward Hell. He is lying about the Faith and deceiving many. He is one of the leading homosexualist priests in the United States and is abusing his authority and role as a priest to the press for his own agenda.

This man was ordained to be conformed to Christ, to be an alter christus, and is allowing himself to be manipulated by the diabolical to promote evil. Being a member of the ordained class does not make what he says true or preserve him from Hell.

Fr. Martin has been a longtime advocate for homosexuality in the Church. He deftly manages to push the envelope ever so carefully right to the edge, without ever coming out and admitting if he’s homosexual or if he supports sexual acts between homosexuals, but everything else he says and does around the issue indicates that he does.

He uses gay vocabulary, for example, never using the term same-sex attracted but preferring "LGBT," which is not how a Catholic priest should be speaking. The very word "gay" or the term, "LGBT" are part and parcel of the lexicon of the homosexualist movement. He has had millions of opportunities to make himself clear, but he chooses to remain wrapped in ambiguity; and after so many times, it's safe to say that he does indeed support a homosexual lifestyle, meaning he thinks homosexual acts are perfectly moral.

He’s written a new book, Building a Bridge — How the Catholic Church and the LGBT Community Can Enter into a Relationship of Respect, Compassion and Sensitivity. Wow! What a load of hogwash. First of all, notice the implication that the Church isn't compassionate or caring or respectful. The Church provides a means to salvation despite the disorder of homosexuality. How much more compassionate and caring could the Church be? But most importantly, in an interview for the book with Religion News Service, Martin finally admitted his real agenda — he wants the Church’s teaching about homosexuality changed.

The lines that irks the daylights out of the homosexualist crowd are in paragraphs 2357 and 2358 (Catechism of the Catholic Church), which say in part, "[H]omosexual acts [are] acts of grave depravity, tradition has always declared that homosexual acts are intrinsically disordered. ... They are contrary to the natural law. ... This inclination, which is objectively disordered ... "

For the homosexualists, this language has to go. Even Philadelphia Abp. Charles Chaput, seen as an orthodox champion of some kind, has agreed that the language "disordered is not helpful." Whatever that means. Clerics like Chaput and Martin offering these kinds of comments is what’s unhelpful. They both say, people don’t understand this phraseology because it's philosophical, which begs the point be made — the reason people don't understand it is because clerics have not done their job properly and have allowed their flock to be steamrolled by the homosexualist movement.

Of course, it’s disordered. The sexual powers are ordered to procreation. That’s why they exist. They don’t exist for the purpose of bringing pleasure. They exist for the end of creating new life. Using the sexual powers in homosexual acts goes against their end, their order and are therefore DIS-ordered.

There, that wasn’t so hard to explain, now, was it? We’re willing to bet that anyone who heard that could easily understand what’s meant, whether they agree with it or not. It’s not a hard concept to get your mind around. But bishops have been so unwilling to even mention any of the sexual sins for the past fifty years, that they have created a vacuum that clerics like Martin have rushed in to fill. Having passed on their role as teachers, they have allowed distorters to come in, and boy have they come in.

As an aside, think about this for a second. Why is a layman standing here warning a priest that he is on his way to Hell instead of his superiors or bishops? Well, we know why. Martin, in the recent interview promoting his gay propaganda as theology, said the following, "[S]aying that one of the deepest parts of a person — the part that gives and receives love — is disordered is needlessly hurtful. A few weeks ago, I met an Italian theologian who suggested the phrase 'differently ordered' might convey that idea more pastorally."

First of all, notice the appeal to emotions and not the Truth. It's hurtful. Well, sometimes Father, the truth hurts, and the Cross just has to be carried. And that's true of everyone on earth. But most importantly, notice the complete sleight of hand here. To suggest that "differently ordered" would be good to use instead of "disordered" is to completely change the the meaning of Church teaching. It’s a lie.

And this is where Fr. Martin is imperiling his soul. He knows he is changing Church teaching by subtly introducing such a false term into the discussion. To say something is differently ordered is to admit that it is ordered in the first place. Homosexual acts are not ordered to anything, that is, except narcissistic physical pleasure. All homosexual acts, by their very nature, are forms of masturbation and are therefore ordered to nothing but intrinsic evil. They share the same "order" as homicide and rape, for example, which are also "ordered" to self-pleasure and not ordered to procreation.

Fr. Martin wants to make homosexuality out to be just a different thing with its own order, that we must respect and have compassion for. When he keeps talking about compassion and care and respect, he deliberately blurs the line between the person with same-sex attraction and the sexual acts. He blurs a further distinction between sexual acts and giving and receiving love.

One need not have to engage in sexual acts to love another, and likewise, just because a person does engage in sexual acts, does not mean they love. But see, to bring forth these critical distinctions would completely destroy Martin’s position; and he knows it. That’s why he lets them just hang there in the ether.

He diabolically twists "objectively disordered" into "differently ordered" and leaves unchallenged the assumption that one must engage in sexual acts if the person loves. This kind of evil on the part of a priest can only merit Hell, if unrepented. If he died unrepentant of this gross calumny against the Faith, how could he possibly hope for salvation? He is a tool of the demonic powers in confusing many people and leading people into Hell with him.

None of this said to be mean and all those stupid charges. It’s said out of a terrible concern for his soul. No Catholic could ever want or hope for another person to be damned, much less a priest. Especially a priest. St. Teresa of Avila said that when she was shown Hell, she could distinguish which souls were those of priests because of the intense agony they felt in their hands — the horrible burning where the holy oils had been administered to them on the day of their ordination.

But if that be not enough to turn this priest from his evil thoughts and actions, then at least let it serve as a warning to those who might listen to him. Do not. He is possessed of evil. Fr. Martin is on the way to Hell by his own choosing. Whatever demon he is wrestling with has gained the upper hand over him; and he has completely succumbed to him.  

Pray for him that he might regain his strength and fight with everything he has to turn off the road to Hell. In the meantime, fight and resist all this kind of evil and demonic infiltration that has accomplished so much, through wicked clergy.

(Source: https://www.churchmilitant.com/video/episode/vortex-on-the-way-to-hell?mc_cid=ae58d8a030&mc_eid=fe11e644b6)



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