Jason

Christian Ex-Gay Ministry

Gender Mainstreaming


 
Was heißt das eigentlich, "Gender Mainstreaming"?

Im Gegensatz zum englischen Wort "Sex", das mehr das körperliche Geschlecht meint, bezieht sich "Gender" auf das Geschlecht, das von der Gesellschaft geprägt oder auch von anderen erlernt wird. Wo ist der Unterschied? Nun, "Sex" lässt sich nicht verändern - "Gender" durchaus. "Gender" ist etwas, das man lernt oder selbst bestimmt, was man selbst bestimmen oder zumindest beeinflussen kann - oder sich in gewisser Weise sogar aussuchen kann. "Mainstreaming" heißt nichts anderes, als dass etwas als zentraler Leitsatz über allem steht, was man tut, das sich alles gleichsam zu einem allumfassenden "Strom" bündelt, was bisher ein Sammelsurium von kleineren und unbedeutenderen Nebenflüssen war. Ein Strom, der durch seine Macht alles mit sich reißt. Ach ja, manche nennen es auch "geschlechtersensible Sichtweise".

Warum eigentlich Gender Mainstreaming?

Nun, Politiker sagen, hiermit sollen Männer und Frauen die gleichen Chancen bekommen. Wo ist das Problem dabei? Gender Mainstreaming wird Auswirkungen haben, die sich viele noch kaum vorstellen können. Wenn wir nicht mehr wissen, was einen christlichen Mann oder eine christliche Frau ausmacht, welche Rolle und Verantwortung wir in Familie, Beruf und Gesellschaft haben, sind wir hinsichtlich unserer eigenen Identität extrem verwirrt. Und verwirrte Menschen können eine Menge von Problemen verursachen.


Was für ein Problem habt ihr damit?

Nun, Männer und Frauen sind gleichwertig - aber nicht gleichartig. Es ist nicht so, wie man uns immer vormachen will: dass Männer und Frauen im Grunde nichts unterscheidet. Beide sind von Grund auf - und nicht nur körperlich - verschieden. Und das ist von Gott gewollt und etwas Gutes! Verwischt man jedoch die Geschlechterrollen und -identitäten, stellt man all das in Frage, was unser christliches Abendland bisher ausgemacht hat. All die moralischen Werte, das biblische Bild von Mann und Frau, traditionelle christliche Familienwerte - alles futsch. Na und, werden manche sagen, was ist schon dabei?

Eine ganze Menge ist dabei. Im Zuge der sexuellen Revolution der 60-er wurden bereits traditionelle Familienwerte über den Haufen geworfen, die in Jahrhunderten gewachsen sind und sich auf der Bibel gründen. Was zunächst als große Befreiung gefeiert wurde, erwies sich schnell als Schuss nach hinten: die Zahl der vaterlosen Familien steigt weltweit, ebenso scheint der bisherige Familienbegriff - ein Mann heiratet eine Frau, bekommt mit ihr Kinder, erzieht diese in christlicher Tradition und bleibt auch ein Leben lang mit der frau, die er liebt zusammen und ihr treu - immer weniger die Norm zu sein. Kurzfristige Beziehungen, oft ohne Trauschein oder gar gleichgeschlechtliche Beziehungen setzen sich immer mehr durch. Na und, werden wieder viele sagen.

Nun, ganz so egal ist es nicht. Kinder brauchen eine geschützte familiäre Umgebung mit festen Bezugspersonen. Mama und Papa. Und zwar einen Papa und eine Mama. Und möglichst dieselbe und nicht wechselnde Partner oder einen Papa, den das Kind mal so ab und an sieht.

Außerdem muss ein Kind lernen, was es heißt, ein Mann bzw. eine Frau zu sein. Welche Verantwortungen es später in Familie, Gesellschaft, Gemeinde und Beruf haben wird. Was überhaupt ein Mann bzw. eine Frau ist. Welche moralischen werte es zu vertreten und weiter zu geben hat.

Der Relativismus, der heute immer mehr um sich greift, kann uns ins Verderben stürzen. wenn jeder für sich selbst bestimmen kann, was richtig, gut und wahr ist; wenn es darüber keinen gemeinsamen gesellschaftlichen Konsens gibt, wird unsere Gesellschaft sich mit Problemen auseinander zu setzen haben, deren Auswirkungen uns heute schon ansatzweise vor Augen geführt werden.

Ist das wirklich alles so gut und schön? Ist der biblische Begriff von Mann und Frau wirklich so schlecht?

Wir denken nein! Gott hat uns geschaffen - Er sollte am besten wissen, was gut und richtig ist. Und als Christinnen und Christen halten wir uns daran, auch wenn wir uns damit zum Gespött anderer machen.

Natürlich sollen Männe rund Frauen die gleichen Rechte haben - sie sind ja beide in Gottes Augen gleich viel wert! Beide wurden als Sein Ebenbild geschaffen!

Das heißt aber noch lange nicht, dass beide auch identisch sind und dieselben Rollen, Aufgaben und Verantwortungen haben. Die Bibel betont unaufhörlich von Anfang an die Verschiedenheit der beiden - und hebt sie als etwas Positives hervor! Gleichwertig heißt noch lange nicht gleich!


Die Notwendigkeit von "Gender Mainstreaming" wird oft damit begründet, dass durch die Beseitigung der Geschlechterrollen auch die Grundlage für männliche Dominanz und Unterdrückung beseitigt wird. Eines vergisst man aber bei einer derartigen Argumentation: ein biblisches Bild von Mann und Frau hat nichts - aber auch GAR nichts - mit männlicher Dominanz und Unterdrückung zu tun. Ja, ein Mann ist das Haupt der Familie, wie Christus das Haupt der Kirche ist. Aber mit der gleichen aufopfernden Liebe, mit der sich Jesus hingegeben hat, sorgt auch ein christlicher Mann für seine Frau und Familie. Ja, er hat die Führungsrolle - das ist aber ebenso eine Menge an Aufgaben und Verantwortung. Ebenso hat eine Frau verschiedene Aufgaben und Verantwortungen im Leben. Auch Jesus hat die Führungsrolle von Gott Vater akzeptiert - ohne dadurch unterdrückt worden zu sein. Eine Ehe ist wie ein gemeinsamer Tanz - wenn beide versuchen zu führen, gibt es Chaos.

Selbst in sexueller Hinsicht wird von Vertretern der "Gender Ideologie" argumentiert, empfindet jeder Mensch sowohl homo- als auch heterosexuell. Christen hingegen wissen, dass sie im Ebenbild Gottes geschaffen wurden. Und Gott hat uns heterosexuell geschaffen - ein Standard, begründet in Genesis und selbst von Jesus zitiert. Ja, manche Menschen haben homosexuelle Empfindungen. Das macht sie aber nicht zu Homosexuellen, sondern zu Heterosexuellen mit homosexuellen Empfindungen.

Nochmal: Mann und Frau unterscheiden sich in weitaus mehr als nur körperlichen "Details".

Als Christinnen und Christen sind wir gerufen, allen Menschen mit Respekt und Liebe zu begegnen und niemanden zu beleidigen oder zu verurteilen. Wir stehen aber auch offen zu den Wahrheiten der Bibel. Auch wenn wir Homo-, Bi- oder Transsexuelle als Menschen achten und lieben, denken wir dennoch nicht, dass ein Abweichen vom biblischen Standard, vom heterosexuellen Bild von Mann und Frau mit den entsprechenden Aufgaben und Rollen im Leben, richtig ist. Toleranz darf nicht falsch verstanden werden - auch wenn wir andere achten, werden wir weiter zu unserem Glauben stehen.

Mag sein, dass wir dadurch Nachteile erleiden. Mag sein, dass man uns nicht mehr anstellt, wenn wir offen zu unserer biblischen Auffassung stehen, die doch so sehr dem "Gender Mainstreaming" widerspricht. Das ist uns aber immer noch lieber, als uns der Bibel zu schämen und zu schweigen, nur um einen Job zu bekommen. Dann wird auch Gott sich unserer schämen und uns nicht kennen, wenn wir eines Tages vor Ihm stehen.

Mag sein, dass man uns Diskriminierung und Radikalität unterstellt, wenn wir uns zum biblischen Menschenbild bekennen und uns gegen die "Gender Ideologie" aussprechen. Jeder Mensch, der die Bibel kennt, weiß, wie unsinnig eine derartige Argumentation ist. Vor allem, wenn man selbst etwa gleichgeschlechtliche Empfindungen hat, dennoch aber ein Leben nach biblischen Vorbild führen will.

Interessant auch, dass es oft schon ausreicht, wenn sich Menschen "diskriminiert fühlen", also tatsächlich vielleicht gar nicht diskriminiert wurden. Hierunter würde unter Umständen auch das Vertreten von biblischen Wahrheiten fallen. Wenn mich also jemand fragt, was ich vom Auslebne von Homosexualität halte und ich ihm sage, dass das für mich als Christ eine Sünde ist - kann er sich dann vielleicht schon diskriminiert fühlen?

Die Bibel hat uns gewarnt, dass solche Zeiten anbrechen werden. Dass uns die Menschen verfolgen werden, uns vor Gericht bringen werden - und sogar nicht der festen Auffassung sind, sie täten der Menschheit einen Gefallen damit. Die Bibel hat uns aber auch gemahnt, in diesen Zeiten fest zu ihren Wahrheiten zu stehen - wir würden es nicht bereuen.

Bedeutet Gender Mainstreaming das Herstellen der Geschlechtergerechtigkeit?

Mitnichten. Wenn ich Geschlechtergerechtigkeit möchte, dann ist es das, was ich tue und ich nenne es auch so. Gender Mainstreaming aber geht weit über die Beseitigung von Benachteiligungen aufgrund des körperlichen Geschlechtes hinaus.
Sehen wir uns die Wortzusammensetzung an: „Gender“ meint im Englischen keineswegs nur das körperliche Geschlecht, also das Geschlecht, mit dem wir geboren wurden. Es bezeichnet vielmehr ein Geschlecht, das von Kultur, Gesellschaft, Politik und vor allem vom Individuum beeinflusst und bestimmt wird – und somit auch veränderlich ist. Mit „mainstreaming“ wird angedeutet, dass das, was bisher unterschiedliche „Ströme“ waren (also das körperliche Geschlecht von Mann und Frau mit einem klaren Rollenverständnis, das für Christen auf der Bibel und den seit über 2.000 Jahren bestehenden christlichen traditionellen Familienwerten beruht) nun „zusammengeführt“ zu einem “Strom“ wird. Mit anderen Worten: Die Unterschiede von Mann und Frau sollen aufgehoben und der Definition des einzelnen oder der Gesellschaft überlassen werden.
Ich bin immer wieder erstaunt darüber, wie naiv viele Christinnen und Christen damit umgehen und wie wenig ihnen offenbar die Gefahren bewusst sind, die damit verbunden sind. Die christlichen Familienwerte und Rollenverständnisse waren zum Besten eines jeden Einzelnen in der Familie. Sie halfen weiterhin, hinsichtlich der eigenen Geschlechtsidentität Sicherheit und Stabilität zu haben sowie in das hineinzuwachsen, zu dem uns Gott bestimmt und berufen hat.
Eine „Geschlechtergerechtigkeit“ in dem gewünschten Sinne lässt sich nicht durch Verordnungen und Strukturen erreichen. Welche Frau etwa, die etwas auf sich hält, möchte eine Position in einem Unternehmen allein aufgrund der Tatsache bekommen, dass sie Frau ist – und nicht etwa wegen ihres Könnens?
Es gibt genügend Gesetze, die das demokratische und respektvolle Miteinander soweit regeln, wie es geregelt werden muss. Nicht alles kann und darf von staatlicher Seite bestimmt werden, schon gar nicht Angelegenheiten, die in den Bereich von Familie und Kirche fallen.
Grundlage einer wahren Geschlechtergerechtigkeit ist eine moralische Grundlage auf Basis des christlichen Glaubens, die eine Vorstellung der eigenen Geschlechts-Identität vermittelt und fördert. Wer bin ich etwa als christlicher Mann? Wie definiere ich Männlichkeit? Was sind die Aufgaben eines Mannes in Familie, Beruf, Gesellschaft und Kirche? Wer meint, etwas derart Grundlegendes wie die eigene Geschlechts-Identität der eigenen Definition überlassen zu können, sägt an den Grundwerten einer Gesellschaft und letztlich auch des christlichen Glaubens. Menschen, die hinsichtlich ihrer Geschlechts-Identität verwirrt sind, können und werden eine Menge Probleme verursachen. Verordnungen und Strukturen können keine Unterschiede der Geschlechter beseitigen, sie können und werden dauerhaft keine „Gerechtigkeit“ bringen und am allerwenigsten wird „Gender Mainstreaming“ dem körperlichen, psychischen und geistigen Wohl des Einzelnen dienen.
Robert

Die Gender-Blender

Gender-Forscher ignorieren die Biologie. Unsere Geschlechterrolle ist nur anerzogen, davon sind sie überzeugt. Trotzdem haben sie es geschafft, ihre Ideologie in die Politik zu schmuggeln. Über ein Mädchen, das eigentlich ein Junge ist, Politiker, die nicht wissen, wofür sie abstimmen und einen Norweger, dessen Film eine ganze Nation wachrüttelte.

Von Nicolai Franz

 Lügen, Manipulation, Leid. Janet und Ron Reimer ahnen nicht, was sie erwartet, als sie das Glück ihres Lebens in den Armen halten: Ihre Zwillingssöhne Brian und Bruce, geboren am 22. August 1965. Acht Monate nach der Geburt müssen beide Kinder wegen einer Vorhautverengung beschnitten werden. Ein Routineeingriff - eigentlich. Bei Bruce gibt es einen Unfall, sein Penis wird bei der Operation durch elektrischen Strom verbrannt. Die Horrornachricht verunsichert das junge Ehepaar. Kann Bruce überhaupt noch zu einem Mann reifen? In einer TV-Talkshow sehen sie den Psychologen und Sex­ologen John Money. Er vertritt die These: Unser Geschlecht ist nicht angeboren, sondern anerzogen. Jedes männliche Neugeborene könne ebensogut ein Mädchen werden. Eine Transsexuelle in der Show soll der lebende Beweis sein. Das überzeugt Janet. "Ich dachte: Hier ist unsere Antwort, hier ist unsere Erlösung, hier ist unsere Hoffnung." Die Begegnung mit Money sollte die Rettung sein. In Wahrheit ist sie erst der Anfang einer tragischen Geschichte über ideologische Wissenschaft, Unterdrückung und Ignoranz. Der Psychologe rät den Reimers, Bruce als Mädchen zu erziehen. "Dr. Money war sehr charismatisch. Er schien sehr intelligent und zuversichtlich zu sein", sagt Janet. Ein noch nie dagewesenes Experiment beginnt. Bruce ist noch sehr jung, außerdem gibt es einen identischen Zwilling als "Kontrollgruppe". Perfekte Bedingungen. Am 3. Juli 1967 wird Bruce kastriert. Ab jetzt heißt er Brenda.

Money war mit seiner Ansicht nicht allein. Ab Mitte des 20. Jahrhunderts begannen Feministinnen, die englischen Begriffe für "Geschlecht" voneinander zu trennen. Aus "sex" wurde "biologisches Geschlecht" und aus "gender" wurde "soziales Geschlecht". Mit der Unterscheidung von angeborenem und anerzogenem Geschlecht war Gender-Vertretern ein Coup gelungen, der noch heute das politische Programm dominiert  - in Form von "Gender-Mainstreaming". Eine der radikalsten und einflussreichsten Gender-Vertreterinnen ist die in Berkeley lehrende Philosophin Judith Butler. Für sie ist das Geschlecht eine kulturell konstruierte Kategorie - selbst das biologische Geschlecht. Das Ziel müsse sein, dass das Geschlecht keine Rolle mehr spiele, schreibt sie 1990 in ihrem Buch "Das Unbehagen der Geschlechter".

Die Ignoranz der Gender-Forscher

Ist unsere Geschlechterrolle nur anerzogen? Diese Frage stellte sich auch der Norweger Harald Eia. Der studierte Soziologe ist in seinem Land aus dem Comedy-Geschäft bekannt. In seiner Reportage "Gehirnwäsche" geht er aber einer ernsten Frage nach: Warum wählen Männer und Frauen in Norwegen so unterschiedliche Berufe, obwohl das Land in Sachen Gender-Gerechtigkeit weltweit auf Platz eins liegt? Wenn die Politik und die Gesellschaft alle Gender-Hürden überwunden hat, warum sind dann seit 1980 durchgängig 90 Prozent aller norwegischen Ingenieure männlich und fast 90 Prozent aller Krankenpfleger weiblich?

Eia befragte dazu den amerikanischen Psychologie-Professor Richard Lippa. In einer seiner Studien nannten 200.000 Männer und Frauen aus 53 Ländern ihren Lieblingsberuf. "Es gibt einen großen Unterschied. Männer interessieren sich viel häufiger für Objekte, zum Beispiel als Ingenieure oder Mechaniker. Frauen möchten eher mit Menschen arbeiten", erklärt Lippa. Dieser Unterschied zog sich durch alle Kulturen, Länder und Kontinente. "Er war in Norwegen so groß wie in Saudi-Arabien oder Pakistan, Indien, Singapur oder Malaysia." Wohlstand, Religion, Fortschritt der Gleichberechtigung - all das spielt keine Rolle. "Das gibt einen Hinweis darauf, dass hier etwas Biologisches am Werk ist." Diese These unterstützt auch der britische Psychologe Simon Baron-Cohen. Er zeigte Säuglingen entweder einen mechanischen Gegenstand oder ein Gesicht. Das Ergebnis: "Mehr Jungen schauen sich das mechanische Objekt länger an, mehr Mädchen das Gesicht - schon am ersten Tag des Lebens." Vor irgendwelchen anderen Einflüssen also. Verantwortlich dafür sei das Hormon Testosteron, bei Jungen mehr, bei Mädchen weniger, sagt er in Eias Film. Für Baron-Cohen sind die Unterschiede zwischen den Geschlechtern "eine Mischung aus Biologie und Kultur". Es gehe natürlich nicht nur um Biologie. "Ich sage nur: Vergesst die Biologie nicht!" Die Studien im Film zeigen sogar: Je mehr Gleichberechtigung, desto weniger Frauen wollen einen technischen Beruf erlernen. Je freier Männer und Frauen sind, desto eher können sie das tun, was sie wirklich wollen - und nicht das, was am ehesten einen Job bringt.

Damit konfrontiert, antworten die norwegischen Genderforscher immer gleich: Das ist altmodisch, schlechte Forschung, Ideologie. Ignoranz statt Argumente. Eine Wissenschaftlerin bekennt sogar, dass sie die Biologie schlicht nicht interessiere. Sieht so ernsthafte Wissenschaft aus? Auf Harald Eias Film folgte nicht nur eine heftige Debatte über Geschlechterrollen. Es ging den Genderforschern regelrecht an die Existenz. Dem "Nordic Gender Institute" in Oslo wurde der Geldhahn zugedreht, die Einrichtung musste schließen. Ein Riesenskandal. Die Reaktion in Deutschland? Zahlreiche Blogs berichteten, die Reportage ist bei Youtube abrufbar, bei größeren Medien schaffte Eia es in die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ). Für den Focus durfte er im November 2012 eine Titelgeschichte schreiben. Die anderen Redaktionen interessierten sich nicht dafür - und das, obwohl deutsche Gender-Forscher biologische Gründe für Geschlechterrollen ebenfalls ignorieren.

"Ich spürte, dass er männlich ist"

Brenda Reimer, das Mädchen, das früher ein Junge war, fühlte sich in ihrer Rolle nicht wohl. "Ich war groß, ich war ein Mädchen. Ich mochte es nicht, mich wie ein Mädchen anzuziehen, mich wie ein Mädchen zu benehmen und zu verhalten." Doch das interessierte John Money nicht. Als Brenda sieben Jahre alt war, erklärte der Sexologe sein Experiment für geglückt. Doch das Gegenteil war der Fall. Für Brendas Mutter war klar: "Nicht nur ich, auch andere spürten, dass er männlich ist." Money hatte den Eltern eingeschärft, dass das Experiment scheitern würde, sollten sie ihrer Tochter etwas davon erzählen. Brenda hatte kaum Freunde. Die Mädchen wollten nicht mit ihr spielen, weil sie sich für Jungskram interessierte, die Jungs wollten kein Mädchen um sich herum haben.. Ihr Leben wird zu einer einzigen Identitätskrise. Als Money die Probleme bemerkte, griff er zu schrecklichen Methoden, um den Geschwistern zu zeigen, dass Brenda ein Mädchen ist. Brian und Brenda mussten sich vor ihm ausziehen, sexuelle Stellungen einnehmen. Money fotografierte sie dabei. Die Eltern bekamen davon nichts mit. 

Im Alter von 13 Jahren konnte Brenda nicht mehr. Sie sagte ihren Eltern, sie würde sich das Leben nehmen, wenn sie noch einmal zu Money gehen müsse. Ron und Janet trafen eine harte Entscheidung: Ihre Tochter sollte die Wahrheit erfahren. Brenda bekam ein Eis von ihrem Vater, sie aßen es im Auto. Sie spürte, dass etwas nicht stimmte. "Ich kann mich an 90 Prozent von dem, was im Auto passierte, nicht erinnern. Papa sagte mir, dass ich mit glasigen Augen über das Armaturenbrett starrte und ich voll mit geschmolzener Eiscreme war."

Brenda beschloss, als Junge zu leben. Ab da hieß er David Reimer. Zum ersten Mal in seinem Leben war er glücklich. Sein Zwilling Brian erfuhr die Wahrheit von seiner Mutter. Er sollte nie darüber hinweg kommen. Stattdessen entwickelte er eine psychische Störung bis hin zur Schizophrenie. John Money verkündete der Wissenschaft weiterhin seine "bewiesene" Theorie, auch wenn er Reimers Fall nicht mehr erwähnte.

Auch Deutschlands Chef-Feministin Alice Schwarzer führt das Experiment in ihrem Buch "Der kleine Unterschied" von 1975 als vorbildliches Beispiel für den "aufklärenden Auftrag der Forschung" an. David selbst hatte 1997 genug von den falschen Behauptungen. Der Journalist John Colapinto veröffentlichte seine Geschichte in einem viel beachteten Artikel im "Rolling Stone Magazine". Im Jahr 2000 folgte ein gemeinsames Buch: "Der Junge, der als Mädchen aufwuchs". Seinem Bruder Brian ging es seit der Veröffentlichung immer schlechter. 2002 brachte er sich um. David selbst litt an Depressionen, steckte in finanziellen Schwierigkeiten, seine Ehe geriet in eine tiefe Krise. 2004 nahm auch er sich das Leben, vier Jahre nach Erscheinen des Buches.

Noch 2007 rechtfertigte sich Alice Schwarzer in der "Emma" und gab die wahre Schuld an Reimers Schicksal nicht John Money, sondern dem Journalisten Colapinto und Davids Eltern. Die angeblichen Gründe dafür klingen reichlich zurechtgebogen. "Die Eltern sind gläubige Mennoniten, also Angehörige einer christlichen Sekte", urteilte Schwarzer. Nebenbei schrieb sie den Nachnamen "Reimer" konsequent falsch ("Reimers") und datierte den Tod von David fälschlicherweise auf das Jahr 2001, also auf ein Jahr nach Erscheinen des Buches. Für die Emma-Chefin ist deshalb Colapinto für den Tod Reimers verantwortlich, "dem die Story wichtiger war als die Rücksicht auf dieses schon so funktionalisierte Leben".

Ahnungslose Politiker und Gender-Lobbyisten


Der Erfolg der Gender-Theorie ist vor allem ein politischer. 1985 diskutierten Delegierte auf der Weltfrauenkonferenz der Vereinten Nationen (UN) erstmals den Begriff 
"Gender-Mainstreaming"??. Auf der Weltfrauenkonferenz 1995 in Peking wurde er zum offiziellen politischen Programm. Von den UN aus sickerte der Begriff auch in die unteren Ebenen, die Europäische Union (EU) und nach Deutschland. Gender-Mainstreaming ist in der EU und der Bundesrepublik offizielles Programm. "To mainstream" bedeutet in diesem Zusammenhang "berücksichtigen" oder "??einbinden"??. Auf allen gesellschaftlichen Ebenen sollen die Verantwortlichen darauf achten, dass es unterschiedliche Geschlechter gibt, die ihre eigenen Bedürfnisse haben. Das Ziel: Gleichberechtigung. Das klingt zunächst wie ein Anliegen, das jeder vertreten kann.

Doch hinter dem Begriff steckt mehr. Warum steht in den UN-Dokumenten zum Beispiel nicht "??Sex-Mainstreaming"??, was sich auf das biologische Geschlecht beziehen würde? Genau genommen handelt es sich dabei um einen der größ?ten Erfolge, den Lobbyisten in den letzten Jahrzehnten erzielen konnten. Denn mit "??Gender"?? hatten sie der Politik ein Wort untergejubelt, das sie selbst mit Inhalt füllen konnten: Nicht die Biologie und die Erziehung prägen die Geschlechterrollen, sondern nur die Erziehung. Die wenigsten Teilnehmer der Weltfrauenkonferenz dürften sich darüber im Klaren gewesen sein. Sie wollten sich einfach für die Frauen einsetzen, die unter schlimmsten Diskriminierungen litten. Es ist verständlich, dass Vokabeln egal sind, wenn die Frauen im eigenen Land nicht studieren dürfen, sexuelle Belästigungen ertragen müssen und als weniger wertvoll gelten als der Mann. Wer groß?en Durst hat, kümmert sich nicht darum, was auf der Flasche steht.

So geht es offenbar auch den meisten EU-Abgeordneten. "??Vielleicht fünf Prozent" würden die Gender-Theorie vertreten, die restlichen â??schauen einen mit großen Augen an", wenn sie erführen, wofür sie gerade wirklich abgestimmt hätten, berichtet ein Insider. Die, die es wüssten, würden es absichtlich verschweigen und die anderen â??ins Messer laufen lassenâ??. Die Kommission würde das Wort "Gender"?? nur benutzen, weil das jeder tue. In der deutschen Politik ist es ähnlich. Die "??Welt am Sonntag"?? befragte 2009 die Familienministerin Kristina Schröder -?? damals noch Köhler - zu Gender-Mainstreaming. Sie antwortete, zwar solle der Staat alle Hürden für eine junge Frau aus dem Weg räumen, wenn sie Elektrotechnik studieren wolle. "Aber der Staat sollte nicht zwanghaft versuchen zu erreichen, dass 50 Prozent der Elektrotechnikstudenten weiblich sind."?? Doch genau das wäre die Konsequenz aus der Gender-Theorie: Wenn es keine biologisch begründeten Unterschiede zwischen Mann und Frau gibt, dann werden sie auch alle dieselben Interessen und Wünsche haben. Ansonsten stünde der echten Gleichheit noch etwas im Weg. Doch offenbar sind sich nur wenige Politiker darüber im Klaren.

"Junge oder Mädchen -?? du weißt es einfach"

FAZ-Autor Volker Zastrow hatte schon 2006 vor den fragwürdigen Voraussetzungen der "??politischen Geschlechtsumwandlung"?? gewarnt, wie er Gender-Mainstreaming in einem Artikel und einem darauf folgenden Buch bezeichnete. Der Spiegel-Journalist René Pfister stimmte mit ein. Gender-Mainstreaming wolle â??nicht nur die Lage der Menschen ändern, sondern die Menschen selbst"??. Die Reaktionen darauf bestätigten aber nur die kritischen Ansichten Zastrows und Pfisters. So schreibt Ulrike Frobäse in dem Gender-Buch "??Nie wieder Sex"??, dass "menschliche Identität schon immer "??hergestellt"?? worden sei. Die beiden Journalisten wollten nur verhindern, dass jetzt auch Frauen und transsexuelle Menschen das Geschlecht formen würden; sie fühlten sich "??in ihrer Identität als alleinige Wächter menschlicher und männlicher Norm" bedroht.
David Reimer haben solche Theorien jedenfalls nicht geholfen. "??Ich bin kein Professor. Aber du wachst nicht eines Morgens auf und entscheidest dich, ein Junge oder ein Mädchen zu sein -?? du weiß?t es einfach", hat er einst gesagt. 



Nicht irritieren lassen

Ein Kommentar von Nicolai Franz

Die Gender-Theorie ist Unfug. Seit dem Film des Norwegers Harald Eia realisieren das auch immer mehr Politiker. Christen sollten die Sache entspannt sehen - und sich umso mehr gegen Diskriminierung stark machen.

Ist ja alles richtig. Ja, die Gender-Ideologie ist pseudowissenschaftlicher Unsinn, der in der Vergangenheit zu absurden Forderungen geführt hat. Zum Beispiel bei der Sprachhygiene. Aus "Freunden"?? wurden "??Freundinnen und Freunde", "das "??taz-I"?? oder "??Binnen-I"?? gebietet sogar, "FreundInnen"?? zu schreiben. Obwohl Sprachliebhaber schon dabei Augenschmerzen bekommen, geht das besonders orthodoxen Anti-Diskriminierern noch nicht weit genug: "Freund_innen"?? muss es heißen. Oder "Vergewaltiger_innen"??, wie es der konservative Journalist Jan Fleischhauer einer Vertreterin der Grünen Jugend entlockte. Der Grund: Auch die, die sich keinem Geschlecht zugehörig fühlen, müssen berücksichtigt werden. Nur der Unterstrich verdeutlicht den angeblich fließenden Ü?bergang der Geschlechter. Die allermeisten Menschen halten das Gebaren der Gender-Ideolog_innen für Mumpitz. Deswegen musste nach dem Enthüllungsfilm des Norwegers Harald Eia auch das Nordic Gender Institute schließ?en. Ist ja alles richtig.

Doch Christen machen oft den Fehler, hinter jeder Maßnahme zur Gleichberechtigung den "??Dämon des Gender-Wahns" zu vermuten. Dabei sollten gerade Gläubige mit aller Kraft für den Schutz von Frauen kämpfen. Noch immer wird weltweit Millionen von Frauen der Zugang zu Bildung verwehrt, sie werden als Sexsklavinnen verkauft, in China werden Mädchen abgetrieben, weil männliche Nachkommen als wertvoller gelten. In Deutschland verdienen Frauen immer noch weniger als Männer, auch wenn sie die gleiche Arbeit tun. Von Sexismus ganz zu schweigen. Wer daran glaubt, dass Gott die Menschen als Mann und Frau geschaffen hat und sie liebt, sollte sich umso mehr für den Schutz der Schwachen und Verletzten einsetzen. Paradoxerweise sind das oft die lautesten Pro-Gender-Schreihälse. Auch hinter Ideologien stecken Menschen mit persönlichen Erfahrungen und Verletzungen. Der Feminismus ist nicht umsonst in einer Zeit entstanden, in der Frauen sich als Menschen zweiter Klasse fühlten und sich zu Recht dagegen auflehnten. Das erklärt auch, warum die meisten jüngeren Studentinnen die Geschlechter-Debatte entspannter sehen als ihre kratzbürstigen Professor_innen. Gelassenheit ist nicht der schlechteste Ratgeber.


"Uns wird eine Ideologie übergestülpt"

Gender-Mainstreaming betrachtet das Geschlecht nicht als etwas Biologisches, sondern als soziales Konstrukt. Für die katholische Journalistin Birgit Kelle ist das ideologisches Gedankengut und gefährdet die Demokratie. Im ARD-Talk "hart aber fair"?? wurde sie beschimpft, weil sie ein Adoptionsrecht für homosexuelle Paare ablehnt. pro hat die Mutter von vier Kindern besucht. | Die Fragen stellte Moritz Breckner

pro: Frau Kelle, angenommen, die Politik in Deutschland hält an Gender- Mainstreaming fest -?? wie wird das unsere Gesellschaft in den nächsten 20 Jahren verändern?

Birgit Kelle: Ich glaube, dass dies ganz verheerende Auswirkungen hätte. Die sowieso niedrige Geburtenrate würde dramatisch einbrechen. Unsere Familienstrukturen würden sich langfristig verändern -?? weniger Menschen würden heiraten und stattdessen nur zeitweise Beziehungen haben. Unsere Gesellschaft würde anonymer, weil die Geschlechter nur noch androgyn (geschlechtslos, d. Red.)nebeneinander herleben. Die Menschen wü¼rden durch diese Veränderungen ganz bestimmt nicht glücklich. Und ich glaube, dass eine solche Gesellschaft anfälliger wird für totalitäre Regime. Wenn der Mensch von Kindheit an keine Identität mehr findet, ist er leichter zu formen und zu führen. Das macht mir Angst.

Übertreiben Sie da nicht? In Frankreich ist Gender-Mainstreaming deutlich etablierter als in Deutschland. Das Land ist nach wie vor demokratisch und die Geburtenrate ist höher als bei uns.

Frankreich tut ganz andere Dinge, um Familien zu unterstützen, als wir. Dort fördert man zum Beispiel massiv steuerlich das dritte Kind in der Familie, während man bei uns ab dem dritten Kind als Familie in die Armutsfalle rutschen kann. Man muss immer die Gesamtheit der Instrumente betrachten. Einzelne Staaten lassen sich nur schwer direkt vergleichen, weil auch geschichtliche und kulturelle Unterschiede eine Rolle spielen. Die USA unterstützen zum Beispiel Kindergärten und Krippen von staatlicher Seite aus nahezu gar nicht, haben aber eine ähnliche Geburtenrate wie die Skandinavier, die voll auf staatliche Krippen setzen.

Sie bezeichnen Gender-Mainstreaming als eine Ideologie, die wissenschaftlich nicht bewiesen wurde. Wie konnte Gender-Mainstreaming dann überhaupt so einflussreich werden? 
Das ist in der Tat ein erstaunliches Phänomen. Wir haben es beim Gender-Mainstreaming mit einer Top-Down-Bewegung zu tun, das heiß?t, anders als im demokratischen Prozess üblich, ging diese Idee nicht von der breiten Masse der Bürger, sondern von einer kleinen Gruppe aus. Begonnen hat das in den Vereinten Nationen, dort ist das Konzept zum ersten Mal verankert worden. Von der UN-Ebene aus ging die Idee auf die nächsten Stufen, also die EU und die Nationalstaaten. Manche Staaten haben gezögert, aber in Deutschland ist Gender-Mainstreaming auf fruchtbaren Boden gefallen. Das Familienministerium hat die Idee relativ freudig und völlig widerspruchslos einfach hingenommen. Zusammengefasst: Den Bürgern wird hier eine Ideologie übergestülpt, die überhaupt nicht ihren Bedürfnissen entspricht.

Eine große Anzahl von Wissenschaftlern nimmt Gender-Mainstreaming sehr ernst. Glauben Sie wirklich, dass die sich alle irren?

Fakt ist, dass zahlreiche Forscher und vor allem Forscherinnen in dem Feld offensichtlich versuchen, ein Wunschbild zu beweisen, anstatt sich an Fakten zu orientieren. Bis heute konnte niemand, wirklich niemand, nachweisen, dass das biologische Geschlecht irrelevant ist und die Frage des Geschlechtes nur eine soziale Konstruktion sei. Dennoch tun wir so, als ob das so ist. Das Einfrieren der Gelder für die Gender-Forschung in Norwegen hat doch gezeigt, dass sich die Wissenschaft in dieser Sache ganz und gar nicht einig ist. Ich erwarte von der Wissenschaft, dass sie unvoreingenommen ist und nicht einfach die Ergebnisse produziert, die gewünscht sind. 

Gibt es Auswüchse von Gender-Mainstreaming, die Sie besonders irritieren? 

Ja, nämlich dass wir anfangen, auf sprachlicher Ebene das Mann- oder Frau-sein neu zu definieren. In der Schweiz werden die Wörter "Vater" und "??Mutter"?? aus amtlichen Dokumenten entfernt und durch die Begriffe "??Elter 1"?? und "??Elter 2"?? ersetzt. Auch in den USA gibt es Beispiele dieser Art. Es wird versucht, über die Sprache eine Geschlechtszuordnung zu vermeiden. So wandelt sich nebenbei auch der "??Eltern"??-Begriff: Eltern sind nicht mehr leibliche Eltern, sondern ein soziales Konstrukt, das angeblich jeder erfüllen kann. Der Lebenspartner des Sängers Elton John beispielsweise ist auf der Geburtsurkunde seines Adoptivsohnes als "Mutter"?? eingetragen. Heute lächeln wir darüber, aber die Frage ist, was das langfristig mit unserer Gesellschaft macht. 

Was stört Sie als engagierte Christin an Gender-Mainstreaming? 

Ich bin gar nicht in erster Linie gegen Gender-Mainstreaming, weil ich Christin bin, sondern weil ihm ein völlig falsches Konzept vom Menschen zu Grunde liegt und es negiert, dass Mannsein und Frausein etwas Unterschiedliches ist. Natürlich bin ich durch das christliche Menschenbild geprägt, wonach Mann und Frau verschieden geschaffen sind. Davon würde ich aber auch ohne meinen Glauben ausgehen, denn unsere ganze Natur ist bipolar angelegt. Dass man jetzt Geschlechter als nebensächliches "??soziales Konstrukt"?? definieren will, ist absurd. Die Unterschiedlichkeit von Mann und Frau ist gewollt. Das ist kein Fehler, sondern das Leben wird dadurch bereichert. Wir ergänzen uns in unseren Eigenschaften und Fähigkeiten. So zu tun, als wären wir alle gleich, verleugnet einen Teil unseres Wesens.

Heiß?t das, dass Familien an der traditionellen Rollenaufteilung festhalten sollten? Also der Mann geht in die Firma, die Frau bleibt daheim bei den Kindern?

Nein, nicht zwangsläufig. Man muss sich aber bewusst machen, dass die Mehrheit der Deutschen nach wie vor so lebt. 80 Prozent der Frauen bleiben in den ersten Lebensjahren ihres Kindes daheim. Heute wollen viele Frauen diese Rollenaufteilung, allerdings nur für eine gewisse Zeitspanne. Wir haben mehr hochqualifizierte Frauen als je zuvor, und sie wollen und sollen ihre Fähigkeiten am Arbeitsmarkt einsetzen. Die Rahmenbedingungen müssen ihnen das ermöglichen -?? ohne dabei Frauen, die sich dafür entscheiden, bei den Kindern zu bleiben, unter Rechtfertigungsdruck zu setzen. Mir ist es ein Anliegen, dass Familien selbstständig entscheiden, in welchem Umfang Vater und Mutter arbeiten, beziehungsweise sie bei den Kindern sind. Das geht den Staat nichts an, das kann man nicht mit Gleichstellungsbeauftragten und Vorschriften regeln. Dass Männer und Frauen unterschiedlich sind, heiß?t ja   nicht, dass das eine Geschlecht das andere in irgendeiner Form unterdrücken müsste. Das ist auch von der göttlichen Schöpfung nicht gewollt. Aber auch nach 100 Jahren Diskussion bleibt es dabei, dass Männer Kinder zeugen und Frauen Kinder gebären. Und aus der Perspektive des Kindes sind sowohl Mutter als auch Vater wichtig.

Aber nicht in allen Familien werden die Kinder auch wirklich fit fürs Leben gemacht. Der Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln, Heinz Buschkowsky, fordert deshalb eine Kindergartenpflicht ab dem ersten Geburtstag. Dann könnten Mütter auch schneller wieder arbeiten. 

Heinz Buschkowsky ist geprägt von dem Milieu, in dem er lebt. Die überwältigende Mehrheit der Kinder in Deutschland wächst sehr gut bei ihren Eltern auf. Eine Kindergartenpflicht ist in meinen Augen ein schwerer Eingriff in die Autonomie der Familien und daher grundgesetzwidrig. Das Grundgesetz gibt uns nicht nur die Pflicht, sondern auch das Recht, unsere Kinder nach unseren Werten zu erziehen. Sobald Kinder in eine staatliche Einrichtung gehen, müssen wir fragen, nach welchen Richtlinien und Maßstäben sie dort erzogen werden. Welches Amt bestimmt denn, welche Werte an meine Kinder weitergegeben werden sollen, mit welchem Recht übernimmt der Staat meine Aufgabe als Mutter? Auß?erdem: Auch Eltern wachsen mit ihren Herausforderungen, sind in einem Lernprozess. Mir hat noch kein Wissenschaftler erklären können, wie man Elternkompetenz stärkt, indem man die Eltern von ihrem Kind trennt. Die Bindung zwischen einem Kind und seinen Eltern ist etwas Einzigartiges und kann auch von einer liebevollen Erzieherin nicht ersetzt werden. Ein Kind braucht Vater und Mutter. 

Haben Sie sich deswegen in der Sendung â??hart aber fairâ?? gegen ein Adoptionsrecht für homosexuelle Paare ausgesprochen?

Bei dieser Frage geht es darum, ob homosexuelle Paare ein Recht auf ein Kind haben. Das haben sie nicht â?? ebensowenig wie heterosexuelle Paare. Ein Kind ist ein Geschenk, darauf gibt es kein Anrecht. Wenn es um Adoptivkinder geht, muss das Wohl des Kindes ausschlaggebend sein. In meinen Augen ist es für ein Kind am Besten, Vater und Mutter zu haben. Kinder reagieren auf Vater und Mutter sehr unterschiedlich, der männliche und weibliche Einfluss ist für die Identitätsfindung eines Kindes extrem wichtig. Solange wir Kindern dies bieten könnten, sollten wir es auch tun. Es gibt in Deutschland eine Vielzahl von Paaren, die ein Kind adoptieren wollen, und nur für jedes achte Paar ist ein Kind da. Im Interesse der Entwicklung dieser Kinder sollten heterosexuelle Paare bevorzugt werden. Ich sage aber auch: Bevor ein Kind im Heim aufwächst, ist es bei einem homosexuellen Paar besser aufgehoben. Gäbe es mehr Kinder als adoptionswillige Hetero-Paare, sollten auch homosexuelle Paare adoptieren dürfen. Diese Konstellation ist aber 
Fiktion.

Sie wurden nach den Sendung öffentlich beschimpft und bedroht. Hat Sie das überrascht? 

Ich habe mit Widerstand gerechnet, weil man in Deutschland nicht ungestraft gegen die Homo-Ehe sein kann. Die Heftigkeit hat mich dann doch etwas überrascht. Etwa 90 Prozent der Reaktionen, die mich erreicht haben, waren zustimmend. Von den ablehnenden Zuschriften waren fast alle auf einem Niveau, das nicht zitierfähig ist. Man hat versucht, mich durch persönliche Angriffe zu diskreditieren und mundtot zu machen. Sowas tangiert mich aber nicht. Ich habe Homosexuelle in meinem Bekanntenkreis, mit denen ich gut und sachlich diskutieren kann. Das sind ganz normale Menschen, die sich durch die oft aggressiven Vorzeige-Schwulen, die man aus dem Fernsehen kennt, nicht repräsentiert fühlen. 

In Paris haben im Januar Hunderttausende gegen die Homo-Ehe demon-striert. In Deutschland wäre das kaum denkbar ...

Ich bewundere die Franzosen für ihren Mut, geradeheraus zu sagen, was sie denken. Ich glaube, wenn wir in Deutschland eine geheime Abstimmung über die Homo-Ehe hätten, gäbe es eine breite Ablehnung. Aber es ist fast unmöglich, bei uns über dieses Thema zu diskutieren, Sie werden sofort von allen Seiten angegriffen. Sie finden keinen Püolitiker, und übrigens auch keinen kirchlichen Amts- und Würdenträger mehr, der es wagt, sich kritisch dazu zu äußern. Bei der Kundgebung in Frankreich waren Geistliche dabei und auch mehrere Tausend Bürgermeister. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich in Deutschland auch nur ein Bürgermeister so etwas trauen würde, weil er wüsste, dass er hinterher politisch tot ist. Homosexualität ist ein solches Reizthema, dass der Ton schnell aggressiv wird und man nicht mehr sachlich diskutieren kann. Es gibt leider Themen, über die man in Deutschland nicht reden darf. Das Problem ist auch, dass Medienschaffende eine sehr homogene Gruppe sind. Es gibt mehrere Erhebungen, die belegen, dass Journalisten in Deutschland eher links stehen, auf Seiten von rot-grün. Nähmen an der Bundestagswahl nur Journalisten teil, käme schwarz-gelb auf gerade mal 20 Prozent. Das schlägt sich auf die Berichterstattung nieder, Fakten und Meinungen werden nicht sauber getrennt. Ich kenne das ja auch von mir selber: Ich schreibe, was ich denke. Durch die Homogenität der Medienmacher wird ein großer Teil der Gesellschaft zu wenig abgebildet.

Hat Gender-Mainstreaming Zukunft?

In Norwegen wurde seit gut 20 Jahren das Gender-Mainstreaming auf die Spitze getrieben, und letztes Jahr ist das komplette Kartenhaus zusammengebrochen. Ein Kabarettist hat eine Dokumentation gedreht, die den Irrsinn dieser Ideologie aufgezeigt hat. Es entstand eine breite Diskussion darüber, ob Gender-Mainstreaming wirklich eine so gute Idee war. Am Ende der Debatte wurden immerhin 60 Millionen Euro an staatlichen Fördergeldern für Gender Studies gestrichen. Offenbar hat es den Narren am Hof gebraucht, um zu zeigen, dass der Kaiser keine Kleider anhat. Wenn wir in Deutschland so weitermachen, kommen wir vielleicht auch an diesen Punkt. Aber vielleicht muss erst alles schlimmer werden, bevor es besser wird.

Vielen Dank für das Gespräch! 

Birgit Kelle wurde 1975 in Siebenbürgen geboren. Sie absolvierte ein redaktionelles Volontariat beim Badischen Verlag in Freiburg. Heute schreibt sie Kolumnen für verschiedene Magazine, ist Vorsitzende des Vereins "??Frau 2000plus" sowie Vorstandsmitglied des Familien-Dachverbandes "??New Women for Europe"?? mit Beraterstatus am Europäischen Parlament. Kelle lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in der Nähe von Düsseldorf.

(Quelle: Christliches Medienmagazin pro | www.pro-medienmagazin.de" pro erscheint sechsmal jährlich kostenfrei, Bestellung unter pro.medienmagazin.de (http://www.pro-medienmagazin.de/pro_bestellen.html)
Der Erfolg der Gender-Theorie ist vor allem ein politischer. 1985 diskutierten Delegierte auf der Weltfrauenkonferenz der Vereinten Nationen (UN) erstmals den Begriff 
"Gender-Mainstreaming"??. Auf der Weltfrauenkonferenz 1995 in Peking wurde er zum offiziellen politischen Programm. Von den UN aus sickerte der Begriff auch in die unteren Ebenen, die Europäische Union (EU) und nach Deutschland. Gender-Mainstreaming ist in der EU und der Bundesrepublik offizielles Programm. "To mainstream" bedeutet in diesem Zusammenhang "berücksichtigen" oder "??einbinden"??. Auf allen gesellschaftlichen Ebenen sollen die Verantwortlichen darauf achten, dass es unterschiedliche Geschlechter gibt, die ihre eigenen Bedürfnisse haben. Das Ziel: Gleichberechtigung. Das klingt zunächst wie ein Anliegen, das jeder vertreten kann.

Doch hinter dem Begriff steckt mehr. Warum steht in den UN-Dokumenten zum Beispiel nicht "??Sex-Mainstreaming"??, was sich auf das biologische Geschlecht beziehen würde? Genau genommen handelt es sich dabei um einen der größ?ten Erfolge, den Lobbyisten in den letzten Jahrzehnten erzielen konnten. Denn mit "??Gender"?? hatten sie der Politik ein Wort untergejubelt, das sie selbst mit Inhalt füllen konnten: Nicht die Biologie und die Erziehung prägen die Geschlechterrollen, sondern nur die Erziehung. Die wenigsten Teilnehmer der Weltfrauenkonferenz dürften sich darüber im Klaren gewesen sein. Sie wollten sich einfach für die Frauen einsetzen, die unter schlimmsten Diskriminierungen litten. Es ist verständlich, dass Vokabeln egal sind, wenn die Frauen im eigenen Land nicht studieren dürfen, sexuelle Belästigungen ertragen müssen und als weniger wertvoll gelten als der Mann. Wer groß?en Durst hat, kümmert sich nicht darum, was auf der Flasche steht.

So geht es offenbar auch den meisten EU-Abgeordneten. "??Vielleicht fünf Prozent" würden die Gender-Theorie vertreten, die restlichen â??schauen einen mit großen Augen an", wenn sie erführen, wofür sie gerade wirklich abgestimmt hätten, berichtet ein Insider. Die, die es wüssten, würden es absichtlich verschweigen und die anderen â??ins Messer laufen lassenâ??. Die Kommission würde das Wort "Gender"?? nur benutzen, weil das jeder tue. In der deutschen Politik ist es ähnlich. Die "??Welt am Sonntag"?? befragte 2009 die Familienministerin Kristina Schröder -?? damals noch Köhler - zu Gender-Mainstreaming. Sie antwortete, zwar solle der Staat alle Hürden für eine junge Frau aus dem Weg räumen, wenn sie Elektrotechnik studieren wolle. "Aber der Staat sollte nicht zwanghaft versuchen zu erreichen, dass 50 Prozent der Elektrotechnikstudenten weiblich sind."?? Doch genau das wäre die Konsequenz aus der Gender-Theorie: Wenn es keine biologisch begründeten Unterschiede zwischen Mann und Frau gibt, dann werden sie auch alle dieselben Interessen und Wünsche haben. Ansonsten stünde der echten Gleichheit noch etwas im Weg. Doch offenbar sind sich nur wenige Politiker darüber im Klaren.

"Junge oder Mädchen -?? du weißt es einfach"

FAZ-Autor Volker Zastrow hatte schon 2006 vor den fragwürdigen Voraussetzungen der "??politischen Geschlechtsumwandlung"?? gewarnt, wie er Gender-Mainstreaming in einem Artikel und einem darauf folgenden Buch bezeichnete. Der Spiegel-Journalist René Pfister stimmte mit ein. Gender-Mainstreaming wolle â??nicht nur die Lage der Menschen ändern, sondern die Menschen selbst"??. Die Reaktionen darauf bestätigten aber nur die kritischen Ansichten Zastrows und Pfisters. So schreibt Ulrike Frobäse in dem Gender-Buch "??Nie wieder Sex"??, dass "menschliche Identität schon immer "??hergestellt"?? worden sei. Die beiden Journalisten wollten nur verhindern, dass jetzt auch Frauen und transsexuelle Menschen das Geschlecht formen würden; sie fühlten sich "??in ihrer Identität als alleinige Wächter menschlicher und männlicher Norm" bedroht.
David Reimer haben solche Theorien jedenfalls nicht geholfen. "??Ich bin kein Professor. Aber du wachst nicht eines Morgens auf und entscheidest dich, ein Junge oder ein Mädchen zu sein -?? du weiß?t es einfach", hat er einst gesagt. 



Nicht irritieren lassen

Ein Kommentar von Nicolai Franz

Die Gender-Theorie ist Unfug. Seit dem Film des Norwegers Harald Eia realisieren das auch immer mehr Politiker. Christen sollten die Sache entspannt sehen - und sich umso mehr gegen Diskriminierung stark machen.

Ist ja alles richtig. Ja, die Gender-Ideologie ist pseudowissenschaftlicher Unsinn, der in der Vergangenheit zu absurden Forderungen geführt hat. Zum Beispiel bei der Sprachhygiene. Aus "Freunden"?? wurden "??Freundinnen und Freunde", "das "??taz-I"?? oder "??Binnen-I"?? gebietet sogar, "FreundInnen"?? zu schreiben. Obwohl Sprachliebhaber schon dabei Augenschmerzen bekommen, geht das besonders orthodoxen Anti-Diskriminierern noch nicht weit genug: "Freund_innen"?? muss es heißen. Oder "Vergewaltiger_innen"??, wie es der konservative Journalist Jan Fleischhauer einer Vertreterin der Grünen Jugend entlockte. Der Grund: Auch die, die sich keinem Geschlecht zugehörig fühlen, müssen berücksichtigt werden. Nur der Unterstrich verdeutlicht den angeblich fließenden Ü?bergang der Geschlechter. Die allermeisten Menschen halten das Gebaren der Gender-Ideolog_innen für Mumpitz. Deswegen musste nach dem Enthüllungsfilm des Norwegers Harald Eia auch das Nordic Gender Institute schließ?en. Ist ja alles richtig.

Doch Christen machen oft den Fehler, hinter jeder Maßnahme zur Gleichberechtigung den "??Dämon des Gender-Wahns" zu vermuten. Dabei sollten gerade Gläubige mit aller Kraft für den Schutz von Frauen kämpfen. Noch immer wird weltweit Millionen von Frauen der Zugang zu Bildung verwehrt, sie werden als Sexsklavinnen verkauft, in China werden Mädchen abgetrieben, weil männliche Nachkommen als wertvoller gelten. In Deutschland verdienen Frauen immer noch weniger als Männer, auch wenn sie die gleiche Arbeit tun. Von Sexismus ganz zu schweigen. Wer daran glaubt, dass Gott die Menschen als Mann und Frau geschaffen hat und sie liebt, sollte sich umso mehr für den Schutz der Schwachen und Verletzten einsetzen. Paradoxerweise sind das oft die lautesten Pro-Gender-Schreihälse. Auch hinter Ideologien stecken Menschen mit persönlichen Erfahrungen und Verletzungen. Der Feminismus ist nicht umsonst in einer Zeit entstanden, in der Frauen sich als Menschen zweiter Klasse fühlten und sich zu Recht dagegen auflehnten. Das erklärt auch, warum die meisten jüngeren Studentinnen die Geschlechter-Debatte entspannter sehen als ihre kratzbürstigen Professor_innen. Gelassenheit ist nicht der schlechteste Ratgeber.


"Uns wird eine Ideologie übergestülpt"

Gender-Mainstreaming betrachtet das Geschlecht nicht als etwas Biologisches, sondern als soziales Konstrukt. Für die katholische Journalistin Birgit Kelle ist das ideologisches Gedankengut und gefährdet die Demokratie. Im ARD-Talk "hart aber fair"?? wurde sie beschimpft, weil sie ein Adoptionsrecht für homosexuelle Paare ablehnt. pro hat die Mutter von vier Kindern besucht. | Die Fragen stellte Moritz Breckner

pro: Frau Kelle, angenommen, die Politik in Deutschland hält an Gender- Mainstreaming fest -?? wie wird das unsere Gesellschaft in den nächsten 20 Jahren verändern?

Birgit Kelle: Ich glaube, dass dies ganz verheerende Auswirkungen hätte. Die sowieso niedrige Geburtenrate würde dramatisch einbrechen. Unsere Familienstrukturen würden sich langfristig verändern -?? weniger Menschen würden heiraten und stattdessen nur zeitweise Beziehungen haben. Unsere Gesellschaft würde anonymer, weil die Geschlechter nur noch androgyn (geschlechtslos, d. Red.)nebeneinander herleben. Die Menschen wü¼rden durch diese Veränderungen ganz bestimmt nicht glücklich. Und ich glaube, dass eine solche Gesellschaft anfälliger wird für totalitäre Regime. Wenn der Mensch von Kindheit an keine Identität mehr findet, ist er leichter zu formen und zu führen. Das macht mir Angst.

Übertreiben Sie da nicht? In Frankreich ist Gender-Mainstreaming deutlich etablierter als in Deutschland. Das Land ist nach wie vor demokratisch und die Geburtenrate ist höher als bei uns.

Frankreich tut ganz andere Dinge, um Familien zu unterstützen, als wir. Dort fördert man zum Beispiel massiv steuerlich das dritte Kind in der Familie, während man bei uns ab dem dritten Kind als Familie in die Armutsfalle rutschen kann. Man muss immer die Gesamtheit der Instrumente betrachten. Einzelne Staaten lassen sich nur schwer direkt vergleichen, weil auch geschichtliche und kulturelle Unterschiede eine Rolle spielen. Die USA unterstützen zum Beispiel Kindergärten und Krippen von staatlicher Seite aus nahezu gar nicht, haben aber eine ähnliche Geburtenrate wie die Skandinavier, die voll auf staatliche Krippen setzen.

Sie bezeichnen Gender-Mainstreaming als eine Ideologie, die wissenschaftlich nicht bewiesen wurde. Wie konnte Gender-Mainstreaming dann überhaupt so einflussreich werden? 
Das ist in der Tat ein erstaunliches Phänomen. Wir haben es beim Gender-Mainstreaming mit einer Top-Down-Bewegung zu tun, das heiß?t, anders als im demokratischen Prozess üblich, ging diese Idee nicht von der breiten Masse der Bürger, sondern von einer kleinen Gruppe aus. Begonnen hat das in den Vereinten Nationen, dort ist das Konzept zum ersten Mal verankert worden. Von der UN-Ebene aus ging die Idee auf die nächsten Stufen, also die EU und die Nationalstaaten. Manche Staaten haben gezögert, aber in Deutschland ist Gender-Mainstreaming auf fruchtbaren Boden gefallen. Das Familienministerium hat die Idee relativ freudig und völlig widerspruchslos einfach hingenommen. Zusammengefasst: Den Bürgern wird hier eine Ideologie übergestülpt, die überhaupt nicht ihren Bedürfnissen entspricht.

Eine große Anzahl von Wissenschaftlern nimmt Gender-Mainstreaming sehr ernst. Glauben Sie wirklich, dass die sich alle irren?

Fakt ist, dass zahlreiche Forscher und vor allem Forscherinnen in dem Feld offensichtlich versuchen, ein Wunschbild zu beweisen, anstatt sich an Fakten zu orientieren. Bis heute konnte niemand, wirklich niemand, nachweisen, dass das biologische Geschlecht irrelevant ist und die Frage des Geschlechtes nur eine soziale Konstruktion sei. Dennoch tun wir so, als ob das so ist. Das Einfrieren der Gelder für die Gender-Forschung in Norwegen hat doch gezeigt, dass sich die Wissenschaft in dieser Sache ganz und gar nicht einig ist. Ich erwarte von der Wissenschaft, dass sie unvoreingenommen ist und nicht einfach die Ergebnisse produziert, die gewünscht sind. 

Gibt es Auswüchse von Gender-Mainstreaming, die Sie besonders irritieren? 

Ja, nämlich dass wir anfangen, auf sprachlicher Ebene das Mann- oder Frau-sein neu zu definieren. In der Schweiz werden die Wörter "Vater" und "??Mutter"?? aus amtlichen Dokumenten entfernt und durch die Begriffe "??Elter 1"?? und "??Elter 2"?? ersetzt. Auch in den USA gibt es Beispiele dieser Art. Es wird versucht, über die Sprache eine Geschlechtszuordnung zu vermeiden. So wandelt sich nebenbei auch der "??Eltern"??-Begriff: Eltern sind nicht mehr leibliche Eltern, sondern ein soziales Konstrukt, das angeblich jeder erfüllen kann. Der Lebenspartner des Sängers Elton John beispielsweise ist auf der Geburtsurkunde seines Adoptivsohnes als "Mutter"?? eingetragen. Heute lächeln wir darüber, aber die Frage ist, was das langfristig mit unserer Gesellschaft macht. 

Was stört Sie als engagierte Christin an Gender-Mainstreaming? 

Ich bin gar nicht in erster Linie gegen Gender-Mainstreaming, weil ich Christin bin, sondern weil ihm ein völlig falsches Konzept vom Menschen zu Grunde liegt und es negiert, dass Mannsein und Frausein etwas Unterschiedliches ist. Natürlich bin ich durch das christliche Menschenbild geprägt, wonach Mann und Frau verschieden geschaffen sind. Davon würde ich aber auch ohne meinen Glauben ausgehen, denn unsere ganze Natur ist bipolar angelegt. Dass man jetzt Geschlechter als nebensächliches "??soziales Konstrukt"?? definieren will, ist absurd. Die Unterschiedlichkeit von Mann und Frau ist gewollt. Das ist kein Fehler, sondern das Leben wird dadurch bereichert. Wir ergänzen uns in unseren Eigenschaften und Fähigkeiten. So zu tun, als wären wir alle gleich, verleugnet einen Teil unseres Wesens.

Heiß?t das, dass Familien an der traditionellen Rollenaufteilung festhalten sollten? Also der Mann geht in die Firma, die Frau bleibt daheim bei den Kindern?

Nein, nicht zwangsläufig. Man muss sich aber bewusst machen, dass die Mehrheit der Deutschen nach wie vor so lebt. 80 Prozent der Frauen bleiben in den ersten Lebensjahren ihres Kindes daheim. Heute wollen viele Frauen diese Rollenaufteilung, allerdings nur für eine gewisse Zeitspanne. Wir haben mehr hochqualifizierte Frauen als je zuvor, und sie wollen und sollen ihre Fähigkeiten am Arbeitsmarkt einsetzen. Die Rahmenbedingungen müssen ihnen das ermöglichen -?? ohne dabei Frauen, die sich dafür entscheiden, bei den Kindern zu bleiben, unter Rechtfertigungsdruck zu setzen. Mir ist es ein Anliegen, dass Familien selbstständig entscheiden, in welchem Umfang Vater und Mutter arbeiten, beziehungsweise sie bei den Kindern sind. Das geht den Staat nichts an, das kann man nicht mit Gleichstellungsbeauftragten und Vorschriften regeln. Dass Männer und Frauen unterschiedlich sind, heiß?t ja   nicht, dass das eine Geschlecht das andere in irgendeiner Form unterdrücken müsste. Das ist auch von der göttlichen Schöpfung nicht gewollt. Aber auch nach 100 Jahren Diskussion bleibt es dabei, dass Männer Kinder zeugen und Frauen Kinder gebären. Und aus der Perspektive des Kindes sind sowohl Mutter als auch Vater wichtig.

Aber nicht in allen Familien werden die Kinder auch wirklich fit fürs Leben gemacht. Der Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln, Heinz Buschkowsky, fordert deshalb eine Kindergartenpflicht ab dem ersten Geburtstag. Dann könnten Mütter auch schneller wieder arbeiten. 

Heinz Buschkowsky ist geprägt von dem Milieu, in dem er lebt. Die überwältigende Mehrheit der Kinder in Deutschland wächst sehr gut bei ihren Eltern auf. Eine Kindergartenpflicht ist in meinen Augen ein schwerer Eingriff in die Autonomie der Familien und daher grundgesetzwidrig. Das Grundgesetz gibt uns nicht nur die Pflicht, sondern auch das Recht, unsere Kinder nach unseren Werten zu erziehen. Sobald Kinder in eine staatliche Einrichtung gehen, müssen wir fragen, nach welchen Richtlinien und Maßstäben sie dort erzogen werden. Welches Amt bestimmt denn, welche Werte an meine Kinder weitergegeben werden sollen, mit welchem Recht übernimmt der Staat meine Aufgabe als Mutter? Auß?erdem: Auch Eltern wachsen mit ihren Herausforderungen, sind in einem Lernprozess. Mir hat noch kein Wissenschaftler erklären können, wie man Elternkompetenz stärkt, indem man die Eltern von ihrem Kind trennt. Die Bindung zwischen einem Kind und seinen Eltern ist etwas Einzigartiges und kann auch von einer liebevollen Erzieherin nicht ersetzt werden. Ein Kind braucht Vater und Mutter. 

Haben Sie sich deswegen in der Sendung â??hart aber fairâ?? gegen ein Adoptionsrecht für homosexuelle Paare ausgesprochen?

Bei dieser Frage geht es darum, ob homosexuelle Paare ein Recht auf ein Kind haben. Das haben sie nicht â?? ebensowenig wie heterosexuelle Paare. Ein Kind ist ein Geschenk, darauf gibt es kein Anrecht. Wenn es um Adoptivkinder geht, muss das Wohl des Kindes ausschlaggebend sein. In meinen Augen ist es für ein Kind am Besten, Vater und Mutter zu haben. Kinder reagieren auf Vater und Mutter sehr unterschiedlich, der männliche und weibliche Einfluss ist für die Identitätsfindung eines Kindes extrem wichtig. Solange wir Kindern dies bieten könnten, sollten wir es auch tun. Es gibt in Deutschland eine Vielzahl von Paaren, die ein Kind adoptieren wollen, und nur für jedes achte Paar ist ein Kind da. Im Interesse der Entwicklung dieser Kinder sollten heterosexuelle Paare bevorzugt werden. Ich sage aber auch: Bevor ein Kind im Heim aufwächst, ist es bei einem homosexuellen Paar besser aufgehoben. Gäbe es mehr Kinder als adoptionswillige Hetero-Paare, sollten auch homosexuelle Paare adoptieren dürfen. Diese Konstellation ist aber 
Fiktion.

Sie wurden nach den Sendung öffentlich beschimpft und bedroht. Hat Sie das überrascht? 

Ich habe mit Widerstand gerechnet, weil man in Deutschland nicht ungestraft gegen die Homo-Ehe sein kann. Die Heftigkeit hat mich dann doch etwas überrascht. Etwa 90 Prozent der Reaktionen, die mich erreicht haben, waren zustimmend. Von den ablehnenden Zuschriften waren fast alle auf einem Niveau, das nicht zitierfähig ist. Man hat versucht, mich durch persönliche Angriffe zu diskreditieren und mundtot zu machen. Sowas tangiert mich aber nicht. Ich habe Homosexuelle in meinem Bekanntenkreis, mit denen ich gut und sachlich diskutieren kann. Das sind ganz normale Menschen, die sich durch die oft aggressiven Vorzeige-Schwulen, die man aus dem Fernsehen kennt, nicht repräsentiert fühlen. 

In Paris haben im Januar Hunderttausende gegen die Homo-Ehe demon-striert. In Deutschland wäre das kaum denkbar ...

Ich bewundere die Franzosen für ihren Mut, geradeheraus zu sagen, was sie denken. Ich glaube, wenn wir in Deutschland eine geheime Abstimmung über die Homo-Ehe hätten, gäbe es eine breite Ablehnung. Aber es ist fast unmöglich, bei uns über dieses Thema zu diskutieren, Sie werden sofort von allen Seiten angegriffen. Sie finden keinen Püolitiker, und übrigens auch keinen kirchlichen Amts- und Würdenträger mehr, der es wagt, sich kritisch dazu zu äußern. Bei der Kundgebung in Frankreich waren Geistliche dabei und auch mehrere Tausend Bürgermeister. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich in Deutschland auch nur ein Bürgermeister so etwas trauen würde, weil er wüsste, dass er hinterher politisch tot ist. Homosexualität ist ein solches Reizthema, dass der Ton schnell aggressiv wird und man nicht mehr sachlich diskutieren kann. Es gibt leider Themen, über die man in Deutschland nicht reden darf. Das Problem ist auch, dass Medienschaffende eine sehr homogene Gruppe sind. Es gibt mehrere Erhebungen, die belegen, dass Journalisten in Deutschland eher links stehen, auf Seiten von rot-grün. Nähmen an der Bundestagswahl nur Journalisten teil, käme schwarz-gelb auf gerade mal 20 Prozent. Das schlägt sich auf die Berichterstattung nieder, Fakten und Meinungen werden nicht sauber getrennt. Ich kenne das ja auch von mir selber: Ich schreibe, was ich denke. Durch die Homogenität der Medienmacher wird ein großer Teil der Gesellschaft zu wenig abgebildet.

Hat Gender-Mainstreaming Zukunft?

In Norwegen wurde seit gut 20 Jahren das Gender-Mainstreaming auf die Spitze getrieben, und letztes Jahr ist das komplette Kartenhaus zusammengebrochen. Ein Kabarettist hat eine Dokumentation gedreht, die den Irrsinn dieser Ideologie aufgezeigt hat. Es entstand eine breite Diskussion darüber, ob Gender-Mainstreaming wirklich eine so gute Idee war. Am Ende der Debatte wurden immerhin 60 Millionen Euro an staatlichen Fördergeldern für Gender Studies gestrichen. Offenbar hat es den Narren am Hof gebraucht, um zu zeigen, dass der Kaiser keine Kleider anhat. Wenn wir in Deutschland so weitermachen, kommen wir vielleicht auch an diesen Punkt. Aber vielleicht muss erst alles schlimmer werden, bevor es besser wird.

Vielen Dank für das Gespräch! 

Birgit Kelle wurde 1975 in Siebenbürgen geboren. Sie absolvierte ein redaktionelles Volontariat beim Badischen Verlag in Freiburg. Heute schreibt sie Kolumnen für verschiedene Magazine, ist Vorsitzende des Vereins "??Frau 2000plus" sowie Vorstandsmitglied des Familien-Dachverbandes "??New Women for Europe"?? mit Beraterstatus am Europäischen Parlament. Kelle lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in der Nähe von Düsseldorf.

(Quelle: Christliches Medienmagazin pro | www.pro-medienmagazin.de" pro erscheint sechsmal jährlich kostenfrei, Bestellung unter pro.medienmagazin.de (http://www.pro-medienmagazin.de/pro_bestellen.html)

Der Erfolg der Gender-Theorie ist vor allem ein politischer. 1985 diskutierten Delegierte auf der Weltfrauenkonferenz der Vereinten Nationen (UN) erstmals den Begriff "Gender-Mainstreaming". Auf der Weltfrauenkonferenz 1995 in Peking wurde er zum offiziellen politischen Programm. Von den UN aus sickerte der Begriff auch in die unteren Ebenen, die Europäische Union (EU) und nach Deutschland. Gender-Mainstreaming ist in der EU und der Bundesrepublik offizielles Programm. "To mainstream" bedeutet in diesem Zusammenhang "berücksichtigen" oder "einbinden". Auf allen gesellschaftlichen Ebenen sollen die Verantwortlichen darauf achten, dass es unterschiedliche Geschlechter gibt, die ihre eigenen Bedürfnisse haben. Das Ziel: Gleichberechtigung. Das klingt zunächst wie ein Anliegen, das jeder vertreten kann.
 
Doch hinter dem Begriff steckt mehr. Warum steht in den UN-Dokumenten zum Beispiel nicht "Sex-Mainstreaming", was sich auf das biologische Geschlecht beziehen würde? Genau genommen handelt es sich dabei um einen der größten Erfolge, den Lobbyisten in den letzten Jahrzehnten erzielen konnten. Denn mit "Gender" hatten sie der Politik ein Wort untergejubelt, das sie selbst mit Inhalt füllen konnten: Nicht die Biologie und die Erziehung prägen die Geschlechterrollen, sondern nur die Erziehung. Die wenigsten Teilnehmer der Weltfrauenkonferenz dürften sich darüber im Klaren gewesen sein. Sie wollten sich einfach für die Frauen einsetzen, die unter schlimmsten Diskriminierungen litten. Es ist verständlich, dass Vokabeln egal sind, wenn die Frauen im eigenen Land nicht studieren dürfen, sexuelle Belästigungen ertragen müssen und als weniger wertvoll gelten als der Mann. Wer großen Durst hat, kümmert sich nicht darum, was auf der Flasche steht.
 
So geht es offenbar auch den meisten EU-Abgeordneten. "Vielleicht fünf Prozent" würden die Gender-Theorie vertreten, die restlichen schauen einen mit großen Augen an", wenn sie erführen, wofür sie gerade wirklich abgestimmt hätten, berichtet ein Insider. Die, die es wüssten, würden es absichtlich verschweigen und die anderen ins Messer laufen lassen. Die Kommission würde das Wort "Gender" nur benutzen, weil das jeder tue. In der deutschen Politik ist es ähnlich. Die "Welt am Sonntag" befragte 2009 die Familienministerin Kristina Schröder - damals noch Köhler - zu Gender-Mainstreaming. Sie antwortete, zwar solle der Staat alle Hürden für eine junge Frau aus dem Weg räumen, wenn sie Elektrotechnik studieren wolle. "Aber der Staat sollte nicht zwanghaft versuchen zu erreichen, dass 50 Prozent der Elektrotechnikstudenten weiblich sind." Doch genau das wäre die Konsequenz aus der Gender-Theorie: Wenn es keine biologisch begründeten Unterschiede zwischen Mann und Frau gibt, dann werden sie auch alle dieselben Interessen und Wünsche haben. Ansonsten stünde der echten Gleichheit noch etwas im Weg. Doch offenbar sind sich nur wenige Politiker darüber im Klaren.
 
"Junge oder Mädchen - du weißt es einfach"
 
 FAZ-Autor Volker Zastrow hatte schon 2006 vor den fragwürdigen Voraussetzungen der "politischen Geschlechtsumwandlung" gewarnt, wie er Gender-Mainstreaming in einem Artikel und einem darauf folgenden Buch bezeichnete. Der Spiegel-Journalist René Pfister stimmte mit ein. Gender-Mainstreaming wolle "nicht nur die Lage der Menschen ändern, sondern die Menschen selbst". Die Reaktionen darauf bestätigten aber nur die kritischen Ansichten Zastrows und Pfisters. So schreibt Ulrike Frobäse in dem Gender-Buch "Nie wieder Sex", dass "menschliche Identität schon immer "hergestellt" worden sei. Die beiden Journalisten wollten nur verhindern, dass jetzt auch Frauen und transsexuelle Menschen das Geschlecht formen würden; sie fühlten sich "in ihrer Identität als alleinige Wächter menschlicher und männlicher Norm" bedroht.
David Reimer haben solche Theorien jedenfalls nicht geholfen. "Ich bin kein Professor. Aber du wachst nicht eines Morgens auf und entscheidest dich, ein Junge oder ein Mädchen zu sein - du weißt es einfach", hat er einst gesagt.
 
Nicht irritieren lassen
 
Ein Kommentar von Nicolai Franz
 
Die Gender-Theorie ist Unfug. Seit dem Film des Norwegers Harald Eia realisieren das auch immer mehr Politiker. Christen sollten die Sache entspannt sehen - und sich umso mehr gegen Diskriminierung stark machen.
 
Ist ja alles richtig. Ja, die Gender-Ideologie ist pseudowissenschaftlicher Unsinn, der in der Vergangenheit zu absurden Forderungen geführt hat. Zum Beispiel bei der Sprachhygiene. Aus "Freunden" wurden "Freundinnen und Freunde", "das "taz-I" oder "Binnen-I" gebietet sogar, "FreundInnen" zu schreiben. Obwohl Sprachliebhaber schon dabei Augenschmerzen bekommen, geht das besonders orthodoxen Anti-Diskriminierern noch nicht weit genug: "Freund_innen" muss es heißen. Oder "Vergewaltiger_innen", wie es der konservative Journalist Jan Fleischhauer einer Vertreterin der Grünen Jugend entlockte. Der Grund: Auch die, die sich keinem Geschlecht zugehörig fühlen, müssen berücksichtigt werden. Nur der Unterstrich verdeutlicht den angeblich fließenden Übergang der Geschlechter. Die allermeisten Menschen halten das Gebaren der Gender-Ideolog_innen für Mumpitz. Deswegen musste nach dem Enthüllungsfilm des Norwegers Harald Eia auch das Nordic Gender Institute schließen. Ist ja alles richtig.
 
 Doch Christen machen oft den Fehler, hinter jeder Maßnahme zur Gleichberechtigung den "Dämon des Gender-Wahns" zu vermuten. Dabei sollten gerade Gläubige mit aller Kraft für den Schutz von Frauen kämpfen. Noch immer wird weltweit Millionen von Frauen der Zugang zu Bildung verwehrt, sie werden als Sexsklavinnen verkauft, in China werden Mädchen abgetrieben, weil männliche Nachkommen als wertvoller gelten. In Deutschland verdienen Frauen immer noch weniger als Männer, auch wenn sie die gleiche Arbeit tun. Von Sexismus ganz zu schweigen. Wer daran glaubt, dass Gott die Menschen als Mann und Frau geschaffen hat und sie liebt, sollte sich umso mehr für den Schutz der Schwachen und Verletzten einsetzen. Paradoxerweise sind das oft die lautesten Pro-Gender-Schreihälse. Auch hinter Ideologien stecken Menschen mit persönlichen Erfahrungen und Verletzungen. Der Feminismus ist nicht umsonst in einer Zeit entstanden, in der Frauen sich als Menschen zweiter Klasse fühlten und sich zu Recht dagegen auflehnten. Das erklärt auch, warum die meisten jüngeren Studentinnen die Geschlechter-Debatte entspannter sehen als ihre kratzbürstigen Professor_innen. Gelassenheit ist nicht der schlechteste Ratgeber.
 
"Uns wird eine Ideologie übergestülpt"
 
Gender-Mainstreaming betrachtet das Geschlecht nicht als etwas Biologisches, sondern als soziales Konstrukt. Für die katholische Journalistin Birgit Kelle ist das ideologisches Gedankengut und gefährdet die Demokratie. Im ARD-Talk "hart aber fair" wurde sie beschimpft, weil sie ein Adoptionsrecht für homosexuelle Paare ablehnt. pro hat die Mutter von vier Kindern besucht. | Die Fragen stellte Moritz Breckner
 
pro: Frau Kelle, angenommen, die Politik in Deutschland hält an Gender- Mainstreaming fest -?? wie wird das unsere Gesellschaft in den nächsten 20 Jahren verändern?
 
Birgit Kelle: Ich glaube, dass dies ganz verheerende Auswirkungen hätte. Die sowieso niedrige Geburtenrate würde dramatisch einbrechen. Unsere Familienstrukturen würden sich langfristig verändern -?? weniger Menschen würden heiraten und stattdessen nur zeitweise Beziehungen haben. Unsere Gesellschaft würde anonymer, weil die Geschlechter nur noch androgyn (geschlechtslos, d. Red.) nebeneinander herleben. Die Menschen würden durch diese Veränderungen ganz bestimmt nicht glücklich. Und ich glaube, dass eine solche Gesellschaft anfälliger wird für totalitäre Regime. Wenn der Mensch von Kindheit an keine Identität mehr findet, ist er leichter zu formen und zu führen. Das macht mir Angst.
 
Übertreiben Sie da nicht? In Frankreich ist Gender-Mainstreaming deutlich etablierter als in Deutschland. Das Land ist nach wie vor demokratisch und die Geburtenrate ist höher als bei uns.
  
David Reimer haben solche Theorien jedenfalls nicht geholfen. "??Ich bin kein Professor. Aber du wachst nicht eines Morgens auf und entscheidest dich, ein Junge oder ein Mädchen zu sein -?? du weiß?t es einfach", hat er einst gesagt. 
Frankreich tut ganz andere Dinge, um Familien zu unterstützen, als wir. Dort fördert man zum Beispiel massiv steuerlich das dritte Kind in der Familie, während man bei uns ab dem dritten Kind als Familie in die Armutsfalle rutschen kann. Man muss immer die Gesamtheit der Instrumente betrachten. Einzelne Staaten lassen sich nur schwer direkt vergleichen, weil auch geschichtliche und kulturelle Unterschiede eine Rolle spielen. Die USA unterstützen zum Beispiel Kindergärten und Krippen von staatlicher Seite aus nahezu gar nicht, haben aber eine ähnliche Geburtenrate wie die Skandinavier, die voll auf staatliche Krippen setzen.
 
Sie bezeichnen Gender-Mainstreaming als eine Ideologie, die wissenschaftlich nicht bewiesen wurde. Wie konnte Gender-Mainstreaming dann überhaupt so einflussreich werden? 
 
Das ist in der Tat ein erstaunliches Phänomen. Wir haben es beim Gender-Mainstreaming mit einer Top-Down-Bewegung zu tun, das heißt, anders als im demokratischen Prozess üblich, ging diese Idee nicht von der breiten Masse der Bürger, sondern von einer kleinen Gruppe aus. Begonnen hat das in den Vereinten Nationen, dort ist das Konzept zum ersten Mal verankert worden. Von der UN-Ebene aus ging die Idee auf die nächsten Stufen, also die EU und die Nationalstaaten. Manche Staaten haben gezögert, aber in Deutschland ist Gender-Mainstreaming auf fruchtbaren Boden gefallen. Das Familienministerium hat die Idee relativ freudig und völlig widerspruchslos einfach hingenommen. Zusammengefasst: Den Bürgern wird hier eine Ideologie übergestülpt, die überhaupt nicht ihren Bedürfnissen entspricht.
 
Eine große Anzahl von Wissenschaftlern nimmt Gender-Mainstreaming sehr ernst. Glauben Sie wirklich, dass die sich alle irren?
 
Fakt ist, dass zahlreiche Forscher und vor allem Forscherinnen in dem Feld offensichtlich versuchen, ein Wunschbild zu beweisen, anstatt sich an Fakten zu orientieren. Bis heute konnte niemand, wirklich niemand, nachweisen, dass das biologische Geschlecht irrelevant ist und die Frage des Geschlechtes nur eine soziale Konstruktion sei. Dennoch tun wir so, als ob das so ist. Das Einfrieren der Gelder für die Gender-Forschung in Norwegen hat doch gezeigt, dass sich die Wissenschaft in dieser Sache ganz und gar nicht einig ist. Ich erwarte von der Wissenschaft, dass sie unvoreingenommen ist und nicht einfach die Ergebnisse produziert, die gewünscht sind.
 
Gibt es Auswüchse von Gender-Mainstreaming, die Sie besonders irritieren?
 
Ja, nämlich dass wir anfangen, auf sprachlicher Ebene das Mann- oder Frau-sein neu zu definieren. In der Schweiz werden die Wörter "Vater" und "Mutter" aus amtlichen Dokumenten entfernt und durch die Begriffe "Elter 1" und "Elter 2" ersetzt. Auch in den USA gibt es Beispiele dieser Art. Es wird versucht, über die Sprache eine Geschlechtszuordnung zu vermeiden. So wandelt sich nebenbei auch der "Eltern"-Begriff: Eltern sind nicht mehr leibliche Eltern, sondern ein soziales Konstrukt, das angeblich jeder erfüllen kann. Der Lebenspartner des Sängers Elton John beispielsweise ist auf der Geburtsurkunde seines Adoptivsohnes als "Mutter" eingetragen. Heute lächeln wir darüber, aber die Frage ist, was das langfristig mit unserer Gesellschaft macht.
 
Was stört Sie als engagierte Christin an Gender-Mainstreaming?
 
Ich bin gar nicht in erster Linie gegen Gender-Mainstreaming, weil ich Christin bin, sondern weil ihm ein völlig falsches Konzept vom Menschen zu Grunde liegt und es negiert, dass Mannsein und Frausein etwas Unterschiedliches ist. Natürlich bin ich durch das christliche Menschenbild geprägt, wonach Mann und Frau verschieden geschaffen sind. Davon würde ich aber auch ohne meinen Glauben ausgehen, denn unsere ganze Natur ist bipolar angelegt. Dass man jetzt Geschlechter als nebensächliches "soziales Konstrukt" definieren will, ist absurd. Die Unterschiedlichkeit von Mann und Frau ist gewollt. Das ist kein Fehler, sondern das Leben wird dadurch bereichert. Wir ergänzen uns in unseren Eigenschaften und Fähigkeiten. So zu tun, als wären wir alle gleich, verleugnet einen Teil unseres Wesens.
 
Heißt das, dass Familien an der traditionellen Rollenaufteilung festhalten sollten? Also der Mann geht in die Firma, die Frau bleibt daheim bei den Kindern?
 
Nein, nicht zwangsläufig. Man muss sich aber bewusst machen, dass die Mehrheit der Deutschen nach wie vor so lebt. 80 Prozent der Frauen bleiben in den ersten Lebensjahren ihres Kindes daheim. Heute wollen viele Frauen diese Rollenaufteilung, allerdings nur für eine gewisse Zeitspanne. Wir haben mehr hochqualifizierte Frauen als je zuvor, und sie wollen und sollen ihre Fähigkeiten am Arbeitsmarkt einsetzen. Die Rahmenbedingungen müssen ihnen das ermöglichen - ohne dabei Frauen, die sich dafür entscheiden, bei den Kindern zu bleiben, unter Rechtfertigungsdruck zu setzen. Mir ist es ein Anliegen, dass Familien selbstständig entscheiden, in welchem Umfang Vater und Mutter arbeiten, beziehungsweise sie bei den Kindern sind. Das geht den Staat nichts an, das kann man nicht mit Gleichstellungsbeauftragten und Vorschriften regeln. Dass Männer und Frauen unterschiedlich sind, heißt ja   nicht, dass das eine Geschlecht das andere in irgendeiner Form unterdrücken müsste. Das ist auch von der göttlichen Schöpfung nicht gewollt. Aber auch nach 100 Jahren Diskussion bleibt es dabei, dass Männer Kinder zeugen und Frauen Kinder gebären. Und aus der Perspektive des Kindes sind sowohl Mutter als auch Vater wichtig.
 
Aber nicht in allen Familien werden die Kinder auch wirklich fit fürs Leben gemacht. Der Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln, Heinz Buschkowsky, fordert deshalb eine Kindergartenpflicht ab dem ersten Geburtstag. Dann könnten Mütter auch schneller wieder arbeiten.
 
Heinz Buschkowsky ist geprägt von dem Milieu, in dem er lebt. Die überwältigende Mehrheit der Kinder in Deutschland wächst sehr gut bei ihren Eltern auf. Eine Kindergartenpflicht ist in meinen Augen ein schwerer Eingriff in die Autonomie der Familien und daher grundgesetzwidrig. Das Grundgesetz gibt uns nicht nur die Pflicht, sondern auch das Recht, unsere Kinder nach unseren Werten zu erziehen. Sobald Kinder in eine staatliche Einrichtung gehen, müssen wir fragen, nach welchen Richtlinien und Maßstäben sie dort erzogen werden. Welches Amt bestimmt denn, welche Werte an meine Kinder weitergegeben werden sollen, mit welchem Recht übernimmt der Staat meine Aufgabe als Mutter? Außerdem: Auch Eltern wachsen mit ihren Herausforderungen, sind in einem Lernprozess. Mir hat noch kein Wissenschaftler erklären können, wie man Elternkompetenz stärkt, indem man die Eltern von ihrem Kind trennt. Die Bindung zwischen einem Kind und seinen Eltern ist etwas Einzigartiges und kann auch von einer liebevollen Erzieherin nicht ersetzt werden. Ein Kind braucht Vater und Mutter.
 
Haben Sie sich deswegen in der Sendung "hart aber fair" gegen ein Adoptionsrecht für homosexuelle Paare ausgesprochen?
 
Bei dieser Frage geht es darum, ob homosexuelle Paare ein Recht auf ein Kind haben. Das haben sie nicht â?? ebensowenig wie heterosexuelle Paare. Ein Kind ist ein Geschenk, darauf gibt es kein Anrecht. Wenn es um Adoptivkinder geht, muss das Wohl des Kindes ausschlaggebend sein. In meinen Augen ist es für ein Kind am Besten, Vater und Mutter zu haben. Kinder reagieren auf Vater und Mutter sehr unterschiedlich, der männliche und weibliche Einfluss ist für die Identitätsfindung eines Kindes extrem wichtig. Solange wir Kindern dies bieten könnten, sollten wir es auch tun. Es gibt in Deutschland eine Vielzahl von Paaren, die ein Kind adoptieren wollen, und nur für jedes achte Paar ist ein Kind da. Im Interesse der Entwicklung dieser Kinder sollten heterosexuelle Paare bevorzugt werden. Ich sage aber auch: Bevor ein Kind im Heim aufwächst, ist es bei einem homosexuellen Paar besser aufgehoben. Gäbe es mehr Kinder als adoptionswillige Hetero-Paare, sollten auch homosexuelle Paare adoptieren dürfen. Diese Konstellation ist aber Fiktion.
 
Sie wurden nach den Sendung öffentlich beschimpft und bedroht. Hat Sie das überrascht?
 
Ich habe mit Widerstand gerechnet, weil man in Deutschland nicht ungestraft gegen die Homo-Ehe sein kann. Die Heftigkeit hat mich dann doch etwas überrascht. Etwa 90 Prozent der Reaktionen, die mich erreicht haben, waren zustimmend. Von den ablehnenden Zuschriften waren fast alle auf einem Niveau, das nicht zitierfähig ist. Man hat versucht, mich durch persönliche Angriffe zu diskreditieren und mundtot zu machen. Sowas tangiert mich aber nicht. Ich habe Homosexuelle in meinem Bekanntenkreis, mit denen ich gut und sachlich diskutieren kann. Das sind ganz normale Menschen, die sich durch die oft aggressiven Vorzeige-Schwulen, die man aus dem Fernsehen kennt, nicht repräsentiert fühlen.
 
In Paris haben im Januar Hunderttausende gegen die Homo-Ehe demonstriert. In Deutschland wäre das kaum denkbar ...
 
Ich bewundere die Franzosen für ihren Mut, geradeheraus zu sagen, was sie denken. Ich glaube, wenn wir in Deutschland eine geheime Abstimmung über die Homo-Ehe hätten, gäbe es eine breite Ablehnung. Aber es ist fast unmöglich, bei uns über dieses Thema zu diskutieren, Sie werden sofort von allen Seiten angegriffen. Sie finden keinen Püolitiker, und übrigens auch keinen kirchlichen Amts- und Würdenträger mehr, der es wagt, sich kritisch dazu zu äußern. Bei der Kundgebung in Frankreich waren Geistliche dabei und auch mehrere Tausend Bürgermeister. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich in Deutschland auch nur ein Bürgermeister so etwas trauen würde, weil er wüsste, dass er hinterher politisch tot ist. Homosexualität ist ein solches Reizthema, dass der Ton schnell aggressiv wird und man nicht mehr sachlich diskutieren kann. Es gibt leider Themen, über die man in Deutschland nicht reden darf. Das Problem ist auch, dass Medienschaffende eine sehr homogene Gruppe sind. Es gibt mehrere Erhebungen, die belegen, dass Journalisten in Deutschland eher links stehen, auf Seiten von rot-grün. Nähmen an der Bundestagswahl nur Journalisten teil, käme schwarz-gelb auf gerade mal 20 Prozent. Das schlägt sich auf die Berichterstattung nieder, Fakten und Meinungen werden nicht sauber getrennt. Ich kenne das ja auch von mir selber: Ich schreibe, was ich denke. Durch die Homogenität der Medienmacher wird ein großer Teil der Gesellschaft zu wenig abgebildet.
 
 Hat Gender-Mainstreaming Zukunft?
 
In Norwegen wurde seit gut 20 Jahren das Gender-Mainstreaming auf die Spitze getrieben, und letztes Jahr ist das komplette Kartenhaus zusammengebrochen. Ein Kabarettist hat eine Dokumentation gedreht, die den Irrsinn dieser Ideologie aufgezeigt hat. Es entstand eine breite Diskussion darüber, ob Gender-Mainstreaming wirklich eine so gute Idee war. Am Ende der Debatte wurden immerhin 60 Millionen Euro an staatlichen Fördergeldern für Gender Studies gestrichen. Offenbar hat es den Narren am Hof gebraucht, um zu zeigen, dass der Kaiser keine Kleider anhat. Wenn wir in Deutschland so weitermachen, kommen wir vielleicht auch an diesen Punkt. Aber vielleicht muss erst alles schlimmer werden, bevor es besser wird.
 
Vielen Dank für das Gespräch!
 
Birgit Kelle wurde 1975 in Siebenbürgen geboren. Sie absolvierte ein redaktionelles Volontariat beim Badischen Verlag in Freiburg. Heute schreibt sie Kolumnen für verschiedene Magazine, ist Vorsitzende des Vereins "Frau 2000plus" sowie Vorstandsmitglied des Familien-Dachverbandes "New Women for Europe" mit Beraterstatus am Europäischen Parlament. Kelle lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in der Nähe von Düsseldorf.
 
(Quelle: Christliches Medienmagazin pro | www.pro-medienmagazin.de" pro erscheint sechsmal jährlich kostenfrei, Bestellung unter pro.medienmagazin.de (http://www.pro-medienmagazin.de/pro_bestellen.html)
"Yet another challenge is posed by the various forms of an ideology of gender that “denies the difference and reciprocity in nature of a man and a woman and envisages a society without sexual differences, thereby eliminating the anthropological basis of the family. This ideology leads to educational programmes and legislative enactments that promote a personal identity and emotional intimacy radically separated from the biological difference between male
and female. Consequently, human identity becomes the choice of the individual, one which can also change over time”.
It is a source of concern that some ideologies of this sort, which seek to respond to what are at times understandable aspirations, manage to assert themselves as absolute and unquestionable, even dictating how children should be raised. It needs to be emphasized that “biological sex and the socio-cultural role of sex (gender) can be distinguished but not
separated”.
On the other hand, “the technological revolution in the field of human procreation has introduced the ability to manipulate the
reproductive act, making it independent of the sexual relationship between a man and a woman. In this way, human life and parenthood have become modular and separable realities, subject mainly to the wishes of individuals or couples”.
It is one thing to be understanding of human weakness and the complexities of life, and another to accept ideologies that attempt to sunder what are inseparable aspects of reality. Let us not fall into the sin of trying to replace the Creator. We are creatures, and not omnipotent.
Creation is prior to us and must be received as a gift. At the same time, we are called to protect our humanity, and this means, in the first place, accepting it and respecting it as it was created."
Pope Francis, The Joy of Life
Mann & Frau aus biblischer Sicht
- Skript einer Predigt -

(Quellen: siehe unten)

Brauchen wir so eine Lektion? Ja – aus folgenden Gründen:

- Es gibt auch in unseren Gemeinden viele unterschiedliche Standpunkte und auch eine große Unsicherheit.
- Einige verlassen sogar ihre Gemeinde – u.a. weil sie sich als Frauen diskriminiert gefühlt haben.
- Wir brauchen ein klares Verständnis davon, was einen christlichen Mann und eine christliche Frau ausmacht.
- Nur wenige Männer etwa haben eine klare Vorstellung davon, was einen Mann ausmacht. Sie sind sehr verwirrt, was ihr Selbstverständnis betrifft. Und verwirrte Männer können eine Menge Ärger verursachen.


Ich will euch verschiedene Standpunkte darlegen. Einen Denkprozess in der Gemeinde anregen. Ich will nicht meine eigene Meinung als die einzig wahre darstellen. Und ich werde mich auf einige wenige Punkte beschränken.

Let’s Go:
 

Wenn du wissen willst, was es mit dieser ganzen Mann/Frau-Sache auf sich hat, was einen christlichen Mann oder eine christliche Frau ausmacht, wo würdest du nachschauen?
 

Im 1. Korintherbrief? In Timotheus?



Als Jesus in Matthäus 19:1-9 gefragt wurde, ob es denn erlaubt sei, dass sich ein Mann aus irgendeinem Grund von seiner Frau scheiden lässt, hat Er nicht einfach nur mit ja oder nein geantwortet. Er ist weit zurückgegangen und hat die Schöpfungsabsicht Gottes zitiert – den Standard aus Genesis (2:24). Wir sind ein Fleisch – und was Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden!

 

Gehen wir als zurück an den Anfang. Wenn wir wissen wollen, wer wir sind, müssen wir zu unseren Wurzeln zurück, zu Gottes Plan für uns.

 

Jedes Wort in Genesis ist reich an Bedeutung. Unglaublich reich.

 
Genesis 1:26 - 28

Genesis 2:15 – 3:24


 

Genesis 1
 

Verse 26-27 („Als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie“)

 

A. Diese Verse sprechen vom Wert, den Mann und Frau haben.

1. Wir sind beide ein Abbild Gottes.

2. Wir sind beide wertvoll.

3. Wir sind beide einzigartig und etwas ganz Besonderes.

 

B. Diese Verse sprechen von der Berufung von Mann und Frau.

Vers 1:28

1. Seid fruchtbar und vermehrt euch, bevölkert die Erde.

2. Unterwerft sie euch.

3. Herrscht über sie.

 

C. Diese Verse weisen auf eine wichtige soziale Struktur hin.

1. Gott nennt sowohl Mann als auch Frau absichtlich „Mann“ („ish“) – auch wenn dies meist mit „Mensch“ übersetzt wird. Siehe auch Genesis 5:2.

2. Merke: Jedes Wort in Genesis ist reich an Bedeutung!

3. Warum tut Er das? Aus demselben Grund, warum nach einer traditionellen Heirat die Eheleute den Namen des Mannes tragen. Hier weist man schon für die Zukunft auf eine bestimmte soziale Struktur sowie die Führungsrolle darin hin. Wenn sich die beiden einen Doppelnamen zulegen (Schmidt-Hinterhuber), hat dies ebenso eine gewisse Aussagekraft: Hier führt niemand. Hier sind beide dasselbe.

 
 

Erinnern wir uns: Gott sprach: es werde Licht. Und es wurde Licht. Ein Gewölbe entstehe mitten im Wasser. So geschah es. Er erschuf die Tiere usw. Als er aber den Menschen erschuf, tat Er etwas, was Er mit keinem Seiner Geschöpfe getan hat: Er spricht mit ihm persönlich. Das ist etwas Unglaubliches – und genau deshalb ist jeder Satz in Genesis so wichtig.

 

Adam war also ein Teil der Schöpfung, der geschaffen wurde, um in Beziehung mit dem lebenden Gott zu treten!

 

Merke auch: Mann und Frau sind gleich - in dem Sinne, als beide in gleichem Maße Gottes Ebenbild tragen. Sie sind aber nicht gleichartig im Sinne von identisch; ohne jeglichen Unterschied.

 

 

 Genesis 2

 

A. Merke: Adam wurde zuerst geschaffen. (Genesis 2:7). Gott hätte leicht Mann und Frau zur selben Zeit schaffen können. Warum hat er das nicht getan?

 

Tausende Jahre später. Paulus spricht darüber, dass eine Frau nicht lehren darf. Wollt ihr wissen weshalb?

 

„Denn zuerst wurde Adam erschaffen, danach Eva“. (1. Timotheus 2:12-13).

 

Gott hatte also einen Plan im Kopf, als Er uns geschaffen hat!

 

B. Merke: Adam erhält eine Beschäftigung und Verantwortung, bevor Eva geschaffen wurde!

Man hat hier fast den Eindruck, als wenn Adam hier eine Art Trainingsprogramm für Führungskräfte durchläuft, bevor Eva die Szene betritt.

 

C. Merke: Adam wurde von Gott in der Verantwortung unterrichtet, mit Seinem Wort zu führen. (Genesis 2:16-17). Zu dieser Zeit, war selbstverständlich die einzige Bibel, die es gab, das Wort, das Gott wörtlich an Adam richtete (siehe auch: Epheser 5:25-26). In anderen Worten: ein Mann sollte mit geistiger Wahrheit führen, wenn er eine Beziehung zu einer Frau hat. Und er sollte führen.

 

D. Merke: Adam gibt den Tieren einen Namen, ein Zeichen seiner Leitung über die Schöpfung (Genesis 2:19). Das Namen geben ist in der Bibel immer von Bedeutung! Gott nennt Abram z.B. künftig Abraham, weil er ihm eine Führungsrolle überträgt und ihn zum Gründer des Volkes Israel erhebt.

 

E. Merke: Adam wird eine Hilfe zur Seite gestellt, die ihm entspricht. Diese Bezeichnung zeigt, welche Absicht Gott hinsichtlich der sozialen Struktur unserer der Beziehungen von Männern und Frauen hatte (Genesis 2:18).

 

 

Die tiefsten Unterschiede von Mann und Frau sind im Übrigen nicht körperlicher Art. Sie sind soziologisch.

 

Drücken wir es einmal so aus: es findet eine Art Tanz der beiden Geschlechter statt. Die Frage ist nur: wer führt, und wer lässt sich führen? Ist das nicht die Frage des 21. Jahrhunderts? Wenn beide zur selben Zeit tanzen und führen wollen, was bekommt man dann? Chaos – und schmerzende Zehen!

 

Adam entdeckt also eine soziale Ergänzung, die ihm nicht nur Hilfe anbietet, sondern auch zu ihm aufblickt und von ihm erwartet, sie in liebevoller Weise zu führen und ihr so Erfüllung zu schenken.

 
 

Gott nennt Eva also „Hilfe“ oder „Gehilfin“. Wenn sie also die Hilfe ist, was ist dann der Mann?

 

„Ich lasse euch aber wissen, dass Christus das Haupt eines jeden Mannes ist; der Mann aber ist das Haupt der Frau; Gott aber ist das Haupt Christi.“ (1. Korinther 11:3)

 

Männer sind also von Anfang an dazu bestimmt, in sozialer wie geistiger Hinsicht zu leiten, was auch den Kern jeder wahren Männlichkeit ausmacht.

 

Heutzutage erschreckt man oft Frauen, wenn man Männer und Führung nur in einem Atemzug erwähnt. Dazu folgendes:

 

 

Männliche Dominanz ist ein persönliches moralisches Versagen, keine biblische Lehre!

 

Männer, die Frauen dominieren wollen, sind in Wahrheit Jungs, die gerne so tun, als wären sie wahre Männer!

 

 

Der Mann, wurde ursprünglich als jemand geschaffen, der führt und leitet. Es war eine Führung, die edel war, ehrbar - und zum Besten einer Frau.

 

Der Ausdruck „Hilfe“ kommt nur drei weitere Male in der Bibel vor: für Gott den Vater, Gott den Sohn und Gott den Heiligen Geist!

 

F. Merke: Adam gibt seiner Hilfe einen Namen (Genesis 2:23): Frau („isha“). Und Gott erlaubt, dass er ihr einen Namen gibt! Das zeigt einiges über ihre Beziehung und über die Führungsrolle in dieser Beziehung.

 

 

Was bedeutet es, dass der Mann das Haupt ist?


Der Mann übernimmt die Verantwortung, seiner Frau und seiner Familie zu dienen und die Leitung zu übernehmen, die Gott zum Ruhme gereichen und zum Wohle aller sein wird - ohne Rücksicht auf den Preis, den er vielleicht hierfür zahlen muss. Wir Männer müssen unsere Leben für unsere Familien nieder legen.

 

 
Die Tatsache, dass ein Mann das Haupt ist, ist per se nichts Schlechtes. Natürlich kann diese Form von Autorität falsch ausgeübt werden - genauso wie Eltern ihre Autorität Kindern gegenüber missbrauchen können, oder Älteste bzw. Pastoren/Pfarrer der Gemeinde gegenüber. Aber NIEMALS, wenn Jesus das Haupt der Kirche ist. Also ist die Tatsache, dass man Haupt ist, grundsätzlich etwas Gutes! Jesus als Haupt der Kirche ist unsere Errettung!

Das Schlechte in anderen Formen der Ausübung von Autorität liegt nicht an der Autorität selbst, sondern am sündigen Missbrauch einer rechtmäßigen Autorität!

 

 Gehen wir einige Tausend Jahre weiter zu Jesus:


Jesus schätzte und achtete Frauen sehr - und Er machte auch Unterschiede hinsichtlich ihrer Rollen und Aufgaben. Jesus achtete die spirituelle Gleichheit von Männern und Frauen. Es ist auch interessant, zu lesen, wie Er mit Frauen umging und wie liebe- und respektvoll Er sie behandelte und welche Würde Er ihnen beimaß.


Als Apostel aber wählte Er nur Männer aus und machte hiermit eine klare Rollenteilung. Ebenso bei den Hauptaufgaben der Apostel: Predigen, Lehren und Leiten. Frauen hingegen dienten in ebenso wichtigen Bereichen: sie beteten, sie gaben Geld, sie sorgten sich um körperliche Bedürfnisse, sie äußerten ihr theologisches Verständnis und zeugten von Seiner Auferstehung.

 

 

Jesus hat Frauen auch öffentlich direkt angesprochen - was damals außerordentlich unüblich war (siehe Johannes 4:27). Seine Jünger wunderten sich, dass Er mit der samaritischen Frau am Brunnen von Sychar  sprach (Johannes 4:7-26).



Ein wichtiger Aspekt ist auch, wie Jesus mit Frauen sprach. Er sprach mit Bedacht und Liebe. Die Frau mit den Blutungen etwa nennt Er zärtlich "Meine Tochter". Die Frau mit dem Krankheitsgeist nennt Er "Tochter Abrahams" (Lukas 13:16).


Jesus hat auch die Sünden von Frauen nicht beschönigt. Er hat Frauen immer voll für ihre Sünden verantwortlich gemacht - so etwa die frau am Brunnen von Sychar (Johannes 4:16-18), die beim Ehebruch ertappte Frau (Johannes 8:10-11) und die Frau, die Seine Füße gesalbt hat (Lukas 7:44-50). Er hat sie mit ihren Sünden konfrontiert.

 


Jesus hat Frauen und Männer als gleichwertig gesehen.

 

Eine andere Art und Weise, wie Jesus Seine hohe Wertschätzung Frauen gegenüber ausdrückte: Er diente ihnen sowohl körperlich als auch geistig. Zahlreiche Heilungen und das Austreiben von Dämonen zeigen Jesu Sorge und Zuneigung Frauen gegenüber.



Jesus zeigte Seine hohe Wertschätzung von Frauen dadurch, indem Er ihnen in Seinem Dienst Würde zusprach.


Er  verwendete Frauen als Beispiele in Seiner Lehre, Er lehrte Frauen theologische Wahrheiten und Er ließ Frauen sowohl an Seinem Leben als auch an seinem Dienst teilhaben.

Jesus lehrte Frauen mehrmals auch persönlich (Lukas 10:38-42; Johannes 11:20; Johannes 11:25-27; Lukas 23:27-31; Johannes 20:17-18).

 

Frauen, die an Jesu' Leben teil nahmen, passten in eine dieser beiden Gruppen:


- Die, die Ihm in irgendeiner Art und Weise dienten (Lukas 7:36-50; Matthäus 26:6-13; Markus 14:3-9; Johannes 12:2-8; Lukas 8:2-3; Matthäus 27:56, Markus 15:41).


- Die, die zu Zeugen seiner Wiederauferstehung wurden (Matthäus 28:5-8; Markus 16:5-8; Lukas 24:2-9; Johannes 20:1-2).


Jesus anerkannte auch die verschiedenen Rollen, die Männer und Frauen haben.  Er wählte etwa nur Männer als Apostel aus!
 

 

Gehen wir nochmals auf den Begriff „Haupt“ ein:

 

Das Haupt jedes Mannes ist Christus und das Haupt jeder Frau ist der Mann - und das Haupt von Christus ist Gott.


Paulus verwendete den Begriff "Haupt" in der Bedeutung von "Autorität".

 

Manche Menschen wenden ein, dass, indem man Gott zum Haupt über Jesus macht, begeht man Ketzerei und ordnet Jesu gleichsam Gott unter. Dies aber wäre nur der Fall, wenn man davon ausginge, dass Vater und Sohn in der Natur oder im Wesen unterschiedlich sind. Jesus ist dem Vater nicht vom Wesen her untergeordnet.  Er ordnet sich nur bereitwillig der Autorität des Vaters unter. Der Unterschied zwischen Vater und Sohn ist ein funktioneller, nicht ein wesentlicher.


Solch eine Interpretation wird auch vom 1. Korinther 15:28 unterstützt.


Man kann also durchaus eine andere Funktion haben und trotzdem gleichwertig in Wert und Wesen sein. Frauen sind Männern somit spirituell gleichartig in Wert und Wesen - jedoch haben sie eine andere Funktion oder Rolle in der Kirche und in der Familie.


Wenn es in der Bibel heißt, dass Gott den Sohn in die Welt gesandt hat (etwa in Johannes 3:17), ordnet sich Jesus nur unter, was die Rolle betrifft: der Vater bestimmt und sendet; der Sohn gehorcht und kommt in die Welt um für unsere Sünden zu sterben.

 
 

Zurück zu Genesis:

 

G. Merke: Dem Mann wird gesagt, er solle Mutter und Vater verlassen und eine neue Familie gründen. Er tut dies – nicht die Frau. Auch heute noch warten die meisten Frauen darauf, dass der Mann dies tut. Einen besonderen Moment schafft, auf seine Knie geht und fragt: „Willst du mich heiraten?“. Er will also die Führung übernehmen; im gemeinsamen Tanz führen!

 
 
 

Genesis 3

 

A. Merke: Die Versuchung der Schlange in Genesis will Gottes soziale und geistige Ordnung umkehren (Genesis 3:1-6).

Wo ist Adam in diesem Moment? Warum greift er nicht ein? Er ist anwesend, bleibt aber passiv.

In einer seltsamen Art und Weise übernimmt Eva die Führung. In diesem Moment geht es um Gleichheit – Gleichheit mit Gott.

Nachdem Eva gesündigt hat, dreht sie sich zu ihrem Gatten um – und er isst ebenso. Er hat aufgehört, zu führen.

 

 

Und das findet auch heute noch immer wieder statt. Jeden Tag stehen Männer herum und tun nichts, wenn sie doch eingreifen sollten.

 

 

Adam steht offensichtlich völlig passiv daneben und hat es zugelassen, dass die Lüge (dass Gehorsam, Demut und Dienen etwas Schlechtes seien) sich ausbreitet.

 

Ist es nicht interessant, dass es hier gerade um einen Tausch der Geschlechterrollen geht? Sollen wir diese Verwirrung in alle Ewigkeit fortsetzen?

 

 

B. Merke: Gott zieht Adam, nicht Eva zur Rechenschaft („Wo bist du?“). Er hat versagt, nicht sie. Es ist wie in einer Fußballmannschaft: wenn die Mannschaft schlecht ist, wird der Trainer gefeuert!

 

Was mit Adam und Eva geschehen ist, wird eines Tages jedem verheirateten Mann bevor stehen. Gott wird uns fragen: Wo warst du?

 

Wenn aber Adam und Eva zusammen gefallen sind, warum gibt Paulus dann Adam die Schuld (Römer 5:12-21)? Warum nicht beiden? Warum heißt es in Genesis 3:7, dass erst beiden die Augen aufgingen, nachdem Adam von der Frucht gegessen hatte? Warum ruft Gott nach Adam (Wo bist du? - Genesis 3:9)? Weil Adam das von Gott ernannte Haupt der beiden war und als solches die Verantwortung hatte, die Partnerschaft in eine Richtung zu lenken, die Gott preisen würde.

Das ist vielleicht auch der Grund dafür, dass sich Satan zuerst an Eva gewendet hat. Wenn die Rollen vertauscht gewesen wären und Eva zuerst geschaffen worden wäre, hätte sich Satan zweifellos zuerst an Adam gewendet. Eva war also nicht etwa moralisch schwächer als Adam - Satan wollte nur die Tatsache angreifen, dass Adam das Haupt war. Eva sollte in der Versuchung die Verantwortung übernehmen, entscheiden und führen. Wahrscheinlich hat sie gedacht, sie könnte ds schon zum Besten der beiden hin bekommen, wenn sie sich nur behaupten würde. Adam hingegen hat Gott mit offenen Augen heraus gefordert.

 

 

In Genesis 3:17-19 erklärt Gott Sein Urteil über Adam. Man bemerke aber, dass Arbeit nicht Adams Bestrafung ist, ebenso wenig wie das Gebären von Kindern Evas Bestrafung war. Der bestrafende Teil liegt darin, dass Arbeit mit Mühe und Geburt mit Schmerzen verbunden ist.

Wichtig auch: Gott sagt nicht zu Adam, all das geschehe, weil er von dem Baum gegessen hat, von dem er eigentlich nicht hätte essen dürfen. Er sagt zu ihm, weil er auf seine Frau gehört hat und von dem Baum gegessen hat, werden sie nun bestraft!

 

 
Adam hat also in zweifacher Weise gesündigt: Er hat gegen Gottes Gebot verstoßen (2:17) und er hat gesündigt, indem er seinen Job als Haupt der Partnerschaft aufgegeben und auf seine Frau gehört hat.

 

 
C. Merke: An Adams Sünde klebt eine unakzeptable Passivität (Genesis 3:11-12).

Wie hat Adam reagiert, als Gott ihn verantwortlich gemacht hat? Sagte er: „Ja, ich hab’s getan“? NEIN! Er schiebt die Schuld auf andere. Es war die Frau, die Gott ihm gegeben hat.

 

„Ich bin ein Opfer“: jeder Mann, der die Opferkarte zieht, hat die Karte der Männlichkeit zerrissen, weil er es ganz einfach nicht drauf hat, ein Mann zu sein!

 

Warum wurde er so passiv?

 

Sie waren in diesem Garten und es wurde ihnen gesagt, nicht von dieser Frucht zu essen. Adam sah, wie sich Eva mit dem Feind unterhielt und dabei war, die Frucht zu essen. In seiner Selbstsucht und in seinem Blick alleine auf sich selbst hat er wohl gedacht: „lass’ sie doch von dem Zeug essen. Wenn sie stirbt, na ja, aber ich bin in Ordnung! Und wenn Gott nicht soviel Macht hat, bekomme ich, was ich will!“ Und sie aß und ist nicht gestorben und er aß und dann – ganz plötzlich – war die Hölle los und es wurde ihm klar, er ist getäuscht worden!

 

Wenn so etwas in seinem Kopf vorging, hat er gesündigt, lang bevor Eva die Frucht gegessen hat!

 

D. Merke: Adams Verfluchung basiert auf dem Umkehren der ursprünglichen Schöpfungsordnung: er hat als Führer versagt – Evas Verfluchung basiert ebenfalls darauf: sie beanspruchte die Führung (Genesis 3:17). Adam wurde verflucht, weil er auf seine Frau gehört hat! Sie führte – er folgte! Er hat zugehört anstatt die Initiative zu ergreifen – und damit das Wesen der Männlichkeit verraten!

 
 

E. Merke: Adams Sünde entfesselt die zerstörerische Kraft männlicher Dominanz (Genesis 3:16b).

Männer sollten von Anfang an leiten – aber nicht so!

Anstatt seine Frau zu leiten, wird er über sie herrschen.

Männer können hiervon nur befreit werden, wenn sie eine neue Führung im Angesicht von Jesus Christus finden.

 

 

F. Merke: Adam stirbt – und alles, dem er Leben schenkt, stirbt ebenso. Und am meisten ist seine Männlichkeit dabei gestorben. Sehen wir Römer 5:19 an: „Denn wie durch den Ungehorsam des einen Menschen die Vielen zu Sündern geworden sind, so werden auch durch den gehorsam des Einen die Vielen zu Gerechten.“

 

 

G. Merke: Adam gibt seiner Frau nach dem Sündenfall erneut einen Namen: Eva – ein Zeichen seiner Leitungsrolle auch über dem Sündenfall hinaus (Genesis 3:20). Als Männer sind wir immer noch gerufen, zu leiten. Solange ein Mann dies nicht begriffen hat, ist und bleibt er – ein Junge. („Als ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind; als ich aber ein Mann wurde, tat ich ab, was kindlich war.“)

 

 

4)   Kurze Erörterung der kontroversen Themen wie das Beten oder Bibellesen von Frauen in der Versammlung (die Gegner verweisen darauf, dass es in der Bibel heißt, Frauen sollen schweigen. Die Befürworter sagen, Paulus hat den Frauen auch erlaubt, zu beten und prophezeien, und da die Bibel sich nicht widerspricht, ist es Frauen sehr wohl erlaubt, dies in der Versammlung zu tun, solange sie die grundsätzliche Autorität der Männer dabei akzeptieren. Wobei die Gegenseite wiederum sagt, dass dieses erlaubte Beten und Prophezeien sich nur auf das private Umfeld bezog. Hierauf die Befürworter: die Christen trafen sich damals v.a. in privaten Häusern, somit waren diese privaten Versammlungen die „offizielle“ Gemeinde. Außerdem war das Beten und Prophezeien immer zur Erbauung aller gedacht).

 

(An dieser Stelle soll nicht Partei für die eine oder andere Seite ergriffen werden soll. Hier soll nur eine fruchtbare Diskussion angeregt werden, die in weiteren Bibelstunden fortgesetzt werden soll).

 

(Quellen: „Recovering Biblical Manhood & Womanhood“ – Grudem/Piper. Crossway Books, 2006.

 “The Quest For Authentic Manhood” – Dr. Robert Lewis, Men’s Fraternity, www.mensfraternity.com) – Go and get them!
Warum sollten wir uns überhaupt mit "Gender Mainstreaming" beschäftigen? Was geht uns das an?

"Gender Mainstreaming" wird immer mehr in öffentlichen Behörden als allgemein verbindliche Richtlinie eingeführt und findet offensichtlich auch in der EU-weiten Gesetzgebung Einfluss. Mit dem Ergebnis, dass man sich unter Umständen schon bald strafbar macht, wenn man gegen diese Richtlinien verstößt. "Gender Mainstreaming" geht noch weit über hinlänglich bekannte Antidiskriminierungsgesetze hinaus, da es auch eine völlig neue Definition der Geschlechterrollen beinhaltet. Eine Definition, die erheblich von dem abweicht, was viele gläubige Christinnen und Christen als biblische Standards vertreten.

Vieles, was uns im Zuge von "Gender Mainstreaming" angeboten wird, scheint auf den ersten Blick als ganz in Ordnung - und wir denken durchaus, dass Menschen, die diese Theorie vertreten, durchaus der festen Überzeugung sind, sie tun damit etwas Gutes für Männer und Frauen. Für die gesamte Menschheit sozusagen.

Man denkt vielleicht, man bietet Kindern und Jugendlichen eine besonders fortschrittliche und gerechte Form der Erziehung, wenn man ihnen erzählt, im Grunde unterscheide Jungs und Mädchen nichts. Beide seien gleich und eine feste Geschlechterrolle gebe es nicht.

Was uns dabei zu denken gibt, ist, mit welcher Konsequenz im selben Atemzug andere Meinungen und Glaubensüberzeugungen ausgeklammert und vielleicht bald sogar radikalisiert und kriminalisiert werden. Es wird Menschen, die hier eine andere Auffassung vertreten, schwer bis unmöglich gemacht, diese auch weiterhin offen zu verkünden - geschweige denn an unsere Kinder weiter zu geben.

"Gender Mainstreaming" soll ein Mittel zu echter Gleichberechtigung von Mann und Frau sein. Unserer Meinung nach ist etwas, dass die Grenzen von Mann und Frau verwischt oder gar aufhebt und derart vom biblischen Menschenbild abweicht, nicht vertretbar. Ganz zu schweigen von den Konsequenzen, die das nach sich ziehen kann - ob nun beabsichtigt oder unbeabsichtigt. Wir denken nicht, dass es Aufgabe des Staates sein kann, Geschlechterrollen neu zu definieren. Und um bestehende Ungerechtigkeiten hinsichtlich der Rechte von Männern und Frauen zu beseitigen, gibt es bestimmt andere und weitaus bessere Mittel.Wenn es aber darum geht, bereits Kindern und Jugendlichen eine derartige Auffassung einzuimpfen, haben wir allerdings schon etwas dagegen.

Es scheint immer mehr um sich zu greifen, dass nicht mehr die Eltern bestimmen dürfen, welche Moralvorstellungen und welche Glaubenswerte sie ihren Kindern vermitteln möchten, sondern der Staat dies übernimmt. Mit welchem Recht? Wir denken nicht, dass dies dem Wohl unserer Kinder dient oder gar der Gleichberechtigung von Mann und Frau.

Manche möchten uns sogar einreden, dass uns das heterosexuelle biblische Menschenbild nur aufgezwungen wurde. Als Christinnen und Christen wissen wir jedoch, dass unser Vater uns liebt. Er, der uns erschaffen hat, dürfte wohl besser wissen als Professor XY, was gut und richtig und wahr für uns ist!

Erschreckend auch, dass es bereits Kindergärten gibt, in denen diese Ideologie Einzug findet.

Erschreckend weiterhin, dass für die Umsetzung des "Gender Mainstreaming" Unsummen an Geld ausgegeben werden. Wir denken, dass diese finanziellen Mittel weitaus besser eingesetzt werden könnten.

Außerdem glauben wir nicht, dass es Aufgabe des Staates ist, sich derart in das Privatleben seiner Bürgerinnen und Bürger einzumischen.

An der momentanen Regierung sind auch CDU und CSU beteiligt. Beide tragen das "C" für "christlich" in ihrem Namen.

Wir fordern die Politikerinnen und Politiker auf, sich wieder darauf zu besinnen und für ein christliches Bild von Mann und Frau einzutreten.





Diversity



 

Was heißt das eigentlich - "Diversity"?

Es klingt ja erstmal wunderbar. "Verschiedenheit". Und mittlerweile bekennen sich viele Betriebe zu diesem Leitsatz der "Diversity".

Was heißt das nun, wenn man sich der "Diversity" verschreibt - wenn man sie im Betrieb akzeptiert?

Will man hiermit Menschen aus anderen Ländern unterstützen? Oder Männer und Frauen in gleicher Weise? Verschiedene Kulturen oder Religionen? Menschen mit langen oder kurzen Nasen?

Wenn man jedoch einen Blick auf die heutige Gesellschaft wirft - vor allem auch die Geschäftswelt - sieht man, dass das Wort "Diversity" vor allem in der Bedeutung verwendet wird, die eine völlige Akzeptanz von Homosexualität einschließt. Der Ausdruck klingt nicht aggressiv und wird oft als anderes Wort (eine Art "Code") für "Homosexualität" verwendet. So wird das, was man mit dem Wort "Diversity" eigentlich sagen will, geschickt verschleiert (wenn vielleicht die Absicht derjenigen, die das tun, nicht unbedingt schlecht sein muss. Manche mögen sich dessen auch gar nicht bewusst sein).

"Diversity" - wer würde das nicht sofort unterschreiben? Höchstens altmodische, radikale, verklemmte, oder engstirnige Menschen. Menschen voller Hass und Menschen mit wenig Hirn. Die Art von Menschen, die auch Hexen verbrennen würden (vergleiche auch die "Human Rights Campaign!). Alle anderen würden aber "Diversity" unterstützen.

Wenn man das Ganze aber anders - mit eindeutig homosexuellem Hintergrund - ausdrücken würde, ergäbe sich wohl eine andere Antwort.

"Diversity" steht also meist für alle möglichen Arten von Homosexualität - wie wir sie heute in der Gesellschaft vorfinden und wie sie sich in verschiedenster Art und Weise darstellt.

Eine Akzeptanz von "Diversity" heißt also meist nichts anderes als eine Akzeptanz von Homosexualität in all ihren Ausdrucksformen.

Dies sollte man also immer im Hinterkopf haben, wenn im Betrieb, in der Schule oder sonstwo "Diversity" propagiert wird.

Ein Beispiel unter vielen:

Als am 27. August 2005 zum ersten Mal britische Soldaten an einer Gay Pride Parade in Manchester teilnahmen, brachte dies zum Ausdruck, "dass die Armee Veränderung akzeptiert und sehr fortschrittlich und aufgeschlossen ist, was die Akzeptanz von Diversity betrifft, und damit ein höheres Level an Toleranz zeigt".


Das Problem dabei: im Gegensatz zur Nationalität etwa ist bei der Homosexualität - unabhängig von deren Ursachen - doch ein gewisses Maß an freier Entscheidung möglich (zumindest was das Ausleben der Neigungen betrifft). Man darf sich schon fragen, wie es so weit kommen konnte, dass sexuelle Vorlieben oder Orientierungen hier Einzug gehalten haben und Teil des "politisch korrektem" geworden sind.



(Fortsetzung folgt)


(Quelle: ICN Ministries: http://www.icnministries.org/resources/video.htm)

 

 

Divine Diversity?

By Tim Wilkins

What do you say when an Iowa county judge declares its state’s 1998 Defense of Marriage Act “must be nullified, severed and stricken from the books”- all in the name of diversity?

You remind him that ‘same-sex marriage’ lacks the very diversity it seeks to promote.

A same-sex marriage is characterized by “sameness” whereas a husband-wife relationship is characterized by “difference”.

The prefix “homo” means “same” while diversity means different.

Readers may be astonished to read several definitions of diverse or diversity.

Definitions include “differing from one another” (Merriam Webster) “The fact or quality of being different” (American Heritage Dictionary) and “noticeable heterogeneity” (www.online-thesaurus.net)

Did you notice that last word “heterogeneity”? It comes from the same root word from which we get the word “heterosexual”.

Diversity, in its purest form, is marked by difference, which is found in the union of a man and a woman. To define diversity any other way is to dilute its meaning.

Synonyms of diversity are also of interest: “varied, different, distinct, unlike, dissimilar, heterogeneous”

Those advocating for ‘same-sex marriage’ will say that when they use the word diversity they are speaking of marriage “as a whole” that is - the entire sum of all marriages. They would say that marriages, as a group, should include all types of unions, i.e. a man and a woman, a man and a man or a woman and a woman.

But diversity must be used as it relates to every particular marriage. In other words, true diversity must characterize every single marriage in and of itself - which, of course, a same –sex marriage does not do.

God holds the patent on marriage and as such, we have no liberty to redefine it.

My friends who support homosexual partnerships might say the Bible is a compilation of scare tactics. But let’s look at that. A road sign that reads “Landslide Ahead” is not meant to scare motorists but warn them and, I might add, to direct them in the appropriate direction. Whoever wrote the caution sign did so as to warn and protect motorists.

God wrote His caution sign - the Bible, not to scare, but to warn us. A person can disregard the Bible as well as a road sign, but there are consequences to each.

And those of us who hold to a traditional view of marriage need to remember our responsibility to proclaim His message with love, not any scare tactics.

 

 

Forum Deutscher Katholiken

Der Kongress des "Forums Deutscher Katholiken" gibt zu den Thema "Christen müssen Europa gestalten" folgende Erklärung ab:


"Gender-Mainstreaming" löst die Geschlechtsidentität von Mann und Frau auf


"Gender-Mainstreaming" ist seit 1999 "Leitprinzip und Querschnittsaufgabe" der Bundesregierung Deutschland. Über diese verbindliche Zielvorgabe hat es weder eine öffentliche Debatte noch eine parlamentarische Entscheidung gegeben. Der Begriff "gender" ist den Wählern so gut wie unbekannt.

"Die Gender-Perspektive" behauptet, das "soziale Geschlecht" (gender) sei unabhängig vom biologischen Geschlecht. Es gehöre zur Freiheit des Menschen, sein Geschlecht und seine sexuelle Orientierung zu wählen, also selbst zu bestimmen, ob er Mann oder Frau sein und hetero-, homo-, bi- oder transsexuell leben wolle. Unter dem Deckmantel der "Gleichstellungspolitik" wird die Geschlechtsidentität von Mann und Frau aufgelöst. Das Fach "Gender-Studies" wird an fast allen Universitäten gelehrt und zunehmend zum Pflichtfach für alle Studiengänge. Die Gender-Ideologie ist bereits in die Lehrpläne der Schulen und Kindergärten eingedrungen. Ihr sozialrevolutionärer Kern ist die Sexualisierung der Kinder und Jugendlichen durch den staatlichen Sexualkundeunterricht.

Es handelt sich um eine kulturelle Revolution der internationalen Homo- und Lesbenorganisationen zur Schaffung des neuen Gender-Menschen. Sie wird von der UN, der EU und dem Staat mit aller Macht durchgesetzt. Zunehmend wird Widerstand ausgeschaltet und international durch Antidiskriminierungsgesetze als "Homophobie" kriminalisiert. Gender-Mainstreaming steht in Widerspruch zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen der Biologie, Neurologie und Psychologie über die natürliche Geschlechtsdifferenz von Mann und Frau. Der Versuch des Staates, über Erziehung und Ausbildung die Geschlechtsidentität der Kinder und Jugendlichen zu verändern, ist ein illegitimer Missbrauch staatlicher Macht. Zu diesem Missbrauch gehört auch die strategische Veränderung der Sprache.

Gender-Mainstreaming

• zielt auf die Zerstörung der Familie an der Wurzel, denn die Familie beruht auf der Ergänzung von Mann und Frau in der Ehe und auf deren Bereitschaft, Kinder zu bekommen und sie als Vater und Mutter zu verantwortungsvollen und leistungsfähigen Menschen zu erziehen.
• ist eine schleichende Aushöhlung des Verfassungsauftrages, welcher den Staat zum besonderen Schutz von Ehe und Familie verpflichtet.
• richtet sich gegen die Frau, weil es das feministische, am Mann orientierte Frauenbild durchsetzt und die Mutter materiell und ideell entwertet.
• richtet sich gegen den Mann, weil es Mädchen und Frauen systematisch bevorzugt und dem Mann Autorität und Einfluss nimmt, indem es ihn verweiblichen will.
• richtet sich gegen das Kind, weil es die Abtreibung zum "Menschenrecht" erklärt und die Auflösung der Familie betreibt.
• ist die atheistische Ideologie unserer Zeit. Sie rebelliert gegen die Schöpfungsordnung und bekämpft das Christentum.
• beschleunigt die demographische Krise und den kulturellen Verfall.


Wir fordern jeden Bürger zum Widerstand gegen Gender-Mainstreaming auf, insbesondere gegen die Vermittlung im Sexualkundeunterricht.

Wir fordern die Politiker auf, statt Gender-Mainstreaming die reale Stärkung der Familie zum Leitprinzip und zur Querschnittsaufgabe der Politik zu machen, damit der kulturelle Niedergang und die demographische Krise langfristig überwunden werden können.

Wir fordern die Bischöfe auf, ihrer Hirtenpflicht nachzukommen und das Volk vor den Versuchen, einen neuen geschlechtsvariablen Menschen zu schaffen, zu schützen.

Fulda, am 13. September 2008

Forum Deutscher Katholiken

(Quelle: http://www.forum-deutscher-katholiken.de/index.php?item=declarations/decl-20080913-gender)

Gender?

Eine neuer Kritikpunkt homosexueller Aktivisten: der "Zwang" zur Operation, zur "Geschlechtsumwandlung", will man das eigene Geschlecht auf der Geburtsurkunde ändern lassen.

Dies wird nun offensichtlich angegriffen. Es ist davon auszugehen, dass auch dies im Zuge - wenn auch gut gemeinter - der "Entscheidungsfreiheit" und der Ablehnung jeder Form von Diskriminierung kritisiert wird.

JedeR soll nun also dementsprechend frei entscheiden können, wer oder was er/sie ist. Und das auch so auf offiziellen Papieren eintragen lassen (zumindest fordern dies einige). Alles andere wäre ja diskriminierend und ein "Zwang".

Macht man es sich da nicht ein klein wenig zu leicht? Wer gibt uns das recht, einfach so über die Geschlechterrollen bestimmen zu dürfen? Ist man sich wirklich sicher, dass dies nur positive Wirkungen hat? Oder wird durch die allgemeine Verwirrung hinsichtlich der Geschlechtsidentität nicht vielmehr die Gesellschaft in ein heilloses Chaos gestürzt und unseren Kindern die so nötigen Vorbilder genommen?

Die Motive mögen durchaus gute sein - allein das macht das Ganze aber nicht richtig.

Es gibt ja bereits in den USA erste Konsequenzen solcher Vorstellungen: Da gibt es Toiletten für Frauen, Männer und "Gender Non-Specific" (also all die, die meinen, irgendwo dazwischen zu liegen). Andererseits sollen bei Nichtvorhandensein der dritten Variante Männer, die sich als Frauen sehen, auch deren Toiletten benutzen dürfen - ob nun mit oder ohne vorhergehender Operation. Was sagen eigentlich die Frauen dazu?

Menschen, die sich ihrer Geschlechtsidentität nicht sicher sind oder gar meinen, im falschen Körper geboren zu sein, haben oft Schlimmes durchgemacht und verdienen unser ganzes Mitgefühl und unsere Liebe. Die Lösung des Problems kann aber nicht sein, sich auf den Operationstisch zu legen oder die Geburtsurkunde zu ändern. Hier geht es nicht nur um ein persönliches Problem, sondern mittlerweile auch um ein gesellschaftliches.

Gott hat Mann und Frau geschaffen. Beide sind gleich viel wert - aber sie sind nicht dasselbe. Es gibt Unterschiede in ihren Rollen, Aufgaben - und Körpern.

Und das ist gut so.

 

Aber Gott hat doch Adam UND Eva den Schöpfungsauftrag gegeben!

Ja, aber das heißt nicht, dass beide dieselben Aufgaben haben! Gott hat ihnen auch gesagt, sie sollten fruchtbar sein und sich vermehren. Heißt das nun, dass auch Männer Kinder bekommen sollten? Wohl kaum. Der Mann hat bei der Zeugung und Erziehung eine Aufgabe und die Frau eine andere - körperlich wie vom Rollenverständnis her.

Männer und Frauen sind in jeder Hinsicht anders - und das ist gut so und von Gott gewollt. Sie sind vom Wesen her gleich, also auch gleich viel wert - aber haben beide grundverschiedene Aufgaben und Rollen.

Daran etwas rütteln zu wollen, hieße, Gottes Schöpfungsauftrag zu missachten und an Seiner Schöpfung herumzudoktern - also selbst Gott sein zu wollen!

 

Hintergrund Gender Mainstreaming

Ein wesentlicher Faktor, der zur Entwicklung von Gender Mainstreaming beitrug, war der Feminismus. Gender Mainstreaming an sich ist keineswegs so neu, wie man glauben mag.

Schon 1985 stellte man auf der 3. Weltfrauenkonferenz der Vereinten Nationen in Nairobi Gender Mainstreaming als politische Strategie vor. Einige Jahre später, 1999, verpflichtete dann der Amsterdamer Vertrag die EU-Mitgliedsstaaten rechtlich zur Umsetzung des Gender Mainstreaming im Sinne einer aktiven Gleichstellungspolitik.

Zunächst hört sich Gender Mainstreaming ja ganz gut an: man sollte Männer und Frauen nicht in traditionelle Geschlechterrollen zwängen, was etwa Familie und Beruf betrifft. Was aber heißt dieses "gleich" in "Gleichstellung" von Mann und Frau genau?

Verfechter von Gender Mainstreaming führen hier an, niemand solle aufgrund seines Geschlechts berufliche oder sonstige Nachteile erleiden müssen. So weit, so gut - das ist eine legitime Sache. Heißt diesses "gleich" nun aber lediglich, dass Männer und Frauen die gleichen Rechte und Chancen haben sollen, oder dass sie wesensgleich sind? Gerade radikale Feministinnen argumentieren hier, dass eine wirkliche Freiheit nur dann erreicht wird, wenn auch Gleichheit im Geschlecht besteht und Unterschiede hier beseitigt werden (zumindest so, dass sie nicht mehr erkennbar sind). Ein bioligischer Unterschied zwischen Mann und Frau wird hier als konstruiert gesehen.

Christen sehen dass anders: Männer und Frauen sind sehr wohl gleich viel wert - sie sind aber nicht dasselbe! Männer und Frauen sind voneinander unterschiedlich - und dieser Unterschied ist von Gott gewollt und gut so. Er dient dem Besten von Mann, Frau und Kindern im Rahmen einer Familie und spiegelt den Bund wieder, den Gott mit uns Menschen eingegangen ist. So wie Christus sein Leben hingegeben hat für seine Braut, die Kirche, so soll ein Mann sich selbst in lebensspendender weise seiner Frau hingeben. Und so wie Christus das Haupt der Kirche ist, ist der Mann das Haupt der Familie. Er führt sie in bedingungsloser und selbstloser Liebe - und ebenso wie Christus würde er auch sein Leben für sie geben! Eine Ehe ist wie ein gemeinsamer Tanz - und wie bei einem Tanz kann nur einer führen - sonst gibt es blaue Zehen!

Verfechter des Gender-Mainstreaming sagen nun, ihnen würde es um Vielfalt gehen, nicht um eine Uniformität oder Gleichmacherei. Oder eine Polarität (Mann und Frau). Es gäbe eben verschiedene Formen von Männlichkeit und Weiblichkeit.

Das Problem hierbei - und hierauf hat Dr. Robert Lewis von www.mensfraternity.com zu Recht hingewiesen: Wenn Männer nicht mehr wissen, was es heißt, ein Mann zu sein, was einen Mann ausmacht, welche Rollen und Aufgaben er in Familie, Beruf, Gesellschaft und Kirche hat, dan sind Männer hinsichtlich ihrer Identität sehr verwirrt. Und verwirrte Männer können eine Menge Schaden anrichten - man vergleiche nur einmal die Zahl der Männer in unseren Gefängnissen mit der Zahl der Frauen!

Manch einer mag nun einwenden, dass es in Gal 3,28 doch heisse: " Es gibt nicht mehr Juden und Griechen, nicht Sklaven und Freie, nicht Mann und Frau; denn ihr alle seid «einer» in Christus Jesus." (Einheitsübersetzung) und somit eine klare Rollenverteilung für Christen nicht angebracht ist.

Derartige Interpretiationen von Bibelversen entstehen, wenn man Bibelverse isoliert und völlig aus dem Zusammenhang gerissen betrachtet. Leider begehen auch Theologen diesen Fehler oft. Liest man das Kapitel 2 des Galaterbriefes und die Verse vor 3,1-27, versteht man schnell, dass es hier nicht um das Rollenverständnis von Mann und Frau geht, sondern um Werke des Gesetzes (also etwa Beschneidung) im Gegensatz zur Taufe in Christus, durch die wir neue Menschen werden - unabhängig davon, ob wir nun Juden, Griechen, Männer oder Frauen sind. Als in Christus Getaufte sind wir gerechtfertigt und somit eins - Brüder und Schwestern. Das heißt aber keineswegs, dass der Unterschied von Männern und Frauen aufgehoben wurde! Jesus selbst hat männliche Apostel berufen. Die Apostel wiederum haben mehrmals klar auf den Unterschied von Mann und Frau hingewiesen, gleichzeitig die Männer auch aufgefordert, ihre Frauen zu lieben! Dies ist auch keineswegs ein kultureller Umstand, der nur zur damaligen Zet galt, sondern ein roter Faden, der sich über tausende von Jahren durch die ganze Bibel zieht - in unterschiedlichsten Kulturen!

Jesus selbst nahm auf die (Fang-)Frage hin, ob sich ein Mann unter bestimmten Voraussetzungen von einer Frau scheiden lassen darf, klar auf Genesis Bezug - auf den Idealzustand zu Beginn und Gottes Plan für Männer und Frauen! Er bestätigte diesen somit und schuf damit einen Standard für alle Ewigkeit!

Sehen wir uns diesen Jesus näher an: Er ist wesensgleich mit dem Vater (also gleich viel "wert") - ordnete sich diesem aber unter!

Männer und Frauen sind geich viel wert - aber sie sind nicht dasselbe. Und dieser Unterschied ist gut so!


(Quelle: u.a. Dr. Robert Lewis (www.mensfraternity.com). Adam Online - Emmerich Adam. Ausgezeichneter Artikel von einem ausgezeichneten Autor in einer ausgezeichneten Zeitung! http://www.adam-online-magazin.de/Artikelansicht.41.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=96&tx_ttnews[backPid]=9&cHash=9daf15ce2c)

Hilfreiche Links

Informationen

Nützliche Informationen: siehe "Der Spiegel", 1/2007

Wir danken dem Spiegel für einen ausgezeichneten Artikel!




Dient Gender Mainstreaming der Geschlechtergerechtigkeit?

Ich möchte nicht bestreiten, dass einzelne Menschen dies so sehen und anstreben; das ist aber - nur auf dem ersten Blick! - eine "Nebenwirkung" von Gender-Mainstreaming. Wie das Wort "Mainstreaming" schon sagt, soll hier das, was vorher verschieden war (Mann und Frau als gleichwertige, aber nicht gleichartige Menschen) zu einem "("main") "Strom" ("stream") zusammengeführt werden - mit dem Ziel, die (von Gott gewollte und für gut befundene!) Andersartigkeit der Geschlechter zugunsten eines von jedem selbst zu definierenden Etwas aufzuheben. Mit verheerenden Folgen, denn die Andersartigkeit entspricht - im Gegensatz zur Gleichartigkeit des Gender Mainstreaming - unserem innersten Wesen. Dies verändern zu wollen, kann nicht ohne dramatische Folgen für die Gesellschaft als solche geschehen - in psychischer, psychosomatischer, sozialer und spiritueller Hinsicht. Mit anderen Worten: Mann und Frau sind in den Augen Gottes gleich viel wert - aber nicht dasselbe. Diese Andersartigkeit ist nicht nur gut, sondern zum Erhalt einer gesunden Gesellschaft notwendig. Ein Aufheben derselben bringt nur insofern "Gerechtigkeit", als dies die Unterschiede der Geschlechter auszulöschen versucht, um so beiden die gleichen "Chancen" zu geben. Dies ist jedoch nichts Positives. Anstatt die beiden Geschlechter in ihrer Andersartigkeit anzuerkennen und wert zu schätzen, indem man genau diese Andersartigkeit positiv bewertet und fördert, wird versucht, gleichzumachen, was nicht gleich ist - oder etwas der Definition des Einzelnen zu überlassen, was individuell nicht definiert werden kann (etwa das Geschlecht). Dies führt nicht zu einer "Chancengleichheit" oder "Geschlechtergerechtigkeit", sondern ist von beiden Geschlechtern mit einem hohen Preis zu bezahlen.

Robert 

Links National

Links International

The Council on Biblical Manhood and Womanhood: Gender-Blog

Gender Central


ADDRESS OF HIS HOLINESS BENEDICT XVI ON THE OCCASION OF CHRISTMAS GREETINGS TO THE ROMAN CURIA. Clementine Hall. Friday, 21 December 2012: http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/speeches/2012/december/documents/hf_ben-xvi_spe_20121221_auguri-curia_en.html

Resources

Gabriele Kuby


Gender - Politische Geschlechtsumwandlung (Gebundene Ausgabe) von Volker Zastrow; Anke Feuchtenberger. Verlag: Manuscriptum (16. November 2006). Sprache: Deutsch. ISBN-10: 3937801138. ISBN-13: 978-3937801131 


Gender Mainstreaming: Das Ende von Mann und Frau? (Broschiert)
von Dominik Klenk (Herausgeber)
Broschiert: 175 Seiten
Verlag: Brunnen-Verlag, Gießen (August 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3765514411
ISBN-13: 978-3765514418



Die globale sexuelle Revolution: Zerstörung der Freiheit im Namen der Freiheit. Vorwort von Prof. Dr. Robert Spaemann

Gabriele Kuby (Autor)

Gebundene Ausgabe: 453 Seiten

Verlag: Fe-Medienverlag; Auflage: 1 (September 2012)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3863570324

ISBN-13: 978-3863570323



Don Schmierer: Giving Pastoral Care - Addressing Gender Issues

Literatur zur Gender-Thematik

"Male And Female He made Them" by Mary Jo Anderson & Robin Bernhoft, M.D.



The Gender Agenda: Redefining Equality (Taschenbuch)
von Dale O'Leary (Autor)
Taschenbuch: 213 Seiten
Verlag: Huntington House Publishers (November 1997)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 1563841223
ISBN-13: 978-1563841224


 

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Gender Ideology Harms Children


March 21, 2016 – a temporary statement with references. A full statement will be published in summer 2016.


The American College of Pediatricians urges educators and legislators to reject all policies that condition children to accept as normal a life of chemical and surgical impersonation of the opposite sex. Facts – not ideology – determine reality.


1. Human sexuality is an objective biological binary trait: “XY” and “XX” are genetic markers of health – not genetic markers of a disorder. The norm for human design is to be conceived either male or female. Human sexuality is binary by design with the obvious purpose being the reproduction and flourishing of our species. This principle is self-evident. The exceedingly rare disorders of sex development (DSDs), including but not limited to testicular feminization and congenital adrenal hyperplasia, are all medically identifiable deviations from the sexual binary norm, and are rightly recognized as disorders of human design. Individuals with DSDs do not constitute a third sex.1


2. No one is born with a gender. Everyone is born with a biological sex. Gender (an awareness and sense of oneself as male or female) is a sociological and psychological concept; not an objective biological one. No one is born with an awareness of themselves as male or female; this awareness develops over time and, like all developmental processes, may be derailed by a child’s subjective perceptions, relationships, and adverse experiences from infancy forward. People who identify as “feeling like the opposite sex” or “somewhere in between” do not comprise a third sex. They remain biological men or biological women.2,3,4


3. A person’s belief that he or she is something they are not is, at best, a sign of confused thinking. When an otherwise healthy biological boy believes he is a girl, or an otherwise healthy biological girl believes she is a boy, an objective psychological problem exists that lies in the mind not the body, and it should be treated as such. These children suffer from gender dysphoria. Gender dysphoria (GD), formerly listed as Gender Identity Disorder (GID), is a recognized mental disorder in the most recent edition of the Diagnostic and Statistical Manual of the American Psychiatric Association (DSM-V).5 The psychodynamic and social learning theories of GD/GID have never been disproved.2,4,5


4. Puberty is not a disease and puberty-blocking hormones can be dangerous. Reversible or not, puberty- blocking hormones induce a state of disease – the absence of puberty – and inhibit growth and fertility in a previously biologically healthy child.6


5. According to the DSM-V, as many as 98% of gender confused boys and 88% of gender confused girls eventually accept their biological sex after naturally passing through puberty.5


6. Children who use puberty blockers to impersonate the opposite sex will require cross-sex hormones in late adolescence. Cross-sex hormones (testosterone and estrogen) are associated with dangerous health risks including but not limited to high blood pressure, blood clots, stroke and cancer.7,8,9,10


7. Rates of suicide are twenty times greater among adults who use cross-sex hormones and undergo sex reassignment surgery, even in Sweden which is among the most LGBQT – affirming countries.11 What compassionate and reasonable person would condemn young children to this fate knowing that after puberty as many as 88% of girls and 98% of boys will eventually accept reality and achieve a state of mental and physical health?


8. Conditioning children into believing a lifetime of chemical and surgical impersonation of the opposite sex is normal and healthful is child abuse. Endorsing gender discordance as normal via public education and legal policies will confuse children and parents, leading more children to present to “gender clinics” where they will be given puberty-blocking drugs. This, in turn, virtually ensures that they will “choose” a lifetime of carcinogenic and otherwise toxic cross-sex hormones, and likely consider unnecessary surgical mutilation of their healthy body parts as young adults.


Michelle A. Cretella, M.D.

President of the American College of Pediatricians


Quentin Van Meter, M.D.

Vice President of the American College of Pediatricians

Pediatric Endocrinologist


Paul McHugh, M.D.

University Distinguished Service Professor of Psychiatry at Johns Hopkins Medical School and the former psychiatrist in chief at Johns Hopkins Hospital


References:


1. Consortium on the Management of Disorders of Sex Development, “Clinical Guidelines for the Management of Disorders of Sex Development in Childhood.” Intersex Society of North America, March 25, 2006. Accessed 3/20/16 from http://www.dsdguidelines.org/files/clinical.pdf.


2. Zucker, Kenneth J. and Bradley Susan J. “Gender Identity and Psychosexual Disorders.” FOCUS: The Journal of Lifelong Learning in Psychiatry. Vol. III, No. 4, Fall 2005 (598-617).


3. Whitehead, Neil W. “Is Transsexuality biologically determined?” Triple Helix (UK), Autumn 2000, p6-8. accessed 3/20/16 from http://www.mygenes.co.nz/transsexuality.htm; see also Whitehead, Neil W. “Twin Studies of Transsexuals [Reveals Discordance]” accessed 3/20/16 from http://www.mygenes.co.nz/transs_stats.htm.


4. Jeffreys, Sheila. Gender Hurts: A Feminist Analysis of the Politics of Transgenderism. Routledge, New York, 2014 (pp.1-35).


5. American Psychiatric Association: Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, Fifth Edition, Arlington, VA, American Psychiatric Association, 2013 (451-459). See page 455 re: rates of persistence of gender dysphoria.


6. Hembree, WC, et al. Endocrine treatment of transsexual persons: an Endocrine Society clinical practice guideline. J Clin Endocrinol Metab. 2009;94:3132-3154.


7. Olson-Kennedy, J and Forcier, M. “Overview of the management of gender nonconformity in children and adolescents.” UpToDate November 4, 2015. Accessed 3.20.16 from www.uptodate.com.


8. Moore, E., Wisniewski, & Dobs, A. “Endocrine treatment of transsexual people: A review of treatment regimens, outcomes, and adverse effects.” The Journal of Endocrinology & Metabolism, 2003; 88(9), pp3467-3473.


9. FDA Drug Safety Communication issued for Testosterone products accessed 3.20.16: http://www.fda.gov/Drugs/DrugSafety/PostmarketDrugSafetyInformationforPatientsandProviders/ucm161874.htm.


10. World Health Organization Classification of Estrogen as a Class I Carcinogen: http://www.who.int/reproductivehealth/topics/ageing/cocs_hrt_statement.pdf.


11. Dhejne, C, et.al. “Long-Term Follow-Up of Transsexual Persons Undergoing Sex Reassignment Surgery: Cohort Study in Sweden.” PLoS ONE, 2011; 6(2). Affiliation: Department of Clinical Neuroscience, Division of Psychiatry, Karolinska Institutet, Stockholm, Sweden. Accessed 3.20.16 from http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0016885.


http://www.acpeds.org/the-college-speaks/position-statements/gender-ideology-harms-children?utm_source=email+marketing+Mailigen&utm_campaign=News+3.23.16&utm_medium=email


INTO THE BREACH

An Apostolic Exhortation to Catholic Men, my Spiritual Sons in the Diocese of Phoenix
Thomas J. Olmsted
Bishop of Phoenix

“And I sought for a man among them who should build up the wall
and stand in the breach before me for the land…”
Ezekiel 22:30

A Call to Battle

I begin this letter with a clarion call and clear charge to you, my sons and brothers in Christ: Men, do not hesitate to engage in the battle that is raging around you, the battle that is wounding our children and families, the battle that is distorting the dignity of both women and men. This battle is often hidden, but the battle is real. It is primarily spiritual, but it is progressively killing the remaining Christian ethos in our society and culture, and even in our own homes.

The world is under attack by Satan, as our Lord said it would be (1 Peter 5:8-14). This battle is occurring in the Church herself, and the devastation is all too evident. Since AD 2000, 14 million Catholics have left the faith, parish religious education of children has dropped by 24%, Catholic school attendance has dropped by 19%, infant baptism has dropped by 28%, adult baptism has dropped by 31%, and sacramental Catholic marriages have dropped by 41%.1 This is a serious breach, a gaping hole in Christ’s battle lines. While the Diocese of Phoenix has fared better than these national statistics, the losses are staggering.

One of the key reasons that the Church is faltering under the attacks of Satan is that many Catholic men have not been willing to “step into the breach” – to fill this gap that lies open and vulnerable to further attack. A large number have left the faith, and many who remain “Catholic” practice the faith timidly and are only minimally committed to passing the faith on to their children. Recent research shows that large numbers of young Catholic men are leaving the faith to become “nones” – men who have no religious affiliation. The growing losses of young Catholic men will have a devastating impact on the Church in America in the coming decades, as older men pass away and young men fail to remain and marry in the Church, accelerating the losses that have already occurred.

These facts are devastating. As our fathers, brothers, uncles, sons, and friends fall away from the Church, they fall deeper and deeper into sin, breaking their bonds with God and leaving them vulnerable to the fires of Hell. While we know that Christ welcomes back every repentant sinner, the truth is that large numbers of Catholic men are failing to keep the promises they made at their children’s baptisms – promises to bring them to Christ and to raise them in the faith of the Church.

This crisis is evident in the discouragement and disengagement of Catholic men like you and me. In fact, this is precisely why I believe this Exhortation is needed, and it is also the reason for my hope, for God constantly overcomes evil with good. The joy of the Gospel is stronger than the sadness wrought by sin! A throw-away culture cannot withstand the new life and light that constantly radiates from Christ. So I call upon you to open your minds and hearts to Him, the Savior who strengthens you to step into the breach!

Purpose of this Exhortation

I offer this Exhortation as an encouragement, a challenge, and a calling forth to mission for every willing man in the Diocese of Phoenix: priests and deacons, husbands, fathers and sons, grandfathers and widowers, young men in preparation for your vocation – that is, each and every man. With this Exhortation, I want to clarify for you the nature of this mission from Christ, for which I will rely on the clear guidance of the Holy Scriptures, the Magisterium of the Church, and the example of the saints.
In this Exhortation, I will address three primary questions:

1. What does it mean to be a Christian man?

2. How does a Catholic man love?

3. Why is fatherhood, fully understood, so crucial for every man?

Before addressing these three basic questions, it is important to put them into proper context. In the following section, I will explain three important contexts that help us understand the main questions.

Context #1: A New Apostolic Moment – The “New Evangelization”
First, a new apostolic moment is upon us at this time in the history of the Church. The Holy Spirit is bringing about what recent popes have termed the “New Evangelization.” By evangelization, we mean the sharing of the Gospel of Jesus Christ by all means available, such as preaching, teaching, witnessing a fruitful and faithful family life, living celibacy for the sake of God’s Kingdom, employing media and other arts placed at the service of the Gospel. And what is new? The newness of our times is this: in the West, we find ourselves in the midst of competing cultures, particularly in cities and neighborhoods where the Gospel once permeated quite deeply. Jesus Christ’s Great Commission (Matthew 28: 16-20) to go out to the whole world and share the Good News has already happened where we live! This permeation of Western culture was once so deep that in a sense, it became part of the soil, and we still stand on that soil in certain ways. It is evident in current assumptions about life, which come directly from the Greco-Roman-Judeo-Christian framework; assumptions regarding “fairness”, “equality”, “virtue”, “human dignity”, “compassion”, “representative government”, “the Golden Rule”, the “Ten Commandments”, the “hospital”, the “university”, and other clearly positive developments in the history of civilization. All this is our patrimony and inheritance from our spiritual ancestors. We find ourselves standing on this rich soil, where blessings are many because the Gospel has been taught here, received in faith, and put into practice.

Yet, at the same time, termites are hard at work in this soil. Here, in the developed desert of Arizona, we know termites well. Homebuilders know that no home built in our climate is entirely immune from these hungry, subterranean insects. Likewise, no culture – deeply Christian though it may be – is immune to the corruption of half-truths and hidden sin. Many fruits of our Christian heritage still exist, but the roots below the soil are under siege. Much about our culture remains good and must be preserved, but it would be foolish to ignore the current and growing trends that threaten the remaining good, and dangerous to risk squandering the patrimony with which we have been blessed.

The answer and only ultimate solution is the New Evangelization of which we speak. Pope St. John Paul II, with whom I was blessed to work closely for nine years and who has inspired many men, reminds us of this needed response: “There is no solution to the social question apart from the Gospel.”2 With this Exhortation, I gladly make his words my own; there is no solution to our cultural decline apart from the Gospel of Jesus.

This is daunting, perhaps, but surely an adventure. In the Book of Revelation, the Lord Jesus tells us, “Behold, I make all things new” (21:5) – that all things old and tired, sinful and broken, are renewed in his Incarnation, death, and Resurrection. Could this possibly be true? The answer is a resounding Yes! A true Catholic man stakes his whole life on this proposition – that all is made new in Jesus Christ. Our Lord has promised that He is and will always be with us. Thus, Catholic men across the centuries have responded to the call to enter the battle, ever ancient and ever new, and I have confidence that you will respond alike to fill the breach in our time. Be confident! Be bold! Forward, into the breach!

Context #2: A Field Hospital and a Battle College

In his homilies, Pope Francis has described the Church today as “a field hospital after battle” – a constant source of mercy in order to endure and overcome wounds that we all bear. The Church is also the powerful source of Truth to heal men and prepare them to battle another day for Christ. Here in Phoenix as elsewhere, the Church is finding – though must redouble its efforts to find – the paths to healing for ourselves and the means to care for others who, like us, bear the mark of the Fall in debilitating ways, whether these wounds be physical or spiritual (addiction to pornography, alcohol, drugs, food, broken marriages, fatherlessness, and troubled family life). Our time calls for a renewal of the Church’s genius for physical and spiritual healing, given to her by the Holy Spirit. As Pope Francis says, the wounded are all around us, and “it is useless to ask a seriously injured person if he has high cholesterol and about the level of his blood sugars. You have to heal the wounds.”3 At the same time, the proclamation of the fullness of truth found in the Catholic Church is essential. This leads you, men, to live lives where sins do not cause festering wounds. Through Christ’s mercy and truth, we are healed and revitalized for battle. In Christ’s mercy and truth, we become strong in his strength, courageous with his courage, and can actually experience the joie de guerre of being soldiers for Christ.

Since the Church as “field hospital” after battle is an appropriate analogy, then another complementary image is appropriate for our day: the Spiritual Battle College. The Church is, and has always been, a school that prepares us for spiritual battle, where Christians are called to “fight the good fight of faith” (1 Timothy 6), to “put on the armor of God”, and “to be able to stand firm against the tactics of the devil” (Ephesians 6:11).

Ever since Jesus chose the Twelve Apostles, formed them in his presence, and sent them out in his Name, He has continued to choose and form men through his Church and to send them out to the wounded. This is the meaning of the word apostle – men who are sent. With this letter, then, my sons and brothers, I urge you to heed Jesus’ call and to let him form your mind and heart with the light of the Gospel for the purpose of being sent. That is why this letter is an apostolic exhortation. I am hereby exhorting you to step into the breach – to do the work of Christ’s soldiers in the world today.


Context #3: Man and Woman are Complementary, not Competitors

The complementarity of masculinity and femininity is key to understanding how human persons image God. Without knowing and appreciating this, we cannot know ourselves or our mission as men, nor can women embrace their own vocations, confident in the Father’s love.

Men and women are certainly different. Science increasingly deepens our understanding of this difference. Up until recently, we had little idea of the complex workings of hormones, chemical reactions, and the brain differences present in boys and girls, men and women, all in response to the presence of the XX or XY combination of chromosomes present at conception. For example, the significantly greater amount of corpus callosum (the connective nerve fibers between the two sides of the brain) in the average woman is a fascinating discovery, as is the way the male brain is typically more segmented in its functions. Studies show that on average, infant girls will look at the face of a silent adult twice as long as infant boys, more interested in the person by God’s design.4 All these biological facts discovered by science add to our knowledge of the symphony of complementarity between man and woman, something at which we rightly wonder and in which we rejoice when we encounter the beauty of the sexual difference.
This difference is also a challenge, since misunderstanding can creep in and sin can cause us to lose respect for one another, robbing us of our hope for peaceful and fruitful collaboration between men and women. But this struggle between the sexes is not the fault of God’s creation; it is the result of sin. Pope Francis puts it this way:

4 There are, of course, rare exceptions to the genetic rule. We are aware of the exceptions due to genetic defect or insufficient hormonal development. For example, Turner’s Syndrome in girls and Androgen Insensitivity Syndrome or XXY Syndrome in boys cause situations which are very painful in the individual lives of these young men and women and their families. I pray that Catholic researchers, psychologists, and physicians would be at the forefront of studying these phenomena and providing ethical counsel, care, and support to these individuals and families.

Man and woman are the image and likeness of God. This tells us that not only is man taken in himself the image of God, not only is woman taken in herself the image of God, but also man and woman, as a couple, are the image of God. The difference between man and woman is not for opposition, or for subordination, but for communion and procreation, always in the image and likeness of God.5

Alongside this struggle, the rapid advance of a “gender ideology” has infected societies around the world. This ideology seeks to set aside the sexual difference created by God, to remove male and female as the normative way of understanding the human person, and in its place, to add various other “categories” of sexuality. This ideology is destructive for individuals and society, and it is a lie. It is harmful to the human person, and therefore, a false concept that we must oppose as Christians. At the same time, however, we are called to show compassion and provide help for those who experience confusion about their sexual identity. This confusion is not unexpected when the poison of secularism reaches such critical levels: “When God is forgotten, the creature itself becomes unintelligible.”6

The damaging impact of this “gender ideology” on individuals and society was addressed at length this year by Pope Francis: I ask myself, if the so-called gender theory is not… an expression of frustration and resignation, which seeks to cancel out sexual difference because it no longer knows how to confront it. Yes, we risk taking a step backwards. The removal of difference in fact creates a problem, not a solution. In order to resolve the problems in their relationships, men and women need to speak to one another more, listen to each other more, get to know one another better, love one another more. They must treat each other with respect and cooperate in friendship.7 As Pope Francis reminds us all to “love one another more,” I exhort you, my sons and brothers in Jesus Christ, to embrace more deeply the beauty and richness of the sexual difference and to defend it against false ideologies. Having now established the contexts in which to understand the questions addressed in this Exhortation, I will now respond to the above-stated questions themselves.

Question 1: What does it mean to be a Catholic Man?

Ecce Homo – Behold the Man

Every man, particularly today, must come to a mature acceptance and understanding of what it means to be a man. This may seem obvious, but in our world, there are many distorted images and much evidence of confusion regarding what is true masculinity. We can say that for the first time in history, people have become either so confused or so arrogant as to attempt to dictate their masculinity or femininity according to their own definitions.

At one striking moment of Jesus’ trial, Pontius Pilate, with all his worldly power, presented Jesus to the crowd with the words, Ecce homo – Latin meaning “Here is the man!” Thinking he was merely pointing to a man from Nazareth, he failed to recognize that he was pointing to God made man – the Word made flesh, Jesus of Nazareth – who at once is fully God and fully man, and the perfection of masculinity. Every moment of his life on earth is a revelation of the mystery of what it means to be man – that is, to be fully human and also, the model of masculinity. Nowhere else can we find the fullness of masculinity as we do in the Son of God. Only in Jesus Christ can we find the highest display of masculine virtue and strength that we need in our personal lives and in society itself. What was visible in Christ’s earthly life leads to the invisible mystery of his divine Sonship and redemptive mission. The Father sent his Son to reveal what it means to be a man, and the fullness of this revelation becomes evident on the Cross. He tells us that it was for this reason that He came into the world, that it is his earnest desire to give himself totally to us.8 Herein lies the fullness of masculinity; each Catholic man must be prepared to give himself completely, to charge into the breach, to engage in spiritual combat, to defend women, children, and others against the wickedness and snares of the devil!

Looking to what the secular world holds up as “manly” is in fact to look at shadows – or even at outright counterfeits – of masculinity. No athlete, no matter how many awards; no political leader, no matter the power he wields; no performer, business man, or celebrity, no matter how much adored; no physical attribute or muscle mass; no intelligence or talent; no prizes or achievements can bestow masculinity on a man. The idolatry of celebrities at this time is a particular temptation, but to build one’s masculine identity on such fleeting models is to build an identity on sand. My Catholic sons and brothers, we can only build a certain foundation for masculinity on the rock, Jesus Christ. We look to our Savior to be transformed in Him, to be the men we are called to be, and to let others see Him in us.

Yet we do not merely look to Jesus. We truly encounter Christ at Mass when we receive the very gift of Himself in the Eucharist. For this reason, I call upon my brother priests to awaken the sense of transcendence in the hearts of men through reverent and beautiful liturgy, helping men to rediscover Jesus in the Eucharist each and every Sunday. I ask my brother priests to teach the faithful about the powerful truth of the liturgy, especially in ways to which men can relate. Teaching men to understand the fullness and power of the Mass must be a top priority. What a joy it is for men of God when they are led by priests who have a confident sense of their own masculinity, their call to participate in Christ’s spousal love, and their generous, life-giving fatherhood!


Saints, our Heroes of Faith

This is what our forefathers, the saints, have done for two millennia. As the Gospel reveals the reality of masculinity, we can also find it lived out in the heroic witness of the saints.
Saints are a kind of continuation of the Gospels and so give us examples of the varied paths of holiness. Thus, as Jesus shows us the perfection of masculinity, so we can also find it lived by the saints who were led by Christ. Just as an aspiring baseball player is inspired at the Baseball Hall of Fame, so must we men look to those who have gone before us, to look to them for inspiration and encouragement in fighting the good fight.

Think of the varied skills and talents of baseball players. A young person may dream to hit like Babe Ruth, catch and throw like Willie Mays, have the agility of Henry Aaron, the consistency and hard work of Lou Gehrig and Jackie Robinson. Young pitchers would dream of pitching like Cy Young and Randy Johnson. As they see each of these players play the game in different ways, they are inspired to a love of baseball.

Yet far greater than a ball game is what Catholic men seek. We look to the saints as to heroes, striving to live like Christ, united to Him and learning from Him at the same time. In a dramatic way to which we can relate, the saint’s life says Ecce homo!, “Here is the man!” This is what St. Paul implies when he writes, “It is not I who live, but Christ who lives in me” (Galatians 2:20).

Each man should make a decision to have a patron Saint. While there are many more, I offer the names of ten saints with whom each and every Catholic man should become familiar. Next to each saint’s name is is listed the virtue with which he is associated, as well as the sin which opposes that virtue. When we identify our sin and the needed virtue, we can identify which saint’s intercession will be particularly helpful:

- St. Joseph (Trust in God – selfishness)
- St. John the Baptist (Humility – arrogance)
- St. Paul (Adherence to Truth – mediocrity)
- St. Michael the Archangel (Obedience to God – licentiousness and rebelliousness)
- St. Benedict (Prayer and Devotion to God – sloth)
- St. Francis of Assisi (Happiness – moralism)
- St. Thomas More (Integrity – double-mindedness)
- Blessed Pier Giorgio Frassati (Chastity – lust)
- St. Josemaría Escrivá (Boldness – worldly fear)
- Pope St. John Paul II (Defending the Weak – passivity)

We don’t even need to look to the distant past to find heroes of the faith. We witnessed St. John Paul II forgive his would-be assassin, and after recovering his health, continue tirelessly to call the world to “open wide the doors to Christ.”9 Time and again, he exhorted us, “Be not afraid!” Today in parts of the world where persecution rages, we are seeing courageous witnesses of truth in the recent martyrs of Syria, Nigeria, Iraq, and other war-torn countries. We remember our twenty-one Coptic brothers who, just this past winter, were beheaded on a beach in Egypt, and as Pope Francis noted, “only because they confessed Christ.”10

Men, we must never believe that holiness and courage are things of the past! You and I are called to a holiness that shows Christ to the world as our forefathers have done countless times throughout history, following the inspiration of the Holy Spirit. Indeed, in this time of evil’s growing boldness, each man must prepare himself for nothing less than martyrdom, whatever form this may take, and to instill in his children and grandchildren the willingness to do the same.

Will the Lord not continue to inspire men? Of course He will, and He continues to do so! Our concern is not if the Lord will give us the required strength, but how He is doing so right now. How is His Spirit moving us to rise up and reject passivity in a culture of fatherlessness? How is He now giving us interior strength in a culture of pornography? How is He now inspiring us to look beyond ourselves and our technology to the peripheries where Christ is needed? How is the Lord inspiring you and me, right now, to cast aside concerns for our own comfort, to serve our fellow man, to put out into the deep, to step into the breach?

I strongly encourage your familiarity with the lives of the saints. Just as a young baseball player would lack much having never studied the greats enshrined in Cooperstown, so we lack much if we are ignorant of the saints who have preceded us to the infinitely more glorious Halls of Heaven.


The Catholic Man’s Identity

I wish now to speak to you about our identity in Christ. Most of the holy men I mentioned above lived in times quite different than our own. They had different challenges and different callings, but all had one thing in common: Jesus Christ, who gave them their true identity! Here we recall the wisdom of the Second Vatican Council: “Jesus Christ reveals man to himself and makes his supreme calling clear.”11

In subtle ways, we are tempted to look elsewhere for our identity. The opinions of others, the success of our careers, the number of possessions, toys, sports, hobbies, clothing, tattoos, homes, and cars – these are all ways that tempt us to label or identify ourselves in ways outside of Christ. While some of these must be a part of life to an extent, they are not the core of our being. Having been purchased by the blood of the Lamb, “our citizenship is in Heaven” (Phil. 3:20). The world cannot possibly give us our true identity; “Whether we live or whether we die, we are the Lord’s” (Romans 14:8). We must be aware of being distracted by false identities and remain grounded in Jesus Christ.
Simply put, our identity is caught up in the identity of the eternal Son of God. It is received at our baptism as it was clearly exclaimed at the baptism of Jesus in the Jordan River: “You are my beloved son in whom I am well pleased” (Mark 1:11). When we speak of conversion, we are speaking about an acceptance of and growth into this identity. When we speak about sin, we are speaking of all that takes us away from our identity as beloved sons of the Father. Since this is our identity – being beloved sons of God the Father – is it surprising that the devil is waging a fierce battle on masculinity and fatherhood in our day? The process of Christian conversion includes coming to know God’s love and experiencing brotherhood with Christ who deepens our identity as sons of the Father in the Holy Spirit. This is our lifelong goal and our spiritual battle.


Beloved and Free Sons, Called to the Battle Within

Let us look to John the Apostle and Beloved Disciple for insights into this battle. In his first Letter to the Church, St. John speaks of the three-fold temptation faced by all of us: temptations to the passions of the flesh, to possessiveness, and to pride (1 John 2: 16-17). Are not all sins tied to these three temptations? John puts his finger on the battles that each of us must fight within ourselves. In fact, Christ fights specifically against these temptations during His encounter with Satan in the desert (Matthew 4), and then gives us instruction in the Sermon on the Mount (Matthew 6) on how we are to fight against them.

Turning away from the passions of the flesh, Jesus rejected Satan’s offering of bread in the desert, and in the Sermon on the Mount, twice He instructs us to fast (Matthew 6:16). Notice that the Lord does not say “if you fast” but rather “when you fast.” Fasting is training in self-knowledge, a key weapon for mastery over oneself. If we do not have dominion over our passions, especially those for food and sex, we cannot possess ourselves and put the interests of others in front of our own.

Tempting Jesus to possessiveness, Satan offered Him “all the kingdoms of the world and the glory of them” (Matthew 4:8), but once again, Jesus refused. This shows us that Christ calls us to freedom from the temptation to gain the world at the cost of our souls. Often, Satan tempts not through persons but through objects like a car, a house, or the latest high-speed technologies. There is no shortage of messages that tempt us to grasp for happiness through possessions. We recall how the Rich Young Man left his encounter with Jesus as “sad” because “he had many possessions” (Luke 18:23). Pope Francis reminds us, “The emptier the person’s heart is, the more he or she needs to buy, own, and consume.”12 With Jesus, we are called to seek out, not to “settle for,” a simplicity of life which frees us for our mission in Christ.
In Satan’s third attack upon Jesus in the desert, the Lord was tempted to pride. Satan enticed our Lord to use his power for selfish purposes, but Jesus rejected this cross-less glory and chose the path of humility. In the Sermon on the Mount, He exhorts us to humility not once but twice when He repeats, “when you pray” (Matthew 6:5). Indeed, the greatest protection from pride and self-reliance is turning humbly to God in prayer. The new technologies of social media where we can constantly display and discuss ourselves can lead to a type of idolatry that consumes us. Honest prayer will keep us grounded and help us to avoid this temptation.

Men, this need for pastors to challenge men to the battle within, to the richness of a committed interior life with God, is nothing new. Listen to the words of St. John Paul II, when as Archbishop of Krakow he spoke to college students in 1962:

“We are quite ready to take, or conquer, in terms of enjoyment, profit, gain and success--and even in the moral order. Then comes the question of giving, and at this point we hang back, because we are not prepared to give. The element which is so characteristic under other forms in the spiritual portrait of women is barely perceptible in men. . . . We have a tendency toward the Nicodemus type of religious attitude, toward the type of devotion which is characterized maybe only by superficial discretion but very often also by fear of what others might think. . . . This male Catholicism is not interior and deep enough; the male believer does not have a true interior life. . . . we men do not have a deep enough interior life.”

The human being is a creature, and therefore in relation to God a receiver of love and courage before he or she can give it away to others. Nemo potest dare quod non habet is the famous term the Church developed in Latin for this fundamental truth. You cannot give what you do not have. Mary our Mother, the great Receiver of God’s love in her very body is the model for us as Catholics, but not only Mary—every great Saint, that is, great lover in the history of our Church. There is no shortcut to holiness, to being the great Catholic men we are called to be. There is no short-cut past the age-old interior fight that each of us must engage!

As we develop in receiving God’s love and mercy in prayer and sacrament, the Lord gives us sure weapons in the “good fight” St. Paul names when he writes:

Put on the armor of God so that you may be able to stand firm against the tactics of the devil. For our struggle is not with flesh and blood but with the principalities, with the powers, with the world rulers of this present darkness, with the evil spirits in the heavens. Therefore, put on the armor of God, that you may be able to resist on the evil day and, having done everything, to hold your ground. So stand fast with your loins girded in truth, clothed with righteousness as a breastplate, and your feet shod in readiness for the Gospel of peace. In all circumstances hold faith as a shield, to quench all the flaming arrows of the evil one. And take the helmet of salvation and the sword of the Spirit, which is the word of God. (Ephesians 6:11-17)

We may be tempted to say, “When I get this three-fold battle behind me, I can start living the life of holiness,” but this is a lie! It is precisely in the course of this fight that we become holy. As Blessed Pier Giorgio Frassati said, “To live without faith, without a patrimony to defend, without a steady struggle for truth – that is not living, but existing.” Are you and I merely existing? Or are we living our Christian faith as men fully alive? Recall the famous words of Pope Emeritus Benedict XVI: “You were not made for comfort; you were made for greatness.” Any greatness that we might merit as Catholic men depends upon this fight for holiness. It is the same fight Jesus Christ fought in the desert and the same fight our Christian forefathers fought in order to hand down the faith. Woe to us if we do not pick up the weapons of the Spirit – offered to us freely – and accept them bravely and gratefully! Courage, confidence, and humble reliance on God’s infinite resources are called for here as we engage. Forward! Into the breach!


The Practices of a Committed Catholic Man

Given these reflections on Catholic manhood, we move to the practical, that is, how to live like a Catholic man. What practices can help us to take up our cross and follow our King?

If we think of soldiers who do not remain in strong physical and mental shape and who fail to practice the essential combat arts, we know they will not be ready for battle and will be a danger to themselves and their comrades in arms. The same is true for Catholic men; those who do not prepare and strengthen themselves for spiritual combat are incapable of filling the breach for Christ.

While there are many habits and devotions that a Catholic man can form, I charge you with keeping these seven basic practices on a daily, weekly, and monthly basis. If these practices are not (yet) part of your life, start now!

DAILY

1. Pray every day. Each Catholic man must start his day with prayer. It is said, “Until you realize that prayer is the most important thing in life, you will never have time for prayer.” Without prayer, a man is like a soldier who lacks food, water, and ammunition. Set aside some time to speak with God first thing each morning. Pray the three prayers essential to the Catholic faith: the Our Father, the Hail Mary, and the Glory Be. Pray also at every meal. Before food or drink touches your lips, make the Sign of the Cross, say the “Bless us, O Lord” prayer, and end with the Sign of the Cross. Do this no matter where you are, with whom or how much you are eating. Never be shy or ashamed about praying over meals. Never deny Christ the gratitude that is due to Him. Praying as a Catholic man before every meal is a simple but powerful way to keep strong and fill the breach.

2. Examine your conscience before going to sleep. Take a few moments to review the day, including both your blessings and sins. Give God thanks for blessings and ask forgiveness for sins. Say an Act of Contrition.

3. Go to Mass. Despite the fact that attending weekly Mass is a Precept of the Church, only about one in three Catholic men attend Sunday Mass. For large numbers of Catholic men, their neglect to attend Mass is a grave sin, a sin that puts them in mortal danger.
The Mass is a refuge in the Spiritual Battle, where Catholic men meet their King, hear His commands, and become strengthened with the Bread of Life. Every Mass is a miracle where Jesus Christ is fully present, a miracle that is the high point not only of the week, but of our entire lives on Earth. In the Mass, a man gives thanks to God for his many blessings and hears Christ send him again into the world to build the Kingdom of God. Fathers who lead their children to Mass are helping in a very real way to ensure their eternal salvation.

4. Read the Bible. As St. Jerome so clearly tells us, “Ignorance of the Sacred Scriptures is ignorance of Christ.” When we read God’s word, Jesus is present. Married men, read with your wife and your children. If a man’s children see him read the Scriptures, they are more likely to remain in the Faith. My brothers in Christ, this I can assure you: men who read the Bible grow in grace, wisdom, and peace.

5. Keep the Sabbath. From the creation of Adam and Eve, God the Father established a weekly cycle ending with the Sabbath. He gave us the Sabbath to ensure that one day out of seven we will give thanks to God, rest, and be refreshed. In the Ten Commandments, God asserts anew the importance of keeping the Sabbath.

With today’s constant barrage of buying and selling and the cacophony of noisy media, the Sabbath is God’s respite from the storm. As Catholic men, you must begin, or deepen, keeping the holiness of the Sabbath. If you are married, you must lead your wives and children to do the same. Dedicate the day to rest and true recreation, and avoid work that is not necessary. Spend time with family, attend Mass, and enjoy the gift of the day.

MONTHLY

6. Go to Confession. At the very start of Christ’s public ministry, Jesus calls on all men to repent. Without repentance from sin, there can be no healing or forgiveness, and there will be no Heaven. Large numbers of Catholic men are in grave mortal danger, particularly given the epidemic levels of pornography consumption and the sin of masturbation. My brothers, get to Confession now! Our Lord Jesus Christ is a merciful King who will forgive those who humbly confess their sins. He will not forgive those who refuse. Open your soul to the gift of our Lord’s mercy!

7. Build fraternity with other Catholic men. Catholic friendship among men has a dramatic impact on their faith lives. Men who have bonds of brotherhood with other Catholic men pray more, go to Mass and Confession more frequently, read the Scriptures more often, and are more active in the Faith.

Proverbs tells us: “As iron sharpens iron, so one man sharpens another” (27:17). I call on each of our priests and deacons to draw men together in their parishes and to begin to rebuild a vibrant and transforming Catholic fraternity. I call on laymen to form small fellowship groups for mutual support and growth in the faith. There is no friendship like having a friend in Christ.

Question 2: How does a Catholic man love?
Now let us consider masculine love. This is not easy to do because the word love has almost lost its meaning in today’s society. It is a word that men have even become uncomfortable using. Why is this? What does the word now imply? A mere feeling? Something passing? A four-letter word useful for marketing and greeting cards but for little else?

Christ makes clear that central to His mission is love. “Love one another as I have loved you” (John 15:12) He says with passion, but without a hint of sentimentality. All of our Lord’s teachings boil down to this command. Love is not a side-job; it is the mission itself. Yet, we can only love as we are created, and therefore, we can only love as men. So, how do men love?

For decades now, a model for manhood has been fashioned in the fictional British spy character named James Bond. Various actors have taken turns portraying this man who, in several adventures, has proposed what it means to be “manly,” yet Bond remains an enigma. Like the women that he uses in the films, the ones who watch him find themselves wanting to know him. He is never a father, nor does he accept responsibility for or love one woman. In him, we see a man whose relationships are shallow and purely utilitarian. Indeed, “James Bond is a male character whose name is the height of irony. He is 40 years old and has no bonds. He is actually pathetic.”13

How different this is from Jesus Christ! Is there fear in Him? Not in the least! Who is more of a man, the one who runs away or the one who can face the responsibilities and challenges of relationships, family, and intimacy? Could a man fearful of self-gift be a true disciple of Christ? In fact, can such a man love at all?
James Bond’s name is the height of irony because he is a man with no bonds. Yet true masculine love will always build bonds! On the Cross and through the Eucharist, Jesus gives his very blood to bind us to Himself in love. At the Last Supper, offering us the Eucharist, His prayer to the Father is “that they may be one even as we are one” (John 17:11). As He proclaims, His committed, binding love will “draw all men to himself” (John 12:32). In its Latin root, the word religion implies “binding together.” Thus, it is no wonder that in a culture of broken bonds, so fearful of commitment, we often hear, “I’m spiritual, but not religious.” Satan is also “spiritual, but not religious”! A man who lives life without a single, self-giving bond in his life deserves our pity, not our admiration.
In this context, I must mention what is called machismo and call Catholic men to rise above this tendency. The display of machismo attempts to seek safety in an image of toughness and emotionless living. However, it is merely a thin outer mask covering a deep inner fear of true bonds with others, bonds that come with true relationship and make one’s life rich and meaningful. Behind the mask, as any mature person can see, is a man stuck in adolescent fear of vulnerability. In most cases, he has himself been badly hurt and is repeating a cycle learned in childhood.

Instead, the true love of Christ is centered on willing the good of the other, on pouring oneself out in charity for others. This is how the Son reveals the Father’s love: “As the Father has loved me, so have I loved you…This is my commandment, that you love one another as I have loved you” (John 15: 9, 12). In Christ, we see that sacrifice is at the heart of love. Only the man who has fought the interior battle of self-mastery against sterility, the man who lays down his life for others, can avoid stagnancy and self-absorption. Never doubt that this sacrifice is worth the suffering! Our Lord encourages men in saying, “greater love has no man than this, that a man lay down his life for his friends” (John 15:13).


Three Masculine Loves: Friend, Husband, Father

1. A Friend in Christ – Bands of Brothers

At the very inception of his ministry here on earth, Jesus called other men to join Him. What was He teaching us here? We see that Jesus called His disciples to Himself in such a way that they would form deep bonds of friendship and brotherhood. At the last supper, He specifically said to them, “No longer do I call you servants. For the servant does not know what the Master is doing; but I have called you friends, for all that I have heard from my Father I have made known to you” (John 15:15). This friendship with God is possible, a true brotherhood with Jesus, because we have the same Father. Do you, my sons, have true brothers in Christ in your life?

Throughout all of history, including the history of Christianity, important movements were spurred on by bands of brothers, friends in Christ. The Early Church Fathers St. Gregory Nazianzen and St. Basil were great friends and co-workers in the defense of Christ as they stood for the truth and defeated early heresies threatening the Church. St. Benedict and his monastic companions established communities of men that preserved and furthered Western culture in the face of barbarian destruction. This veritable fortress protecting truth, goodness, and beauty was built upon the stable and rich life of Christian brotherhood and friendship. St. Francis of Assisi and St. Dominic each started bands of brothers in service to the poor and in defense of the truth. The early founders of the Society of Jesus, St. Ignatius of Loyola and St. Francis Xavier, influenced countless other men, brought about great renewal in the Church, and evangelized to the furthest reaches of the world. In the 20th century, we see the friendship between C.S. Lewis and J.R.R. Tolkien and their brother “Inklings” as indispensable in the growth and flourishing of their own literary and apologetic gifts.

What is friendship? Who is a friend? The Scriptures tell us, “A friend is a friend at all times, and a brother is born for the time of adversity” (Proverbs 17:17). I am convinced that if men will seek true brotherhood, the adversities we face today will solidify bands of brothers who will be lauded in Heaven!

Therefore, men, ask yourself: what are your friends like? Do you have friends with whom you share the mission of holiness? Often young men will go to the seminary and discover the difference made by Christ-centered friendships, and their lives are transformed. This friendship is not limited to religious orders and priests. The renewal of masculinity cannot happen without banding together as brothers and true friends. In my own life, ever since my first year as a priest, I have been richly blessed by brother priests in the Jesus Caritas Fraternity.14 Their commitment to Eucharistic adoration and simplicity of life, their fidelity to Christ in celibacy and daily prayer, their fraternal love, wise counsel, and encouragement have richly influenced and inspired me to persevere in my own mission in Christ. It has been a joy to see how fraternity in our diocese has grown and flourished through your participation in our Men’s Conferences, Knights of Columbus, That Man is You, Cursillo Movement, and other such groups and events. There is room to grow, of course, but already the fruits of the Spirit are evident among these Catholic brothers and friends.

Conversely, we have seen what happens when men, young and old, do not form or sustain healthy friendships. Many, looking in the wrong places, find themselves in the false brotherhood of gangs, or without brotherhood at all, isolated and alone, and lacking these critical formative experiences of accountability and the trusted fellowship that only true friendship provides.

Studies have shown that many men today are living friendless lives.15 This has its effect on marriages where men have no emotional support apart from their wives, as well as on children, who should see true friends in the lives of their parents but often do not. What a blessing to have the presence of good faithful friends to provide the encouragement and accountability we need to be free! Indeed, as the Scriptures tell us, “as iron sharpens iron, so one man must sharpen another” (Proverbs 27:17).


2. Man as Husband – the Purpose of Masculine Erotic Love

Next, let us seek to understand more deeply man’s calling to spousal love. Every man is made to live as a husband and a father in some way: “God assigns the dignity of every woman as a task to every man.”16 Each man is called to commit and give of himself completely. For most men, this call is marriage while for others, this call is to the priesthood or to some other sincere and total self-gift in God’s service. Yet, in our day, such commitment is often seen as settling for something conventional, even boring; something that limits freedom or threatens love. Nothing could be farther from the truth! Instead, I remind you of the words of St. Josemaría Escrivá: “[T]here is a need for a crusade of manliness and purity to counteract and nullify the savage work of those who think man is a beast. And that crusade is your work.”17

Preparation for this sincere and complete spousal gift coincides with a man’s growth into masculinity. The “single years” of a young man’s life are for this formation, not a time of mere passive waiting, much less indulgence of sin. “Youth was not made for pleasure, but for heroism,” says Paul Claudel, the great French Catholic playwright. I urge you, young men, to prepare for marriage even before you meet your (future) bride. Such training in sacrifice is to love your bride before you meet her, so that you may one day say, “Before I knew you, I was faithful to you.”

Through spousal love, men live out a strength that endures, a strength for which the world longs, and a strength that will stabilize a crumbling society. True, this love is not free from periods of difficulties and suffering. No vocation is! However, with St. Paul, we “consider that the sufferings of this present time are as nothing compared with the glory to be revealed” (Romans 8:18). There is glory in man’s calling to be a husband.

When the great St. John Paul II spoke of a “spousal meaning of the body,” he implied that we men are all called in some way to spousal love.18 That is, a committed love, a love that gives life, seeking the good of those to whom the man has committed. When a man is called to spousal love in marriage and family life, the priesthood, or some consecration to the Lord, he is called to a great and meaningful life. Indeed if we run from this battle because of its challenges, we will be left empty. Those who arrive at the judgment seat of God, after this life, without the scars of a sacrificing husband, will “hold their manhoods cheap whilst any speaks who fought with us.”19

Let me now speak specifically to men called to conjugal love in marriage. This is a calling to the dignity and beauty of that union that is symbolic of Christ’s spousal love for the Church. St Paul explains this relationship in his instruction to husbands, saying
Husbands, love your wives, as Christ loved the church and gave Himself up for her, that He might sanctify her, having cleansed her by the washing of water with the word, that He might present the church to Himself in splendor, without spot or wrinkle or any such thing, that she might be holy and without blemish. Even so husbands should love their wives as their own bodies. He who loves his wife loves himself. For no man ever hates his own flesh, but nourishes and cherishes it, as Christ does the church, because we are members of His body. ‘For this reason a man shall leave his father and mother and be joined to his wife, and the two shall become one flesh.’ This is a great mystery, and I mean in reference to Christ and the church. (Ephesians 5: 25-32)

Marriage in Christ is not merely a human endeavor. It is higher; it is a “great mystery.” The human desire for love is, in a way, a longing for infinite and eternal love. In the Sacrament of Marriage, human love is caught up in the infinite and eternal love of God.20 This is the glory, men! Called to marriage, you are called to be as Christ to your bride. Because this love unites you and your spouse sacramentally with the infinite love that Christ has for each of you, your sacramental marriage overcomes the limits of natural marriage and achieves the infinite and eternal character to which every love aspires.

Here we come to the epicenter of the masculine battle in our time, the nexus of life and love that is God’s gift of sexuality. The need to develop chastity in your life, my sons, cannot be emphasized enough.

While much of our culture may not fully understand or encourage this commitment, the grandeur of spousal love to which we are called, we should in no way be discouraged. Rather, consider how blessed we are to be called to proclaim this truth in a time when it is most needed. In doing so, you radiate the light of Christ in an area of society so darkened by what has always threatened spousal love. Our Catechism names them clearly: “discord, a spirit of domination, infidelity, jealousy, and conflicts that can escalate into hatred and separation… self-absorption, egoism, pursuit of one’s own pleasure.”21 We could add here the use of pornography, always toxic to both the participants and the observers, and the consumptive “hook-up” subculture that removes sexual encounters entirely from the spousal relationship.
How did it come about that a culture so steadfast in supporting marriage and spousal commitment two generations ago became a culture that has reduced sexuality to mere pleasure and self-serving ends? The answer is the Sexual Revolution. For many, the Sexual Revolution promised “free love” and liberty from the shackles of old ideas about masculinity and femininity. What resulted was the separation of sexuality from the commitments of marriage and a widespread option for sterility (chemical and surgical sterilizations), amounting to a denial of what is most essentially masculine and feminine in the person. Worse, the Sexual Revolution ushered in the scourge of abortion, pornography, and sexual abuse so rampant in recent decades. Instead of real and authentic love, this false “liberty” offers cheap pleasures that mask a deeper loneliness and pain. Instead of the security of traditional family bonds, it leaves children longing for the stability of a mother’s and a father’s love. Instead of the freedom that comes with accepting the truth of God’s design for human love between a man and woman, the Sexual Revolution has arrogantly rebelled against human nature, a nature that will never thrive in confusion and lack of self-control. Indeed, the “love” promised by the Sexual Revolution has never been found. In its wake is wreckage, countless broken hearts bound by fear of more pain, broken lives, broken homes, broken dreams and broken belief that love is even possible. This is the rotten fruit of the Sexual Revolution.

It stands to reason that if love is our deepest desire and longing, destroying love will cause us the most pain, the deepest wounds. Thus, where do we start? Where do we begin to rebuild? What do we repair first?

My sons and brothers, we must begin with ourselves.

If I may return to the analogy of the athlete, we see that no champion achieves greatness without discipline in practice or without training to pursue greatness in his sport. He must be a master of himself; he must possess self-mastery. For the man called to live conjugal love, this self-mastery finds its culmination in the virtue of chastity. We need to see masculine chastity for what it is, whereas too often, this virtue is seen in negative light, as something weak. Nothing could be more false! Chastity is strength and a rejection of slavery to the passions. Christians have always believed that chastity, whether in marriage or celibacy, is a freedom from the enslavement to sin and our passions.

To understand chastity, we must understand God: “God is love and in Himself He lives a mystery of personal loving communion. Creating the human race in His own image… God inscribed in the humanity of man and woman the vocation, and thus the capacity and responsibility, of love and communion.”22 The love we live as men is a participation in and a demonstration of God’s love. As equal sharers in dignity, women, of course, also demonstrate God’s love, and yet there is a difference in how we do so. For both men and women, “Sexuality affects all aspects of the human person in the unity of his body and soul. It especially concerns affectivity, the capacity to love and to procreate, and in a more general way the aptitude for forming bonds of communion with others.”23 The virtue of chastity is the…

“…integration of sexuality within the person and thus the inner unity of man in his bodily and spiritual being. Sexuality, in which man’s belonging to the bodily and biological world is expressed, becomes personal and truly human when it is integrated into the relationship of one person to another, in the complete and lifelong mutual gift of a man and a woman.”24

Chastity allows us to master and properly live out this calling to be men of authentic communion.

Here, let me recall Jesus’ crucial words regarding “everyone who looks at a woman lustfully”; he has “already committed adultery with her in his heart” (Matthew 5:28). This leads me to call specific attention to those acts that are (wrongly) considered “normal” and even encouraged for men in today’s culture. Here I am speaking of pornography and masturbation. The damaging effects of these hidden and narcissistic habits train the man in a direction that is the exact opposite of love. He learns nothing more than to use others. Instead of life-giving and self-emptying love, he learns to settle for self-absorbed, sterile pleasures. Recall again Jesus’ words: You have heard it said ‘You shall not commit adultery.’ But I say to you that everyone who looks at a woman with lust has already committed adultery with her in his heart. If your right eye causes you to sin, tear it out, and throw it away; it is better for you to lose one of your members than for your whole body to be thrown into hell. And if your right hand causes you to sin, cut it off and throw it away; it is better for you to lose one of your members than for your whole body to go into hell. (Matthew 5:27-30)

With these prophetic words, Jesus foresees modern pornography that feeds the lust of the eyes. He uses hyperbole, strong words, for men to gouge out their eye and cut off their hand in order to drive home that urgent action is needed. Pornography not only leaves a man in danger of Hell, but it also destroys the bonds with his spouse, a destruction wrought like adultery. In other words, think of pornography as just as serious and no less grave than adultery. To attempt to love another person while engaging in this practiced narcissism, without being transformed by mercy, will surely bring grave harm.

When battling pornographic temptations, it is important to consider honestly the factors surrounding the temptation. For most men, these include loneliness, boredom, anger, insecurity, and stress. Simply understanding the context of a temptation prompts us to invite God to send His grace to begin to overcome the devil’s tactics. The Sacrament of Confession is the place of superabundant grace and support. Jesus said, “Blessed are the pure of heart, for they shall see God” (Matthew 5:8). This is not a promise merely to be attained in Heaven! This promise is to begin for us now, in our everyday lives. The saints attest to this truth. Through building purity of heart, men, you will not only see God in the women in your lives but also in yourselves, also the “image of God”! Even if the darkness seems insurmountable, Christ never abandons us. As a priest, I treasure the honest encounter in confession with those who want the Lord’s healing. It is a blessing to work with men in the fight to turn the tide from false to real love.
Imagine with me how different our world would be for our wives, sisters, and daughters if men lived this interior strength of chastity. In our time, we hear of such high rates of sexual assaults in our society, especially on college campuses. Is this not a time for a renewal of masculine chastity? Is this not a time for men to build up the virtue of temperance through fasting and prayer amidst brothers? Is this not a time to consider more deeply St. John Paul II’s proclamation that the “dignity of every woman is a task given to every man?”

Masculine chastity is a “long and exacting work” that we should be proud to undertake!25 Imagine standing before the throne of God on judgment day, where the great saints of ages past, who themselves dealt with preeminent sins in their own day, will say to each other, “We dealt with the trouble of lust in our day, but those 21st century men! These happy few battled the beast up close!” We can help each other and other men around us to strive for self-mastery, as this is best addressed among brothers. I encourage you to put aside your fears and insecurities, those that keep you from engaging head on in the fight for chastity. Christ wants to help men be formed after His own heart in each confessional of the Church and at each Mass where the power of His Blood poured out on the Cross offered in Holy Communion.


3. Fatherhood is Essential

Fatherhood changes history. In the Gospel according to Matthew, where “Abraham was the father of Isaac, and Isaac the father of Jacob, and Jacob the father of Judah and his brothers…” forty-two (42) fathers lead up to Joseph, the adoptive father of Jesus. In the words of St. John Paul II, fatherhood is essential to the flourishing of the world:

In revealing and in reliving on earth the very fatherhood of God (cf. Eph 3:15), a man is called upon to ensure the harmonious and united development of all the members of the family: he will perform this task by exercising generous responsibility for the life conceived under the heart of the mother, by a more solicitous commitment to education, a task he shares with his wife (cf. Gaudium et spes, 52), by work which is never a cause of division in the family but promotes its unity and stability, and by means of the witness he gives of an adult Christian life which effectively introduces the children into the living experience of Christ and the Church.26

All men are called to fatherhood in some way: Becoming mothers and fathers really means to be fully realized, because it is to become similar to God. This is not said in the newspapers, it does not appear, but it is the truth of love. Becoming dad and mom makes us more like God…you are called to remind everyone that all the baptized, even though in a different way, are called to be a father or mother.27

Like masculinity itself, perhaps fatherhood has never been a widely-pondered topic among the philosophers because it has always been presumed, its meaning fairly obvious. This is no longer true. In his book, Crossing the Threshold of Hope, St. John Paul II writes of the attack on fatherhood in modern society: “This is truly the key for interpreting reality […] original sin, then, attempts to abolish fatherhood.”28 The great pontiff of the family points to our first parents’ original act of disobedience, which cost them and us our original innocence and freedom from bodily death, and in original sin, we find a primordial rebellion against God’s fatherhood, a desire to remove fatherhood itself. This is our enemy’s underlying plan: to remove our reliance on God, the benevolent Father. To do this, Satan’s primary strategy is to damage and abolish human fatherhood, in the man and relationship where each of us first glimpses what God’s fatherhood might be like.

Today’s attack on fatherhood, and by extension, motherhood, is multi-pronged and breathtakingly damaging. 41% of children are born into unmarried homes in our day, an increase of 700% from 1950, when the out-of-wedlock birthrate was a mere 6%. These children are not fatherless because of some sweeping physical conflict, like World War II, which caused many wounds of fatherlessness, but rather because, far worse, fathers’ own willed absence is happening on a massive scale. It is not hard to see how men’s fears of fatherhood find a legion of support in today’s culture of self, encouraging men to flee from this beautiful gift in pursuit of their own desires. The child is forced to ask the question: “Where is my Daddy?” What then is the impact on a child’s heart, on his or her understanding of the world, of love, and of the Heavenly Father, when the answer to this question is “He left us,” or “I don’t know,” or “From the sperm bank, and he left no contact address”?

Catholic men also contribute far too regularly to this same scandal that devastates the heart of a child and makes too many women in our culture live as if they were widows! The ache of the fatherless child’s heart cries out to Heaven: “He will not ignore the supplication of the fatherless, nor the widow when she pours out her story…and the Lord will not delay, neither will He be patient with them, till He crushes the loins of the unmerciful and repays vengeance on the nations” (Sirach 35:14, 18). Why do the widows and the fatherless cry out? They have lost their protectors and providers! There is an unnatural void of the one called upon by God “to ensure the harmonious and united development of all the members of the family.”29 It is because of this loss, this void caused by men’s absence, that we have always naturally, traditionally, lamented fatherlessness.

There are those in our culture today, however, who do not want us to see fatherlessness as unnatural or lamentable. Do not be fooled by those voices wishing to erase all distinctions between mothers and fathers, ignoring the complementarity that is inherent in creation itself. Men, your presence and mission in the family is irreplaceable! Step up and lovingly, patiently take up your God-given role as protector, provider, and spiritual leader of your home. A father’s role as spiritual head of the family must never be understood or undertaken as domination over others, but only as a loving leadership and a gentle guidance for those in your care. Your fatherhood, my fatherhood, in its hidden, humble way, reflects imperfectly but surely the Fatherhood of God, the Father to those whom the Lord has given us to father. What does it mean to “father”? In a reflection on fatherhood, Pope Francis explains: “When a man does not have this desire [for fatherhood], something is missing in this man. Something is wrong. All of us, to exist, to become complete, in order to be mature, we need to feel the joy of fatherhood: even those of us who are celibate. Fatherhood is giving life to others, giving life, giving life.”30 This is why fatherhood – living out one’s vocation to fatherhood, whether that fatherhood is bound up in physical marriage or spiritual marriage in the priesthood or religious life – is absolutely essential for a man to live out the fullness of his meaning in life. We speak of the Church Fathers, the Desert Fathers, our pope as Holy Father, and, for good reason, our priests as “Father”.

To fully live, all men must be fathers and live out their fatherhood! We cannot “become like God,” my sons and brothers, without this understanding and this movement of the heart followed by decisive action. If you do not embrace the spousal and fatherly vocation God has planned for you, you will be stuck in the impotence of the “seed” that refuses to die and refuses to give life. Don’t settle for this half-life! The question for every man is not, “Am I called to be a father?” but rather, “What kind of father am I called to be?”


Grandfathers, You Are of Great Importance

I wish to speak a word to you who are grandfathers. Few cultures have ever expected less and shown such indifference to those like you who have battled and who have tested wisdom to offer their children and grandchildren. The world tells you that your time of influence is at an end and that it is time to retire, that is, to resign your post of fatherhood. Don’t believe it! Grandfathers matter greatly.

I have the privilege of being named after my grandfathers: Thomas Tighe Olmsted and P. James Hughes. Each in his own way fathered me alongside my own Dad. Grandpa Jim drew upon his Catholic faith to face with dignity and hope the early death of his wife, my grandmother, from cancer. Without giving into despair or self-pity, he struggled mightily to keep the family of six together and to provide for the children – the youngest of whom was my mother – during the very difficult years of the Great Depression. The memories I treasure most about Grandpa Jim were of his peaceful spirit, his Irish humor, and his sincere devotion to the Church. Grandpa Tom had an even greater impact on my life, even though he was never baptized. Beside him, I learned to care for walnut trees and watermelons, pumpkins and squash, horses and cattle, chickens and hogs. Amidst the many activities needed to make a living on our farm, I learned from Grandpa Tom and my Dad the importance of being a good neighbor, of telling the truth no matter the cost, and of having a deep respect for “Mother Nature.” When I was ordained a priest, I chose a biblical saying for my First Mass card, one that captured what I had learned from my grandfathers: “This is what the Lord asks of you: only this, to act justly, to love tenderly and to walk humbly with your God” (Micah 6:8).

Grandfathers, you are an essential and treasured gift to your families, and I encourage you to continue to be strong for them, to share your wisdom with them, and to fight for them. Remember Jesus’ earthly grandfather, St. Joachim, who lived a life faithful to God. In his advanced years, God the Father blessed St. Joachim and his wife, St. Anne, with the great gift of Mary, our Blessed Mother. Let every grandfather be reminded that even when the routine of daily life may appear to be insignificant, we never know what great plans God has for the last years of our lives.


Hope in the Shadows of Lost Fatherhood

I would now like to say a special word to those of you, my sons, who have suffered the absence of your own father. There are many reasons why men abandon their responsibilities, or even if they remain, stay distant, as a result of the lack of positive experience of fatherhood in their own lives. This wound in your heart may not yet have healed. Certainly fatherlessness is never God’s plan. Do not give in to discouragement, however, and do not lose hope. The Church is always called to reveal God the Father. Allow Christ to show you the Father who never abandons his children, but rather offers his only begotten Son. If you have not already done so, allow Christ to guide you in order to see your father as He sees him. Jesus will not leave you without the grace necessary to forgive and heal your father. This may happen in conjunction with the graces offered to you through your spiritual fathers, your priests, in the Sacrament of Reconciliation. Through your discovery of the Fatherhood of God, our loving, eternal Father, you will be witnesses to the only fatherhood that never fails.31

Finally, I want to offer a special word for those men who know that they have failed in their fatherhood. This is true to a greater or lesser degree in each and every one of us. This can happen through addiction, abandonment, marital conflict, emotional and spiritual detachment, failing to guide the family in faith, abortion, physical and/or emotional abuse, or the countless ways that we obscure the image of God as the loving Father. I stand with you as an imperfect father, asking God the Father to make up for the ways that we fail in this greatest of masculine missions. It is important to acknowledge the enemy’s tactics; Satan will attempt to drag us down into a despair that can lead us to abandon our fatherhood even further because of our sins. Yet we must never give up, my sons! Pray and be renewed in the Sacrament of Reconciliation. Christ strengthens us through Confession and the Holy Eucharist to spend ourselves in rebuilding fatherhood in whatever way possible.


Conclusion: Sent Forth by Christ

The best friend of St. Gregory Nazianzen was St. Basil. When, as young men in their early 20s, their personal search for a deeper understanding of the Christian faith led them by separate paths to Constantinople, they soon developed a deep respect for one another. St. Gregory’s description of this friendship is hopeful: “…if this is not too much for me to say, we were a rule and standard for each by which we learned the distinction between what was right and what was not.”32 Their friendship inspired each to grow in virtue and freedom, to be less concerned for self and more eager to place his life at the service of others. I hope that each man reading this Exhortation will experience, if he has not already done so, the blessing of good friendships like the ones between the saints. I cannot imagine what my own life would be like without the good friends God has given me.

I hope, too, that you will take what is helpful in my message, bring it to the Lord in prayer, and go forward confidently in your vocation as men. Our life in Christ is not one of “do’s and don’ts,” but an adventure in authentic freedom. Embrace that freedom in order to place your life at the service of Christ, beginning in your home and radiating into the world.


Where is the Faith of our Fathers now?

As I write this exhortation, videos are being released documenting the barbaric practice of selling baby body parts by Planned Parenthood. Since this infamous agency receives around half a billion dollars each year from the U.S. Government, funds to carry on their slaughter of innocents, no American citizen, and certainly no man, can remain silent about this travesty of our times. We need to get off the sidelines and stand up for life on the front lines. We need faith like that of our fathers who defended the children of previous generations and who gave up their own lives rather than abandon their faith in Christ. My sons and brothers, men of the Diocese of Phoenix, we need you to step into the breach!


The Catholic martyrs of England inspired Frederick W. Faber to write the hymn “Faith of our Fathers” in AD 1849. As Faber paid tribute to the men who refused to deny Christ “in spite of dungeon, fire, and sword,” he also issued a call to arms for the men of succeeding generations. Join me in praying that we, men of the 21st century, will make the words of this verse our own:

“Our Fathers, chained in prisons dark,
Were still in heart and conscience free:
How sweet would be their children’s fate,
If they, like them, could die for Thee!
Faith of our Fathers! Holy Faith!
We will be true to thee till death.”

Promulgated on the Feast of the Archangels, September 29, 2015

+Thomas J. Olmsted
Bishop of Phoenix


1 Center for Applied Research into the Apostolate. Frequently Requested Church Statistics, 2014
2 Pope St. John Paul II, Ecclesia in America, 3, 5
3 Interview, September 19, 2013
5 Homily, June 14, 2015
6 Gaudium et spes, 32
7 Gaudium et spes, 32.
8 General Audience, April 15, 2015
9 Opening mass, October 22, 1978
10 February 2015
11 Gaudium et spes, 22
12 Laudato Si, 204
13 Dr. Paul Vitz, Lecture, February 21, 2015
14 See Appendix for description and call to form these groups among laymen. 15 Social Isolation in America: Changes in Core Discussion Networks over Two Decades. http://www.jstor.org/stable/30038995
15 Social Isolation in America: Changes in Core Discussion Networks over Two Decades. http://www.jstor.org/stable/30038995
16 Pope St. John Paul II, Catechesis on Human Love, 100:6
17 St. Josemaría Escrivá, The Way
18 Pope St. John Paul II, Catechesis on Human Love, 14:5
19 Shakespeare, Henry V.iv.3
20 Gaudium et spes, 48
21 Catechism of the Catholic Church, 1606
22 Catechism of the Catholic Church, 2331
23 Catechism of the Catholic Church, 2332
24 Catechism of the Catholic Church, 2337
25 Catechism of the Catholic Church, 2342
26 Pope St. John Paul II, Familiaris Consortio, 25
27 Pope Francis, Address, June 15, 2015
28 Pope St. John Paul II, Crossing the Threshold of Hope, New York: Knopf, 1994, 228
29 Familiaris Consortio, 25
30 Homily, June 26, 2013
31 Adapted from Evangelium Vitae, 99
32 “On St. Basil the Great,” Funeral Orations (The Fathers of the Church, Vol. 22), 27


Zum Widerstand gegen das sogenannte „#Gender-Mainstreaming“ ist bei einem Studientag des Geistlichen Zentrums Hensoltshö...

Posted by idea on Sonntag, 5. Juli 2015

God created the sexual difference between man and woman “not for opposition or subordination, but for communion and procreation,” Pope Francis said Wednesday:

Posted by Aleteia on Donnerstag, 16. April 2015

Remember:

The only reason why people don't find freedom from same-sex attractions is because they don't believe it can be done!

Gender – die tiefe Unwahrheit einer Theorie

Der Genderismus

  1. leugnet die Schöpfungsordnung
  2. leugnet die Vorgabe der Natur
  3. ist wissenschaftlich unhaltbar
  4. zerstört Ehe und Familie
  5. schadet der Frau
  6. schadet dem Mann
  7. schadet dem Kind
  8. nimmt totalitäre Züge an
  9. verdunkelt den göttlichen Sinn der Liebe zwischen Mann und Frau.

Bischof von Chur im Hirtenwort zum Tage der Menschenrechte 2013

www.medrum.de

Is Change Possible?

To make it very clear: Yes, the Jason ministry definitely believes that change is possible. We believe in God and His power to change our hearts and minds.

Matthew 19:26 King James Version (KJV):

"26 But Jesus beheld them, and said unto them, With men this is impossible; but with God all things are possible."

"Whoever says that a person with SSA cannot change does not know my God."

Pastor Paul

Was ist das eigentlich, "Homosexualitaet"?

Kurz gesagt, die Tatsache, dass sich jemand überwiegend und über einen längeren Zeitraum hinweg in sexueller und/oder emotionaler Hinsicht zum eigenen Geschlecht hingezogen fühlt. Wir bevorzugen aber den Begriff "gleichgeschlechtliche Neigungen". Zum einen ist der Begriff "Homosexualität" (als eigenständige Form der Sexualität) noch gar nicht so alt. In klinischer Hinsicht konzentriert er sich vor allem auf die sexuelle Anziehung, was jedoch zu kurz gegriffen ist, da man hier die emotionale Zuneigung außer Acht lässt. Zum anderen sind wir als Christen der Überzeugung, dass es nur eine Gott-gegebene Form der Sexualität gibt - und das ist die Heterosexualität. Ja, es gibt Menschen, die - aus welchen Gründen auch immer (und seien sie "genetisch") - gleichgeschlechtlich empfinden, wir sehen dies aber nicht als eine eigenständige Identität, sondern als Teil der Heterosexualität an. Dies bedeutet keine Abwertung von Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen oder eine Minder-Bewertung unseres Empfindens - ganz im Gegenteil. Wir sehen uns als Teil von etwas, das größer ist als wir (Gottes heterosexuelle Schöpfung) und sind weder besser noch schlechter als andere Menschen noch sehen wir uns als etwas Besonderes an und blicken auch nicht auf die herab, die ihre gleichgeschlechtlichen Neigungen ausleben. Auch konzentriert sich unser Leben nicht auf unser sexuelles und/oder emotionales Empfinden, sondern auf den, dem wir nachfolgen und der uns eine teuer erkaufte Freiheit geschenkt hat, damit auch wir frei sein können: Jesus Christus.

Homosexuals Anonymous

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"Geschlechtsneutralität" - so wird mittlerweile der Versuch umschrieben, die Grenzen zwischen den Geschlechtern aufzuheben. Ein "neutrales" Geschlecht kann und darf es aber nicht geben!

Dr. med. R. Febres Landauro

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Douglas McIntyre, Co-Founder of HA

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Sie dürfen sich jederzeit - auf Wunsch auch anonym - an uns wenden. Sämtliche Anfragen werden vertraulich behandelt.

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Wir freuen uns auf Sie!


The 14 Steps

1. We admitted that we were powerless over our homosexuality and that our emotional lives were unmanageable.

2. We came to believe the love of God, who forgave us and accepted us in spite of all that we are and have done.

3. We learned to see purpose in our suffering, that our failed lives were under God's control, who is able to bring good out of trouble.

4. We came to believe that God had already broken the power of homosexuality and that He could therefore restore our true personhood.

5. We came to perceive that we had accepted a lie about ourselves, an illusion that had trapped us in a false identity.

6. We learned to claim our true reality that as humankind, we are part of God's heterosexual creation and that God calls us to rediscover that identity in Him through Jesus Christ, as our faith perceives Him.

7. We resolved to entrust our lives to our loving God and to live by faith, praising Him for our new unseen identity, confident that it would become visible to us in God's good time.

8. As forgiven people free from condemnation, we made a searching and fearless moral inventory of ourselves, determined to root out fear, hidden hostility, and contempt for the world.

9. We admitted to God, to ourselves, and to another human being the exact nature of our wrongs and humbly asked God to remove our defects of character.

10. We willingly made direct amends wherever wise and possible to all people we had harmed.

11. We determined to live no longer in fear of the world, believing that God's victorious control turns all that is against us into our favor, bringing advantage out of sorrow and order from disaster.

12. We determined to mature in our relationships with men and women, learning the meaning of a partnership of equals, seeking neither dominance over people nor servile dependency on them.

13. We sought through confident praying, and the wisdom of Scripture for an ongoing growth in our relationship with God and a humble acceptance of His guidance for our lives.

14. Having had a spiritual awakening, we tried to carry this message to homosexual people with a love that demands nothing and to practice these steps in all our lives' activities, as far as lies within us.

While the Homosexuals Anonymous Fellowship was inspired by the Twelve Steps of Alcoholics Anonymous, they are not really an adaptation. Rather, they were created specifically for this Fellowship, and should not be construed otherwise. AA, which is a program concerned only with recovery from alcoholism, and is not in any way affiliated with this Fellowship.

Homosexuals Anonymous

Arthur Goldberg

New Homepage: Voices of Change!

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Homosexuals Anonymous

Homosexuals Anonymous Fellowship Services

www.homosexuals-anonymous.com

USA

Homosexuals Anonymous is an international organization dedicated to serving the recovery needs of men and women who struggle with unwanted same sex attraction.

This fellowship of men and women, who through their common spiritual, intellectual and emotional experiences have chosen to help each other live in freedom from homosexuality.

Welcome to our website

If you are a person who struggles with unwanted same sex attraction, you are not alone Homosexuals Anonymous and many other related ministries, counselors and therapists provide valuable resources that can be of great use to you.

Remember always that while no one chooses to have same sex attraction, many do choose to diminish and eliminate those feelings of attraction. All people have the right to self determination, the right to choose for themselves the aspects that comprise their identity. Through HA, you will meet many people who see their identity as being rooted in their faith and not in their unwanted desires and behaviors.

If you are a parent, relative or friend of someone who struggles with unwanted same sex attraction, you can find helpful resources they will appreciate.

If you are a parent, friend or relative of someone who embraces and lives a gay lifestyle, you can find support, encouragement and hope in the material you will find available to you in website. If you are interested in online support groups or forming a local parents support group, please contact us and let us know how we can serve you.

If you are a minister, counselor or therapist looking for a support group and other resources to serve the needs of a counselee wanting freedom from homosexuality, then please read through our website. In your exploration you will learn who we are and how we can help you.

New Book by Dr. Douglas McIntyre!

Broken Chains: A journey of recovery from ssa, anger, addiction and child abuse

Dr. Douglas E. McIntyre (Author)

Paperback: 80 pages

Publisher: CreateSpace Independent Publishing Platform (December 19, 2012)

Language: English

ISBN-10: 1481265334

ISBN-13: 978-1481265331

Get it here: http://www.amazon.com/Broken-Chains-journey-recovery-addiction/dp/1481265334/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1356982439&sr=1-1&keywords=broken+chains+douglas+mcintyre

Alliance Defending Freedom

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The Christian Post

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Freedom from SSA

Guys,

there are many professionals who are able to scientifically explain to you how to find freedom from same-sex attractions.

I am a simple man so I will try to tell you in simple terms.

Imagine a father who wants to teach his son how to ride a bike. He will not give him a lesson on the functioning of each single part, where it came from and what it is made of. Nor will he lecture on how the human body works and how the mind coordinates things. He loves his sonny and wants him to be able to ride that bike on his own.

Of course, he could let him continue to ride with additional wheels, but this is not what the father wants. Daddy knows that his son will likely fall a couple of times. There will be tears and some pain as well. But as a loving father he buys his son a bike and takes him out to teach him how to ride.

Now the son does not expect a big lesson or a manual to start with. Yes, he might be somewhat scared as he does not know what to expect and how to handle this bike without additional wheels that keep it stable. But he knows that he can fully trust his father. He loves his daddy more than anything - and daddy loves him. So he takes a courageous first step and lets daddy show him how to do it.

Daddy will fist be there all the time to hold his son while he rides. However, step by step he will let him run a little bit on his own.

Sonny will ride this first bits all shaky and insecure, but then again he trusts his daddy, so he manages to do it - sort of.

Sometimes he will fall and have his knee scratched. Tears will roll down his cheek, but daddy will hold him im his arms and encourage him to take another effort.

Day by day little sonny will drive a little longer all by himself, until he finally manages to ride that bike completely alone. Daddy will be so proud of his son and his son will come running into his arms, thanking his beloved daddy for keeping his promise to be there all the time when things were getting rough on him. Daddy told him that he will ride that bike and all his little son had to do is to trust him just enough that he goes for it.

Sometimes all that keeps us from succeeding is the lack of belief that it can be done.

Rob

Americans for Truth about Homosexuality

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Janelle Hallman

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