Jason

Christian Ex-Gay Ministry

Die Mutter

Die Mutter

Ein Mann beschrieb seine Gefühle wie folgt: „Ich versuche, von attraktiven Männern das zu nehmen, was ich selbst nicht habe (...) Ich glaube, ich kann selbst kein richtiger Mann sein und so versuche ich Konkurrenten zu verführen und übertrumpfen (...) Ich will doch einen Vater! (...) Ich kann einfach nicht aus der Falle heraus, in die mich meine Mutter gebracht hat (...) und jedes Mal, wenn ich einen Streit mit ihr habe oder sie wütend auf mich ist, scheine ich mir einen Mann herauszusuchen, den ich sexuell ausbeuten kann und mir selbst zu beweisen, dass ich es mit ihm aufnehmen kann.“ (Irving Bieber et. Al. Homosexuality)




Ungesunde Beziehungen zur Mutter

•Eine ungesunde emotionale Beziehung zur Mutter kann dazu führen, dass sich der Sohn später durch den Einfluss anderer Frauen bedroht fühlt oder dass er sich über-identifiziert und diesem Einfluss unterwirft.
•Diese Wunde ist nicht brachial, sondern sehr subtil.
•Diese Wunde ist nicht auf Missbrauch, Vernachlässigung oder Abwesenheit zurückzuführen, sondern versteckt sich hinter Liebe und Sorge.
•Das ist keine Wunde durch mangelnde Aufmerksamkeit, sondern durch ein Zuviel an Aufmerksamkeit!
•Diese Wunde sieht nach Liebe aus, schmeckt aber wie Kontrolle.
•Diese Wunde ist so mächtig, dass sie die Psyche eines Mannes völlig verändern und falsch prägen kann.
•Sie beginnt oft mit einem abwesenden Vater.
•Sie kann auch durch die vier Arten von Müttern verursacht werden (unwissende Mütter; Mütter, die selbst ein Bedürfnis oder eine Verletzung haben; Mütter, die nicht loslassen wollen; Mütter, die nur eine Lücke ausfüllen).


Mögliche Reaktionen des Sohnes

•Er rebelliert gegen autoritäre Frauen und entwickelt soziale Kontaktschwierigkeiten.
•Er wird unverantwortlich hinsichtlich seinen späteren eigenen familiären Verpflichtungen sowie seinen Aufgaben am Arbeitsplatz.
•Er wird zum Obermacho und meint, er muss sich ständig anderen gegenüber behaupten (auch auf sexuellem Gebiet).
•Er wird kriminell, drogenabhängig, Alkoholiker oder entwickelt andere Abhängigkeiten.
•ODER: er identifiziert sich völlig mit diesen über-autoritären Frauen und nimmt weibliche Verhaltensweisen an. Er lernt auch nicht typisch männliche Eigenschaften wie Disziplin, Verantwortlichkeit, Charakter.
•Zusammenfassung: Er wird Frauen gegenüber entweder dominant und kontrollierend oder passiv und unterwürfig.


Eltern

Wenn Gott mir etwas in den letzten Jahren gezeigt hat, dann die Art und Weise, wie ich meine Eltern sehe.

Wie sehr neigt man doch manchmal dazu, der eigenen Kindheit die Schuld für alles Schlechte im späteren Leben zu geben? Man hat die Kindheitsjahre als eine Zeit in Erinnerung, in der man sehr unglücklich und alleine war. In der man sich wenig geliebt gefühlt hat. Und vielleicht war dies bei manchen auch so. Vielleicht  habt ihr wenig Liebe erfahren,  stattdessen aber  viele Schläge.  Vielleicht hat man sich tatsächlich wenig um euch gekümmert. Vielleicht seit ihr Zeugen  von vielen Streitigkeiten zwischen euren Eltern geworden, in denen ihr  - ob ihr es nun gewollt habt oder nicht - mit hineingezogen wurdet.

Bei manchen sind möglicherweise noch schlimmere Sachen geschehen.

Das mag alles so gewesen sein und ist bestimmt durch nichts zu entschuldigen. Aber durchaus zu erklären.

Wenn ich euch einige Tips geben darf:

1) Man hat die Geschehnisse in der Kindheit oft anders in Erinnerung, als sie sich tatsächlich abgespielt haben. Nicht, dass das so wichtig ist - letztendlich kommt es z.B. nicht darauf an, ob ein Kind tatsächlich geliebt wurde oder nicht - wenn es das Gefühl hatte, nicht geliebt worden zu sein, reicht das, um Schaden anzurichten. Es hilft aber durchaus, einmal nachzudenken und mit anderen Zeitzeugen zu sprechen, um heraus zu finden, ob sich das alles tatsächlich so zugetragen hat. Oft erzählen wir unbewusst und ohne böse Absicht Sachen aus unserer Kindheit, die sich vielleicht nie so zugetragen haben - alleine, weil unser Gedächtnis uns hier einen Streich spielt. Hierdurch geben wir falsches Zeugnis ab und verletzen die Beteiligten.

2) Waren wir selbst denn so gute Söhne und Töchter? Haben wir uns immer vorbildlich verhalten? Wie haben wir unsere Eltern behandelt und mit ihnen geredet - und wie tun wir das heute?

3) Es hilft auch sehr, mehr über die Vergangenheit der eigenen Eltern in Erfahrung zu bringen. Wie sind sie selbst aufgewachsen? Was haben sie alles erlebt und durchgemacht? Wenn man selbst nie Liebe erfahren hat, dürfte es schwer fallen, sie weiter zu geben. Wenn man selbst eine kaputte Familie hatte, ist es unglaublich schwer, später eine gesunde aufzubauen!

4) Wir sind nicht Sklaven unserer Vergangenheit. Selbst wenn hier schlimme Sachen geschehen sind - wir sind nun erwachsene Menschen und dürfen nicht zulassen, dass die unerledigten Angelegenheiten aus der Vergangenheit unsere Zukunft bestimmen! Ja, man muss diese Dinge einmal auspacken und angehen - dann ist es aber auch gut und sie sollten wieder geschlossen werden und für immer ruhen.

5) Oft erzählen einem die Menschen, dass ihre Eltern ihnen nie gesagt hätten, dass sie ihren Sohn oder ihre Tochter lieben, dass sie stolz auf sie sind und dass sie gut in irgend etwas sind. Das mag so gewesen sein. Vielleicht haben sie es aber durch Gesten oder Taten gezeigt? Im übrigen ist es noch nicht zu spät: schnappt euch euren Vater oder eure Mutter und verbringt Zeit mit ihnen! Stellt ihnen all' die Fragen, die ihr habt! Vor allem fragt sie direkt: "Liebst du mich?" Sagt ihnen auch selbst, dass ihr sie liebt! Verpasst diese Gelegenheit nicht - eines Tages könnte es zu spät sein!

6) Egal, was geschehen ist - Gott hat uns aufgetragen, zu vergeben - und die Vergebung anderer zu suchen. Tut dies! Vergebt euren Eltern, falls sie euch gegenüber Fehler gemacht haben! Liebt sie, wie Jesus uns geliebt hat! Kümmert euch um sie und behandelt sie eurerseits mit Liebe, Achtung und Respekt - dadurch zeigt ihr wahre Größe, gleichzeitig auch Demut und Glauben!

7) Es ist nicht leicht, Kinder zu erziehen. Schon gar nicht zu der Zeit, als ihr geboren wurdet! Wer selbst Kinder hat, weiß das und respektiert die eigenen Eltern!

8) Sprecht mit euren Eltern auch über Gott und euren Glauben!

9) All das ist mit Sicherheit nicht leicht und braucht Zeit. Wunden brauchen Zeit, um zu heilen. Auch Versöhnung braucht Zeit - und viel Mut. Es ist nicht leicht, auf den Menschen mit Liebe zuzugehen, der einen einmal verletzt hat. Ihm zu vergeben und zu lieben. Nichts anderes hat Jesus aber uns gegenüber getan - und wenn wir wollen, dass Er uns vergibt, müssen auch wir dies tun. Dadurch zeigen wir unseren Eltern auch, dass uns unsere eigenen Fehler bewusst sind und dass wir sie gut machen wollen.

10) Es ist für niemanden leicht, über Verletzungen aus der Vergangenheit zu reden. Irgendwann muss dies aber einmal geschehen. Dass sollte kommentarlos von allen Beteiligten zur Kenntnis genommen werden. Nur so können Wunden auch einmal heilen. Der Betroffenen tut dies nicht, um andere zu verletzen, sondern all die aufgestauten Verletzungen einmal los zu werden. Es kommt hierbei nicht darauf an, ob sich das in Realität alles tatsächlich so abgespielt hat, sondern wie wir es damals empfunden haben. Das muss einmal heraus - und dann für immer in der Vergangenheit ruhen.

11) Sucht euch bei Bedarf auch Hilfe und Unterstützung bei Seelsorgern oder auch Fachleuten (Psychotherapeuten, Psychiatern etc.). Das ist keine Schande, sondern ein Zeichen von Stärke.

12) Und jetzt geht aufeinander zu, vergebt und liebt euch und behaltet die verstorbenen Elternteile in liebevoller Erinnerung! Erinnert euch an die guten Sachen, die glücklichen Momente und bewahrt diese wie einen Schatz in euren Herzen!


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