Jason International

Christian Ex-Gay Ministry

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You don't need to bring us Jesus!

Posted on April 13, 2017 at 3:00 PM

Yes, we've been gone for so long. We've been outsiders - and still are. "The marginalized" you call us - and you use us to knock off your loving the unlovable off the list. You want to bring Jesus to us hookers, pimps, inmates, gays, drug addicts, homeless and what not. We don't need you to bring us Jesus so you feel better and can tap yourselves on your shoulders. Jesus is already here. Yes, we left our old lives behind, but we are still "we" - and that's alright with God. We went to those nice and fancy church buildings where they all asemble - all those nicely dressed people, some of which we knew too well from their double lives. They "welcome" us, but all the time they let us feel they are something better - and we are not.

Oh, they certainly know how to hide that behind spiritually or wanna-be-psychologically sounding phrases - "You might want to pray about...", "Don't take it personal, but...", "A Christian does not say/wear/do this/does not listen to this music...", "This looks like you're still gay/a hooker/a drug addict/a criminal..." - you get the point.

 

Then you wonder why so many call Christians hypocrite. Because many of you are. We sure don't need churches and Christians like these and we can smell your true attitude a mile away. This is why we feel much better among our own. Yes, we are Christians now - and certainly not worse ones than you are - and this is why our folks love us like we are. No "but" attached. And vice versa. We do not have to look like a middle class American John Doe in his suit and tie to worship the Lord. We dress up for Him - but that might look different than what you know. Who are you to tell us we should pray about our behavior - meaning to say you are standing on your hill, pretending to be God and having all the truth in the world. You are a sinner like the rest of us, not better, not worse.

 

When we follow Jesus, we are dead serious about it. We see you spreading much "wisdom" on facebook and telling everybody what should be done - but when we ask you to join us going out on the street to all those wild places where you find those people Jesus loves so much, you give us a trillion excuses why you cannot come along. Teary-eyed snowflakes, that's what you are. Chicken. Your house is not built on a rock and your seed fell among thorns.

 

So with all of our heart we tell you: Keep on doing whatever you think you should be doing, but leave us and our likes alone. We don't need you. We need Jesus - and we assemble for and with Him and we go to meet Him. Actually, it is pretty easy. He assembled twelve simple men called apostles and told them on the Sermon of the Mount the basics of what a believer in God is all about. This is what we go by.

 

We have two words for you:

 

Bless you.

 

Rob

Wenn der Bock zum Gaertner wird

Posted on June 3, 2016 at 12:20 AM

Mit Pfarrer Albert Bauernfeind hat das Erzbistum München und Freising nun einen Seelsorger für Menschen, die in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung leben (https://www.erzbistum-muenchen.de/PV-Fuerstenfeld/Page055883.aspx). Der Titel allleine klingt schon merkwürdig - wieso nicht für Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen? Wer weiter liest, bekommt eine Ahnung, warum:

 

" Auch die Kirche tut sich bis heute schwer damit, Homosexuelle ganz zu akzeptieren. Die sexuelle Handlung definiert die Kirche immer noch als Sünde. Es ist an der Zeit, hier einen Blickwechsel zu vollziehen. Homosexuell lebende Menschen müssen in der Kirche willkommen sein – so wie sie sind! Die Liebe und die Verantwortung füreinander sind die Kriterien für ein gelingendes Leben aus der Perspektive des Evangeliums."

 

Bei allem Respekt, Herr Pfarrer, aber es gibt einen Grund, warum homosexuelle Handlungen von der Kirche, der Sie als Priester Gehorsam gelobt haben, als Sünde gesehen werden - und das sollten Sie eigentlich wissen. Sie haben als Priester Verantwortung für diese Menschen und sind verpflichtet, ihnen in Glaubensdingen das zu vermitteln, was Lehrmeinung der Kirche ist.

 

Liebe und Verantwortung füreinander allein sind eben nicht Kriterien für ein gelingendens Leben aus der Perspektive des Evangeliums. Wenn allein ein undifferenziertes Gefühl (das wie alle Gefühle früher oder später verschwindet) Grundlage für die Moralität einer Verbindung ist, würde das - konsequent weiter gedacht - zu absurden Ergebnissen führen.

 

Liebe im christlichen Sinn ist mehr als ein Vertrag, bei dem nur Eigentumsrechte ausgetauscht werden. Sie ist mehr als nur ein flüchtiges Gefühl. Sie ist ein Bund, der den lebensspendenden Bund widerspiegelt, den Jesus mit Seiner Braut der Kirche eingegangen ist. Zwei Menschen, die ein Fleisch werden – so sehr eins, dass man dem Einen neun Monate später einen Namen geben muss! Drei, die eins sind – ein Hinweis auf die Dreifaltigkeit selbst! Die Ehe ist zur Fortpflanzung und zum Wohle der Ehepartner gedacht. Eines von beiden bewusst auszuschließen heißt den Bund nicht als solchen zu begreifen. Dies mit gleichgeschlechtlichen Verbindungen gleichsetzen zu wollen, bedarf schon ein enormes Maß an spiritueller Verwirrung.

 

 

Sucht man diesen Pfarrer auf Google, findet man Erstaunliches: Er wurde 1995 von Friedrich Kardinal Wetter entlassen – er hatte in einem Interview mit dem Jugendmagazin der Süddeutschen Zeitung die offizielle katholische Lehrmeinung zur Sexualität als „unbrauchbar“ bezeichnet (http://www.zeit.de/1996/12/Unbequemer_Pastor).

 

Weiterhin gehört er zum Münchner Kreis (http://initiative-muenchner-kreis.de/unterstutzer/), der offensichtlich mit der Pfarrer-Initiative Deutschland zusammenhängt (http://www.pfarrer-initiative.org/pfarrerinitiative/). Dort heißt es etwa: „Wir stehen ein für ein ehrliches Wahrnehmen der Lebenssituationen der Menschen und für Glaubwürdigkeit kirchlicher Praxis. Deshalb benennen wir, was wir tun, auch wenn es im Widerspruch zu derzeitigen kirchenamtlichen Weisungen steht.“ (http://www.pfarrer-initiative.org/pfarrerinitiative/werwirsind.aspx).

 

Weiterhin heißt es in einem Papier:

 

„In entscheidenden Punkten (Voreheliches Zusammenleben, Empfängnisverhütung, Wiederverheiratete Geschiedene, Homosexualität) ist die derzeitige Lehre auf den Prüfstand zu stellen und weiter zu entwickeln. Es gilt, wie es im Bericht der Bischofskonferenz heißt, „einen Duktus zu finden, der sich vom

Vorurteil der Leibfeindlichkeit und einer lebensfeindlichen Gesetzesethik zu befreien vermag“. Dazu können die Bischöfe auf die jahrzehntelange theologische Arbeit zahlreichen Moraltheologen zurückgreifen. Ebenso sollten die heutigen human-wissenschaftlichen Erkenntnisse vorurteilsfrei zur Kenntnis genommen werden. Der Weg zu einer lebensdienlichen Beziehungsethik wird nur zu gehen sein, wenn von

einer problematischen Berufung auf das Naturrecht Abschied genommen wird.“ (http://www.pfarrer-initiative.de/pfarrerinitiative/2014EheFamilie.pdf). Unterzeichner u.a.: „Pfarrer Albert Bauernfeind, Diözese München“

 

Wer die katholische Sexuallehre als leib- und lebensfeindlich bezeichnet, hat seine Berufung als Priester verfehlt. Mit dem Zeitgeist oder mit schnell veränderlichen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu gehen, kann und darf nicht Ziel der Kirche sein. Bestimmte Werte – wie etwa die monogame Ehe zwischen Mann und Frau ziehen sich durch alle biblischen Bücher, durch viele Kulturen und über tausende von Jahren – und wurden letztlich von Jesus, dem Sohn Gottes, selbst bekräftigt. Auf die Frage, ob eine Scheidung unter bestimmten Umständen gerechtfertigt sei, antwortete Er nicht einfach mit ja oder nein – Er wiederholte den Standard aus Genesis: Den Bund eines Mannes mit einer Frau.

 

Wenn Er uns nun verkündet, was richtig ist, muss Er wohl kaum eine lange Liste von Dingen beifügen, was falsch ist.

 

Wenn aber der Sohn Gottes selbst die Norm bekräftigt, wer sind wir, dass wir uns erlauben, daran zu rütteln?

 

Die christliche Ehe ist das Beste für alle Beteiligten. Nichts kommt dem gleich. Wir sollten darauf vertrauen, dass unser Schöpfer am besten wusste, was gut für uns ist – und was nicht. Herr Pfarrer Bauernfeind scheint damit aber seine Probleme zu haben.

 

Kein Wunder, dass er auch von der unsäglichen Vereinigung „Wir sind Kirche“ zitiert wird: http://www.wir-sind-kirche.de/?id=129&id_entry=5970

 

Mit „Theologie und Homosexualität“ hat er nun auch ein Buch herausgegeben. Kommentar der lesbischen und schwulen Basiskirche Basel hierzu:

 

„An den Aussagen der offiziellen katholischen Morallehre zur Sexualität scheiden sich die Geister. Albert Bauernfeind will die Verantwortlichen in Kirche und Jugendarbeit und die Jugendlichen selbst anregen, erneut über das Thema nachzudenken und Sexualität als das verstehen zu lernen, was sie ist: Geschenk Gottes und Möglichkeit zur menschlichen Kreativität.“ (http://www.lsbk.ch/2016/01/page/27/)

 

 

Diese Aufzählungen lassen sich wohl noch lange fortführen. Zusammenfassend darf wohl daran gezweifelt werden, dass Herr Pfarrer Bauernfeind der geeignete katholische Seelsorger für Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen ist – zumindest nicht aus der Perspektive dessen, was die Katholische Kirche zu diesem Thema lehrt.

 

Jason International (http://jason-online.webs.com), Partnerorganisation von Homosexuals Anonymous (www.homosexuals-anonymous.com) existiert seit 2005 – mit einer Ortsgruppe in München. Bisher wurden wir von den großen Kirchen ignoriert. Auch Herr Bauernfeind hat sich noch nicht bei uns gemeldet. Interessant, denn Homosexuals Anonymous ist die weltweit älteste Organisation ihrer Art (seit 1976).

 

Mit großer Besorgung und nicht zuletzt aufgrund einiger an uns herangetragener Berichte Betroffener (Priester, Ordensangehörige, gläubige und ratsuchende Katholiken) beobachten wir seit langem, wie es den Seelsorgern vor Ort offenbar egal ist, was die Kirche und die Bibel zum Thema gleichgeschlechtlichen Neigungen lehrt. Ganz im Gegenteil – sie werden nun sogar von den Kirchenoberen in verantwortungsvolle Positionen berufen, wo man wohl den Bock zum Gärtner macht.

 

Ich habe selbst viele Jahre in der schwulen Szene verbracht und weiß, wovon ich rede. Angesichts der vielen Faktoren, die zur Entwicklung dieser Neigungen beigetragen habe (etwa ein problematisches Verhältnis zum gleichgeschlechtlichen Elternteil) und angesichts dessen, was sich in der schwulen Szene abspielt, ist es unverantwortlich, Menschen dabei zu unterstützen, ein solches Leben führen zu wollen. Die jährlichen Zahlen des Robert-Koch-Instituts zeigen den enormen Anteil von Männern, die Sex mit Männern haben, an der Gesamtzahl von Menschen mit ansteckenden Geschlechtskrankheiten wie etwa HIV. Ganz so „normal“ und „natürlich“ ist diese Lebensweise wohl doch nicht.

 

Wir bieten Gemeinden, Privatmenschen, Geistlichen, Schulen, Familienangehörigen, Freunden, Behörden und wem auch immer unsere Hilfe und Unterstützung an – kostenlos und auf Basis der Bibel.

 

Gleichzeitig rufen wir die Verantwortlichen in den Kirchen auf, ihren Verpflichtungen nachzukommen und nicht vor dem Zeitgeist niederzuknien. Dass das nicht funktioniert, zeigt die enorme Zahl der jährlichen Kirchenaustritte.

 

Gottes Segen

 

Robert Gollwitzer

Direktor von Homosexuals Anonymous

www.homosexuals-anonymous.com

Muss die Katholische Kirche die Schöpfungsordnung anders sehen?

Posted on June 30, 2015 at 1:35 PM

Derartiges wird momentan mehr oder weniger offen gefordert.

 

Da werden wohl klingende Sprüche angeführt, die da etwa lauten: „Homosexualität wird in unserer Gesellschaft immer noch tabuisiert“, „Für viele ist Homosexualität etwas Fremdes“, „Manche fürchten sich davor, sich über eigene gleichgeschlechtliche Gefühle im Klaren zu werden“, „Will man Homosexuelle ansprechen, muss man die kirchliche Sexualmoral erweitern“, „Nur Betrunkene halten sich an der Laterne fest“ (siehe auch http://de.radiovaticana.va/news/2015/06/29/interview_mit_wunibald_m%C3%Bcller/1154747).

 

Da ist von einer Entwicklung der kirchlichen Lehre die Rede, es heißt „Gott ist die Liebe“, die Kirche müsse „die Spannung, die sich daraus ergibt, aushalten“, es wird die alte Leier angeführt, dass es zu biblischen Zeiten das heutige Verständnis von Homosexualität noch gar nicht gab und letztlich wird auf die Humanwissenschaften verwiesen sowie auf das, was homosexuelle Menschen von sich selbst berichten. Schließlich könnten auch Schwule „treue und fürsorgliche“ Bindungen eingehen.

 

Wie immer bei solchen „Argumenten“ wird eine durch nichts belegte Prozentzahl gleichgeschlechtlich empfindender Würdenträger in der Katholischen Kirche angeführt.

 

Solche öffentlichen Äußerungen von Menschen zu hören, die sich selbst als „Theologen“ und „Psychologen“ bezeichnen, sagt eigentlich mehr über die Autoren aus als über die, die sie damit ansprechen.

 

Man kann wohl kaum behaupten, „Homosexualität“ werde in unserer Gesellschaft tabuisiert. Ganz im Gegenteil: Bereits Kinder bekommen davon zu hören, ob es den Eltern nun passt oder nicht. Für die kirchliche Lehre ist dies im Übrigen auch völlig belanglos.

 

„Psychologisch“ klingende Sprüche wie einen Hinweis auf die „Homosexualität als etwas Fremdes“ sollen wohl die eigenen unhaltbaren Thesen untermauern, mit kirchlicher Lehre haben sie aber schon gar nichts zu tun.

 

Beinahe billig klingt der Versuch, mit vermuteten eigenen gleichgeschlechtlichen Neigungen von kirchlichen Amts-und Würdenträgern irgendetwas zu konstruieren. Das ist weder eine qualifizierte Psychologie oder Theologie, das ist einfach nur peinlich und armselig.

 

„Spannungen“ muss die Kirche nur insofern „aushalten“, dass es in ihren eigenen Reihen viele Theologinnen und Theologen gibt, die alles und allem zu glauben scheinen, nur nicht das, was die Kirche lehrt.

 

So, Schwule können „treue und fürsorgliche“ Bindungen eingehen? Und wenn schon? Würde man das als moralischen Wert an sich gelten lassen, würde man zu absurden Ergebnissen kommen. Man denke diesen Gedanken nur einmal logisch weiter: Wer oder was könnte da nicht alles eine „treue und fürsorgliche“ Bindung eingehen und auf den Segen der Kirche hoffen? Das ist nicht nur eine armselige Theologie, das ist gar keine Theologie mehr.

 

Wenn eine Kirche, die den Auftrag hat, als Hirte ihre Schäfchen sicher auf dem rechten Weg zu führen, ihre eigene Moral „erweitert“, um vom Weg abgekommene Gläubige „anzusprechen“, so hat sie jegliche Existenzberechtigung verloren.

 

Dogmen und kirchliche Lehren leuchten tatsächlich den Weg – und nur Betrunkene gehen einen anderen.

 

30.06.2015

 

Robert Gollwitzer

www.homosexuals-anonymous.com

http://jason-online.webs.com

Audacity

Posted on June 29, 2015 at 12:00 AM

So I just watched "Audacity". To make it short: I will not join the ranks of those who praise this movie on "homosexuality". It's just bad. If you think this is what it takes to reach out to people with same-sex attractions, you are very wrong. First, it focuses completely on the spiritual side of the issue. So, let's begin with that. The guy behind it follows a very annoying formof street-evangelism that reminds me of the Jehovah's Witnesses. Aside some serious theological errors he seems to believe in (like regarding salvation), you do not win over or even help people by winning a Bible verse competition by throwing set patterns at them much like the JWs do. Even if you "got them around" for now, they will be faced with serious problems soon afterwards - and most likely feel worse than ever before, because now they have guilt as an additional area to struggle with. Guilt of not being able to "make it". Human sexuality is influenced by many different factors, and so are same-sex attractions. Spirituality is just one of many causes that have somehow to do with the development of same-sex attractions (I deliberately do not use the word "homosexuality", as there is not such thing. There are people with same-sex attractions - for whatever reason - but no homosexuals. Anyway - there are unmet needs these people have, maybe hurts in their lives, and much more. None of those legitimate needs, problems and hurts will be met or even addressed just by throwing a Bible verse at them. To think that giving them flyers or tracts and winning them over like that is something we should all do, is an approach that I reject with all of my heart. This reminds me of those terrible "Chick-Tracts". So for all those who really have questions - go to a serious ministry and ask for help there. Whatever you do, please do not believe that the approach displayed in "Audacity" is in any way helpful. It will likely cause more hurt and damage and thus miss its great goal: winning souls over for Christ. Yes, I believe the authors had the best intentions, but as the saying goes: The opposite of "good" is "well intentioned".

Munich, June 28th 2015

Robert Gollwitzer

Homosexuals Anonymous

Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren?

Posted on June 12, 2015 at 1:10 PM

Immer wieder wird auch von gläubigen Christen die Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren befürwortet. Was ist schon dabei? Ist Segnung nicht etwas Gutes?

Ist sie, eben deshalb ist das ein grober Missbrauch von kirchlichen Riten.

 

„Segen (althochdeutsch segan, auch segon, segin, segen[1], entlehnt aus lateinisch signum 'Zeichen, Abzeichen, Kennzeichen', ab dem späten 2. Jahrhundert auch Kreuzzeichen) bezeichnet in Religionen ein Gebet oder einen Ritus, wodurch Personen oder Sachen Anteil an göttlicher Kraft oder Gnade bekommen sollen. Der christliche Begriff Segen entspricht dem lateinischen Wort benedictio, abgeleitet von benedicere aus bene „gut“ und dicere „sagen“ (also eigentlich von jemandem gut sprechen, jemand loben, preisen). Durch das Latein der Kirche bedeutet benedicere ab dem 3. Jahrhundert auch „segnen, benedeien, den Segen ausprechen über usw.“

Ziel des Segens ist die Förderung von Glück und Gedeihen oder die Zusicherung von Schutz und Bewahrung. Der Segen erfolgt mit Worten und Gebärden (z. B. Handauflegung, Segensgestus, Ausbreiten der Hände, Kreuzzeichen, Salbung), die die wohltätige Zuwendung eines Gottes zu der gesegneten Person oder der gesegneten Sache symbolisieren (siehe Segenszeichen).“ (Wikipedia)

 

Wie kann etwas Anteil an göttlicher Kraft oder Gnade bekommen, das durch seine bloße Existenz oder den Vollzug von etwas dem innersten Wesen des christlichen Glaubens widerspricht?

Eine lebenslange und monogame Ehe zwischen Mann und Frau ist ein Bund, bei dem sich der Mann in lebensspendender Art und Weise der Frau hingibt (im Gegensatz zum zivilrechtlichen Vertrag, bei dem Eigentum oder Rechte ausgetauscht werden). In ähnlicher Art und Weise hat sich Jesus Seiner Braut, der Kirche hingegeben. Mann und Frau werden eins – so sehr eins, dass man diesem „eins“ neun Monate später einen Namen geben muss (sozusagen ein Abbild der Dreifaltigkeit). Sinn und Zweck der Ehe ist sowohl das Wohl der Ehegatten als auch die Zeugung von Nachwuchs (also keineswegs nur die Nachkommenschaft allein, wie fälschlicherweise oft angeführt wird. Die Bibel selbst betont den Wert und die Freude an Sexualität, so wie Gott sie versteht!). Nichts anderes als die Ehe zwischen Mann und Frau kommt dem gleich. Etwas, das dem in grober Weise widerspricht, kann auch nicht unter göttlichen Schutz und göttlicher Gnade gestellt werden. Wenn alleine ein diffuses und unbestimmtes Gefühl (zur Erinnerung: Gefühle kommen und gehen; Liebe ist mehr als nur ein Gefühl!) ausreicht, um unter den besonderen Schutz Gottes gestellt zu werden, so erhält man absurde Ergebnisse, wenn man diese Logik weiter verfolgt. Was oder wen kann man nicht alles „lieben“!

Diese traditionelle christliche Ehe ist auch nicht das Produkt einer bestimmten Kultur oder nur zum Lebenserhalt der damaligen Menschen bestimmt. Sie wurde in unterschiedlichsten biblischen Büchern zu unterschiedlichsten Zeiten und Kulturen als wichtig erachtet – und letztlich von Jesus selbst bekräftigt, der eindeutig auf den Standard von Genesis verwies. Ihm kann man wohl kaum unterstellen, er hätte keine Ahnung von „Liebe“ gehabt, so wie wir sie kennen – oder dies nur für eine bestimmte Zeit gesagt. Nichts davon lässt sich aus der Bibel und Kirchengeschichte belegen.

Wenn man das Ganze nun in wohlklingende christliche Phrasen kleidet, sagt man eigentlich mehr über sich selbst aus, als über das, was man dadurch begründen möchte.

Wenn zwei (oder mehr?) Menschen ein wie auch immer geartetes Gefühl der „Liebe“ haben, so ist es, was es ist: ein Gefühl. Das alleine macht nichts, aber auch gar nichts moralisch gut oder richtig und erst recht nicht akzeptabel aus christlicher Sicht. Wenn alles, was Menschen „lieben“ können, an sich schon eine kirchliche Segnung bekommen dürfte, würde das zu untragbaren Folgerungen führen, wenn diese Argumentation auf andere Konstellationen des Zusammenlebens ausgeweitet wird. Wenn sie denn so „tiefgläubig“ sind, wie oft angeführt wird, sollten sie auch den Geboten der Bibel und der Kirche folgen. Diese wurden schließlich zum Schutz des eigenen Seelenheils erlassen – und nicht, weil uns jemand gerne herum kommandiert.

Wenn „tiefgläubig“ jedoch nur ein abstrakter Ausdruck des intellektuellen Glaubens an Gott ist, so sagt uns die Bibel selbst, dass selbst die Dämonen glauben. Wenn der Glaube sich nicht in Werken zeigt, ist er sinn- und wertlos.

Auf Basis all dessen ist es also grundfalsch, zu behaupten, gleichgeschlechtliche Paare würden „bereits in und mit dem Segen Gottes leben“, alleine weil sie sich „lieben“ und „tiefgläubig“ sind.

Da hilft es dann auch nicht, wenn derartige Irrlehren von „Theologen“ verbreitet werden. Eine irrige Überzeugung ist und bleibt falsch – egal, wie viele Titel der Autor der Irrlehre anführt.

Die Kirche ist keine Demokratie, bei der über Glaubensüberzeugungen abgestimmt wird – und darf dies auch niemals sein. Wohin eine manchmal geforderte „Reformation“ führt, sieht man ja momentan anhand der Evangelischen Kirche. Diese ist spirituell gesehen im freien Fall. Dafür hätte man wirklich keine „Reformation“ gebraucht.

Man hilft Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen nicht, wenn man ihre Verbindungen segnet. Wer Liebe an den falschen Orten und bei den falschen Menschen sucht, sollte auch nicht noch den Stempel der Kirche bekommen, sondern stattdessen eine unterstützende Seelsorge (wie sie etwa seit langem von der Einrichtung Jason http://jason-online.webs.com angeboten und stur von vielen Kirchen und Gemeinden ignoriert wird – teils auf Basis von Vorurteilen, teils aus reiner Unkenntnis).

Leider ist die Kirche teils zu einem „Wohlfühl-Christentum“ verkommen, wo die subjektive Wellness des Einzelnen und nicht das Große Gebot und der Missionsauftrag Jesu im Mittelpunkt steht. Für Wellness mit einem spirituellen Touch braucht aber niemand die christliche Kirche, weshalb sie drauf und dran ist, in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Wenn die Kirche versucht, wie die Welt zu sein, gibt es keinen Grund mehr für ihre Existenz.

Ich finde es peinlich, wenn sogar Priester aberwitzige pseudo-wissenschaftliche Begründungen für ihre Thesen anführen – etwa, dass es „Homosexualität“ ja auch im Tierreich gebe. Es gibt auch Spinnenarten, die nach der Begattung ihre männlichen Partner töten. Ist das alleine deshalb schon richtig, weil es im Tierreich vorkommt und deshalb auch für die moralische Bewertung menschlichen Handels gelten soll? Mit Verlaub, das ist armselig.

„Gott ist Liebe“ - mit diesem Grundsatz wird alles gerechtfertigt, was sich irgendwie Liebe nennt. Was aber wahre Liebe im christlichen Sinne ist, hat uns Jesus selbst vorgelebt. Dies mit gleichgeschlechtlichen (und möglicherweise auch anderen?) Verbindungen zu vergleichen, ist Theologie für Arme.

Wer die Bibel her nimmt, um seine eigenen Überzeugungen zu billigen, missbraucht diese und schafft sich seinen eigenen Glauben – und Gott. Das ist Götzendienst in Reinform.

Die traditionelle christliche Ehe wird im besten Theologen-Deutsch als „Engführung“ bezeichnet – was den Zustand (besonders der deutschen!) Theologie widerspiegelt, über die zu Recht das christliche Ausland verständnislos den Kopf schüttelt.

Wenn dann sogar Priester fordern, die Kirche solle gleichgeschlechtliche Paare segnen, damit diese ihre Verbindung „mit Gottes Liebe recht leben können“, so frage ich mich ernsthaft, wo diese Männer Theologie studiert haben und wer ihnen eine Gemeinde zur Leitung übertragen hat.

Wie es so schön heißt: Das Gegenteil von gut ist gut gemeint – und darunter dürfte Vieles dieser Schwulen-freundlichen „Theologie“ fallen.

Wir leben in einer Zeit, in der ein Großteil derer, die eigentlich die Kirche leiten sollen, versagen und die Menschen in die Irre führen.

Dies ist aber kein Grund zur Verzweiflung. Christen haben etwas, was vielen anderen fehlt: Hoffnung. In solchen Zeiten ruft Gott auch und gerade einfache Menschen, aufzustehen und für Ihn und Seine Kirche einzutreten. Nichts anderes waren die Apostel – einfache Menschen, die dem Ruf Jesu gefolgt waren.

München den 12.06.2015

Robert Gollwitzer

Jason International

http://jason-online.webs.com

Queer-Gottesdienste

Posted on June 12, 2015 at 12:30 AM

Seit geraumer Zeit gibt es in München – und in ähnlicher Form wohl auch anderswo - katholische „Queer-Gottesdienste“, also Gottesdienste für „Homosexuelle“. Kirchenrechtliche Anzeigen hierzu verlaufen im Sand.

Mal ganz abgesehen davon, dass es absurd ist, Messen für Menschen einer besonderen sexuellen Orientierung zu feiern (gibt es auch „Hetero-Gottesdienste“ oder „Bi-Gottesdienste“?), ist das ein klarer Bruch des Kirchenrechts – egal, wie sehr man das hinter verschlossener Tür bestreitet und schön redet.

Da wird etwa davon gesprochen, dass niemand von der Seelsorge ausgeschlossen darf – wohl wissend, dass Seelsorge und die Feier der Heiligen Messe inklusiv des Empfangs der Heiligen Kommunion – etwas völlig anderes sind. Seelsorge kann ich jedem anbieten; die Heilige Kommunion darf nur unter bestimmten Bedingungen empfangen werden.

 

Man dürfe getaufte Christen nicht aufgrund ihrer sexuellen Orientierung vom Heilsdienst der Kirche ausschließen, heißt es weiter. Hierzu gilt dasselbe wie oben. Der Heilsdienst der Kirche beinhaltet im übrigen auch, die „Schafsherde“ der Gläubigen auf dem richtigen Weg zu führen und bei Bedarf korrigierend, unterstützend, aber auch ermahnend einzugreifen. Ein Heilsdienst, der kritiklos jeden tun und lassen lässt, wonach ihm/ihr ist, ist kein Heilsdienst, sondern ein Unheilsdienst.

 

Weiterhin führt man kirchlicherseits an, bei diesen „Queer-Gottesdiensten“ würde niemand ausgeschlossen, der daran teilnehmen möchte. Das mag für die Feier des Wortgottesdienstes gelten, niemals aber für die Feier der Eucharistie. Hier ist es sogar die Pflicht des Priesters, unter bestimmten Umständen Menschen den Empfang der Heiligen Kommunion zu verweigern.

 

Hiervon versucht man sich herauszuwinden, indem man behauptet, man hätte ja gar nicht wissen können, wer zur Zielgruppe gehört und wer nicht. Dies ist bestenfalls naiv, schlimmstenfalls vorsätzlich und verantwortungslos.

 

Wer für seinen Gottesdienst eine Wort aus der schwulen Szene verwendet („Queer“), nimmt auf jeden Fall billigend in Kauf, das Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen daran teilnehmen, die diese auch ausleben. Umso mehr, als es immer wieder Hinweise aus der Bevölkerung hierzu gab. In einem solchen Fall ist es die Pflicht des Priesters – letztlich auch des Ordinariats und des Bischofs, genauer hinzusehen und auf jeden Fall einen falschen Eindruck (Gutheißen eines schwulen Lebens-Stils oder gelebter „Homosexualität“ an sich) oder missbräuchliche Kommunion-Empfänge zu vermeiden. Von Seiten der christlichen Ex-Gay Einrichtung Jason (http://jason-online.webs.com) wurde immer wieder das Angebot gemacht, hier unterstützend und beratend tätig zu werden. Bis zum heutigen Tag wurde dies ignoriert.

 

Es sollte auch genau darauf geachtet werden, wer denn solche Gottesdienste vorbereitet. Nochmals: Gruppen wie Jason wurden nie dazu eingeladen.

 

Alles in allem kann nur festgestellt werden, dass hier wirkliche Seelsorge sträflich vernachlässigt und die Missachtung der Heiligen Eucharistie zumindest billigend in Kauf genommen wird.

 

Ein Trauerspiel, dass im übrigen den Zustand der Katholischen Kirche in Deutschland – besonders zu diesem Thema – widerspiegelt.

 

München, 11.06.2015

 

Robert Gollwitzer

Bischofskonferenz und ZdK auf Abwegen?

Posted on May 11, 2015 at 2:55 PM

Die Katholische Kirche in Deutschland ist wieder einmal in den Schlagzeilen.

 

Die Bischöfe beschlossen gerade eine Neuordnung des kirchlichen Arbeitsrechtes.

 

Dort heisst es:

 

„Die erneute standesamtliche Heirat nach einer zivilen Scheidung ist zukünftig grundsätzlich dann als schwerwiegender Loyalitätsverstoß zu werten, wenn dieses Verhalten nach den konkreten Umständen objektiv geeignet ist, ein erhebliches Ärgernis in der Dienstgemeinschaft oder im beruflichen Wirkungskreis zu erregen und die Glaubwürdigkeit der Kirche zu beeinträchtigen. Dasselbe gilt für das Eingehen einer eingetragenen Lebenspartnerschaft.

 

Diese Handlungen besitzen damit bei Vorliegen besonderer Umstände und damit nur in Ausnahmefällen Kündigungsrelevanz. Das ist z. B. der Fall, wenn objektive Gründe befürchten lassen, dass eine erneute standesamtliche Ehe oder eine eingetragene Lebenspartnerschaft sich störend auf die Zusammenarbeit in der Dienstgemeinschaft auswirkt. Bei einer Wiederverheiratung können sich solche Umstände zum Beispiel ergeben aus der beruflichen Stellung des Mitarbeiters, aus der Art und Weise, wie der geschieden wiederverheiratete Partner mit dem Scheitern der Ehe bzw. Wiederheirat in der Öffentlichkeit umgeht oder wie er seine gesetzlichen Verpflichtungen aus seiner ersten Ehe erfüllt. Notwendig ist eine Gesamtbeurteilung.“

 

Eine erneute Heirat nach zivilrechtlicher Scheidung oder eine „homosexuelle Lebenspartnerschaft“ ist also nur dann schlimm, wenn sie Ärger verursacht oder die Glaubwürdigkeit der Kirche beeinträchtigt.

 

Wer um Himmels willen hat denn dieses Papier entworfen? Das ist sowohl theologisch als auch rational betrachtet blanker – und höchst gefährlicher! - Unsinn!

 

Es grenzt an Scheinheiligkeit, wenn ein Verhalten, das dem katholischen Glauben widerspricht, nur dann sanktioniert werden soll, wenn es Ärger verursacht. Die Glaubwürdigkeit im Übrigen wird nicht nur durch eben dieses Verhalten beeinträchtigt, sondern in viel größerem Maße durch eine Anordnung, die Abfall von der kirchlichen Lehre nur unter bestimmten Voraussetzungen als Loyalitätsverstoß ansieht und nicht durch die Handlungen an sich.

 

Eine Kirche, deren Mitarbeiter und Mitglieder durch ihr eigenes Lebenszeugnis nicht mehr das widerspiegeln, wofür diese Kirche eigentlich steht, verdient ihren Namen nicht und wird bald in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Wenn die Kirche wie die Welt wird, gibt es keinen Grund mehr für ihre Existenz.

 

Vorrangige Aufgabe der Bischöfe ist es, Hirten zu sein und ihre Schafe auf dem rechten Weg zu führen. Eine Theologie, die besagt, man könne durchaus von diesem Weg abweichen, solange es nicht an der „Glaubwürdigkeit“ (welche Glaubwürdigkeit ist denn da noch übrig?) rüttelt oder Ärger verursacht, ist hierfür nicht geeignet – noch verdienen die Bischöfe, die dies zu verantworten haben, den Namen „Hirten“.

 

Nur zur Information: Ich schreibe dies als jemand, der viele Jahre lang ein schwules Leben geführt hat und vor elf Jahren Freiheit durch die internationale christliche Organisation „Homosexuals Anonymous“ (www.homosexuals-anonymous.com) erfahren durfte. So etwas hilft den Menschen, die vom Weg abgekommen sind, wirklich – und wird bis heute von der offiziellen Kirche ignoriert. Im Gegensatz dazu werden immer wieder Meldungen an uns herangetragen, die auf eine große Anzahl gleichgeschlechtlich empfindender – und teils auch handelnder – Priester und Ordensangehöriger schließen lassen. Jedes Hilfsangebot unsererseits an die Kirche wurde jedoch

bisher ignoriert.

 

Was mir hier sehr sauer aufstößt, ist der Wink mit dem Zaunpfahl, der hier durch den Hinweis auf die Art und Weise gegeben wird, mit dem mit der Wiederverheiratung (oder der „eingetragenen Lebenspartnerschaft“) in der Öffentlichkeit umgegangen wird. Dies bestätigt eine unselige und lang bekannte Praxis der Katholischen Kirche: Solange es niemand „da draußen“ erfährt, wird es toleriert.

 

Ich schreibe diese Zeilen aus Liebe zur Katholischen Kirche, denn auch ich bin Katholik (www.katholisch-leben.org). Es macht mich sehr traurig und gleichzeitig auch wütend, zu sehen, wie hier der Kirche Schaden zugeführt und den Gläubigen vorhandene Hilfe verweigert wird.

 

Nun zum „Zentralkomitee der deutschen Katholiken“, das eine Erklärung mit dem Titel „Zwischen Lehre und Lebenswelt Brücken bauen – Familie und Kirche in der Welt von heute“ veröffentlicht hat.

 

Zunächst einmal möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen, dass das ZdK keineswegs alle deutschen Katholiken vertritt, wie es der Name vermuten lässt. Hierfür fehlt die demokratische Legitimation.

 

Sehen wir uns aber diese Erklärung einmal näher an.

 

Zunächst einmal ist hier von der Stärkung der Familie die Rede – was im Kontext des nun Folgenden wie blanker Hohn erscheint.

 

Mit Hinsicht auf die Art des Zusammenlebens, die es neben der traditionellen christlichen Ehe gibt, heißt es dort:

 

„Zugleich achten wir die Lebensgemeinschaften, in denen für uns wichtige Werte verwirklicht werden: verlässliche Verantwortung füreinander, Treue in der Beziehung, Weggemeinschaft in Verbindlichkeit.“

 

Eine Lebensgemeinschaft ist also demnach zu achten, wenn abstrakte Werte wie „Treue“ oder „Verantwortung“ verwirklicht werden. Wenn diese Werte jedoch abstrakt, also getrennt von einem zugrunde liegenden Glaubensverständnis, gesehen werden, stellt sich die Frage, auf Basis von was genau denn diese Werte anerkannt und für gut geheißen werden. „Treue“ als respektablen Wert – auch außerhalb der christlichen Ehe – zu sehen, würde zu absurden Ergebnissen führen. Man stelle sich nur einmal vor, wer oder was alles „treu“ - und damit „respektabel“ - zusammenleben könnten nach dieser Logik!

 

Weiter im Text:

 

„Unter Familie verstehen wir auch nichteheliche Formen von verbindlich gelebter Partnerschaft und von Generationenverantwortung, die einen großen Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten und gerecht zu behandeln sind.“

 

„Nichteheliche Formen verbindlich gelebter Partnerschaft“ - würde das auch Polygamie, Pädophilie oder was weiß ich sonst noch einschließen? Wenn nicht, auf Basis welcher Argumentation?

 

Wer so etwas veröffentlicht, hat in meinen Augen nicht die leiseste Ahnung davon, was Ehe und Familie aus christlicher Sicht bedeuten und warum derartige Statements alleine deshalb nicht nur unsinnig, sondern höchst gefährlich sind. In anderen Worten: Sie widersprechen der katholischen Lehre und sind deshalb als häretisch einzustufen.

 

Es wird noch besser:

 

„Die kirchliche Lehre muss im Dialog mit den Gläubigen unter Einbeziehung ihrer jeweiligen Lebenswelt weiterentwickelt werden. Als den Menschen, ihren Sorgen und Hoffnungen zugewandte Kirche sind wir beauftragt, uns mit Zuversicht auf die Gegenwartsgesellschaft mit vielfältigen sozial anerkannten Lebensformen einzulassen und selbst zu Brückenbauerinnen und Brückenbauern zwischen Praxis und Lehre zu werden.“

 

Die kirchliche Lehre muss nur insofern weiterentwickelt werden, als sie den Menschen in ihrem jeweiligen kulturellen, persönlichen und historischen Kontext verständlich vermittelt werden muss. Sie darf jedoch keineswegs von Grundwerten abweichen, die in verschiedensten biblischen Büchern und damit unterschiedlichsten Kulturen im Laufe von tausenden von Jahren – und letztendlich von Jesus selbst bekräftigt wurden – wie etwa die lebenslange monogame Ehe zwischen Mann und Frau, bei der der Mann sich in lebensspendender Weise der Frau hingibt wie Jesus sich Seiner Braut der Kirche hingegeben hat. Mann und Frau werden ein Fleisch – so sehr eins, dass man diesem Einem neun Monate später einen Namen geben muss – ein Spiegelbild der Dreifaltigkeit selbst.

Nichts anderes als die christliche Ehe entspricht diesem Grundsatz. Sie ist die beste Form des Zusammenlebens für alle Beteiligten.

 

Wir dürfen uns keineswegs auf „sozial anerkannte Lebensweisen“ (ein fast peinlicher Ausdruck!) einlassen, wenn diese im Widerspruch zur Lehre der Kirche stehen. Dies zu fordern zeugt von Verantwortungslosigkeit den Gläubigen gegenüber.

 

Schließlich heißt es noch:

 

„In unserer Kirche unterstützen wir eine hohe pastorale Aufmerksamkeit für Ehe und Familie, die auch in veränderten Seelsorgestrukturen ein überzeugendes personales Angebot vor Ort erfordert.“

 

Wenn mit diesen „veränderten Seelsorgestrukturen“ gemeint ist, eine Seelsorge zu betreiben, die mehr eine Art „Wellness-Programm mit christlichem Touch“ ist und Menschen, die vom rechten Weg abgekommen sind, dazu verhelfen soll, sich wenigstens gut dabei zu fühlen, lehne ich dies aus tiefsten Herzen ab. Wahre Liebe muss stark genug sein, dem vom Weg Abgekommenen die Wahrheit zu sagen – aber auch eine helfende Hand hin zur Freiheit zu bieten. Wir würden gerne mit dazu beitragen, eine helfende Hand zu sein!

 

Unter anderem wird dann auch noch eine „Neubewertung der Methoden der künstlichen Empfängnisregelung“ gefordert. Dies ist umso interessanter, als konservative Katholiken immer wieder auf den Zusammenhang etwa von gleichgeschlechtlichem Verhalten und künstlicher Empfängnisregelung hingewiesen haben. Beides scheint einem verdrehten – oder gar nicht vorhandenen -Verständnis kirchlicher Lehre zum Thema Ehe, Familie und Sexualität zu entspringen.

 

Ebenso wird immer wieder darauf verwiesen, in der Seelsorge weg vom „defizitorientierten“ hin zum „ressourcenorientierten“ Handeln zu kommen. Hört sich gut an – ist aber insofern Unsinn, als beides nicht zu trennen ist. Genau hier setzen Organisationen wie die Ex-Gay Einrichtung Jason (http://jason-online.webs.com) an.

 

Nun aber kommt der Gipfel.

Folgendes wird gefordert:

 

„eine Weiterentwicklung von liturgischen Formen, insbesondere Segnungen gleichgeschlechtlicher Partnerschaften, neuer Partnerschaften Geschiedener und für wichtige Weichenstellungen im Familienleben“

 

Dies zeugt in meinen Augen bestenfalls von kompletter Unkenntnis des katholischen Glaubens. Im schlimmsten Fall wird dies bewusst, also in Kenntnis der kirchlichen Lehre, gefordert und ist damit verantwortungslos, da es Menschen verwirren und vom rechten – kirchlichen – Weg abbringen kann.

 

Liebes ZdK, ihr helft Sündern nicht, indem ihr es ihnen leichter macht zu sündigen. Das ist billige Theologie und billige Seelsorge und entspricht nicht dem kirchlichen Auftrag.

 

Wenn ihr dann noch fordert, alle Gläubigen sollen in der Kirche eine Heimat finden, so frage ich mich, was denn dann noch von „Gläubigen“ übrig bleibt, wenn sie nicht mehr an das glauben, was die Kirche lehrt – oder was von der Kirche übrig bleibt, wenn sie zulässt und möglicherweise gar fördert, dass sich Sünde in ihren Reihen wie Krebs verbreitet.

 

Wenn es dann noch im Gutmenschen-Stil heißt „Es geht darum, Menschen mit Wertschätzung zu begegnen, sie in ihrer Beziehungskompetenz zu stärken und ihnen gezielt Unterstützung anbieten zu können.“, kommen mir fast Tränen der Wut und Trauer. „Wertschätzung“, bedeutet, Menschen so zu sehen, wie Gott sie sieht – nicht, wie sie selbst gerne sein möchten. Eine „Beziehungskompetenz“ jenseits der christlichen Ehe gibt es schlichtweg nicht.

 

Manch einer mag sich durch meine Worte angegriffen fühlen. Das müsst ihr euch aber schon gefallen lassen. Auch ich habe eine Meinung zum Thema Ehe, Familie und Sexualität aus katholischer Sicht.

 

Andere mögen mich in eine radikale, fundamentalistische Ecke drängen wollen. Diese Art von Propaganda war ja schon immer dann angezeigt, wenn man sich selbst nicht mit rationalen Argumenten auseinandersetzen wollte.

 

Ich bleibe bei dem, was ich glaube: Dem katholischen Glauben, wie er seit 2.000 Jahren gelehrt und im Katechismus der Katholischen Kirche sowie in der Bibel niedergeschrieben ist und wie er Gott sei Dank noch von vielen Katholikinnen und Katholiken gelebt wird.

 

München, 11.05.2015

 

Robert Gollwitzer

www.the-jason-foundation.org

Offener Brief an Caritas-Präsident Neher

Posted on May 4, 2015 at 5:40 AM

Lieber Caritas-Präsident Peter Neher ,

laut kna vom 26. April 2015 sehen Sie im kirchlichen Arbeitsrecht einen „Spielraum für Reformen“ und fordern „ eine Balance zwischen der nicht verhandelbaren Wertschätzung der katholischen Kirche für das Sakrament der Ehe und der Lebenswirklichkeit der Menschen, in der Ehen scheitern könnten“. Die Weiterentwicklung des kirchlichen Arbeitsrechts solle den „individuellen Lebensverläufen der Mitarbeiter“ gerecht werden. So könne die Kirche „glaubwürdig bleiben“. Weiter heiß es „Das kirchliche Profil einer Einrichtung zeige sich allerdings nicht nur in der Zugehörigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Kirche und an deren persönlicher Lebensführung. „Es zeigt sich in der Zuwendung zu den Menschen.“

 

Nun, das macht sie bestenfalls zu „guten Menschen“ (wobei die Frage ist, wer und auf Basis von was dann definiert wird, was „gut“ ist). Das macht sie aber nicht unbedingt zu Christen.

 

Werter Herr Neher, auch ich bin Caritas-Mitarbeiter – aus Überzeugung und mit vollem Herzen – und das schon über 22 Jahre lang (zuvor zwei weitere Jahre im kirchlichen Dienst). Auch ich bin Katholik. Ihren Ausführungen kann ich aber nicht zustimmen.

 

Ja, es gibt Dinge, bei denen die Kirche „mit der Zeit gehen“ muss (Stichwort: form follows function – die Form folgt der Funktion, etwa in der Liturgie). Dies darf aber niemals für wesentliche Grundwerte des christlichen Glaubens gelten, die über Jahrtausende in verschiedensten biblischen Büchern und letztlich von Jesus selbst als Standard bekräftigt worden sind etwa die lebenslange monogame Ehe zwischen Mann und Frau. Wenn die Kirche und ihre Organisationen wie die Caritas hier den „individuellen Lebensläufen“ mancher Mitarbeiter gerecht werden will und diese Standards über den Haufen wirft, indem sie sie verwässert, verliert sie nicht nur ihre Qualität, Licht und Salz der Welt zu sein, sie verstößt auch gegen ihre Lehr- und Hirtenpflicht und wird bald in der Bedeutungslosigkeit versinken. Wenn die Kirche wie die Welt wird, gibt es keinen Grund mehr für ihre Existenz.

 

Anstatt es Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im kirchlichen Dienst leichter zu machen, in ihren persönlichen Lebenszeugnissen kein Beispiel mehr für Christi Liebe und Wahrheit zu sein, sollte die Kirche und kirchliche Dienstgeber eher die Liebe zum Glauben in all seinen Formen fördern – etwa durch Förderung von Wohn- und Lebensgemeinschaften kirchlicher Mitarbeiter, regelmäßigen Bibelkreisen und gemeinsamen Gottesdiensten, einer betrieblichen Seelsorge, die sich nicht nur auf „christliche Wellness“ reduziert, eine Zusammenarbeit mit Evangelikalen und anderen „Freikirchen“, Unterstützung (aber auch Ermahnung!) bei Problemen im privaten Bereich usw. Die Welt da draußen sollte allein durch unser Lebenszeugnis sehen, was die Kirche ausmacht und wofür wir stehen. Jesus Christus sollte durch unser Lebenszeugnis gegenwärtig und lebendig werden.

 

Ich schreibe Ihnen dies als jemand, der selbst jahrzehntelang in der schwulen Szene verbracht hat und vor elf Jahren Freiheit durch die christliche Organisation „Homosexuals Anonymous“ gefunden hat und seitdem getreu den Lehren der Kirche lebt – voller Freude und mit ungebrochener Begeisterung. Es gibt einen anderen und besseren Weg, als es den Menschen leichter zu machen, in ihrer Verirrung zu leben – nämlich, alles zu tun, um die verlorenen Schafe zurück zu holen.

 

München, den 04.05.2015

 

Robert Gollwitzer

www.the-jason-foundation.org

Caritas und Homosexualitaet - passt das zusammen?

Posted on February 27, 2015 at 2:05 PM

Caritas – das ist mehr als nur eine Organisation der Katholischen Kirche. Es ist eine ihrer Säulen, ein Ausdruck ihres innersten Wesens. Als solche kann man sich schwer vorstellen, wie das Thema Homosexualität hier überhaupt hinein passt.

Zuerst eine Begriffsdefinition: „Homosexualität“, das sind lang andauernde, im Vergleich zu heterosexuellen Empfindungen überwiegende sexuelle und emotionale Anziehungen zum gleichen Geschlecht. Nachdem das klar gestellt ist, ein weiterer Gesichtspunkt: „Homosexualität“ gibt es eigentlich nicht. Die Wortschöpfung selbst ist relativ jung. Als ein Mann, der selbst viele Jahre in der schwulen Szene gelebt hat und seit 2004 über die christliche Organisation „Homosexuals Anonymous“ (www.homosexuals-anonymous.com) den Weg in die Freiheit gefunden hat, kann ich mich deren Definition nur aus vollem Herzen anschließen: Es gibt Menschen, die – aus welchen Gründen auch immer! – gleichgeschlechtlich empfinden. Das macht sie aber noch lange nicht zu „Homosexuellen“ (als ob die Sexualität einen Menschen definiert und ihm einen Stempel aufdrücken kann!), sondern zu „Heterosexuellen“ (selbst diese Wortschöpfung ist noch neu) mit gleichgeschlechtlichen Neigungen. Der Unterschied ist und war für mich gewaltig: ich sehe mich nicht mehr länger als einen „Schwulen“ (ein grauenhaftes Wort!) oder „Homosexuellen“ (klingt auch nicht besser!) an, sondern als ganz normalen Mann. Ja, ich habe noch gleichgeschlechtliche Neigungen (wenn auch weitaus weniger häufig und intensiv), trage diese aber nicht wie einen Sticker auf meiner Weste und lasse sie auch nicht mein Leben bestimmen. Ich bin einfach nur ein katholischer Mann.

Als solcher arbeite ich seit 1993 (nach zwei Jahren in einer katholischen Pfarrei) im Caritasverband der Erzdiözese München und Freising. Es macht mir Spaß, dort zu arbeiten und ich fühle mich auch von meinen Kolleginnen und Kollegen angenommen und wertgeschätzt.

Wie aber wird mit diesem Thema im Caritasverband, dem wohl größten privaten Arbeitgeber hier in Deutschland, umgegangen? Was läuft gut, was eher schief und was könnte man wie verbessern?

Manche kirchliche Stellen wählen den Weg des „Dialogs“ mit schwulen und lesbischen Gruppierungen – frei nach dem Motto: Alle sind von uns angenommen, wir sind tolerant und die Kirche ist für jeden offen – egal welcher sexuellen Orientierung.

Hört sich doch gut an, oder?

Nicht aus katholischer Sicht. Selbstverständlich müssen die Dienste des Caritasverbandes für alle offenstehen – ohne wenn und aber. Das heißt aber nicht, dass wir dafür unseren Glauben opfern oder verstecken müssen. „Toleranz“ bedeutet nicht, du glaubst dies (was meinem Glauben völlig widerspricht) und ich glaube das – und wir lassen das so stehen, bewerten es nicht, halten Hände und singen Kumbaya. Toleranz bedeutet zwar, dass ich fremde Überzeugungen gewähren lasse, das heißt aber keineswegs, dass ich dazu nicht meine Meinung sagen oder diese kritisieren darf. „Toleranz“ ist nicht dasselbe wie „Akzeptanz“. Natürlich sind in der Kirche alle willkommen, das heißt aber nicht, dass alle Glieder der Kirche tun und lassen können, was sie wollen und trotzdem Katholikinnen und Katholiken sind. Was für eine Kirche wäre dies! Was Eucharistiefeiern für offen schwul lebende Katholiken betrifft, so sind diese schlichtweg ein Bruch des Kirchenrechts und eine grobe Missachtung der Eucharistie.

Zurück zur Caritas: Was also, wenn eine Kind in der Kita zwei „Mütter“ oder zwei „Väter“ hat? Sollen wir grundsätzlich Bilderbücher für Kinder verfassen, in denen Elternteile desselben Geschlechts abgebildet sind, damit sie sich wiederfinden? Geschlechterneutrale Anmeldeformulare verfassen? Dies sind ebenso hilflose wie schädliche Reaktionen auf ein Thema, mit dem mensch nicht umzugehen weiß.

Wir helfen damit weder den betroffenen Kindern noch deren „Eltern“. Was also tun? Nun, zunächst einmal sind die „Eltern“ solcher Kinder mit demselben Respekt zu behandeln, wie wir alle anderen Menschen behandeln müssen – aber auch nicht mehr. Selbst wenn das manche Schwule und Lesben glauben, so haben sie doch keine Sonderrechte und niemand ist gezwungen, gut zu heißen, was sie tun und wie sie leben. Auch sind die Kinder genauso liebevoll wie alle anderen zu behandeln und vor jeglicher Verletzung zu beschützen. Ansonsten aber müssen wir unserem Glauben treu bleiben, auch wenn andere daran Anstoß nehmen (vor 2.000 Jahren haben auch viele Menschen Anstoß an Jesus genommen, was Ihn aber nicht dazu verleitet hat, auch nur ein Wort Seiner Botschaft zu „relativieren“ oder weg zu lassen, damit andere sich besser fühlen. Auch wenn man Ihn dafür ans Kreuz geschlagen hat). Wir sind nicht verantwortlich für das, was andere denken. Unsere Bücher und sonstigen Schriftstücke haben zu jeder Zeit unseren Glauben in unzweifelhafter und klarer (im Kita-Bereich natürlich auch kindgerechter) Art und Weise zum Ausdruck zu bringen. Würden wir das nicht tun, nur um ja keinen Ärger zu bekommen, würden wir unseren Glauben verleugnen und es gäbe auch keinerlei Grund mehr für unsere Existenz. Dann könnten – und müssten! – wir als christliche Einrichtung schließen. Weltliche Kitas gibt es genug. Das Thema gleichgeschlechtliche Neigungen kann im Bedarfsfall in katholischen Kitas sehr wohl kindgerecht und vor allem treu unserem Glauben behandelt werden. Wer das nicht wünscht, muss seine Kinder nicht in eine katholische Kita geben.

Wie also mit dem Thema allgemein in der Caritas umgehen?

Ich will mich hier auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Caritasverbandes beschränken, die gleichgeschlechtlich empfinden.

Bisher scheint man nach dem ehemals in der US-amerikanischen Armee praktizierten Grundsatz „Don’t ask – don’t tell“ zu verfahren: frage nicht danach und erwähne es auch deinerseits nicht, wenn du so fühlst. Solange man damit nicht an die Öffentlichkeit geht oder gar eine eingetragene gleichgeschlechtliche Partnerschaft eingeht, ist alles gut. Selbst wenn man es hier und da vermutet oder weiß, dass der Kollege mit einem Mann zusammen lebt, wird nicht darüber gesprochen. „Ist ja seine Sache“. „Leben und leben lassen“. „Was ist schon dabei?“ „Die Kirche muss den mittelalterlichen Ballast los werden und mit ihm die verstaubte, „menschenverachtende“ Sexualmoral“.

Solche oder ähnliche Einstellungen dürften wohl unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern überwiegen. Offiziell existiert das Thema eigentlich gar nicht. „Wir sind ja schließlich hier zum Arbeiten! Wen interessiert schon, was die Leute im Bett machen?“

Das würde zutreffen, wenn wir eine weltliche Organisation wären, keinesfalls aber in unserer Eigenschaft als Arm der Katholischen Kirche.

Ich will an dieser Stelle nicht über mögliche Ursachen von gleichgeschlechtlichen Neigungen, ihre „Normalität“, ihre theologische oder politische Bewertung und mögliche Unterstützung für Menschen mit einer derartigen Orientierung eingehen. Hierfür verweise ich auf die christliche Ex-Gay Einrichtung Jason (http://jason-online.webs.com).

Auch möchte ich es nicht bei einer Kritik der bisherigen Umgangsweise mit diesem Thema oder diesen Menschen belassen, sondern als ergebnisorientierter Mensch konkrete Verbesserungsvorschläge machen, die da wären:

- Jeder Diözesan-Caritasverband sollte Möglichkeiten der Unterstützung für gleichgeschlechtlich empfindende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einrichten. Diese wären z.B.: Gesprächsgruppen, Bibelgruppen, Seminare, Exerzitien etc.

- Wir sind, was wir tun. Der Caritasverband sollte verstärkt darauf achten, dass seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch ihr eigenes Lebenszeugnis von Christi Liebe künden – nicht nur die mit gleichgeschlechtlichen Neigungen. Als Konsequenz für ein Verhalten, das grob den Glaubensgrundsätzen der Katholischen Kirche widerspricht, sollte nicht primär die fristlose Kündigung des Arbeitsverhältnisses stehen, sondern das Gespräch mit den Betroffenen und die Ausarbeitung von Möglichkeiten der Unterstützung. Eine Kündigung ist immer erst der letzte Schritt, wenn alles andere versagt.

- Auch nach außen hin sollte der Caritasverband klar zu aktuellen und grundsätzlichen Themen Stellung nehmen – in Übereinstimmung mit der katholischen Lehre, wie sie im Katechismus der Katholischen Kirche sowie der Bibel niedergeschrieben ist.

- Vor allem aber sollte der Caritasverband das Gespräch und die Zusammenarbeit mit Organisationen wie Jason, Wüstenstrom usw. suchen!

- Gruppen von gleichgeschlechtlich empfindenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Caritasverbandes können und sollen auch aktiv und offen in die Öffentlichkeit gehen und so Zeugnis davon ablegen, dass mensch sehr wohl ein erfülltes Leben und eine besondere Berufung in der Katholischen Kirche finden kann, ohne als „Schwuler“ oder als „Lesbe“ in der Szene zu leben oder mit einem gleichgeschlechtlichen Partner zusammen zu sein.

- Diese Gruppen können dann auch beratend in anderen Organisationen sowie in der Katholischen Kirche selbst tätig sein. Sie sollten im Übrigen immer die seelsorgerliche Unterstützung und geistliche Begleitung eines geschulten Priesters erfahren.

 

„Denkt daran: Für Menschen, die Unrecht tun, ist kein Platz in Gottes neuer Welt! Täuscht euch nicht: Menschen, die Unzucht treiben oder Götzen anbeten, die die Ehe brechen oder als Männer mit Knaben oder ihresgleichen verkehren, Diebe, Wucherer, Trinker, Verleumder und Räuber werden nicht in Gottes neue Welt kommen. Manche von euch gehörten früher dazu. Aber ihr seid reingewaschen und Gott hat euch zu seinem heiligen Volk gemacht, zu Menschen, die vor seinem Urteil als gerecht bestehen können. Das ist geschehen, als ihr Jesus Christus, dem Herrn, übereignet worden seid und den Geist unseres Gottes empfangen habt.“

(1 Kor 6,9-11 Gute Nachricht Bibel)

 

München, 27.02.2015

Robert Gollwitzer

Strange facebook pages...

Posted on February 27, 2015 at 12:05 AM

Every now and then people are asking me what those „strange“ pages and groups do on my facebook page that do not seem to fit at all into what they believe my Christian faith is all about.

 

That reminds me of the old days when people took offense when Jesus hung out with prostitutes and all the other “scum” of society.

 

What are the two things each Christian should know and obey as core rules? The Great Commandment and the Great Commission.

 

The Great Commandment teaches us to love each and everyone. If we only love those who love us in return, how would we be any different from non-believers?

 

As to the Great Commission – it tells us to go OUT, spread the Good News and make disciples. It doesn't’ say improve your programs, get better entertainment, water down your message, hire professionals and work on your fundraising and publicity strategies in order to get more butts in the seats and with them more money. Jesus did not build a physical temple either to sit there and wait till people would come knocking at His door. He went out and hung out with those who needed Him most. The “untouchables” that all the others were shunning.

 

Now with that having said, there are rules and boundaries for that. You need to be stable in your own faith, hold yourself accountable and make sure you have a daily spiritual structure in order to do that. These are dangerous waters where the Prince of the Air rules. If you are somewhat unstable or still in a recovery process whatsoever, you better be careful. For all the rest, however, this is part of their calling. If we feel weird doing that, we might think about our own understanding of what a disciple of Christ (a “Christian”) is all about – and what not.

 

Robert