Jason

Christian Ex-Gay Ministry

AIDS

Estimated number of people living with HIV/AIDS in Germany end of 2012: 78000 (men having sex with men: 51000)
Estimated number of new HIV infections in Germany end of 2012: 3400 (men having sex with men: 2500)
(Source: www.rki.de)

Ken Horne war ein junger Mann, der von Oregon nach San Francisco zog - auf der Suche nach Liebe. Er suchte den Mann, den er "heiraten" konnte. Als er keinen Gatten fand, nahm er das Nächstbeste - Sex - und bald wurde Sex zu so etwas wie seiner Karriere. Es war nicht Liebe, aber wenigstens fühlte es sich gut an. (...) Als der Fokus beim Sex von Leidenschaft zur Technik wechselte, lernte Ken all die Dinge, die man tun konnte, um seinem Körper Vergnügen abzuringen. Die sexuellen Praktiken wurden immer esoterischer; das war der einzige Weg, um der Langeweile zu entkommen..? Dennoch dachte er immer noch, "das Leben ist eine Enttäuschung." Ken Horn war der erste berichtete AIDS-Fall in San Francisco. Am 30. November 1981 holte George Kennetz Horne jr. einen letzten gequälten Atemzug und verschwand in die totale Dunkelheit. (Randy Shilts, And The Band Played On)


 

Alan Bell vom Kinsey Institute schreibt: "Ein typisches Bild des männlichen weißen Homosexuellen basierend auf unseren Forschungsergebnissen wäre das eines Menschen, der von mindestens 1.000 Sexpartnern während seines Lebens berichtet, von denen er die meisten vor dem sexuellen Kontakt nicht kannte und mit denen er nur einmal Sex hatte. Nur für wenige dieser Personen empfand er so etwas wie Zuneigung oder hat er überhaupt im gesellschaftlichen Rahmen wieder gesehen." In frühen Studien - durchgeführt vom CDC (Centers for Disease Control) berichteten homosexuelle Männer mit AIDS von durchschnittlich 1.160 Sexpartnern während ihres Lebens." (Harry W. Haverkos, M.D. and Robert Edelman, M.D., The Journal of the American Medical Association)

Sieht das für dich nicht eher wie Verachtung als wie Liebe aus?




 

Aktuelle Zahlen des Robert Koch Instituts für das Jahr 2007: 2.752 Neuinfektionen bei HIV. Wichtigste Betroffenengruppe auch weiterhin mit 65 % Männer, die Sex mit Männern haben (hier eine überdurchschnittliche Steigerung der Neuinfektionen im Jahr 2007 zum Jahr 2006 um 12 %!)!

Nun muss unsere Liebe und Zuneigung in Wort und Tat und in christlicher Nächstenliebe selbstverständlich den Betroffenen gelten - und hier ist jeder gerufen, seinen Teil beizutragen.

Aber es darf und muss an dieser Stelle nachgefragt werden. Wie kann es angehen, dass ein so geringer Anteil an der Gesamtbevölkerung eine dermaßen hohe Zahl an Infektionskrankheiten (HIV und weitere) aufweist? Und das im Zeitalter von "Safer Sex"?

Diese Fragestellung mag manchen wie der Bruch eines Tabus erscheinen. Sie ist aber gleichwohl unumgänglich.

Es kann auch nicht angehen, dass bei Veranstaltungen zum Thema AIDS gleichzeitig Homosexualität gefeiert wird - und anscheinend gefeirt werden muss. Etwas anderes wäre ja undenkbar!

Nur mal angedacht: kann es sein, dass eine dermaßen hohe Zahl an Infektionskrankheiten sehr wohl oft (wenn auch nicht immer!) im eigenen Verantwortungsbereich der Betroffenen liegt? In einem zügel- und verantwortungslosen Sex- und Liebesleben? In einem völligen Verlust tradtitioneller Familienwerte?

Ich höre schon viele Leser aufstöhnen. Aber seien wir doch einmal ganz ehrlich: ist es nicht so?

Ich rede hier auch aus eigener Erfahrung - ich war ja selbst lange in der "Szene". Und eines kann ich euch durchaus sagen: homosexueller Sex ist im Durchschnitt weitaus extremer als heterosexueller Sex (auch wenn die "Gegenseite" hier leider aufzuholen scheint). Auch die Zahl der Sexpartner ist in der Regel bei Männern mit gleichgeschlechtlichen Neigungen höher. Kampagnen wie "Safer Sex" mögen zwar auf den ersten Blick gut klingen, gehen aber völlig am Problem vorbei (wobei hier anzumerken ist, dass auch nicht jede ansteckende Krankheit durch ein Kondom vermieden werden kann. Hierzu bitte den Facharzt fragen!). "A stiff d... doesn't have a conscience" sagen die Amerikaner. Wer "geil" ist, denkt nicht immer daran, ein Kondom überzuziehen, umso weniger, wenn zugleich Alkohol im Spiel ist. Oder man Sex mit einem Partner hat, der fremdgegangen ist und davon nichts erzählt oder ähnliches.

Wie auch immer - bei "Safer Sex" fängt man am Ende der Fahnenstange an. Wenn man bereits so weit ist, dass man ein Kondom überziehen muss, ist man an einem Punkt, an den man vielleicht nie hätte kommen sollen. Die oft verspotteten "Enthaltsamkeitsprogramme", die eine wertorientierte Form der Sexualität sowie der Familie allgemein lehren und meist christlich orientiert sind (wenn auch nicht immer!), leisten hier weitaus bessere Arbeit, da sie Werte vermitteln, die uns vielleicht erst gar nicht in solche Situationen bringen!

Sex ist nicht "gut". Für Christen ist er heilig - etwas, das Gott für einen ganz bestimmten Zweck geschaffen hat. Nicht etwas, dass zu unserer eigenen Befriedigung dient, sondern immer auf ein "Gegenüber", einen andersgeschlechtlichen Partner im Rahmen einer lebenslangen monogamen Ehe gerichtet ist. Dies ist und war die Konstellation, die sich als die beste sowohl für die Eltern wie für daraus entstehende Kinder erwiesen hat.

Nein, gleichgeschlechtlich empfindende Menschen sind nicht unbedingt "schlechte" Eltern, wenn sie in einer homosexuellen Beziehung ein Kind aufziehen möchten. Warum aber eine Form wählen, die nie dafür vorgesehen war (zumindest nicht, wenn man christliche Werte akzeptiert, aber selbst aus säkularer Sicht würde ich die Konstellation Vater/Mutter/Kunder im Rahmen einer heterosexuellen und monogamen lebenslangen Ehe als die beste für alle Beteiligten sehen)? Nicht alles, was in irgendeiner Form "gute" Ergebnisse bringt, ist damit auch (zumindest im christlichen Sinne) "gut".

Denkt darüber nach...

 


"Von den 3.674 HIV-Neudiagnosen im Jahr 2015 entfielen 1.851 Neudiagnosen auf die Transmissionsgruppe Männer, die Sex mit Männern haben (MSM). Unter MSM wurden im Gegensatz zum Vorjahr (n = 1.894) in absoluten Zahlen 43 Neudiagnosen weniger gestellt, dies entspricht einem leichten Abfall von 2 %. Mit einem relativen Anteil von 50,4 % aller HIV-Neudiagnosen in 2015 (inklusive der Meldungen ohne Angaben zum Infektionsweg) stellten MSM, wie auch schon in den Vorjahren, die größte Gruppe unter den HIV-Neudiagnosen dar."
(Robert Koch Institut)


Every sick person deserves compassion and necessary care and treatment. This does not mean, however, that you cannot say an open word as to the causes for this sickness.
Men who have sex with men (MSM) are accountable for a high percentage of persons with sexually transmitted diseases (STDs). In Germany, you can check the numbers for yourself here: www.rki.de. Included are not even follow-up diseases like drug addictions, mental problems, physical diseases and so on that result from a high-risk lifestyle only all too common among some of the men with same-sex attractions ("homosexuals"). Obviously, safer-sex campaigns don't work as they should (aside the fact that they do not protect against all STDs, they also start at the end of the chain. Teaching the true meaning of love, marriage and sex might do a far better job). Society has to pay the high costs of the health treatments of those persons then. The same society that is usually blamed for as being "homophobic". However, it is not this society whom you can blame for when you become sick because of irresponsible sexual behavior. It is no other than yourself.
Bringing this up is politically not correct. I will even top it with this: Whoever lives in a monogamous, heterosexual, lifelong Christian marriage will not become HIV or any of the other health problems mentioned above. Some will not like that, but it definitely needs to be said.
We help financing gay public events and the gay movement in general, when the outcome is more than shocking - and oftentimes irresponsible.

Scaring the crap out of people?

Sometimes we tend to think that scaring the crap out of people by letting them know about possible health issues like sexually transmitted diseases, cancer and the like resulting from men having sex with men is enough to keep them or their loved ones away from same-sex encounters. Is it really?

First and upfront: It certainly is necessary to do so. Few parents who adhere to the idea that when gay groups tell their kids at school how good and wonderful and normal the gay life actually is, know about the other side. Gay activists have a hard time explaining that side, as it is obvious that it is not a “homophobic” society that they can blame for that, but the way especially gay men have sex with one another. Also those who think about doing so themselves or who are already involved in the gay scene should get a detailed idea of what can and does happen. At best in real life: Seeing someone suffer takes a lot away from the “gay” life.

The problem is: Is this enough?

Read my lips: NO. This tactic alone never works. Just look at all the things they write on cigarette packages. That might shy away some, but who really wants to go for it, knows all of that – and smokes anyway. If we focus on scaring the crap out of people, then what happens is that “safer sex” campaigns will be pushed. Put on a condom and all is fine. Aside from the fact that a condom does not prevent all diseases, not even all contagious diseases, we start at the end if we do so. As the saying goes: A stiff --- doesn’t have a conscience. Once you’re horny and had some beers or once you are naked in a bathhouse you might or you might not put on a condom. Even if you do – there are diseases, emotional, relational and spiritual consequences a condom cannot protect you from. Why not addressing same-sex acts the same way we should address many other issues in society: By going back to the roots. If we raise godly children, tell them about sexuality and family the way God sees them and keep those moral standards ourselves, they will not even get to the point where they need a condom at first place. The 60s with their “sexual revolution” have done away with traditional Christian family values uphold for centuries – and replaced them with nothing. Almost everything goes – and the boundaries and taboos are being pushed further almost each year. Even gender identities are not safe from being open for discussion and “change”. Moral relativism reigns – we all are gods. No wonder we are in trouble.

We need to love people with same-sex attractions the way Christ loves them and we also need to tell them the truth in love and show them a better alternative. Through our own lives and example we should let Christ become present in us so others want Him too. Sex isn’t just “good” or “fun”. Sex is holy – meant for the good of two heterosexual spouses in a lifetime monogamous marriage and also to produce the most wonderful gift on earth: children. Everything (!) else – including inappropriate heterosexual acts – falls short of that ideal and will have consequences no condom can protect you from.

So to cut a long story short: It is not an “either/or”, but an “and”. Yes, we need to show people where it can lead to if they turn their face away from the loving Father who does not tell them what to do or not to do because He can, but because He loves us and knows about the consequences of our running away from Him. But shying away from the bad is not enough –we need to show them where to run to afterwards. “Just say NO!” is a pretty poor guideline for those involved. We better let people know what to say “YES!” to – and why.

Robert

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Deutsche Bischofskonferenz

Pastoral-Kommission
Die Immunschwäche AIDS - Eine pastorale Aufgabe der Kirche
23. September 1997

/ herausgegeben vom Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, Kaiserstr. 163, 53113 Bonn

/erschienen in der Reihe: Die deutschen Bischöfe : Kommissionen Nr. 18

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Geleitwort

Immer häufiger wird in der letzten Zeit im Zusammenhang mit der Immunschwäche AIDS über erfolgversprechende Forschungs- und Behandlungsergebnisse berichtet. Da erscheint es auf den ersten Blick überraschend, daß die Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz gerade jetzt die Bitte äußert, sich mit der Krankheit intensiver zu beschäftigen, besonders aber sich den HIV-Infizierten und AIDS-Kranken zuzuwenden.

Aus mehreren Gründen ist es nach Auffassung der Pastoralkommission erforderlich, sich auch zukünftig mit dieser Krankheit und ihren Folgen auseinanderzusetzen: Der Wissenszuwachs über die Entstehung und Ausbreitung von HIV und AIDS hat zwar enorme Fortschritte gemacht, damit verbunden aber ist die Gefahr eines nachlassenden Präventionsbewußtseins. Zudem tritt die Krankheit nicht mehr allein in sog. Risikogruppen auf, sondern immer weitere Bevölkerungsschichten sind von ihr betroffen. Die erfreulichen Ergebnisse bei der Behandlung von AIDS-Kranken können nicht darüber hinwegtäuschen, daß wohl noch über einen langen Zeitraum hinaus Menschen sich mit dem HI-Virus infizieren und an AIDS erkranken. Verändert haben sich auch die Orte, an denen HIV-Infizierte und AIDS-Kranke leben. Es sind nicht mehr vorrangig die städtischen Ballungsgebiete, sondern in allen Teilen Deutschlands leben Menschen mit dieser Krankheit.
Von Anfang an hat die katholische Kirche auf die Herausforderungen durch die Immunschwäche AIDS mit vielfältigen caritativen und pastoralen Aktivitäten reagiert, z.B. durch den Aufbau von Beratungs- und Hilfeeinrichtungen oder durch die Bereitstellung von eigenen Seelsorgern. Daß die Kirche aus ihrer Verantwortung heraus für den umfassenden Schutz des menschlichen Lebens auch die Frage nach einem ethisch gebotenen Verhalten des Einzelnen gestellt hat, ist auf manche Kritik gestoßen, hat aber auch zu mehr Nachdenklichkeit geführt. In der derzeitigen Situation gewinnt aus den oben genannten Gründen sowohl die Information und Prävention in allen Teilen der Bevölkerung an Bedeutung als auch die Frage der Integration der von HIV und AIDS Betroffenen und deren Angehörigen. Die vorliegende Erklärung will dazu ermutigen, unbegründete Ängste abzubauen und die von der Immunschwäche AIDS Betroffenen sowie deren Angehörige in unsere Gemeinden und Einrichtungen aufzunehmen.

Freiburg, im September 1997

Erzbischof Dr. Oskar Saier
Vorsitzender der Pastoralkommission

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Inhalt

1 Warum meldet sich die Kirche zu Wort?

2 AIDS - Medizinische und psychologische Aspekte

2.1 Medizinische Aspekte
- Was ist AIDS?
- Krankheitsverlauf
- Übertragungswege für das HI-Virus
- Behandlungsmöglichkeiten
- Zahlenmäßige Entwicklung von AIDS in Deutschland

2.2 Psychologische Aspekte
- AIDS - eine besondere Krankheit
- Die Angst vor der Immunschwäche AIDS
- Psychische Bewältigung von AIDS

3 AIDS als Aufgabe der Kirche
- Integration statt Isolation
- Integration durch Vertrauen
- Integration durch Information
- AIDS als Thema in Liturgie und Verkündigung
- Die Nähe Gottes spürbar machen

4 Kirchliche Beratungsstellen und Einrichtungen für HIV-Infizierte und AIDS-Kranke
4.1 Kirchliche Beratungsstellen
4.2 Stationäre Einrichtungen

5 Glossar

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1 Warum meldet sich die Kirche zu Wort?

Keine andere Krankheit hat in diesem Jahrhundert zu so viel Aufmerksamkeit und Angst, aber auch zu so intensiver medizinischer Forschung geführt, wie die Immunschwäche AIDS. Waren die Begriffe HIV und AIDS vor 15 Jahren noch weitgehend unbekannt, so wissen die meisten Menschen heute, daß diese Worte für eine bislang nicht heilbare Krankheit stehen.
Im Rückblick zeigt sich, daß sich die gesellschaftlichen und individuellen Wahrnehmungen, von HIV und AIDS bedroht zu sein, unterschiedlich entwickelt haben. Die ersten Jahre der AIDS-Epidemie waren von einer
hohen Unsicherheit hinsichtlich der epidemiologischen Entwicklung und der Infektionswege geprägt. Dies führte zu vielen unbegründeten Ängsten. Die gesellschaftliche Betroffenheit wurde noch dadurch verstärkt, daß das HI-Virus hauptsächlich durch Blut bzw. Sexualkontakte übertragen wird. Damit wurden ethische Fragen nach dem persönlichen Verhalten des Einzelnen laut, die die Wahrnehmung und die Auseinandersetzung mit der Krankheit schwierig gestalteten. Innerhalb der katholischen Kirche wurde differenziert auf die Konsequenzen, die sich aus HIV-Infektionen und AIDS-Erkrankungen ergaben, reagiert. Neben Appellen an das sittlich-verantwortliche Handeln des Einzelnen gab es viele caritative und pastorale Aktivitäten: Diözesen veröffentlichten eigene Orientierungsrahmen für die Seelsorge (z.B. Trier 1987); in Großstädten, wo die Krankheit verstärkt auftrat, wurden eigene Beratungs- und Hilfeeinrichtungen aufgebaut und Seelsorger für die Betroffenen und ihre Angehörigen freigestellt.
Seit Beginn der 90er Jahre hat sich die Wahrnehmung für HIV und AIDS deutlich gewandelt. Die anfängliche Sorge, daß bald große Teile der Bevölkerung infiziert sein werden, hat sich in den Industrienationen nicht bestätigt. Auch die Infektionswege sind inzwischen bekannt. Dies hat zwar einerseits zu einem Rückgang der Ängste, gleichzeitig aber auch zu einem nachlassenden Präventionsbewußtsein geführt. Die Krankheit tritt nicht nur in sogenannten Risikogruppen auf, sondern Menschen aller Bevölkerungsgruppen können sich infizieren. Da die Krankheit trotz beachtlicher Behandlungserfolge immer noch nicht heilbar ist, muß davon ausgegangen werden, daß auch in Zukunft Menschen, denen wir in unseren Gemeinden und in unserem Alltag begegnen, an AIDS erkranken und sterben werden.
Als Christen sind wir dem Beispiel Jesu verpflichtet, uns jedem Kranken zuzuwenden und ihm zu helfen. Jeder Mensch ist uns Schwester oder Bruder. Diskriminierung oder Ausgrenzung entspricht nicht dem Verhalten Jesu. Aus unserer Verantwortung für jeden Menschen in Not sowie aus dem Wissen heraus, daß die Immunschwäche AIDS uns auch in Zukunft noch herausfordern wird, soll die folgende Aussage dazu ermutigen, unbegründete Ängste vor HIV-Infizierten und AIDS-Erkrankten abzubauen. Sie will einen Beitrag zur Prävention wie auch zur Integration von Betroffenen sowie deren Angehörigen in unseren Gemeinden, Diensten und Einrichtungen leisten.


2 AIDS - Medizinische und psychologische Aspekte
2.1 Medizinische Aspekte

Was ist AIDS?

AIDS ist die Abkürzung von Acquired Immune Deficiency Syndrome
(= Erworbenes Immunmangelsyndrom). Die gebräuchliche deutsche Bezeichnung ist "Erworbene Abwehrschwäche".
Das Krankheitsbild wurde erstmals 1981 von amerikanischen Medizinern beobachtet. Nach intensiven Untersuchungen in Amerika und Europa gelang es 1994 Luc Montagnier vom "Institut Pasteur" in Paris und Robert Gallo von den "National Institutes of Health" in Bethesda im US-Staat Maryland, den Human Immunodeficiency Virus (HIV; dt: Menschliches Immundefektvirus) als Krankheitsursache zu isolieren. Das Virus1 wird nur durch Körperflüssigkeiten von Person zu Person übertragen.
Viren können sich nicht ohne fremde Hilfe vermehren und sind deshalb auf geeignete Wirtszellen angewiesen. Das AIDS Virus befällt und zerstört hauptsächlich die T4-Helferzellen des Immunsystems und nimmt dem Körper damit ganz allmählich die Fähigkeit, andere Erreger und Krankheiten zu bekämpfen. In der Folge entwickeln sich lebensbedrohliche Erkrankungen wie beispielsweise Lungenentzündung, Hirnhautentzündung und Krebs, die schließlich zum Tode führen.

Krankheitsverlauf

Unmittelbar nach der Ansteckung mit dem HI-Virus kommt es bei den Betroffenen zu einem vorübergehenden Abfall der T4-Helferzellen und zu einem starken Anstieg der Virusmenge im Blut. Diese Phase wird von Symptomen wie Fieber, Halsschmerzen, Unwohlsein und masernartigen Hautausschlägen begleitet, und sie ist mit einem hohen Übertragungsrisiko verbunden. Dann folgt eine unterschiedlich lange, symptomfreie Zeit, in der der Infizierte durch keinerlei Krankheitsanzeichen oder Beschwerden gewarnt ist. Während dieser Zeit nimmt die Zahl der T 4-Helferzellen im Blut kontinuierlich ab. Wenn die Zahl dann sehr gering ist, kommt es zum Zusammenbruch des Immunsystems und zum Ausbruch der Immunschwäche AIDS. Auch während der symptomfreien Zeit, die in der Regel sechs bis acht Jahre beträgt, kann der HIV-Infizierte das Virus auf andere Personen übertragen.
Es war lange Zeit nichts über den Verbleib des HI-Virus während der beschwerdefreien Zeit bekannt. Heute weiß man, daß ein erbitterter Kampf zwischen dem Virus und dem Immunsystems geführt wird. Tag für Tag werden rund eine Milliarde Viren neu gebildet und zerstört. Dabei verliert der Körper ungefähr zwei Milliarden Immunzellen, die er aber wieder ersetzen kann. Der Infizierte merkt von diesen Vorgängen in seinem Körper nichts. Auf lange Sicht gewinnt das HI-Virus den Abwehrkampf, denn jedesmal, wenn es sein Erbmaterial vervielfältigt, nimmt es kleine Veränderungen vor und läßt neue Varianten entstehen. Irgendwann kann das Immunsystem keine Gegenwehr mehr leisten und bricht zusammen.

Übertragungswege für das HI-Virus

Hauptträger des HI-Virus im Körper sind Blut, Sperma und Vaginalsekret. Das Virus dringt über die Schleimhäute oder die Blutbahn in den Körper ein. Die häufigste Infektionsursache ist homo- und heterosexueller Geschlechtsverkehr. Weitere Infektionsursachen sind gemeinsam benutzte Spritzen bei Drogenabhängigen, die Übertragung von der Mutter auf das Kind während der Schwangerschaft und die Übertragung durch Blut und Blutprodukte. Das HI-Virus wird nicht durch alltagsübliche, zwischenmenschliche Kontakte wie zum Beispiel Händeschütteln, Umarmen oder Küssen übertragen. Es wird ebenfalls nicht durch Weinen, Husten oder Niesen oder im Schwimmbad, in der Sauna oder in der Badewanne weitergegeben. Auch von gemeinsam benutzten Bettlaken, Handtüchern, Gläsern, Toiletten, Türgriffen und Haushaltsgegenständen geht keine Gefahr aus.
Die Gefahr einer Ansteckung über Blut und Blutprodukte ist in der Bundesrepublik weitgehend gebannt, da seit dem 1. Oktober 1985 sowohl Blutspender als auch Blutkonserven auf HI-Viren untersucht werden.

Behandlungsmöglichkeiten

Die meisten Arzneimittel greifen das HI-Virus dort an, wo es sich nicht wesentlich verändern darf, bei den chemischen Werkzeugen, die es für seine Vervielfältigung braucht. Zu dieser Gruppe gehört auch das bekannte Präparat AZT (Azidothymidin) und die verschiedenen Hemmstoffe der Virus-Protease, die erst seit einiger Zeit auf dem Markt sind. Allerdings haben die vergangenen Jahre gezeigt, daß ein Wirkstoff alleine nicht genügt, um die Virusmenge zu unterdrücken. Deshalb versucht man mit einer Kombination aus zwei oder drei Medikamenten das AIDS-Virus in Schach zu halten, was offensichtlich auch sehr gut gelingt. Bei den Patienten, die mit einer solchen Kombinationstherapie behandelt werden, ist das Virus nach einigen Wochen kaum noch nachweisbar. Auch bei der symptomatischen Behandlung der Begleiterkrankungen, wie beispielsweise der Lungenentzündung, sind sehr gute Fortschritte erzielt worden. Diese Ergebnisse lassen eine mögliche Heilung zum ersten Mal wahrscheinlich werden, und die nächsten Jahre müssen zeigen, ob es tatsächlich gelingen wird, alle Viren, die sich in den entlegenen Teilen des Körpers versteckt halten, mit der Kombinationstherapie zu beseitigen. Die Aussichten sind jedenfalls gut.
Ganz ausgerottet sein wird die Immunschwäche AIDS allerdings erst dann, wenn es eine Schutzimpfung gibt und die Kombinationstherapie auch in den Entwicklungsländern bezahlbar ist.

Zahlenmäßige Entwicklung von AIDS in Deutschland

Über die Zahl der Menschen in der Bundesrepublik Deutschland, die mit dem HI-Virus infiziert, aber noch nicht an AIDS erkrankt sind, gibt es nur Schätzwerte. Man weiß aufgrund von positiven Testergebnissen, daß sich seit dem Beginn der Epidemie 78.085 Menschen in Deutschland mit dem HI-Virus angesteckt haben. Die genaue Zahl der Infizierten ist nicht bekannt. Pro Jahr werden 2.000 bis 3.000 Neuinfektionen angegeben, wobei die Ansteckung über heterosexuelle Kontakte in der Zukunft wahrscheinlich weiter zunehmen wird.
Neben den HIV-Infektionen sind insgesamt 16.138 AIDS-Fälle gemeldet. Davon sind 10.419 Personen bereits verstorben. Nach dem Geschlecht verteilt sind 89% der Betroffenen Männer und 11% Frauen. Insgesamt sind 110 Kinder unter 13 Jahren an AIDS erkrankt. Die Zahl der Neuerkrankungen wird mit rund 1.800 pro Jahr angegeben. Von den Patienten, die 1996 an AIDS erkrankt sind, haben sich 52% der Betroffenen durch homosexuelle Kontakte unter Männern infiziert, 15% durch intravenösen Drogenkonsum, 11% bei heterosexuellen Kontakten und 3% durch Blut und Blutprodukte. 6% der Patienten kommen aus Afrika oder Asien und haben sich dort angesteckt, und 13% der Patienten wollten keine Angabe machen, wie sie sich angesteckt haben.
54% aller Erkrankten leben in den Großstädten Frankfurt/Main, München, (West-)Berlin, Köln, Düsseldorf und Hamburg. 44% der Erkrankten leben außerhalb der genannten Großstädte in den alten Bundesländern. Aus den neuen Bundesländern sind bisher nur 271 AIDS-Erkrankungen gemeldet. Das entspricht etwa 2%. Viele AIDS-Patienten leben nicht mehr dort, wo sie sich angesteckt haben, sondern ziehen sich in die vertraute Umgebung des Heimatortes zurück. Damit werden sie eine Anfrage an das Verhalten unserer Gemeinden.
Durch die verbesserten Behandlungsmöglichkeiten nimmt gegenwärtig die Zahl derjenigen, die an AIDS sterben, ab. Gleichzeitig verlängern sie auch den Zeitraum von der Ansteckung mit dem HI-Virus bis zum Ausbruch der AIDS-Erkrankung. Dadurch wird es in Zukunft immer mehr Menschen geben, die mit dieser Krankheit leben.


2.2 Psychologische Aspekte

AIDS - Eine besondere Krankheit

AIDS ist eine schwere, körperliche Erkrankung, bei der bislang davon ausgegangen werden muß, daß sie tödlich endet. Darin unterscheidet sich die Immunschwäche noch nicht von anderen Erkrankungen, wie z.B. von bestimmten Formen von Krebs. Dennoch nimmt AIDS im Bewußtsein vieler Menschen eine Sonderstellung ein. Die Krankheit ruft angstvolle Bilder und Phantasien hervor, und man hat anfänglich die Immunschwäche mit den großen Seuchen früherer Jahrhunderte verglichen. Auch heute noch reagieren viele Menschen mit Angst, Panik, Diskriminierung, Flucht und Schuldzuweisung, wenn sie von einer HIV-Infektion hören oder Kontakt mit einem AIDS-Kranken haben. Wie kaum eine andere Krankheit beeinflußt AIDS das soziale Verhalten und das Bewußtsein.
Viele HIV-Infizierte und deren Angehörige fürchten das Bekanntwerden der Infektion. Deshalb wird die Krankheit von den meisten nur im Vorborgenen gelebt und durchlitten. Nur wenige gehen mit ihrer Krankheit offen um. Damit wird eine Isolation der HIV-Infizierten und AIDS-Kranken gefördert.

Die Angst vor der Immunschwäche AIDS

Obwohl in zahlreichen Kampagnen offen und umfassend über die Übertragungswege des HI-Virus aufgeklärt worden ist, ist in weiten Teilen der Bevölkerung die Angst, sich durch den bloßen Kontakt mit einem HIV-Infizierten oder AIDS-Kranken anzustecken, ungebrochen groß. Wie die täglichen Anrufe in den kirchlichen Beratungsstellen zeigen, gibt es viele unbegründete Ängste vor der vermeintlichen Infektion bis hin zu sogenannten "AIDS-Phobien". Das bedeutet, daß entweder doch noch zu wenig Wissen über die Infektionswege vorhanden ist oder daß wider besseres Wissen Panikreaktionen auftreten, wenn es zu einer Begegnung mit einem HIV-Infizierten oder AIDS-Kranken kommt. Diese Reaktionen lassen die Vermutung zu, daß sich in dem Wort AIDS die jedem Menschen innewohnende Urangst vor dem Tod in besonderer Weise manifestiert.

Psychische Bewältigung von AIDS

Da Menschen an AIDS leiden und sich viele Menschen von der Immunschwäche bedroht fühlen, ist ein weit gefächertes Angebot psychologischer Hilfen notwendig:

• Menschen, die aus begründetem Verdacht einen HIV-Antikörpertest vornehmen lassen, sollten unbedingt vor dem Test psychologisch fundiert beraten werden, sowohl zur Vorbereitung auf ein möglicherweise positives Ergebnis als auch bei negativem Resultat zur Vermeidung künftiger Risiken.
• Auch wenn inzwischen die Therapiechancen deutlich gestiegen sind, muß weiterhin damit gerechnet werden, daß Menschen an der Immunschwäche erkranken und sterben. Hier kann eine psychologische Begleitung helfen, die Mitteilung der Diagnose zu verarbeiten und Krisen zu bewältigen.
• Während der langen Zeitspanne zwischen Infektion und Ausbruch der Krankheit kann eine Beratung dem Infizierten und seinem sozialen Umfeld helfen, Wege zu finden, mit der Infektion zu leben.
• Und schließlich können die kirchlichen Beratungsdienste mit ihrem breitgefächerten Angebot in den unterschiedlichsten Lebenskrisen, in der Krankheits- und Sterbephase begleitende Zuversicht geben.


3 AIDS als Aufgabe der Kirche

Integration statt Isolation

Die Krankheit AIDS erinnert - wie alle lebensbedrohenden Krankheiten - daran, daß das Leben des Menschen begrenzt ist, daß Krankheit und Sterben zum Leben gehören. In einer Zeit, in der Sterben und Tod verdrängt werden, ist AIDS eine Anfrage an jeden einzelnen Christen, welche Einstellung er zum Leben und zur Welt hat, wie er sein eigenes Sterben, aber auch das Sterben anderer sieht.

Als Christen glauben wir, daß der Tod nicht das Ende ist, sondern daß in Jesus Christus, in seinem Leben, Sterben und Auferstehen, Gottes neue Welt angebrochen ist, die jedem Menschen eine Zukunft über den Tod hinaus gibt. Aus dieser Hoffnung heraus gewinnen wir die Kraft, jeden Menschen, besonders den Kranken und Leidenden, mitzutragen und zu trösten.
Es ist Ausdruck unseres Glaubens, wenn wir uns gemäß dem Beispiel Jesu Christi besonders den Menschen am Rand, den Außenseitern, den Leidenden, den Menschen ohne Hoffnung zuwenden. Jeder ist "unser Nächster", wie dies eindrucksvoll im Gleichnis vom barmherzigen Samariter dargestellt ist (vgl. Lk 10,25-37). Jesus Christus hat sich mit den Kranken und Schwachen identifiziert: "Ich war krank und obdachlos, und ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt, und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank, und ihr habt mich besucht" (vgl. Mt 25,31f.).
Christen setzen Zeichen der Hoffnung und der Erlösung, wenn sie den Kranken und den Angehörigen durch praktische Hilfen beistehen. HIV-Infizierte und AIDS-Kranke brauchen Menschen, die ihnen zur Seite stehen und sie in ihrer Not begleiten und unterstützen. So kann die Isolation der Betroffenen durch solidarisches Verhalten in der Kirche überwunden werden. Dies beinhaltet auch die Integration in das Leben der Gemeinde. Dies schließt weiter ein, daß kirchliche Sozialstationen AIDS-Kranke pflegen und daß in den kirchlichen Einrichtungen, wie Krankenhäusern, Kindergärten, Schulen, Jugend- und Erholungsheimen, HIV-Infizierte und AIDS-Kranke Aufnahme finden. Das Anliegen der Hospizbewegung, ein Sterben in Würde zu ermöglichen, kann Orientierung bei der Begleitung der Kranken in der letzten Lebensphase geben.

Integration durch Vertrauen

Die von der Immunschwäche AIDS Betroffenen erwarten ein Klima des Vertrauens, der Offenheit und der Akzeptanz, auch hinsichtlich ihrer individuellen Lebensgestaltung. Der Sonderstatus ihrer Krankheit macht die Betroffenen besonders sensibel für Kränkungen und Zurückweisungen. Gerade in der Beurteilung ihrer Lebenssituation ist deshalb Zurückhaltung zu üben, denn nur so können sie unbedingtes Angenommensein spüren und erfahren. HIV-Infizierte und AIDS-Kranke befinden sich stärker als andere Menschen in einem psychischen und gesellschaftlichen Sonderstatus. In einer solchen Situation steht es mit der christlichen Botschaft im Einklang, ethische Beurteilungen nicht in den Vordergrund zu stellen. Zwar wird bei einer HIV-Infektion bzw. einer AIDS-Erkrankung sehr oft die Frage nach der Schuld der Betroffenen gestellt, doch darf diese Frage nicht Bedingung für die Nächstenliebe in der Nachfolge Christi sein. Im übrigen ist es nicht gerechtfertigt, der Schuldfrage hier einen anderen Stellenwert einzuräumen als sonst. Es kommt vielmehr darauf an, den AIDS-Kranken zu helfen, ihr Leben verantwortlich zu gestalten und in Gemeinschaft mit der Kirche Wege der Versöhnung zu finden.
HIV-Infizierte, AIDS-Kranke und deren Angehörige sind über lange Zeit ständig mit dem Tod konfrontiert. Dabei erleben sie nicht selten den sozialen Tod vor dem physischen Tod. Im Licht des Evangeliums ist es deshalb geboten, sich im Umgang mit ihnen am Leitbild einer barmherzigen, solidarischen und dienenden Kirche zu orientieren. Ein vom Glauben getragener, würdevoller Umgang mit HIV-Infizierten und AIDS-Kranken entspricht dem Reden und Handeln Jesu Christi. Wenn Menschen diesen im Evangelium wurzelnden Liebesdienst erleben, ist Glaubenserfahrung möglich.

Integration durch Information

Angesichts der bestehenden Ängste vor einer Ansteckung mit dem HI-Virus, ist eine umfassende und präzise Information notwendig, um Betroffene zu integrieren und die weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Durch eine enge Zusammenarbeit von Ärzten, Selbsthilfegruppen und den kirchlichen Beratungsdiensten und Einrichtungen können emotionale Überreaktionen und negative Pauschalurteile im Rahmen der Jugend- und Erwachsenenarbeit überwunden werden.
Die Immunschwäche wird vor allem auf sexuellem Wege übertragen, deshalb kann die Frage nach der verantwortlichen Gestaltung der Sexualität nicht ausgeklammert werden. Es muß vermittelt werden, daß der Geschlechtsverkehr seinen legitimen Ort in dem durch Treue und Vertrauen geschützten Raum einer festen Partnerbindung hat. Nach katholischem Verständnis ist dies die Ehe. Diese Überzeugung darf aber nicht zur Verurteilung von Menschen führen. Jesus Christus hat jeden Menschen in seiner persönlichen Lebensgeschichte angenommen, ihn jedoch immer auch zur Umkehr aufgerufen. Angesichts der tatsächlichen Lebensbedrohung, die von der Immunschwäche AIDS ausgeht, ist alles zu tun, um eine Infektion zu vermeiden. Prävention hat deutlich Vorrang und muß verantwortungsvoll gestaltet werden. Dabei sind die Grundsätze katholischer Ethik mitzubedenken. Nur wenn die medizinischen, psychologischen, sozialen und ethischen Aspekte der AIDS-Prävention angesprochen werden, kann das Problembewußtsein für die Übertragungswege und Infektionsrisiken wachsen. Generell gilt, daß die Aufklärung zwar umfassend und wahrheitsgetreu, aber auch maßvoll gestaltet sein soll. Sie darf nicht als verdeckte Werbung für sexuelle Freizügigkeit benutzt werden.

AIDS als Thema in Liturgie und Verkündigung

Die Immunschwäche AIDS betrifft nicht nur das caritative Handeln der Gemeinde, sondern sollte auch in Liturgie und Verkündigung thematisiert werden, z.B. am Welt-AIDS-Tag. Wenn die Thematisierung der Immunschwäche AIDS beim Begräbnis eines verstorbenen AIDS-Kranken erforderlich scheint oder gewünscht wird, sollte dies aus Rücksicht auf die Familienangehörigen mit großer Sensibilität und Verantwortlichkeit erfolgen. In der Predigt und in den Fürbitten ist darauf zu achten, daß im Geist des Evangeliums würde- und liebevoll die Barmherzigkeit Gottes, der Freund jeden Lebens in seiner ganzen Vielfalt ist, erfahrbar wird.

Die Nähe Gottes spürbar machen

Viele Menschen verbinden mit dem Wort AIDS Hoffnungslosigkeit. Als Christen aber wissen wir, daß Jesus und sein Evangelium, seine Worte und Taten Hoffnung bedeuten. Er selbst hat sich berühren lassen und hat selber berührt. Er nahm jeden Menschen an, den Aussätzigen, den Blinden, den Kranken. HIV-Infizierte und AIDS-Kranke sowie deren Angehörige können durch unsere Zuwendung spüren, daß Gott ihnen nahe ist und sie nicht alleine läßt. Wir alle leben unter der Verheißung Gottes.


4 Kirchliche Beratungsstellen und Einrichtungen für HIV-Infizierte und AIDS-Kranke4
4.1 Kirchliche Beratungsstellen

AIDS-Beratungsstelle des Caritasverbandes für das Bistum Essen
Bahnhofstr. 37
58762 Altena
Tel. 02352-1737

Hospiz-Dienst Tauwerk e. V.
Wollankstr. 19
13187 Berlin
Tel. 030/4883069

Beratungs- und Betreuungsstelle für AIDS-Infizierte
Bismarckstr. 6
52351 Düren
Tel. 02421-10001

AIDS-Beratungsstelle des Caritasverbandes für das Bistum Essen
Alfredstr. 297
45133 Essen
Tel. 0201-42924

Drogen- und AIDS-Beratung
Kalkstr. 41
51465 Bergisch Gladbach
Tel. 02202/54071

AIDS-Prävention des Caritasverbandes Bonn
Fritz-Tillmann-Str. 8-12
53113 Bonn
Tel. 0228-108245

Psychosoziale HIV- und AIDS-Beratung
Caritasverband für die Stadt Düsseldorf
Klosterstr. 88
40211 Düsseldorf
Tel. 0211-1602-302

Cafe Nachtfalter
Segerothstr.
47127 Essen

Psychosoziale Betreuung zu Hause für HIV-positive und an AIDS erkrankte Frauen, Familien und Alleinstehende
Mainkai 40
60311 Frankfurt
Tel. 069-2982-162

Sozialdienst Kath. Frauen e. V.
Psychosoziale Beratungsstelle für HIV-infizierte Frauen und Kinder
Kaiser-Joseph-Str. 244
79098 Freiburg
Tel. 0761-280031

Diözesan-Caritasverband
Referat Gefährdetenhilfe
Georgstr. 7
50676 Köln
Tel. 0221-2010-0

Sozialdienst katholischer Frauen
AIDS-Beratung
Hansaring 20
50670 Köln
Tel. 0221/120421

Region Mönchengladbach des Bistums Aachen
AIDS-Prävention
Bettrather Str. 22
41061 Mönchengladbach
Tel. 02161-9806-0

Caritas
Psychosoziale AIDS-Beratungsstelle
Schrenkstr. 3
80339 München
Tel. 089-5021101

Caritasverband Koblenz
Psychosoziale AIDS-Beratung
Rizzastr. 14
56068 Koblenz
Tel. 0261-14991

Sozialdienst Kath. Männer e. V.
Beratungs- und Betreuungsstelle für HIV-Infizierte und AIDS-Kranke
Gleueler Str. 179
50931 Köln
Tel. 0221-4060581

Caritasverband f. d. Stadt Magdeburg u. d. Dekanate Magdeburg und Burg e.V.
AIDS-Beratung
Max-Josef-Metzger-Str. 3
39104 Magdeburg
Tel. 0391-5961-208

AIDS-Informations- und Beratungsstelle
Bahnhof 16 b
94032 Passau
Tel. 0851-71065


AIDS-Beratung beim Caritasverband für Saarbrücken und Umgebung e. V.
Kantstr. 14
66111 Saarbrücken
Tel. 0681-309060

Caritasverband für die Diözese Würzburg
Psychosoziale Beratungsstelle für HIV-Infizierte und AIDS-Kranke
Friedrich-Spee-Haus
Röntgenring 3
97070 Würzburg
Tel. 0931-32226-0


4.2 Stationäre Einrichtungen

Eschenbachhaus
Betreute Wohngemeinschaft für HIV-infizierte Drogenabhängige
Eschenbachstr. 29
60596 Frankfurt
Tel. 069/6313020

Franziskushaus
Beratungs- und Betreuungsstelle für HIV-Infizierte und AIDS-Kranke
Sandweg 57
60316 Frankfurt
Tel. 069-944368-0

Haus Maria Frieden
Auf der Hub 1
77784 Oberharmersbach
Tel. 07837-92960

Haus Horizont
Betreute Wohneinrichtung für HIV-infizierte und AIDS-kranke Menschen
Rheinhöhenweg 3
56112 Lahnstein
Tel. 02621-40504

Caritasverband für die Diözese Würzburg
Wohngemeinschaft für HIV-Positive/AIDS-Kranke
c/o Friedrich-Spee-Haus
Röntgenring 3
97070 Würzburg
Tel. 0931-32226-0


5 Glossar

Chemische Werkzeuge
Eiweiße, die für die Virusvermehrung notwendig sind, und die durch die geringste Abwandlung funktionsuntüchtig werden.

Immunzellen
Alle Zellen, die an der Abwehr körperfremder Stoffe beteiligt sind. Es gibt Zellen, die Eindringlinge und Fremdstoffe erkennen, und Zellen, die sie dann vernichten.

Infektion
Befall des Körpers mit Krankheitserregern. Es kann sich bei den Erregern um Viren oder Bakterien handeln.

T4-Helferzellen
Untergruppe der Immunzellen, die eine wichtige Rolle bei der Erkennung der körperfremden Stoffe übernehmen.

Viren
Erreger von Infektionskrankheiten bei Menschen, Pflanzen und Tieren.

Virus-Protease
Eiweiß, das vom Virus gebildet wird und die anderen Virusbausteine so verändert, daß sie funktionstüchtig werden.

Wirtszelle
Zelle, die mit ihren Lebensfunktionen die Vermehrung eines Virus unterstützt.

Zelle
kleinste Einheit des lebenden Organismus, die alle Eigenschaften des Lebens besitzt.

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In der Bundesrepublik gibt das Robert-Koch-Institut Auskunft über die AIDS-Erkrankung und ihre Behandlungsmöglichkeiten sowie über neueste epidemiologische Daten.
Robert-Koch-Institut
AIDS-Zentrum
Reichpietschufer 74-76
10783 Berlin
Tel.: 030/4547-3425
Fax.: 030/4547-3566

-------------------------------------------------------------------------------------

1 Erläuterung der Fachbegriffe im Glossar, S. 22
2 Stand: Juli 1997
3 Die Angaben beruhen auf dem Quartalbericht I/97 des AIDS-Zentrum im Robert-Koch-Institut in Berlin
4 In den hier nicht genannten Städten können sich Ratsuchende an die allgemeinen kirchlichen psychosozialen Beratungsstellen etc. wenden. Die Adressen sind in den verschiedenen Diözesan- oder Ortscaritasverbänden zu erfragen (bzw. über das Referat "Besondere Lebenslagen", Karlstr. 40, 79104 Freiburg, Tel.: 0761/200368). Dort bzw. in den Seelsorgeämtern in den Diözesen sind auch die Adressen der in manchen Bistümern beauftragten AIDS-Seelsorger zu erfahren.
5 Die hier genannten Einrichtungen kümmern sich schwerpunktmäßig um HIV-Infizierte und AIDS-Kranke. Eine Begleitung und Betreuung erfolgt aber auch in vielen anderen Hospizen und kirchlichen Einrichtungen, wie z.B. Krankenhäusern und Sozialstationen.


(Quelle: www.dbk.de)

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Christianpost.com > HIV-AIDS

Doctor Who 'Cured' Baby With HIV Is Former Christian Missionary

Wed, 06 Mar 2013 17:53:08 ESTDr. Hannah Gay, the University of Mississippi Medical Center pediatrician whose treatment "functionally cured" a baby girl born with an HIV infection, is a Christian who previously spent years living as a missionary with her husband in Ethiopia.

Baby With HIV Cured After New Treatment Started at Birth

Mon, 04 Mar 2013 08:40:23 ESTA baby born with HIV is said to be the first documented case of an individual being cured of the virus, sparking new hope that a cure could be just around the corner.

Prince Harry on Charity Work: 'I Hope My Mother Would Be Proud of Me'

Thu, 28 Feb 2013 09:52:48 ESTPrince Harry has followed Princess Diana's footprints in visiting a South African charity, even citing his mother as the "inspiration" behind the trip this week.

3rd Annual Justice Conference Draws Thousands to City of Brotherly Love

Fri, 22 Feb 2013 17:29:52 ESTThe third annual Justice Conference drawing attendees from nearly every state and dozens of countries around the world is officially underway this weekend in Philadelphia, where Christian organizers and speakers hope to promote discussion about social justice issues and equip participants to engage those areas theologically.

Potential AIDS Cure Discovered by Australian Researcher: 'It Works Every Time,' Says Scientist

Thu, 24 Jan 2013 11:46:07 ESTResearchers in Australia are on the verge of being able to develop a treatment and possible cure for HIV/AIDS after a new method for fighting the virus showed promising results.

Students at Urbana Assemble 32,000 AIDS Caregiver Kits Ready for African Countries

Mon, 31 Dec 2012 10:19:53 ESTAn emotionally charged evening at Urbana 12 that included the appearance of Shortie Khumalo, an AIDS victim caregiver from Swaziland, concluded with students in attendance assembling 32,000 caregiver kits ready to be shipped to Africa in about two hours.

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Ex-Gay Leader: Gay Sex Is 'Suicidal Sex,' And It's Taught to Your Kids in School

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He Intends Victory (Christian HIV/AIDS Support and Education)

Resources

Kirche in Not: Sonder-DVD "AIDS in Afrika"

Containing the Fires of Passion / The Global AIDS/HIV Epidemic

It's Not Gay
It's Not Gay presents a story that few have heard, allowing former homosexuals the opportunity to tell their own story in their own words.

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YouTube-Video: I know Why The Black Church Prayed

HEALTH CONCERNS OF HOMOSEXUAL BEHAVIOR
- A Voice of the Voiceless Reference. Volume 1. 2/3/2014

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Douglas McIntyre: Safe Sex

 

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